TEST: KEF Aktivsubwoofer Reference 209 - Bassbolide mit 1000 Watt und 45 cm Chassis
15.05.2009 (cr)

Einführung
KEF hat mit dem Reference 209, zu haben in seitenmattem Finish für 11.499
EUR und in Hochglanz-Ausführung für satte 11.999 EUR, einen aktiven Subwoofer
der absoluten Superlative auf die Beine gestellt. Auf der High End 2008 wurde
der tieffrequente Könner der Öffentlichkeit vorgestellt, und wir hatten nun
die Gelegenheit, den Luxus-Bassboliden mit geschlossenem Gehäuse ausführlich zu testen. Der
Anschaffungspreis entzieht sich den Maßstäben von "Otto
Normalverbraucher" gänzlich - schon die Vorstellung, für 12.000 EUR eine
AV-Anlage (komplette Kette inklusive aller Komponenten) zu besitzen, ist für
sehr viele Anwender Utopie. Sehr verständlich, gerade wenn man die momentane
wirtschaftliche Situation mit ins Kalkül zieht. Trotzdem - es gibt potentielle
Käufer, die sogar viele Jahre Geld zurücklegen, um sich eine traumhaft
klingende Anlage als großen Wunschtraum irgendwann erfüllen möchten - und
solche sehr versierten, erfahrenen und im höchsten Maße anspruchsvollen
Anwender bekommen glänzende Augen, wenn sie den Reference 209 betrachten: Ein
riesiges 450 mm Basschassis, eine ausgeklügelte Einmessautomatisch zur
optimalen akustischen Anpassung an den Hörraum und eine Füllung des Gehäuses
mit Aktivkohle-Elementen - der Reference 209 ist Luxusinstrument, Prestige- und
Technologieträger par Excellence. Was KEFs Premiumprodukt in der täglichen
Hörpraxis leistet, klärt unser Testbericht.
Verarbeitung

Integriertes, großes Display mit Punktmatrixauflösung

Unterseite

Spikes aus massivem Metall

Akkurat eingepasstes Anschlussfeld

Sehr hochwertige Cinch-Buchsen

Alles ist solide verschraubt

Gut verarbeitete Fernbedienung zur Steuerung aller Funktionen

Hervorragende Oberflächenqualität
Die Verarbeitung ist, passend zum enormen Kaufpreis, beispielhaft. Die
makellosen Oberflächen unseres Testgerätes in Hochglanz Walnuß-Ausführung
sind von bestechender Reinheit und optischer Tiefe. Allein schon mit der Hand
vorsichtig über das Gehäuse zu streichen, verdeutlicht, was Premium-Qualität
in letzter Konsequenz heißt. Wer allerdings kein Faible für handwerklich
meisterliche Fertigungsqualität mitbringt, darf dieses Experiment auch getrost
sein lassen. Perfekt ist das riesige 450 mm Chassis integriert, die
Stoffabdeckung sitzt perfekt und ist sehr robust. Optisches Spezial-Kennzeichen
ist das ansprechend auflösende Display vorn oben links. Mittels diesem werden
alle relevanten Einstellungen getätigt. Die Gehäusekanten sind sorgfältig
gearbeitet, ebenso die Geräterückseite. Besonders hochwertige Cinchbuchsen und
Lautsprecherkabel-Anschlüsse dürfen in Anbetracht des Preises als
selbstverständlich dienen - weniger wäre hier schlicht und einfach nicht
angemessen und würde zu einer Abwertung führen. Die XLR-Anschlüsse sind
sauber eingepasst, alles ist akkurat und solide verschraubt. Löst man die
komplette Elektronik nebst Anschlussfeld vom Rest des Gehäuses, so fällt auf,
dass der Rest im Gehäuse aufwändig abgeschirmt ist, so dass sich mögliche
Störungen zwischen Chassimimik und Endstufen/DSP-Elektronik erst gar nicht
anbahnen können. Das Gehäuse ist von Innen komplett mit Bitumen beschichtet.
Der Reference 209 ruht auf soliden Standfüßen aus Metall. Das gesamte
Zubehör, zu dem auch eine sehr sauber verarbeitete Fernbedienung gehört,
ist in einer edlen Holzkiste verpackt, so dass man zunächst beim Anblick der
Kiste denkt, KEF hätte, um den Erwerb des Reference 209 richtig zu feiern,
gleich einen Humidor mit kubanischen Zigarren beigelegt. Bilanzierend ist der
Reference 209 auch in Bezug auf das Finish ein echtes First-Class-Produkt, die
Verarbeitung ist bis ins letzte Detail sehr edel und hochwertig. Gesamtnote in
Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Die Elektronik ist aufwändig geschirmt und in einem separaten
Gehäuse untergebracht

Hochwertige Elkos

Sorgfältiger Aufbau

Übersichtliche Verkabelung
Technik, Funktionen und Konfiguration
Unter dieser Rubrik haben wir alles Wissenswerte zu diesem Ausnahme-Subwoofer
zusammengetragen - vom Lieferumfang über die Anschlüsse bis zu den technischen
Details.
Lieferumfang

Zubehör, das in einer edlen Holzkiste präsentiert wird.
Hervorzuheben ist auch das noble Messmikrophon

Zubehörkiste in geschlossenem Zustand
- Aktiver Subwoofer
- Fernbedienung
- Mikrophon
- Spikes
- Mikrophon-Anschlusskabel
- Vollmetal-Spikes
- Edle Holzbox
Anschlüsse

Anschlussauswahl
Der Reference 209 verfügt sowohl über unsymmetrische Cinch- als auch über
symmetrische XLR-Anschlüsse - hier die Übersicht:
- XLR-Anschluss für Mikrophon
- Line Input LFE Cinch und XLR (1 x XLR, 1 x Cinch)
- Stereo-Cinch-Eingang
- Stereo-LFE-Eingang
Chassis

Hochwertige selektierte Bauteile fürs Basschassis

Enormer konstruktiver Aufwand

Korb
Das Chassis wird in England von Hand zusammengebaut und weist alle Merkmale
einer außergewöhnlich hochwertigen Konstruktion auf - hier die Eigenschaften
und Spezifikationen im Überblick:
- 45 cm Durchmesser
- 6 cm linearer Hub (ohne aus Magnetfeld rauszukommen)
- 75 mm Schwingspulendurchmesser, Schwingspule zweilagig gewickelt
- Magneten mit 8 cm konstanter Magnetfeldbreite innerhalb und außerhalb der Schwingspule (Neodym-Magneten in Edelstahlgehäuse)
- 2 Zentrierspinnen für präzise Führung (Doppelaufhängungssystem)
- Kabelführung zur Schwingspule: Kabel sind in Zentrierspinnen integriert, lose Kabel würden durch die Alu-Folie am Konus unter Umständen einen Kurzschluss herbeiführen
- Basstreiber wiegt 24 kg
Einmesssystem
- Benutzerführung per Display und Fernbedienung
- Zuerst wird der Frequenzgang des Subwoofers ohne die Einwirkungen des raumes gemessen (Nahfeldmessung direkt vor dem Basschassis)
- Anschließend erfolgen 3 weitere Messungen (Sitzposition links/rechts an der Wand plus Sitzposition selber).
- Zur Messung: Dadurch, dass man eine Nahfeldmessung durchgeführt hat, können die Eigenschaften des Subwoofers recherisch eliminiert werden, das einzige, was dann berechnet werden muss, sind die akustischen Eigenschaften des Raumes, die an den drei Positionen gemessen wurden.
- Die errechnete Frequenzgangkurve (Raumakustikkorrektur) nach der automatischen Einmessung kann in 5 verschiedenen Stärken Einfluss auf die Klangcharakteristik nehmen (Stärke der Raumkorrektur kann somit in 5 Schritten vom Anwender bestimmt werden)
- Der Reference 209 bietet verschiedene Speicherplätze für individuelle Settings
- Zusätzlich zur automatischen Raumkorrektur verfügt der Reference 209 über vier fest programmierte Frequenzkurven-Voreinstellungen, die ebenfalls auf Wunsch per Fernbedienung angewählt werden können. (Bild dazu). Diese Frequenzkurven simulieren typische Raum- und Aufstellungsbedingungen.
- Besonders hochwertiges, präzise messendes Mikrophon
Gehäuse
Hier sieht man gut die Besonderheiten des Innenlebens
-
Massives MDF-Gehäuse mit Innenverstrebungen für maximale Steifigkeit
-
Endstufe ist sorgfältig gekapselt für reinste Wiedergabe
-
Geschlossenes Gehäuse
-
Gefüllt mit Aktivkohle-Granulat (ACE (Acoustic Compliance Enhancement)-Technologie) : Aktivkohle bindet Luftmoleküle bei Überdruck und gibt sie bei Unterdruck wieder frei. dadurch, dass der Subwoofer geschlossenen ist, wird das Gehäusevolumen durch die chemischen Eigenschaften der Aktivkohle effektiv vergrößert.
-
30 Aktivkohle-Gewebeschläuche sind im Gehäuse untergebracht, 30 cm Lang und 2,5 cm Durchmesser
-
Dadurch, dass Aktivkohle feuchtigkeitsempfindlich ist, ist der Konus selber von Innen mit einer
feuchtigkeitstundurchlässigen Aluminiumfolie beklebt
-
Das Gehäuse ist von innen schwarz (Bitumenanstrich, dämmt Resonanzen und hindert Feuchtigkeit am Eindringen ins Gehäuse
Endstufe
Frequenzgang
-
Unterste Grenzfrequenz 15 Hz bei - 3 dB
-
Unterste Grenzfrequenz 11 Hz bei - 6 dB
-
Immer garantiert ist eine phasenrichtige Abstrahlung, bedingt durch das geschlossene Gehäuse
Fernbedienung
-
Die Phase kann von 0 bis 180 Grad in 5 Grad-Schritten justiert werden
-
Mittels der Fernbedienung ist die komfortable Steuerung der Einmessung möglich
-
Frequenzkurven-Presets (ab Werk programmiert) sind abrufbar
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Klang
Einführung
Natürlich gestaltet es sich nicht einfach, mit Worten zu verdeutlichen, zu
welchen Leistungen der Reference 209 in der Lage ist. Diese Feststellung wird
noch durch die Tatsache untermauert, dass es im Vergleich zum KEF Reference 209
sehr preiswerte aktive Basslautsprecher gibt, die durch eine enorme
Leistungsfähigkeit überzeugen. Zu nennen an dieser Stelle wären
beispielsweise der Teufel M12000 "Uncle
Doc" THX Ultra 2 Aktivsubwoofer oder der Doppelbass-Aktivwoofer Nubert
nuLine AW-1500. Auch die beiden Klipsch THX Ultra 2
Subwoofer mit externer Endstufe sowie der moderne Teufel
M 9500 SW THX Ultra 2 wären aufzuführen. Der schon etwas ältere KEF
PSW-4000 ist ebenfalls ein
Paradebeispiel für enorme Leistungsstärke. Alle diese
"Basskraftwerke" liegen in einem finanziellen Rahmen, den sich auch
der normale Endverbraucher noch gut vorstellen kann. Sicherlich, für viele ist
auch ein Teufel M 12000 ein großer Wunschtraum - aber wenn man immer etwas Geld
zurück legt und dann mal im B-Warenlager von Teufel nachfragt, kann man doch
noch zu diesem überragenden Bass-Experten kommen. All diesen Vorstellungen
entzieht sich der Reference 209 Aktivbass komplett. Was also zeichnet ihn aus?
Um dies zu präzisieren, müssen wir erst einmal die Rahmenbedingungen
präzisieren.
Rahmenbedingungen
Zunächst werden wir in aller Offenheit sagen, für welche Anwendungen der
KEF Reference 209 nicht der richtige Partner ist:
- In Hörräumen, die kleiner als 25 Quadratmeter sind, ist er faktisch
überdimensioniert und kann sich nicht voll entfalten
- Bezogen auf die verwendeten Frontlautsprecher bei Surroundanalagen bzw.
die Boxen einer 2.1 Stereolösung: Für alle Spielarten von Satelliten und
Regallautsprechern ist der KEF Reference 209 nicht der richtige Partner. Er
benötigt, soll er sich voll entfalten können, hochwertige
Standlautsprecher.
- Wer den aktiven Subwoofer bei Werten oberhalb von 60 Hz trennt, wird mit
dem Reference 209 ebenfalls nicht vollends glücklich.
Wie ist der Reference 209 einzusetzen?
- Am besten harmoniert der KEF mit sehr hochwertiger zuspielender
Elektronik. Minimalkonfiguration bezüglich des AV-Verstärkers ist der
erstklassige, neutral aufspielende und den aktiven Bass linear ansteuernde Yamaha DSP-Z11.
Exzellent harmoniert der edle Basskönner mit unserer Referenz-Anlage
von Denon, dem AV-Vorverstärker AVC-A1HDA und der Endstufe POA-A1HD. Alternativ
ist auch eine Kombination aus der sehr preisgünstigen Onkyo-Vorstufe
inklusive aller HD-Tonformate Onkyo PR-SC886
und der Arcam Siebenkanal-THX-Endstufe FMJ P7 eine
gute Wahl.
- Der Reference 209 braucht Frontlautsprecher, die bei 40 bis 60 Hz getrennt
werden und den Bassbereich oberhalb der 60 Hz selber noch extrem gut
wiedergeben können. Zum Beispiel die KEF-eigene Reference 207/2 (kommt auch
zu uns zum Test) oder auch die kleinere 205/2. Dank ihres erstklassigen
Tiefgangs ist natürlich auch die Aurum Titan VII
ein sehr guter Zuspieler. Wer es sehr gern enorm neutral mag, ist mit einer Canton Vento Reference 1 DC
sehr gut bedient. Dynamiker können auch mit einer TEST:
SKlipsch Palladium kombinieren. Alle Boxen lassen sich problemlos bei 40
oder 50 Hz (je nach Präzision des Bassmanagements in der Vorstufe oder im
Verstärker) trennen. Absolute Mindestanforderung für ein Surroundset sind 4 x
KEF XQ40 als Standboxen und 1 x XQ50c als Center - hier sollte man dann
aber mittelfristig upgraden.
- Hervorragend macht sich der Bass-Könner in Hörräumen zwischen 30 und 70
Quadratmeter - aufgrund der Ausbreitung von Basswellen ist es ratsam, gerade
in sehr großen Räumen 2 aktive Subwoofer einzusetzen.
- Trotz hervorragendem Room EQ: Der Hörraum, in dem der Reference 209 zum Einsatz kommt, sollte eher minimalistisch eingerichtet sein. "Ziergegenstände" wie Vasen, Bilder, Porzellanfiguren etc. wirken sich ausgesprochen störend auf die Klangqualität bei den enorm mächtigen Bassattacken, zu denen der KEF Woofer fähig ist, aus.
Akustische Vorzüge des Reference 209
- Der Reference 209 kann, bedingt durch die ausgeklügelte DSP-Elektronik und das geschlossene Gehäuse, relativ frei im Hörraum positioniert werden.
Sehr gut steht er vorn zwischen Front L/R. Durch die geschlossene
Ausführung des Gehäuses muss der Abstand zu den Wänden nicht extrem groß
sein
- Durch die Ausführung als direktabstrahlender Subwoofer ist die Präzision
hoch, zudem kann die Leistung der Endstufe mit hohem Wirkungsgrad umgesetzt
werden
- Kennzeichen ist die extreme Durchschlagskraft - auch Frequenzen, die viel
Leistung kosten (um die 20 Hz) werden extrem sauber und mit massivem
Nachdruck erfasst. Der KEF ist, um seine Fähigkeiten bezüglich der
Sauberkeit voll auszunutzen, auf eine Vorstufe/einen Verstärker mit absolut
linearem LFE Pegel angewiesen.
- Der KEF Reference 209 schiebt sich nicht künstlich in den Vordergrund,
sondern integriert sich vortrefflich selbst in kleinere Systeme - die aber
nicht geeignet sind, um alle Ressourcen des Reference 209 als Partner mit
umzusetzen (Beispiel - Übernahmefrequenz muss höher angesetzt werden,
Hochtonbereich ist durch schlechtere Transparenz und Feindynamik dem extrem
sauber aufgebauten Bassbereich nicht ebenbürtig etc.) Kleine Basseffekte werden
vom großen Basskönner sofort aufgegriffen und entsprechend umgesetzt
- Bei massiven, großen Explosionen beweist der Reference 209 seine hohe Impulstreue (Transformers, 1. Angriff des Hubschrauber-Transformers,
Stirb Langsam 4.0, Farrells Wohnung fliegt in die Luft). Das ist besonders
deshalb beachtlich, weil Kritiker die Trägheit eines großen Chassis (und
der Reference 209 bringt ein enorm großes Chassis mit, 45 cm) und die damit
verbundene langsame Reaktion als großen Nachteil anführen. Dadurch, dass
die Membran des 209 sehr leicht und extrem steif ist, setzt der große
Bassist Impulse enorm schnell um.
- Das kann man bei so einem Kaufpreis auch erwarten: Der Reference 209 zeigt
keine Ermüdungserscheinungen auch bei sehr hohem Pegel, bei dem selbst sehr hochwertige andere aktive Subwoofer schon die Segel streichen.
Ein Teufel M12000 "Uncle Doc"
ist dem KEF aber bezüglich der erreichbaren Pegel auf den Fersen.
- Extremer Tiefgang - subtile Bassanteile wie zu Beginn von Stirb Langsam 4.0
oder auch bei Batman - The Dark Knight werden locker wiedergegeben. Hier
nimmt der KEF eine absolute Ausnahmestellung ein - so tief in den
Frequenzkeller wandert sonst kaum ein anderer aktiver Subwoofer. Hier ist es
das größere Problem, Material zu finden, auf dem derartig tiefe Frequenzen
überhaupt zu finden sind (wir haben hier noch mit Burosch Testtönen
gearbeitet, um eine Vorstellung des extremen tieffrequenten Könnens zu
bekommen)
- Höchst akkurater, gleichzeitig schneller Aufbau auch komplexer Bassgebilde (Ghost in the Shell 2, Last Mimzy,
Dolby Demo-Blu-ray für Dolby TrueHD und Dolby Digital Plus)
- Herausragend für Musik geeignet (Celine Dion, A New Day, TrueHD, Pat
Mentheny Group, DTS-HD Master Audio): Der Reference 209 begeistert durch hohe Impulstreue und kein
Nachschwingen. Alle Bassanteile werden ungemein sauber aufgebaut und sehr
differenziert in den Raum eingearbeitet. Durch seine Eigenschaft, ein
solides, sehr facettenreiches Fundament zu liefern, schafft der Subwoofer
eine realistische Bühne mit enormer Tiefenwirkung.
- Dank des ausgeklügelten DSPs werden störende Raummoden, die die Reinheit
des Basses massiv einschränken, effektiv aus dem Frequenzgang entfernt. das
Ergebnis ist ein satter, klarer Bass, der höchst präzise agiert und nie
störend wird.
Fazit: Der KEF Reference 209 erarbeitet sich eine Sonderstellung durch die
bislang nicht gekannte Kombination aus extremem Tiefgang und enormer Präzision.
Hand aufs Herz - "Druckmaschinen", die überdurchschnittlich hohe
Pegel schaffen, ohne unsauber zu spielen und zudem eine gelungene Dynamik
offerieren, sind auch für ein Viertel des Kaufpreises vom Reference 209 zu
bekommen. Für denjenigen, der einfach schiere, unnachgiebig präsentierte
Effektgewalt im Heimkino sucht, ist der Reference 209 der falsche Partner, weil
er sehr kostspielig ist und für einen solchen Anwender keinen Benefit bietet,
der diesen Aufpreis Wert wäre. Für wahre Audio-Gourmets aber, die auf
bestmöglichen Tiefgang Wert legen und auch subtile, kleine Bassgebilde mit der
Präzision eines Schweizer Automatikuhrwerks im Hörraum platziert haben
möchten, ist der Reference 209 absolut erste Wahl - vor allem denn, wenn man
auch noch gern laut hört und über einen großen Hörraum verfügt. Für
Liebhaber hoher Präzision und Detailtreue sind auch die fabelhaften A.C.T.
Subwoofer von Klaus Gruber exzellent geeignet. Sie liefern eine exakte
Durchmodellierung des Bassbereiches - sozusagen "Hi-Fi-Subwoofer" im
wahrsten Wortsinn. Aber: Den Tiefgang und die Pegelfestigkeit des KEF Reference
209 können sie nicht aufbieten. Somit rechtfertigt der KEF auch seinen
Kaufpreis, denn er kann einfach alles: Extremer Tiefgang, enormes Volumen,
höchste Pegelfestigkeit, beneidenswerte Präzision. Gesamtnote in Relation zur
Preisklasse: Hervorragend.
Fazit

Hochpräziser Bass-Gigant: Der KEF Reference 209
A Step into another Dimension - als einen solchen kann man den KEF Reference
209 ohne Übertreibung bezeichnen. Er vereint edelste Verarbeitung mit
hochmoderner Technologie und bestmöglichem Klang - allerdings ist er auch
anspruchsvoll in Bezug auf den Rest der AV- oder Stereokette. Er braucht
hochwertige Standlautsprecher, die es erlauben, dem aktiven Subwoofer erst ab
ca. 60 Hz das tieffrequente Geschehen zu überlassen. Er braucht einen
AV-Verstärker bzw. eine Vorstufe, die eine absolut lineare, stimmige
Ansteuerung des LFE-Ausgangs sicherstellt. Sind die Rahmenbedingungen erfüllt,
steht einem schier unglaublichen Basserlebnis nichts im Wege. Dank der
ausgeklügelten Room EQ-Funktion werden störende Raummoden effektiv eliminiert.
Der Tiefgang, die Sauberkeit, die Räumlichkeit - der anspruchsvolle Hörer wird
seinen Ohren kaum trauen, wenn der Reference 209 loslegt und mit seinem exakt
definierten Bassfundament für erstklassigen Filmton- und Musikgenuss
sorgt.
Weit überdurchschnittlich leistungsstarker aktiver Subwoofer,
der sich nicht nur mit seinem Kaufpreis, sondern vor allem durch seine
exorbitant guten Leistungen dem normalen Vorstellungsvermögen entzieht - er
verdient sich eine große Empfehlung für basshungrige Audiogourmets

Aktive Subwoofer High-End-Klasse
Test 15. Mai 2009
Preis-/Leistungsverhältnis         
+ Sauberer Tiefgang bis unter 20 Hz
+ Enormes Volumen
+ Exzellenter Bühnenaufbau im tieffrequenten Bereich
+ Herausragende Präzision
+ Erstklassige Pegelfestigkeit
+ Hohe Impulstreue
- Auf sehr hochwertige Komponenten in der verwendeten Elektronikkette angewiesen
Technische Daten
• Design Gechlossene Box, magnetisch abgeschirmt
• Chassis 450mm Langhubchassis mit radialem Magnetsystem
• Empfindlichkeit (2.83V/1m) Aktives System
• Frequenzbereich (+/-3dB) 15 Hz - 250 Hz
• Max. Schalldruck 120 dB
• Verstärker 1000 W eingebaut
• Tiefbass 12 Hz (-6 dB)
• Gewicht 51,9 kg
• Abmessungen (H x B x T) 530 x 629 x 629 mm
• Oberflächen: Echtholzfurniere in Hochglanz Schwarz, Hochglanz Nussbaum, Hochglanz Kirsche, Schwarz Seidenmatt, Nussbaum Seidenmatt, Kirsche Seidenmatt, Bergahorn Seidenmatt
• Preis: 11.499 EUR (Seidenmatt), 11.999 EUR (Hochglanz)
Text: Carsten Rampacher
15. Mai 2009
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