TEST: 5 x Nubert nuBox 101 plus aktiver Subwoofer nuBox AW-441 – schwäbische Kompakt-(Kl)Asse

06. August 2009 (cr)

5 x nuBox 101 plus 1 x nuBox AW-441

Einführung

Nubert möchte mit der neuen nuBox 101, die pro Stück 129 EUR kostet, viele Zielgruppen ansprechen: Der preis-/leistungsbewusste Mehrkanal-Liebhaber soll ebenso angesprochen werden wie derjenige Anwender, der ein sehr leistungsfähiges Lautsprechersystem für seinen Multimedia-PC sucht. Lieferbar ist die kompakte Zweiwege-Box mit aufwändiger Frequenzweiche in der Kombination aus schwarzem Korpus und silberner Front, Korpus in Ahorn foliert mit silberner Front, in Nußbaum foliertem Korpus mit graphitfarbener Front oder in "Black and Black" (schwarzer Korpus mit schwarzer Front). Somit bestehen genug Wahlmöglichkeiten, um die richtige nuBox 101 fürs heimische Wohnzimmer auszusuchen. Fehlt nur noch der tieffrequente Support, hier bietet sich der nuBox AW-441 für 359 EUR an, der in den gleichen Farbzusammenstellungen lieferbar ist. Wir haben für Sie getestet, ob ein Set aus 5 x nuBox 101 und 1 x nuBox AW-441 für insgesamt 1.004 EUR den Ansprüchen versierter Ein- und Aufsteiger genügt. 

Technische Eigenschaften/innerer Aufbau

Nubert nuBox 101

Nubert-typisch aufwändig fällt die Frequenzweiche der nuBox 101 aus, die mit einer Nennbelastbarkeit von 90 und einer Musikbelastbarkeit von 120 Watt brilliert. Hoch,- Tieftöner und Weiche sind zudem mittels selbstrückstellender Sicherungen gegen Überlastung geschützt. 16 Bauteile befinden sich auf der Frequenzweiche, langzeitstabile Folienkondensatoren sorgen für eine überdurchschnittlich lange Haltbarkeit. Die ganze Einheit Frequenzweiche/LS-Terminals ist solide mit dem Gehäuse verschraubt. 

Der 19 mm Hochtöner

11,5 cm Chassis mit Polypropylenmembran

Ein leistungsfähiges Magnetsystem kennzeichnet, wie üblich, auch dieses Nubert-Chassis

Die nuBox 101 ist für eine Impedanz von 4 Ohm ausgelegt und weist einen Frequenzgang von 78 bis 22.000 Hz (+/- 3 dB) auf. Mit Abmessungen von 23 x 14 x 19,7/21,1 cm H x B x T (ohne/mit Stoffrahmen) und einem Gewicht von 4 kg ist die nuBox 101 praktisch überall problemlos unterzubringen.

Nubert nuBox AW-441

Hier sieht man das Anschlussterminal des nuBox AW-441 von hinten. Sehr schön ist, dass der preiswerte aktive Subwoofer bereits eine Buchse zum Anschluss eines Kaltgerätenetzkabels mitbringt. Für das Einschleifen zwischen passive Boxen stehen solide Lautsprecherkabel-Schraubterminals zur Verfügung. Oberhalb des Netzanschlusses ist der Netzschalter zu finden. Die drei kleinen Kippschalter unterhalb der LS-Kabelanschlüsse sind sehr interessant - besonders zwei davon, der Schalter für die automatische Anschaltfunktion stellt keine Besonderheit dar. Wohl aber der Low Cut-Filter, der den möglichen Tiefgang bestimmt. In der Stellung 32 Hz ist maximaler Tiefgang garantiert, dafür sind leichte Abstriche beim maximal möglichen Pegel zu machen. In der Stellung 38 Hz ist der maximal mögliche Pegel aktiviert, dafür aber spielt der AW-441 "nicht mehr ganz so tief. Der zweite interessante Schalter hat die Überschrift "Soft Clipping" - ist er aktiviert, nähert sich der AW-441 "sanft" dem Pegel-Grenzbereich, das heißt, die Stelle, ab der es normalerweise zu hörbaren Verzerrungen und damit zu deutlichen akustischen Beeinträchtigungen kommt, wird "ausgefadet". Man verliert zwar etwas maximal mögliche Verstärkerleistung, dafür aber sichert man sich mehr klangliche Harmonie und steigert die Eignung für den Dauerbetrieb mit hohem Pegel. Die enorme mechanische Belastung, die auftritt, wenn ein aktiver Subwoofer permanent am Limit betrieben wird, fällt somit aus. 

Ein kleines Kunstwerk ist das Chassis des AW-441. Obwohl es nur einen Durchmesser von 22 cm aufweist, ist eine enorme Basskraft und ein erstaunlicher Tiefgang möglich. Dies liegt am immensen Hub - trotzdem spielt der AW-441 sauber und akzentuiert auf und neigt nicht zu unschönem, verwaschenen Spiel. In vielen Testreihen konnten wir uns von den Fähigkeiten dieses außergewöhnlichen Chassis überzeugen. Im Bild oben sind die großen Magnete gut zu erkennen. 

Auch hier sind die Magnete deutlich zu erkennen, der Chassiskorb ist zudem sehr steif und robust konstruiert

Das Gehäuse des AW-441 besteht aus 19 mm starkem MDF-Material. An der Stelle, an der das Basschassis eingepasst ist, ist die Gehäusestärke hier gut sichtbar und besonders massiv. 

Der AW-441 arbeitet nach dem Bassreflexprinzip - hier das ausgebaute Bassreflexrohr, das seinen Austritt auf der Gehäuseunterseite hat. Das Rohr ist mit vielen Schrauben sehr fest und präzise verankert. 

Elektronik im Inneren des AW-441

Saubere Verkabelung

Um die hervorragenden akustischen Eigenschaften des Chassis voll nutzen zu können, ist natürlich eine leistungsstarke Endstufe nötig. Nubert setzt hier auf Qualität, wie der große Ringkerntrafo verdeutlicht. Als Leistung nennt Nubert 190 Watt (kurzzeitige Musikbelastbarkeit) bzw. 150 Watt (langfristige Belastbarkeit). Der 14 kg wiegende kompakte Woofer kann so trotz der wohnraumkompatiblen Abmessungen von 42 x 24,5 x 38 cm (H x B x T mit Füßen, Stoffrahmen, Verstärker-Kühlrippen) ordentlich Basskraft freisetzen. 

Gesamtnote in Relation zur Preisklasse nuBox 101 plus AW-441 in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Verarbeitung außen

Sehr gute Einpassung und solide Verschraubung - Tiefmitteltöner der nuBox 101

Gute Anpassung der Schallwand an das Gehäuse

Auch hier sind die akkuraten Passungen schön zu sehen

Etwas spitze Ecken hinten

Sauber verarbeitetes Lautsprechergitter mit straffem, passgenauen Sitz und Metallstiften

Anschlussterminal  mit Kippschalter für eine neutrale oder brillante Hochtonwiedergabe (in stark bedämpften Räumen lohnt es sich, die brillante Hochtonwiedergabe zu aktivieren)

Die nuBox 101 ist in Anbetracht des sehr fairen Kaufpreises auch von außen sehr gut verarbeitet. Hochtöner und Tief-/Mitteltöner sind sauber eingepasst und hochwertig verschraubt. Die Schallwand besteht bei unseren Testexemplaren aus hochglänzendem Kunststoff in schwarz, das Finish und die Oberflächengüte sind tadellos. Auch der Spalt zwischen Schallwand und Gehäuse fällt relativ eng und gleichmäßig aus. Die hinteren Gehäuseecken sind zwar ordentlich gearbeitet, aber etwas spitz. Die Lautsprecherkabel-Schraubterminals sind vergoldet und für die Leistungsliga der nuBox 101 ausgezeichnet. Der AW-441 Aktivsubwoofer präsentiert sich optisch appetitlich arrangiert, die großen Regler für Übernahmefrequenz und Lautstärke sind auf der Vorderfront griffgünstig untergebracht. Alternativ bietet sich auch an, diese beiden elementaren Funktionen mittels der im Lieferumfang enthaltenen Fernbedienung im Scheckkartenformat zu steuern. 

Solider Standfuß des Subwoofers

Hochwertige Anmutung im Style "Black and Black"

Fernbedienung des aktiven Subwoofers

Gesamtnote nuBox 101 plus AW-441 in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet - hervorragend.

Klang

Test AV-Verstärker: Yamaha DSP-Z11
Test-BD-Player: Pioneer BDP-51FD

CDs, PCM-Stereo, aufpoliert auf Dolby Pro Logic II

Der AW-441 agiert kräftig und zugleich sauber

1. Techno Club, Volume 25, CD 2, Mixed bei Johan Gielen: Bei “Composure” (Robert Burns) besticht der klare, lebendige Sound. Für einen Lautsprecher, der gerade einmal 129 pro Stück kostet, beeindruckt die tonale Neutralität der kleinen nuBox. Die Anbindung der Kompaktboxen an den aktiven Subwoofer (Trennfrequenz im Bassmanagement des DSP-Z11 auf 80 Hz für alle nuBox 101 festgelegt) ist überragend, so dass ein erwachsener, kraftvoller Klang den gesamten Hörraum erfüllt. Gerade in Hörraum-Größen zwischen ca. 15 und rund 25 Quadratmetern dürfte sich unser Test-Set sehr wohl fühlen. Seine außerordentliche Leistungsfähigkeit stellt der AW-441 bei „Experiment Nr.2“ von Riley and Durrant unter Beweis. Der harte Bass wird ohne Dynamikeinbuße sehr nachdrücklich wiedergegeben. Der kleine Aktivbass neigt kaum zum Nachschwingen, sondern gibt die Bass-Schläge erstaunlich trocken wieder. Die Souveränität des AW-441 rührt ganz klar auch aus dem sehr effektiv arbeitenden Chassis mit großem Hub, dies hat zur Folge, dass die Leistung der eingebauten Endstufe enorm effektiv umgesetzt werden kann. Die kleine nuBox 101 feuert mit viel Dynamik und Esprit die Effektanteile des House-Tracks quer durch den Hörraum und hinterlässt dabei den Eindruck, als gäbe es kaum etwas Leichteres. Als sich verschiedene Effekte nacheinander und parallel aufbauen, zeigt die nuBox 101 ihre für die Preisklasse außergewöhnliche Differenzierungsfähigkeit. Die Hochtonelemente kommen fetzig und mit exzellenter Anpassung an Mittelton- und Bassbereich zur Geltung. 

2. Bon Jovi, Crossroad: Beim Klassiker „Living on a Prayer” zieht das nuBox-Set schon den Beginn des Stücks souverän durch und bietet dem Liebhaber kraftvoller Rockmusik ein mitreißendes Klangerlebnis. Wir würden allerdings zwecks bestmöglicher Darstellung der vokalen Elemente dafür plädieren, anstatt einer fünften nuBox 101 als Center den niBox CS-201 zu verwenden, der eine günstigere4 Abstrahlcharakteristik mitbringt, einfacher unterzubringen ist, mit 189 EUR/Stück nicht sehr viel teurer ist und vorn in der Mitte bilanzierend den stimmigeren Eindruck hinterlässt. Zwar wird die Stimme von Jon Bon Jovi auch in der von uns getesteten Konstellation schon mit guter Kontur wiedergegeben, sie breitet sich aber nicht so lückenlos in Richtung linker und rechter Frontbox aus. Die durch PLII erzeugte Surroundkulisse wird von den beiden nuBox 101 hinten sehr gekonnt zum Ausdruck gebracht. Besonders die auch im Surroundbereich spürbare Dynamik hat uns überzeugt. Bei „Keep the Faith“ zieht der AW-441 erneut alle Register seines Könnens und stellt eine nachdrückliche, schwungvolle Untermaltung des tieffrequenten Bereichs zur Verfügung. Der kleine aktive Bass erscheint nie unterdimensioniert, obwohl er kaum größer als eine Regalbox ist. Die Gelassenheit der enorm pegelfesten nuBox 101 nimmt erst bei sehr hohem Pegel (am 5.500 EURAV-Verstärker Yamaha DSP-Z11 !!!) ab – dann werden Stimmen leicht komprimiert und etwas spitz wiedergegeben. 

Klarer Hochtonbereich bei der nuBox 101


3. Johann Strauss, Walzer, Wiener Philharmoniker unter Lorin Maazel: Beim weltberühmten Kaiserwalzer beweist unser preisgünstigste Nubert-Set, dass es auch mit differenzierter klassischer Musik gut zurecht kommt. Die Mischung aus fließenden musikalischen Bewegungen und dynamisch-zackigen instrumentalen Einsätzen kommt sehr gut zur Geltung. Die Streicher, aber auch die Bläser zeigen sich von ihrer dynamischen und klaren Seite. Nur die Ausprägung kleiner musikalischer Details, dies zeigen unsere Testläufe, ist nicht allzu hoch. Dies muss allerdings gleich wieder relativiert werden, denn das nuBox-Set kostet lediglich 1.004 EUR. Dafür ist die Detailwiedergabe absolut tadellos. Unser Yamaha DSP-Z11 ist gerade bei dieser CD der absolute „Herrscher des Walzers“ – in Verbindung mit unserem KEF XQ40 5.1-Ensemble hat er hier für eine der besten Wiedergaben des Kaiserwalzers gesorgt, die wir jemals vernehmen durften. Daher wissen wir, wie gut der AV-Bolide mit dieser Disc zurecht kommt. Insgesamt jedenfalls eignet sich unser nuBox-Setup auch für Klassikliebhaber mit dem Fokus auf einem einwandfreien Preis-/Leistungsverhältnis – gerade der Verve und die Klarheit der Wiedergabe fallen ausgesprochen überzeugend aus. 

CD, PCM-Stereo, in 2-Kanal gehört

Paul Potts, One Chance: Für viele Leser dürfte es auch sehr interessant sein, wie sich das kleine nuBox-Set in der 2.1 Variante schlägt. Sicherlich kann man bei den diffizil in exzellenter Qualität wiederzugebenden Stücken der Paul Potts CD nicht erwarten, dass sich der Sound perfekt vom Lautsprecher löst. Gerade hier können teurere und vom Volumen her größere Lautsprecher mehr, was auch verständlich ist. Wie klar und lebendig die kleine nuBox 101 Potts vielschichtige Stimme wiedergibt, ist aber trotzdem sehr erstaunlich. Die Trennung instrumentaler und vokaler Elemente ist ebenfalls sehr gut, nur, als der Choral eingreift, ist die Trennung zum Orchester nicht in der letzten Einzelheit perfekt – aber, wie wir bereits erwähnten: Man muss alles in Relation zur Preisklasse sehen. Wer Klassik in Stereo in Reinkultur hören möchte, liegt bei Nubert auch goldrichtig – dann ersteht man sich 2 x nuLine 122 oder gar unser „Masterpiece2 nuVero 14. Bei den beiden großen Nubert Standlautsprechern löst sich der Klang vorzüglich von der Box, die Stimme ertönt ungemein filigran durchzeichnet. Schon die kompakte nuVero 4 verwöhnt mit brillanter Stimmzeichnung und enormer Klarheit. Wer also viel Klassik in Stereo hört, der ist mit 2 x nuVero 4 besonders gut und auch noch preisgünstig bedient. 

Blu-ray, LPCM und HD-Tonformate

Dynamisch und frisch widmet sich die nuBox 101 ihren akustischen Aufgaben 

1. Within Tempation, Black Symphony, Intro, LPCM 5.1: Hier läuft das nuBox-Ensemble zu großer Form auf und transportiert das Geheimnisvoll-Mystische des Intros sehr glaubwürdig zum Auditorium. Bei den enorm mächtigen Bässen in dieser Passage aber merkt man bei hohem Pegel, dass der AW-441 doch eher kompakt ist. Wir raten, zur akkuraten Wiedergabe dieser BD die Soft Clipping Schaltung auf jeden Fall zu aktivieren und zudem den Low Cut Filter auf die 38 Hz Stellung zu setzen. Sehr gut arbeitet das nuBox-Set den Spannungsbogen mit den vielen verschiedenen Facetten heraus – als dann nach dem Intro das eigentliche Konzert beginnt, begeistert die sehr flotte Spielweise. Die Stimme der Sängerin wird gut wiedergegeben, es fehlt nur die Ausformung des letzten vokalen Details. Die hohe Impulstreue der nuBox 101 zeigt sich beim enorm schnellen Reaktionsvermögen auch auf kurze, trockene Impulse. Insgesamt eine für die Preisklasse beeindruckende Vorstellung – für das 1-Zimmer-Apartment, fürs Home Office, fürs Jugendzimmer oder das kleinere Wohnzimmer stellt das nuBox 101 plus AW-441 – Seit eine große Kaufempfehlung dar. 

2. DJ Tiesto, Copenhagen – Elements of Live World Tour, DTS-HD Master Audio: Hier kann das nuBox Set wiederum seine grobdynamischen Fähigkeiten unter Beweis stellen, zudem muss der AW-441 sein Bass-Können dazu einsetzen, die harten Kickbässe ansprechend darzustellen. Bei „Dance4Life“ gelingt es unserem Test-Ensemble, eine räumlich eindrucksvolle Vorstellung abzuliefern, mit schwungvollem Effektaufbau und überraschend neutraler Tonalität. Vokale Elemente, der nachdrückliche Bass und die lebhafte Surroundklangkulisse mit Pfiffen der begeisterten Menge, all das nimmt das nuBox-Set tadellos auf und formt ein intensives, kraftvolles Klangbild daraus. Der harte Kickbass wird für einen 360 EUR-Aktivsubwoofer sehr gut wiedergegeben. Auch der unter dem Kickbass liegende, tiefer frequente, aber sehr schnelle Bass wird prima erfasst. Das Timing im Bassbereich ist erstaunlich präzise für ein so kostengünstiges Set. Bei „Traffic“ kommen die bereits geschilderten Tugenden ebenfalls voll zum Tragen. Die hoch liegende Pegelfestigkeit sorgt dafür, dass man auch einen durchaus leistungsfähigen AV-Receiver einsetzen kann – die kleinen 101er nuBoxen schaffen deutlich höhere Pegel, als man ihnen zutraut. Zu schwache AV-Receiver der absoluten Einsteigerklasse sollte man ohnehin nicht verwenden – der Wirkungsgrad der nuBox 101 ist trotz Bassreflexprinzip nicht überdurchschnittlich hoch. Um unschönes Clipping zu vermeiden, sollte man daher zumindest mit Geräten der unteren Mittelklasse (Marktpreise ab ca. 450 EUR) arbeiten. Mit einer frischen vokalen Wiedergabe und einer sehr guten Anbindung des aktiven Subwoofer erfreuen die schwäbischen Schallwandler bei „Back in Your Head“.
 
3. Batman – The Dark Knight, Tonspur englisch Dolby TrueHD: Schon der Film-Beginn wird mit Nachdruck und Kraft wiedergegeben . Der Tiefgang des kleinen AW-441 ist sehr beachtlich, wenngleich natürlich aufgrund der kompakten Gehäuseabmessungen ein Teil des enormen Tiefbasses, der direkt kommt, als das erste Bild des Films eingeblendet wird, fehlt. Hier muss man schon deutlich größere aktive Subwoofer einsetzen, um dieses Bassgebilde in vollem Umfang abbilden zu können. Die Schusswechsel in der Schalterhalle werden überzeugend wiedergegeben – die Schnelligkeit und der Nachdruck sind zu loben. Die Stimmwiedergabe ist gut, aber minimal zurückhaltend. Das Öffnen der Tresortür und das Aufsetzen des Bohrers ist klanglich sehr realistisch gehaltenen. Den Pumpgun-Schüssen des Filialleiters fehlt es minimal an Durchschlagskraft – hier reicht, gerade bei großer Lautstärke, die Performance des aktiven Subwoofers nicht aus. Wir raten zum Kauf von 2 x AW-441 oder zur Anschaffung eines AW-991. 

Klangliches Fazit

Problemlos spielt die nuBox 101 bis hinunter auf 70 oder 80 Hz

Das nuBox 5.1 plus nuBox AW-441 – Set überzeugt mit enormer Pegelfestigkeit, klarem, nachdrücklichen Bass, einer sehr guten Anbindung des Bassbereiches an den unteren Mitteltonbereich, einer für die Preisklasse hervorragenden Tonalität und einer schwungvollen, dynamischen Wiedergabe. Die Feindynamik ist in Anbetracht der Preisklasse ebenfalls tadellos. Die Räumlichkeit im Surroundbetrieb gefällt – es wird ein facettenreiches und erwachsenes Klangbild offeriert. Zu schwachbrüstige AV-Verstärker sollten nicht verwendet werden. Zum einen kann man dann die Top-Pegelfestigkeit nicht ausnutzen, zum anderen ist der Wirkungsgrad der nuBox 101 nicht überdurchschnittlich – dafür werden praktisch keine von einer unzureichend konstruierten Bassreflexöffnung resultierenden Strömungsgeräusche erzeugt, und die Präzision im Bereich zwischen 100 und 150 Hz liegt hoch. Insgesamt präsentiert sich das nuBox-Enseble als die ideale Ergänzung für AV-Receiver der unteren Mittelklasse und der Mittelklasse. Es fühlt sich in Hörräumen zwischen knapp 15 und rund 25 Quadratmetern am wohlsten. Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet – hervorragend.

Fazit

Pegelfest und klanglich neutral: Das nuBox 101 Set zusammen mit dem AW-441

Nubert hat mit der nuBox 101 eine gleichermaßen leistungsfähige wie kompakte und preisgünstige Lautsprecherbox auf den Markt gebracht, die durch ihre tonale Neutralität ebenso überzeugen kann wie durch die hohe Pegelfestigkeit. Der innere Aufbau ist sehr sorgfältig, auch die Verarbeitung außen weist gerade in Anbetracht des Kaufpreises keine Schwächen auf. Die Optik ist unauffällig, zeitlos und schlicht, so dass sich der kleine Regallautsprecher perfekt in viele Wohnlandschaften integrieren kann. Der aktive Subwoofer nuBox AW-441 ist die akustisch perfekte Ergänzung, das Zusammenspiel der aktiven und passiven Nubert-Komponenten funktioniert sehr gut. Es entsteht kaum eine feststellbare klangliche Lücke. Bedingt durch die sehr gute Performance der nuBox 101 kann man die Trennfrequenz am AV-Receiver bedenkenlos auf 70 oder 80 Hz einstellen. Die Reserven im Bassbereich sind gerade für kleinere Lokalitäten zwischen 15 und 25 Quadratmeter ausgesprochen üppig. Der Tiefgang des AW-441 ist für einen so kompakten aktiven Bass hervorragend - nur der wahre Home Theatre-Fan wird die raumfüllende Darstellung subtiler Bassgebilde vermissen - aber zaubern kann selbst Nubert nicht. Insgesamt stellt das von uns unter die Lupe genommene Set eine hervorragende Einstiegsmöglichkeit in die Welt universeller, hochwertig klingender Mehrkanal-Sets dar.

Leistungsstarkes und kompaktes 5.1-Mehrkanal-Ensemble mit hochwertiger Verarbeitung und neutraler Tonalität

5.1-Mehrkanal-Lautsprechersets untere Mittelklasse
Test 06. August 2009
Preis-/Leistungsverhältnis 9,5 von 10 Sternen

+ Hohe Pegelfestigkeit
+ Tonal erstaunlich neutral
+ sehr gute Anbindung des aktiven Subwoofers
+ Sehr hohe Grobdynamik
+ Gute Feindynamik
+ Hochwertiger innerer Aufbau aller Komponenten
+ Zeitlose Optik und tadellose Gehäuseverarbeitung
+ Günstiger Kaufpreis

- Wirkungsgrad nicht perfekt
- Etwas spitze hintere Gehäuseecken

Test: Carsten Rampacher
Datum: 06. August 2009

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