TEST: Toshiba Full-HD LCD 42XV635

23.09.2009 (cr/phk)

Einführung

42-Zoll Full-HD TVs sind immer preisgünstiger zu ergattern, selbst bei renommierten Anbietern lässt sich hier das ein oder andere Schnäppchen finden. Unser heutiges Testgerät ist einer dieser Kandidaten, schon für etwa 735 Euro Marktpreis ist der Toshiba 42XV635D zu haben. Auch sein kleiner Bruder, der Toshiba 42RV635, kostet nur noch um die 680 Euro Marktpreis, ein ausführliches Review des bis auf die Panelgröße baugleichen 37-Zöllers 37RV635  finden sie bereits hier. Neue Geräte sowohl der RV- als auch der XV-Serie sind mit Toshibas AutoView-Technologie ausgestattet. Im Gegensatz zu den Vorjahresmodellen konnte die Leistungsaufnahme durch Einsatz neuer Leuchtstoffröhren und einem spezifischen Film im Panel deutlich gesenkt werden. Der AutoView-Bildmodus justiert und korrigiert automatisch Bildparameter, um eine perfekte Bilddarstellung trotz minimal möglichem Verbrauch sicherzustellen. Toshiba macht hier aber noch nicht Halt: Durch die Einsparung von 48% Verpackungsmaterial und die Reduzierung der Bedienungsanleitung auf 80 Seiten sollen hoch geschätzte Ressourcen unseres Planeten weniger in Anspruch genommen werden. Für den Endkunden soll hier aber kein Nachteil entstehen, sind 80 Seiten Nutzerhandbuch nicht umfangreich genug, so kann die unbeschnittene Version kostenlos als PDF-Datei von der Toshiba Webseite heruntergeladen werden. Kein Internet? Auch kein Problem, Toshiba versendet die BDA kostenfrei zu ihnen nach Hause. Umweltbewusstsein in allen Ehren, der Großteil der Interessenten wird sich nicht für den grünen Daumen Toshibas interessieren, vielmehr werden sie sich fragen ob der TV denn in Sachen Bildqualität und Benutzerfreundlichkeit überzeugen kann. Strom sparen ist nicht verkehrt, die Leistungsperformance muss aber auf hohem Niveau bleiben und darf keinesfalls an Einsparungen leiden. Schafft es der Toshiba im Testbetrieb zu überzeugen?

Verarbeitung

Hochwertige Anmutung des Rahmens

Fernbedienung

Schicker Standfuß

Auf Wunsch beleuchtetes Logo

Ordentlich integriertes Lautsprechersystem

Der Toshiba wirkt solide und sauber verarbeitet. Der Rahmen sitzt passgenau und hält auch einem festeren Griff ohne Wackeln stand. Der, für Toshiba typische, Standfuß verschafft sehr guten Halt und kann sich auch optisch sehen lassen. Auch die Anschlusspassungen sitzen fest und können sowohl seitlich als auch hinten problemlos erreicht werden. Die Kunststoffqualität ist zweckdienlich und wird in der Preisklasse allen Ansprüchen gerecht. Das beleuchtete Toshiba-Logo an der Front des TVs ist natürlich abschaltbar. Die Fernbedienung des 42XV635D liegt sehr gut in der Hand und verfügt über ein übersichtliches Layout. Die elementaren Lautstärke- und Programmwechseltasten sind ausreichend groß dimensioniert, auch das mittige Navigationskreuz dient der vereinfachten Bedienung. Leider sind keine der Tasten illuminiert. Zudem ist der Druckpunkt der einzelnen Tasten nicht klar genug definiert. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Anschlüsse

Anschlüsse hinten

Hinten:

  • HDMI 3x
  • Component In
  • Scart 2x
  • VGA in
  • Digital Audio Out
  • Stereo Cinch in
  • Stereo Cinch out
  • Ant
  • Subwoofer Cinch out

Seitlich:

Seitliche Anschlüsse

  • HDMI 1x
  • S-Video
  • AV (FBAS+Stereo Cinch in)
  • Headphones
  • USB
  • SD-Kartenslot
  • DVB Common Interface

Die Anschlüssbestückung des 42XV635D hinsichtlich des niedrigen Marktpreises ist hervorragend. Vier HDMI-Eingänge, einer mehr als der 37RV635, sollte den meisten Ansprüchen genügen. Ein VGA PC-Eingang ist auch an Bord, USB- und SD-Kartenslot komplettieren die Multimedia-Ausstattung. Wir freuen uns über die wiederbelebte Einbindung des Mono-Cinch Ausganges für einen externen Subwoofer, die gerade im Bassbereich schwächelnden, beengten TV-Lautsprecher können so mit einem aktiven Subwoofer ideal unterstützt werden. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Menü, Setup und Konfiguration

Bei erster Benutzung (und Reset) des Toshiba 42XV635D erscheint ein "Quick Setup" als On-Screen-Menü auf dem Display. 

"Quick Setup"

  • Menüsprache
  • Land
  • Bevorzugte Untertitelsprache
  • Zweite bevorzugte Untertitelsprache
  • Bevorzugte Audiosprache
  • Zweite bevorzugte Audiosprache

wird gesetzt, weiterhin kann zwischen dem Standort "Zu Hause" und "Geschäft" ausgewählt werden. Wird der Geschäftsmodus gewünscht kann eine "Automatische Demo" gestartet werden, "Zu Hause" wird automatisch der AutoView-Bildmodus aktiviert. Nach dem Festlegen des Modus entscheidet sich der Anwender für den Anschluss des TV-Tuners entweder für Antenne oder Kabel, hiernach wird Analoges oder digitales TV (ATV/DTV)-Signal festgelegt und ein automatischer Suchlauf kann gestartet werden.

Das eigentliche Menü des TVs entspricht dem Design des 37RV635  und unterscheidet sich nur in kleinen Details.

Bildmenü

  • Bildmodus: Film, Auto View, Dynamisch, Standard, PC, Spiele

  • Panelhelligkeit: In 100 sehr feinen Stufen wählbar.

  • Kontrast: Auch der Kontrast ist in sehr feinen Stufen zwischen 0 – 100 zu justieren. 

  • Helligkeit: die Helligkeit ist zwischen – 50 und +50 auf die eigenen Bedürfnisse einzustellen.

  • Farbe: wiederum -50 bis +50

  • Farbton:-50 bis +50

  • Schärfe: -50 bis +50

Erweiterte Bildeinstellungen

  • 3D Farbmanagement: Ein/aus (wenn 3D Farbmanagement auf „ein“ steht, hat der versierte, erfahrene Anwender die Möglichkeit, mittels Submenü die Farben Rot, Grün, Blau, Gelb, Magenta, und Cyan bezüglich dem Farbton, der Sättigung und der Helligkeit zu beeinflussen.)

  • Farbtemperatur: 0- 10, in 1er Schritten einstellbar. Ab Werk ist 2 voreingestellt. Realisiert wird eine neutrale und klare Farbgebung, sie sollte schon sehr nah an einem Weißpunkt von 6500 Kelvin (D65) sein. Doch es gibt weitere Einstelloptionen, die dann hilfreich sind, wenn der Anwender z.B. mittels Colour Facts eine exakte Bestimmung des Weißpunktes in den dunklen und hellen Bildbereichen festlegen möchte. Rot, Grün, und blau können jeweils in Offset und Gain justiert werden. 

  • Einstellungen des automatischen Helligkeitssensors: Hier kann der automatische Helligkeitssensor an/ausgeschaltet werden. Technisch versierte Nutzer können hier auch voreingestellte Parameter des Helligkeitssensors an 11 Punkten beeinflußen. 

  • Automatischer Helligkeitssensor ein/aus: Bedeutet, dass sich der 37RV635DG mit diesem Tool automatisch an die Lichtbedingungen am Aufstellungsort anpasst.

  • Dynam. Hintergrundbeleuchtung: Ein, Aus

  • Schwarz/Weiß Level.0 – 10, hier führt der 37RV635DG ab einem bestimmten Punkt eine deutliche Aufhellung und Abdunklung des Signals durch (Kontrast-Pushing, wirkt im Schwarz- und Weißbereiches zur Anhebung des Kontrastverhältnisses). Wer Wert auf ein absolut neutrales, professionelles Bild legt, setzt diesen Regler auf 0. 

  • Gamma Einstellung: -15 bis +15 , imitiert einen CRT-Monitor, die Einstellung – 10 entspricht dem Gamma eines Röhrenmonitors. 

  • Rauschunterdrückung: MPEG Rauschreduz. Ein, Aus, DNR (Digital Noise Reduction) Ein, Aus

  • Resolution +: Ein, Aus, im ein Modus lässt sich dieses Feature, zwischen 1 und 5 justieren, auch hier ist es ratsam, die Einstellung 2 oder 3 zu wählen, denn hier ist das beste Resultat zu erzielen. Allerdings in erster Linie bei DVDs, die eine ordentliche Bildqualität aufweisen und sich von daher sehr gut für die Nachbearbeitung mit Resolution + empfehlen. Quellen mit schlechterer Signalqualität (z.B. Analog-TV) sollten mit der Einstellung „1 oder 2“ behandelt werden. 

  • Filmstabilisierung: Aus/Automatisch/Standard/Sanft

  • Experten- Modus: Bei Rot, Grün und Blau können die Farbkanäle unabhängig voneinander geschaltet werden. Das heißt, wenn Grün und Rot abgeschaltet sind, sieht man reines Blau. Mittels eines entsprechenden Testbildes zur Justage der Farbsättigung kann man auch ohne Filterbrille perfekt justieren-. Darüber hinaus bietet dieser RGB Only Mode die Möglichkeit, das Farbdecoding zu überprüfen. Das heißt, der Anwender hat die Möglichkeit, zu überprüfen, ob die angewählte Videoquelle ein korrektes Farbdecoding durchführt und ob das im Display durchgeführte YUV auf RGB-Decoding korrekt ist.

  • Steuerungsvisualisierung: Reine grafische Darstellung des aktuellen Bildinhaltes.

Ton-Menü

  • Bass ist feinen Schritten von -50 bis +50 einzustellen. Der Bass verstärkt sich relativ sensibel, bringt aber bei zu starker Stellung ab + 25 das Chassis ins Vibrieren und dies bedeutet nachhaltige negative Tonbeeinflussung.

  • Höhen: die Höhen lassen sich ebenso von -50 bis + 50 exakt einstellen.

  • Balance: auch hier -50 bis +50

  • Erweiterte Toneinstellungen: 1) Stereo-Erweiterung: Bei Aktivierung bekommt der Stereoton mehr Räumlichkeit und eine breitere Bühne. 2) Stimmverstärkung: Bei Aktivierung erfolgt eine Anhebung des Mitteltonbereiches zur Steigerung der Stimmverständlichkeit. 3) Dynamische Bassverstärkung: Aus, Niedrig, Hoch. Hebt den Bassbereich an (nur Einstellung „niedrig“ zu empfehlen). 

  • Dolby Volume: Aus/Niedrig/Hoch, gleicht Lautstärkeunterschiede zwischen verschiedenen Quellen aus.

  • Dynamikbereichssteuerung: Aus/Ein

  • Tonpegelausgleich: Für DTV 2ch, ATV und Externer Eingang wählbar

  • Kopfhörer: Lautsprecher Ein/aus. In der Aus Stellung (Lautsprecher deaktiviert) lässt sich die Kopfhörerlautstärke von 0 bis 100 einstellen.

  • Audio Beschreibung: Aus/Ein, bei "Ein" kann der Mischpegel zwischen 0 und 100 justiert werden und der Lautsprecherausgang aktiviert werden

Menü Anwendungen

  • Media Player: der Media Player lässt sich im TV Betrieb in Betrieb nehmen, so lange eine USB- oder SD-Quelle am 37RV635 angesteckt ist.

  • EPG

  • Ein Timer: hier kann der User dem 37RV635DG den Befehl geben, wann sich der Fernseher mittels Timer (mit welcher Lautstärke, Signalquelle DTV oder ATV und mit welchem gewünschten Kanal) einschaltet.

  • Aus Timer: Programmierbare Ausschaltuhr

Menü Präferenzen

  • REGZA-Link-Einstellung: Ein/Aus, Autom. Einschalten des TVs Aus/Ein, Autom. Bereitschaftsbetrieb Aus/Ein, Amplifier Control Aus/Ein, Lautsprecher-Präferenz TV-Lautsprecher/Verstärker

  • Bilderrahmen-Einstellung: Nutzen sie den TV als Bilderrahmen, Wahl des Fotos von SD/USB, Rahmeneinstellungen: Digitale/Analoge Uhr einblenden, Uhrzeit für automatisches Einschalten wählen

  • Videotext: Automatisch, List.

  • Bedienfeldsperre: Ein, Aus

  • Auto Format: Ein, Aus. Im Ein-Modus lässt sich die Auto Format-Funktion zwischen 4:3 und Vollformat hin- und herschalten. 

  • Blaues Bild: Ein, Aus

  • Zoombalken (in 3 Schritten justierbar)

  • Toshiba-Beleuchtung: Ein/Aus

Menü Einstellungen

  • Sprache

  • Land

  • Antennen-/Kabeleingang: Ja /Nein

  • Autom. Sendersuche: Senderwahl-Modus für DTV und ATV zusammen oder jeweils einzeln.

  • Der Automatische Sendersuchlauf ist recht flott, DTV (Digital) in etwa 60 Sekunden der ATV (Analog)

  •  benötigt mehr Zeit.

  • ATV Manuelle Sendersuche

  • DTV Manuelle Abstimmung

  • DTV Einstellungen

  • AV-Anschluss: PC/HDMI Ton PC und HDMI 1.

  • Bei HDMI 1 kann bei der Tonausgabe die Option automatisch, digital oder analog angewählt werden. Unter dem Unterpunkt „HDMI-Einstellungen“ findet die Ein- und Ausschaltmöglichkeit für den Auto Lipsync von HDMI 1.3. Sehr wichtig ist die Einstellung „INSTAPORT“, denn hier kann die Quick HDMI Funktion für das dauerhafte Aufrechterhalten des Handshakes aktiviert werden. Beim EXT2-Eingang sind AV und S-Video Signale anwählbar. Beim digitalen Tonausgang stehen die Optionen PCM und Automatisch zur Verfügung. 

  • Bildlage (für PC-Signale, nur für VGA-Eingang): Horizontale Lage und vertikale Bildlage lassen sich justieren. 

  • Automatische Installation: Durchführen ja/nein.

  • Standort: Zu Hause oder Geschäft

  • Software Upgrade: Upgrade Ja, nein. Oder nach neuer Software suchen (über USB-Eingang)

  • Software-Lizenzen

  • Systeminformationen

  • TV-Zurückstellen

Der Toshiba 42XV635 bietet bilanzierend sehr umfangreiche und praxisgerechte Einstellmöglichkeiten. Besonders der reichhaltig ausgestattete Video-EQ begeistert uns. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Multimedia-Funktionen

USB - Musikmenü

USB

Schließt man einen USB-Stick seitlich an den 42XV635D öffnet sich gleich ein Informations-Popup mit der Frage, ob man den Media Player öffnen möchte. Wählt man hier "Ja", schließen sich unmittelbar Auswahlmöglichkeiten für Foto/Film/Musik an. Nun wird, irrelevant der Auswahl, eine Übersicht der auf dem USB-Medium befindlichen Dateien angezeigt, auch Ordner werden mit korrektem 
Inhalt in die Übersicht eingebunden. MP3-Dateien spielt der Toshiba ohne Ladezeit ab, mit AAC oder PCM geschweigedenn FLAC-Dateien kann der 42XV635D nichts anfangen.

Die Fotowiedergabe gefällt uns besonders, nicht nur wird bei Anwahl eines Ordners voller Bilder sehr fix eine Thumbnail-Übersicht der Dateien auf dem Display präsentiert, auch ist die Ladezeit einer JPEG-Datei im Vergleich zu vielen anderen Geräten sehr schnell. Bei Druck auf Quick öffnet sich ein kleines Setup-Menü: Intervallzeit während der Diashow und Bildwiederholung kann hier justiert werden. "OK" auf der FB startet die Diashow und mithilfe des Navigationskreuzes kann das Bild gedreht werden. Neben JPEG kann der Toshiba TV leider keine Bildformate wiedergeben.

Auch die Video-Wiedergabe vom USB-Medium kann sich behaupten. Unsere MPEG- und AVI-Videos werden sofort erkannt und wiederum fast komplett ohne Ladezeit wiedergegeben. Mittels der Quicktaste kann hier die Bildgröße und ebenso der Wiederhol-Modus (Aus/Alle/1) eingestellt werden. 

SD-Karte

Unsere 4 GB SD-Karte wird vom 42XV635 sofort erkannt und wir werden zum Start des Mediaplayers aufgefordert. Auf der SD werden auschließlich Foto-Dateien erkannt, die JPEG-Dateien werden aber problemlos und flott dargestellt. Layout und Funktionsumfang entsprechen der USB-Funktion.

Gesamtnote Multimedia in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Test-Equipment
Bildqualität

Bildfelder

Der Toshiba 42XV635D verfügt über verschiedene Presets des Video-Equalizers, die Bildfelder sind: 

  • Standard: Natürliches, homogenes Bild mit angenehmer Helligkeit und ausgeglichenem Kontrast
  • Film: Helligkeitsärmeres, augenfreundliches Bild für längere Filmnächte, Weiß neigt stark zu Créme-Farbe, Schärfe leicht zurückgenommen
  • Dynamisch: Sehr helles, überkontrastiertes Bild, noch relativ neutrale Farbwiedergabe
  • AutoView: Automatische Bildeinstellung des Toshiba anhand verschiedener Parameter wie Bildinhalt und Umgebungshelligkeit. AutoView sorgt für angenehmes, kontrastreiches Bild mit stimmiger Helligkeit und authentischer Farbtreue
  • Spiele: Kontraststarkes Bild mit ausgeglichener Helligkeit und Bildschärfe, authentische Farbwiedergabe mit leicht kalter Neigung
  • PC: Bildfeld mit etwas angehobener Helligkeit und hoher Kontrastierung. Angenehme, neutrale Farbwiedergabe

Blu-Ray

• Verwendete Bildprogramme: Auto View, Film, Standard, Spiele (für PS3 Gaming-Check)

Bild Blu-ray, Zuspielung in 1080p/24 Hz:

Bei allen von uns verwendeten Test-Blu-rays konnte sich der 42XV635 mit seinem plastischen Bild und dem prima Schwarzwert sehr gut in Szene setzen. Er erzeugt einen sehr intensiven HD-Effekt, was sich beispielsweise bei „Fluch der Karibik 1“ zeigt. Schon zu Beginn des Films macht er einen sehr glaubwürdigen visuellen Raum, als das Segelschiff aus der Nebelfront auftaucht. Wer den Flachbildschirm perfekt justiert, kann sich auch über einen tadellosen Detailkontrast freuen, was an der exzellenten Durchzeichnung der Galionsfigur ebenso sichtbar wird wie anhand der Gebrauchsspuren der Segel. Das Gesicht der kleinen Elizabeth Swann ist gut durchgezeichnet, ebenso das Kleid. Der Nebel sieht recht echt aus. Die Gesamtbildschärfe liegt hoch – hier ist eine sorgfältige Justage notwendig, denn der Toshiba neigt schnell zum Überschärfen, was sich anhand leichter Doppelkonturen nachweisen lässt. In der nachfolgenden Sequenz, als Captain Jack Sparrow mit seinem schrottreifen Boot Kurs auf Port Royal nimmt, gibt der Toshiba das Blau des Himmels sehr klar wieder, wobei der Kontrast zwischen Himmel und weißen Wolken relativ hart ausfällt, was allerdings den Effekt enormer Plastizität weiter steigert. Das Gesicht des Piratenkapitäns, als es in Großaufnahme eingeblendet wird, wird mit sehr guter Detaillierung der Hautoberfläche abgebildet und zeigt den Glanz in den Augen deutlich. Die Abnutzungsspuren am Piratenhut sind genauso gut zu erkennen. Als Sparrow kurze Zeit später seinen „lahmenden Kahn“ an den zur Warnung gehängten Piraten vorbei steuert, bringt der Toshiba die dahinter liegende Felskulisse prima zum Ausdruck. Fast jedes Detail wird heraus geholt, wobei die Kontrastdifferenzen teilweise etwas zu drastisch erscheinen. Die Wellenbewegung des Wassers wird in allen Situationen korrekt erfasst, die Weite des Ozeans verdeutlicht der 42XV635 stimmig. Mittels der präzisen Farbkalibrierungsmöglichkeiten des Video-EQs ist es ohne Schwierigkeiten realisierbar, ein farblich sehr ausgewogenes, natürliches Bild mit viel Dynamik zu erhalten. Das Weiß strahlt, wirkt aber nicht unnatürlich. Die sehr sensible Rotwiedergabe und die passende Darstellung von Hauttönen sind weitere Vorzüge. Das Grün ist nicht absolut perfekt, hier zeigt sich ein kleiner Nachteil der CCFL-Technik des Panels. Allerdings ist LED Backlight keinesfalls ein Allheilmittel gegen die Grünschwäche – Pseudo White LED Backlight Flachbildschirme haben das identische Problem. Wirkung zeigt nur RGB Backlight, durch streng selektierte RGB-LEDs wird bei dieser Technik ein realistisches, sattes Grün erzeugt. 

Kommen wir zurück zum Fluch der Karibik. Hier stellt der Toshiba die Einfahrt von Sparrow in den Hafen von Port Royal sehr eindrucksvoll dar. Exakt zeichnet er die Planken des rechts im Bildschirm auftauchenden Segelschiffs dar. Ebenso scharf und deutlich sind die Gesichter der Menschen zu sehen, die gerade im Hafen unterwegs sind. Eine Schwäche allerdings war bei unserem Testgerät vorhanden. Obwohl der 42XV635 im Gegensatz zum 42RV635 eine korrekte Umsetzung eines eingehenden 24p Signals ohne 3:2 Pulldown zur Ansteuerung des Panels mit einer festen Frequenz von 60 Hz bewerkstelligt, sind beim 42XV635 kleine Schwächen bei der Bildstabilität zu sehen. Diese zeigen sich allerdings anders als bei den RV-Modellen, es ist weniger ein Ruckeln als ein Bildzittern in der Horizontalen und in der Vertikalen festzustellen. Bei „Fluch der Karibik“ zeigt sich dies z.B., als die Kamera kurz nach der Ankunft Jack Sparrows in Port Royal über die Festungsanlage schwenkt, um im Hof beim Zeremoniell Halt zu machen. Hier zittern die einzelnen, ansonsten scharf dargestellten Mauersteine doch sichtbar. Ansonsten zeigt sich nach Sparrows Ankunft die exzellente Detaillierung in vielen Sequenzen – der Holzsteg, über den Sparrow schreitet, wird ebenso genau dargestellt wie das Buch des Hafenmeisters oder die prachtvollen Uniformen der Soldaten. Hier beweist der 42XV635 auch erneut seine Fähigkeit zur exzellenten Rotwiedergabe, das Rot der Uniformoberteile, als sich Sparrow mit den beiden Soldaten im Hafen unterhält, kommt so enorm gut zum Ausdruck. 

Scharfes und plastisches HD-Bild

Bei „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ lassen sich ganz ähnliche Beobachtungen wie die bereits gemachten nachvollziehen. Zu Beginn, als die übermütigen jungen Paare sich ein kleines „Wettrennen“ mit dem Armeekonvoi liefern, fällt das schon beschriebene Bildzittern wieder leicht auf. Dem normalen Anwender wird dieses Phänomen allerdings kaum auffallen. Er wird sich eher an den sehr gut ausbalancierten Farben und an der hohen Bildschärfe erfreuen. Als der Konvoi in Richtung AREA 51 abbiegt, eröffnet der 42XV635 ein sehr weit nach hinten reichendes, sorgfältige detailliertes räumliches Panorama. Als die Gangster in Armeekleidung an der Pforte zu AREA 51 ankommen, werden die Protagonisten sehr präzise gezeigt. Als sich die Gannoven dann gesetzeswidrig Zutritt aufs Gelände der „Restricted Area“ verschaffen und kurze Zeit später Indy aus seinem unbequemen Kofferraum-Verlies befreit wird, zeichnet der Toshiba die Karosserieoberfläche der Armeelimousine sauber nach, so dass die matte Lackierung und die Staubspuren deutlich zu erkennen sind. Kurze Zeit später erscheint der charakteristische braune Hut mit scharfer Kontur auf dem Boden, die Bartstoppeln in Indiana Jones‘ Gesicht wirken sehr exakt wiedergegeben – beinahe schon minimal zu scharf, was sich aber durch eine präzise Justage des Schärfereglers mit etwas Geduld und Geschick abändern lässt. Als die Truppe dann in den Hangar marschiert, holt der 42XV635 die darin befindlichen Kisten in sehr guter Detaillierung und hoher Kontrastdynamik auf den Bildschirm. Die leicht erdige Einfärbung des Films gibt der Flachbildschirm dank seiner authentischen Farben sehr gut wieder. 

Szenenwechsel – wir befinden uns mitten im Kampf um die Wohnung des PC-Hackers Matthew Farrell, einige Jahrzehnte später und im 5. Kapitel von „Stirb langsam 4.0“. Hier stellt der 42XV635 wiederum seinen tadellosen Schwarzwert unter Beweis. So manches LED Backlight Gerät kommt in Anbetracht dieser Leistung in Erklärungsnöte möchte es die Überlegenheit der LED-Technik durch einen besseren, weil tieferen Schwarzwert nachvollziehbar machen. Kleine Kontrastunterschiede holt der Toshiba sehr gut heraus, manchmal wirkt das Ergebnis schon etwas zu deutlich kontrastierend, selbst bei Einzelheiten, die eigentlich nur angedeutet gehören. Durch eine sinnvolle Anpassung der Einstellungen für die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung und des Kontrastes kann hier Abhilfe geschaffen werden. Die Details in der Wohnung von Farrell arbeitet der 42-Zöller jedenfalls sehr akkurat heraus. Sei es das Robotermodell, dem der leicht genervte McLane einen Arm abbricht, oder der von Kugeln durchlöcherte, typisch amerikanische Kühlschrank des gepeinigten Ex-Hackers – das gesamte Szenario wird vom 42XV635 stimmig umgesetzt. 

Fazit Bild Blu-ray: 

Das sehr scharfe und plastische Bild mit hoher Farbreinheit, sehr gutem Kontrast und erstaunlichem Schwarzwert setzt viele Glanzlichter. Das leichte Flimmern, das in der horizontalen und vertikalen Bildebene ab und zu erscheint, stört minimal die hoch liegende visuelle Gesamtharmonie. Mit dem knackig scharfen Bild stellt der 42XV635 den „HD-Effekt“ sehr anschaulich heraus. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet – hervorragend. 

DVD

DVD – Star Wars Episode III, Upconversion von Filmmaterial von 576i auf 1080p:

• Laufschrift zu Filmbeginn: Eine gute, aber nicht perfekte Wiedergabe. Top und kaum noch zu verbessern ist die Farbgebung der Buchstaben, das Gelb erscheint authentisch und satt. Auch holt der Toshiba enorm viele Sterne aus den unendlichen Weiten des Star Wars-Universums – das machen doppelt so teure Konkurrenten nicht besser. Punktabzug gibt es jedoch für leichten Zittern der Buchstaben, besonders derer, die nach hinten ins All weggleiten. Hier sind auch leichte Wellenbewegungen sichtbar. Als sehr vorteilhaft erweist sich hingegen die Tatsache, dass die Buchstaben nahezu bis zum Rand gelb durchzeichnet sind und keine für viele LCDs typische Schwäche ins Form eines „Ausbleichens“ der Buchstaben ins Weiße stattfindet. 
• Sternzerstörer, der durchs Bild gleitet: Hier bietet der 42XV635 eine äußerst löbliche Bildschärfe mit sehr guter Detaillierung. Allerdings stört Kantenflimmern (Kommandobrücke sowie rechte obere Kante). Der in der Dunkelheit liegende Flügel wird sehr gut detaillert. Die sich von hinten nahenden Raumjäger von Obi-Wan und Anakin werden mit leichten Nachziehern wiedergegeben. 
• Panorama beim Abknicken der Jäger in die Schlacht: Der Toshiba erzeugt einen realistischen 3D-Effekt und arbeitet auch weiter unten lokalisierte Raumschiffe und Raumstationen detailreich heraus. Selbst ganz unten ist genug Präzision vorhanden, hier wirken die Einzelheiten an den sich dort befindenden Sternzerstörern erstaunlich scharf. 
• Gesichter von Obi-Wan und Anakin in ihren Raumjägern: Eine ansprechende Wiedergabe der Hauttöne und der Poren auf der Hautoberfläche ist zu beobachten, sowohl bei Anakin als auch bei Obi-Wan erscheinen Details gestochen scharf – aber ab und zu minimal unruhig. 
• Außenhaut der Raumjäger und Raumschiffe/Detailreichtum: Die Oberfläche der Raumjäger mit den sichtbaren Kampfspuren wird authentisch abgebildet, auch der Kopf von R2D2 erscheint sehr genau erfasst. 
• Skalierungsrauschen: Leichtes Skalierungsrauschen ist erkennbar, hält sich aber absolut im erträglichen Rahmen. 
• Resolution +: Auf Stufe 1 erscheint das Bild 

DVD – AVEC Professional Test-DVD, Upconversion von Videomaterial, 576i auf 1080p: 

• Schriften (weiß und schwarz) vor weißem, blauen und roten Hintergrund, die in verschiedenen Geschwindigkeiten durchlaufen (Laufschrift-Effekt): Dieses Testbild liegt dem 42XV635 nicht besonders gut. Er liefert eine tolle Farbtrennung, zudem werden die beiden Schriften, die in geringerer Geschwindigkeit laufen, sehr schön wiedergegeben – allerdings zeigt die schnellste Schrift deutliche Schwächen in Form von Rucklern und Nachziehern. 
• Pendel mit blau-rotem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine still stehende Linie gleitet: Hier liefert der Toshiba eine deutlich bessere Performance ab , die Linie, über die das Pendel gleitet, bleibt recht stabil stehen und neigt kaum zum Zittern. Das Pendel selbst zeigt nur kleine Nachzieher, ansonsten ist es stabil und scharf dargestellt. Die pfeilförmige Spitze ist akkurat modelliert, es sind praktisch keine Treppenstufen sichtbar. 
• Bewegtes Stadtbild von Esslingen: Auch bei diesem Testbild stellt der 42XV635 seine zahlreichen Stärken unter Beweis. Besonders die Bildschärfe, bei korrekter Justage beinahe ohne Doppelkonturen, hat uns beeindruckt. Als das Bild kurz auf dem Holzbalken des Brüstungsgeländers der Standmauer verharrt, ist die Struktur des Holzes präzise auszumachen. Auch begeistert die sehr gute Durchzeichnung der Grünflächen und des gepflasterten Weges durch die Parkanlage. 

Fazit DVD Upconversion: 

Der 42XV635 bietet ein tadelloses Upscaling und De-Interlacing mit hoher Bildschärfe, natürlichen Farben und tadelloser visueller Dynamik. Erfahrenen und anspruchsvollen Anwendern wird das leichte Bildzittern feiner Bilddetails, das ab und zu auftaucht, auffallen. Ebenso werden bei Videomaterial Laufschriften, die in höherer Geschwindigkeit durchs Bild laufen, nicht perfekt wiedergegeben – das kann man in Anbetracht der Preisklasse aber auch nicht erwarten. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Die wichtigen Grundparameter in der Zusammenfassung, ermittelt mit den erwähnten BDs und mit der Burosch 1080p/24 Hz BD-Test Suite sowie mit verschiedenen DVDs: 

Der 42XV635 bietet eine gleichmäßige Bildhelligkeit, das Weiß erstrahlt nicht zu gleißend, ist aber auch nicht Kino-like abgestimmt – dazu ist die Strahlkraft dann doch zu hoch, so dass der visuell erfahrene Anwender auch gleich sieht, dass es sich um einen LCD handelt. Dies verdeutlicht z.B. das „Faces“ Testbild sehr gut. Die Kontrastdynamik im gesamten Bild ist enorm, so dass manchmal schon zu deutlich selbst kleine Kontrastunterschiede wiedergegeben werden, wie sich beim „Faces“ Testbild im Haaransatz der braunhaarigen Lady zeigt. Bei der Grautreppe modelliert der 42XV635 jede Stufe sauber heraus. Auch die leicht kontrastierenden Quadrate, die in jeder Grautreppenstufe enthalten sind, werden größtenteils sauber abgebildet, wenn man den „Auto View“ Modus mit hervorragender Anpassung an die Aufstellungsgegebenheiten oder den „Kino“ Modus mit farblich leicht warmem, sehr augenfreundlichen Bild verwendet. Das „Standard“ Bildprogramm zeigt leichte Schwächen hinsichtlich des Kontrastes im dunklen Grau- sowie Schwarzbereich und lässt Details „absumpfen“. Was moderne CCFL-Geräte können, beweist der 42XV635 mit seinem wirklich guten Schwarzwert, gerade bei einem Flachbildschirm, der gerade einmal knapp 750 EUR Marktpreis kostet, ist das Ergebnis schlichtweg überragend. Die enorm neutrale Farbwiedergabe hat uns ebenfalls überzeugt, bei „Faces“ wirken die Hauttöne der beiden Ladys sehr realistisch. Bei verschiedenen BD-Sequenzen beweist uns der 42XV635 ferner, dass er ein tiefes räumliches Panorama erzeugen und einen sehr gut nachvollziehbaren HD-Effekt erzeugen kann. Die Detaillierung des gesamten Bildes gelingt dem Toshiba ausgezeichnet. Als nicht ganz einfach gestaltet sich das Schaffen eines absolut akkuraten Gesamtbildschärfe-Niveaus. In Werkseinstellung ist entschieden zu scharf, wie das Gitterlinien-Testbild der Burosch-Disc deutlich beweist. Hier sollte die Bildschärfe auf jeden Fall mittels des Schärfereglers auf – 12 oder -13 zurückgefahren werden. Das Problem, welches aber dann aufritt, ist folgendes: Das Bild erscheint dann bezüglich der Konturenschärfe als nicht mehr exzellent. Daher ist es eine Gratwanderung – entweder man lebt mit leichten Doppelkonturen oder mit minimal zu weichem Bild. Wir raten zu einer Schärfejustage von ca. – 10, dann sind die Doppelkonturen in der Praxis nie störend, zugleich erscheint das Bild natürlich-scharf und knackig. Kleine Schwächen scheinen bei der Bildstabilität und der Bildruhe durch. Hier mischt sich ab und zu ein leichtes Zittern ins Bild, vornehmlich bei langsamen bis mittelschnellen Bewegungsabläufen, in den Gesamteindruck. Zaubern kann eben auch Toshiba nicht – einige Vorteile müssen nochmals aufwändiger konzipierte und konstruierte, deutlich teurere Konkurrenzmodelle schließlich noch aufbieten können. 

Gaming

PS3, Need For Speed: Carbon

Der gute Schwarzwert zeigt sich schon bei der Darstellung des NFS-Logos bei Start des Spiels. Da der Toshiba TV ein kontraststarkes (voreingestellter Wert 95) Bildfeld "Spiele" an Bord hat, kommt dieses auch gleich zum Einsatz. Der 42XV635D muss sich hier keine Blöße geben. Der Straßenbelag ist fein detailliert gezeichnet und die Farbwiedergabe kann wieder in vollem Umfang begeistern. Der angesprochene Schwarzwert ist gut, aber nicht perfekt. Die Bildruhe ist auf einem guten Level, kann aber bei höheren Fahrgeschwindigkeiten nicht ganz überzeugen, häufig kann es dann zu kleinen Bildrucklern in den äußeren Bereichen kommen, die aber nicht störend ins Spielgeschehen einwirken. Der verteufelte Input-Lag ist erfreulicherweise nicht anzutreffen, ohne Verzögerung werden spontane Controller-Befehle reaktionsschnell ausgeführt. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Tuner

DTV ARD Tagesschau: Das digitale Tunerbild des Toshiba 42XV635D wirkt angenehm stabil und farbtreu. Besonders Hauttöne und eine ausgezeichnete Farbtrennung begeistern hier das Auge. Mithilfe von Resolution+ kann noch etwas an Plastizität und feinerer Durchzeichnung gewonnen werden. Zwischen -2 und +2 kann die Stärke der Nachbearbeitung gewählt werden, wir empfehlen Stufe -1 oder Stufe 0 für das beste Verhältnis zwischen gewonnener Schärfe und Plastizität und dem dadurch einhergehenden etwas erhöhtem Bildrauschen. Generell hält sich das Bildrauschen allerdings erfreulicherweise in Grenzen und fällt nur bei schwachem Ausgangsmaterial ins Gewicht.

ATV ARD Tagesschau: Im Analogen TV-Betrieb schafft es der Toshiba ein immer noch augenfreundliches, stabiles Bild aufs Display zu werfen. Das erhöhte Bildrauschen gegenüber dem DTV fällt zwar ins Auge, sollte aber einem angenehmen Fernsehen nicht im Weg stehen. Treppenstufen an diagonalen Linien sind auch im analogen TV-Betrieb nur schwer zu entdecken. Aus einem für uns unerklärlichen Grund ändern sich die Justage-Einstellung von Resolution+ im ATV-Betrieb von den vorherigen Steps -2 bis +2 auf die Steps 1-5, Stufe 1 DTV entspricht Stufe 3 im ATV.

Gesamtnote digitaler Tuner: Sehr gut - ausgezeichnet.
Gesamtnote analoger Tuner: Sehr gut.

Konkurrenzvergleich

LG 2LH5000: Der LG stellt den HD-Effekt nicht ganz so deutlich zur Schau, er ist ein Freund der „Kino-gemäßen“ Bildwiedergabe. Diese lässt sich beim Toshiba auch realisieren, indem man das „Kino“ Bildprogramm aktiviert. Ganz so überzeugend aber wirkt das Ergebnis nicht, der Toshiba möchte da zu sehr die knackscharfe HD-Bildmaschine mimen, und das Kino-Programm kastriert seine prinzipiellen Möglichkeiten zur Erzeugung einer enormen visuellen Dynamik. Der Schwarzwert des LG ist ebenso gut wie der des 42XV635, die Farben erscheinen beim Toshiba minimal brillanter, beim LG minimal angenehmer. Beide LCD-TVs verstehen es vortrefflich, zu beweisen, dass auch LCD-Fernseher einen natürlichen Farbeindruck realisieren können. Die Bildstabilität ist bei beiden Kontrahenten nicht perfekt, der LG rechtfertigt seinen Mehrpreis durch etwas mehr Bildruhe. Zudem ist das De-Interlacing etwas besser. Der LG brilliert mit seiner ausgezeichnet arbeitenden 200 Hz TruMotion-Technik, die für exzellente Bewegungsabläufe sorgt – der Toshiba muss hier mit Active Vision M100 – also der bekannten 100 Hz Technik, die auch schon ruhigere und schärfere Bewegungen ermöglicht, aber die nicht ganz so stabil und gleichzeitig „smooth“ wirken wie beim LG – auskommen. Dafür trumpft er mit Resolution + auf – korrekt eingestellt und verwendet, nehmen Schärfe und Detailreichtum klassischer SD-Bilder sichtbar zu. Beide TVs also zeigen ein hohes Leistungsniveau, so dass man letzten Endes festhalten kann: Der Toshiba ist in der 700 bis 800 EUR-Liga erste Wahl, der LG in der nächsten 900 bis 1000 EUR Liga – beide Flachbildschirme sind hervorragende Geräte, die eindrucksvoll zeigen, dass man für Top-Qualität, die für den normalen Anwender und dessen tägliche Praxis absolut ausreicht, kein Vermögen mehr investieren muss. 
XXL-TEST: Toshiba Full-HD-LCD 37RV635 (als 42-Zöller 42RV635): Diese Einsteiger-Full-HD-Baureihe, erkennbar an der „RV“ Kennzeichnung, fehlt der 24p Support. Zwar werden 1080p/24 Hz Signale entgegen genommen, diese werden aber intern einem 3:2 Pulldown unterzogen, um dem Panel die benötigten 60 Hz Ansteuerungsfrequenz zur Verfügung zu stellen. Die Folge ist das sichtbare Bewegungsruckeln bei langsamen Bewegungen und Kameraschwenks. Da der Marktpreisunterschied (ermittelt via Amazon) mit 733 EUR (42 Zoll XV) zu 683 EUR (42 Zoll RV) gering ausfällt, geben wir den Tipp, den Mehrpreis für den XV in Kauf zu nehmen, da dieser zusätzlich Dolby Volume, erweiterte USB-Funktionalität und Audyssey bietet - ein echtes Sonderangebot. 
Samsung LED-TV UE40B6000: Der Samsung bietet eine enorme Farbdynamik, die für ein brillantes Bild mit einwandfreier Tiefenwirkung sorgt. Auch das De-Interlacing und das Upscaling sind gut. Schwächen zeigt die 24p-Darstellung und die (wegen EDGE LED) etwas ungleichmäßige Panelausleuchtung mit Helligkeits-Spots. 
Grundig Vision 9: Der Grundig gefällt mit seinem natürlichen Bild mit stabiler 24p-Signalausgabe – hier schlägt er alle sonst hier erwähnten Konkurrenten. Der Schwarzwert ist allerdings beim LG und beim Toshiba besser. Auch zeigen der Toshiba und der LG Farben brillanter, das Weiß wirkt realistischer und klarer. Der vom LG und vom Toshiba erzeugte 3D-Effekt wirkt intensiver, man kann tiefer ins Bild hineinschauen. Der Grundig bietet aber einen besseren analogen und digitalen Tuner mit mehr Bildschärfe und weniger Rauschen, hier können weder 42XV635 noch 42LH5000 mithalten. 

Klang

Für einen Flachbildschirm liefert der 42XV635D eine ordentliche Leistung ab - mittels Audyssey wurde der TV im Werk eingemessen, um der Akustik im Wohnzimmer entsprechend Rechnung tragen. Die Ergebnisse wurden anhand mehrere hundert Messpunkte präzise ermittelt. Die Resultate können sich dann auch tatsächlich sehen - oder besser hören - lassen. Die Qualität der Sprachwiedergabe liegt auf hohem Niveau, selbst die Raumwirkung ist in Ordnung, Spitzenleistungen sind hier ohnehin nicht zu erwarten. Die Gesamtdynamik birgt nichts außergewöhnliches, Höhen sind weich, aber angenehm, die Mitten wirken homogen ausgeleuchtet und im Tieftonbereich fehlt es ein bißchen. Der Toshiba wird unseren Erwartungen somit absolut gerecht, das stimmige ausgewogene Klangbild kann hier sogar noch Punkte einfahren. Dank des gut funktionierenden Dolby Volume werden Lautstärkeunterschiede, z.B. bei Werbeblöcken beim Fernsehen, effektiv ausgeglichen. Gesamtnote in Relation zur Gerätekategorie und zur Preisklasse: Sehr gut - ausgezeichnet. 

Gesamt-Fazit

Toshiba stellt mit dem 42XV635 erneut seine Kompetenz beim Bau hochwertiger und preislich sehr fair kalkulierter LCD-TVs unter Beweis.  Der 42-Zöller präsentiert sich mit üppiger Ausstattung -  als Beispiele dienen hier der sehr reichhaltig  bestückte Video-EQ und die umfangreiche USB-Funktionalität – und solider Verarbeitung als große Kaufempfehlung. Auch klanglich liefert er eine rundherum überzeugende Performance ab. Kleine Bildschwächen wie das leichte Zittern bei der 24p-Darstellung und die  nicht ganz begeisternde Darstellung von Laufschriften bei der Upconversion von 576i Videomaterial auf 1080p kann man dem Toshiba aufgrund des sehr günstigen Kauf- und Marktpreises kaum verübeln.

Sehr scharf, plastisch und kontrastreich darstellender LCD-TV mit tadellosem Schwarzwert und praxisgerechter Ausstattung

LCD-TVs Mittelklasse
Test 23. September 2009

+ Scharfes und plastisches Bild im Blu-ray-Betrieb
+ Tadelloser Schwarzwert
+ Beachtliche Kontrastdynamik
+ Üppig ausstaffierter Video-EQ
+ Sehr nützliche Resolution + Funktion
+ Ordentliche eingebaute TV-Tuner (analog und digital)
+ Gute Upconversion auf 1080p
+ Zeitlos elegante Optik
+ Sehr guter Klang
+ Enorm fairer Marktpreis

- Fernbedienung überzeugt nicht
- Minimale Schwächen bei der 24p-Stabilität
- Minimale Schwächen beim De-Interlacing von Videomaterial  

Absolute Einordnung

Der Toshiba 42XV635 zeigt sehr deutlich, dass der Käufer für einen sehr günstigen Marktpreis ein exzellentes Produkt erwarten kann – und auch bekommt. Er bietet einen sinnvollen Ausstattungsumfang, ein sehr gutes Bild und eine löbliche akustische Performance. Dies alles wird mit einem zeitlosen, schönen Design kombiniert, das sich auch in deutlich gehobenen Preisklasse gut machen würde. Der Bedienkomfort wird allerdings durch die nicht überzeugende Fernbedienung geschmälert –  diese wirkt wenig hochwertig, zudem sind die Tasten schwergängig, Arbeitswinkel und Reichweiter überzeugen nicht. Hier wird dann doch der Rotstift offensichtlich, der zum Erzielen eines günstigen Kaufpreises angesetzt wurde und hier wohl in erster Linie die Fernbedienung betrifft. Das Anschlussangebot jedenfalls ist nicht von Einschränkungen betroffen, alles Notwendige wird offeriert, und es gibt sogar einen USB-Port und einen SD-Karten-Einschub  - top. Top sind auch die vielfältigen USB-Nutzungsmöglichkeiten.  Wer mehr Bildqualität in Form noch tieferen Schwarzwertes, noch mehr Bildtiefe, einer homogeneren Schärfeverteilung und einer stabileren 24p Wiedergabe haben möchte,  die sich beim Anschluss eines besonders hochwertigen Zuspielers bemerkbar macht, muss jedenfalls deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Technische Daten laut Hersteller
  • Bild Technologie Panel: Eco LCD-Panel
    Bildschirmdiagonale sichtbar (cm/Zoll), Format: 107/42 16:9
    Helligkeit: 450 cd/m²
    Reaktionszeit: 8 ms
    Kontrastverhältnis (dynamisch): 50.000:1*
    Auflösung: 1920x1080xRGB (FULL HD)
    Betrachtungswinkel: 178°
    Progressive Scan
    Active Vision M100 HD (100Hz)
    24p Darstellung: normal / sanft
    Meta Brain Bildprozessor
    Resolution +
    Real Digital Picture
    3D Colour Management
    FULL HD / HD ready
    Digitaler Kammfilter / Active Backlight Control
    Dig. Rauschunterdrückung / MPEG Noise Reduction
    Lichtsensor / AutoVIew
    Farbtemperaturwahl / Kalibrierungsmenü
  • Empfang TV Norm: PAL BG/I/DK, SECAM BG/DK/L, NTSC BG 4.43
    Tuner: analog / digital (DVB-T) inkl. EPG / Kabel (DVB-C) / DVB-C HD ( H.264)
    NTSC-Videowiedergabe
  • Ton Stereo / Zweikanalton
    Audyssey dyn. EQ
    Dolby Volume / autom. Lautstärkeanpassung
    Bassverstärker
    Slim Speaker
    Gesamtmusikleistung: 2 x 25 W
  • Videotext Art: TOP
    Seitenspeicher: 500
    Unterseitenspeicherung
    Text auf Bild
  • Weitere Funktionen Anzahl AV-Kanäle: 7 AV + PC
    Intelligent Tuning System (ITS)
    EPG
    Standbild
    Sendungsinfo
    Timer: Off
    16:9 Formatumschaltung
    Autom. Formatanpassung (WSS)
    Zoom Modi: 4:3 / 14:9 / 16:9 (Kino) / SuperLive / Breitbild / True Scan
    Zoomfunktion bei HDTV / Zoom Menü / Senderliste
    Game Modus / PC Modus / Film Modus
    Bildeinstellungen: Expertenmodus
    Grey Screen Automatic / Abschaltautomatik
    Front Bedienfeldsperre - Kindersicherung
    All in One Fernbedienung
  • Anschlüsse - Eingänge Scart-Eingänge: 2 [1x RGB / 1x S-VHS / 2x AV]
    S-VHS (Hosiden): 1
    1 Video (Cinch) / 1 Audio (Cinch) / 1 Audio (Klinke)
    Komponenteneingang - YUV: 480p / 480i / 576p / 576i / 720p / 1.080i
    HDMI (inkl. HDCP): 4 [1080p (50Hz, 60Hz) / 24Hz (24p) / 1.3]
    Lip Sync / REGZA-Link (HDMI-CEC)
    Instaport (Quick HDMI)
    PC Eingang
    USB: 1 [JPEG / MP3 / DivX]
    SD-Card SD-Card (SDHC-Kompatibel bis 32GB)
    Common Interface (CI)
  • Anschlüsse - Ausgänge Analoger Audioausgang (Cinch)
    Digitaler Audioausgang: optisch
    Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinke)
    Subwooferausgang (Cinch)
  • Stromversorgung Netzspannung: 220-240V, (50/60 Hz)
    Standby Stromverbrauch: 0,7 Watt
    Stromverbrauch Betrieb: 144 Watt
    Minimaler Stromverbrauch (mit AutoView): 69 Watt
    Energiespar-Netzschalter
  • Gehäuse Abmessungen: (B/H/T) mm inkl. Tischfuß: 1009/701/316
    Abmessungen: (B/H/T) mm: 1009/649/94
    Paneltiefe in mm: 94
    Gewicht mit Tischfuß / ohne Tischfuß (in kg): 23,0 / 20,3
    Picture Frame Easy Design
    Beleuchtetes Toshiba-Logo
    Farbe: klavierlack schwarz / silber
  • Zubehör (optional) 
    Wandhalterung: VESA (400 x 200)
    Tischfuß: inklusive, drehbar
  • PC Auflösungen über PC Eingang 640x480 (VGA): 60 / 72 / 75Hz
    800x600 (SVGA): 60 / 72 / 75Hz
    1024x768 (XGA): 60 / 70 / 75Hz
    1280x768 (W-XGA): 60Hz (@68.25MHz, @79.5MHz) / 75Hz
    1360x768 (W-XGA): 60Hz
    1280x1024 (SXGA): 60 / 75Hz (komprimiert)

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 23. September 2009

  ZURÜCK
Copyright © AREA DVD 1998-2013