TEST: Toshiba Full-HD-LCD 42RV555D

04. Februar 2009 (cr)

Einführung

Praxisgerecht ausgestattete Full-HD-LCD-TVs in der beliebten 42 Zoll-Liga (entspricht einer Bildschirmdiagonalen von 107 cm) werden preislich immer günstiger. So gibt es den Toshiba 42RV555D mit 100 Hz-Technologie Active Vision M100 HD für eine flüssige Bewegungswiedergabe, 1.080p/24 Hz-Signalentgegennahme inklusive der Umwandlung des 24 Hz Signals in ein 120 Hz Signal (5:5 Pulldown), analogen und digitalem TV-Tuner sowie einem umfangreichen Video-Equalizer bereits für 999 EUR (unverbindliche Preisempfehlung). Die Marktpreise bewegen sich bei seriösen Anbietern um die 850 EUR. Für die nötigen Verbindungsmöglichkeiten mit modernen HD-Zuspielern sorgen insgesamt drei HDMI-Eingänge. Weiteres Kennzeichen ist der richtige Netzschalter, mit dem der 42RV555D komplett vom Stromnetz getrennt werden kann. Ob Toshibas 42-Zöller große Qualität zum kleinen Kaufpreis bietet, lesen Sie in unserem Test. 

Verarbeitung

Schlichtes Design

Gute Oberflächenqualität

Stabiler, formschöner Standfuß

Sauber integrierte Lautsprecher

Der 42RV555D präsentiert sich in optisch schlichtem Design, das sich sehr gut in viele Wohnlandschaften integrieren lässt.  Beinahe unsichtbar ist das Lautsprechersystem (Slim Speaker) eingebaut. Der Rahmen ist sehr sauber verarbeitet, die Materialqualität des schwarz-hochglänzenden Kunststoffs wirkt gediegen. Der Standfuß, der zudem drehbar ist,  gibt dem 42RV555D sicheren Halt. Optisch passt er perfekt zum Gerät. Das Anschlussfeld auf der Rückseite wackelt etwas, wenn man Stecker mit Schwung hinein steckt. Die mitgelieferte Fernbedienung ist von anderen Toshiba LCD-TVs her bestens bekannt und entspricht qualitativem Durchschnitt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Anschlüsse

Auf der Rückseite finden sich neben zwei HDMI 1.3-Anschlüssen auch zwei Scartbuchsen, ein Komponenteneingang inklusive 2-Kanal-Cinch für den Ton sowie ein 2-Kanal-Audioausgang (analog). Sogar ein Vorverstärkerausgang für den direkten Anschluss eines aktiven Subwoofers ist vorhanden. Für den analogen Anschluss eines PCs steht ein dedizierter PC-Eingang (RGN/PC) zur Verfügung

Die seitlichen Anschlüsse umfassen eine dritte HDMI-Buchse, einen 3,5 mm Kopfhörerausgang, eine S-Video-Hosiden- und eine FBAS-Buchse sowie einen 2-Kanal-Analog-Stereoeingang

Über HDMI-CEC läuft auch REGZA Link - hier das dazugehörige Menü

Anschluss-Wahlmenü: 

Anschluss-Wahlmenü: PC- oder HDMI1 Ton kann zwischen PC und HDMI1 umgeschaltet werden. Bei HDMI1 Ton stehen analog und digital zur Auswahl. Unter HDMI-Einstellung können Deep Colour, x.v. Colour sowie das Auto Lip Sync aktiviert werden. Der Externeingang 2 kann zur Nutzung des S-Videoeingangs zwischen AV (FBAS) und S-Video umgeschaltet werden. Der Menüpunkt "Bass" ist interessant, wenn man einen externen aktiven Subwoofer einsetzt. Dann stellt man die Funktion von "intern" (Werkseinstellung) auf "extern" (für die externe Ausgabe von Basssignalen).

Die Anschlussbestückung des 42RV555D ist für die Preisklasse recht reichhaltig. Drei HDMI 1.3 Eingänge (HDMI CEC-fähig, darüber läuft auch REGZA Link für die Steuerung von einer Toshiba Systemlösung aus HDMI-Komponenten mit nur einer Fernbedienung) entsprechen dem gängigen Standard der Preisliga, zwei der Terminals sind hinten und eines seitlich untergebracht. Zwei Scartbuchsen und ein Komponenteneingang inklusive Audio-2-Kanal-Cincheingang sind ebenfalls vorhanden. Sehr löblich ist, dass der 42RV555D einen Cinchausgang für den Anschluss eines externen aktiven Subwoofers mitbringt. Damit kann man die Basswiedergabe deutlich verbessern, denn aufgrund mangelnden Volumens sind die Lautsprechersysteme, die in Flachbildschirmen untergebracht sind, für die Wiedergabe tiefer Frequenzen praktisch ungeeignet. Die Anschlussbestückung wird von einem 2-Kanal-Audio-Ausgang (analog), einem seitlichen 2-Kanal-Audioeingang (analog), einer S-Video- und FBAS-Buchse, einem 3,5 mm Kopfhörerausgang sowie einem auf der Rückseite untergebrachten analogen RGB PC-Input vervollständigt. Was wir vermissen, ist eine USB-Schnittstelle. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Technik und Ausstattung

Die Basisdaten des 42RV555D lesen sich gut: Mit einem dynamischen Kontrastverhältnis von 30.000:1 werden enorme Werte erreicht - zunächst aber nur auf dem Papier, welches bekanntermaßen geduldig ist. Was der Fernseher bezüglich des Kontrasts wirklich kann, muss er später in den Bildtestreihen unter Beweis stellen. Toshiba gibt einen Betrachtungswinkel von 178 Grad an - in der Praxis zeigt sich, dass auch tatsächlich mehrere Personen ohne große Einschränkungen einen Film mit dem 42RV555D betrachten können. Als Bildhelligkeit nennt der Hersteller 500 cd/m2.  Das Bild erscheint auch bei deutlichem externen Lichteinfall als gleichmäßig hell. 

Die Ausstattung des 42RV555D ist sehr üppig geraten: Mittels des 5:5 Pulldowns und der Erhöhung der Bildwechselfrequenz auf 120 Hz (24 Hz x 5) bei Einspeisung eines 1.080p/24 Hz-Bildsignals wird eine ruckelfreie, hochklassige Bildwiedergabe möglich - die Testreihen zeigen uns ein bewegungsscharfes, ruckelfreies und stabiles Bild . Wer nur über einen HD DVD- oder Blu-ray-Player mit 1.080p/i/60 Hz-Bildsignalausgabe verfügt, wird sich über Toshibas "Film Judder Canceller" freuen, der durch gezieltes Einfügen von Zwischenbildern die störenden, durch den 3:2-Pulldown erzeugten Ruckelbewegungen abschwächt. An Bord ist der Bildprozessor PIXEL PROcessing V - Verbesserungen gegenüber den Vorläufern sollen in einer weiteren Optimierung der möglichen Bildschärfe, mehr Farbbrillanz sowie einer exakten Trennung von Farb- und Helligkeitsübergängen liegen. Zusätzlich zur Vorgängerversion kommt das Feature "Dynamic Gamma Curve Correction" zum Einsatz. Durch eine effizientere Verwendung der Graustufen des LCD-Panels werden mehr Details herausgearbeitet, ohne jedoch das pure Weiß oder das reine Schwarz zu beeinflussen. Active Vision M100 HD sorgt für flüssige, scharfe Bewegungswiedergabe, da jedes gezeigte Bild nur halb so lang auf dem Screen verweilt wie bei älteren LCDs. Mit dabei ist Toshiba-typisch ein sehr umfangreicher Video-EQ, der auch ein selektives Farbmanagement beinhaltet. Wer sich lieber nicht an eigene Justagen heranwagt, kann zwischen verschiedenen vorgefertigten Bildfeldern wählen, die alle zusätzlich individuell abzuändern sind. Mehr Informationen zum Video-EQ finden sich im weiteren Verlauf dieses Testberichtes. Ein eingebauter Lichtsensor regelt die Bildhelligkeit in Abhängigkeit vom externen Lichteinfall. 

Fernsehtechnisch bietet der Toshiba einen analogen Kabeltuner und einen digitalen DVB-T-Tuner (inklusive EPG-Funktion/elektronische Programmzeitschrift).  Selbstverständlich verfügt der 42RV555D über eine sehr gut funktionierende automatische Senderprogrammierung, wahlweise kann auch manuell programmiert werden. 100 Programmspeicherplätze und eine Videotextfunktion mit TOP Videotext (500 Seiten Speicher) sind ebenso Standard wie eine parallele Darstellungsmöglichkeit von Videotext und TV-Bild. Eine Standbild-Darstellung ist ebenfalls möglich. Verschiedene Zoom-Modi (4:3/16:9/14:9/SuperLive/Breitbild/True Scan/Nativ) sollen eine optimale Anpassung des jeweiligen Bildinhalts realisieren. Bei  "True Scan" werden bei Einspeisung eines Full HD-Signals alle internen Skalierungsmechanismen umgangen und das Full HD-Signal pixelgenau auf die native Panelauflösung übertragen - somit ist dieser Modus der richtige, sollen Signale von einem Blu-ray-Player eingespeist werden. 

Damit auch die akustischen Eigenschaften für einen Flachbildschirm überzeugend ausfallen, setzt Toshiba beim 42RV555D auf ein weiterentwickeltes Slim Speaker-System von Onkyo. Die Leistung des Systems fällt mit 2 x 25 Watt (Musikleistung) recht üppig aus. SRS WOW sorgt für eine intensive und räumlich ordentliche akustische Abbildung. 

Bei PC-Signalen kann die horizontale und vertikale Bildlage angepasst werden

Einstellungsmenü

Funktionsmenü

Eingebauter Timer

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Bedienung

Seitliche Bedienelemente

Übersichtliche Fernbedienung

Der Arbeitswinkel der Fernbedienung sowie deren Reichweite sind noch erträglich, aber keinesfalls sensationell. Die Bedienung erweist sich als sehr einfach, daran ist auch der im Vergleich zu früheren Exemplaren bessere Druckpunkt der Tasten auf der übersichtlichen Fernbedienung nicht ganz unschuldig. Die grafisch professionell aufbereiteten Menüs sind nicht mit Funktionen überfrachtet, sondern sinnvoll unterteilt. Versierte Anwender werden sich über die zahlreichen Bild- und Toneinstellmöglichkeiten freuen. Sehr einfach ("OK"-Taste in der Mitte des Navigationskreuzes betätigen) geht die Auswahl des gewünschten Quellsignals vonstatten. Am Flachbildschirm selber sind nur wenige Bedienelemente für die Basisfunktionen an der Seite untergebracht. Nicht optimal sind die beiden HDMI-Eingänge, der PC-Eingang und der optische Digital-Audioausgang zu erreichen. Diese Anschlüsse könnten etwas günstiger platziert sein. Gesamtnote Bedienung: Ausgezeichnet.

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