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IFA-SPECIAL: Panasonics 3D-Technologie

05.09.2009 (cr)

Neuer Trend auf der IFA 2009 ist es, zusätzlich zu Full-HD auch noch 3D für ein deutliches Plus an Realität und für die Maximierung der visuellen Bandbreite einzusetzen. Die ersten 3D-Demonstrationen laufen bei fast allen marktrelevanten Anbietern. Die einzelnen Darstellungen variieren allerdings. Als besonders eindrucksvoll stellte sich für uns die Präsentation von Panasonic dar.

Panasonic setzt auf das bestmögliche Duo Plasmatechnologie und aktive Shutterbrille. Nur diese Kombination ermöglicht es derzeit, sowohl dem linken als auch dem rechten Auge jeweils ein volles Bild in 1080p Auflösung zu liefern. Alle Lösungen, die auf LCD-TVs basieren, machen entweder Kompromisse bei Auflösung und Helligkeit oder das durch die Reaktionszeit der LCD-Panels hervorgerufene Geisterbild sorgt für Disharmonien in der visuellen Darstellung. Dadurch, dass die Reaktionszeit der aktuellen Neo PDP-Panels bei nahezu Null liegt, ist ein realitätsnahes 3D-Feeling möglich. Die aktive Shutterbrille wird per Infrarot gesteuert und dunkelt entsprechend der Frequenz des Plasmas ab. Panasonic wird nach eigener Aussage der erste Hersteller mit Produkten sein, die 3D-fähig sind (auf dem Markt im 1. Halbjahr 2010). Der Aufpreis fällt moderat aus, da die aktuelle Neo PDP Plasmas sich ohnehin exzellent für 3D eignen. Genaue Preise sind noch nicht bekannt. 

Die Eindrücke aus der Vorführung waren höchst imposant. Zunächst wurde ein Toyota Formel 1 Bolide in der Box gezeigt, hier war der Raumeindruck gigantisch, man hatte den Eindruck, sich mitten in der Box zu befinden. Anschließend waren 2 Formel 1-Rennwagen auf der Strecke zu beobachten, beim View vom Cockpit aus konnte man sich als Formel 1-Rennfahrer fühlen. Der 3D-Effekt war beim Verlauf der Rennstrecke sehr deutlich zu erkennen. Weiter ging es mit Bildern der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in Peking 2008. Nicht nur, dass man hier aufgrund der vorherrschenden Dunkelheit hervorragend den guten Schwarzwert sehen konnte - auch die Bildtiefe war faszinierend (Bild mit den Trommlern). Nicht nur die räumliche Plastizität, auch die Körperplastizität hat uns sehr gut gefallen und fiel gerade bei der Panasonic Vorführung sehr gut auf. Als nächster Part war eine Skifahrerin im Rahmen eines Trailers für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver zu sehen. Als sie den Hang herunterfährt, fühlte man sich wie mitten auf der Skipiste - der umherfliegende, aufgewirbelte Schnee flog dem Zuschauer förmlich ins Gesicht. Am meisten hat uns der Kinotrailer zum neuen James Cameron Blockbuster "Avatar" fasziniert. Das "Mittendrin anstatt nur dabei"-Feeling war immens groß. Die gigantischen Kampfszenen erschienen atmosphärisch ungemein dicht, der Zuschauer hat den Eindruck, mitten ins Bild hineingehen zu können. Der Film findet, bildlich gesprochen nicht vor, sondern um den Zuschauer herum statt. 

Text: Carsten Rampacher
05.09. 2009

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