TEST: Samsung Omnia II Smartphone - Ausstattungs-Gigant mit Windows Mobile 6.5
27. November 2009 (cr)

Windows Mobile 6.5

Einfache PC-Synchronisation

8 GB interner Speicher
Einführung
Der All-in-One-Gedanke - also ein Optimum an Telefon-, Multimedia- und
Business-Performance in einem einzigen Gerät zu vereinen, wurde von Samsung
schon beim Samsung SGH-i900 OMNIA
ansprechend umgesetzt. Mittlerweile aber ist viel Zeit vergangen, und die
Konkurrenz hat nicht geschlafen. Zeit also für das Omnia II, welches mit
Windows Mobile 6.5 für eine perfekte Zusammenarbeit mit Windows-basierten PCs
ausgestattet und ohne Vertrag zu Marktpreisen ab rund 490 EUR käuflich zu
erwerben ist. Intern sind 8 GB Speicher vorhanden, zusätzlich hat der Käufer
des mit einem AMOLED-Fulltouch-Display ausgestatteten Smartphones die
Möglichkeit, mittels microSD-Karten den Speicher um bis zu 32 GB zu erweitern.

Mittels microSD-Steckplatz - leider unter dem Akkufachdeckel -
kann der Speicher um bis zu 32 GB erweitert werden

Recht kräftiger mitgelieferter Akku
Wer rund 35 bis 40 EUR invenstiert, kann eine 16 GB microSD-Karte dafür
erwerben, noch rund 80 bis 90 EUR werden für eine 32 GB microSD-Karte fällig
(Stand: 27. November 2009). Natürlich eröffnet das im typischen Samsung-Design
(optisch ähnlich dem GT-S8000 JET und
dem GT-M8910 PIXON12) gehaltene Mobiltelefon
alle zeitgemäßen Möglichkeiten zur Datenübertragung. HSDPA (bis zu 7,2 Mbit/s)
für schnellen Download, HSUPA (bis zu 5,76 Mbit/s) für schnelle Uploads (wenn
man z.B. seine geschossenen Bilder schnell ins Online Blog hochladen möchte),
WLAN für die Integration in Netzwerke und selbstverständlich USB und Bluetooth
2.0 werden alle Eventualitäten abgedeckt. Für die optimale Darstellung von
Internetseiten kann das Hoch- oder Querformat das Displays im 3,7 Zoll-Format
angewählt werden. Die Auflösung des Displays liegt bei 480 x 800 Pixel. Der
mitgelieferte Akku (auf der Homepage stehen 1440 mAh) bringt 1500 mAh an
Kapazität mit. Damit haben wir selbst bei relativ
intensiver Nutzung Zeiten von über 2 Tagen hinbekommen - besser als beim alten
Omnia ist die Akkuperformance auf jeden Fall. Verwendet man das Omnia 2
seltener, sind drei bis vier Tage ohne Nachladen durchaus möglich. Samsung gibt für das
Quadband-Smartphone eine 2G-Gesprächszeit von bis zu 11,3 Stunden und im
3G-Betrieb von bis zu 6,5 Stunden an. Die Standbyzeiten betragen bis zu 600
Stunden (2G) und bis zu 470 Stunden (3G). Mit einem Gewicht von 128 Gramm und
Abmessungen (H x B x T) von 118 x 60 x 12,3 mm ist das Ausstattungswunder
relativ kompakt.

5 MP-Kamera
Samsung sieht das Omnia II als Allzweck-Tool, da darf die
Multimedia-Ausstattung natürlich nicht unterdurchschnittlich ausfallen. Daher
wird bezüglich der Kamera-Spezifikationen zwar nichts Weltbewegendes geboten,
aber doch ein solider Basisstandard offeriert. Die Kamera kommt mit 5 Megapixel,
das entspricht einer maximalen Fotoauflösung von 2560 x 1920, und einem
4-fachen Digitalzoom. Videos können mit bis zu 720 x 480 Pixel aufgenommen
werden. Wer extreme Video- und Fotoexperten sucht, für den hält Samsung das i8910HD
(erhältlich für rund 450 EUR ohne Vertrag) und das GT-M8910
PIXON12 (erhältlich für rund 420 EUR ohne Vertrag) im Programm. Mit
Bildstabilisator, Serienbildaufnahme, Zweitkamera für Videotelefonie, Smile
Shot Funktion und leistungsstarkem Blitz ist aber auch die Cam des Omnia II gut
ausgestattet. Die Multimediaausstattung wird durch einen TV-Ausgang erweitert
und umfasst des Weiteren natürlich auch einen Mediaplayer mit verschiedenen
akustischen DSP-Programmen. Wir haben für Sie genau überprüft, ob das Omnia
II eine Chance gegen die starke Konkurrenz hat.
Aufgrund des extensiven Ausstattungsumfangs des Omnia II haben
wir diesmal eine etwas andere Form des Tests gewählt und uns entschieden, die
interessantesten Ausstattungsmerkmale zu testen und vorzustellen. Bei allen
anderen Handytests wird es dann wieder wie gewohnt die Tabelle mit allen
relevanten Daten und dem Test nahezu aller Funktionen geben.
Verarbeitung

Der Akkufachdeckel könnte hochwertiger ausfallen

Auf der Front hochwertige Materialanmutung, hier der zentrale
Menüknopf

Schlichte, klare Formen
Das Oberflächenmaterial auf der Vorderseite des Smartphones erscheint durchaus hochwertig. Dies trifft auch auf den zentralen Multifunktionsknopf unten am Gehäuse zu. Wenig Punkte sammelt das Omnia 2 mit dem Akkufachdeckel aus relativ dünnem Kunststoff. Hier besteht Verbesserungspotential. Der Preisklasse angemessen wäre edles Aluminium. Das über alle Maßen brillante AMOLED Display wird von den Rahmenbedingungen von Windows Mobile etwas eingebremst (nur 65k Farben werden dargestellt). Der Top-Schwarzwert, die großartige Brillanz und Schärfe sowie die hohe visuelle Reinheit.
Bedienung
Hier wird Kritik laut: Während es heute Gang und Gäbe ist, Touch-Mobiltelefone komplett nur mit den Fingern zu bedienen, braucht man
bei Windows Mobile 6.5 basierten Phones (beim LG GM750, wird in Kürze
getestet, ist dies genauso, auch hier liegt ein Stylus bei, der dem des
Omnia II relativ ähnlich ist) – z.B. fürs Schreiben von Messages oder das Einrichten des E-Mail-Accounts - den mitgelieferten Styluspen. Samsung hat es allerdings nicht geschafft – genauso wenig wie beim Vorgänger – diesen ins Gehäuse seitlich zu integrieren. Vielmehr muss der recht klobige Pen mittels eines
etwas zeitaufwändigen Verfahrens durch eine sehr kleine Öse geführt werden – wer gerade rund
490 EUR in das Hightech-Smartphone investiert hat, wird sich nicht nur darüber ärgern, sondern auch über den Stylus, der permanent im Weg ist und die schöne Geräteoptik stört.

Styluspen, der am Gerät befestigt wird
Die Samsung Keypad Tastatur (bei manchen Anwendungen nur in Verbindung mit
Display im Hochformat) ist ohne Stift nicht zu bedienen, und dies trifft erst recht für die nochmals kleinere andere verfügbare Tastatur zu, für die man eine Lupe braucht. Selbst mit Stift ist sie kaum zu handhaben. Am Touchscreen gibt es auch kleinere Mängel, denn unser Test-Omnia 2 hat einen Linksversatz bei der Reaktion. Wer exakt in den Mittelpunkt des gewünschten Buchstabens trifft, erhält als Ergebnis nicht den gewünschten Buchstaben, sondern den, der sich links davon auf der Tastatur befindet. Man muss also den rechten Rand mit etwas Nachdruck treffen, um auch wirklich den angestrebten Buchstaben serviert zu bekommen.
Wenn man sich etwas an diese Eigenarten gewöhnt hat, geht die Bedienung dann
flotter von der Hand.
Prinzipiell gibt es folgende Eingabemethoden:
• Buchstabenerkenner
• Samsung Keypad
• Strichzugerkenner
• Tastatur (extrem klein)
• Transcriber

Darstellungsform "Cubes"
Es gibt verschiedene Menü-Darstellungsarten. So kann der User festlegen, ob er von links nach rechts oder von oben nach unten scrollen möchte. Ebenfalls kann er sich aussuchen, welche Anwendungssymbole gleich in der obersten Menüebene auftauchen sollen und welche nicht. Die Darstellung des Menüinhaltes ist auch in Form eines 3D-Würfels möglich. LG bietet beim S-Class-User-Interface, das z.B. im
newchocolate BL40 und im KM 900 Arena
zum Einsatz kommt, eine ebensolche Art der Menüdarstellung.

Widgets
Sehr praktisch sind die einblendbaren, Samsung-typschen Widgets, die direkt vom Startbildschirm aus einen Schnellzugriff auf verschiedene Inhalte, z.B. Onlinedienste, Medienverwaltung, Diktiergeräte etc. bieten. Der User kann bestimmen, welche Widgets in der Leiste links eingeblendet werden sollen. Im Widget-Manager können die entsprechenden Widgets ausgewählt bzw. deaktiviert werden.
Das Hauptmenü ist mit leicht verständlichen sowie großen Menüsymbolen ausgestattet, der Umfang ist groß. Wie vom iPhone und anderen Touchphones gewohnt, kann man durch Fingerziehen in den Menüs blättern. Etwas nervig ist die Sperrfunktion, sie reagiert etwas träge, daher ist es, wenn man noch nicht absolut mit dem Omnia 2 vertraut ist, etwas zeitaufwändig, den Screen zu entsperren.
Es gibt im herkömmlichen Sinne keine Profile. Man kann über Antippen des kleinen Lautsprechersymbols – wie schon von Windows Mobile 6.1 her bekannt – in ein Menü kommen, in dem man Klingeltonlautstärke, Stummschaltung und Vibrationsalarm regeln kann. Dies geschieht in übersichtlicher Form und ist in Kürze eingestellt. Den Klingelton selber kann man dann im Menü Einstellungen
--> Soundeinstellungen bestimmen.
Ersteinrichtung am PC

Konfiguration unter Windows Vista Home Premium

Schnelle Synchronisierung mit dem angeschlossenen PC
• Schritt 1: Windows Mobile – Grundinstallation von der mitgelieferten CD, in wenigen Minuten abgeschlossen
• Anschließend wird das Omnia 2 mittels des mitgelieferten USB-Kabels mit dem Rechner verbunden. Nach knapp über 1 Minuten ist das Omnia schon zur Synchronisation bereit.
• Nun kann die Synchronisation individuell eingerichtet werden. Hier ist vom Anwender festzulegen, welche Elemente er synchronisieren möchte: Kontakte, Kalender, E-Mail, Aufgaben, Notizen, Mobile Favoriten, Dateisynchronisierung PC – Omnia, Microsoft Office One Note, Termine.
• Nach Festlegung der Synchronisationspräferenzen wird nun die Windows Mobile-Partnerschaft festgelegt. Hierbei kann der Gerätename individuell abgeändert werden.
• Je nach Menge an Kontakten, Notizen etc. dauert die Synchronisierung zwischen 1,5 und 4 Minuten. Dabei werden auch Uhrzeit und Datum auf dem Mobiltelefon angepasst.
Die Synchronisierung funktioniert reibungslos, alle Datensätze von Office Outlook 2007 werden übernommen.
Einrichtung eines individuellen E-Mail Accounts auf dem Omnia 2

Einrichtung eines E-Mail-Accounts

Überblick über alle Nachrichten-Konten
• Nur möglich, wenn der Stylus verwendet wird
• Bis auf die etwas fummelige Handhabung mit dem Stylus sehr einfach, da die Accounteinrichtung hnlich wie bei MS Outlook aufgebaut ist. Windows-erfahrene Anwender werden in wenigen Minuten den Account erstellt haben.
• Recht rasches Anmelden und recht rasches Senden und Empfangen von Mails ohne Anhang auch wenn nur Edge vorhanden ist. Natürlich prüfen wir auch noch, wie sich das Omnia 2 bei Mails mit Anhang verhält.
Internetfunktionalität

Darstellung von Internetseiten - hier im Hochformat. Zoomen
ist für bessere Erkennung selbstverständlich möglich

Übersichtlich: Display im Querformat

Problemlose Adresseingabe
• Laden von areadvd.de über den Opera Mini Browser bei Edge-Verbindung: 7
Sekunden. Bei HSDPA lassen sich 1 bis 2 Sekunden abziehen - Top.
• Sehr scharfe und klare Darstellung im Hoch- und im Querformat, Eingabe von
Internetadressen auch mit Tastatur im Querformat möglich.
Automatisches Beziehen der Einstellungen aus dem Internet für Konten bei:
• Google
• AOL
• Yahoo
• Web.de Freemail
Sprach- und Empfangsqualität, Ausführen eines Anrufs

Übersichtliche Telefontastatur
Das Omnia II bringt eine gute Sprachverständlichkeit mit, allerdings ist
leichtes Rauschen hörbar. Wirklich störend ist dies aber nie. Die Stimme
klingt fundiert, lässt es im Hochtonbereich aber etwas an Brillanz missen. In
Randgebieten bezüglich des Empfangs in HSDPA/EDGE geht das Omnia II "auf
Nummer sicher" und geht lieber auf den stabilen EDGE-Empfang. Das
Ausführen eines Anrufes geht einfach vonstatten, direkt im Organziermenü auf
der obersten Ebene befinden sich die Kontakte. Muss eine neue Nummer schnell
eingegeben werden, hilft die übersichtliche numerische Telefontastatur.
Multimedia
Foto- und Videoqualität

Testbild Akkuschrauber

Testbild Mezzo Mix-Flasche

Testbild Panoramaaufnahme

Macro-Aufnahme Stein

Testbild Wolkenformation
Bildqualität im 5 MP Modus, Automatikprogramm:
• Nahaufnahme eines kompakten Akkubohrschraubers, deutlicher externer Lichteinfall (Neonröhre)– etwas verschwommen und unscharf, leicht ausblutende und blass wirkende Farben
• Nahaufnahme einer Mezzo Mix-Getränkeflasche, geringer externer Lichteinfall, mit Blitz: Prima Bildqualität, gleichmäßige Ausleuchtung, gute Farben, nur die Bildschärfe könnte besser sein.
• Nahaufnahme eines Steines, nachmittags bei Sonneneinstrahlung um 15:30 aufgenommen, kein Blitz: Sehr gute Farbwiedergabe, gute Schärfe, ordentliche Kontrastverhältnisse – eine rundherum erfreuliche Leistung.
• Panoramaaufnahme der Umgebung, Uhrzeit 15.30, leichte Sonneneinstrahlung bei partiell blauem Himmel: Gute Bildschärfe, nur leichtes Bildrauschen, authentische Farbgebung, prima Detailwiedergabe.
• Aufnahme der Wolkenformation am nachmittäglichen Himmel bei bereits sinkender Sonne: Natürliche und lebendige Farben, gute Bildschärfung, gute Tiefenstaffelung.

5 MP-Kamera mit tadellosen Ergebnissen

Darstellung im Display, links und rechts sind die
Menüoptionen in Form kleiner Symbole zu sehen
Videoqualität im 720 x 480 Pixel-Aufnahmemodus, MPEG4 Codec
• Videoclip um 16:12 Nachmittags erstellt, die Dämmerung beginnt schon leicht, etwas komplexe Lichtverhältnisse, Kameraschwenks langsamer und schnell, Fokussierung kleiner Objekte: Gute Bewegungsdarsteller, aber sichtbare Rauschschleier, bei
Macro-Aufnahmen kleiner Objekte gute Qualität. Natürliche Farben, guter Kontrast. Schnelle Anpassung an wechselnde Lichtverhältnisse (z.B. von Draußen ins Redaktionsbüro).
Musikwiedergabe
Als echtes Multitalent hat das Omnia 2 natürlich auch bei der Musikwiedergabe eine immense Funktionalität. Zunächst, wenn man neue Mediadateien auf das Omnia übertragen hat, wird beim Auftrufen des Mediaplayers (der sich allerdings nicht im Multimedia-Menü, sondern im „Organizer“-Menü befindet) zunächst die interne Bibliothek – mit sehr hoher Geschwindigkeit – aktualisiert. Durch Antippen des gewünschten Titels wird dann die Wiedergabe gestartet. Um die Wiedergabequalität zu optimieren, befindet sich in der Menüzeile unten (Menü, welches während der Wiedergabe angezeigt ist) mit einem Zahnrad als Symbol der Unterpunkt „Einstellungen“.

DNSe EQ-Programme

Musikwiedergabe

Musikbibliothek

Headphones
In diesem Submenü sind verschiedene DSP-Programme (DNSe) enthalten:
• Normal – ausgewogen, aber etwas emotionslos
• Rock - Bassanhebung, etwas flacher Klang
• Jazz - Mittenbetonung, etwas weniger Bass, erscheint leicht dumpf – für Jazz nicht geeignet
• Live: Relativ klare Wiedergabe mit recht dünnem Fundament
• Klassik: Gutes Programm mit gelungenen Übergängen zwischen den Frequenzspekren und homogener Charakteristik
• Basses Fortes: Angehobene Basswiedergabe, etwas bessere Raumwirkung, sonst relativ dumpf
• Konzerthalle: Öffnet den Raum weiter, die Hinzufügung von Hall sorgt für eine leicht ins Unnatürlich gehende Klangcharakteristik
• Wide – weitet recht gut die Stereoklangbühne.
• Bassverstärker: Ohne echten Nutzen, fügt dem Bass nur hörbares Poltern hinzu.
• Klare Musik: Verkürzt die Distanz Musik-Hörer durch eine recht dynamische und direkte Wiedergabe.
• Externalisierung: Sehr viel Distanz, unnatürlicher Hall – wozu dieses DSP nutzen soll, wird nicht deutlich.
• M-Theaterfilm: Für die Wiedergabe von Videos/Filmen auf dem Omnia
Zusätzlich gibt es noch verschiedene weitere Betriebsarten:
• Wow-HD weitet das Klangfeld effektiv in Richtung virtuellem Surrounderlebnis und sorgt für einen gleichermaßen druckvollen und voluminösen Bass. Dieses Soundfeld hat uns sehr gut gefallen.
• CS-HP: Muffig und blechern klingend, stellt dieser Soundmodus keine Offenbarung dar.
Bitte beachten: Wenn Wow-HD oder CS-Hp verwendet wird, kann man die DSPs des DNSe-Menüs nicht verwendet werden.
Das mitgelieferte Headset überzeugt durch guten Sitz und recht angenehmen, neutralen Klang. Die Verarbeitung erscheint hochwertig. Wem der Sound des mitgelieferten Headsets nicht ausreicht, kann sich auch – dank genormtem 3,5 mm Miniklinkenanschluss – einen nochmals besseren Kopfhörer aus dem Zubehörhandel kaufen.
Das Omnia II ist auch mit einem Radio ausgestattet, das im UKW-Betrieb mit einer tadellosen Empfangssensibilität aufwarten kann. Die Radioqualität ist bei empfansstarken Sendern sehr gut, klar, frisch und beinahe rauschfrei, wenn man das tadellose Headphone einsetzt. Nur die maximal möglichen Pegel fallen recht gering aus.
Der eingebaute Lautsprecher für die Klangwiedergabe befindet sich auf der Rückseite. Liegt das Omnia auf dieser, kann keine überzeugende Akustik erwartet werden. Daher sollte man das Smartphone aufs Display drehen – dann ist die Qualität voll befriedigend, selbst bei maximaler Lautstärke sind die Ergebnisse gerade noch brauchbar. Wir raten aber im Sinne humaner Verzerrungen, den Lautsprecher auf einen niedrigeren Wert einzustellen.
Übersicht über die installierten Programme und deren Funktion
Menü "Organizer"

Foto-Browser

Menü Einstellungen

Kalender
- Telefonbuch
- Nachrichten/E-Mail (zum Verfassen von SMS/MMS/E-Mail sowie
Management der Nachrichten Ein- und Ausgänge)
- Opera Browser (schnell ladender Webbrowser für mobilen Einsatz)
- Mediaplayer
- UKW-Radio (für die Nutzung ist der Anschluss des Headsets zwingend
erforderlich)
- Foto-Browser - zum Blättern in den eigenen Fotos
- Kamera - für Foto- oder Videoaufnahmen
- Uhr (Alarm mit 3 programmierbaren Weckrufen plus 1 Alarm, Eingabe von
Jahrestagen, Weltuhr, Stoppuhr)
- Memo - Notizfunktion
- Zeitplan - übersichtlicher Kalender
- Einstellungen (allgemeine Einstellungen: Sound, Anzeige, allgemeine
Einstellungen, Telefoneinstellungen, Bewegungseinstellungen, Sicherheit,
Netzwerkeinstellungen, Speichereinstellungen, fortgeschrittene Einstellungen
- System, Verbindungen, installierte Elemente)
Menü "Multimedia"

Midomi

Video-Editor
- Connected Home - für die einfache Einbindung in WLAN Netzwerke
- Video Editor - Nachbearbeitungsprogramm für Videos, mit folgenden
Möglichkeiten:;Storyboard erstellen, Musikfilm erstellen, automatisch
schneiden
- Midomi: Das Programm zur Erkennung von Musikstücken (entweder Singen/Summen oder aber, bei Wiedergabe des Tonträgers, an den Lautsprecher halten, 10 Sekunden sind optimal) funktioniert nicht nur beim
iPhone, sondern auch beim Omnia 2 prima. Die Songs (November Rain –
Guns’n’Roses, Prodigy – No Good, Mario Lopez – Always and Forever) wurden – bis auf spezielle Härtefälle“ (Marco Torrance – Living in a
Dream) anstandslos erkannt.
- Streaming Player: Fürs das Abspielen multimedialer Inhalte aus dem
Internet
- Eigene Dateien - Dateibrowser
- QIK - QIK macht es möglich, Videos direkt vom Handy ins Internet zu
übertragen.
- Java
- Spiele: Würfeln, Solitär, Bubble Breaker, Crayon Physics, Asphalt 4 von
gameloft - grafisch ordentliches Autorennspiel, gesteuert wird mit dem
gesamten Omnia (Gas geben - Handy nach vorn, lenken rechts , Handy nach
rechts etc.)
Menü Internet

Menu Internet
- Messenger
- RSS Reader
- Podcast
- Windows Live
- Active Sync
- Internet-Freigabe
- Communities
- Smart Search
- Rich Internet
- Special
Menü "Office":

Menu "Office"

Word Mobile

Diktiergerät
- World Mobile - für das Verfassen kleinerer Texte und Nachrichten sowie
als Reader für importierte Word-Dokumente
- Excel Mobile - mobile Version des bekannten Tabellen-Kalkulationsprogramms
- Power Point Mobile - als Reader gedacht, so kann im Flugzeug oder Zug
nochmals schnell die PP-Präsentation durchlesen
- Microsoft One Note Mobile: Notizprogramm aus der
Office-Produktfamilie, hier für die mobile Nutzung. Kann direkt mit
in die PC-Synchronisierung einbezogen werden
- Acrobat Reader - zum Betrachten von Adobe Acrobat-Dokumenten unterwegs
- Smart Reader: Scanner für Dokumente und Visitenkarten. Funktioniert
einfach und effektiv: Foto von der Visitenkarte machen (bitte Handy ruhig
halten und für gute Lichtverhältnisse sorgen), anschließend werden die
Daten auf dem Bild analysiert und der Kontakt wird erstellt.
- Rechner
- Audionotiz (Diktiergerät)
- Konverter (Trinkgeldrechner, Länge, Gewicht, Fläche, Temperatur,
Währung)
- Aufgaben
- Notizen
Konkurrenzvergleich

- Apple iPhone 3GS: Vorbild für einen
großen Teil der aktuellen Touchscreen-Smartphones ist nach wie vor Apples
iPhone. Das hochwertig verarbeitete Gerät bringt entweder 16 oder 32 GB
internen Speicher mit und schlägt somit auf den ersten Blick das Omnia II
mit 8 GB. Dadurch, dass das Samsung Phone aber mittels microSD Karten um bis
zu 32 GB erweiterbar ist, beim iPhone diese Möglichkeit jedoch gänzlich
fehlt, sieht die Situation letzten Endes doch etwas anders aus. Und das
Omnia II kartet nach: Es ist mindestens genauso schnell und zudem bereits ab
Werk extrem üppig ausgestattet (z.B. Mobile Office mit Word, Excel etc.,
Midomi, Visitenkartenleser, Video-Nachbearbeitungsstudio usw.). Beim iPhone
können diese Programme zwar auch installiert werden, hierzu muss aber der
App Store aufgesucht werden, bei einigen Programmen sind auch dann
beträchtliche finanzielle Investitionen zu tätigen. Dafür eröffnet der
App Store allerdings gleichzeitig schier unbegrenzte Möglichkeiten,
den Funktionsumfang des iPhones fast ohne Limit zu erweitern - das spricht
momentan klar für das Apple-Telefon. Auch die Bedienung gänzlich ohne
Stylus ist ein Plus des iPhone, hier kann das umständlicher zu handhabende
Omnia II nicht mit. Doch Aufgeben liegt nicht im Naturell des
südkoreanischen Universalisten: Mit einem noch farblich und hinsichtlich
des Schwarzwertes noch besseren Display, einer besseren Kamera, einem
eingebauten UKW-Radio sowie dem deutlich besseren Sound macht das Omnia 2
letzten Endes Boden gut und kann mindestens gleichziehen. Bei beiden
Smartphones funktioniert die Synchronisierung mit dem PC im Übrigen
exzellent.

- Samsung i8910HD: Das erstklassige
Display und die überragenden Multmediaeigenschaften prädestinieren das
i8910HD für Anwender, die auch gern oft Videos aufnehmen und dabei auf eine
hervorragende Betriebssicherheit Wert legen. Auch bei Datenübertragungen
ist das i8910HD flink, aber das Omnia II ist nochmals schneller. Für
Businessanwender, die oft verschiedene E-Mail-Konten mit dem PC
synchronisieren und zudem wichtige Officeprogramme mit entsprechenden
Kompatibilitäten und Funktionsumfängen immer bei sich tragen möchten, ist
das Omnia die erste Wahl, während der freizeitorientierte
Multimedialiebhaber mit normalen Businessansprüchen zum i8910HD
greift.

- LG newchocolate BL40: Eine etwas
andere Zielgruppe als das Omnia spricht das newchocolate von LG an. Dank des
brillanten, tiefschwarzen und enorm scharfen 21:9 Display ist das BL40 das
erste Handy, auf dem Filme schauen wirklich Freude macht. Zudem weist es
eine prima Kamera auf, die Fotos sind richtig gut. Weniger überzeugt hat
uns die Videokamera. Das Omnia II wartet hier mit besseren Ergebnissen auf.
Sehr gut sind die Standbyzeiten des BL40 - hier macht dem hoch eleganten,
exzellent verarbeiten Touchscreen-Experten keiner etwas vor. Für Anwender,
die eine hohe Businesspower benötigen, ist es auch erstaunlich gut
geeignet, hier ist das Omnia II aber reichhaltiger ausgestattet. Bilaizerend
ist das BL40 zum fairen Marktpreis von rund 400 EUR ein faszinierendes Handy
für On-the--Go-Filmliebhaber und für Individualisten, die zum vertretbaren
Preis das Exklusive und das Besondere suchen, auf eine rundherum gute
Performance aber nicht verzichten möchten. Der Geschäftsprofi und
All-in-One-Tool-Fan greift aber lieber zum Omnia II.

- HTC Touch Diamond 2: Das HTC ist
nach wie vor ein großer Wurf und überzeugt als gelungenes Gesamtkonzept
ohne wirkliche Mängel. Es ist zuverlässig, schnell und besonders
hochwertig verarbeitet. Die Ausstattung ist üppig, der Nutzen für den
Businessanwender hoch. Videokamera, Fotokamera und Musik-/Mediafunktionen
sind beim Omnia II aber besser integriert.
Gesamt-Fazit und absolute Einordnung

Leistungsfähig und...

...recht kompakt
Das Omnia II kokettiert mit enormem Leistungspotential und einem hohen
praktischen Nutzen. Durch exzellente Business- und Multimediaeigenschaften
qualifiziert sich das Smartphone für denjenigen Anwender, der wirklich alles in
guter Qualität in einem Gerät vereint haben möchte, als große
Kaufempfehlung. Die Verarbeitung ist prima, das AMOLED Display gehört zum
Besten, was derzeit erhältlich ist. Die ordentlichen Akkulaufzeiten sind für
ein so leistungsfähiges Smartphone nicht selbstverständlich. Biltzschnelle
Datenübertragungen - ganz gleich, ob Up- oder Download - und eine gelungene
Darstellung von Internetseiten sprechen ebenfalls fürs Omnia II. Das Erstellen
auch mehrerer E-Mail-Accounts und die ebenso leistungsstarke wie einfach zu
handhabende PC-Synchronisation sind weitere große Pluspunkte. Die teils etwas
gewöhnungsbedürftige Bedienung (teilweise mit Stylus) und die in Windows
Mobile begründete Limitierung der darstellbaren Farben (65536) sind als
Nachteile aufzuführen. Die extrem reichhaltige Ausstattung umfasst
Leistungsmerkmale, die der normale bis anspruchsvolle Anwender kaum jemals
benötigen wird - der Mobiltelefon-Fan, der jedes Gadget gern ausprobiert und
nutzt, wird sich hingegen voll angesprochen fühlen. Gewicht und Abmessungen
sind absolut tolerabel - pure Smartphone-Power, die in praktisch jede
Jacketttasche passt.
Üppig ausgestattetes Fulltouch-Smartphone mit brillanten
Business-, Internet- und Multimediaeigenschaften, das sich ganz klar an den
erfahrenen und versierten Mobiltelefonliebhaber wendet

Mobiltelefone Oberklasse
Test 27. November 2009
+ Extrem leistungsfähig im Business- und Internetbereich
+ Blitzschnelle Datenverbindungen
+ Mit Headphone sehr gute Akustik
+ Für das Leistungsprofil kompakte Abmessungen
+ Ordentliche Akkulaufzeit
+ Enorm üppige Austattung
+ Perfekte PC-Synchronisation für Windows-User
+ Kamera überrascht mit sehr guten Ergebnissen
+ Fürs Gebotene fairer Kaufpreis
- Bedienung mit Styluspen nicht optimal
- Extrem extensiver Menüumfang könnte weniger erfahrene Anwender überfordern
- Display stellt nur 65k Farben dar
Technische Daten: http://telecom.samsung.de
Text: Carsten Rampacher
27. November 2009
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|