TEST: Pioneer Blu-ray-Player BDP-51FD - Referenzbild zum Schnäppchenpreis
14.04.2009 (cr)


Einführung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 499 EUR und einem Marktpreis
von ca. 400 EUR stellt der Pioneer BDP-51FD den momentanen Einstieg ins
Blu-ray-Produktprogramm des Hauses Pioneer dar - wo bei anderen Anbietern das
Produkt-Portfolio aufhört, legt Pioneer gleich am Start richtig los: Ganz
gleich, ob eine besonders hochwertige Anmutung, eine stabile 1.080p/24
Hz-Signalausgabe oder ein umfangreicher Video-EQ, der mit BDP-51FD setzt
Akzente. Dolby TrueHD wird intern decodiert, D/A-gewandelt und kann über den
7.1 Analogausgang ausgegeben werden. Die Ausgabe von DTS-HD Master
Audio-Signalen ist mittels der HDMI-Buchse als Bitstream möglich. Wir haben
genau untersucht, ob der kleinste Pioneer BD-Player superbe Qualität zum fairen
Kaufpreis bietet.
Verarbeitung

Präzise integrierte Tasten

Formschöne und hochwertige Fernbedienung

Sehr saubere Gehäuseverarbeitung

Sehr gut auflösendes Gerätedisplay

Rasch und gleichmäßig herausfahrende Lade mit guter Lagerung

Akkurater innerer Aufbau

Hochwertige Stromversorgung

Für die Preisklasse nahezu perfekter innerer Aufbau
Optisch erscheint der BDP-51FD sehr elegant, die üppige Dimensionierung
des Gehäuses und die enorme Noblesse könnten dafür sorgen, dass man den
Player durchaus für ein 800 EUR-Gerät halten könnte. Man kann auch sehr genau
hinschauen - das Finish des BDP-51FD hält auch dem zweiten und dritten Blick
ohne Schwierigkeiten stand: Die exakte Einpassung der
Frontblende überzeugte uns ebenso wie die gekonnt in Szene gesetzten Details.
Zu diesen gehören die ausgezeichneten Gerätestandfüße sowie die aufwändige
Verschraubung der Rückseite - zwar nicht mit Kupferschrauben wie beim deutlich
teureren BDP-LX71, aber für die
Preisklasse wurde ein hoher Aufwand für größtmögliche Solidität im Detail
betrieben. Alle
Anschlussbuchsen sitzen fest, der auch beim preiswerten Modelle sehr gut ausgeführte
2-Kanal-Stereoanalogausgang sticht direkt ins Auge. Das
Gerätedisplay mit Punktmatrixaufösung passt zum edlen Gesamteindruck. Die
mitgelieferte Fernbedienung ist zwar nicht wie beim Pioneer Full-HD-LCD Kuro KRL-37V
aus Aluminium, sondern aus Kunststoff, trotzdem wirkt der im IR-Befehlsgeber sehr edel und hochwertig. Das Innenleben
birgt ebenfalls nur Erfreuliches: Eine hochwertige Laufwerkseinheit, die sich
deutlich von den sehr einfachen Lösungen in preiswerten BD-Spielern
unterscheidet, eine separate Netzteilsektion sowie ein sorgsames Platinenlayout dokumentieren zusammen mit der sauberen Verkabelung des hohen
Standard. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Perfekt.
Anschlüsse

Anschlussangebot
Die Anschlussübersicht:
Anschlussseitig fällt der sehr hochwertige dedizierte
2-Kanal-Audio-Analogausgang auf. Ansonsten ist alles, was von Interesse wäre,
mit an Bord, was fehlt, ist ein Netzwerkanschluss - der BDP-51FD ist somit nicht
für BD Live ausgelegt. Auch ein Cardreader oder ein USB-Anschluss sind
nicht vorhanden, was die Multimediatauglichkeit im Vergleich zu vielen
Kontrahenten einschränkt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Sehr gut - ausgezeichnet.
Aktivierung, Laufwerk (Abspielbare Formate, Einlesezeiten), Betriebsgeräusche
1. Einschalten des Gerätes aus dem Standby-Betrieb, keine Disc eingelegt:
Nach 19 Sekunden kommt der Schriftzug "No Disc" - und auf dem
angeschlossenen Bildwiedergabegerät der "Pioneer" Schriftzug. Das ist
eine Verbesserung um 6 Sekunden gegenüber dem 2008 getesteten Pioneer Blu-ray-Player BDP-LX71
Einlesezeiten:
- Blu-ray Fluch der Karibik: 48 Sekunden bis zum ersten Menü - langsam.
- Blu-ray Casino Royale: 55 Sekunden bis zum Sony-Logo - extrem lang.
- Blu-ray I am Legend: 48 Sekunden bis zum Warner-Logo - ebenfalls zu
lang.
- DVD Star Wars Episode III: 42 Sekunden bis zur "Warning" Angabe.
Vergleichswerte BDP-LX71 aus
2008:
- Blu-ray Fluch der Karibik: 50 Sekunden bis zum ersten Menü
- Blu-ray Casino Royale: 44 Sekunden bis zum Sony-Logo
- DVD Star Wars Episode III: 46 Sekunden bis zur "Warning" Angabe
Vergleichswerte Samsung BD-P1600 aus
2009:
-
Blu-ray Fluch der Karibik: 26 Sekunden bis zum ersten Menü
-
Blu-ray Casino Royale: 17 Sekunden bis zum Sony-Logo
-
Blu-ray "I'm Legend": 18,9 Sekunden bis zum Warner
Logo
- DVD Star Wars Episode III: 15 Sekunden bis zur "Warning" Angabe
Vergleichswerte Panasonic DMP-BD60 aus
2009:
- Blu-ray Fluch der Karibik: 51 Sekunden bis zum ersten Menü
- Blu-ray Casino Royale: 36 Sekunden bis zum Sony-Logo
- Blu-ray "I'm Legend": 36 Sekunden bis zum Warner Logo
- DVD Star Wars Episode III: 23 Sekunden bis zur "Warning" Angabe
Bilanz: Ein träger "Geselle" - am Laufwerks-Speed sollte Pioneer
wahrhaftig arbeiten.
Abspielbare Formate:
Wiedergabe von
• Blu-ray disc (BD-ROM, BD-R/RE) inklusive BD BonusView für zusätzliche
Inhalte
• DVD-Video (DVD-R, DVD-R DL, DVD-RW)
• AVCHD (DVD-R, DVD-R DL, DVD-RW)
• CD (CD-DA, DTS-CD, PC-Files [Nur ISO 9660 Dateisystem])
• DivX, MP3, WMA
Der BDP-51FD ist nicht für BD Live vorbereitet, ansonsten ist die Auswahl
der Formate, die wiedergegeben werden können, reichhaltig. Insgesamt ist das
Laufwerk entschieden zu langsam Allerdings arbeitet es sehr zuverlässig und stürzte
in den Testreihen nicht ab. Zudem überzeugt die niedrige Geräuschkulisse: Das
Laufwerk des BDP-51FD macht nur während des Einlesevorgangs wahrnehmbare, aber
nicht zu aufdringliche Geräusche. Im Spielbetrieb ist es praktisch nicht zu hören.
Der eingebaute Ventilator läuft leise und sorgt somit für keine unschönen Geräuschemissionen.
Gesamtnote: Befriedigend - gut.

Leise und gleichmäßig laufender Lüfter
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