TEST: Denon Blu-ray-Player DBP-2010 - preiswerter Einstieg in die
BD-Oberklasse?
16.10.2009 (cr)

Zeitlos elegant

Offeriert der DBP-2010 Denon-typische Spitzenleistungen?
Einleitung
Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 699 EUR ist der in
Premium Silber oder Schwarz erhältliche Denon Blu-ray-Player DBP-2010 eine
interessante Offerte, weil das zu diesem Preis Gebotene bezüglich Ausführung
und Ausstattung ausgesprochen hochwertig erscheint. Der mit edler, dicker
Aluminiumfront versehene BD-Spieler kommt mit ABT1030 HighBit-Videprozessor, der
für eine akkurate Signalverarbeitung zuständig ist. Zu den speziellen
Merkmalen dieses Chips gehört das bewegungsadaptive De-Interlacing bei der
Unconversion von DVDs. Wer analoge Videosignale ausgibt, freut sich über den 12
Bit/297 MHz Video D/A-Konverter - in der Praxis dürfte dies aber eher die
Minderheit der potentiellen Käufer machen. Eingebaut sind Decoder für Dolby
TrueHD und DTS-HD Master Audio. Zusätzlich stehen leistungsfähige
D/A-Konverter zur Verfügung, so dass die decodierten Signale auch über den
analogen 7.1 Ausgang zum AV-Receiver transportiert werden können. Inkludiert
ist ein Bassmanagement, so dass der angeschlossene AV-Receiver gleich ein fertig
aufbereitetes Signal eingespeist bekommt. Multimedial ist der 2010 recht
talentiert und verfügt über einen SD-Karten-Einschub, entweder kann hier
BD-Zusatzmaterial (BD Live) gespeichert werden oder aber der Anwender ist in der
Lage, AVCHD/JPEG/WMA/MP3-Files, die auf der eingelegten SD-Card gespeichert
sind, mittels des Denon wiederzugeben. Die Netzwerkschnittstelle ist hingegen
ausschließlich für BD-Live und für Firmwareupdates ausgelegt, für
Datenstreaming vom PC ist sie nicht vorgesehen. Umfangreich fallen die
Disc-Formate aus, die wiedergegeben werden können: Die Wiedergabe von BD-R und BD-RE (BDMV, DivX-HD, MP3, WMA, JPEG), DVD+/-R/RW (Video, DivX-HD, AVCHD, MP3, WMA, JPEG),
sowie CD-R/RW (DivX, MP3, WMA, JPEG) ist möglich. Was Denons Multitalent in der
Praxis leistet, haben wir im folgenden Review überprüft.
Verarbeitung

Hochwertige Verarbeitung auch im Detail

hervorragend eingepasste Frontblende

Tadellose Verarbeitung hinten

Die Terminals sitzen alle fest

Fernbedienung
Bezüglich der Verarbeitungsqualität gehören Denon-Produkte
traditionell zu den besten Offerten, die der Markt bereit hält. Der DBP-2010
macht hier keine Ausnahme und besticht schon mit seinem zeitlosen, formschönen
und schnörkellosen Design. Die bestens eingepasste Frontblende besteht
natürlich aus dickem Aluminium, die Bedienelemente, die sich darauf befinden,
sind sehr gut integriert und weisen einen klaren, knackigen Druckpunkt auf. Die
BD-Lade kommt auf Knopfdruck recht leise und spontan herausgefahren, die
Lagerung ist ordentlich. Das Gerätedisplay löst fein auf, wirkt hochwertig und
ist gut ablesbar. Die Gerätestandfüße finden ebenfalls ohne Einschränkungen
unsere Zustimmung und sind solide befestigt. Der große Standby-Knopf ist von
einem rot leuchtenden Ring eingefasst, der bei Inbetriebnahme des Geräts seine
Farbe auf ein gelbgrün wechselt. Der für die Preisklasse äußerst stabile,
verwindungssteife Gehäusedeckel ist mit vier seitlichen Schrauben (2 pro
Seite) und vier rückwärtigen Schrauben sicher befestigt. Öffnet man diesen,
wird ein gut aufgebautes Innenleben frei gelegt. Zentral untergebracht ist das
sorgfältig gedämmte und mittels Schrauben und entsprechenden Metallhalterungen
im Gerät befestigte Laufwerk. Die darum gruppierten Platinen sind sauber
aufgebaut, die Sockelung wirkt solide. Auf der Rückseite des Denon ist ein
Lüfter installiert, der relativ gleichmäßig und leise seiner Arbeit nachgeht.
Die Gehäuserückseite mit dem Anschlussfeld präsentiert sich in Hochform -
alle Terminals sind sehr fest eingepasst und in sich stabil ausgeführt. Die
mitgelieferte Fernbedienung ist übersichtlich und entspricht aus qualitativer
Sicht dem Standard der Preisklasse.

Aufgeräumtes Innenleben

Netzteil

Solide befestigtes Laufwerk

Sauberes Platinenlayout
Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet - hervorragend.
Anschlüsse

Audio-Analoganschlüsse

Koaxialer Digitalausgang, Komponentenvideoausgang

Ethernet und HDMI

Anschlüsse aus Sicht von Innen

SD-Karteneinschub
Anschlussseitig ist der DBP-2010 sehr gut ausgestattet. Neben
dem obligatorischen HDMI-Ausgang finden sich ein koaxialer Digitalausgang, ein
dedizierter analoger 2-Kanal-Stereo-Ausgang, ein 7.1 Analogausgang, ein
Komponenten (analog) Videoausgang, eine RS232-Schnittstelle für die Integration
in Haussteuerungssysteme sowie ein RJ45 kabelbasierter Ethernetanschluss zur
Einbindung ins Heimnetzwerk. Auf der Gerätevorderseite befindet sich, sehr gut
erreichbar, der SD-Kartenleser. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur
Preisklasse: Ausgezeichnet. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse:
Ausgezeichnet.
Konfiguration, Setup und Bedienung

Leicht bedienbare Funktionselemente auf der Gerätefront
Fernbedienung und Menügestaltung

Gut erreichbares Navigationskreuz

Übersichtlich, sehr guter Kontrast Tasten - Gehäuse
Menüs

Grundeinstellung
Quick Menü (schnell konfigurierbare Grundeinstellungen)
-
Medienauswahl: Disc/SD-Karte
-
BD-Audiomodus: HD-Audioausgabe, einzustellen, wenn die
aktuellen HD-Tonformate als Bitstream ausgegeben werden sollen/oder
Audioausgabe "Mix"
-
HDMI-Audioausgabe: HDMI Multi (Normal), für die Ausgabe der
aktuellen HD-Tonformate/HDMI Multi (LPCM)/HDMI 2ch/Stummschaltung.
-
HDMI-Videoauflösung: Auto (automatisch wird zwischen Player
und Display oder Beamer die höchste auf dem Bildwiedergabegerät
darstellbare Auflösung ermittelt)/Direktquelle (Auflösung der eingelegten
Quelle wird übernommen, bei DVDs z.B. 576i, bei BDs 1080p/24)/480 oder
576i/480 oder 576p/720p/1080i/1080p
-
Component-Ausgang: 480 oder 576i/480 oder 576p/720p/1080i
-
7.1-Audioausgabe: Zweikanal oder Mehrkanal, bei Mehrkanal
ist der Zugriff aufs Lautsprechermanagement möglich. Hier sind einstellbar:
Konfiguration (groß/klein/kein) für LS-Gruppen (Vorne/Mitte/Subwoofer/Surround/Surround
hinten), Pegeleinstellung mit Testton (automatisch oder manuell) einstellbar
in 1 dB-Schritten. Zudem ist ein Time
Alignment verfügbar. Hier erfolgt die Justage in 0,3
Meter-Schritten. Für den aktiven Subwoofer ist keine Time
Alignment-Einstellung verfügbar.
-
OSD-Sprache: Einstellung der Sprache für die On Screen
Menüs.
Custom-Menü

Videomenü

Videomenü, Teil 2

3 De-Interlacingmodi

Audiomenü

Menü "Andere", Teil 1

Menü "Andere", Teil 2

Netzwerkmenü
-
Sprache: Sprachwahl für Dialoge, Untertitel, Disc-Menü,
OSD, DivX-Untertitel.
-
Video: Bildformat (16:9 Breit, 4:3 Pan & Scan, 4:3
Letterbox, 4:3 Squeeze Auto, 4:3 Squeeze an), HDMI Farbraum (YCbCr/RGB),
Autoformat für HDMI (Bildschirm/max.), HDMI Videoauflösung (Optionen siehe
Quick Menü), HDMI Deep Colour (Auto/aus), Component-Ausgang (Optionen siehe
Quick Menü)
-
Audio: BD-Audiomodus, HDMI-Audioausgabe, 7.1 ch-Audioausgabe
(Optionen siehe Quick Menü), Heruntertaktung (ein/aus), DRC (Auto, aus,
ein)
-
Kindersicherung (BD- und DVD-Einstufung)
-
Andere: Kamerawinkel (An/aus), Bildschirmschoner (An/aus),
Abschaltung (An/aus), Anzeige (Hell/dunkel/auto), Dia-Show (5 Sekunden/10
Sekunden), DivX (R) VOD (Registrierungscode, Deaktivierungscode,
Deaktivierung), Energiesparmodus (An/Aus), Fernbedienung einstellen
(DENON1/DENON2), HDMI-CEC (An/aus), Medienauswahl (Disc/SD-Karte),
Netzwerkverbindung (Verbindung prüfen, aktivieren (Standard oder
benutzerdefiniert) oder deaktivieren)
Video-EQ
Der Video-EQ funktioniert nur, wenn eine Disc eingelegt ist und
diese spielt. Durch Drücken der Taste "Mode" auf der Fernbedienung
kommt man ins Menü des Video-Equalizers.

Video-EQ 
Weitere
Einstellparameter im Video-EQ
Hier bietet der Denon eine große Auswahl an frei zu belegenden
Speicherplätzen. Dies hat den Vorteil, dass für jeden Verwendungszweck - z.B.
Tag, Abend, Nacht, Film, Sport - ein eigenes Preset erstellen kann.
Voreinstellte Bildfelder wie Kino, Lebendig oder Natürlich gibt es keine.
Insgesamt ist es löblich, dass ein Video-EQ an Bord ist. Der Pioneer
BDP-LX52 als direkter Konkurrent bietet aber mehr Einstelloptionen.
Wichtig:
-
Es ist nicht möglich, den HDMI- und den analogen
Mehrkanalausgang simultan zu betreiben - entweder oder.
-
Es ist problemlos und automatisiert möglich, die neueste
Firmware - bei bestehender Netzwerkverbindung - aus dem Internet zu laden.
-
Aufpassen: HDMI-Audioausgabe muss auf "HD Audio"
und nicht auf "Mix" stehen. Nur dann werden die aktuellen
HD-Tonformate korrekt ausgegeben.
Gesamtnote Konfiguration, Setup und Bedienung in Relation zur
Preisklasse: Ausgezeichnet - Hervorragend.
Laufwerk, Ladezeiten und Betriebsgeräusche
Wichtig: Einlesezeiten sind inklusive des HDMI Handshake
gerechnet - also BIS ein Bild auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Betriebssicheres, aber langsames Laufwerk
-
Booten: 25 Sekunden - das geht schneller
-
BD Casino Royale: 42 Sekunden bis zum Sony Logo - das ist zu
langsam
-
BD Fluch der Karibik: 40 Sekunden zur Sprachauswahl
-
DVD Star Wars Episode III:25 Sekunden bis zum Warning
-
DVD Sahara: 25 Sekunden
Weitere Faktoren:

Lüfter mit recht leisem Lauf

Bei BDs dauert es etwas länger, bis die Lade herausfährt
-
Layerwechsel: Top Gun DVD Kapitel 18 auf 19 - das geht
deutlich besser. Für ca. 1,5 Sekunden bleibt das Bild stehen.
-
Lüftergeräusch: Das Betriebsgeräusch des Lüfters kann
gelobt werden - der Lüfter läuft zwar permanent, aber sehr gleichmäßig.
-
Laufwerksgeräusche beim Einlesevorgang und beim
Spielbetrieb sowie beim Zugriff auf die Disc-Menüs: Hier können wir dem
DBP-2010 nur ein großes Lob aussprechen, da das Laufwerk selbst beim
Menüzugriff oder beim Einlesen kaum durch unschöne Geräusche auf sich
aufmerksam macht.
-
Reaktion des Players auf Befehle während des Betriebs: Bei
DVD-Wiedergabe entsteht hier beim Kapitelsprung eine geringe Verzögerung, binnen
fünf Sekunden ist der Film gestoppt und die Lade ausgefahren - im
DVD-Betrieb. Im BD-Betrieb braucht es rund 11 Sekunden, bis der Film stoppt
und die Lade herausfährt.
-
Betriebssicherheit: Sehr hoch - keine Einleseprobleme, keine
Abstürze
Die Konkurrenten:
Sony BDP-S560
-
Booten: 6 Sekunden (Schnellstartmodus), 24 Sekunden (ohne
Schnellstartmodus)
-
BD Fluch der Karibik 1: 36 Sekunden
-
BD Casino Royale: 22 Sekunden
Onkyo DV-BD507
Pioneer BDP-320
Pioneer BDP-LX52
Gesamtnote Einlesezeiten und Betriebsgeräusch in Relation zur
Preisklasse: Befriedigend - Gut.
Netzwerk und Multimedia
-
Firmware-Update: Bei bestehender Netzwerkverbindung ist es
problemlos und relativ schnell möglich, ein Firmware-Update durchzuführen.
Seit kurzem gibt es für den DBP-2010 eine neue Firmware, die ohne
Schwierigkeiten installiert wird.
-
SD-Card-Wiedergabe: Zunächst muss die Medienauswahl von
Disc auf SD-Karte abgeändert werden. Dann taucht bei eingelegter SD-Karte
das Grundmenü mit der zu wählenden Wiedergabeart auf: Video, Audio oder
Bild kann angewählt werden. Die Menüs sind schlicht - der DBP-2010 zeigt
nur wenige Zeichen des jeweiligen Datennamens an. Die Wiedergabe von
MP3-Dateien funktioniert problemlos. JPEG-Bilder werden ebenso ohne
Schwierigkeiten in 2 Modi (normal oder rein/rausschneiden) angezeigt werden.
AVCHD-Videos werden auch vom DBP-2010 wiedergegeben, andere Videoformate
jedoch nicht.
Testequipment
Bild

Wir waren gespannt auf die visuelle Performance des DBP-2010
Blu-ray 1080p/24 Hz:
Fluch der Karibik:
- Modellierung des aus dem Nebel auftauchenden Segelschiffes: Sehr fein
modelliert der DBP-2010 die Details des Schiffes heraus - die sanft
geschwungenen Linien unterhalb der hervorragende detaillierten Galionsfigur,
schon aus der Distanz ist das dunkle Holzmaterial der Reling zu erkennen.
Die Gebrauchsspuren an den Segeln sind sehr gut sichtbar. Als die Kamera auf
die kleine Elisabeth zoomt, die prachtvoll gewandet an der Reling steht, ist
sogar der Glanz in den Augen sichtbar. Die Oberfläche des edlen Kleides
macht der Denon ebenfalls tadellos sichtbar. Die Vorwärtsbewegung des
Schiffes setzt der Denon mit stabiler 24p-Wiedergabe um.
- Nächstes Kapitel – Jack Sparrow nimmt Kurs auf Port Royal. Darstellung
des blauen Himmels, Gesicht von Sparrow, Wiedergabe der zur Warnung
gehängten Piraten vor Felskulisse: Der blaue Himmel wird farbecht und klar
wiedergegeben. Sparrows Gesicht erscheint hinsichtlich der Farbbalance bei
den Hauttönen sehr authentisch. Wo seine langen Haare auf seine Jacke
fallen, baut der Denon keine "Grauzonen" bezüglich des
Detailkontrastes auf, sondern zeigt auch in diesen schwierigen Bildbereichen
fast alle Einzelheiten und arbeitet sich mit dieser Leistung sogar an den
"großen Bruder" Denon DVD-2500BT
heran, der allerdings noch etwas mehr Gesamtbildschärfe und Bildtiefe
realisiert. Die Wellenbewegung des Wassers ist sehr homogen, und die
Räumlichkeit, als Sparrows Boot bei Laufzeit 9:13 mit dem weiten Meer im
Hintergrund gezeigt wird, ist als ausgezeichnet zu bezeichnen. Die zur
Warnung aufgehangenen Piraten vor der Felskulisse gibt der DBP-2010 sehr
exakt wieder, auch die Felsen selber sind exzellent durchmodelliert. Das
Können des 2010, eine feine Kontrastdynamik aufzubauen, die sehr viele
Details berücksichtigt, findet sich auch hier wieder.
- Einfahrt in Port Royal: Die räumliche Tiefe, die der 2010 hier erzeugt,
ist in dieser Sequenz deutlich zu erkennen. Weit kann man ins Hinterland
schauen und selbst in gewisser Distanz sind noch einzelne Blätter an den
Bäumen auszumachen. Das rechts im Bild vor Anker liegende Schiff ist
ebenfalls überragend detailliert - die Holzplanken mit Gebrauchsspuren sind
fast perfekt heraus modelliert. Der Jutesack im Vordergrund ist scharf und
strukturiert erkennbar.
- Festungsanlage mit Zeremoniell anlässlich der Beförderung von
Norrington: Der Kameraschwenk über die Festungsanlage kommt gut zur Geltung
- ein leichtes Bildzittern (sichtbar am Wachmann auf der Brüstung) ist
jedoch zu sehen. Die Mauer der Festung wird sehr detailliert wiedergegeben,
zwischen den einzelnen Mauersteinen ist auch das dort wachsende Moos prima
auszumachen. Beim Zeremoniell überzeugt die scharfe, ruhige Wiedergabe des
Aufmarsches der Soldaten. Die Uniformen und Festgewänder sind farblich
korrekt und mit vielen Einzelheiten (Knöpfe, Borten, Stoffstruktur) zu
sehen.
- Kapitel 4 – Wiedergabe des Gefängnisses von Außen bei Nacht: Der
DBP-2010 agiert auch hier sehr detailreich, so ist das Mauerwerk des
Gefängnisses sehr exakt zu erkennen. Rechts im Bild stellt der BD-Spieler
noch gekonnt Details der in der fast völlig in der Dunkelheit liegenden
Vegetation dar.
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels:

Scharfe und plastische Darstellung

Hohe Bildtiefe
- Darstellung des Armee-Konvois und des Hot Rods bei der Verfolgungsjagd:
Mit flüssigen Bewegungen und sehr höher Bildschärfe werden die Fahrzeuge
dargestellt, während der schnellen Bewegungsabläufe erscheint der
Fahrbahnboden trotzdem als klar erkennbare Fläche ohne Störungen.
- Panoramadarstellung der Landschaft beim Abbiegen des Konvois in Richtung
AREA 51: Der Denon erzeugt hier eine Weite, die schon der
Blu-ray-Player-Oberklasse gerecht würde. Im Hintergrund liegende Bergkuppen
sind sehr gut und praktisch artefaktefrei zu sehen.
- Wiedergabe des Bodens, als sich der „Chef“ der Ganoven am Kontrollhaus
bückt: Die Detailtreue begeistert ebenso wie die Sauberkeit und die
Plastizität des Bildes.
- Wiedergabe der staubigen Außenhaut und der matten Lackoberfläche der
Armeelimousine, als Indy aus dem Kofferraum geholt wird: Die
Karosserieoberfläche kommt sehr exakt zur Geltung. Staub- und Schmutzspuren
auf dem matten Lack arbeitet der DBP-2010 tadellos heraus.
- Plastizität – Wirkung des auf dem Boden liegenden Hutes von Indy: Hier
zeigt der 2010 wiederum, dass eine seiner großen Stärken die Schaffung
eines plastischen Bildes ist - der Hut wirkt wie zum Anfassen.
- Gesichter – Darstellung von Bartstoppeln und Furchen bei Indiana Jones:
Bei Indiana Jones ist praktisch jede einzelne Bartstoppel gut auszumachen.
Die Struktur des Gesichtes und der verschmutzte, speckige Hemdkragen kommen
ebenfalls bestens zur Geltung. Oberklasse-Niveau - ohne Zweifel. Das zeigen
auch die sichtbar gemachten feinen Härchen auf der Hautoberfläche der
russischen Soldatin.
- Darstellung der Außenbleche des Hangars: Die Hangartüren sind präzise
durchmodelliert, beim Öffnen bleibt die Bildqualität trotz der Bewegung
erhalten.
- Eintritt in den Hangar – Kontrastverhältnisse, Durchzeichnung der
Kisten, Detaillierung des Bodens: Ruhig und sicher stellt der 2010 die
langsame Kamerafahrt durch den Hangar dar. Der Boden und die Kisten werden
exakt auf den Bildschirm geholt.
Gesamtnote BD-Wiedergabe in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
DVD
Upconversion von Filmmaterial 576i auf 1080p, Star Wars Episode 3:
- Zu Beginn - Anzahl der sichtbaren Sterne: Der 2010 holt viele der Sterne
des Star Wars Universums auf den Bildschirm.
- Zu Beginn - Qualität bei der Wiedergabe der gelben Laufschrift: Sattes,
authentisches Gelb und ein ruhiger, sicherer Lauf der Schrift - hier
distanziert sich der 2010 deutlich von preisgünstigeren Alternativen. Die
Buchstaben sind sauber durchzeichnet und neigen nicht dazu, in Richtung der
Ränder ins Weiße zu tendieren.
- Darstellung des republikanischen Sternzerstörers: Das gigantische
Raumschiff wird scharf und mit exzellentem Kontrast auch im Bereich des in
der Dunkelheit liegenden Flügels dargestellt. Lobenswert ist, dass weder
die Kommandobrücke noch der rechte äußere Rand des Sternzerstörers
flimmern.
- Abknicken der Jäger von Anakin und Obi-Wan in die Raumschlacht: Der Denon
realisiert eine beeindruckende Bildtiefe und modelliert auch weit unten
liegende Raumschiffe und Raumstationen noch sauber durch.
- Durchzeichnung der Gesichter der Akteure inklusive Darstellung der Hauttöne:
Die Fähigkeit des DBP-2010, auch komplexe Farbverläufe und Farbabstufungen
realistisch wiederzugeben, zeigt sich in den Gesichtern von Anakin und
Obi-Wan - die Hauttöne wirken sehr stimmig, die Hautoberfläche ist in
natürlicher Art und Weise ohne Überschärfungen sichtbar.
- Modellierung der Außenhaut der Raumjäger: Sehr plastisch arbeitet der
2010 auch kleine Gebrauchsspuren heraus. Der Kopf von R2D2 wirkt
dreidimensional und detailreich.
Upconversion von Videomaterial auf 1080p, AVEC Professional Test-DVD:
- Bewegte Schriften in verschiedenen Geschwindigkeiten vor verschieden
farbigem Hintergrund: Hervorragend - ruhig, mit hoher Bewegungsschärfe,
exzellenter Farbtrennung und ohne Ruckeln. So sollte dieses Testbild
aussehen!
- Pendel, das über eine schwarze Linie gleitet, in verschiedenen
Geschwindigkeiten: Praktisch perfekt - auch hier setzt der 2010 Bestwerte
und stellt das Pendel scharf und höchst akkurat dar. Die Linie steht, wenn
das Pendel darüber schwingt, absolut stabil.
- Bewegtes Stadtbild von Esslingen: Auch hier brilliert der Denon - sauber
sind die Hausdächer durchgezeichnet, die hölzerne Brüstung wird präzise
herausgearbeit, die Grünflächen sind farblich authentisch und detailreich
dargestellt.
Gesamtnote Upconversion von DVD-576i-Signalen auf 1080p in Relation zur
Preisklasse: Hervorragend.
Bild-Basisfaktoren in der Kurzübersicht
- Gesamtbildschärfe: Enorm hoch, dabei trotzdem stets natürlich.
- Detailtreue: Auch feine Muster und kleine Objekte, die sich in
beträchtlicher Entfernung vom Bildfokus befinden, werden exakt
herausgearbeitet.
- Bildruhe 24p: Hoch - hier ist nur der Pioneer
BDP-LX52 noch etwas besser.
- De-Interlacing und Upscaling: Beim de-Interlacing von Videomaterial setzt
der 2010 neue Klassenmaßstäbe - ruhig und überaus souverän werden die
Inhalte dargestellt. Beim De-Interlacing von Filmmaterial teilt er sich den
"Platz an der Sonne" mit dem Pioneer BDP-LX52
- Farbwiedergabe: Sehr authentisch und natürlich, mit tadelloser Sättigung.
Prima Darstellung auch komplexer Schatterierungen und Übergänge.
- Kontrast: Exzellent - mit hoher Genauigkeit werden auch Einzelheiten,
die in sehr dunklen oder hellen Bildbereichen liegen, herausgearbeitet.
- Schwarzdarstellung: Ein tiefes, sattes Schwarz - nur der Pioneer BDP-LX52
bleibt hier vorn.
- Plastizität: Top - mit extrem hoher Bildtiefe setzt der Denon hier neue
Maßstäbe.
Klang
Anschluss über HDMI
-
BD Tiesto, Copenhagen, Elements of Live World Tour, DTS-HD
Master Audio 5.1: Sehr dynamisch und klar agiert der DBP-2010 beim Anschluss
über HDMI besonders auch im Surroundbereich und bietet bei allen Arten von
Effekten einen sehr schnellen und gleichzeitig genauen Aufbau. Der sehr gut
ausgeformte Bassbereich und die hohe Räumlichkeit zeichnen den BD-Player
ebenfalls aus.
-
BD Iron Man, DTS-HD Master Audio 5.1: Mit Klarheit und viel
Dynamik liefert der DBP-2010 die Signale unserem Yamaha DSP-Z11
zu. Das Ergebnis ist ein räumlich akkurates, sehr lebendiges Klangbild mit
viel Facettenreichtum auch auf den Surroundkanälen.
-
BD Celine Dion, A New Day, Dolby TrueHD 5.1: Sehr klar ist
das zersplitternde Glas zu Beginn des Konzertes herausgearbeitet. Die Stimme
Dions kommt mit ausgezeichneter Detaillierung zur Geltung. Präzise und mit
kraftvollem Fundament versehen präsentiert sich der Bassbereich.
-
BD Stirb Langsam 4.0, von Beginn an, DTS-HD Master Audio
5.1: Ein sehr detailreicher und gleichzeitig homogener, räumlich intensiver
Sound empfängt den Anwender. Wiederum punktet die sehr gute Einarbeitung
der Surrounds.
Interner Decoder mit D/A-Wandlung und Ausgabe über
den 7.1-Ausgang
-
BD Stirb Langsam 4.0, DTS-HD Master Audio: Mit etwas weniger
Bassgewalt und etwas geringerer Räumlichkeit agiert der interne Decoder -
kein Wunder, schließlich war bei der digitalen HDMI Bitstream-Übertragung
der AV-Bolide Yamaha DSP-Z11 im
Einsatz. In Anbetracht dieser Tatsache verrichtet der interne Decoder nebst
den D/A-Wandlern im 2010 sehr gute Arbeit. Das Decodierkönnen ist sehr gut
mit AV-Receivern der Mittelklasse zu vergleichen, ein eindeutiges Indiz für
die Qualitäten der internen Signalverarbeitung bei unserem DBP-2010.
-
BD Celine Dion, A New Day, Dolby TrueHD 5.1: Wieder können
wir dem internen Decoder nur Respekt zollen - die feine Auflösung, der
klare, wenn auch im Vergleich zur HDMI Bitstream-Übertragung nicht ganz so
volle Bass sind sehr zu loben. Die Trennung von Stimmen und Instrumenten hat
uns rundherum überzeugt. Der realistische Bühnenaufbau und der sanfte,
mitreißende, aber doch exakte Klang des Pianos sind hervorzuheben.
Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse:
Hervorragend.
Absolute Einordnung und Konkurrenzvergleich
Mit dem Denon DBP-2010 gelingt dem anspruchsvollen Anwender
schon der Einstieg in die Oberliga. Möchte man entschieden mehr, sollte der
Griff ins Portemonnaie ungleich tiefer ausfallen - hier drei
Alternativen:
-
Denon DVD-3800BD -
hier erhält der Käufer eine superbe DVD-Wiedergabe mit exzellenter, fast
makelloser Upconversion, einen überragenden Video-EQ, eine hohe
24p-Stabilität bei der BD-Wiedergabe sowie herausragende Audioqualitäten,
die sich in einer besonders guten Feinzeichnung niederschlagen. Nicht
vergessen - auch der Rest der Kette sollte mit diesem Level mithalten.
-
Pioneer BDP-LX91 -
ultimativ verarbeitet, mit einer BD-Wiedergabe, die zu den besten der Welt
gehört, und ungeheuerer klanglicher Dynamik - der Pioneer ist seinen hohen
Kaufpreis absolut Wert, sollte aber auch entsprechende Partner in der
verwendeten Kette zur Verfügung gestellt bekommen. Wer sich für einen
BDP-LX52 oder einen DBP-2010 interessiert, wird ein anderes AV-Umfeld sein
Eigen nennen, und in diesem macht es wenig Sinn, allein in einen
Luxus-BD-Player zu investieren.
-
Sony BD-S5000ES - der
große Sony wird durch vergleichsweise günstige Marktpreise interessant.
Akustisch ist der exzellent, das DVD-Bild begeistert. Auch als BD-Spieler
macht er sich sehr gut. Der Aufpreis gegenüber Geräten wie dem hier
getesteten DBP-2010 ist aber trotz allem heftig.
Konkurrenzvergleich:
-
Pioneer BDP-LX52: Der
Pioneer bietet ein noch tieferes Schwarz, noch etwas lebendigere Farben und
noch mehr 24p-Bildruhe. Doch der Denon kontert eiskalt: Mit noch etwas mehr
Plastizität, noch stabilerem De-Interlacing von SD-Videomaterial und noch
feinerer Kontrastdynamik. Akustisch sind beide Player top, die Laufwerke
sind betriebssicher, aber langsam. Multimedial bieten beide Player nicht
viel, der Denon immerhin noch einen SD-Karteneinschub. Dafür überzeugt der
Video-EQ des Pioneer mehr. Ein klassisches "Patt" - wer
Top-BD-Player zum finanzierbaren Kurs sucht, wird hier fündig.
-
Denon DVD-2500BT:
Mittlerweile ist der BD-Transport zu sehr günstigen Marktpreisen
erhältlich und ein sehr ernster hausinterner Konkurrent.
24p-Stabiltät und die Bilddynamik bei der BD-Wiedergabe sind noch besser,
der Video-EQ ist umfangreicher. Bei der DVD-Upconversion kann der 2500er
hingegen kaum Vorteile ausspielen. Hier merkt man, dass er schon eine Weile
auf dem Markt ist. Wichtig - wer ein internes Decoding der HD-Tonformate
inklusive D/A-Wandlung braucht, liegt beim 2500er falsch, denn dieses Gerät
offeriert nur einen HDMI-Ausgang und verfügt über keine
Analogsektion.
-
Philips BDP9100: der
Philips offeriert ein gelungenes BD-Bild mit etwas zu kühlen Farben und
begeistert mit guter USB-Funktionalität. Er ist edel verarbeitet und
preiswert, fällt aber bei der Upconversion von DVD-Material zurück.
-
Onkyo DV-BD507: Als
preiswerter und gleichermaßen hochwertiger Ersatz für den bisherigen
DVD-Player, der auch Blu-rays in guter Qualität wiedergibt, ist der Onkyo
sehr empfehlenswert. der deutlich teurere Denon spielt aber besonders bei
der BD-Wiedergabe seine Vorzüge (höhere 24p-Stabilität, mehr
Kontrastdynamik) klar aus.
-
Sony PS 3:
Schnell und betriebssicher, ist die PS3 nach wie vor ein Top-Player für die
Blu-ray- und DVD-Wiedergabe. Der Denon aber überzeugt den visuellen Kenner
mit mehr Detailtreue, mehr Plastizität und einer stabileren, schärferen
DVD-Upconversion.
Fazit

Denon on Top: Der DBP-2010 wird zur souveränen
Preisklassen-Referenz
Mit sauberer Verarbeitung, akkuratem inneren Aufbau und
einfachem Handling überzeugt der DBP-2010 schon bei grundlegenden
Eigenschaften. Mit seinem scharfen, natürlichen Blu-ray-Bild und der
exzellenten Upconversion von DVD 576i-Signalen sammelt der formschöne Player
weitere Pluspunkte. Zu den Vorteilen gehört auch die hohe Betriebssicherheit,
allerdings sollte das Laufwerk deutlich schneller werden. Klanglich setzt der
BD-Spieler praktisch ausschließlich Bestmarken.
Durchmarsch von Denon: Dass man zu den weltbesten Anbietern
von Blu-ray-Playern gehört, beweist der audiovosuell erstklassige und
überragend verarbeitete DBP-2010 sehr beeindruckend

Blu-ray-Player obere Mittelklasse bis EUR
Test 16. Oktober 2009
Pro und Contra
+ Scharfes und stabiles Blu-ray-Bild
+ Exzellente Upconversion von DVD-Signalen
+ Hervorragende klangliche Eigenschaften
+ Video-EQ mit 5 Speicherplätzen
+ SD-Karten-Leser an Bord
+ Sehr einfaches Handling
+ Hochwertiges Finish
- Zu träges Laufwerk
- Keine Streaming-Funktionen
Technische Daten: www.denon.de
Test: Carsten Rampacher
Datum: 16. Oktober 2009
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