UPDATE XXL-CHECK: Die Bildqualität der von AREA DVD getesten LCD- und Plasma-TVs im Vergleich
29. September 2010 (cr)
Einleitung
Wer heute vor der Entscheidung steht, welcher Flachbildschirm gekauft werden
soll, sieht sich einem enormen Angebot am Markt gegenüber - es ist nicht
einfach, den LCD oder Plasma ausfindig zu machen, der genau zum
Anforderungsprofil passt. Auch wir können natürlich nicht jeden Flatscreen,
der interessante Ausstattungsmerkmale und somit die Chance auf eine hohe
Bildgüte mitbringt, unter die Lupe nehmen. Aber wir können die in der letzten
Zeit getesteten LCDs und Plasma-Bildschirme, die wir in Preview oder Test
miteinander vergleichen konnten, in ein Gesamtgefüge einordnen. Dies
zeigt dann nicht nur, welches Gerät für welchen Anwender geeignet ist, sondern
auch den Fortschritt der Technik. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!
Der XXL-Check - die Bedingungen
Wichtig ist es natürlich, die Vergleichsbedingungen klar zu stellen. Wir
haben grundsätzlich, es sei denn, es ist explizit anders erwähnt, den
Anschluss über HDMI gewählt. Die HDMI-Kabel waren alle identisch und stammen
aus dem Hause Real Cable. Von diesem Anbieter sind auch die HDMI-Splitter, mit
deren Hilfe wir das identische Signal auf mehrere Bildschirme verteilt haben.
Wir haben von Null externem Lichteinfall über normalen externen Lichteinfall
(typische abendliche Wohnzimmer-Atmosphäre, z.B. ein Familienmitglied liest im
Wohnzimmer, mehrere kleine Lampen sind an, andere Familienmitglieder sehen fern
oder schauen sich einen Film an) bis hin zu deutlichem externen Lichteinfall
(Fernsehen am Tage mit Sonnenlicht von außen) getestet. Überprüft wurden
folgende Faktoren:
- Wiedergabe von 3D Blu-rays
- Wenn vorhanden, Güte der Wandlung des TVs von 2D in 3D
- Wiedergabe von Blu-rays in 1.080p/24 Hz
- DVD-Wiedergabe eines in 576i oder 576p eingehenden Signals von einer DVD
- Die Qualität des TV-Tuners (SD-Kabel analog, digital, SAT-digital SD/HD)
Zusätzlich bei 3D-fähigen Modellen:
- Wandlung 2D in 3D
- Darstellung von nativem 3D-Material
Unsere Zuspieler:
Weitere Informationen zur Thematik Bildqualität bei
Flachbildschirmen (2D und 3D-Links)
Bitte beachten
- Je nach Produktionscharge kann es Abweichungen bezüglich der
Panelqualität geben (Farbstiche, Rauschverhalten).
- Für die präzise Kalibrierung Testbilder verwenden. Wir empfehlen für die Einstellung von Full-HD-Flachbildschirmen auch Full
HD-Testbilder.
- Bei der Einstellung des Video-EQs im Flachbildschirm den Video-EQs im
Zuspieler in neutraler Stellung lassen.
- Wichtig: Erst Helligkeit, dann Kontrast einstellen.
- Die Ergebnisse bezüglich der Bildqualität können stark aufgrund
unterschiedlicher Lichtverhältnisse am Aufstellungsort variieren
LCD vs. Plasma
Oft werden wir gefragt, ob einem LCD- oder einem Plasma-TV der Vorzug gegeben
werden soll - hier eine kurze Vor-/Nachteilübersicht:
pro LCD:
- Höhere Gesamtbildschärfe
- Geringere Panel-Rauschneigung
- Mehr Bildhelligkeit
- Praktisch kein Flächenflimmern
pro Plasma:
- Mehr Natürlichkeit im Bild
- Besserer Schwarzwert - Plasma arbeitet mit selbst leuchtenden Plasmazellen
und ohne Hintergrundbeleuchtung
- Keine Nachzieheffekte, größerer Betrachtungswinkel
- Bild näher am bei vielen Anwendern beliebten Kino-Bild (augenfreundlich)
Immer noch kann bilanzierend festgehalten werden: Der Filmliebhaber, der im
abdunkelten Raum seine Lieblings-Movies in hoher Qualität genießen möchte,
fährt nach wie vor mit einem Plasma besser. Wer hingegen auch bei deutlichem
externen Lichteinfall Fernsieht und eine enorme Bildschärfe sowie eine hohe
Bildhelligkeit favorisiert, liegt mit einem LCD richtig. Aufgrund neuer
Technologien (LED Backlight - Full LED mit Local Dimming-Funktion) ist der
Schwarzwert bei LCDs, die mit dieser Technologie ausgestattetet sind, so viel
besser geworden, dass manch aktueller LED Backlight TV schon beinahe
Plasma-Level erreicht.
Fachbegriffe
Zum besseren Verständnis der nun folgenden Texte erläutern wir zwei
grundlegende Themen in aller Kürze:
- 3D: Fähigkeit eines Flachbildschirms, dreidimensionale Bilder
darzustellen. Erforderlich hierzu ist eine sogenannte aktive Shutterbrille,
die der Zuschauer aufsetzt. Man unterscheidet zwischen der Darstellung von
nativem 3D Material, welches auf 3D Blu-rays und in geplanten
TV-Übertragungen enthalten ist, und der Wandlung von konventionellem
2D-Material in 3D, diese Wandlung führt in Echtzeit die Elektronik des
Fernsehers durch. Achtung: Nicht jeder 3D-fähige Fernseher beherrscht diese
Wandlung. Es gibt Modelle von Philips und Panasonic z.B. die nur natives 3D
Material darstellen können.
- Upconversion von 576i auf 1080p: Normales DVD-Material und Standard
Tunermaterial liegt in 576i - genauer gesagt in 720 x 576i, der
"alten" PAL-Auflösung, vor. Ein Full HD Panel weist eine viermal
so hohe Auflösung von 1920 x 1080 Pixel auf und akzeptiert anstatt
Halbbildern (i, interlaced) nur Vollbilder (p, progressive). Daher muss
die interne Elektronik des Flachbildschirms, rechnet nicht der Blu-ray/DVD-Player
oder der AV-Receiver die DVD-Signale von 576i auf 1080p hoch, eine
Hochkonvertierung durchführen. Wird der interne Tuner benutzt, wird bei PAL
Material immer die bordeigene Elektronik hochkonvertieren. Übrigens - ARD
und ZDF sowie Arte strahlen in 720p aus, hier muss der TV auch auf 1080p
hochskalieren, ein De-Interlacing (aus Halbbildern werden Vollbilder
errechnet) ist nicht mehr notwendig.
Unsere Ergebnisse

Medion 40-Zoll Edge-LED-TV Life S16000 - Eleganz trifft auf Bildstärke
Medion ist zu einer Marke geworden, die mehr und mehr auch für
versierte Anwender interessant wird - bester Beweis ist der 40-Zoll
Edge-LED-TV Life S16000. Er führt sich glänzend in unserer Redaktion ein,
denn er bietet viele zeitgemäße Hightech-Merkmale, die ein erstaunlich gutes
Bild garantieren. Der prima Schwarzwert, die stabile Wiedergabe von
24p-Signalen, die ausgezeichnete Farbtreue, die hervorragende Plastizität und
der sehr breite Blickwinkel des Displays sorgen für reichliche Punkte auf dem
Konto unseres Testkandidaten. Die einfache Bedienung, die tadellose Verarbeitung
und die praxisgerechte Ausstattung sind ebenfalls zu loben. Abzüge gibt es für
den fehlenden HD-Sat-Tuner, die integrierten Tuner aber bieten allesamt ein
gutes Bild und können sich ohne Probleme auch mit starken Konkurrenten
messen.

Toshiba EDGE LED LCD-TV 40VL733 - Ausstattungs-Champion mit Top-Bild
Der Toshiba 40VL733 präsentiert sich in vielversprechender
visueller Verfassung. Neben der sehr hohen 24p Stabilität gehören auch der
reichhaltig ausgestattete Video-EQ, das lebendige sowie natürliche
Blu-ray-Bild und die tadellose Upconversion besonders von SD-Filmsignalen zu den
Vorteilen. Bei der Wandlung von Videosignalen von SD nach HD agiert der VL gut,
aber nicht so meisterlich wie bei Filmmaterial. Hier gibt es talentiertere
Kontrahenten, vornehmlich aus dem Hause Sony. Die Edge LED-Technik hat Toshiba
sehr gut umgesetzt. Die Helligkeitsverteilung ist prima gelungen, zudem ist der
Schwarzwert tief und gehört mit dem Besten, was in der Preisliga gerade geht.
Die angenehme Farbwiedergabe, klar und mit akkuraten Farbsäumen, wird nur durch
den leichten Magentastich unseres Testpanels leicht getrübt. Bedenkt man, dass
der üppig ausstaffierte elegante Flachbildschirm mit 1199 EUR (UVP) durchaus zu
den bezahlbaren Geräten gehört, ist die Leistung wirklich rundherum
überzeugend. Auch sehr gut gelungen - die Kontrastdynamik, die es nur im
letzten Detail an Durchzeichnung missen lässt. Was wir beim 40VL733
vermissen, ist ein digitaler Sat-Tuner, dieser ist erst im teureren Modell
40VL743 mit dabei.

Samsung 3D Edge LED-LCD UE40C7700 - Ultraflach und üppig
ausgestattet
Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1999 EUR offeriert
Samsung den UE40C7700, einen
ultraflachen 3D Edge LED Backlight LCD-Fernseher im 40 Zoll-Format. Im Vergleich mit
den letztjährigen EDGE LED-Bauserien 6000 und 7090 können wir deutliche Steigerungen
hinsichtlich der Bildgüte im 2D-Betrieb nachvollziehen. So konnte die schon bei den Geräten UE40B7090
und UE40B6000 sehr hohe Plastizität nochmals
verbessert werden. Die ins Satte tendierende Farbwiedergabe ist typisch für
Samsung-Geräte und auch der neuen 7700er Serie eigen. Das extrem geringe
Panelrauschen konnte gegenüber den 2009er Modellen nochmals verringert werden.
Der Schwarzwert ist sehr gut und stellt bei den endgültigen Serienmodellen im Vergleich zu den
2009er-Modellen eine deutliche Verbesserung dar. Weiterer gut sichtbarer Vorzug
- die Verteilung der Bildhelligkeit ist bei den 2010er Edge LED TVs deutlich
besser geworden. Der Kontrast von feinen
Strukturen in dunklen Bildbereichen wurde ebenfalls verbessert, bietet im
letzten Detail aber noch Optimierungsbedarf. Die
Gesamtbildschärfe stieg ebenfalls etwas. Die Bildsauberkeit ist sehr hoch.
Optimiert wurde der Blickwinkel (nun hervorragend, man kann problemlos mit
mehreren Personen schauen), reduziert wurde das Überstrahlen heller
Bildbereiche bei stark kontrastierenden Bildanteilen. Neu hinzu gekommen ist die
tadellose gelungene 3D-Funktion, die sinnvolle Einstelloptionen mit ordentlichen
Resultaten zu verbinden weiß. So können visuelle Ebenen im 3D-Modus bei
Zuführung von 3D-Material deutlich besser unterschieden werden, minimales
Bildzittern und leichter Versatz bei diagonalen Linien sind aktuell als kleine
Nachteile anzuführen. Gesamt- und Körperplastizität sind tadellos, der
Tragekomfort der aktiven Shutterbrille liegt dank ergonomischer Form und
geringem Gewicht hoch. Kleiner Nachteil: Das Flackern bei aufgesetzter Brille,
was vom hell/dunkel-Wechel beim augenselektiven Bildaufbau herrührt. Dieses
stört aber nur, wenn man bei deutlichem externen Lichteinfall Quellen in 3D vor
einer weißen bzw. hellen Wand betrachtet. Sehr gut gelingt dem 7700 die
Wandlung von 2D Material in 3D. Die Gesamtplastizität steigt, das Bild ist auch
in hinteren Ebenen relativ scharf. Störendes Ghosting
tritt ebenso wie bei der Wiedergabe von nativem 3D-Material kaum auf. Prima ist
auch, dass die Samsung 7700er Reihe im 3D-Modus nicht allzu empfindlich
gegenüber Kopfbewegungen ist und einen weiten Blickwinkel offeriert. Sehr gut
hat uns auch der eingebaute HD-fähige Satellitentuner gefallen, der saubere und
scharfe Bilder produziert.

Samsung 3D-LED-LCD
UE46C8790
800 EUR mehr als der UE40C7700 kostet der UE46C8790 im 46
Zoll-Format. Zusätzlich zur 7700er Serie verfügt der 8790er Serie noch über
Smart LED zur Steuerung der LED-Hintergrundbeleuchtung. Visuell kann sich der
8790 im Vergleich zur 7700er Serie im 2D-Betrieb nochmals steigern. Die
Kontrastdynamik im Detail ist besser und der Schwarzwert erscheint noch etwas
satter. Die Farben sind auch beim 8790 sehr intensiv, erscheinen aber nicht ganz
so satt wie bei den 7700er Modellen und tendieren somit etwas mehr in Richtung
farblicher Neutralität. Der effektive und umfangreiche Video-EQ ist dem 8790
ebenso wie dem preiswerteren 7700 eigen. Auch die praktischen Hilfetexte zum
einfacheren Gebrauch ist ein Kennzeichen beider Samsung LED LCDs. Im 3D-Betrieb
konnten wir keine großartigen Benefits ausmachen, die die 8790er Reihe
gegenüber den einfacheren 7700er Modellen auszeichnet. Der etwas bessere
Schwarzwert macht sich bezahlt, auch die leicht gesteigerte Kontrastdynamik. Die
Vorteile fallen aber gerade im 3D-Betrieb so gering aus, dass wir für den
preis-/leistungsbewussten Hightech-Liebhaber auf jeden Fall den 7700er empfehlen
können - das hier Gebotene ist bereits extrem gut, der Mehrpreis
(diagonalenbereinigt rund 400 EUR - der UE40C8790 kommt auf 2399 EUR UVP) muss
nicht angelegt werden, zumal es für die 400 EUR schon den
BD-C6900 als 3D-fähigen und sehr bildstarken Blu-ray-Player gibt.

Sony 40 NX7
Ganz neu aus der 2010er Kollektion ist ein 40 Zoll messender
Vertreter von Sonys NX-Serie zu Gast in unserer Redaktion. Bezüglich der
Schönheit des Designs kann man nur sagen - unbedingt anschauen, sehr gelungen.
Und wie steht es um die Bildqualität? Auch hier lohnt sich ein Kennenlernen.
Der EDGE LED-LCD ist zwar mit rund 1500 EUR recht kostspielig, kokettiert dafür
aber auch mit hoher Bildschärfe und prima 24p-Darstellung. Auch die
Plastizität gefällt, wenngleich hinsichtlich der Tiefenstaffelung nochmals
mehr geht. Insbesondere trifft dies aber auf Plasma-Konkurrenten ab 42 Zoll zu.
Für einen LCD ist der Sony gut unterwegs. Für einen LCD wählt der Sony den
eher untypischen Kino-Look bei der Bild-Gesamtdarstellung, was wir sehr
befürworten. Anstatt eines aufdringlichen, enorm gesättigten Bildes wird hier
ein realistischer und zugleich sehr angenehmer Bildeindruck ermöglicht. Der
Schwarzwert ist gut und bewegt sich an der Spitze des Klassendurchschnitts,
vermag aber keine neuen Maßstäbe zu setzen. Dies gelingt auch dem Blickwinkel
nicht - wer weit außen sitzt, muss mit visuellen Einbußen rechnen. Ordentlich
fallen unsere Bewertungen von Upscaling und De-Interlacing aus. Das Bild
erscheint detailreich und relativ stabil. Das De-Interlacing von Film- und
Videomaterial gelingt dem Sony ausgezeichnet.

Sony 3D-TV KDL-40HX805 mit Dynamic EDGE LED
Ein Traum von einem Fernseher: Mit dem KDL-40HX805
für 1999 EUR ist Sony ein hervorragendes Fernsehgerät gelungen -
bereits mit der preisgünstigsten 3D-TV-Serie des Hauses bleibt kaum ein Wunsch
unerfüllt. Die hervorragende Bildqualität bereits im 2D-Betrieb qualifiziert
den Flachbildschirm auch für Anwender, die 3D eher als "nice to have",
aber nicht als unbedingte Notwendigkeit ansehen. Plastisch, detailscharf und
rauscharm, begeistert der 40-Zöller über alle Maßen und trumpft mit dem
besten Schwarzwert auf, den wir bislang bei einem Edge LED-TV gesehen haben.
Auch der Kontrast überzeugt rundherum - Beweis dafür, dass Sonys Dynamic
Edge-Technologie tadellos arbeitet. Die Umwandlung von 2D- in 3D-Material
gelingt sehr gut und weist nur noch sehr geringe Schwächen auf. Dafür, dass
2010 die erste Generation von 3D TVs mit diesem zusätzlichen Feature auf den
Markt gekommen ist, sind die Leistungen beeindruckend. Überragend ist die
Darstellung von nativem 3D-Material - tolle Bewegungswiedergabe, kaum Ghosting
und eine herausragende Bildschärfe bis in die hinteren Ebene sorgen zusammen
mit dem auch im 3D-Betrieb hellen und kontrastreichen Bild für Freude beim
Betrachter. Die auftretenden, durch die aktive Shutterbrille bedingten Farbverfälschungen
halten sich ebenfalls in Grenzen. Als Hauptnachteile müssen der zu geringe
Betrachtungswinkel und die Empfindlichkeit gegen Kopfbewegungen im 3D-Betrieb
angeführt werden - Sony nahm diese beiden Faktoren in Kauf, um dafür bei allen
anderen Parametern zu glänzen, irgendeine "Achillesferse" hat jedes
noch so gut und schlüssig konstruierte System. Die mitgelieferten
3D-Shutterbrillen sind bequem und auch für Brillenträger geeignet. Fernab der
3D-Qualitäten beweist der 40HX805 auch mit einer praktisch fehlerfreien
Upconversion von eingehenden 576i Signalen auf 1080p seine Klasse. Der effektiv
arbeitende Video-EQ ist ein weiterer Pluspunkt.

Philips 40PFL8605 - EDGE LED LCD-TV mit 3D-Wiedergabe, 200Hz, Ambilight & DLNA
Unser nächster Kandidat in der 40 Zoll Liga besticht durch sein
elegantes, nobles Design - der Philips 40PFL8605
(UVP 1899 EUR ohne 3D Upgrade Kit) kann aber noch viel mehr, als gut auszusehen.
Gerade im Blu-ray-Betrieb gefallen die hohe Bilddynamik, das tiefe Schwarz und
die enorme Detailtreue. Visuelle Ebenen modelliert der Niederländer generell
hervorragend durch, ganz gleich, ob in 2D oder in 3D. Möchte man ein Bild in 3D
genießen, benötigt man zwingend natives 3D-Material und somit einen
3D-Blu-ray-Player, denn die Wandlung von 2D nach 3D beherrscht der Philips
nicht. Bei der 3D Wiedergabe beeindrucken Tiefengefühl und Klarheit, die
Bildschärfe nimmt in den hinteren Ebenen nur leicht ab. Weniger erfreulich sind
die Sync-Probleme, die ab und zu zwischen TV und Brille auftreten. Sehr
nützlich sind teilweise die elektronischen Bildverbesserer, die 200 Hz Funktion
ermöglicht flüssige Bewegungsabläufe bei gleichbleibender Schärfe. Im
Vergleich zum KDL-40HX805
wirkt das Bild nicht ganz so Kino-like, sondern etwas farbintensiver,
wenngleich nicht ganz so deutlich gesättigt wie beim UE40C7700
aus dem Hause Samsung. Leider unterliegt der Philips Sony und Samsung beim Thema
Upconversion von 576i auf 1080p - hier sind die Ergebnisse zwar gut, das Bild
besonders beim starken Sony wirkt aber stabiler, schärfer und neigt noch
weniger zur Artefaktebildung.
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