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AVR-MASTERTEST: Onkyo TX-NR906/Pioneer SC-LX81/Sony STR-DA5400ES/Yamaha RX-V3900

27.02.2009 (cr)

Bedienung

Teil 1

Display des TX-NR906

Display vom SC-LX81

Onkyo-Fernbedienung

Pioneer-Fernbedienung

Merkmal Onkyo Pioneer
Verständlichkeit der OSDs Leicht 
verständlich
(nur englisch)
Sehr leicht verständlich (in Deutsch verfügbar)
Grafische Gestaltung der OSDs Gut Sehr gut
Umfang der OSDs Normaler
Umfang
Normaler Umfang
Fernbedienung Formgebung recht groß,
liegt aber gut 
in der Hand
exzellent - liegt sehr gut in der Hand
Fernbedienung Übersichtlichkeit Viele Tasten
nach Eingewöhnung
gute Übersichtlichkeit
Übersichtlich und klar gegliedert
Fernbedienung Tastendruckpunkt Gut Sehr gut
Fernbedienung Beleuchtung komplett beleuchtet Beleuchtung für die wichtigsten Elemente
Fernbedienung Arbeitswinkel Gut Sehr gut
Fernbedienung Reichweite Gut Gut
Bedienung am Gerät Problemlos Problemlos
Ablesbarkeit des Displays Ausgezeichnet Ausgezeichnet

Teil 2

Display des Sony

Display des Yamaha

Sony-Fernbedienung

Die beiden Yamaha Fernbedienungen

Merkmal Sony Yamaha
Verständlichkeit der OSDs Sehr leicht verständlich, inklusive erklärenden Texten - exzellent Sehr leicht verständlich (in Deutsch verfügbar)
Grafische Gestaltung der OSDs Ausgezeichnet Ausgezeichnet
Umfang der OSDs Normaler Umfang Umfangreich
Fernbedienung Formgebung Gut Gut
Fernbedienung Übersichtlichkeit Sehr gut Sehr gut
Fernbedienung Tastendruckpunkt Sehr gut Gut 
Fernbedienung Beleuchtung Teilweise beleuchtet Fast komplett beleuchtet
Fernbedienung Arbeitswinkel Gut Gut 
Fernbedienung Reichweite Gut Gut
Bedienung am Gerät Problemlos Problemlos
Ablesbarkeit des Displays Ausgezeichnet Perfekt

Unser Fazit: Alle AV-Receiver überzeugen mit gut gemachten On Screen Menüs. Besonders gut gefallen hat uns der Sony, da hier auch noch hilfreiche Erklärungstexte zu den einzelnen Funktionen vorhanden sind. Zudem sind die Sony Menüs nach einem sehr einfach erlernbaren Schema zu bedienen. Im Zusammenspiel mit der griffigen Fernbedienung haben auch Neueinsteiger kaum Probleme, der Funktionsvielfalt Herr zu werden. Grafisch ausgezeichnet sind auch die Menüs des Yamaha, die sich zudem auch prima bedienen lassen. Etwas Abzüge gibt es für das leicht schwammige Handling des Navigationskreuzes. Pluspunkte sichert sich der Yamaha durch die beinahe komplett beleuchtete Fernbedienung. Die beste Remote Control liefert Pioneer mit. Sie liegt exzellent in der Hand und führt die gewünschte Funktion sofort aus. Die wichtigsten Funktionselemente sind beleuchtet. Die OSDs des Pioneer sind ohne Fehl und Tadel und grafisch sehr elegant. Der Onkyo weist eine komplett beleuchtete, wenn auch etwas groß geratene Fernbedienung mit angenehmem Tastendruckpunkt auf. Seine Menüs sind im Vergleichfeld am wenigsten aufwändig gestaltet. 

Testequipment
Software
  • BD Celine Dion: A New Day (Dolby TrueHD)
  • BD Stirb Langsam 4.0 (englisch DTS-HD Master Audio)
  • BD Independence Day (DTS-HD Master Audio)
  • BD Fluch der Karibik (DTS 5.1)
  • BD Casino Royale (DD 5.1)
  • DVD Star Wars Episode III (Dolby Digital 5.1 EX)
  • DVD Jarre in China (DTS 5.1)
  • DVD AVEC Professional Test-DVD
  • CD Paul Potts, One Chance
  • CD Dream Dance 50
  • CD Peter Tchaikowsky, 1812 Ouvertüre
  • CD Gigi d´Agostino, L´Amour Toujours 2
Klang neue Tonformate

Teil 1

Medium Onkyo Pioneer
A New Day
  • Sehr gute Feinauflösung
    (Publikumsklatschen, 
    Piano Anschlagdynamik)
  • Stimme klar umrissen, sehr präsent
  • Sehr gute Front/Surround-Balance
  • tadellose Dynamik
  • nicht mehr so "sanft" wie frühere Onkyo Modelle,
    mehr analytische Akustik
  • Tadellose Pegelfestigkeit, erst bei sehr hoher Lautstärke klingt 
    die Stimme zu grell und es leidet das Differenzierungsvermögen
  • Präzise Ansteuerung des aktiven Woofers - bei
    hoher Lautstärke
    gibt es im Verhältnis etwas viel Pegel
  • Das zersplitternde Glas zu Beginn des Konzertes kommt sehr gut zum Ausdruck
  • Überraschend gute vokale Strukturen, kleine Unterschiede in der Tonlage werden sehr gut erkannt - Respekt. Der mit digitalen Endstufen ausgestattete Pioneer kommt mit der akustisch anspruchsvollen BD erstaunlich gut klar.
  • Bis in hohe Pegelregionen ist die Ansteuerung des aktiven Subwoofers enorm präzise
  • Hervorragende Pegelfestigkeit - hier schlägt er die anderen Teilnehmer.
  • Insgesamt sehr stark auf Klarheit und Stringenz getrimmt - bei dieser BD geht die Pioneer-Rechnung auf. 
Stirb Langsam 4.0
  • Hier liefert der Onkyo ein sehr sauberes Signal an den aktiven Sub bis in hohe Pegelregionen
  • Hervorragende Einarbeitung des Music Score
  • Erneut homogene Front/Surround-Balance
  • Schnelle Einarbeitung von Effekten
  • Stimmen klingen authentisch, sie sind
    exzellent eingearbeitet
  • Schießerei bei Übergriff auf Hacker-Wohnung:
    Die scharfen Schüsse, das Klirren der Scheiben
    wirken sehr echt und nachdrücklich
  • Kraftvoller, aber aufgeräumter, differenzierter Bassbereich
  • Herumfliegender Feuerlöscher mit anschließender
    Explosion: Sehr kontrolliert gesteuert, aber trotzdem
    enorm dynamisch
  • Sehr akkurates Basssignal wird an den aktiven Sub geliefert
  • Schüsse bei Angriff auf die Wohnung des Hackers wirken durch die extrem dynamische, im Hochtonbereich dominante Wiedergabe sehr furcheinflößend
  • Bei schnellen Effektwechseln extremes Reaktionsvermögen - auch mehrere Effektebenen werden exzellent erfasst
  • Feindynamisch ist der Pioneer bei dieser BD nicht so filigran wie Onkyo und Yamaha, der SC-LX81 schiebt größere Hochtoneffekte etwas zu präsent in den Vordergrund
  • Stimmen sind auch bei hohem Pegel sehr gut verständlich und sind trotzdem gut ins tonale Gesamtgefüge integriert
Independence Day
  • Kraftvoller Auftakt - Alien Raumschiff fliegt 
    am Mond vorbei, sehr gute Tiefbasswiedergabe
    mit präziser Subwooferansteuerung
  • Music Score mit sehr guter Raumwirkung
  • Präsident geht ans Telefon: realistische Detaileinarbeitung (Klingeln, Hintergrundgeräusche)
  • Stimmwiedergabe (Tel. Gespräch Präsident-Ehefrau) 
    natürlich und authentisch
  • Sehr gute Grobdynamik, ohne die Feindynamik zu
    vernachlässigen
  • Lebendiger, schwungvoller, langzeittauglicher Sound
  • Der TX-NR906 vermag es, parallel stattfindende
    Effektebenen sehr gekonnt miteinander zu
    verflechten, nur minimaler Versatz bei der Ortung
  • Der Auftakt erscheint enorm dynamisch und klar- der Onkyo bringt mehr Volumen in den Bassbereich, der Pioneer mehr Härte, der Yamaha mehr Harmonie. Die Funksprüche von der Mondlandung heben sich sehr gut vom Music Score ab
  • Der Bass bleibt auch unter komplexen Bedingungen exakt und impulstreu - eine so exakte Ansteuerung des Basses ist uns in dieser Preisklasse noch nicht untergekommen
  • Sehr intensive Hochtonwiedergabe, beeindruckend, aber für empfindsame Naturen etwas zu schneidend
  • Hervorragende Trennung verschiedener Effektebenen mit klarer Ortungsmöglichkeit für alle Effekte
  • Sehr plastisch klingt das Telefon zu Beginn von Kapitel 2
  • Feinnervige Brillanz im Hochtonbereich weniger ausgeprägt als beim Onkyo und beim Yamaha

Teil 2

Medium Sony Yamaha
A New Day
  • Das zersplitternde Glas zu Beginn wird nicht überzeugend dargestellt - es klingt zu matt 
  • Der Bass ist zu wuchtig und versetzt die Stimme nach hinten
  • Die Stimme selbst ist sehr gut verständlich, erscheint aber minimal nasal geprägt, die stimmtypischen Charakteristika sind nicht allzu ausgeprägt. Insbesondere der Yamaha zeigt, wie viel mehr in der TrueHD Tonspur steckt. 
  • Sehr gut: Die Pegelfestigkeit des 5400
 
  • Klatschen des Publikums klingt sehr authentisch
  • Der Klang des zersplitternden Glases wird nicht ganz so realistisch wiedergegeben wie vom Pioneer - hier liegt der Yamaha auf dem Level des Onkyo
  • Bei der Präzision der Basswiedergabe überzeugt der 3900 und muss sich nur dem Pioneer beugen
  • Die Stimme von Dion erfasst der 3900 am besten - klar, facettenreich, mit überragenden vokalen Konturen, das ist eine Leistung, die selbst manche Boliden nicht erreichen.
  • Auch die Einarbeitung verschiedener akustischer Ebenen gelingt dem Yamaha herausragend.
  • Selbst bei hohem Pegel wird die Stimmwiedergabe nicht aggressiv, ebenfalls gelingt auch bei hoher Hörlautstärke sehr gut die Trennung zwischen einzelnen Elementen (Bass/Stimme/Publikum)
  • Feindynamische Differenzen im Mittel- und Hochtonbereich stellt der Yamaha bei dieser BD vom gesamten Konkurrenzfeld am besten dar

 

Stirb Langsam 4.0
  • Im Bassbereich langt der Sony kräftig zu und bietet eine Auslegung, die für Effektliebhaber sehr gut 
  • In der Szene, als Matthew Farrell angegriffen wird, nutzt der Sony seine Effektgewalt zu einer sehr eindrucksvollen Vorstellung - allerdings stellt der Pioneer Effekte klarer und besser voneinander getrennt dar. Das trifft auch auf Onkyo zu (bessere Differenzierung der Ebenen) und auf den Yamaha (bessere räumliche Einarbeitung). Für enorm "explosives" Effektkino aber ist der 5400 sehr gut geeignet
  • Sehr gute Front/Surround-Balance
  • Die Stimmen werden sehr gut eingearbeitet - sie sind nur bei bassstarken Effekte etwas zu sehr zurück versetzt
  • Sehr gute Pegelfestigkeit - direkt hinter dem Pioneer einzuordnen
  • Der Bass ist nicht so präzise wie beim Pioneer, dafür aber sehr räumlich
  • Auch bei der Wiedergabe der Schusswechsel ist der Erlebnisfaktor beim Pioneer höher - der Onkyo klingt eine Idee klarer als der Yamaha, der 3900 arbeitet dafür die Effekte noch besser ins tonale Gesamtgefüge ein und bietet die größte Homogenität
  • Durch die in sich schlüssige Auslegung kann man mit dem Yamaha sehr gut entspannt laut hören - er strengt am wenigsten von allen Kandidaten an
  • Die Stimmwiedergabe ist auch hier exzellent. Im Gesamtumfeld gibt aber der Onkyo bei Stirb Langsam die Stimmen am besten wieder.
  • Der Yamaha stellt kleine Dynamikdifferenzen sehr glaubwürdig dar
  • Der 3900 bietet auf den Surroundkanälen viel Weitläufigkeit (Regen im Hintergrund) - beste Leistung im Testfeld
Independence Day
  • Der 5400 realisiert viel Nachdruck im Bassbereich, er meint es manchmal allerdings "zu gut" und steuert den aktiven Subwoofer mit vergleichsweise hohem Pegel an. Er  fungiert als Contrapunkt zum sehr exakten Pioneer und legt viel Wert auf maximales Volumen und subjektiv als sehr stark empfundenen Nachdruck
  • Der Music Score klingt gut, das Einblenden der Funksprüche erfolgt beinahe nahtlos
  • Ganz minimal blecherne Wiedergabe des oberen Mitteltonbereiches
  • Homogenes Surroundklangfeld mit sehr guter Räumlichkeit
  • Grobdynamisch bietet der Sony einen großen Umfang
  • Die Feindynamik im Hoch- und Mitteltonbereich ist voll befriedigend. Kleine Dynamiknuancen könnten noch präziser zum Tragen kommen
  • Die sehr gute Ansteuerung des aktiven Subwoofers mit tadellosem Übergang von den unteren Mitten in den Bassbereich überzeugt
  • Der Yamaha realisiert einen enormen Tiefgang und stellt subtile Bassanteile ausgezeichnet dar
  • Die Funksprüche der Mondlandung arbeitet der Yamaha sehr gut an, aber nicht ganz so prägnant wie der Pioneer - dafür ist die "mildere" Abstimmung des Yamaha die Angenehmste im Testfeld
  • Der Music Score wird sehr homogen und dynamisch wiedergegeben - hier liegt der Yamaha zusammen mit dem Onkyo vor dem Pioneer
  • Stimmen erfasst der 3900 erneut ausgezeichnet und stellt sie detailliert dar
  • Auch bei ID4 ist es möglich, stressfrei sehr laut mit dem 3900 zu hören
  • Lebendige, voluminöse Ausgestaltung der Surroundkanäle. Der 3900 harmoniert sehr gut mit Dipolen für Surround L/R

Unser Fazit: Alle vier AV-Receiver stellen die Vorzüge der neuen Tonformate gut heraus. Allerdings weisen die Geräte völlig unterschiedliche akustische Auslegungen auf. Der Yamaha RX-V3900 beeindruckt durch seine enorme klangliche Harmonie - mit dem 3900 kann man nichts falsch machen, der 3900 ist nicht anspruchsvoll bezüglich der Wahl des Hörraums und kommt mit akustisch lebendigen wie auch mit stärker bedämpften Lokalitäten sehr gut zurecht. Dank der Konfigurationsvielfalt (EQ etc.) und der homogenen Grundauslegung liefert der Yamaha stets einen gepflegten, im Hochtonbereich durch die Samtigkeit und die feine Brillanz schlichtweg schönen Sound. Sehr schön modelliert der Yamaha den Oberwellenbereich heraus, er zeigt dadurch sehr gut die Vorteile der neuen HD-Tonformate. Die Wiedergabe von Stimmen gelingt ihm exzellent. Die Präzision im Bassbereich, die Durchschlagskraft von Effekten und die Pegelfestigkeit sind tadellos, hier lässt der 3900 aber anderen Modellen galant den Vortritt. Kraftvoll und klar, aber nicht mehr so seidig und filigran wie frühere Modelle präsentiert sich der sehr gut durchstrukturierende Onkyo TX-NR906. Er spielt grobdynamisch etwas nachdrücklicher als der Yamaha, dafür nicht ganz so homogen. Feindynamische Differenzen stellt der 906 vorzüglich dar und bringt somit den Benefit der neuen Tonformate sehr greifbar zum Ausdruck. Die Pegelfestigkeit ist auf Yamaha-Level. Sehr gut gelungen ist die Stimmwiedergabe, sie ist minimal dynamischer als beim Yamaha, dafür betont der Yamaha vokale Details noch besser - also bilanzierend ein Patt zwischen den Kontrahenten, was die Stimmwiedergabe angeht.  Der Pioneer ist unser "Extremist", denn er fasziniert über alle Maßen, polarisiert aber auch am stärksten. Bei der Präzision im Bassbereich und bei der Pegelfestigkeit sowie bei der Grobdynamik setzt der SC-LX81 im Testfeld die Maßstäbe. Sein Hochtonbereich ist über alle Maßen klar, aber sehr prägnant und erscheint minimal synthetisch - dass im Pioneer digitale Endstufen am Werk sind, bleibt trotz der hohen Qualität nicht ganz verborgen. Die Surround/Back Surround-Kulisse ist von enormer Lebendigkeit geprägt. Noch mehr Räumlichkeit offerieren der Onkyo und insbesondere der Yamaha. Bleibt der STR-DA5400ES - Kompliment an Sony, der AV-Receiver konnte sich in allen Belangen gegenüber dem Vorgänger verbessern. Und nicht nur das: Bezüglich der Wucht bei der Effektdarstellung setzt der 5400 in diesem Testumfeld die Maßstäbe. Es fehlt etwas an Durchzeichnungsvermögen und Brillanz im Hochtonbereich, dafür ist der Übergang des unteren Mitteltons in den Bassbereich hervorragend gelungen. Music Score und Effektsequenzen vermag der Sony, exzellent miteinander zu verschmelzen. Also bilanzierend ein großer Erfolg - Sony hat mit dem 5400 den Sprung zurück zu den besten Herstellern im AV-Receiver-Business geschafft, die Klassenspitze ist bei etwas mehr Feintuning greifbar nahe.

Klang DTS/Dolby Digital

Teil 1

Medium Onkyo Pioneer
Casino Royale
  • Die enorme Dynamik bringt die Anfangsszene auf Madagaskar gut zum Ausdruck
  • Der Music Score ertönt sehr nachdrücklich
  • Präziser und kräftiger Basseinsatz
  • Kleinigkeiten (Bond stößt Blätter zurück, als er durchs Gebüsch läuft) erscheinen sehr echt
  • Bond fährt mit Radlader in Baustelle: Effekt-Spektakel mit
    präzisem Aufbau
  • Insgesamt holt der 906 auch aus normalen Dolby Digital Tonspuren
    eine Menge Dynamik und Nachdruck heraus, er spielt dynamischer als frühere Onkyo Modelle, aber nicht mehr so homogen
  • nahezu perfekte Bassansteuerung - überaus präzise und klar. 
  • Explosionen ertönen mit Nachdruck und Struktur
  • Sehr dynamischer, aber auch sehr präsenter Hochtonbereich, der etwas hart und weniger "smooth" gesoundet ist
  • Sehr gute Effekteinarbeitung im Surround- und im SB-Bereich
  • Insgesamt ein beeindruckend kräftiges, dynamisches Spiel - der feinsinnige Anwender wird aber etwas Sensibilität vermissen, der Hochtonbereich erscheint sehr präsent
Star Wars Episode III
  • Angehört in THX Surround EX
  • Hochtonbereich sehr angenehm, aber nicht einfältig, dadurch hohe Pegel möglich
  • Schlacht über Coruscant: Heransausende Jäger werden hervorragend wiedergegeben, verschiedene Effektebenen werden ausgezeichnet dargestellt
  • Nachdrückliche, kraftvolle Ansteuerung des aktiven Subwoofers
  • Music Score bleibt stets klar vernehmbar
  • Gute Einarbeitung der Stimmen, auch bei hohem Pegel frei von negativen Begleiterscheinungen
  • Sehr gelungene, exakte und räumlich dichte Effektverteilung
  • Sehr lebhafte und facettenreiche
    Surround Klangkulisse
  • Angehört in THX Surround EX
  • Sehr klarer, dynamischer Hochtonbereich, dürfte manchem Anwender etwas zu präsent sein (heransausende Jäger)
  • Erstklassige, präzise Ansteuerung des aktiven Subwoofers
  • Extrem schnelle, spritzige Effektwiedergabe
  • Sensibilität im Hochtonbereich weniger ausgeprägt als beim Onkyo
  • Stimmen klingen bei hohem Pegel leicht zischend, ansonsten exakte Wiedergabe
  • In großen Explosionen viel Struktur
Jarre in China
  • Sehr gut werden auch kleine Dynamik-Differenzen beim Spiel Jarres an den Synthesizern herausgearbeitet. 
  • Die Effektkulisse erscheint glaubwürdig und nicht aufgesetzt. Gute Dynamik und gutes Raumgefühl, nur der Yamaha offeriert etwas mehr Räumlichkeit
  • Auch kleine Effekte, die von hinten kommen, werden sauber aufgelöst
  • Glockenläuten zu Beginn von Chapter 4 klingt sehr realistisch
  • Der Zuhörer fühlt sich mitten in die Effekte eingebettet, der 906 offeriert ein sehr intensives, direktes Klangerlebnis
  • Erneut sehr präzise und tadellos strukturierte Basswiedergabe
  • Glockenläuten klingt nicht so glasklar wie beim Onkyo - auch sonst ist die Detailauflösung etwas schlechter
  • Enorme Grobdynamik - spielt im grobdynamischen Bereich sehr mitreißend, durch die fehlende Feindynamik leicht synthetischer Touch
  •  Sehr pegelfest - typisch Pioneer. Geringe Erwärmung dank digitaler Endstufen

Teil 2

Medium Sony Yamaha
Casino Royale
  • Sehr nachdrückliche Effektwiedergabe
  • Ausgezeichneter Raumeindruck (Front und Surround)
  • Stimmen klingen minimal zischend
  • Music Score sehr wirkungsvoll eingearbeitet
  • Pegelfestigkeit nur knapp unter Pioneer-Niveau
  • Feindynamisch gut, aber nicht überragend
  • Der Yamaha bietet ein homogenes Klangbild mit fließenden Übergängen
  • Der Onkyo entfaltet bei tieffrequenten Explosionen etwas mehr Wucht, der Pioneer bietet noch mehr Härte und Präzision, dafür schließt der 3900 den Bassbereich am besten an, zudem kann mit dem 3900 sehr gut laut gehört werden
  • Die Einarbeitung des Music Score gelingt dem 3900 besonders gut
  • Erneut überzeugt die Stimmwiedergabe, Stimmen erscheinen nie aufgesetzt, sondern immer realistisch integriert
  • Sehr viel Weitäufigkeit auf den Surroundkanälen, der Yamaha bietet die beste Panorama-Wirkung 
Star Wars Episode III
  • Hörbares Grundrauschen
  • Sehr gute Räumlichkeit im Surroundbereich
  • Sehr nachdrücklicher Bass
  • Der Music Score klingt weitläufig
  • Hochtonbereich minimal blechern in einigen Sequenzen
  • Kleine Dynamik- Differenzen können noch genauer zum Ausdruck gebracht werden
 
  • Sehr homogenes Klangbild, das den Zuhörer räumlich mit hoher Intensität umgibt. 
  • Verschiedene Effektebenen werden sehr gut erkannt und auseinander differenziert
  • Facettenreiches Geschehen auf den Surroundkanälen
  • Exzellente Stimmwiedergabe, auch bei hoher Lautstärke charismatisch und frei von Zischlauten oder anderen disharmonischen Elementen
  • Insgesamt eignet sich die Auslegung des 3900 sehr gut zum lauten Hören, die Dynamik überzeugt auch bei großem Pegel.
Jarre in China
  • Beginn von Track 4 erscheint sehr räumlich
  • kräftiger Bass
  • Die Glocke gibt der 5400 prima wieder
  • Sehr gute Effektübergabe Front - Surround
  • Synthesizer-Klänge  und Hintergrundkulisse trennt der Sony sehr gut und schafft trotzdem ein in sich schlüssiges Klangbild
  • Viel Volumen, sehr guter Tiefgang
  • Bei der Jarre-DVD weiß der Sony absolut zu überzeugen und platziert sich weit vorne
  • Glocke zu Beginn von Track 4 klingt sehr realistisch
  • Sehr hohe Dynamik bei der Wiedergabe der Synthesizer-Töne
  • Viel Atmosphäre auf den Surroundkanälen, in allen Frequenzbereichen
  • Effekte erscheinen sehr plastisch
  • Der Bassbereich besitzt Volumen und einen sehr guten Tiefgang, nur kleine Strukturen könnten noch prägnanter herausgestellt werden
  • Kleine Pegeldifferenzen innerhalb von Sythesizer Effektsequenzen kommen gut zum Ausdruck

Unser Fazit: Bei den herkömmlichen Tonformaten leistet sich der Pioneer eine kleine Schlappe, denn sein recht dominanter Hochtonbereich sorgt für leichte Disharmonie. Teilweise kann dies durch den enorm präzisen Bass ausgeglichen werden. Die Grobdynamik ist beim SC-LX81 erneut die beste im Testfeld - allerdings bleibt der Sony dem Pioneer dicht auf den Fersen. Das gilt auch für die Pegelfestigkeit, hier distanzieren Sony und Pioneer die beiden anderen Konkurrenten, wobei die Pegel, die Yamaha und Onkyo realisieren, auch deutlich mehr sind, als nahezu alle Anwender in der Praxis benötigen. Wer entspannt und doch fesselnd hören möchte, fährt mit dem Yamaha am besten. Er bindet alle Boxen mit enormer Gleichmäßigkeit ein und stellt nahtlose, fließende Übergänge sicher. Der Bass besitzt viel Tiefgang und eine tadellose Präzision. Vokale Elemente arbeitet der 3900 mit treffender Akzentuierung ein. Der Onkyo ist akustisch etwas härter und frischer ausgelegt als der Yamaha - ohne aber je unangenehm zu werden. Vielmehr ist es eine Frage der persönlichen Präferenzen, welche Charakteristik bevorzugt wird. Grobdynamisch bietet der 906 etwas mehr, dafür sind die tonalen Übergänge beim 3900 minimal fließender und die Räumlichkeit erscheint nochmals authentischer. Der Sony hält sehr gut mit, zeigt bei Star Wars und bei Casino Royale aber einen minimal blechern klingen Hochtonbereich - dafür entschädigt die Leistung bei der Jarre-DVD: Der Sony gibt die anspruchsvolle Scheibe bilanzierend am besten von allen Teilnehmern wieder.

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