AVR-MASTERTEST: Onkyo TX-NR906/Pioneer SC-LX81/Sony STR-DA5400ES/Yamaha RX-V3900
27.02.2009 (cr)
Klang Surroundaufpolierer und DSPs
Anmerkung: Bei Film- und Musik-DSPs werden die beim
jeweiligen AV-Receiver am besten klingenden Programme bewertet.
Teil 1
| Betriebsart |
Onkyo |
Pioneer |
| Dolby PLIIx Music |
- Klar definierter Bass, kein störender Hall, lebendiger,
dynamischer Sound, realistische, schnelle Surround-Effekteinarbeitung,
nur auf den S/SB-Effektkanälen könnte noch etwas mehr räumliche
Weite sein
|
- Die Basswiedergabe ist erstklassig - nochmals präziser
als beim Onkyo, exakt auf den Punkt kommend, null Hall,
- Typisch für den
SC-LX81 etwas scharf in den Höhen (bei kritischen Räumen tritt durch
Einsatz der X-Curve etwas Besserung ein).
- Extrem dynamisch.
- Der im Surroundbereich offerierte Raum könnte umfassender
ausfallen
|
| DTS Neo:6 Music |
- Leichter Hall, der Bass klingt minimal hohl, matterer Sound - Neo:6
ist hier keine Alternative zu PLIIx
|
- Ebenfalls ausgesprochen antrittsstark und lebendig.
Stimmen wirken minimal hohl und noch eine Idee aggressiver - bei hohem
Pegel störend. Wir würden PLIIx Music vorziehen.
|
| Musik-DSPs |
- THX Ultra 2 Music: Kraftvoller und doch präziser Bass, die
Vorteile von PLIIx Music werden hier mit nochmals schlüssigeren
Übergängen zwischen den einzelnen Frequenzbereichen gekrönt.
- Enorm
dynamisch und kräftig geht es mit dem Onkyo "Orchestra" DSP
voran. Insgesamt gibt es zwar wenige DSPs, durch THX und das sehr gute
Orchestra Programm kommen aber keine Mangelerscheinungen auf.
|
- Classical erscheint etwas sanfter und klarer abgestimmt.
- Rock/Pop ist sehr antrittsschnell, nachdrücklich und auf eine intensive
Effekt- sowie Basswiedergabe abgestimmt. Beides sind sehr gute DSPs.
|
| Movie-DSPs |
- Hier ist es sehr ratsam, den THX Ultra 2 Cinema Modus
(für die optimale 7.1 Wiedergabe von 5.1-Quellen) zu verwenden, da
dieser die homogene, in sich schlüssige Klangcharakteristik des 906 auf
das Vorteilhafteste betont. Gerade für herkömmliches DD/DTS
hervorragend geeignet.
|
- Exzellent für das Hören mit großem Pegel ist THX Ultra
2 Cinema. Dieser Modus bietet eine sehr homogene, klare Wiedergabe und
nimmt etwas die Dominanz aus dem Hochtonbereich.
- DSP "Action"
sorgt für eine dichte Effektwiedergabe, ist aber im Hochtonbereich
hörbar scharf. Sehr gute Raumwirkung.
- DSP "SciFi":
Ausgezeichnete Raumwirkung, etwas "milder" im Hochtonbereich,
weitläufige Surroundkulisse
|
Teil 2
| Betriebsart |
Sony |
Yamaha |
| Dolby PLIIx Music |
- Bas klingt minimal hohl und weist leichtes Nachschwingen auf
- Stimmen erscheinen leicht zurück versetzt
- etwas monotone Surroundkulisse
- Bilanzierend ist die PLIIx Implementierung nicht gelungen. Das
Klangbild erscheint etwas disharmonisch. Unpraktisch: Man muss im
GUI umschalten, ob PLIIx oder Neo:6 verwendet werden soll
- Es gibt keine PLIIx Programme und keine Einstellparameter
|
- Sehr räumlich, der Bass ist nachdrücklich, aber nicht ganz so
präzise wie beim Pioneer - etwa auf dem Level des Onkyo.
- Pegelfestigkeit auf Level des Onkyo. Weder Yamaha noch Onkyo haben
bezüglich der Pegelfestigkeit eine Chance gegen den Pioneer und den
Sony.
- In sich
schlüssige Gesamtcharakteristik, nie zu aggressiv, immer wird mit
Erfolg eine angenehme, trotzdem lebendige Gesamtcharakteristik erreicht.
- Enorme Räumlichkeit
|
| DTS Neo:6 Music |
- Die Neo:6 Integration ist sehr gut - ein direkter, klarer Sound
kann mit hohem Pegel genossen werden
- Sehr dynamische Effekteinarbeitung
- Kräftiger, fundierter Bass
- Realistische Surroundkulisse
|
- Klingt etwas zurückhaltender, aber insgesamt sehr gelungen.
- Der 3900
bietet die mit Abstand beste Neo:6 Integration im Testfeld, praktisch
ohne Hall, mit hartem, klaren, treffsicherem Bass und sehr guter,
realistischer Räumlichkeit.
|
| Musik-DSPs |
- Concert Hall A: Sehr weitläufige Akustik mit sehr gut
eingearbeitetem Hochtonbereich, tadellose Trennung von Stimmen und
Instrumenten. Bei sehr hohem Pegel mit etwas Vorsicht zu genießen
(Stimmen erscheinen dann etwas grell und es leidet das vokale
Auflösungsvermögen
- Live Concert: Ausgewogenes DSP mit guter Räumlichkeit und
lebendigem Gesamtcharakter
|
- Entertainment-DSP "Music Video": Sehr dynamischer
und direkter Sound ohne störende Hallbeimischung. Tadellose
Räumlichkeit. Gelungene, schnelle Effektverteilung
- Classical-DSP, Hall in Munich: Sehr weitläufige Wiedergabe,
authentischer Raumeindruck, sehr gute Wiedergabe verschiedener
instrumentaler Ebenen, tadellos geeignet für große Konzerte
- Classical-DSP, Hall in Vienna: Die weltberühmte Halle des Wiener
Musikvereins wurde von den Yamaha-Ingenieuren zu einem
hervorragenden DSP verarbeitet, das sehr intensiv, emotional und mitreißend wirkt.
Nur mit dem Pegel sollte man aufpassen - ansonsten mischen sich bei
enorm hohem angewählten Pegel Verzerrungen mit ins Klangbild. Bei
gehobener Lautstärke entfaltet das Programm ein ausgezeichnetes
Aroma mit gekonnter vokaler Präsenz.
|
| Movie-DSPs |
- Cinema Studio EX B: Sehr gute Effektverteilung, viel Nachdruck,
der aber glaubhaft wirkt, raumfüllender Bass, noch intensiver als
ohne DSP
- V.Multi Dimension: Die virtuell erzeugten zusätzlichen
Surround-LS-Paare sorgen für eine zwar nicht über alle Maßen
präzise, aber sehr weitläufige, üppige Surroundkulisse
|
- "Spectacle" erfreut mit enorm reichhaltiger
Ausschmückung der Effekte, sehr dynamisch, nachdrücklich und durch
die stimmige Auslegung sehr gut zum Laut-Hören geeignet
- "Sci-Fi": Klingt sehr weitläufig, enorme räumliche
Präsenz, lebendig in den Höhen, vielschichtige Surroundkulisse,
Effekte sind sehr stimmig eingearbeitet
- "Adventure": Sehr gute einbindung des Music Score,
ausgesprochen angenehme Gesamtcharakteristik, sehr gute Einarbeitung
von vokalen Elementen, die Surround-Soundkulisse überzeugt durch
die hohe Tiefe
- Bilanzierend die besten Film-DSPs im Teilnehmerfeld.
|
Auch, wenn die Konkurrenz teilweise aufgeholt hat - die besten DSPs stammen
nach wie vor aus dem Hause Yamaha. Beeindruckend aber auch, wie nahe der SC-LX81
dran ist. Nicht nur im THX Ultra 2 Cinema Modus klingt er exzellent, auch die
Pioneer DSPs sind mittlerweile richtig gut. Mit dem besten Neo:6 Sound kann der
Yamaha dienen, die beste PLIIx Integration findet sich beim Pioneer und beim
Onkyo. Und die mit Abstand am wenigsten gelungene beim Sony, das macht der 5400
durch die zweitbeste Neo:6 Einbindung teilweise wieder wett. Der Onkyo fällt
durch einen sehr guten PLIIx Sound positiv auf, ebenso ist der THX Ultra 2
Cinema Mode sehr gut zu gebrauchen. Ansonsten bietet der Onkyo kaum DSP-Auswahl.
Dass die Onkyo Ingenieure aber DSPs sehr effektiv entwickeln können, beweist
das ausgezeichnete "Orchestra" DSP nachdrücklich. Der Sony bietet
ebenfalls beachtlich gute DSPs, die sich auf dem Level der Programme des Pioneer
befinden.
Klang Stereo
Teil 1
| Betriebsart |
Onkyo |
Pioneer |
| Normal Stereo |
- Gehaltvoller, klarer und gefälliger Klang mit sehr
glaubhaftem Bühnenaufbau und sehr guter Tiefenstaffelung.
- Die Trennung
von Stimmen und Instrumenten ist sehr gut, aber nicht exzellent.
- Die Detaillierung und das authentische Spiel des 906 gefallen.
|
- Klar und prägnant, rein, aber minimal synthetisch im
Hochtonbereich. Es fehlt etwas Wärme - das ist aber eher subjektiv.
-
Objektiv bietet der SC-LX81 viel Präsenz und stuft die Übergänge
zwischen den Frequenzbereichen sauber ab.
- Bezüglich der Klangreinheit eine überragende Leistung.
- Die Tiefenstaffelung der Bühne ist sehr gut.
|
| Pure Audio/ besondere Features für reine Stereowiedergabe |
- Filigranerer, feiner dosierter Sound im Pure Audio Modus.
- Feindynamische Differenzen kommen besser zur Geltung. Sehr schöne
Herausarbeitung instrumentaler und vokaler Charakteristika.
- Es fehlt aber
etwas an Nachdruck.
|
- Wir testeten das Pioneer PQLS im CD-Audiobetrieb- für
eine möglichst jitterfreie Übertragung.
- Das Ergebnis begeistert - eine
enorme Impulstreue und Dynamik beherrscht das Klangbild.
- Der
synthetische Eindruck im Hochtonbereich nimmt etwas ab - objektiv
beeindrucken die sehr gute Detaillierung und die enorme Klarheit.
- Für denjenigen, der oft Stereo hört, lohnt sich die Anschaffung einer
Pioneer BDP/AVR-Kombi mit PQLS auf jeden Fall, denn die akustischen
Vorteile sind gut hörbar.
|
Teil 2
| Betriebsart |
Sony |
Yamaha |
| Normal Stereo |
- Respekt, Sony: Eine so gute Stereowiedergabe kannten wir von Sony
AV-Receivern bislang nicht. Tonal ausgewogen, mit sehr guter Stimm-
und Instrumentaltrennung, hat man hier den Anschluss an die
Klassenspitze geschafft.
- Nur die Tiefenstaffelung zeigt Verbesserungspotential auf.
|
- Der Yamaha als günstigster Teilnehmer im Testfeld
überzeugt mit einem sehr angenehmen, substanzreichen Klangbild bei der
Stereowiedergabe.
- Im Vergleich zu früheren Modellen des Hauses ist die
Charakteristik voller, samtiger und nicht mehr so analytisch und
schlank.
- Der Bühnenaufbau und die Tiefenstaffelung sind ausgezeichnet.
-
Die Stimm- /Instrumentaltrennung ist ebenfalls sehr gut.
|
Pure Audio/
besondere Features für reine Stereowiedergabe |
- Kein Pure Audio Modus vorhanden. Dafür Test mit Digital Legato
Linear Funktion zur Klangverbesserung bei CDs
- Klang wird im Hochtonbereich räumlicher und sensibler
- Insgesamt sehr gute Übergänge zwischen den Frequenzbereichen
- Tonal erstaunlich hohe Neutralität
|
- Noch etwas mehr Transparenz entwickelt der 3900 im Pure
Direct Modus.
- Das Abklingen im Hochtonbereich ist feiner ausgeprägt,
vokale Konturen erscheinen etwas prägnanter.
- Authentisch empfundene
Räumlichkeit.
|
Bei der normalen Stereowiedergabe überzeugt uns der Yamaha RX-V3900
praktisch ausnahmslos. Er spielt angenehm, baut einen realistischen Raum auf und
erzielt eine ausgezeichnete Stimm- und Instrumentalwiedergabe. Der
Hochtonbereich ist hörbar sanfter und gefälliger abgestimmt als bei früheren
Yamaha Modellen. Der Onkyo bietet mit einem dynamischen, klaren Sound auch eine
sehr überzeugende Wiedergabe, der Yamaha spielt nur eine Idee räumlicher. Der
Sony hat gegenüber früheren Modellen den größten Schritt nach vorn gemacht.
Nur die Tiefenstaffelung und die Feindynamik im Hochtonbereich weisen noch etwas
Verbesserungspotential auf. Ein Sonderfall ist der Pioneer - er klingt extrem
klar, baut eine sehr scharf umrissene Bühne auf und detailliert ausgesprochen
gut, erscheint aber akustisch leicht sythentisch und etwas kalt. Was die Modelle
zur Verbesserung der Stereo Performance mitbringen, ist vollkommen
unterschiedlich. Der Pure Audio Modus des Onkyo bewirkt einen sensibleren,
filigraneren Sound, der aber nicht mehr so substanzreich erscheint. Beim Yamaha
sorgt der Pure Audio Modus für eine besonders gekonnte Ausschmückung des
Oberwellenbereiches, der Klang wirkt dadurch samtig und gleichzeitig brillant.
Sehr gut gelungen ist Sonys Digital Legato Linear-Funktion, die eine gut
detaillierte und räumlich echte Soundkulisse ermöglicht. Der SC-LX81 nimmt
eine absolute Sonderstellung ein - wenn man einen PQLS-kompatiblen Zuspieler an
seine Seite stellt. Dann werden bezüglich Impulstreue, der Verarbeitung
verschiedener akustischer Ebenen und bezüglich des Auflösungsvermögenes
Maßstäbe gesetzt. Ohne PQLS leistet der Pure Audio Modus auch eine tadellose
Arbeit und bietet einen sehr guten Facettenreichtum und eine klar definierte
Bühne.
Lautsprecher-Einmesssysteme

Die verschiedenen Einmessmikrophone
Teil 1
| Merkmal |
Onkyo |
Pioneer |
| Dauer des Einmessvorgangs |
3,39 pro Position mit Berechnung |
6:15 Minuten an 1 Position mit Berechnung, ca. 18 Minuten an 3
Positionen |
| Ermittlung verschiedener Kurven während des Einmessvorgangs
(Einmesssystem optimale Kurve, auf Front-LS abgestimmte Kurve,
Flat-Kurve) |
ja |
ja |
| Besonderheiten |
keine |
- Verschiedene User-Speicherbänke für individuelle
Einstellungen
|
| Max. Positionen |
8 |
3 (im erweiterten MCACC Menü) |
| Fehlermeldungen |
Keine |
Keine |
| Messergebnisse: LS-Größe, Distanz, Pegel |
- Insgesamt zurückhaltende Einpegelung.
Subwoofer recht kräftig
eingestellt.
- Distanzen sehr genau ermittelt.
- LS-Größen stimmen
|
- Kräftige Einpegelung des aktiven Subwoofers -
aber nicht übertrieben
- Ausgesprochen realitätsnahe Pegel.
- Sehr präzises Time Alignment.
|
| Messergebnisse EQ (sofern einsehbar) |
nicht einsehbar. Es ist nicht möglich, die automatisch ermittelte
Kurve in den manuellen EQ zu kopieren |
- Neben den
Grundeinstellungen (Größe, Pegel, Abstand) sind alle
EQ-Einstellungen einsehbar.
- Sehr gute Erkennung stehender Wellen (MCACC-Spezialität). EQ-Einstellungen
treffend und präzise.
|
| Klangcharakteristik mit Einmessung und EQ |
Insgesamt sehr gelungene, weil lebendige Wiedergabe mit Dynamic EQ.
Die Klangkulisse erscheint vielschichtig und nahtlos. Der Hochtonbereich
wirkt erstaunlich transparent. Hier schwächelten viele Einmesssystem.
Runder, kräftiger Bass. Insgesamt ist das verbaute Audyssey-System auf
einem sehr beachtlichen Level und muss sich nur MCACC von Pioneer
beugen, das zwar nur 3 Hörpositionen einmisst, diese dafür aber
schlichtweg perfekt. |
Pioneer ist - Nomen est Omen - Pioneer bei automatischen
Einmesssystemen, die Firma brachte MCACC mit dem VSA-AX10 auf den Markt.
Dieses Know-How spürt man - so gut wie MCACC passt sich kein anderes
System dem Hörraum und den Boxen an. Der Klang ist satt, klar und
homogen - besser geht es aktuell nicht. Zudem verschwindet der
manchmal etwas grelle Hochtonbereich des SC-LX81, ohne dass dafür viel
Klarheit eingebüßt wird. Nachteil: Es wird nur an maximal 3 und
nicht wie bei Onkyo und Yamaha an bis zu 8 Positionen eingemessen |
Teil 2
| Merkmal |
Sony |
Yamaha |
| Dauer des Einmessvorgangs |
Quick Setup: 35,9 Sekunden an 1 Hörposition
Custom Setup: ca. 1:40 Minuten an 3 Positionen |
- 02,38 Min
(2:28 Min ohne
Vorlauf)
pro Position
mit Berechnung
- Jede Messung
hat 10 Sekunden
Vorlauf.
|
| Ermittlung verschiedener Kurven während des Einmessvorgangs
(Einmesssystem optimale Kurve, auf Front-LS abgestimmte Kurve,
Flat-Kurve) |
ja |
ja |
| Besonderheiten |
- Quick und Custom Setup
- Der Anwender kann bestimmen, welche Parameter eingemessen werden
sollen
- Beim Quick Setup wird 1, beim Custom Setup werden 3 Hörpositionen
eingemessen.
- Beim Quick Setup stehen nach der Einmessung an 1 Punkt drei
verschiedene Kurven zur Auswahl
- Beim Custom Setup kann vor der Messung jedem Messpunkt eine
individuelle Messkurvencharakteristik
(Full Flat, Engineer, Front Reference) zugewiesen werden
|
- Der Anwender kann die Anzahl der gewünschten Hörpositionen von 1
bis 8 vor der Messung festlegen
|
| Max. Positionen |
- 1 (Quick Setup)
- 3 (Custom Setup)
|
|
| Fehlermeldungen |
- Angeblich falsche LS-Positionen beim Quick Setup (bei
vorschriftsmäßigem Aufbau eines 7.1-Setups, bei keinem anderen
Testkandidaten traten Probleme auf)
|
|
| Messergebnisse: LS-Größe, Distanz, Pegel |
- Recht genaues Time Alignment
- Guter Pegelabgleich
|
- Präzises Time
Alignment,
- stimmige Pegel
- bei LS-Größe
zu hohe Übernahme-
frequenz SB
|
| Messergebnisse EQ (sofern einsehbar) |
|
- Messergebnisse einsehbar
- Gute Anpassung an
den Hörraum
- Möglichkeit, die
automatisch ermittelten
Kurven zu kopieren
und manuell anzupassen
|
| Klangcharakteristik mit Einmessung und EQ |
- "Milderer" Klang, Brillanz und Stimmpräsenz
leiden etwas, sehr gute Anbindung der Surround- an die
Frontlautsprecher
- Insgesamt ein gutes Einmesssystem, das allerdings etwas dazu
neigt, zu "egalisieren" und eine (auch im Engineer-Modus)
etwas flachere (dafür pegeltaugliche) Charakteristik zu generieren.
|
- Sehr homogenes Klangfeld
- Fließende Übergänge
Front/Surround
- Minimal in den obersten
Höhen gedämpft
- Kräftiger Bass
- Sehr gut für die laute
Wiedergabe von Musik
und Filmton geeignet
- Auf einem Level mit dem
906. Der Pioneer liegt
dank seines exzellenten
Bassbereiches und der
nochmals genaueren LS-
Anpassung an den Hörraum
vorn.
- Wollen mehrere Personen mit Auto
Calibration/EQ ermittelter
Akustik hören, ziehen wir
die Systeme von Onkyo
und Yamaha vor, da
diese an bis zu 8 und nicht nur an 3
Einmessungen bieten.
|
Unser Fazit: Ein hervorragendes Einmesssystem bieten Onkyo, Pioneer und
Yamaha - allerdings mit verschiedenen Schwerpunkten. Wer nur an bis zu 3 Hörposition
einmisst und mit max. 2 Personen hört, wird mit dem Pioneer MCACC
die größte Freude haben, denn es findet ein überaus gewissenhafter, präziser
und individueller Einmess- und EQ-Vorgang des Lautsprechersystems statt. Zudem
wird eine brauchbare, effektive akustische Linearisierung durchgeführt, mit der
Folge, dass die Klangcharakteristik des SC-LX81 nach erfolgter Messung ausgewogener ist. Die Nachbearbeitungs- und Speichermöglichkeiten beim Pioneer
sind immens. Das gilt auch für den RX-V3900, der ein überaus flexibles
Einmesssystem mitbringt, das ebenfalls enorm effektiv arbeitet und auch für
mehrere Hörer ein angenehmes und doch dynamisches, offenes Klangbild
ermöglicht. Das Audyssey
Mult EQ XT im Onkyo TX-NR906 ist nach wie vor sehr gut und arbeitet zuverlässig, im Detail aber sind die
Pioneer- und Yamaha-Systeme besser. Das Einmesssystem im Sony arbeitet gut,
produziert aber unerklärliche Fehlermeldungen und nimmt Brillanz im
Hochtonbereich. Außerdem stehen auch hier nur maximal 3 Einmesspunkte zur
Verfügung.
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