AVR-MASTERTEST: Onkyo TX-NR906/Pioneer SC-LX81/Sony STR-DA5400ES/Yamaha RX-V3900

27.02.2009 (cr)

Einführung 

AV-Receiver präsentieren sich im HD-Zeitalter als multifunktionelle Audio-/Videoschaltzentralen, die mit intelligenten Einmesssystemen, leistungsstarken Endstufen, umfangreicher HDMI-Anschlussbestückung und ausgefeilten Video-Sektionen aus allen Signalarten ein imposantes Ergebnis holen. Natürlich finden sich alle eben aufgeführten Leistungsmerkmale nicht unbedingt in sehr kostengünstigen Regionen, ist es aber auch nicht nötig, 3.500 EUR und mehr in einen großen AV-Boliden zu investieren, um in den Genuss hochwertiger Ausstattung zu kommen: In einer Preisspanne zwischen 1.799 EUR und 2.199 EUR haben wir vier Kandidaten gefunden, die um den Sieg in unserem großen Mastertest kämpfen:

  • Der Yamaha RX-V3900 für 1.799 EUR möchte mit extrem reichhaltiger DSP-Sektion, weiter entwickeltem automatischen Lautsprecher-Einmess- und EQ-System ebenso punkten wie mit seinem präzisen De-Interlacing/Upscaler.

  • Der Sony STR-DA5400 geht mit Faroudja De-Interlacing, gleich 6 HDMI-Eingängen und mit umfangreich ausgestattetem Einmesssystem ins Rennen. Der Preis für das High-Tech-Paket: 1.999 EUR.

  • Der Onkyo TX-NR906 für 1.999 EUR brilliert mit einem großen Video-EQ inklusive ISF-Kalibrierung für jeden Eingang getrennt sowie mit einem hochwertigen inneren Aufbau für maximale akustische Performance.

  • Der Pioneer SC-LX81 für 2.199 EUR ergänzt mit leistungsfähigen digitalen Endstufen, eindrucksvoller Bolidenoptik und reichhaltiger Audio-/Video-Ausstattung unser Testfeld. 
Aufteilung unseres Testberichtes
Verarbeitung außen

Teil 1

Sauber verarbeitete Klappe beim Onkyo

Formschöner Lautstärkedrehregler

Sehr gute Lautsprecherkabel-Anschlussterminals beim Onkyo

Pioneer mit offener Klappe

Edel anmutender Lautstärkeregler

Sehr gediegene Verschraubung beim Pioneer. Die Lautsprecherkabel-Anschlussterminals weisen keine besonderen Merkmale auf

Merkmal Onkyo Pioneer
Passung Frontblende ausgezeichnet exzellent
Materialqualität Frontblende sehr gut ausgezeichnet
Qualität Klappe Gelenke Kunststoff
Klappe massiv Metall
Kunststoff-
Metall-Mix
Qualität LS-Regler Befriedigende Materialqualität
Leider nicht gerastert, eiert leicht
Hochwertige Optik, Metall, Lauf wirkt leicht synthetisch
Qualität Inputregler Kein Regler, einzelne
Druckknöpfe, präziser Druckpunkt
Metall, sehr gute Haptik und Optik, gerastert
Qualität Display DOT Matrix, sauber lesbar, angenehme Farbgebung Sehr gut lesbar, keine so angenehme Farbgebung wie Onkyo und Yamaha
Qualität Rückseite Vergoldete Cinchbuchsen, gute Passung aller Terminals, nichts wackelt, hochwertige LS-Terminals Keine vergoldeten Cinchbuchsen, aber hervorragende Verschraubung mit Kupferschrauben und hervorragender Sitz aller Buchsen
Qualität Gerätefüße Große, qualitativ gute Kunststoff-Standfüße Kunststoff/Metallmix, sehr hochwertig
Qualität Kantenverarbeitung Aufgrund des Frontblenden-Designs etwas scharfkantig, hinten leichte Rundung Perfekt, alle Kanten sehr gut gerundet
Qualität Fernbedienung Kunststoff, sehr gute Haptik und Optik Alu-Optik der Oberfläche, sehr gute Verarbeitung
Weitere Merkmale keine besonderen weiteren Merkmale Sehr hochwertige Verschraubung des gesamten Geräts
Gesamtwirkung des Geräts Typisches Onkyo-Design, recht schlicht, unterscheidet sich kaum von den kleineren Modellen Bombastisch - wie in 3.500 EUR Bolide

Teil 2

Relativ kleiner Lautstärkedrehregler des Sony mit angenehmer Haptik

Die Lautsprecherkabel-Anschlussterminals sehen auf den ersten Blick gut aus, entpuppen sich aber als eher einfach gemacht

Massive Metallklappe beim 3900

Der Lautstärkedrehregler liegt gut in der Hand

Die Lautsprecherkabel-Anschlussterminals könnten hochwertiger ausfallen

Merkmal Sony Yamaha
Passung Frontblende exzellent exzellent
Materialqualität Frontblende sehr gut exzellent
Qualität Klappe keine Klappe vorhanden Klappe massiv Metall, Scharniere Kunststoff
Qualität LS-Regler Aus Metall, eiert kaum, keine Rasterung Gut gelagert, gute Haptik, komplett aus Metall
Qualität Inputregler Metall/Kunststoff, sehr klein, gerastert, angenehme Haptik Etwas klein, sehr gute Rasterung, 
aus Metall
Qualität Display Ebenfalls hellblaue Farbgebung wie beim Pioneer, Punktmatrix Exzellent, großflächig, sehr gut ablesbar
Qualität Rückseite Lautsprecherkabel-
Schraubterminals wackeln und wirken nicht ganz preisklassengemäß. keine vergoldeten Cinchbuchsen, fester Sitz, gute Verschraubung
Keine vergoldeten Cinchbuchsen, Terminals sind sauber und fest eingepasst, nur die LS-Schraubanschlüsse wackeln und wirken billig
Qualität Gerätefüße Kunststoff, groß, fester Sitz Kunststoff-Füße, sitzen nicht hundertprozentig fest
Qualität Kantenverarbeitung Makellos, keine Verletzungsgefahr perfekt bis ins Detail
Qualität Fernbedienung Kunststoff, gute Qualität, aber kein Highlight Schicke Optik, voll befriedigende Materialqualität, Zweitfernbedienung dabei
Weitere Merkmale keine weiteren Merkmale keine weiteren Merkmale
Gesamtwirkung des Geräts durch die fehlende Klappe etwas unruhige Optik Elegantes, zeitloses Design

Unser Fazit: Das teuerste Gerät, der Pioneer SC-LX81, bietet auch die beste Qualität. Er sieht aus wie ein echter Bolide, nur die Klappe, die nicht vollmassiv aus Metall ist, stört minimal. Ansonsten eitel Sonnenschein. Danach reiht sich der ebenfalls sehr sauber verarbeitete Yamaha RX-V3900 ein, der etwas zurückhaltender als der Pioneer auftritt. Der dritte Platz geht an den schlichten Onkyo, der sich etwas zu wenig von den preiswerteren Geschwistern abhebt. Der Sony verliert durch seine zerklüftete Optik, bedingt durch die fehlende Klappe ebenso Punkte wie durch die wackeligen LS-Terminals. 

Verarbeitung Innen

TX-NR906 Inside

Pioneer von Innen

Innenleben des Sony

Yanaha von Innen

Merkmal Onkyo Pioneer Sony Yamaha
Platinenlayout sauber sauber noch gut noch gut
Verkabelung gut bis sehr gut sehr gut könnte weniger üppig ausfallen könnte klarer ausfallen
Materialqualität sehr gut sehr gut gut gut
Besondere Merkmale Großer Ringkerntrafo, großer schwarzer Alu-Kühlkörper digitale Endstufen,
aufwändiges
Chassis
keine Chassisverstrebung in der Mitte
Gesamtwirkung des inneren Aufbaus aufgeräumt, hochwertig, vorbildlich Edel, wie ein Bolide aufgebaut Für ein 2000 EUR-Gerät gerade noch befriedigend Für ein 1.800 EUR-Gerät noch befriedigend

Unser Fazit: Auch bezüglich des inneren Aufbaus sehen wir den Pioneer vorn, sein übersichtliches Layout setzt ebenso Maßstäbe wie das aufwändige Chassis. Das Chassis des Onkyo ist weniger opulent, ansonsten aber begeistert auch dessen Innenleben, besonders der große Ringkerntrafo und der üppig dimensionierte Kühlkörper setzen für diese Klasse Maßstäbe. Yamaha und Sony wirken im direkten Vergleich etwas unaufgeräumt und weniger durchdacht aufgebaut. 

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