TEST: Pioneer Blu-ray-Player BDP-51FD

14.04.2009 (cr/th)

Konfiguration und Menüs, Bedienung

Grundeinstellungen

Der BDP-51FD verfügt über einen integrierten Setup-Navigator, der bei der Ersteinrichtung behilflich ist. Im einzelnen wird folgendes eingestellt:

  1. Sprachwahl für die Menüs
  2. Auswahl der Audio- und Videoausgangsbuchsen. Hier muss man festlegen, ob der BDP-51FD z.B. den Ton analog über den 7.1 Ausgang oder digitale (über HDMI oder über den koaxialen/optischen Digitalausgang) ausgeben soll. Eine parallele analoge und digitale Ausgabe von Mehrkanalton ist nicht möglich. 
  3. Auswahl HDMI High-Speed-Übertragung
  4. Videosignal-Ausgabeauflösung für die Komponenten-Buchse
  5. Seitenverhältnis fürs TV-Gerät wählen
  6. Überprüfung der Einstellungen
  7. Ausgabe des Testsignals zum Checken der Toneinstellungen

Taste "Home Menü" auf der Fernbedienung:

Home Menü

  • Medienarchiv (für Home Gallery-Funktion) 
  • Grundeinstellungen

Beispiel für Funktion des Media-Archivs: Einlegen einer DVD-R mitMP3-Musikdateien:

  • Anwahl der Funktion "Medienarchiv" nach Drücken der Home Menu-Taste auf der Fernbedienung
  • Angezeigt wird "CD-ROM" - dies bestätigt man mit der Enter-Taste
  • Anwahl Filme/Musik - auf dieser DVD-R ist nur Musik enthalten, also wählt man die weiß unterlegte Funktion "Musik"
  • Auswahlmöglichkeit im Musik-Menü: Ordner/Alle Titel
  • Nun kann ein Titel angewählt und wiedergegeben werden
  • Wiederholungs-/Zufallswiedergabe-Optionen: Aus/alle wiederholen/Titel wiederholen/zufällig

Unter Grundeinstellungen findet man: 

Video-Menü

Audio-Menü

Lautsprecher-Einstellungen

Übersichtliches Setup für die Nutzung des internen LS-Managements

Fixer oder variabel einstellbarer Signalpegel. Sehr unpraktisch, man muss erst den Setup-Navigator starten, um dann als Signalausgabe-Option (anstatt HDMI) den Mehrkanalausgang zu wählen. Der Sound kann nicht parallel (in Mehrkanal) über HDMI und über den analogen Mehrkanalausgang laufen

HDMI Menü

  • Videoausgang: Bildschirmformat 4:3/16:9
  • Audioausgabe: Dolby Digital-Ausgabe/DTS-Ausgabe/AAC-Ausgabe/DTS-Downmix
  • Lautsprecher: Audioausgabe (2-Kanal-Stereo/Mehrkanal), bei Anwahl von Mehrkanal: Lautsprecher-Größe (small/large), Kanalpegel (nur wenn als Parameter "Variable" bei Channel Level eingegeben ist. Werkseinstellung ist "fix", hier sind alle Kanäle auf maximalem Pegel)
  • HDMI: HDMI High-Speed-Übertragung aus/ein, HDMI Farbraum automatisch/YCbCr 4:4:4, 4:2:2, RGB (16 - 235, 0 - 255), HDMI-Audioausgabe automatisch/PCM), PQLS (Precision Quartz Lock System, für die Ausgabe von Stereosignalen über HDMI, die rückwärtigen HDMI Audiokanäle werden für die Bereitstellung einer Master Clock-Schaltung genutzt, die dafür sorgt, dass es praktisch keine Zeitlauffehler mehr gibt. Die hörbare Folge ist ein enorm impulstreuer, dynamischer und detaillierter Klang. PQLS ist nur im Stereobetrieb und bei aktivierter HDMI Control-Funktion verfügbar. PQLS funktioniert nur in Zusammenarbeit mit einem Pioneer AV-Receiver/Verstärker, der ebenfalls über PQLS verfügt), HDMI Steuerung (HDMI Control, Bedienung einer AV-Kette mit nur einer Fernbedienung)
  • Sprache (Menüsprache, Dialogsprache, Untertitel, BDMV/DVD-Video-Menüsprache/Untertitelanzeige)
  • Jugendfreigabe (Passworteingabe, DVD-Video-Jugendfreigabe, BDMV-Jugendfreigabe, Landescode)
  • Optionen: Priorität für Signalausgabe (Video/Audio), On Screen Display ein/aus, Einblendungen ein/aus, Hybriddisc-Wiedergabe (BD/DVD/CD), BDMV/BDAV Priorität, DivX VOD, Automatisches Abschalten
  • Setup Navigator

Taste "Display" auf der Fernbedienung:

Nach zweimaligem Drücken werden nicht nur Gesamtlaufzeit und abgelaufene Zeit, sondern auch Video- und Audio-Codec mit Datenrate angezeigt. Auch die Gesamtlaufzeit und die abgelaufene Zeit des aktuellen Kapitels werden angezeigt. 

Taste "Video Adjust" auf der Fernbedienung:

Drückt man die Taste "Video Adjust" auf der Fernbedienung, bietet der BDP-51FD zunächst verschiedene Grundprogramme zur Anpassung an das verwendete Bildwiedergabegerät an:

  • LCD
  • Plasma-TV
  • Pioneer Plasma-TV
  • Projektor
  • Profi-Monitor
  • Hinzu kommen die mit eigenen Settings belegbaren Speicherbank-Plätze 1, 2 und 3.

Hier ist festzustellen, dass der BDP-51FD mit gleich drei individuell belegbaren Speicherplätzen beste Voraussetzungen für ein unter allen Umständen überzeugendes Bild mitbringt. Der Video-EQ ist nur bei eingelegter Disc zu nutzen. Auch, wenn man auf "Pause" drückt, sind die Einstellungen aktiv. Als nächstes widmen wir uns nun den Video-EQ-Einstellmöglichkeiten.  Prinzipiell verfügbar sind:

1. Teil des Video-EQs

  1. Progressive Motion: nur bei 1.080p/60 Hz-Fix-Anwahl als Auflösung im entsprechenden Menü, bei Ausgabe "automatisch", "Quelle Direkt", 480/576i/p, 1080i nicht verfügbar. Mittels Progressive Motion ist die Bewegungsschärfe einstellbar zwischen "Bewegung" und "Standbild"
  2. Pure Cinema: nur bei 1.080p/60 Hz-Fix-Anwahl als Auflösung im entsprechenden Menü, bei Ausgabe "automatisch", "Quelle Direkt", 480/576i/p, 1080i nicht verfügbar. Modi für die korrekte Wiedergabe des Materials: Ein, Auto1, Auto2, Aus. 
  3. YNR, Reduzierung des Helligkeitsrauschens, nur anwählbar bei: 480/576i/p, 1.080i, 1.080p/60
  4. CNR, Reduzierung des Farbrauschens, nur anwählbar bei: 480/576i/p, 1.080i, 1.080p/60
  5. Flächenrauschen, Reduzierung des Flächenrauschens, nur anwählbar bei: 480/576i/p, 1.080i, 1.080p/60
  6. Kantenrauschen, Reduzierung des Kantenrauschens, nur anwählbar bei: 480/576i/p, 1.080i, 1.080p/60
  7. Detailschärfe (- 4 bis + 4): Sehr gelungene, wirksame Regelung zur Präzisionssteigerung bei kleinen Details im hochfrequenten Bildbereich. Beispiel: Testbild "Faces" von der Burosch Testbild-Blu-ray. Hier achtet man am besten auf die Kette der blonden Lady - wenn man den Detailregler aufzieht, wird die Musterung des Kreuz-Anhängers sichtbar schärfer, ohne dass das Ergebnis überscharf erscheint. Auch die "Gegenseite" überzeugt: Ist die Detailwiedergabe einer Disc überscharf und Doppelkonturen-lastig, kann man das Bild harmonischer gestalten, indem man den Detailschärferegler in Richtung "weich" bewegt. 
  8. Helligkeit: Der Helligkeitsregler verfügt zwar nur über wenige Stufen (- 4 bis + 4), diese sind in sich aber schlüssig und zeigen eine sinnvolle Steigerung oder Absenkung der Bildhelligkeit. 
  9. Kontrast: (- 4 bis + 4): Auch hier gibt es nur wenige Regelschritte, diese sind aber erneut gekonnt abgestuft und sorgen für eine wirkungsvolle Aufbesserung oder Abschwächung des Kontrastes. 
  10. Schwarzpegel (nicht aktiv bei Bildsignalausgabe über HDMI und YUV, nur bei Video und S-Video und nur bei NTSC-Material)
  11. Gamma-Korrektur (- 4 bis + 4): Bei der Gammakorrektur wird die Differenzierbarkeit der Graustufen angeglichen, ohne den Schwarz- oder Weißpunkt und somit den Gesamtkontrast zu verändern. Die Regelung des BDP-51FD funktioniert einfach und dafür erstaunlich effektiv, wie bei z.B. bei entsprechenden Graustufen-Testbildern nachvollziehen kann. 
  12. Farbton (Grün-/Rot-Balance, - 4 bis + 4)
  13. Farbpegel (- 4 bis + 4)

Alternativ kann man auch über die Taste "Tools" auf der Fernbedienung in die Videoeinstellungen kommen. Unter "Tools" sind insgesamt folgende Funktionen (BD-Betrieb) verfügbar:

  • Winkel
  • Audio
  • Untertitel
  • Audio DRC
  • Videoeinstellungen
  • Zweite Videospur
  • Zweite Audiospur
  • Video-Signalauflösung: 480/576i, 480/576p, 1.080i, 1.080p, automatisch (zwischen LCD und Bildzuspieler findet Kommunikation über die maximal mögliche Auflösung statt, Quelle direkt (Auflösung der Signalquelle wird übernommen), KEINE 720p-Signalausgabe!. Das Umschalten der Auflösung nahm nur wenige Sekunden in Anspruch (im Zusammenspiel mit Pioneer Full-HD-LCD Kuro KRL-37V und mit dem Toshiba 42ZV555D)
  • Wiedergabe

Sehr gutes Gerätedisplay

Die On Screen Menüs sind optisch attraktiv und professionell gestaltet. Die elegante Fernbedienung liegt gut in der Hand, die Navigationseinheit ist gut positioniert, wichtige Tasten für elementare Funktionen sind direkt um das Navi-Kreuz positioniert. Sehr praktisch ist die "Tools"-Taste, wer diese drückt, landet in einem Schnell-Menü für fast alle relevanten Bedien- und Einstelloperationen. Ebenfalls sehr gut sind die direkten Zugriffsmöglichkeiten auf Ausgabeauflösung und Video-EQ auf der Fernbedienung. Der Video-EQ funktioniert allerdings nur während der Filmwiedergabe und nicht, wenn der BDP-51FD auf "Stop" steht. In diesem Fall kann man den Video-EQ nicht aufrufen. Die "Play"-Taste auf der Fernbedienung könnte allerdings größer ausfallen. Auch ist der Kontrast zwischen dem schwarzen Gehäuse der Fernbedienung und den schwarzen Testen ist etwas gering. Die Navigationseinheit (beim BDP-51FD auch in schwarzer Farbe gehalten) weist aber einen knackigen, klar definierten Druckpunkt auf. Die Fernbedienung spricht bei direktem Sichtkontakt zum Gerät sehr schnell an und setzt den Funktionsbefehl in die Tat um. Das Gerätedisplay ist sehr gut abzulesen und weist einen guten Kontrast auf. Die Bedienung am Gerät selber ist ausgesprochen einfach, die etwas schwieriger zu managenden Touch-Tasten, die der BDP-LX71 mitbringt, fehlen dem BDP-51FD. Er verfügt über konventionelle, einfach zu handhabende Bedienelemente. Gesamtnote: Für die Preisklasse bietet der BDP-51FD enorm viel - das ergibt die Note "hervorragend". 

Testequipment
Bild

Blu-ray Fluch der Karibik 1, 1.080p/24 Hz:

  • Sehr exakte Zeichnung von der Reling des Segelschiffes, das Gold an der Gallionsfigur leuchtet
  • Die Gebrauchsspuren an den Segeln sind sehr gut auszumachen
  • Das Material der Taue ist genau sichtbar
  • Die Gesichter der Protagonisten sind vielschichtig herausmodelliert
  • Als die Kamera auf das kleine Mädchen am Bug schwenkt, bleibt das Bild sehr ruhig und stabil
  • Der Nebel wirkt ausgesprochen authentisch und nicht wie unscharfe Rauschmuster
  • Die Wellenbewegung erscheint plastisch und bewegungsdynamisch feinsinnig
  • Das Gesicht von Jack Sparrow erscheint sehr plastisch, gut zu erkennen ist der Glanz in seinen Augen
  • Als Sparrow die gehängten Piraten passier, sind die Stricke, an dem die Seeräuber aufgehängt wurden, bezüglich ihrer Struktur exakt erkennbar, obwohl sie teilweise im Schatten liegen
  • Die Festunganlage wird beim Kameraschwenk von eben sehr scharf durchzeichnet, jeder einzelne Stein des Mauerwerks ist erkennbar. 
  • Das Rot der Soldatenuniformen beim Festakt wirkt tief und authentisch
  • Die Robe von Elisabeth erscheint ebenfalls sehr echt - der Stoff wirkt wie zum Anfassen
  • Als Sparrow das Schiff kapert, sieht man sehr genau die Gebrauchsspuren am Holz des Steuerrades
  • Die Taue sind scharf gezeichnet, weisen aber weder Flimmern noch Überschärfungseffekte auf.

Blu-ray Casino Royale, 1.080p/24 Hz

  • Schon in der Schwarzweiß-Sequenz in Prag gleich zu Beginn des Films beeindruckt die sehr hohe Bildstabilität bei der 24p Signalausgabe
  • Der BDP-51FD realisiert ein sattes, tiefes Schwarz
  • Er zeichnet dunkle Bereiche sauber durch, erst im ganz tiefen Schwarz holen nochmals teurere Luxus-Player noch mehr Details heraus.
  • Das Bild erscheint räumlich sehr tief
  • In der Sequenz auf Madagaskar offeriert der Pioneer beim Blick von oben auf die Kampfarena eine exakte Herausmodellierung des sandigen Bodens. 

Blu-ray Baraka, 1.080p/24 Hz:

  • Die Fähigkeit des BDP-51FD, verschiedene visuelle Ebenen klar voneinander zu differenzieren, sieht man auch bei Baraka deutlich. Das Bild erscheint dadurch vielschichtig und tief, so dass der Zuschauer den Eindruck hat, richtig ins Bild hineinsehen zu können
  • Farblich neutral abgestimmt, ist der Pioneer bei "Baraka" in der Lage, genau die Intention des Regisseurs bezüglich der farblichen Einflüsse wiederzugeben.
  • Als der ältere Mann mit den Rastazöpfen auf der Erde sitzt, wirkt das wettergegerbte Gesicht ebenso authentisch wie die filzigen Haare sowie der exakt durchmodellierte Boden
  • Der Pioneer stellt die Farbe der menschlichen Haut sehr differenziert und realistisch dar.
  • Das prächtige Gebäude bei Laufzeit 8:31 wird im hochfrequenten Bildbereich ausgesprochen exakt durchmodelliert, der Kontrast zum strahlend blauen Himmel ist absolut stimmig. Die beiden Türme sind scharf und exakt gezeichnet. 
  • Die Kamerafahrt in Richtung gefliestem Boden verläuft ruhig und souverän. 
  • Parallele Bewegungsabläufe stellt der BDP-51FD scharf und ruhig dar. 
  • Bei Laufzeit 9:35 ist die beeindruckende Feinzeichnung, die der Pioneer aufbietet, erneut offensichtlich. Ganz gleich, ob der Boden oder aber rechts die goldenen Verzierungen, dem BDP-51FD entgeht kaum eine Einzelheit. 

Blu-ray, 1.080i/60 Hz, Celine Dion, A New Day, Umwandlung in 1.080p:

  • Farblich neutral und klar, mit enormer Bildschärfe
  • Langsame Bewegungen werden klar und beinahe ohne Unschärfen wiedergegeben - das ist echte Oberklasse-Arbeit
  • Verschiedene Bewegungszyklen, die parallel ablaufen, bekommt der BDP-51FD sehr gut in den Griff. Er kann eine gleichzeitig stattfindende geringe und eine sehr deutliche Bewegungsdynamik gekonnt unabhängig voneinander sowie sehr scharf präsentieren
  • Der BDP-51FD verliert auch bei schnellen Kamerschwenks nicht die Kontrolle und sichert ein scharfes, klares Bild. 
  • Der BDP-51FD realisiert auch bei dieser BD ein strahlendes Weiß und ein sehr tiefes Schwarz
  • Die Qualität der Feinzeichnung lässt auch in hinteren visuellen Ebenen kaum nach

Vergleich mit der Konkurrenz 

Der Pioneer BDP-51FD bietet ein identisch gutes Blu-ray-Bild wie der deutlich kostspieligere Pioneer BDP-LX71. Die Stärken beider Pioneer-Player liegen in der enormen Bildruhe und in der sehr hohen Schärfe und Detailtreue, die bis in hintere Bildebenen fast unvermindert anhält. Auch die neutrale Farbwiedergabe inklusive strahlendem Weiß und tiefem Schwarz ist exzellent. Schon beinahe sensationell ist, dass Pioneer diese ausgezeichnete Bildgüte nun auch in einer sehr interessanten Preisklasse offeriert. Das hat zur Folge, dass der BDP-51FD, geht es um die pure Bildqualität, klar zum "Klassenprimus" aufsteigt. Wie fein er das erstklassige Bild von "Fluch der Karibik 1" aufbereitet, ist unerreicht in der Preisregion bis 500 EUR. So viel Detailschärfe und Plastizität bieten weder der Panasonic DMP-BD60 noch der Samsung BD-P1600 oder der Samsung BD-P2500. Gut, der Pioneer kostet auch laut UVP 499 EUR - allerdings ist er für rund 400 EUR/Marktpreis käuflich zu erwerben und steht damit doch in unmittelbarer Konkurrenz zu den anderen Playern. Ein Denon DVD-2500BT realisiert sicherlich ein Bild mit noch mehr Tiefenwirkung und noch etwas mehr Farbbrillanz, aber diesen ausgezeichneten Blu-ray-Transport bekommt man auch nur dann, wenn man das Doppelte im Vergleich zum BDP-51FD anlegt. Damit ist nicht gesagt, dass der DVD-2500BT ein schlechtes Preis-/Leistungsverhältnis aufweist, aber es ist klar, dass man eine extrem gute gesamte Elektronikkette benötigt, um die visuellen Vorzüge des Denon auskosten zu können. Dass der BDP-51FD noch mehr Bildgüte als die anderen BD-Spieler seiner Preisklasse offeriert, wird dafür schon an einem leistungsfähigen 42 Zoll Full-HD LCD und erst recht an einem guten Mittelklasse-Full HD-Beamer deutlich. 

Fazit Blu-ray: Für seine Preisklasse definiert der BDP-51FD klar das aktuell Mögliche hinsichtlich einer hervorragenden Bildqualität. Er bietet enorme Schärfewerte, ohne Doppelkonturen aufkommen zu lassen, er arbeitet feine Details exzellent heraus und erzielt eine hervorragende Farbdynamik. Das von ihm erzeugte Bild erscheint plastisch und vielschichtig. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend - perfekt. 

Upscaling und De-Interlacing von DVDs (576i/50 Hz) auf 1.080p, Beispiel Star Wars Episode III :

  • Die gelbe Laufschrift zu Beginn des Films wird satt und farblich rein wiedergegeben. Die Ränder der Buchstaben sind kaum weißlich, sondern vom reinen Gelb geprägt. 
  • Auch die Teile der Schrift, die hinten im Universum verschwinden, stehen noch relativ fest
  • Die Qualität des eingebauten Scalers zeigt sich sehr schön an den vielen Sternen aus dem Star Wars-Universum, die der BDP-51FD ans Licht holt
  • Den Sternzerstörer zu Beginn des Films zeigt der Pioneer sehr scharf und detailreich. Es ist kaum Flimmern zu beobachten. 
  • Das Bild ist recht rauscharm und beinahe frei von Artefakten. 
  • Als die Jäger in die Schlacht nach unten abkippen, zeigt der BDP-51FD sein Vermögen, auch untere visuelle Ebenen sehr genau und detailreich abzubilden. Die Sternzerstörer in den unteren Ebenen erscheinen scharf durchzeichnet. 
  • Alle Bewegungsabläufe wirken stabil, nur sehr viel teurere Player bieten noch mehr Solidität und stellen das Bild noch souveräner dar. 

Upscaling und De-Interlacing von DVDs (576i/50 Hz) auf 1.080p, Beispiel Gladiator:

  • Bei der berühmten Ähren-Sequenz stellt der Pioneer Farben klar und natürlich dar.
  • Der BDP-51FD weist eine sehr feine Detaillierung auch kleiner Bilddetails auf (Kampfszenen: Kleidung der Gladiatoren, sandiger Boden). Das deutet auf einen leistungsfähigen Scaler hin. 
  • Die Tiefenwirkung des Bildes ist für die Preisklasse hervorragend und wird von keinem anderen Konkurrenten erreicht. 
  • Auch in dunklen Bildbereichen (beim Caesar im Zelt) offeriert der Pioneer eine hohe Detailtreue. 

Upscaling und De-Interlacing von DVDs (576i/50 Hz) auf 1.080p, AVEC Professional Test-DVD:

  • Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Schriften laufen beinahe ruckelfrei und mit hoher Bewegungsschärfe. Die Farbtrennung beim Übergang vom weißen in den roten und vom roten in den blauen Bereich ist recht sauber. Nur Luxusplayer verhindern ein "Ausbluten" der Farben noch besser und erzielen eine nochmals höhere Trennschärfe. Die einzelnen Buchstaben sind nur in sehr geringem Maße von Bewegungsschleiern umgeben. Die Kontrahenten sind hier sichtbar im Hintertreffen. 
  • Pendel in verschiedenen Geschwindigkeiten: Das Pendel gleitet sauber über die Linie, die bis auf ein minimales Zittern stabil steht.  Das Innere des Pendels ist auch während der Bewegung farblich klar unterteilt. 
  • Magentafarbener Siemensstern vor grünem Hintergrund, Stern bewegt sich, ebenso die vier kleinen Sterne in den Ecken: Das Bild erscheint stabil und scharf, es besteht nur eine sehr geringe Flimmerneigung. 
  • Lady in weißem Kleid vor weißem Hintergrund: Sehr schön und plastisch stellt der BDP-51FD die Dame im weißen Kleid vor dem weißen Hintergrund dar. Die beiden unterschiedlichen Bildebenen werden ausgezeichnet herausmodelliert. Während der Bewegungsabläufe sind die Arme und das Gesicht der Dame praktisch frei von störendem Flimmern. Die Bewegung verläuft nahezu ruckelfrei, die Schärfe bleibt beinahe vollständig erhalten. 
  • Stadtbild von Esslingen: Hier erreicht der BDP-51 sehr gute, aber nicht perfekte Ergebnisse. Etwas Flimmern in den Ziegeln der Hausdächer ist zu erkennen. Dafür wirkt das Grün des Rasens sehr satt und klar. 

Vergleich mit der Konkurrenz

Auch als DVD-Player befindet sich der BDP-51FD auf dem Level Pioneer BDP-LX71 und offeriert ein ausgesprochen gutes Upscaling und De-Interlacing. Der Player kann kein 720p ausgeben, was aber in der Praxis kein gravierender Verlust ist. Selbst dann, wenn man einen HD ready LCD mit 1.366 x 768 Pixeln Auflösung verwendet, sieht das von 1.920 x 1.080 Pixel auf die native Screenauflösung herunter skalierte DVD-Signal sehr gut und rein aus. Mit der Güte, die der BDP-51FD bezüglich Scaling und De-Interlacing bereit hält, können die relativ günstigen, aber preislich nicht komplett entfernten Panasonic DMP-BD60 und Samsung BD-P1600 kaum mithalten. Die enorme Bildruhe und die hohe Detailtreue erreicht selbst der für sich betrachtet ebenfalls sehr gute Sony BDP-S550 nicht ganz. Langsame Kamerafahrten stellt der BDP-51FD souveräner, weil ruhiger und sicherer, dar. Ein harter Gegenspieler ist der Samsung BD-P2500, der eigentlich mit dem Silicon Optix Reon Chip beste Voraussetzungen für ein scharfes und bewegungsstabiles DVD-Bild mitbringt. Diese spielt er auch in der Praxis voll aus. Es reicht aber nicht ganz, um gegen den BDP-51FD anzukommen - in diesem Konkurrenzumfeld ist der preisgünstig als Auslaufmodell zu erwerbende (um die 280 EUR) Samsung BD-P2500 dem Pioneer zwar am nächsten, aber erreichen kann auch er ihn nicht. Durch den sehr günstigen Marktpreis bleibt der Samsung BD-P2500 aber der Tipp für preis-/leistungsbewusste Anwender. Gesamtnote DVD-Betrieb in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Klang
  • Klang HDMI, DTS-HD Master Audio, "Baraka": Ein mächtiger, differenzierter Bass, eine feine und frische Hochtonauflösung - der Sound, den der BDP-51FD bei der digitalen Signalausgabe über den HDMI-Ausgang bereit stellt, ist beindruckend brillant und beinahe greifbar, so plastisch erscheinen die akustischen Gebilde. 
  • Klang HDMI, Dolby TrueHD, "A New Day", Celine Dion: Der Pioneer BDP-51FD bietet bei der digitalen Tonsignalausgabe über den HDMI-Ausgang ein gleichermaßen detailreiches wie lebendiges Klangbild. Der Player arbeitet die Stimme sehr präzise und klar ein, kleine dynamische Differenzen werden sauber erkannt. Die Räumlichkeit des Klangbildes begeistert. 
  • Klang HDMI, Dolby Digital 5.1, "Fluch der Karibik 1": Der Pioneer agiert ausgesprochen dynamisch und kraftvoll. Er stellt Stimmen ausgesprochen charismatisch dar und stellt Hintergrundgeräusche (z.B. das Rauschen des Meeres" sehr räumlich und atmosphärisch dicht dar. 
  • Klang interner Decoder, Umwandlung eines Dolby Digital-Signals von Bitstream in PCM, anschließend digital-analoge Wandlung und Weitergabe an den Mehrkanalausgang: Der Klang ist recht natürlich und nachdrücklich. Bassprobleme, wie sie viele interne Decoder haben, sind dem Decoder des BDP-51FD völlig fremd. Er entfaltet enorm viel Volumen und eine überraschende Räumlichkeit. Der Pegel ist aber niedriger als bei der digitalen Signalausgabe über HDMI
  • Klang interner Umwandlung eines Dolby TrueHD-Signals von Bitstream in PCM, anschließend digital-analoge Wandlung und Weitergabe an den Mehrkanalausgang: Mit erstaunlichem Feingefühl und hoher Klarheit agiert der eingebaute Dolby TrueHD-Decoder. Bei "A New Day" von Celine Dion umreißt er die Stimme Dions sehr klar und trennt die Instrumente sauber davon. Tonal ist der Decoder relativ neutral ausgelegt und überträgt das gesamte Frequenzspektrum mit erstaunlicher Gleichberechtigung. Der Bassbereich ist nicht zu voluminös, aber sehr präzise für die Preisklasse. 
  • Klang Stereo, analog: Mit lebendigem Bühnenaufbau und gutem Raumgefühl widmet sich der BDP-51FD der analogen Stereosignalausgabe. Mit seiner guten Detaillierung und der tadellosen Feindynamik ersetzt er ohne Schwierigkeiten einen herkömmlichen CD-Spieler

Klang-Fazit: Der BDP-51 spielt auch akustisch auf dem Niveau des BDP-LX71 und offeriert einen dynamischen, facettenreichen Sound bei der Signalausgabe über den HDMI-Ausgang. Analog angeschlossen, beeindruckt der interne Dolby TrueHD-Decoder mit Feingefühl und Brillanz. Als CD-Player-Ersatz agiert der kleine Pioneer BD-Spieler auch gekonnt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend. 

Fazit

Der BDP-51FD bietet erstklassige audiovisuelle Qualitäten zum fairen Kaufpreis

In seiner Preisregion ist der Pioneer BDP-51FD aktuell ohne Konkurrenz. Für Marktpreise um die 400 EUR erhält der Käufer einen Blu-ray-Player, den man problemlos an einem ausgezeichneten Full HD-Beamer betreiben kann. Das klare, plastische, kontrastreiche und dynamische Bild ist mit deutlichem Abstand das beste, was für unter 500 EUR aktuell zu bekommen ist. Auch der reichhaltig und sinnvoll ausgestattete Video-EQ ist ein Pluspunkt des BD-Spielers. Effektive Einstellmöglichkeiten und genug Speicherplätze für eigene Justagen findet man in diesen Preisregionen sonst nicht. Auch als DVD-Spieler hinterlässt der BDP-51FD im Gegensatz zu den frühen Pioneer BD-Player-Generationen einen hervorragenden Eindruck. Die hochwertige De-Interlacing- und Scaling-Einheit ermöglicht ein scharfes, detailreiches und dreidimensionales Bild. Somit ersetzt der Pioneer ohne Schwierigkeiten auch den DVD-Spieler. 

Der Pioneer BDP-51FD setzt bezüglich Bild- und Tonqualität klar die Maßstäbe in der Preisklasse bis 500 EUR

Blu-ray Bildwiedergabegeräte obere Mittelklasse
Test 14. April 2009
Preis-/Leistungsverhältnis

+ Enorm plastisches und scharfes BD-Bild

- Sehr träges Laufwerk
- Weder USB- noch Netzwerkanschluss

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Test: Carsten Rampacher, Thomas Hermsen
14. April 2009

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