TEST: AV-Receiver Denon AVR-4810 für 2.999 EUR - neue Hochleistungs-Kommandozentrale fürs Heimkino?
07.12.2009 (cr/phk)

AVR-4810 für 2999 EUR

Umfangreiche Netzwerkfunktionen

Flexible und üppige Anschlussbestückung - sogar vorne
Einführung
Technik satt, verbunden mit hoher audiovisueller Performance und voll
bestückter Anschlusssektion: Wer ein solches Paket sucht, liegt beim neuen
Denon AV-Receiver AVR-4810 richtig, der über neun eingebaute Endstufen mit je
180 Watt Leistung verfügt und alle derzeit relevanten Tonformate unterstützt.
Für 2.999 EUR ist das Gerät mit kabelbasierter oder auch mit kabelloser (WiFi)
Netzwerkeinbindung erhältlich. Neben den Decodern für die aktuellen HD-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master
Audio bietet der AVR-4810 darüber hinaus Unterstützung für Dolby ProLogic IIz und
Audyssey DSX, die zusätzliche frontale Höhen- und/oder Wide-Lautsprecher (PLIIz:
Front High, DSX: Front High + Front Wide) ansteuern. Der
Denon AVR-4810 ist der Erste, der die Möglichkeiten von Audyssey DSX durch seine 11
Kanäle voll ausschöpft in dem er ein 7.1 System, zwei Höhenlautsprecher und zwei Wide-Lautsprecher (zusätzlicher 2-Kanal-Verstärker vorausgesetzt) versorgt.
Die Multi-Mono-Block Endstufenkonstruktion garantiert eine hohe Klangqualität und die
freie Endstufenzuweisung erlaubt maximale Flexibilität bei der individuellen Aufstellung der
Lautsprecher. Um die feinsten Nuancen des High Definition-Tons von Blu-ray Discs
optimal wiederzugeben, unterstützt der AVR-4810 die Denon Link 4th-Technologie für eine jitterfreie Tonübertragung über HDMI.
Der zusätzliche Denon Clock
Jitter Reducer kümmert sich darüber hinaus um beste Klangqualität für all jene digitalen
Quellen, die kein DENON LINK 4th unterstützen. Die D.D.S.C-HD Schaltung verfügt hier über
drei präzise 32-Bit Fließkomma-DSP-Prozessoren
sowie Denons Advanced AL24 Processing Multi Channel und bietet somit räumlicheren Klang und
eine exzellente Dynamik. Zusätzlich zu DSX enthält Denons Neuer das Audyssey-Komplettpaket inklusive MultEQ
XT als leistungsfähiges Lautsprechereinmess- und Rom EQ-System sowie Dynamic Volume und
Dynamic EQ.
Neben den sechs HDMI-Eingängen (einer auf der Vorderseite) und zwei gleichzeitig zu
betreibenden HDMI-Ausgängen bietet die Videosektion des AVR-4810 Denons High Picture Quality-Schaltkreis und Digital Noise Reduction (DNR) für
eine ansprechende Bildqualität von allen Quellen. Die HDMI 1.3a-Anschlüsse unterstützen Deep Color, x.v.Color und
Auto LipSync. Der eingebaute, hochauflösende 12-bit/10-bit Video-Scaler von Anchor
Bay Technologies verbessert das Bild von herkömmlichen SD-Quellen zu einem schärferen 1080p-Bild. Nicht zuletzt unterstützt der AVR-4810 die Vertical Stretch-Funktion um Filminhalte im originalen CinemaScope-Format
wiederzugeben (anamorphotische Linse vorausgesetzt, Funktion wie beim Denon DVD-A1UD).
Dank des weiter verbesserten graphischen User-Interfaces (GUI) können die vielfältigen
Funktionen wie Netzwerk-Audio- und Photo-Streaming, die USB-Anschlüsse mit iPod/iPhone Digital Direct (für digitale Audioübertragung vom iPod) oder die Multi-Room-Unterstützung einfach und komfortabel gesteuert werden.
Auch der AVR-4810 bietet die vollständige, PC-lose Verbindung zur digitalen
Musikplattform von Napster (Abonnement vorausgesetzt). Darüber hinaus unterstützt er
Denons neue Party Mode-Funktion, mit der die gleiche Netzwerkmusik auf jedem kompatiblen Gerät in einem Haus simultan wiedergegeben werden kann. Damit Kunden
ihren A/V-Receiver mit zukünftigen Technologien nachrüsten können, bietet auch der
AVR-4810 die Möglichkeit, zukünftige Features über das bewährte Denon Online-Upgrade
hinzuzufügen.
Für Anwender die ihr existierendes Heimkino-System mit iPod- und Netzwerkfunktionen
ergänzen möchten, bietet Denon zusätzlich zwei neue iPod Dock-Modelle. Die ASD-51N
(empfohlener Verkaufspreis: EUR 249,-) und ASD-51W (empfohlener Verkaufspreis EUR
299,-) erlauben das Streamen von Audio-Dateien, Bildern, Internetradio-Stationen und mehr
über das angeschlossene Gerät. Darüber hinaus bieten auch sie die neue Party Mode-
Funktion, die mit anderen kompatiblen Denon-Produkten genutzt werden kann. Was der neue AVR-4810 im Praxisbetrieb leistet, lesen Sie in diesem
Bericht.
Verarbeitung

Zweizeiliges Gerätedisplay

Saubere Passungen bei der Frontblende

Dicke, gebürstete Alu-Front

Solider Regler für die Eingangswahl

Gerätestandfüße

Hochwertige Lautsprecherkabel-Schraubterminals

Zwei mitgelieferte Fernbedienungen
Denon-typisch ist die massive und kompromisslose Verarbeitung. Der AVR-4810 ist hier keine Ausnahme sondern zieht in bekannter Manier alle Register. Das bullige, stabile Gehäuse zieht gerne mal die Blicke auf sich, Angst vor dem Anfassen muss jedoch niemand haben, die Lautstärke – und Quellenwahlregler verlaufen tadellos sauber und verursachen keine störenden Geräusche. Auch die übrigen stationären Bedienelemente der Front haben einen festen Druckpunkt und lassen sich
problemlos, auch von nicht allzu zarten Händen, bedienen. Die Anschlüsse hinten stellen sich in ähnlich gutem Licht dar: Analoge sowie digitale Anschlüsse sitzen perfekt eingefasst und lassen sich nicht eindrücken oder verschieben. Auch die Lautsprecher-Terminals sind sehr hochwertig, bedenkt man den Preis des 4810 so ist das eigentlich auch zu erwarten, auch in dieser Preisklasse aber haben wir schon schlechteres gesehen. Das große Frontdisplay zeigt uns alle wichtigen Funktionen und ist vergleichbar mit dem des AVC-A1HDA. Ähnlich bekannt ist auch die Fernbedienung des 4810, auffallend ist die Beleuchtung jeglicher Tasten und das, auch durch den AVC-A1HD bekannte, integrierte Display.
Die Verarbeitung der Hauptfernbedienung und auch der mitgelieferten
Zusatzfernbedienung ist gut, aber nicht sensationell. Das Geräteinnere ist sehr
sauber aufgebaut, durch die immense Funktionsvielfalt ist das Gehäuse bis an
den Rand gefüllt. Trotzdem bleibt die Verkabelung übersichtlich, und die Güte
der verwendeten Baugruppen ist hervorragend. Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.

Innenleben

Sauberer Aufbau auch im Detail

Trafo

Chassis

Mehrstöckiger Platinenaufbau

Detailaufnahme

Blick von oben

Kühlkörper
Anschlüsse
Anschlüsse hinten

Große Anschlussvielfalt

Zwei HDMI-Ausgänge

Denon Link 4th und Ethernet-Terminals
• HDMI In 5x
• HDMI Out 2x
• Component In 3x
• Component Out 2x
• FBAS In 6x
• FBAS Out 2x
• S-Video In 6x
• S-Video Out 2x
• Digital Coax In 3x
• Digital Optisch In 2x
• Digital Optisch Out 2x
• Stereo Cinch In 8x
• Stereo Cinch Out 3x
• 7.1 Multichannel Input
• 11.3 Pre-Out
• USB
• Ethernet
• Denon 4th Link Slot
• Dock Control
• FM/AM Antenne
• Slot f. Wlan-Antenne
• RS-232
Anschlüsse vorne
• HDMI In 1x
• AV-Anschluss m. FBAS, S-Video + Stereo Cinch
• Optisch In 1x
• Kopfhöreranschluss
• USB
Der Denon AVR-4810 ist ausgesprochen üppig bestückt. Insgesamt 6 HDMI-Eingänge sollten für ein problemloses Eingliedern verschiedenster Komponenten den Nutzer vor keinerlei Probleme stellen. Ebensowenig kommt die analoge Anschlusssektion zu kurz. Die Möglichkeit zusätzlich eine WLAN-Antenne für eine bessere Empfangsqualität anzubringen ist lobenswert, auch die Unterbringung eines zweiten USB-Slots an der Vorderseite sorgt für komfortablen Nutzen. Gesamtnote Anschlüsse in Relation zur Preisklasse:
Hervorragend - perfekt.
Konfiguration, Setup und Bedienung
Menü-Screenshots

Übersichtliche Eingangszuweisung

Flexible Endstufenzuweisung

Informationen zum Gerätestatus

Check der Lautsprecher-Konfiguration
Menüführung
Manch Neueinsteiger wird sich eventuell durch die schiere Masse an Funktionen des AVR-4810 leicht erschlagen fühlen. Lässt man sich aber davon nicht so schnell abschrecken, so steht einer totalen Konfiguration wenig im Wege. Essentielle Dinge wie Eingangszuordnung, A/V-Konfiguration und Diverse Optionen wie z.b. Netzwerk-Setup sind auch für unversierte Nutzer sehr leicht auffindbar und verfügen meist über einen kurzen Infosatz. Sound-Modi und Eingangswahl können ohnehin über die Fernbedienung gesteuert werden. Sogar der Netzwerkzugriff stellt niemanden vor hohe Anforderungen, der dedizierte Eingang NET/USB stellt einen Direktzugriff auf die Netzwerkfunktionen dar.
Trotz der hohen Benutzerfreundlichkeit ist der 4810 dennoch voll konfigurierbar. Bild – und Toneinstellungen wie DSP-Programme, Scaling/Deinterlacing-Eigenschaften, Farbeinstellungen usw. werden schnell gefunden und sind einfach ausgeführt. Ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt ist die sehr gute Übersetzungsqualität der deutschen Inhalte. Selbst bei vergleichsweise gut übersetzten Menü-Texten, in denen keine Verständnisprobleme mehr auftreten, sind häufig noch Flüchtigkeitsfehler zu entdecken, die wir beim DENON (in keinster Weise)
feststellen konnten. Nur die Bedienqualität der Hauptfernbedienung ist nicht
mehr ganz "up to date". Der nicht perfekt definierte Druckpunkt des
EL-Touchpanels macht auf das Alter der Grundkonstruktion aufmerksam.

Umfangreiche, allerdings unbeleuchtete Bedienelemente auch am
Gerät selber

Gut schaut das Touchpanel, auf dem nur die gerade auf der
Bedienebene benötigten Symbole aufleuchten, schon aus - durch den etwas
merkwürdigen Druckpunkt aber sinkt der Bedienkomfort leicht

Das Navigationskreuz leuchtet und ist gut bedienbar - hier bei
der Hauptfernbedienung

Navigationskreuz der Zweitfernbedienung - ebenfalls gut zu
handhaben
Audyssey Lautsprecher-Setup

Vorbereitung für den Einmessvorgang

Messmikrophon
Bei Auswahl des Audyssey Setups im Menü des Denon oder nach Anschluss des
Setup-Mikrofons öffnet sich der Startbildschirm des automatischen
Einmesssystems. Über den Punkt "Endstufenzuweisung" kann zwischen
5.1/7.1/9.1 und 11.1 gewählt werden und die Konfiguration der Front High,
Surround Back bzw. Front Wide für Audyssey DSX bestimmt werden. Nach dem Start
des automatischen Einmessprogramms arbeitet der Denon 4810 nacheinander bis zu 8
Hörpositionen ab, justiert den Abstand, Pegel und Übernahmefrequenz der
individuellen Lautsprecher und nimmt raumakustische Verbesserungen vor. Nach
einer Einmesszeit von etwas über 10 Minuten an vier Hörpositionen in 9.1
Konfiguration mit Front-High ist die Testtonausgabe abgeschlossen, noch etwa
zwei Minuten für die Berechnung und das Audyssey-Setup ist abgeschlossen. Durch
einen Konfigurations-Check sind die eingemessenen Werte in einer Übersicht
ersichtlich: In unserem Fall wurde Pegel und Übergabefrequenz tadellos erkannt,
lediglich bei der Abstandsmessung lag das automatische System an den
Front-Lautsprechern um etwa einen halben Meter daneben.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Netzwerk
Netzwerkeinbindung

Einfache Einbindung ins Netzwerk

Der Benutzer wird auf neue Firmware-Versionen aufmerksam
gemacht

Firmware-Update ohne Schwierigkeit - selbstverständlich tritt
der AVR-4810 bei uns mit der neusten Firmware an
Viel unproblematischer geht es nicht. Nach dem ersten Einschalten des
AVR-4810 bei angeschlossenem Netzwerkkabel wird die Anbindung sofort erkannt und
uns auch gleich ein Firmware-Update angeboten. Die DHCP-Funktion ist beim Denon
werksseitig eingeschaltet, so bezieht der 4810 automatisch eine IP-Adresse vom
Router und wird problemlos ins Netzwerk eingebunden. Selbstverständlich ist
auch eine manuelle Eingabe von IP und Gateway möglich. Als besonderes Feature
besitzt der Denon Receiver ein Wi-Fi Modul, eine drahtlose Einbindung soll so
komfortabel bewerkstelligt werden. Im Praxisbetrieb stellt sich die Einrichtung
der WLAN-Funktion als problemlos dar. Durch eine manuelle Suche wird der
Zugriffspunkt gesucht und kann ausgewählt werden, WEP/WPA und sogar WPA2 wird
unterstützt, ein weiteres Goodie ist die automatische Verbindung mittels WPS
(WiFi Protected Sharing). Ein Knopfdruck auf die WPS-Taste eines kompatiblen
Routers sendet für zwei Minuten ein Informationssignal, wird in der gleichen
Zeit eine Verbindung über WPS am Denon versucht herzustellen funktioniert die
Kommunikation zwischen den beiden Geräten automatisch, es muss weder SSID noch
WLAN-Key eingegeben werden.
Netzwerkfunktionalität

Streaming von JPEG-Bilddateien

Alle Mediaserver wurden erkannt

Internet Radio-Wiedergabe
Obligatorisch ist der AVR-4810 von Denon auch DLNA-zertifiziert und dadurch
bereit fürs Netzwerk-Streaming. Bei angeschlossenem Netzwerk wird der NET/USB
Eingang am Denon ausgewählt: Internet-Radio, Media-Server und Napster stehen
hier als Oberpunkte zur Verfügung. Das Internet-Radio gestaltet sich am 4810 in
der gleichen Weise wie wir es schon am AVC-A1HDA kennen gelernt haben. Von
öffentlich-rechtlichen über Campus-Radios bis hin zu Podcast stehen dem
Anwender alle Türen offen. Zusätzlich verfügt der AVR-4810 auch über die
Möglichkeit zur direkten Verbindung mit Napster. Wer einen Napster-Account hat,
kann völlig ohne PC die Plattform nutzen (kostenpflichtig). Doch der 4810
verfügt noch über weitere Netzwerkfunktionen. Wählt man die Option "Medien-Server" aus, können
Photos und Musikdateien aus dem Heimnetzwerk gestreamed werden. Der AVR-4810
gibt problemlos JPEG-Fotodateien aus, Bitmap und PNG hingegen kann er nicht.
Während der Fotodarstellung, die auch eine Diashow zur Verfügung stellt,
können MP3-Dateien vom Server oder das Internetradio wiedergegeben werden.
Ähnlich der Fotodarstellung werden die vorhandenen Dateien in einer
Ordnerübersicht angezeigt und können über die Remote angesteuert werden.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Testequipment

Pioneer KRF-9000FD

Raumakustik by R-T-F-S

Nubert nuVero14 (für
Stereotests)

Teufel System 9

Denon DVD-A1UD

Denon DVD-3800BD
Klang
Wirkung Audyssey
Die beste uns bislang bekannte Audyssey-Implementierung ist im AVR-4810 zu
finden. Mit ungemein harmonischen und klaren gesamten Klangbild agiert das
Einmessystem sehr gekonnt. Die Übergänge zwischen den einzelnen
Lautsprechergruppen erscheinen nahezu perfekt und sind besser als bei
de-aktiviertem Audyssey. Die Audyssey-Referenzkurve ist die beste Alternative -
denn auch der aktive Subwoofer wird nun ohne Fehl und Tadel eingearbeitet und
agiert mit straffem Bass und korrektem Pegel bei praktisch jeder Lautstärke.
Der Hochtonbereich ist noch nicht einmal im Ansatz belegt, sondern fein
durchzeichnet und mit dem richtigen Maß an subtiler Brillanz versehen.
HD-Tonformate
Bei der DTS-HD Master Audio-Tonspur von "Baraka" beeindruckt die
Luftigkeit, mit der der 4810 die Panflöte wiedergibt. Das Pfeifen des Windes im
Hintergrund wird sehr detailgenau erfasst. Das subtile Abklingen des Instruments
gibt der 4810 ebenfalls gekonnt wieder. Das leise Plätschern des Wassers, in
dem sich der Pavian befindet, ist gut hörbar. Im 2. Kapitel (Lhasa - Tibet)
erfreuen ebenfalls die hohe Detailtreue und das feine räumliche Abbildungsvermögen. Im 5. Kapitel beeindruckt die extrem gute, präzise
Ansteuerung des aktiven Subwoofers - so gut haben wir das im Bassbereich höchst
eindrucksvolle Kapitel selten gehört! Der Bass klingt einfach souverän, satt
und kraftvoll - das ist Bolidenniveau zum günstigen Preis. Auch die leiseren
Sequenzen modelliert Denons "Neuerscheinung" eindrucksvoll heraus-.
Als der musikalische Spannungsbogen erneut ansteigt, liefert der Denon ein
räumlich intensives, in Breite und Tiefe extrem gutes Klangbild ab - das ist
Heimkino der Spitzenklasse, und das zum günstigen Kaufpreis. Die Balance Front
- Surround ist sehr gleichmäßig, schon in einer 7.1 Konfiguration fühlt
man sich von einem 360 Grad Panorama umgeben. Detailreichtum im Hochtonbereich
beschert das überragende AL24 Bit-Processing - die Bittiefe steigt auf 24 Bit, was der Präzision deutlich nutzt.
Auch bei "Stirb Langsam 4.0" gibt der 4810 Vollgas. Die gellenden
Schüsse, die donnernden MP-Salven im 5. Kapitel und die Explosion des
Feuerlöschers fördern eine Menge Talente zu Tage. Die Explosion mit dem
zersplitternden Glas, das Fundament bei den Schusswechseln - das ist
AV-Bolidenfeeling. Der 4810 bietet eine geradezu überbordenende Dynamik, noch
nie ist uns ein Denon AV-Receiver oder -Verstärker mit solchen überragenden
dynamischen Fähigkeiten untergekommen. Er agiert ungemein souverän, klar,
kraftvoll, nachdrücklich - ein bezahlbarer Traumreceiver ist hier entstanden.
Feindynamisch operiert er ebenfalls auf hohem Lebel n. das Wechseln des Magazins
an McLanes Waffe, die auf den Boden fallenden Einzelteile von Mattew Farells
Wohnungsinventar - all dies arbeitet der 4810 für seine Preisklasse perfekt
ein.
Wir waren gespannt, wie der 4810 den schwierigen Anfang von "Batman -
the Dark Knight" zum Ausdruck bringen kann, die subtilen und teilweise
markerschütternden Bässe und die vielfältigen Effektstrukturen stellen hier
hohe Erwartungen an den AV-Receiver. Wir wählten die englische Dolby TrueHD
Tonspur - und waren sehr überzeugt von der gekonnten, exakten Bassansteuerung.
Der spannungsgeladene, kurze Aufbau gleich zu Beginn kommt exzellent zum
Ausdruck. Der Zuhörer fiebert richtig mit, als sich die Schergen des
Jokers versammeln, um die Bank auszurauben. Als die Glasscheibe zersplittert,
kommt das Talent des 4810 für kleine Details erneut gut heraus. Das Landen der
Gangster auf dem Dach des Bankgebäudes klingt so, als fände die gewagte Aktion
mitten im Hörraum statt. Die hallenden Schüsse in der Schalterhalle kommen
sehr realistisch und beängstigend zum Ausdruck. Kleinigkeiten wie das Ziehen des
Stiftes aus der Handgranate bringt der Denon sehr gut zur Geltung. Das Öffnen
des Tresors mit dem Spezialbohrer wird ebenso authentisch wiedergegeben wie die
nachdrücklichen Schüsse des entzürnten Filialleiters, der mit seiner Pumpgun
die Fronten klären möchte.
Die englische DTS-HD Master Tonspur von Transformers II - ein Fest für den
Effektliebhaber. In allen Sequenzen und bei allen gnadenlosen Jagden und
Gefechten zahlt sich die enorme Pegelfestigkeit aus - und die Liebe zum Detail,
z.B. in der Sequenz, als sich die Decepticons den Gedanken von Sam bemächtigen
wollen, um herauszufinden, ob er helfen kann, das Geheimnis um den Standort der
Vernichtungsmaschine für komplette Sonnen irgendwo auf der Erde zu lüften. Die
exzellente, präzise und über jeden Zweifel erhabene Basswiedergabe, die
ausgezeichnete Einbindung des Music Score und die gekonnte Einarbeitung vokaler
Elemente verdichtet sich auch hier zu einem überragenden Gesamteindruck.
Sehr schön modelliert der AV-Receiver die Stimme Andrea Bocellis zu Beginn
von "Vivere" heraus, das Läuten der Kirchenglocken und die
zwitschernden Vögel kommen sehr gut zur Geltung. Mit großer Dynamik startet
kurz darauf das Konzert. Die Beifallsbekundungen des Publikums wirken sehr real.
Als Andrea die Stimme erhebt, fasziniert die vielschichtige, emotionale
Darstellung, die der Denon ermöglicht. Er beachtet genau die stimmtypischen
Details und fügt diese mit enormer Dynamik dem Klangbild hinzu. Die orchestrale
Begleitung geht nicht unter, sondern wird mit feiner Betonung vor allem des
Pianos bestens nachvollziehbar präsentiert. Die E-Gitarre, die zusätzlich zum
Piano aktiv ist, wird vom 4810 klar herausgearbeitet, andere, auch hochklassige
Kontrahenten schaffen dies bei dieser qualitativ sehr guten PCM 5.1 Tonspur
nicht.
Als nächstes Beispiel untersuchten wir "A New Day" von Celine
Dion, Tonspur Dolby TrueHD. Hier gilt es im Intro, kurz vor Beginn des ersten
Tracks, den zersplitternden Spiegel akkurat wiederzugeben. Und das gelingt
vortrefflich - fein dosiert fliegen die Glasspitter durch den Hörraum. Celines
Stimme ist mitten im Raum, fein, charismatisch, präzise. Die Anschlagdynamik
des Pianos holt der Denon erstklassig heraus. Der Bass erzielt eine Top-Mischung
aus Fundament und Präzision. Die Backgroundsänger werden mit fein
ausbalancierter Wirkung eingebundne. Die sehr gute und effektive Miteinbeziehung
der Surroundlautsprecher wäre ebenfalls zu nennen. Insgesamt auch hier eine
Leistung auf Bolidenniveau - Chapeau!
Nächstes Beispiel - "Back in Your in Head", in DTS-HD Master
Audio, von der "Elements of Life World Tour" von DJ Tiesto. Hier
entpuppt sich der Denon als Traumgerät für Tranceliebhaber. Druckvoll, klar
und mit der nötigen Schärfe wird der Bass ansteuert. Ganz gleich, ob Kickbass
oder subtile weitere Bassanteile - alles wird mit großer Sicherheit erfasst.
Die vokalen Elemente erscheinen klar positioniert und lebendig. Die Raumwirkung
ist erneut überdurchschnittlich gut. Der gesamte Sound verteilt sich mit
eindrucksvoller Grobdynamik mitten im Hörraum. Auch kleine Effektanteile werden
sicher erfasst und mit ungeheuerer Schnelligkeit zum Auditorium transportiert.
Audyssey DSX versus Dolby PLIIz , Front High- nachgehört bei
"Baraka" und "Stirb Langsam 4.0"
PLIIz weitet auf subtile Art und Weise das Front-Klangbild. Bei Baraka im 5.
Kapitel erscheinen die Geräusche des Windes noch räumlicher, greifbarer und
somit authentischer. Der sich langsam wieder steigernde Soundtrack wird intensiv
und klar zur Geltung gebracht - die Differenz zum Hören ohne PLIIz ist aber
marginal und nicht enorm groß. Es ist ein angenehmer, beinahe mehr in
Unterbewusstsein dringender als vordergründig feststellbarer Effekt. Man fühlt
sich einfach noch eine Idee tiefer ins Geschehen hinein gezogen. Im Gegensatz zu
PLIIz weitet Audyssey den Raum merklicher. Man braucht nur wenige
Gedenksekunden, um festzustellen, dass sich einiges getan hat. Alles erscheint
dichter, umfassender, eindrucksvoller. Der Wind pfeift dem Auditorium von allen
Seiten um die Ohren, alle frontal auftretenden Effekte werden auf sämtlichen
Hörachsen weit in den Raum hineingeschleudert. Der Präzisionsverlust ist
trotzdem relativ gering - eine Spitzenleistung. Audyssey DSX erfüllt unserer
Meinung nach seinen Job noch besser als PLIIz, die Implementierung im 4810 ist
überdies besonders gut gelungen. Bei "Stirb Langsam" erscheint das 5.
Kapitel noch realistischer, eindrucksvoller - besonders bei DSX. Effekte
entfalten mehr Raumwirkung, den Zuhörer erwartet noch mehr Panoramawirkung und
Dichte.
MP-Wiedergabe über USB mit dem Compressed Music Restorer
Um die Klangqualiät bei der Wiedergabe stark datenreduzierter Dateiformate
merklich zu steigern, besitzt der 4810 verschiedene Modi des Compressed Music
Restorers. Für 64 und 96 kbps-Tracks gibt es Betriebsarten, zudem für nicht so
stark datenreduzierte Dateien, die aber ohne Verbesserung immer noch fade und
flach klingen, den Modus "Restorer HQ". Der Gewinn, den dieses von
Denon entwickelte Tool mit sich bringt, ist immens: Die Klarheit des gesamten
Musikstücks steigt, die Räumlichkeit wächst ebenso wie die Grob- und
Feindynamik. Der Bass erscheint straffer, nachdrücklicher und besser dosiert.
Stereowiedergabe
Bei der Stereowiedergabe kann sich der Denon ebenfalls sehr überzeugend in
Szene setzen. Die präsentierte Bühne wirkt in allen Dimensionen glaubwürdig
und greifbar. Stimmen erscheinen filigran durchzeichnet und weisen eine sehr
gute Staffelung auf. Instrumente überzeugen ebenfalls durch Facettenreichtum
und spezifische Ausprägung. Sehr gut schafft es der 4810, den Klang von den
Lautsprechern zu lösen. Insgesamt auch im Stereobetrieb eine ausgezeichnete
Leistung.
Klang-Grundfaktoren
- Tonalität: Neutral - mit einem minimalen, sehr angenehmen Schuss Wärme
im oberen Mittelton- und unteren Hochtonbereich. Gleichmäßige Betonung
aller Frequenzbereiche.
- Grobdynamik: Maßstäbe setzend - die hier gebotene Grobdynamik würde
sich auch in der Bolidenliga bestens machen.
- Feindynamik: Subtile, kleine Dynamikdifferenzen werden vom 4810 sicher
erfasst.
- Stimmwiedergabe: Stimmen werden mit beinahe allen stimmspezifischen
Merkmalen sehr akkurat und räumlich abgebildet.
- Stimm-/Effekt-/Instrumentaltrennung: Exzellentes Trennungsvermögen, sehr
stimmige Betonung und Einarbeitung aller Komponenten.
- Generell - Mitteltonbereich: Fein strukturierte, räumlich weitläufige
und tonale ansprechende Mitteltonwiedergabe.
- Generell - Hochtonbereich: Mit viel Strahlkraft, aber gleichzeitig seidig
- der Denon beweist sein Können durch den schönen und filigranen
Hochtonbereich auch dort, wo frühere Denon AVRs nicht so glänzen
konnten.
- Generell - Bassbereich: Mit den sehr leistungsstarken Endstufen kann der
Denon sogar ein 9.0 Lautsprechersenemble - dann aber eher im Heimkino
zwischen 25 und 35 Quadratmeter und nicht größer - antreiben. Der straffe
und nachdrückliche Bass überzeugt rundherum.
- Ansteuerung des aktiven Subwoofers: Mit die beste Ansteuerung, die wir im
Testraum je genießen konnten - linear, präzise, sauber.
- Räumlichkeit: Mit toller Loslösung von den Lautsprechern bereitet der
Denon ein räumlich intensives, weitläufiges Klangbild vor, das auch stark
gehobenen Ansprüchen gerecht wird.
- Front-/Surroundbalance: Eine der großen Stärken des 4810 ist die
Fähigkeit, sogar bereits im 5.1 Betrieb ein enorm dichtes Klangbild mit
nahezu perfekter Front-/Surroundbalance zu präsentieren. Bei 7.1 oder 9.1
verstärkt sich dieser Eindruck weiter.
- Darstellung von 5.1 Soundtracks in 7.1 unter Verwendung von PLIIx Movie für
den Einsatz der beiden Back Surround Lautsprecher: Top - die Weitläufigkeit
steigt, das Effektfeld hinter dem Auditorium wird verstärkt, ohne dass sich
klangliche Nachteile bemerkbar machen.
- Pegelfestigkeit: Hier liefert der 4810 eine für diese Preisklasse
praktisch perfekte Leistung ab - nur "richtige" Boliden bringen
noch etwas mehr Punch und Kraft für den großen Hörraum ab 40 Quadratmeter
mit..
Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Hervorragend - perfekt.
Videosektion

Leistungsfähige Videosektion - perfekt werden 1080p/24 Hz
Signale durchgeleitet
- Durchschleifen von 24p Signalen: Perfekt - stabil, sauber und mit
exzellenter Bewegungswiedergabe werden 1080p/24 Hz Signale auf dem Beamer
dargestellt.
- Videomaterial, von HDMI 576i auf HDMI 1080p hochkonvertiert, AVEC
Professional Test DVD, Pendel in verschiedenen Geschwindigkeiten, Schriften
in verschiedenen Geschwindigkeiten vor verschieden farbigem Hintergrund,
bewegtes Stadtbild von Esslingen: Schon im Automatikmodus des De-Interlacers
zeigt das Bild eine herausragende Qualität bei der Darstellung der bewegten
Schriften - unabhängig von der Geschwindigkeit gleiten die Schriften scharf
und nahezu ohne Nachzieheffekte durchs Bild. Auch das Pendel überzeugt -
die Linie, über die es sich bewegt, bleibt stabil stehen, das Pendelinnere
wird scharf umrissen gezeigt. Es treten beinahe keine Nachzieheffekte auf,
die Pendelspitze ist sauber gezeichnet. Farbecht und klar, mit stabiler
Bildführung stellt der Denon 4810 seine Qualitäten beim bewegten Stadtbild
von Esslingen unter Beweis. Die Rasenflächen sind farblich enorm
authentisch, zudem begeistern Bildschärfe und Detailreichtum.
- Filmmaterial, von HDMI 576i auf HDMI 1080p hochkonvertiert, Star Wars
Episode III, Filmbeginn: Die gelbe Laufschrift gleitet scharf und farbecht
durchs All. Der 4810 holt viele Sterne auf die Leinwand und begeistert mit
hoher Bild-Stabilität. Jeder einzelne Buchstabe ist exakt durchzeichnet,
die Schrift läuft absolut gleichmäßig und praktisch flimmerfrei nach
hinten durch. Selten durften wir eine solche Bildruhe genießen, das weckt
schon hohe Erwartungen auf den durchs Bild gleitenden Sternzerstörer.
Dieser wird mit enormem Detailreichtum und exzellenter Bildsauberkeit
präsentiert. Das Bildzittern ist so minimal, dass es nur sehr erfahrenen
Anwendern selbst auf der großen Leinwand auffallen dürfte. Alle Linien
sind sauber gezeichnet, auch die diagonalen Linien weisen praktisch keine
sichtbaren Treppenstufen auf.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend - perfekt.
Konkurrenzvergleich

- Onkyo TX-NR5007: 500 EUR ist der leistungsstarke Onkyo günstiger als der
4810, und er entpuppt sich als höchst unangenehmer Kontrahent. Bezüglich
der Pegelfestigkeit klopfen beide Geräte schon an die Tür zur Bolidenliga
und liefern problemlos Lautstärken ab, die man in normalen Mietswohnungen
und Reihenhäusern nie ausreizen wird. Sie produzieren im wahrsten Sinne des
Wortes "Heimkino" - mit hohem Raumgefühl, viel Brillanz und
kraftvollem Antritt. Die Videosektionen sind exzellent, beide AVRs können
bedenkenlos als Videoschaltzentralen verwendet werden. Schaut man genauer
hin, macht der 4810 aber auf seinen Mehrpreis auch durch Mehrleistung
deutlich aufmerksam: Das Bild beim Upscaling auf 1080p ist, ganz gleich, ob
Film- oder Videomaterial, noch eine Idee stabiler. Audyssey DSX
arbeitet minimal effektiver, weitet den Raum merklicher und agiert
gleichzeitig präziser. Die Feindynamik im Hochtonbereich ist noch
ausgeprägter, und die Ansteuerung des aktiven Subwoofers erfolgt präziser.

- Denon
AVR-4310: Der kleinere und 1000 EUR (UVP) günstigere 4310 schlägt
sich im Vergleich mit dem 4810 wacker - muss letzten Endes den "großen
Bruder" aber ziehen lassen. Audioseitig bietet der 4810 eine
nachvollziehbar höhere Pegelfestigkeit, er arbeitet zudem komplexe
Effelktgefüge dynamischer und ungefilterter heraus. Er spielt souveräner
und schält mehr Effekte aus der Tonspur - gerade für Fans der neuen HD
Tonformate ein nicht zu unterschätzender Vorzug. Videoseitig ist das Bild
schärfer und stabiler, Bewegungen erscheinen noch eine Idee
fließender.

- Sony STR-DA6400ES: Das Bessere ist des Guten Feind - das muss auch der
STR-DA6400ES erfahren. Nach wie vor ist der Sony ein hervorragender
AV-Receiver, pegelfest, dynamisch, klar und präzise aufspielend. Zudem
verfügt er über sehr gut integrierte Netzwerkfunktionen und eine
Top-Videosektion mit gelungener Upconversion von Film- und Videomaterial.
Aber ganz an die Ausnahme-Performance des AVR-4810 kommt der ältere Sony
nicht heran. Der AVR-4810 entwickelt aus akustischer Perspektive noch mehr
Dynamik, im Groben wie im Feinen, er liefert im Bassbereich noch mehr
Präzision und geht mit vokalen Elementen noch gekonnter um. Bezüglich der
Videoperformance ist das Bild des 4810 noch eine Idee schärfer und klarer,
Bewegungen sind noch ruhiger.

- Pioneer SC-LX82: Was die Pegelfestigkeit angeht, macht dem Pioneer keiner
etwas vor, und auch grobdynamisch ist er auf allerhöchstem Niveau. Hinzu
kommt die vorzügliche Verarbeitung. Was feindynamische Elemente und
räumliche Darstellung angeht, liefert der 4810 allerdings die besser
Leistung ab. Auch die Videosektion des Denon arbeitet noch etwas besser -
Details kommen scharf zum Ausdruck, Bewegungen verlaufen bei der
Upconversion unabhängig vom Quellmaterial flüssig und sehr präzise.
Netzwerkseitig ist die Ausstattung des Denon noch üppiger. Die
Fernbedienung des SC-LX82 gefällt uns aber besser.

- Yamaha DSP-Z7: Er ist im Vergleich zum
4810 schon ein richtiger "Methusalem" - durch die sehr
leistungsstarken DSPs, den neutralen Klang in Grundeinstellung, das sehr
gute Einmesssystem, das schöne und komfortable Bildschirmmenü und die
tadellose Videosektion aber verdient sich der günstigere Yamaha nach wie
vor eine Empfehlung. Die nicht ganz so umfangreichen
Netzwerkfunktionen und die nicht ganz so gute Fein- und Grobdynamik zeigen
aber, dass der viel neuere AVR-4810 aktuell der Maßstab ist.
Absolute Einordnung
Der AVR-4810 macht schon beinahe dem AVC-A1HDA
Konkurrenz, ein größeres Kompliment kann man der Neuerscheinung kaum machen.
Der AVR-4810 definiert in der 3000 EUR Liga einen neuen Standard - grob- wie
auch feindynamisch exzellent, mit immenser Pegelfestigkeit und hervorragender
Räumlichkeit. Er gibt Stimmen mit viel Charisma und Substanz wieder. Die Top
Netzwerk- und Videofunktionen sind ebenfalls so gut, dass der stolze Besitzer
mit dem 4810 schon in die "Champions League" der
AV-Receiver/Verstärker aufsteigt. Durch die Gewinn bringenden Zusatzfunktionen
im Audiobereich - besonders zu nennen wären hier Audyssey DSX Front High
sowie das hervorragende AL24 Bit Processing - stößt der AVR-4810 auch
ausstattungsseitig klar in die Luxusliga vor.
Fazit

Setzt neue Bestmarken: AVR-4810
Denon ist mit dem AVR-4810 ein Maßstäbe setzender AV-Receiver gelungen, der
preislich in der Oberklasse zu Hause ist, mit seinen Leistungen sich aber schon
Respekt und Gehör in der Luxusklasse und somit der "Champions League"
verschafft. Er spielt grob- wie feindynamisch auf höchstem Level und eignet
sich exzellent für die Wiedergabe der aktuellen HD-Tonformate, da er den
größten Teil der klanglichen Vorzüge ausgezeichnet herauszustellen weiß.
Massive Dynamiksprünge oder feindynamische Raffinesse - der Denon geht mit
subtilen Effekten oder auch mit massiven Effektsalven gleichermaßen gekonnt um.
Videoseitig werden mit der perfekten Durchleitung von 24p Signalen und der
überragenden Upconversion von Film- und Videomaterial ebenfalls Bestwerte
erzielt. Die sinnvollen und umfangreichen Netzwerk-Features sowie das
betriebssichere und wirkungsvolle Lautsprecher-Einmesssystem aus dem Hause
Audyssey runden den Auftritt des Denon wirkungsvoll ab. Weitere Unterstützung
erhält das Punktekonto von der fast optimal integrierten Audyssey DSX-Funktion
- bei "Front High" wird das Klangbild effektiv räumlich aufbereitet,
ohne dass große Präzisionsverlust entstehen. Bei exzellentem Quellmaterial
sorgt AL24 Bit Processing für verbesserten Detailreichtum und mehr Strahlkraft
im Hochtonbereich. Der sorgfältig programmierte Compressed Music Restorer
lässt komprimierte Dateiformate im akustisch stark optimierten Licht
erstrahlen. Die reichhaltige Anschlussbestückung und die gediegene Verarbeitung
tun ihr Übriges, um die Sensation perfekt zu machen - ohne Einschränkung
erhält der AVR-4810 unsere höchste Testauszeichnung, das "Masterpiece".
Mit bestmöglicher Performance, die sich bilanzierend weit
über dem üblichen Klassendurchschnitt befindet, krönt sich der Denon AVR-4810
zum neuen Imperator aller AV-Receiver

AV-Receiver Oberklasse
Test 07. Dezember 2009
+ Hervorragende Pegelfestigkeit
+ Erstklassige Grob- und Feindynamik
+ Überragendes räumliches Abbildungsvermögen
+ Brillanter und gleichzeitig samtiger Hochtonbereich
+ Tolle Stimmwiedergabe
+ Audyssey DSX mit ausgezeichneter Einbindung
+ AL24 Bit Processing
+ Perfekte 24p Signaldurchführung
+ Exzellente Upconversion von Video- und Filmmaterial
+ Umfangreiche Netzwerkfunktionen
+ Solide Verarbeitung
- Veraltete Hauptfernbedienung
Daten und Features
Haupteigenschaften:
- Multi-Mono-Block Endstufenkonstruktion
- Ultrakurze Signalwege für störungsfreie Audio- und Videosignale
- Ultrastabiler, vibrationshemmender Aufbau
- Separate Wicklungen für Digital und Analog
- Stabile Stromversorgung für höchste Klang- und Bildqualität
Videoqualität
- Ein-Kabel-HDMI-Verbindung zum Fernseher (Analog zu HDMI-Skalierung)
- 6 HDMI-Eingänge (inklusive einem auf der Vorderseite)
- High Bit i/p-Konverter und Scaler bis zu 1080p
- Multi Kadenz-Erkennung für SD und HD-Videosignale
- Digital Noise Reduction und Video-Enhancer
- Denon High Picture Quality-Schaltkreis, um den Genuss vorhandener DVDs zu steigern
- Analog zu HDMI Konvertierung und Skalierung
- I/P-Konverter und Scaler für HDMI zu HDMI
- Video Digital Noise Reduction, mit optimalem Effekt für SD- und HD-Inhalte
- Vertical Stretch (Unterstützung des CinemaScope-Formats)
Klangqualität
- Identische Qualität und Leistung auf allen 9 Kanälen:
- 180W (6 Ohm, 1 kHz, 0,7% THD)
- 140W (8 Ohm, 20 Hz-20kHz, 0,05% THD)
- HDMI Clock Control über DENON LINK 4th
- Clock Jitter Reducer für alle digitalen Quellen
- Decoder für Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio
- Dynamic Discrete Surround Circuit, D.D.S.C.-HD
- Audyssey DSX
- Dolby Pro Logic IIz
- Compressed Audio Restorer für verbesserte Wiedergabe digitaler Musikdateien
Anschlussmöglichkeiten
- iPod/iPhone Digital Direct via USB
- Wi-Fi (802.11 b/g)
- Internet Radio und Netzwerk Audio-/Photostreaming vom PC/MAC oder Mediaserver
- Napster Online-Unterstützung (Napster Germany und Napster UK)
- Party Mode
- Web Control
- Firmwareupdates and -Upgrades über das Internet
- HDMI CEC
Text: Carsten Rampacher, Philipp Kind
07. Dezember 2009
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|