TEST: Samsung LED-TV UE40B6000 - LED Backlight und visuelle Spitzenleistung für 1.300 EUR?

14.08.2009 (phk/cr)

Einführung

Mit dem Samsung LED TV UE40B6000 hat ein weiterer Samsung EDGE LED-Backlight TV den Weg in unsere Redaktion gefunden. Bereits zu einem Marktpreis von ca. 1.300 Euro (UVP: 1.699 EUR) ist das extrem dünne Samsung Display mit Motion Plus Technologie, Multimedia-Funktionalitäten und geringem Stromverbrauch, zu haben. Ob an der Wand befestigt oder auf dem Standfuß montiert, der UE40B6000 garantiert einen optischen Blickfang im Wohnzimmer. Selbstverständlich stellt der Anwender etwas höhere Anforderungen an einen TV als nur eine elegante optische Erscheinung -  inwiefern sich der 40-Zöller seinen eigentlichen Arbeitsaufgaben stellt, betrachten wir in folgendem Test.

Verarbeitung

Elegante Erscheinung

Fuß im Detail

Der Samsung steht recht fest

Acrylglasrand

Schicke, aber kratzempfindliche Oberfläche (man sieht, dass unser Testsample schon durch einige Hände ging)

Bekannte neue Samsung-Fernbedienung

Der Samsung LED-Backlight Kandidat weckt vor allem durch sein extrem dünnes, edles Auftreten das Interesse des Kaufinteressenten. Der Samsung-typische Acrylglasrand sorgt für eine weitere Betonung seiner Eleganz. Die Oberflächenqualität des Rahmens ist sehr gut und wirkt auch bei genauem Hinsehen besser als bei früheren Samsung Modellen. Der mit fünf Schrauben gesicherte, gläserne massive Standfuß gibt guten Halt und fügt sich eingängig ins Design-Gesamtkonzept. Im Fuß ist eine weiße LED eingearbeitet, auf Wunsch leuchtet diese bei Betrieb, im Standby oder in beiden Modi, auch ein komplettes Abschalten ist möglich. Die Anschlüsse sitzen sehr gut, passen genau und sind gut erreichbar. Die mitgelieferte Fernbedienung wirkt hochwertig mit gutem Druckpunkt, stationäre Touch-Bedienelemente am TV für Lautstärkeanpassung, Programmwechsel, Menü und Eingangswahl lassen sich einfach durchführen. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet. 

Anschlüsse

Nicht perfekt erreichbare Anschlüsse

Die Anschlussübersicht:

• HDMI In 4x
• Component In (mit Adapter)
• VGA In (D-Sub)
• RGB In (mit externem Samsung Adapter)                                                                                                                               
• FBAS + Stereo Cinch in (mit Adapter)
• USB
• Optical Audio Out
• Common Interface
• EX-Link

Die Anschlussbestückung des UE40B6000 ist ausgezeichnet, im Gegensatz zum UE40B7090 fehlt ein USB-Slot und der Ethernet-Eingang. Etwas gewöhnungsbedürftig sind die RGB, Component und AV Eingänge. Für die drei genannten ist ein beiliegender Samsung Adapter notwendig, das dementsprechende Kabel muss vom Nutzer erst mit dem Adapter verbunden werden, bevor es an den TV angeschlossen werden kann - unverständlich, wieso hier ein eigener Weg gegangen wird. 

Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse: Gut - sehr gut (Abzüge wegen unverständlicher Adaptertechnik)

Konfiguration, Setup und Bedienung

Bildmenü

Tonmenü

Tools

Bildmenü:

• Modus: Dynamisch, Standard, Natürlich, Film
• Hinter. Licht: Steps 0-10
• Kontrast: Steps 0-100 – sehr feine Regelung, die für die Feinoptimierung taugt.
• Helligkeit: 0-100 – sensibel ansprechende Helligkeitsveränderung
• Schärfe: 0-100 – sehr feinfühlig kann man die Bildschärfe anpassen
• Farbe: 0-100 – für eine präzise Justage
• Farbton (G/R): Ausgewogen G50-R50 bis G100-R0 oder G0-R100
• Erweiterte Einstellungen: Schwarzton Aus/Dunkel/Dunkler/Max. Dunkel, Optimalkontrast Aus/Gering/Mittel/Hoch, Gamma -3 bis +3, Farbraum Auto/Nativ/Benutzerdefiniert, Weißabgleich, Hautton -15 bis +15, Kantenglättung Ein/Aus                                                  
• Bildoptionen: Farbtemperatur Kalt/Warm1/Warm2/Warm3, Größe Auto Breit/16:9/Breit Zoom/Zoom/4:3, Bildschirmmodus 16:9/Breit Zoom/Zoom/4:3, Digitale RM Aus/Gering/Mittel/Hoch/Auto, HDMI-Schwarzpegel, 100Hz Motion Plus, Aus/Klar/Standard/Glätten /Benutzerdefiniert, Blau Modus Ein/Aus

Tonmenü:

• Modus: Standard, Musik, Film, Klare Stimme, Benutzerdefiniert
• Equalizer: Modus: Standard, Musik, Film, Klare Stimme, Benutzerdefiniert /Im Equalizer kann der User in folgenden Bereichen eigene Einstellungen vornehmen (Balance, 100Hz, 300Hz, 1kHz, 3 kHz, 10kHz, Reset)
• SRS TruSurround HD: Ein/Aus
• Wiedergabesprache: Nicht definiert
• Audioformat: MPEG
• Audio für Sehgeschädigte: Ein/Aus, Lautstärke (einstellbar 0-100)
• Auto. Lautstärke: Ein/Aus
• Lautsprecher auswählen: TV-Lautsprecher, Ext. Lautsprecher

Sender-Menü

• Land: Länderwahl für den Empfang der digitalen und analogen TV-Sender
• Autom. Speichern: Zum automatischen Speichern der analog und digital verfügbaren Sender
• Sender manuell speichern: Fürs manuelle Abspeichern analoger und digitaler Sender
• Ausführlich: Übersicht der Sender und EPG für DTV, DTV-Radio und ATV
• Übersicht der Sendezeiten mit den zugehörigen Sendungen
• Standard: Ausführlich, Übersicht
• Senderliste: Hier findet man alle Sender, hinzugefügten Sender, Favoriten und die Timer-Programmierung aller Sender für DTV, DTV-Radio und ATV
• Kanalmodus: Hinzugef. Sender, Favoriten
• Feinabstimmung

Eingang

• Quellen: TV, Ext. (Scart), PC, HDMI1/DVI, AV, Component, HDMI2/3/4, USB (jeweils nur anwählbar wenn Eingang belegt)
• Name bearbeiten: Hier kann man den o.g. Eingängen Namen zuweisen wie DVR, TV, IPTV, DMA etc. zuweisen

Einstellungen

• Plug & Play: Für Menüsprache, Shop-Demo, Sender und Uhrzeit
• Sprachen
• Zeit: Uhr, Sleep-Timer (30, 60, 90, 120, 150, 180 Minuten), Timer 1/2/3 (Anschalt- und Ausschaltzeit, Lautstärke, Quelle, TV-Empfang, Sender, Wiederholungen: Täglich oder nur einmal)
• Spiele-Modus: Ein/Aus
• BD- Wise: Ein/Aus (Steuerung eines Samsung BD Players)
• Netzwerktyp: Kabelbasiert oder Wireless
• Eingang einrichten: IP- Konfiguration Auto oder manuell. Unter manuell lassen sich die Schlüssel für die IP - Adresse, Teilnetzmaske, Gateway und DNS-Server eingeben
• Netzwerktest: Überprüfung ob der TV korrekt vom Netzwerk erkannt wird
• Kindersicherung: Ein/Aus mit PIN
• Pin ändern: Sperren des TV
• Sicherungsstufe: mit PIN - Anwahl
• Untertitel: Ein/Aus, bei Untertitel Ein: Modus (normal und schwerhörig) und Untertitelsprache
• Teletextsprache
• Voreinstellung: Hier kann man die primären und sekundären Wiedergabesprachen, Untertitelsprachen, Teletextsprachen wählen
• Digitaltext: Deaktivieren/Aktivieren
• Lichteffekt: Glasfußbeleuchtung (Aus, Im Standby an, Im TV-Modus an, Immer in Betrieb)
• Melodie: Aus, Gering, Mittel, Hoch
• Energiesparmodus: Aus, Gering, Mittel, Hoch, Auto
• PIP
• Common Interface

Anwendung

• Media Play (USB & Anynet+): Hier greift er UE46B7090 auf Photo, Musik und Filmdaten zurück, die über USB zugeführt werden. 

Unterstützung

• Eigendiagnose: Bild-/Audiotest starten
• Software-Update: Per USB
• HD-Anschlussplan
• Samsung kontaktieren: Modellcode etc, Samsung Kontaktinformationen anzeigen

Menü „Tools“ (wichtige, häufig verwendete Einstellungen):

• Bildeinstellungen: Bildmodus: Standard, Natürlich, Film,
• Dynamisch
• Kontrast: 0-100
• Helligkeit: 0-100
• Farbe: 0-100
• Optimalkontrast: Aus, Gering, Mittel, Hoch
• Schwarzton: Aus, Dunkel, Dunkler, Dunkelst
• 100Hz Motion Plus: Aus, Klar, Standard, Glätten, Benutzerdef. (mit Benutzerdef. Wird der Unschärfeminderer und die Judder - Minderung Aktiv und lassen sich durch den User Einstellen.)
• Toneinstellungen: Tonmodus
• Information: hier werden Infos zum gerade abgespielten Track/Kapitel gegeben.

Fazit Bedienung

Sehr ähnlich den Konfigurationsmenüs des Samsung LED-TV UE40B7090 sind die Einstellungen optisch ansprechend gestaltet und übersichtlich angeordnet. Selbst weniger versierte Anwender sollten, trotz der umfangreichen Optionsvielfalt nach kurzer Eingewöhnungszeit keine Orientierungs-Probleme mehr haben.

Die etwas klobige Fernbedienung liegt gut in der Hand und hat ausreichend große Drucktasten, die problemlos erreicht werden können. Das Navigationskreuz ist zentral gelegen und sorgt so für angenehmen Bedienkomfort. Die komplette Beleuchtung erleichtert die Bedienung bei Dunkelheit, das Finish in Klavierlack verleiht einen edlen Touch.

Gesamtnote Setup, Bedienung und Konfiguration in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.

Multimedia-Funktionen

Musikwiedergabe

Medien-Setup

Bei Anschluss eines USB-Mediums öffnet sich ein Display-Popup zur Auswahl von MediaPlay oder einem Software-Update mittels USB-Stick. MediaPlay dient der Wiedergabe von Musikdateien und der Darstellung von Bilddateien auf dem TV. Innerhalb des MediaPlay-Menüs können die Oberpunkte Foto- und Musikwiedergabe direkt angewählt werden, ausserdem steht der Punkt Setup für Einstellungen zur Verfügung.

Im Setup kann "Musik Wiederholungsmodus" Ein/Aus, die Laufzeit für den Bildschirmschoner 2/4/8h gesetzt werden, Informationen über das angeschlossene Medium (Gerätetyp/Freier Speicher/Gesamtspeicher) angezeigt und das Medium sicher entfernt werden.

Im Fotowiedergabe-Modus werden JPEG-Bilddateien problemlos und flott erkannt. Bei Darstellung wird das Bild nicht häßlich auf die gesamte Displaygröße gestreckt sondern in originaler AR angezeigt. Druck auf Info auf der Fernbedienung zeigt den Dateinamen, die Auflösung des Bildes und das Aufnahmedatum an. Innerhalb der Tools lassen sich selektive Einstellungen vornehmen wie "Diashow-Geschwindigkeit" (Normal/Langsam/Schnell), Bild drehen, Zoomen. Ausserdem kann in den Tools Hintergrundmusik in Form einer eigens zusammen gestellten Wiedergabeliste der Dateien auf dem USB-Stick gewählt und wiedergegeben werden.

Musik-Wiedergabe: Problemlose Wiedergabe der auf dem USB-Stick befindlichen MP3-Dateien. Auf dem Display erscheint beim Abspielen der Tracks eine Anzeige der Spielzeit, der Name des derzeitigen, vorherigen und nächsten Liedes. Die Taste "Tools" auf der Remote öffnet wiederum ein Popup mit den Einstellungen "Wiederholmodus Ein/Aus", "Bild/Toneinstellungen" und "Information", die Bedeutung ist selbsterklärend.

Fazit

Die USB-Funktion ist gut integriert und erfreut durch geringe Ladezeiten. Das Menü "MediaPlay" ist übersichtlich aufgebaut und auch für den Multimedia-Neuling leicht zu durchschauen. Die vorhandenen Optionsmöglichkeiten sind sehr gut und einfach zu bedienen. Lediglich eine Videowiedergabe fehlt zu einem hervorragenden Ergebnis. Ein Ethernet-Anschluss ist hier nicht vorhanden, infolgedessen auch kein Internet@TV und damit sonstige Youtube-, Picasa oder ähnliche Widgets. Selbstverständlich mag dies für den Multimedia-Freak ein Malus sein, allerdings ist ein TV auch nicht als HTPC konstruiert, sondern sollte hauptsächlich dem Filmgenuss und der bildlichen Darstellung dienen.

Gesamtnote Multimedia in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.

Bild

Tadellose Bildtiefe

Scharf darstellen konnten Samsung Full HD-TVs schon immer

Blu-Ray

Burosch TEST-BD gepaart mit verschiedenen Bildprogrammen des Samsung TV:

Grautreppe:

  • Standard: Diese Einstellung wirkt neutral, die Trennung und Abstufung der verschiedenen Graustufen ist sauber und homogen. Die Differenzierung im Schwarzbereich könnte einen Deut besser sein.   

  • Natürlich: Etwas kontraststärker. Die Bildschärfe wird angehoben, Ansatz von Doppelkonturen.        

  • Film: Kontrastarm, warme Farben. Creme-Weiß, Schärfe wird zurückgenommen. Differenzierung der Graustufen noch sehr gut.                 

  • Dynamisch: Hoher Kontrast + Helligkeit, deutlicher Blaustich, Differenzierung der Balken in Weiß und Schwarz nicht mehr ganz befriedigend. Hoher Schärfewert führt zu Doppelkonturen.

Faces:

  • Standard: Farbwiedergabe sehr natürlich, authentische Hauttöne. Plastische Darstellung der Gesichtszüge. Hohe Bildschärfe            

  • Natürlich: Angehobene Helligkeit nimmt etwas Plastizität, erkennbar an der Halskette der blonden Dame. Das Blau der Bluse wirkt etwas flacher, der Hautton der rechten Lady wirkt aber sehr authentisch.                                                                                               

  • Film: Weiß zu sehr Créme. Bildschärfe deutlich zurückgenommen, Details in den Gesichtern geht hier verloren. Farben wirken etwas blass  

  • Dynamisch: Stark bläulicher Stich. Beinahe poppige Farbwiedergabe, zu hohe Bildschärfe.

Fluch der Karibik BD, Kapitel1/2, 1080p/24

Das pompöse Schiff erhebt sich aus dem Nebel und schiebt sich gekonnt plastisch in den Vordergrund. Kleine Unebenheiten in der Holzreling werden ebenso fein herausgearbeitet wie die Maserung des Holzes selbst. Die Segel hinterlassen einen gut verwaschenen, abgenutzten Eindruck und auch die Struktur der verwendeten Seiltäue wird noch detailreich ausgearbeitet. Sommersprossen auf dem Gesicht der jungen Elizabeth Swan sind klar zu erkennen, Feinheiten in der Struktur ihres Kleides werden auch anstandslos dargestellt. Wellenbewegungen im Wasser sind flüssig, auch die Brillianzeffekte auf der Meeresoberfläche liegen auf hohem Niveau. Bei flinken Kopfbewegungen fällt hier leider eine leichte unsaubere Wiedergabe der Gesichtskonturen auf, das sich als Schimmer manifestiert, für den hoch anspruchsvollen Anwender dürfte dies eine Schwäche darstellen. In Kapitel 2 betrachten wir vor allen Dingen Jack Sparrow auf der Spitze seines Schiffsmastes, gleich fällt die detailreiche Durchzeichnung seines Hutes auf, Gebrauchsspuren sind sehr gut erkennbar. Bart- und Kopfhaare sind sehr leicht differenzierbar, auch bei den Gesichtszügen punktet der Samsung mit hoher Bildschärfe trotz wenig Anzeichen von Doppelkonturen. Als Jack an den drei aufgeknüpften Piraten vorbeifährt deutet sich ein sehr guter Schwarzwert an, etwas Detail geht in den dunklen Bildebenen leider verloren.

Casino Royale BD, Kapitel 1, 1080p/24

Der Kameraschwenk über die Menschenmasse verläuft absolut ruckelfrei, auch generelle Bildstabilität ist gegeben. Die Farbwiedergabe erscheint satt, aber nicht übersaturiert. Die Plastizität ist auch in den hinteren Bildebenen ausgezeichnet, Autoreifen auf den Wellblechhütten heben sich auch in den Randbereichen des Bildes noch sehr gut vom Untergrund ab. Der Detailreichtum und die Bildschärfe begeistert, bei der Großaufnahme von 007 neben dem verkohlten Holzbalken wird die Oberflächenstruktur des Holzbalkens hervorragend durchzeichnet. Selbst feinste Grübchen im Gesicht von Daniel Craig werden plastisch dargestellt, auch der Schwarzwert kann hier glänzen. Wieder gehen einige wenige Details in den dunkelsten Bildbereichen unter, dennoch ist die Kontrastierung sehr gut. Während des Kampfes auf dem Kranausleger zeigt sich eine gute Tiefenstaffelung der beiden Kräne vor dem Ozean.

Indiana Jones und das Königreiche des Kristallschädels, 1080p/24

Hier gefallen erneut die sehr hohe Bildstabilität und die gekonnte Farbwiedergabe. Die erdigen Töne direkt in der Eröffnungssequenz, als der Armeekonvoi auf AREA 51 zurollt, gibt der 6000er mit sehr guter Sättigung und stimmigem Differenzierungsvermögen wieder. Nicht ganz begeistern die Ausfransungseffekte an Kanten, die bei bewegten Objekten ab und auftauchen. Wie durchsichtige kleine Blitze erscheinen diese und sind somit nicht mit normalen Nachziehern zu vergleichen. Ansonsten bietet der Samsung LCD-TV eine sehr hohe Bildtiefe, die besonders gut deutlich wird, als der Konvoi in die Straße Richtung AREA DVD abbiegt. Die Berge im Hintergrund arbeitet das Gerät ausgezeichnet heraus. Der Schwarzwert ist sehr gut und sogar minimal besser als beim Samsung LED-TV UE40B7090. Die Probleme mit der etwas inhomogenen Helligkeitsverteilung hat aber auch dieser EDGE LED-TV - der Kenner sieht, dass die LEDs am Rand positioniert sind und somit keine absolut gleichmäßige Ausleuchtung, auch bei einem verhältnismäßig kleinen 40 Zoll-Gerät, garantieren können

DVD

Star Wars Episode III, Filmmaterial 576i -> 1080p

Hier haben wir uns mit den Scaling- und De-Interlacing-Fähigkeiten des Samsung auseinander gesetzt und dazu die Startsequenz des Films, die große Weltraumschlacht oberhalb von Coruscant, ausgewählt. Die Star Wars-typische gelbe Schrift zu Beginn gibt der 40-Zöller exzellent wieder. Die Farbgebung ist stimmig, die Sättigung passt, und die Schrift läuft stabil und ruhig nach hinten durch. Die einzelnen Buchstaben sind bis an den Rand sauber durchzeichnet, und auch die Struktur der nach hinten weggleitenden Buchstaben bleibt beinahe komplett erhalten. Es sind kaum Zitter- oder Flimmereffekte sichtbar. Ebenfalls gefällt der anständige Schwarzwert. Der kurz darauf durchs Bild fliegende republikanische Sternzerstörer wird enorm sauber, scharf und detailreich gezeigt. Zudem brilliert der Samsung mit einer enormen Kontrastdynamik, was am Flügel, der eigentlich im Dunkeln liegt, gut sichtbar wird. Allerdings erscheint der Flügel minimal zu hell, was für ein grenzwertiges Kontrastverhältnis spricht. Der Liebhaber einer Kino-gemäßen Bildwiedergabe, das zeigt diese Sequenz wieder, ist mit einem Plasma nach wie vor dem besten bedient. Plasmas bietet zwar nicht den knackscharfen HD-Effekt vieler LCDs, wirken aber visuell natürlicher und sind mit authentischeren Kontrastverhältnissen gesegnet. Ansonsten weiß der UE40B6000 absolut zu überzeugen, denn der ruhige, gleichmäßige Flug des großen Raumschiffs wird sehr gut durch die hohe Bildstabilität und die tadellose Bewegungswiedergabe zum Ausdruck gebracht. Es sind nur minimale Flimmereffekte am vorderen rechten Bugrand auszumachen - gerade in Anbetracht der Preisklasse eine sehr überzeugende Leistung. Auch, als die Raumjäger von Obi-Wan und Anakin am Sternzerstörer vorbei fliegen, offeriert der Samsung eine sehr gute Wiedergabe. Nur ein kurzes Flimmern der Triebwerke während des Vorbeiflugs ist auszumachen. Ansonsten steht der sich langsam bewegende Sternzerstörer stabil im Verhältnis zu den sich schnell bewegenden Raumjägern. Als die beiden kleinen Objekte nach unten in die Schlacht abkippen, eröffnet der UE40B600 ein vielschichtiges Panorama mit sehr hoher Bildtiefe. Auch die in unteren Bildebenen lokalisierten Raumschiffe und Raumstationen werden scharf wiedergegeben und stehen stabil. Die Gesichter der Protagonisten werden ausgezeichnet wiedergegeben. Die Hauttöne erscheinen facettenreich und realistisch, kleine Einzelheiten der Hautoberfläche werden tadellos herausgearbeitet. Die Außenhaut der Raumjäger ist scharf, Gebrauchs- und Kampfspuren kommen realitätsnah zum Ausdruck. 

AVEC Test DVD, Videomaterial 576i -> 1080p

  • Bewegte Schrift in verschiedenen Geschwindigkeiten vor verschieden farbigem Hintergrund: Nur die schnellste Schrift flackert minimal, hier verschmieren auch leicht die Buchstaben. Die langsameren Geschwindigkeiten werden hervorragend wiedergegeben und überzeugen mit stabiler Bewegungswiedergabe und genau erkennbaren Buchstaben. Die Farbtrennung ist ausgezeichnet. Die Farbwiedergabe überzeugt durch Natürlichkeit. 

  • Pendel in verschiedenen Geschwindigkeiten: Nur die Pendelspitze zeigt leichte Doppelkonturen, Treppenstufen und Nachzieher. Das Innere des Pendels ist auch bei hoher Geschwindigkeit scharf zu erkennen. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht stabil. 

  • Bewegtes Stadtbild von Esslingen: Hier zeigt der Samsung eine exzellente Performance. Die Hausdächer werden praktisch flimmerfrei und scharf abgebildet, es ist jeder einzelne Dachziegel auszumachen. Die Bewegungsabläufe überzeugen durch Ruhe und Stabilität. Die Grünflächen der Parkanlagen werden farblich satt wiedergegeben. Als das Bild ein Moment stillsteht und das hölzerne Geländer zeigt wird, überzeugt der Detailreichtum des Bildinhaltes mit genauer Wiedergabe der Holzstruktur. 

Gaming

NFS Carbon, PS3, 720p/60

Erneut gefällt der ausgezeichnete (wenn auch nicht neue Maßstäbe setzende) Schwarzwert, auch sonst sehr satte Farbwiedergabe. Eine kurze Verzögerung zwischen Eingabe und Ausführung eines Tastenkommandos ist festzustellen. Auch bei schneller Fahrt sind keine Ruckler oder sonstige Störfaktoren zu bemerken. Der Samsung UE40B6000 verfügt über einen extra Spiele-Modus. Veränderungen am Bild sind keine festzustellen, allerdings scheint die kurze Verzögerung zwischen Befehlseingabe und Ausführung ausgemerzt zu sein. In der Bedienungsanleitung sind keine Angaben zu dem genannten Modus, außer dass Ton- und Bildeinstellungen auf "Benutzerdefiniert" und "Standard" zurückgesetzt werden.

Tuner

Guter Tuner

ARD Tagesschau, DVB-T: Der interne digitale Tuner des Samsung Gerätes verrichtet einen guten Job - wir haben bislang noch keinen Samsung Flachbildschirm mit einer besseren Tunereinheit gesehen. Bei genauem Hinsehen ist in den Bildbereichen außerhalb des Fokus zwar ab und zu Rauschen zu erkennen. Dennoch ist die Bildschärfe und Tiefenwirkung absolut dem Quellmaterial entsprechend, Kantenflimmern tritt sogar eher wenig in Augenschein. Farbwiedergabe ist sehr positiv zu bewerten, es ist kein Farbstich im Panel zu erkennen.

ARD Tagesschau, Analog TV: Auch in der analogen Sektion arbeitet der Samsung gut. Leicht erhöhtes Bildrauschen und etwas weniger Bildruhe ist aber feststellbar, die Farbwiedergabe ist ähnlich satt, Bildtiefe noch etwas zurück genommen.

Konkurrenzvergleich

Aus visueller Perspektive lohnt der Aufpreis auf den UE40B7090 nicht. Wer auf die zusätzlichen Ausstattungsmerkmale des teueren Modells verzichten und mit der etwas schlichteren Optik des 6000ers vorlieb nehmen kann, fährt aus visueller Perspektive sogar besser. Die noch eine Idee natürlichere Farbwiedergabe, die höhere Bildstabilität und der etwas tiefer erscheinende Schwarzwert sind die Vorzüge des kleineren Modells. Den enormen Kontrast und die hohe Bildtiefe, die wir schon beim UE40B7090 ausmachen konnten, bietet der 6000er in identischem Umfang. Den auffälligen violetten Farbstich mancher Samsung-Panels konnten wir ebenso wenig beim 6000er ausmachen wie ein auffälliges Rauschverhalten. Problem ist auch beim 6000er die ungleichmäßige Helligkeitsverteilung und die leichte Neigung zum Clouding. Schlechter als beim UE40B7090 fallen die Ergebnisse aber nicht aus. Verglichen mit dem älteren LE40A557P sind visuelle Fortschritte in der Mittelklasse gut zu erkennen. Die bessere Farbdarstellung, der weiter gestiegene Kontrast, der bessere Schwarzwert und die höhere Bildtiefe sprechen eindeutig für das neuere LED Modell und nicht für das ältere CCFL-Gerät, das aber homogener ausleuchtet und weniger Clouding aufweist. Verglichen mit dem Toshiba 37RV635 bietet der Samsung die höhere Bildstabilität (was daran liegt, dass erst die nächsthöhere, im Vergleich zum Samsung immer noch preisgünstigere XV-Modellserie aus dem Hause Toshiba einen kompletten 24p Support bietet - ein Test eines entsprechenden Modells folgt), die höhere Bildtiefe und die minimal sattere sowie dynamischere Farbwiedergabe. Der Bonus im Schwarzwert, den wir vermutet hätten, kommt aber nicht wirklich zur Geltung, was auch an der schon mehrfach erwähnten leicht inhomogenen Helligkeitsverteilung liegt. Mit dem Grundig Vision 9 42-9870 ist dem Nürnberger Traditionshersteller ein gelungenes Comeback geglückt - und selbst im Vergleich mit dem Samsung UE406000B schneidet der Vision 9 nicht schlecht ab: Bewegte Objektkanten sehen sauberer aus als beim südkoreanischen Konkurrenten. Der trumpft dafür mit mehr Bildtiefe und Kontrastdynamik auf. 

Fazit Bildqualität

Im Bereich der hoch qualitativen Zuspielung scheint sich der LED TV von Samsung zuhause zu fühlen. Gute 24p-Wiedergabe, sehr guter Schwarzwert und eine hervorragende Bildschärfe zeigen hier eindeutig stärken. Die Tiefenstaffelung kann gerne etwas ausgeprägter sein und Schwächen im Kontrastbereich sind bemerkbar. Hervorragend können wir die Farbwiedergabe beurteilen, auch die Plastizität gefällt ausgezeichnet. Unsere zwei Kritikpunkte betreffen die etwas inhomogene Helligkeitsverteilung mit Hot Spots in Nähe der Bildschirmecken und die merkwürdigen kleinen Bildfehler, die ab und zu an Objektkanten auftreten und sich wie kleine durchsichtige Blitze visuell äußern. Bilanzierend aber bietet der Samsung für die faire investierte Geldsumme ein ausgewogenes, stabiles und farbechtes Bild mit enormer Plastizität. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet -  hervorragend. 

Klang

Im Audio-EQ des Samsung UE40B6000 finden sich wieder die Tonmodi-Presets Standard und Musik. Im Standard-Modus wirkt der Klang homogen, leider auch nicht schwungvoll und lebendig sondern eher flach und leblos. Selbstverständlich verlangt niemand von einem TV-Gerät substantiellen und voluminösen Klang, allerdings kann das Klangbild durch die Wahl des Modus "Musik" etwas an Dynamik und Lebhaftigkeit gewinnen. Fazit Klang: Bei gesundem Pegel und nicht zuviel Anspruch kann der Samsung überzeugen, ein kräftiges Effektspektakel würde er allerdings nur mit Durchschlagenden Woofern präsentieren. Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Sehr gut.

Fazit

Der günstigste Samsung EDGE LED-TV gefällt mit schlichter, aber edler Optik und einem hervorragenden Bild, das mit enormer Tiefe, viel Kontrastdynamik, gutem Schwarzwert und authentischer Farbreproduktion aufwarten kann. Der Video-EQ stellt zudem viele praxisgerechte Parameter zur Verfügung. Die nicht ganz einheitliche Helligkeitsverteilung auf dem Bildschirm sowie die ab und zu nicht ganz unsaubere Darstellung bewegter Objektkanten verhindern hier eine neue Referenz - sehr nahe dran ist der Samsung aber am begehrten Prädikat auf jeden Fall, denn De-Interlacing und Scaling genügen bei der Zuführung von Interlaced-SD-Signalen auch gehobenen Ansprüchen. Ferner überzeugt die interne analoge sowie digitale Tunersektion mit rundherum guter Performance. Gleich vier HDMI-Eingänge warten auf Anschluss, und auch ein USB-Eingang ist vorhanden. Unverständlich ist, wieso für den Komponente-YUV und Scart Adapter beiliegen. Insgesamt aber ist der UE40B6000 gerade in Anbetracht des Marktpreises eine der günstigsten Möglichkeiten, an einen zeitgemäßen Hightech-Flachbildschirm mit beeindruckendem HD-Bild zu kommen. 

Optisch schön gestalteter LED Backlight-TV mit hoher visueller Performance und praxisgerechten Einstellmöglichkeiten

Flachbildschirme bis 40 Zoll Mittelklasse (Marktpreis)
Test 14. August 2009

+ Sehr plastisches Bild mit natürlicher Farbwiedergabe
+ Überzeugendes De-Interlacing und Scaling
+ Gut ausgestatteter Video-EQ
+ Hoher Kontrast
+ Tadelloser analoger und digitaler Fernsehtuner
+ 4 x HDMI
+ Attraktiver Marktpreis

- Leicht inhomogene Helligkeitsverteilung
- Kleine Störeffekte, die ab und zu an bewegten Objektkanten auftreten
- Scart und Komponente nur mittels mitgeliefertem Adapter möglich

Absolute Einordnung

Hier muss man festhalten, dass der versierte Aufsteiger, der einen eher kleinen Flachbildschirm aufstellen möchte, mit unserem Testgerät sehr gut bedient ist. Die Bildtiefe und die Bildstabilität können problemlos auch mit Geräten mithalten, die eine Preisklasse höher angesiedelt sind. Bei Schwarzwert und der Realitätsnähe des wiedergegebenen Kontrastverhältnisses sowie bei der Bildsauberkeit im Detail geht aber noch mehr, ebenso bei der Bewegungswiedergabe von eingehenden SD Interlacedsignalen. Hier bieten Geräte vom Schlage eines Philips LED Backlight-LCD 42PFL9803 oder eines Sony KDL-Z4500 natürlich nochmals mehr, schließlich sind sie trotz gleicher bzw. minimal größerer Bildschirmdiagonale auch deutlich teurer. Auch derjenige, der Wert legt auf Netzwerkfähigkeiten - hier zu nennen wären Netz-TV-Funktionen oder die Möglichkeit zum Mediastreaming vom PC - muss sich in höheren Preisklassen orientieren.

Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher
Datum: 14. August 2009

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