TEST: Blu-ray-Player Samsung BD-P1600
31.03.2009 (cr)

Einführung
Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 279 EUR stellt der Samsung BD-P1600 seit kurzem das Einstiegsmodell in die Welt der Samsung Blu-ray-Standalone-Geräte dar. Der 1600er weist ein im Vergleich zum BD-P1500 deutlich verändertes Design auf. Bestimmendes Merkmal ist die Frontklappe, die das komplette Format der Frontblende ausfüllt. Um eine BD einzulegen, wird zunächst die Klappe geöffnet. Die Bedienung am Gerät selber erfolgt über neue Sensortasten. Mitgeliefert wird auch (endlich) eine neue,
hochwertige Fernbedienung. Der BD-Player unterstützt neben BD Live selbstverständlich Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio über Bitstream. Er ist
einem LAN-Anschlüss für die Netzwerkeinbindung (Internet-Zugang zur Nutzung
von BD Live) mit zwei USB-Anschlüsen ausgestattet (einer vorn, einer hinten) und kann MP3, DivX und JPG-Videodateien abspielen. Der BD-P1600 ist "WLAN ready": Über einen als Zubehör erhältlichen speziellen USB-Stick kann der Player BD-Live-Inhalte alternativ zum LAN-Kabel auch drahtlos aus dem Internet beziehen. Wir haben im Praxistest nachgeprüft, ob der BD-P1600 eine gute Wahl für ambitionierte Ein- und Aufsteiger ist.
Verarbeitung/Qualitätseindruck

Ansprechende Gehäuseverarbeitung

Sensortasten auf der Frontblende

Display bei geöffneter Klappe

Die Klappe ist qualitativ gut gemacht

Erstaunlich hochwertige Fernbedienung
Der Samsung BD-P1600 kann in Anbetracht seines günstigen Kaufpreises
hinsichtlich der gebotenen Verarbeitungsqualität durchaus punkten. Das
Hochglanzfinish der Frontklappe erscheint gut gemacht, zudem wirkt die Klappe
zwar nicht übertrieben solide, aber weit weniger labil als bei uns bekannten
Konkurrenten mit ähnlichem Öffnungsmechanismus. Die Passungen am gesamten
Gehäuse sind ordentlich, die Spaltmaße fallen bei unserem Testgerät relativ
gering aus. Nicht unsere Zustimmung findet, dass der BD-P1600 keine
Gerätestandfüße im normal gebräuchlichen Sinne, sondern nur billige
Gumminippel aufweist. Dies muss auch bei einem preiswerten BD-Player < 300
EUR beileibe nicht sein. Das Gerätedisplay mit Quasi-Punktmatrix (kein echtes
DOT Matrix) entspricht dem, was wir in diesen Preisregionen gewohnt sind. Der
leicht nervende Piepton, mit dem die Sensortasten für die Bedienung am Gerät
den Bedienprozess bestätigen, lässt sich mittels On Screen Menü abstellen.
Die Laufwerkslade fährt relativ leise rein und raus, das Ansprechen auf die
"Open" Taste ist hervorragend - sehr rasch kommt die Lade entgegen.
Das Anschlussfeld auf der Geräterückseite weist keine Besonderheiten auf und
ist sauber verarbeitet. Die mitgelieferte Fernbedienung gefällt uns beim
BD-P1600 ausgesprochen gut - qualitativ ist sie über dem in dieser Preisliga
Üblichen. Die hochglänzende, schwarze Oberfläche erscheint sehr ansprechend.
Die angenehm gummierten Tasten mit gut definiertem Druckpunkt steigern das
Qualitätsgefühl weiter. Wenden wir uns dem Geräte-Innenleben zu. Hier kann
man bei einem Einstiegs-BD-Player generell nur wenig erwarten - allerdings
vermeidet der 1600er herbe Enttäuschungen, indem er mit übersichtlicher
Verkabelung und ordentlichem Platinenlayout gefallen kann. Die Laufwerkseinheit
wirkt allerdings sehr einfach gehalten. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse:
Sehr gut - ausgezeichnet.
Schlichter innerer Aufbau, einfaches Laufwerk

Haupt- und Netzteil-Platine

Die Anschlüsse aus der Sicht von Innen

Einfache Halterung fürs Netzkabel

Der BP-P160o hat im Gegensatz zum BD-P1500
wieder einen Lüfter eingebaut
Anschlüsse

Die üblichen Anschlussmöglichkeiten, hinzu kommen WLAN und 2
x USB (ein Terminal auf der Gerätefront)
Anschlussübersicht:
-
1 x HDMI
-
1 x LAN
-
2 x USB (1 x vorn, 1 x hinten)
-
1 x Komponente-analog
-
1 x FBAS-Cinch
-
1 x 2-Kanal analog Audio-Cinch
-
1 x optischer Digitalausgang
Der BD-P1600 weist ein relativ spärlich bestücktes
Anschlussfeld auf. Weder S-Video noch ein koaxialer Digitalausgang sind
vorhanden. Für die Nutzung von BD Live Inhalten aus dem Internet ist ein
Ethernet-/Netzwerkanschluss vorhanden. Optional kann auch ein per USB (1
Anschluss hinten, 1 Anschluss vorn) anzuschließender Wireless-Stick Verbindung
mit dem BD-P1600 aufnehmen, damit BD Live Inhalte auf drahtlosem Weg vom
Internet übers Wireless Netzwerk bezogen werden können. Gesamtnote Anschlüsse
in Relation zur Preisklasse: Sehr gut.
USB-Funktionalität

Übersicht der auf dem USB-Stick gespeicherten
jpeg-Bilddateien

MP3-Dateien

Diashow in verschiedenen Geschwindigkeiten
Mediale Inhalte, die sich z.B. auf einem USB-Stick befinden,
können vom BD-P1600 angezeigt beziehungsweise abgespielt werden. In unseren
Testläufen haben wir es mit MP3- und jpeg-Dateien versucht. Das Laden der
Inhalte eines 4 GB Sticks ging in nur wenigen Sekunden über die Bühne.
MP3-Dateien werden in guter Klangqualität und ohne Störgeräusche
wiedergegeben. Die Anzeige von Bildern (Bildgröße zwischen 2,8 und 3,2 MB pro
Bild) ist aus qualitativer Sicht absolut überzeugend - die Fotos sehen scharf,
kontraststark und detailreich aus. Mittels der Diashow-Funktion (blaue Taste
"D" auf der Fernbedienung drücken, langsam, normal oder schnell sind
einstellbar als Bildwechselgeschwindigkeit) ist es möglich, parallel zu
laufenden MP3-Songs Bilder zu betrachten. Das Bild kann um 90 Grad nach links
oder rechts gedreht werden, Bildausschnitte können mit zwei- oder vierfacher
Vergrößerung herangezoomt werden. Für die Wiedergabe der Dateien sind
verschiedene Wiedergabemodi auswählbar. Diese werden mittels grafischer Symbole
auf dem OSD angezeigt (Zufallswiedergabe, einzelnen Titel wiederholen, gesamten
Ordner wiederholen). Die grafische Darstellung der Media-Menüs ist schlicht,
aber einfach verständlich. Bei MP3-Songs wird der Titelname, die aktuelle
Laufzeit und die Gesamtlaufzeit angezeigt. Eine komplette Unterstützung für
ID3-Tags fehlt. Es können nur Titel übersprungen werden, es war bei unserem
Testsample nicht möglich, innerhalb eines MP3-Titels zu spulen. Gesamtnote
USB-Funktionalität: Ausgezeichnet.
Laufwerk/Ladezeiten/Betriebsgeräusche
Einschalten zur Betriebsbereitschaft (Laufwerk offen zum Bestücken):
18 Sekunden
Ab Einfahren Laufwerkslade direkt nach Betriebsbeginn:
-
Blu-ray Fluch der Karibik: 26 Sekunden bis zum ersten Menü
- ordentlich.
-
Blu-ray Casino Royale: 17 Sekunden bis zum Sony-Logo - das
ist sehr gut!
-
Blu-ray "I'm Legend": 18,9 Sekunden bis zum Warner
Logo
- DVD Star Wars Episode III: 15 Sekunden bis zur "Warning" Angabe
- DVD Sahara: 10 Sekunden bis zum ersten Bild
Einlesezeiten Samsung BD-P1500
zum Vergleich
- Blu-ray Fluch der Karibik: 30 Sekunden bis zum ersten Menü
- Blu-ray Casino Royale: 40 Sekunden bis zum Sony-Logo
- DVD Star Wars Episode IV: 25 Sekunden bis zur "Warning"
Angabe
- DVD Star Wars Episode III: 25 Sekunden bis zur "Warning" Angabe
- DVD Sahara: 20 Sekunden
Respekt - der BD-P1600 ist wirklich ein flotter Blu-ray-Player
geworden, der endlich auch für weniger geduldige Zeitgenossen der richtige
Partner ist. Kommen wir nun zu den Laufwerks- und Betriebsgeräuschen. Hier schneidet der
Samsung BD-P1600 nicht allzu gut ab. Der permanent laufende Lüfter läuft zwar
gleichmäßig, ist aber auch aus 2 Meter Entfernung noch gut zu hören - hier
sollte Samsung bei weiteren Chargen nachbessern, denn das ist nicht mehr
zeitgemäß. Das Laufwerk liest intakte BDs und DVDs sehr zuverlässig ein -
sobald die Disc aber Gebrauchsspuren aufweist, kommt es zu Aussetzern und
Bildrucklern, manchmal bleibt das Bild stehen. Die Fehlerkorrektur wäre also
auf jeden Fall zu verbessern. Zudem macht das Laufwerk deutlich hörbare Geräusche. Hier wäre, trotz des niedrigen Preises, eine
bessere Dämmung des Laufwerksgehäuses von Nöten. Zwar ist die
Geräuschkulisse nicht mehr so dominant wie beim BD-P1500
und insbesondere beim BD-P1400,
aber es gibt noch einiges zu tun. Während des Spielbetriebes ist das Laufwerk
kaum noch zu hören und wird aus akustischer Sicht vom Geräusch des permanent
laufenden Lüfters überlagert. Gesamtnote: Befriedigend - gut.
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