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AVR-MASTERTEST: Onkyo TX-NR906/Pioneer SC-LX81/Sony STR-DA5400ES/Yamaha RX-V3900

27.02.2009 (cr)

Videosektion

Teil 1

Funktionsmerkmal Onkyo Pioneer
Durchschleifen 1.080p/24 Hz Signal
  • ohne erkennbaren Qualitätsverlust
  • ohne erkennbaren Qualitätsverlust
Komponente 576i Wandlung auf 1.080p HDMI, Test von Scaling und De-Interlacing bei Film- und Videomaterial
  • Herausragende Wandlung des Komponentensignals - das Bild ist farbecht, klar und scharf. 
  • Hohe Detailtreue, exakte Farbverläufe. 
  • Enorme Bildtiefe (Filmmaterial).
  • Videomaterial wird ebenfalls exzellent A/D-gewandelt, de-interlaced und hochskaliert. Schriften werden bewegungsscharf und nahezu ohne Nachzieheffekte wiedergegeben.
  • Im Modus "Auto" korrekte Unterscheidung von Video- und Filmmaterial
  • Sehr sauberes De-Interlacing und Upscaling, 
  • enorme Schärfe
  • nur minimales Flimmern
  • hervorragende Detaillierung, 
  • Bildtiefe exzellent. 
  • Nur minimal hinter dem 906 einzuordnen, der noch ein etwas stabileres Bild offeriert.
  • Das De-Interlacing von Videomaterial erledigt der SC-LX81 souverän und produziert kaum Flimmern oder Nachzieher - die Auto Detection funktioniert sehr gut. 
Nutzen Video-EQ
  • Fein dosierbarer Video-EQ für das Eingangssignal
  • Gerade die sensiblen Einstellmöglichkeiten für Helligkeit und Kontrast sind sehr gut. 
  • Versierte Anwender nutzen die für R, G und B getrennt schaltbaren Kontrast- und Bildhelligkeitsregler für eine gezielte Detailoptimierung.
  • Kontrast, Hue, Flimmerreduzierung und Chromafunktion sind, je nach Material, gute Helfer für eine kleine Bildoptimierung - aber gegen den Onkyo Video-EQ haben diese wenigen Parameter keine Chance, zudem sind beim 906 die einzelnen Schritte bei Kontrast und Helligkeit viel sensibler

Teil 2

Funktionsmerkmal Sony Yamaha
Durchschleifen 1.080p/24 Hz Signal
  • Ohne erkennbaren Qualitätsverlust
  • Ohne erkennbaren
    Qualitätsverlust
Komponente Wandlung auf 1.080p HDMI
  • Gutes De-Interlacing von Videomaterial, manchmal aber kommt es bei schnellen Kameraschwenks zu einem leichten Konturenversatz
  • Farblich minimal kühl (kleine Farbveränderung gegenüber den Ausgangssignal
  • Scharfes, präzises Upscaling mit tadelloser Detailwiedergabe
  • Bei Videomaterial nur minimales Zittern, ansonsten sehr gute Bildschärfe, kaum Nachzieher  - eine Top-Leistung.
  • Natürliche Farben
  • Exzellentes De-Interlacing
    von Filmmaterial
  • Sehr stabiles, 
    fast flimmerfreies Bild
  • Kaum Nachzieher
  • Sehr gute Bildschärfe
  • Film-De-Interlacing auf
    dem Level des Pioneer.
    Der Onkyo liegt knapp
    in Führung
  • Videomaterial: 
    keinerlei Fehler, erneut begeistert die hohe Bildschärfe, sehr gute Bewegungsstabilität
Nutzen Video-EQ
  • Kein Video-EQ vorhanden
  • Kein Video-EQ vorhanden

Das ist erfreulich: In der Videowertung herrscht durch die Bank ein enorm hohes Niveau. Am meisten imponiert uns der Onkyo TX-NR906, denn dessen voll ausgestattete und qualitativ enorm hochwertige Videosektion ist aktuell einzigartig. Aber auch der Pioneer begeistert mit stabilem De-Interlacing und präzisem Upscaling. Der Video-EQ ist aber nicht ganz so opulent ausgestattet wie beim Onkyo. Mit herausragender Bildschärfe durch extrem präzises Upscaling und mit sehr gutem De-Interlacing macht der Yamaha von sich reden. Leider fehlt ebenso wie beim Sony ein Video-EQ. Der Sony gefällt mit sehr scharfem De-Interlacing von Videomaterial, und auch bei Filmmaterial gefällt das Ergebnis. 

Fazit

Lange Zeit gab es keinen neuen Hardware-Test - dies lag an der intensiven Beschäftigung mit diesem AV-Receiver-Mastertest der 2.000 EUR-Liga. Die vier Kandidaten haben es uns nämlich nicht leicht gemacht. Nicht, weil sie durch technische Mängel oder Unzulänglichkeiten aufgefallen wären - genau das Gegenteil war der Fall. Alle AV-Receiver boten ein ausgesprochen überzeugendes Performance-Profil, doch wie es überall ist: Das Bessere ist des Guten Feind, darum haben wir nach langer, intensiver und reiflicher Überlegung einen Sieger gekürt - die anderen Modelle sind deshalb aber ebenfalls eine sehr gute Wahl, denn letzten Endes hängt auch alles vom persönlichen Anforderungsprofil ab, welches Gerät gekauft wird. Wir können nur raten, vor dem Kauf sorgfältig Probe zu hören, sich Zeit zu nehmen, die einzelnen AV-Receiver kennen zu lernen - dann ist die Gefahr eines Fehlkaufes im Wesentlichen gebannt.

Yamaha RX-V3900

Das günstigste Modell im Testfeld kann diesen Mastertest nach hartem Finish für sich entscheiden. Der Yamaha RX-V3900 führt die Tradition erfolgreicher AV-Receiver nahtlos fort und sichert sich insbesondere durch den im höchsten Maße angenehmen Sound in allen Betriebsarten diesen Sieg. Dass er preislich ausgesprochen fair kalkuliert ist, verbessert die Position des 3900ers weiter. Die von Yamaha AV-Receivern bekannten Vorzüge wie die exzellente, Maßstäbe setzende DSP-Sektion und die hervorragende äußere Verarbeitung sind ebenfalls lobend zu erwähnen. Mit seinem hervorragenden De-Interlacer/Scaler erzielt der 3900 ein gleichermaßen natürliches wie klares und rauschfreies, sehr scharfes Bild bei Film- und Videomaterial. Auch der Beste ist aber nicht frei von Mängeln: Es fehlt ein Video-EQ, die Verarbeitung innen ist nur befriedigend, die LS-Terminals sind etwas wackelig.

+ Beste akustische Homogenität und Harmonie im Testfeld
+ Kommt auch mit akustisch schwierigeren Hörräumen sehr gut zurecht
+ Bester Stereoklang (Betriebsart Normal) im Testfeld
+ Beste DSP-Sektion
+ Flexibelstes Einmesssystem
+ Beste Räumlichkeit im Surround/Back Surround-Bereich
+ Bestes Gerätedisplay
+ Grafisch sehr schönes On Screen Menü
+ Günstigster Kaufpreis

- Etwas wackelige LS-Schraubterminals
- Kein Video-EQ
- Innenleben könnte aufgeräumter sein

Sieg der Ausgewogenheit: Mit einem starken Auftritt in allen Disziplinen sichert sich der preisgünstige Yamaha RX-V3900 den ersten Platz im Mastertest

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis
Der Rest der Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge
Onko TX-NR906

Der Onko TX-NR906 stellt nach wie vor eine ausgezeichnete Wahl dar. Er klingt sehr dynamisch und fundiert in allen Betriebsarten. Bezüglich der Dynamik liegt er vor dem Yamaha, muss dem 3900er aber in Bezug auf Räumlichkeit, Harmonie und Ausarbeitung des Oberwellenbereiches den Vortritt lasen. Der Vorgänger TX-NR905 klang im direkten Vergleich homogener und harmonischer als der 906, das neuere Modell geht mehr in die analytische akustische Richtung, was je nach Priorität des Käufers aber auch ein Vorteil sein kann. Die Videosektion ist die beste im gesamten Testfeld, sowohl was die Ausstattung, als auch was die Leistungsfähigkeit angeht. Dank ISF-Kalibrierung, getrennt für jeden Eingang möglich, und De-Interlacing-Betriebsmodi werden hier Bestwerte erreicht. Der saubere innere Aufbau und die hochwertige Fernbedienung sprechen ebenfalls für den Onkyo. Als Nachteile wäre die schmal bestückte DSP-Abteilung zu nennen, zudem ist das Audyssey MultEQ XT-Einmessystem zwar nach wie vor gut, aber nicht mehr so gut wie die Systeme von Pioneer und Yamaha. Optisch gleicht der Onkyo zu stark seinen kleineren "Geschwistern" - etwas mehr Eigenständigkeit wäre vorteilhaft.

+ Bester Video-EQ im Testfeld
+ ISF-Kalibrierung für jeden Eingang möglich
+ Bester De-Interlacer/Scaler im Testfeld
+ Dynamischer und fundierter Klang
+ Tadellose Feindynamik
+ Sehr sauberer innerer Aufbau
+ Hochwertige Fernbedienung
+ Sehr gutes Orchestra-DSP

- DSP-Sektion schmal ausgestattet
- Automatisch ermittelte Kurven können nicht in den manuellen EQ kopiert werden
- Optik gleicht zu stark den günstigeren "Geschwistern"

Der Video-Meister: Mit herausragendem Video-EQ und exzellentem De-Interlacing/Scaling ist der dynamisch und fundiert klingende TX-NR906 eine hochklassige AV-Schaltzentrale

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis
Pioneer SC-LX81

Mit Abstand am schwierigsten zu bewerten ist der Pioneer SC-LX81, denn er hat ein überaus faszinierendes und mitreißendes Leistungsprofil, welches aber auch mit Abstand am stärksten polarisiert. Der SC-LX81 ist enorm kraftvoll und dynamisch, bezüglich der gebotenen Grobdynamik und der Pegelfestigkeit setzt er die Maßstäbe. Zudem bringt er den präzisesten Bassbereich aller Teilnehmer mit. Der leicht synthetische Klang und der zu grelle Hochtonbereich sind dafür akustische Nachteile. Die sehr gute Adaption von PLIIX sowie die leistungsfähigen DSP-Programme bringen Punkte aufs Pioneer-Konto, ebenso wie die fehlerfrei agierende Videosektion. Die Verarbeitung innen und außen rechtfertigt den höchsten Preis im Testfeld ebenso wie die sehr umfangreiche, praktisch lückenlose Ausstattung. Spielt der SC-LX81 mit einem Pioneer Zuspieler, der mit PQLS (über HDMI) ausgestattet ist, in einer Kette, realisiert er exzellente Leistungen im Stereobetrieb. Das Einmesssystem misst zwar nur an einer Position ein, erzielt aber die größte positive Wirkung. Bilanz: Der SC-LX81 ist ebenso faszinierend wie fordernd - wir raten hier unbedingt, das Gerät vor dem Kauf ausführlich beim Fachhändler Probe zu hören, denn manche Anwender werden schlichtweg begeistert sein, während andere den leistungsstarken AV-Receiver als akustisch zu drastisch ausgelegt empfinden dürften.

+ Beste Basspräzision im Testfeld
+ Beste Grobdynamik im Testfeld
+ Beste Pegelfestigkeit im Testfeld
+ Mit PQLS erstklassige Stereoperformance
+ Leistungsstarke Videosektion
+ Exzellente Verarbeitung innen und außen
+ Sehr effektives Einmesssystem
+ Praktisch lückenlose Ausstattung

- Dominanter Klang im Hochtonbereich
- Etwas synthetischer Sound durch digitale Endstufen
- Einmessen an 3 und nicht an 8 Positionen maximal möglich

Faszinierend und polarisierend: Der SC-LX81 setzt Maßstäbe bei Basspräzision und Grobdynamik, begeistert mit Edel-Optik und enormer Video-Performance, klingt aber im Hochtonbereich recht dominant

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis
Sony STR-DA5400ES

Sony hat mit dem STR-DA5400ES einen großen Schritt nach vorn gemacht im Vergleich zum Vorgänger. Mit hervorragender Pegelfestigkeit und sehr guter Grobdynamik hat der 5400er schon den Anschluss an die Klassenspitze gefunden. Bei Feindynamik und Hochton-Brillanz ist noch etwas Feintuning erforderlich, aber: Die Konkurrenz sollte aufpassen. Geht es bei Sony weiter in solchen Schritten vorwärts, könnten die anderen namhaften Kontrahenten sich plötzlich auf den Plätzen wiederfinden. Große Schwächen sucht man schon jetzt vergeblich am Sony ES-Receiver. Allerdings gibt es noch verschiedene Details, die Verbesserungspotential zeigen: Das Einmesssystem, die Ausstattung (kein Video-EQ, PLIIx ohne Programmwahl, keine freie Zuweisung der konventionellen optischen und koaxialen Digitaleingänge, keine USB-Schnittstelle) wären hier zu nennen. Bilanzierend aber spricht der STR-DA5400ES ein gewichtiges Wörtchen in der 2.000 EUR-Liga mit.

+ Hohe Pegelfestigkeit
+ Enorm nachdrückliche Effektdarstellung
+ Sehr gute Räumlichkeit
+ Sehr gute Videosektion
+ Ausgezeichnete On Screen Menüs
+ 6 HDMI-Eingänge
+ Sehr gutes manuelles LS-Setup

- Einmesssystem nimmt etwas Hochton-Brillanz
- Verbesserungspotential bei der feindynamischen Darstellung
- Kein Video-EQ

Großer Schritt nach vorn: Der STR-DA5400ES überzeugt durch seine nachdrückliche und dynamische Auslegung. Auch die Pegelfestigkeit begeistert. Im Detail gibt es noch etwas Verbesserungspotential

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis

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