TEST: Teufel 5.1 Säulen-System LT5 - geschliffene Eleganz und akustische Spitzenleistung

15.07.2009 (phk/cr)

Das Teufel LT5 - ein "leuchtendes Beispiel" ?

Einführung

Enorme optische Eleganz und akustischer Hochgenuss: Das Teufel LT5 "Set 1" für knapp 2.200 EUR weckt großes Interesse und hohe Erwartungen, zumal hinlänglich bekannt ist, dass es die Berliner Direktvertreiber vortrefflich verstehen, ein ansprechendes Design mit guter Verarbeitung, sehr hoher klanglicher Performance und einem Top-Preis-Leistungsverhältnis kombinieren. Beim LT5 hat man in vielerlei Hinsicht aus dem Vollen geschöpft: So bestehen die attraktiven, schlanken Säulenbuchsen L 520 FR, identisch für vorne und hinten, aus Aluminium, aus Aluminium und sind nicht nur mit billiger Imitat-Oberfläche versehen. Der optisch relativ massiv daherkommende, 30 kg wiegende aktive Subwoofer L 5200 SW kokettiert mit seiner eingebauten 500 Watt-Endstufe, und der Center L 520 C ist ebenfalls üppig dimensioniert, so kann er für das nötige akustische Gegengewicht sorgen. Oftmals ist es in der Praxis das Problem, dass relativ ausladende Front- und Surroundlautsprecher sowie ein starker aktiver Bass mit einem eher mickrigen Centerlautsprecher kombiniert werden - eine unausgewogene Akustik ist dann die hörbare Folge. Wer hinten nicht so viel Platz im Hörraum zur Verfügung hat, um die Säulen mit Sockel aufstellen zu können, hat die Möglichkeit, alternativ zum LT5 "Set 3" für 1.995 EUR zu greifen. Bei dieser Variante kommen für die Surroundbeschallung die kompakten Satelliten L 520 FCR zum Einsatz. Der erste Eindruck des Teufel LT5 ist vielversprechend. Die hoch aufragenden Tower zeigen sich edel, bleiben dabei aber unaufdringlich durch ihre schlanke Erscheinung. Sowohl die Front- und Rearkomponenten als auch der Center sind mit einem massiven Glasfuß ausgestattet, der neben Design auch noch durch stabilen Halt Gefallen findet. Wir waren nun gespannt, wie sich das LT5 "Set 1" im Testbetrieb schlägt. 

Verarbeitung

Solide Verarbeitung des Centers auch auf der Rückseite

Rot leuchtendes Teufel-Logo und elegante Optik beim aktiven Subwoofer

Sehr gute Verarbeitung der Subwooferrückseite

Exakte Passungen und tadellose Oberflächenqualität

Die Schutzgitter sind exakt eingepasst

Attraktiver Sockel an den Säulen aus dunkel getöntem Glas

Terminals am Center

Fernbedienung für die Grundfunktionen des aktiven Subwoofers

Bei genauerem Hinsehen weiß sich das Lautsprechersystem ebenfalls sehr gut in Szene zu setzen. Die Oberflächenqualität ist sehr gut, und Details wie die Verarbeitung der Center-Rückseite beweisen, dass man auch bei Einzelheiten aus qualitativer Sicht Sorgfalt walten lässt. Die Säulen stehen auf attraktiven Sockeln aus dunkel getöntem Glas, unter denen Spikes zum besseren Halt montiert sind. Die Lautsprecherkabelanschlussterminals sind geeignete für Bananenstecker und sind versenkt in den Säulen eingebaut. Besonderheit des aktiven Subwoofers ist der während des Betriebes rot leuchtende Teufel-Schriftzug. Auch der Basslautsprecher ist sehr ansprechend verarbeitet Die Kombination aus silbernem Aluminium auf der Front und der schwarz-hochglänzenden Oberfläche des restlichen Gehäuses bietet einen interessanten Kontrast und besticht durch zeitlose Noblesse. 

Aktiver Subwoofer - Verarbeitung innen

Damit punktet der L 5200 SW: Ein massiver Ringkerntrafo sorgt für klare Tatsachen hinsichtlich der Bauteilqualität

Übersichtlicher Aufbau

Platinenlayout

Verkabelung im Detail

Dickes Gehäuse

Der L 5200 SW versagt auch dann nicht, wenn man sich die Mühe macht und sein Innenleben genauer betrachtet. Mit Freude nimmt der Heimkinoliebhaber zur Kenntnis, dass ein groß ausgefallener Ringkerntrafo für eine hohe Stromlieferfähigkeit im Dauerbetrieb sorgt. Das Platinenlayout ist tadellos, die Verkabelung übersichtlich. Auch an der Dicke des Gehäuses - wichtig, damit keine unschönen Resonanzen und Vibrationen entstehen - gibt es nichts auszusetzen. Das komplette Anschlussfeld ist mit vielen Schrauben gesichert, damit die rückwärtig montierte Elektronik soliden Halt findet, besteht es aus Metall. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse - einzeln kostet der L 5200 SW gerade einmal 495 EUR: Hervorragend. 

Technik und Ausstattung

LS-Kabelterminals bei den Säulen unter dem Sockel. Durch die Tatsache, dass noch Spikes montiert sind und ein gewisser Abstand vom Boden zum Sockel  besteht, erfolgt das Verlegen der Kabel problemlos

Wenig Optionen des Anschlussfeldes des aktiven Woofers

Die L 520 FR Standsäulen sind 126 cm hoch, 16 cm breit und 14 cm tief. Somit beanspruchen sie nicht allzu viel Platz im Hörraum. Teufel gibt Hörraumgrößen von bis zu 50 Quadratmetern als die ideale Spielwiese für das LT5 an. Verbaut in den Säulen sind zwei 130 mm Tieftöner, deren Phase Plug für einen linearen Frequenzgang sorgen soll. Mission erfüllt - dies zeigen später die Klangtestreihen, denn es wird eine beeindruckende tonale Neutralität an den Tag gelegt. Ihre Teil dazu bei tragen aber auch der 80 mm Konusmitteltöner sowie der 25 mm Hochtöner mit Gewebekalotte. Einen besonders räumlichen Klangeindruck - nicht einfach zu realisieren bei derartigen Säulen - garantieren die an den Seiten leicht abgerundeten Schallwände. Der glatte Übergang zwischen Front und Gehäuse verhindert, dass der Klang im wahrsten Wortsinn an harte Kanten stößt. Der Center weist für einen homogenen Klangeindruck die identische Chassisbestückung auf.

Der aktive Subwoofer ist mit einem 300 mm Basschassis ausgestattet und ist als direkt nach vorn abstrahlender Bassreflexsubwoofer ausgelegt. Dank Teufels spezieller DPU-Reflextechnik werden Strömungsgeräusche, die bei Bassreflexsystemen die akustische Harmonie stören können, wirkungsvoll unterbunden. Mit 300 Watt Sinus- und 500 Watt Musikleistung bietet die eingebaute Endstufe ein immenses Leistungspotential. Mittels Fernbedienung können unter anderem Phase und Filtercharakteristik (eigenständiger Betrieb oder LFE) eingestellt werden. 

Technische Daten

L 520 FR

Säulenlautsprecher L520 FR
• Belastbarkeit nach IEC-Norm Long Term 140 Watt 
• Belastbarkeit nach IEC-Norm Short Term 190 Watt 
• geeignet zum Anschluss an Verstärker mit einer Impedanz von 4-8 Ohm 
• Tieftöner 2 x 130 mm ø, Zellulose 
• Tiefmitteltöner 80 mm ø, Zellulose 
• Hochtöner 25 mm ø Gewebekalotte 
• Mindestverstärkerleistung 50 Watt 
• Übertragungsbereich 90-20.000 Hz 
• Gehäuseaufbau geschlossen 
• magnetisch abgeschirmt ja 
• CE-konformes Teufel-Anschlussfeld
• mit vergoldeten Schraubklemmen ja, im Boden versenkt 
• Sonstiges Tieftöner mit Phase Plug
Maße:
• Abmessungen (BxHxT) 16.00 x 126.00 x 14.00 cm 
• Gewicht 17.70 kg

 

L 520 C


Center-Lautsprecher L 520 C
• Belastbarkeit nach IEC-Norm Long Term 140 Watt 
• Belastbarkeit nach IEC-Norm Short Term 190 Watt 
• geeignet zum Anschluss an Verstärker mit einer Impedanz von 4-8 Ohm 
• Tieftöner 2 x 130 mm ø, Zellulose 
• Tiefmitteltöner 80 mm ø, Zellulose 
• Hochtöner 25 mm ø Gewebekalotte 
• Mindestverstärkerleistung 50 Watt 
• Übertragungsbereich 90-20.000 Hz 
• Gehäuseaufbau geschlossen 
• magnetisch abgeschirmt ja 
• CE-konformes Teufel-Anschlussfeld
• mit vergoldeten Schraubklemmen ja 
• Sonstiges Tieftöner mit Phase Plug
Maße:
• Abmessungen (BxHxT) 46.00 x 16.00 x 14.00 cm 
• Gewicht 4.20 kg

L 5200 SW

Subwoofer L 5200 SW
• Tieftöner 300 mm ø, beschichtete Zellulose 
• Sinus-Ausgangsleistung 300 Watt 
• Musik-Ausgangsleistung 500 Watt 
• Übertragungsbereich 35-200 Hz (-3 dB) 
• Phasenumkehrschalter Ja 
• Eingangspegelregler Ja 
• Cinch-Vorverstärker-Eingang für Verstärker/Receiver mit Subwoofer-Vorverstärkerausgang 
• Gehäuseaufbau DPU Reflexsystem 
• magnetisch abgeschirmt 
• Merkmale Fernbedienung
• Leuchtendes Teufel-Logo
• Leuchtdioden für Power, Phase und LFE
Maße:
• Abmessungen (BxHxT) 36.00 x 62.00 x 44.00 cm 
• Gewicht 28.90 kg

Insgesamt überzeugt das LT5 mit erstaunlichen Belastbarkeitswerten und durchdachter Konstruktion. Der im Set enthaltene L 5200 SW beeindruckt durch hohe Leistungsreserven. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Testequipment
Klang

Blu-ray

Andrea Bocelli – Live in Tuscany, Track „Melodramma“, PCM 5.1: Als Andrea zu Beginn der BD eine kurze erzählende Einführung über seine Heimat die Toskana, gibt, hören wir eine angenehm realitätsnahe Ausgabe seiner Stimme und der Umgebungsgeräusche. Die Kirchenglocken im Hintergrund und die zwitschernden Vögel werden präzise eingearbeitet. Stimmtypische Merkmale weiß der Center exakt heraus zu modellieren. Als Bocelli sich der Bühne nähert, werden wir mit einem authentischen Klatschgeräusch auf seinen Auftritt vorbereitet und als er schließlich die Stimme erhebt, kann man sich an einem sehr dynamischem und lebendigem Auftritt der Teufel-Schallwandler erfreuen. Gefallen finden wir auch an der guten Räumlichkeit und den kristallklaren Höhen - eine so feinfühlige, brillante Hochtonwiedergabe bekommt der geneigte Interessent ansonsten eher in Preisregionen ab 3.000 EUR (bezogen auf den Gesamtkaufpreis eines 5.1 Sets) geboten. Für die 2.200 EUR, die unser Testset kostet, ist auch die Feindynamik erstklassig. Die instrumentale Untermalung von Andreas eindrucksvoller, mitreißender vokaler Präsenz gelingt dem LT5 vortrefflich - wir kennen doppelt so teure Systeme, die nicht so feinfühlig und gekonnt Stimmen sowie Instrumente zu trennen wissen. 

Celine Dion – Live in Las Vegas, Track „A New Day Has Come“, Dolby TrueHD 5.1: Schon beim Betrachten des Titelmenüs lädt das Teufel LT5 auf mehr ein, (das ist wohl erwähnenswert, wird doch hier menütypisch nur der verlustbehaftete Dolby Digital Soundtrack ausgegeben. Schnell wurde aber zum lossless Dolby TrueHD gewechselt und das Konzert begann.). Beim Kameraschwenk über die klatschenden Zuschauer gibt es wiederum nichts zu bemängeln, das zersplitternde Glas wird klar ausgegeben bleibt aber dennoch angenehm und nicht zu aggressiv. Die Glassplitter breiten sich in einem exakt definierten virtuellen Raum mit hoher Impulstreue aus. Der Stimmumfang von Celine Dion wird von den Teufel Schallwandlern ohne Beanstandung wiedergegeben - im Gegenteil: Feine vokale Details findet das LT5 ohne Schwierigkeiten und schafft somit ein erwachsenes, komplettes Klangbild mit hervorragender Front-/Surroundbalance, was auch Verdienst der Tatsache ist, dass vorn und hinten die identischen Lautsprecher zum Einsatz kommen.. Schwächen in speziellen Frequenzbereichen sind keine auszumachen - was bei solchen schmalen Säulen schon fast eine kleine Sensation darstellt: Der fundierte Grundtonbereich ist sauber gestaffelt und keinesfalls unterbetont. Der L 5200 SW punktet mit seiner präzisen Basswiedergabe auch komplexer Passagen, Tiefgang und Volumen sind herausragend. 

Tiesto – Elements of Life, Kopenhagen, Tracks „Traffic“ + „Back in your Head“, DTS-HD Master 5.1: Der Teufel L 5200 Subwoofer ist eine ordentliche Erscheinung, in der von Teufel üblichen Boxform ist er mit seinen 30kg zwar noch kein Bolide aber doch ein stattlicher Aktivbass. Bei unserem Klangtest mit der bassstarken Tiesto Blu-Ray konnte der L 5200 erneut zeigen, was er kann. Natürlich endeten schon die vorangehenden Testreihen ausgesprochen positiv - aber die Tiesto BD stellt mit dem harten Kickbass sehr hohe Anforderungen an Hub und Membranaufhängung. Doch der Teufel-Bassist war nicht aus dem Tritt zu bringen: Wir waren positiv überrascht ,wie gut der L 5200 SW den satten Bass dieser DTS-HD Master Spur verarbeiten kann. Kein Brummen und kein Durchschlagen, nur saubere, harte Bässe. Der Kick kommt sehr klar und leicht aggressiv - genauso, wie er auch auf der Tonspur abgemischt wurde. Freunde der elektronischen Musik der etwas härteren Gangart kommen hier also voll auf ihre Kosten. Positiv ist auch die Räumlichkeit zu bewerten, der wiedergegebene Sound löst sich sehr gut von den Lautsprechern und füllt vital den freien Raum. Im Track 2 gesellt sich zu den elektronischen Klängen eine klare Vokalstimme die sich harmonisch in das Klanggefüge einbindet. Auch hier gefällt uns, wie sich das Musikgeschehen von den Lautsprecherkomponenten zu lösen weiß.

Within Temptation – Black Symphony, Track 1, PCM 5.1: Der etwas dunkel anmutende Chor zu Beginn des Konzertes wirkt sehr authentisch und erzeugt die gewollt gregorianische Depression. Der Sound löst sich erneut sehr gut vom Teufel Set und überzeugt auf räumlicher Ebene. Besonders können wir uns - nicht nur hier – für die Pegelfestigkeit des LT5 begeistern. Die Dynamik bleibt von Kompression selbst bei sehr hohem Pegel verschont und wird auf diese Weise auch denjenigen gefallen, die gerne einmal die Nerven der Nachbarn auf die Probe stellen. Als Within Temptation schlussendlich die Bühne betritt wird, uns eine glaubhafte Zuschauerumgebung inklusive Klatschen, Pfeifen, Kreischen dargestellt, die aber flott dem ersten Song der Band weicht. Die Stimme der Sängerin wird charismatisch von den Lautsprecherkomponenten wiedergegeben und füllt so das Klangfeld mit lebendigem Charme aus.

Stirb Langsam 4.0, Kapitel 5, Schlacht um Matthew Farrells Appartment, DTS-HD Master 5.1: Nicht nur bei anspruchsvollen Musikensembles, sondern auch bei brachialen Effektfeuerwerken wie etwa hier macht das Teufel LT5 eine ausgesprochen gute Figur.
Die Dynamik ist beeindruckend, die satten, keinesfalls brummigen Bässe der MP-Schüsse erfreuen das Gehör genauso wie die kristallklar scheppernden Glasscherben der zerspringenden Fenster. Räumlichkeit und Pegelfestigkeit überzeugen gleichermaßen, die Effekte werden einem sozusagen in erwünschtem Maße um die Ohren gehauen.

Batman - The Dark Knight, 1. Sequenz, Tonspur Dolby TrueHD 5.1: Gleich die erste Szene beinhaltet eine eindrucksvolle Akustik: Das zersplitternde Glas, als die Schergen des Jokers die Scheibe einschlagen, kommt sehr realitätsnah in den Hörraum. Der Music Score wird fließend eingebunden, die Stimmwiedergabe macht durch Fundament, Charisma und Klarheit auf sich aufmerksam. Kleine Nebeneffekte (hupende Autos und Fahrgeräusche) arbeitet das System impulstreu mit ein. Das Chaos in der Schalterhalle mit den durch die Luft schneidenden Kugeln kommt sehr gut zum Ausdruck. Der Spannungsbogen wird vom LT5 überzeugend vermittelt, der spannungsgeladene Music Score wird eindrucksvoll wiedergegeben. Der L 5200 SW schaltet sich mit nachhaltiger Wirkung ins tieffreqeunte Klangefüge ein und produziert einen raumfüllenden und präzisen Bass. 

Klangliche Charakterisierung, Wirkungsgrad und Aufstellung:

  • Tonalität: sehr neutral und ausgewogen spielend
  • Bassbereich (mit aktivem Subwoofer): Sehr präzise, klar, mit enormem Tiefgang - auch 30 Hz Bässe werden exakt wiedergegeben. Top für die Preisklasse!
  • Mitteltonbereich: Dieser präsentiert sich keinesfalls zurückversetzt, sondern überzeugt durch stets vernehmbare Präsenz und viel Lebendigkeit. Keinerlei blecherne Untertöne sorgen für Disharmonie. 
  • Hochtonbereich: Brillant und klar, mit überraschendem Ausleuchtungsvermögen, welches nur in Hörräumen über 30 Quadratmeter leicht abnimmt.
  • Grobdynamik: Hervorragend - auch bei den neuen HD-Tonformaten sind die Verbesserungen gegenüber den altbekannten, konventionellen, verlustbehaftet komprimierten Tonformaten gut heraushörbar. 
  • Feindynamik: Für die Preisklasse exzellent, das LT5 arbeitet bei Filmton- und Musikspuren kleine dynamische Differenzen akkurat heraus. Auch dies zeigt die tadellose Eignung des LT5 zur Wiedergabe der neuen HD-Tonformate.
  • Räumliches Abbildungsvermögen: Hier zieht das Teufel LT5 alle Register und erstaunt uns aufs Neue: Ein authentisch erscheinender Raum wird souverän und stabil auch bei hohem Pegel abgebildet. Der Klang löst sich sehr gut vom Lautsprecher. 
  • Aufstellung: Die vorderen Säulen stellt man am besten Nähe zur Hörraumwand auf, dann steigt das Volumen des Grundtonbereiches. Es ist eine leichte Anwinklung der Boxen auf den Zuhörer vorzunehmen. Durch den erstaunlich breiten Abstrahlwinkel bietet das LT5 im Übrigen auch für mehrere Zuhörer viel akustische Freude.
  • Wirkungsgrad: Dieser liegt beim Subwoofer enorm hoch, bei den Säulenlautsprechern ist er gut, aber nicht überdurchschnittlich. Wer gern laut hört, sollte sich schon einen eher leistungsstarken AV-Receiver der Preisklasse ab 800 EUR aussuchen. Nur wenige sehr günstige Modelle bieten genug Reserven. 

Konkurrenzvergleich:

Der Sub macht den Unterschied: Bei der Leistungsstärke des L 5200 SW muss sich die Konkurrenz hinten anstellen

  • Quadral Rhodium 5.0-Set: Mit rund 1500 EUR ist dieses Set relativ preisgünstig und für Musikliebhaber zu empfehlen. Die Lautsprecher sehen wie klassische Boxen aus und sind prima verarbeitet. Den Punch und die enorme Dynamik, die das LT5 vermittelt, kann das Rhodium Set nicht ganz aufbieten, aber es kann mit einem exakt herausgestellten Grundtonbereich punkten. 
  • Canton Chrono 5.1-Set: Rund 400 EUR als das LT5 mehr kostet das Chrono 5.1-Ensemble, das mit enorm guter Grob- und Feindynamik überzeugt. Die klare, flotte Spielweise, kombiniert mit solidem Grundtonbereich sorgt für Gefallen. Der relativ kompakte aktive Subwoofer ist für seine Größe zwar tadellos, reicht aber bezüglich Pegelfestigkeit und Tiefgang nicht an den Teufel L 5200 SW heran.
  • Das 5.1-THX Select-Set Teufel System 6 ist besonders für hochwertigen Kino-Genuss konzipiert. Durch die spezielle Formgebung der drei identischen Frontlautsprecher und mittels der Dipole (beim Cinemaset) im Surroundbetrieb wird eine atmosphärisch sehr dichte Filmtonwiedergabe erreicht, die der sehr kraftvolle aktive Subwoofer im unteren Frequenzbereich wirkungsvoll ergänzt. Die Feindynamik und die Eignung für den Mehrkanal-Musikbetrieb sind beim LT5 aber hörbar höher ausgeprägt. Für 1.395 EUR ist das System 6 aber nach wie vor eine exzellente Wahl für den versierten Filmtonliebhaber.
  • Elac 5.1 Set FS 207.2/BS 203.2/CC 201.2/Sub 211.2 ESP: Knapp 4.800 EUR (UVP) kostend, spielt das Elac Set feindynamisch brillant und zeigt hier klar seine Preisklasse auf. Räumliche Einzelheiten werden hochpräzise aufgegriffen und impulstreu umgesetzt. Allerdings ist beeindruckend, wie nah das LT5 selbst an diesem weitaus teureren Ensemble ist, geht es um Räumlichkeit und Feindynamik. Gerade bei klassischer Musik aber trumpfen die Elac Boxen dann groß auf und zeigen, wieso die Schallwandler des norddeutschen Herstellers gerade bei Liebhabern von Klassik und Jazz so beliebt sind. Im Heimkinobetrieb und bei der Wiedergabe z.B. effektgewaltiger elektronischer Musik muss das Elac Ensemble das LT5 aber ziehen lassen - der extrem leistungsstarke Teufel-Woofer verweist das Elac-Pendant klar in die Schranken. Auch die Pegelfestigkeit der passiven Komponenten ist bei Teufel besser. 

Kombinationsempfehlungen:

Kette 1

Unser Tipp: Diese Kette eignet sich sehr gut auch für kleinere Lokalitäten, wenn der Betrachtungsabstand zum TV gering ist. Panasonic BD-Player und Onkyo 607 liefern zusammen beste Voraussetzungen für eine auf die Preisklasse bezogen hervorragende Klangwiedergabe. Das Teufel System kann, obwohl der Onkyo TX-SR607 recht preiswert ist, gut mit dem für sein Geld enorm pegelfesten Onkyo zusammen arbeiten.

Kette 2

Unser Tipp: Exzellente Kette für echtes Heimkinovergnügen. Das Panasonic Plasma begeistert mit sattem Schwarzwert und exzellenter Kontrastdynamik und sorgt somit für authentisches Kinofeeling. Dieses wird akustisch durch den extrem pegelfesten und leistungsstarken SC-LX81 untermauert, der für seine Kraftakte im LT5 den idealen Partner für die akustische Umsetzung findet. Der BDP-320 brilliert mit überragenden visuellen und klanglichen Eigenschaften - Fazit: Der Einstieg in die Champions League zum fairen Preis. 

Klang - Fazit:

Niedriger Preis, gigantische Leistung - dieser sehr euphorisch klingende Satz trifft beim LT5 voll ins Schwarze, denn akustische Defizite, wie sie gerade designorientierte Systeme gern an den Tag legen, sind dem LT5 fremd. Es überzeugt mit klanglicher Neutralität, immenser Pegelfestigkeit und grob- wie auch feindynamisch begeisternder Performance. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend - perfekt. 

Gesamt-Fazit

Kauftipp: Das Teufel LT5 begeistert mit optischer Gefälligkeit und akustischer Ausgewogenheit

In bester Tradition präsentieren die Berliner Sound-Experten erneut eine "teuflisch gute" 5.1-Lösung, die dank der enormen klanglichen Neutralität und der dynamischen Spielweise auch anspruchsvolle Mehrkanal-Musikliebhaber ansprechen wird. Der für die Preisklasse weit überdurchschnittlich leistungsstarke aktive Subwoofer weiß sowohl mit Tiefgang als auch mit Präzision zu beeindrucken. Die ausgesprochen noble und elegante Optik sorgen für beste Integrationsmöglichkeiten in viele Wohnlandschaften. Auch genaueren Blicken hält das LT5 locker stand und begeistert mit erstklassiger Verarbeitungsqualität. Schade ist nur, dass Teufel keine weiteren Farbvarianten anbietet, enorm edel würde eine dunkelbraune Variante, vielleicht mit weißen LS-Schutzgittern, wirken. Gerade beim aktuell trendigen Lounge-Stil im heimischen Wohnzimmer würde ein derartig aufgepepptes LT5 für viel positives Aufsehen sorgen. Bilanzierend dürfte es aktuell schwierig sein, für knapp 2.200 EUR eine vergleichbare Kombination aus akustischer Leistungsfähigkeit und optischer Noblesse käuflich erwerben zu können. 

Noble Optik, brillante Akustik und sensationell günstiger Kaufpreis verdichten sich beim Teufel LT5 zu einer klaren Preisklassen-Referenz

Preisklassenreferenz 5.1-Systeme bis 3.500 EUR
Test 15. Juli 2009
Preis-/Leistungsverhältnis 10 von 10 Sternen plus Extra für erstklassige Leistungen zum kleinen Kaufpreis

+ Exzellente Pegelfestigkeit
+ Sehr lebendiger Hochtonbereich
+ Hervorragende, authentisch übermittelte Räumlichkeit
+ Aktiver Subwoofer mit enormem Tiefgang und hervorragender Präzision
+ Hohe Impulstreue
+ Deutlich über dem Klassendurchschnitt liegendes feindynamisches Können
+ Erstklassige Verarbeitung
+ Praktisch konkurrenzloses Preis-/Leistungsverhältnis

- Nur eine Farbvariante lieferbar

Bezugsquelle: www.teufel.de

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Datum: 15. Juli 2009

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