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 HARDWARE-TESTS

TEST: HDTV-Video und -Fotografie mit der Samsung WB500 (1/2)

09.03.2009 Autor: Karsten Serck

Weiter zu Seite 2 (Bildrauschen, Kontrast/Farben, Ergonomie, JPG-Kompression, Fazit)

Während Digitalkameras in den letzten Jahren vor allem durch immer mehr Megapixel gekennzeichnet waren, konzentrieren sich die Hersteller inzwischen wieder mehr auf die wirkliche Bildqualität, die sich eben nicht einfach in Form von Megapixeln ausdrücken lässt. So wirken die 10.2 Megapixel der neuen Samsung WB500-Kompaktkamera recht vernünftig. Schließlich sind die Reserven bei einer Aufnahme mit 3648 x 2736 Pixeln immer noch groß genug, um auch Drucke in größeren Formaten in guter Qualität zu ermöglichen. Für die Darstellung auf Fernsehern im Breitbild-Format gibt es auch einen 16:9-Modus mit 3648 x 2056 Pixeln und darüber hinaus kann die Kamera auch HD-Video in 1280 x 720 Pixeln mit H.264-Kompression aufzeichnen. Im Handel ist die WB500 bereits unter 300 EUR zu bekommen.

Die Samsung WB500 ist mit einem Schneider-Kreuznach-Objektiv mit einer Brennweite von 24-240 mm ausgestattet und erlaubt somit auch Aufnahmen im extremen Weitwinkelbereich. Trotz des großzügigen Zoombereichs ist die Kamera im geschlossenen Zustand nur rund 3,5 cm tief. Mit 240 Gramm Gewicht bringt sie aber auch einige Schwungmasse mit sich. Damit die Kamera nicht beim Fotografieren aus einer Hand plötzlich durch die Gegend fliegt, sorgt eine griffige Kunststoffmulde auf der rechten Vorderseite für besseren Halt. Benutzern mit kurzen Fingern dürfte hingegen der Griff auf den Auslöser durch das etwas im Weg stehende und auch leicht schwergängige Funktionsrad direkt an der rechten Kante erschwert werden. Die Kamera arbeitet mit einem zuschaltbaren mechanischen Verwacklungsschutz sowie einem zusätzlichen elektronischen Verwacklungsschutz, der über den "Dual"-Modus ausgewählt werden kann.

Vom Funktionsumfang bietet die Kamera annähernd die Vielfalt einer wesentlich größeren Spiegelreflexkamera. Belichtungszeit und Blende, Weißabgleich und die ISO-Empfindlichkeit (80-3200) lassen sich auf Wunsch auch manuell einstellen. Auch Belichtungsreihen sind möglich und als Zubehör ist sogar ein Infrarot-Fernauslöser erhältlich. Für bestimmte Aufnahmesituationen gibt es insgesamt 14 verschiedene Szenen-Modi und direkt über das Funktionsdrehrad lassen sich ein "Beauty Shot"-Modus sowie eine Einstellung für Nachtaufnahmen abrufen. Lediglich Aufnahmen im unkomprimierten "RAW"-Modus sind nicht möglich sondern nur in zwei verschiedenen JPEG-Kompressionsstufen.

Eine sehr praktische Funktion ist die in der Kamera integrierte Schnittfunktion: Ruft man eine Aufnahme auf, so kann man ganz einfach einen gewünschten Bereich aufzoomen und mit einem einzigen Knopfdruck eine Kopie dieses Ausschnitts auf der Speicherkarte ablegen.

Für Fotografien können sowohl MMC+, SD und SDHC-Karten mit maximal 8 GB Speicherkapazität verwendet werden. Anstelle eines klobigen Ladegeräts wird mit der Kamera lediglich ein kompakter USB-Lader mitgeliefert, der für 100-240 Volt geeignet ist. Das Ladekabel mit USB-Stecker erlaubt es, die Kamera auch an einem USB-Anschluss am PC aufzuladen. Leider ist an der Kamera selbst keine USB-Mini-Buchse sondern eine kameraspezifische Buchse, die über ein anderes Adapterkabel die Bildausgabe über einen Composite-Anschluss erlaubt.

Folgende Auflösungen unterstützt die WB500:

  • (16:9) 3648 x 2056
  • (4:3) 3648 x 2736, 3072 x 2304, 2592 x 1944, 2048 x 1536, 1024 x 768
  • (3:2) 3648 x 2432

(Weitere technische Details siehe letzte Seite)



  • Geschwindigkeit: Nach dem Einschalten ist die Kamera innerhalb von ca. anderthalb Sekunden bereit für das erste Foto. Zum Fokussieren benötigt die Kamera meist nur Sekundenbruchteile, drückt man anschließend den Auslöser ganz durch, ist keine weitere Verzögerung zu spüren. Insgesamt benötigt ein einziges Foto rund anderthalb Sekunden, bis es auf der Karte abgespeichert ist - erst dann reagiert die Kamera aber auch erst wieder auf Befehle.

    Die Serienbildfunktion gibt es in zwei Ausführungen mit einem Bild ca. alle 1,25 Sekunden oder im High Speed-Modus mit ca. 0,75 Sekunden pro Einzelaufnahme. In beiden Einstellungen lassen sich alle Auflösungen frei wählen und selbst nach 30 Sekunden Daueraufnahme machte die Kamera nicht schlapp.

    Das Zoom-Objektiv ist zwar leise, aber etwas langsam: Für den Wechsel vom Weitwinkel auf den Tele-Bereich benötigt der Motor rund 2.5 Sekunden. Der digitale Zoom lässt sich zwar nicht komplett abschalten. Zieht man den Regler für die Tele-Einstellung nach rechts, so stoppt der Zoom aber und aktiviert den digitalen Zoom erst, nachdem der Regler noch ein zweites Mal betätigt wurde.

  • Objektiv: Das Schneider-Kreuznach-Objektiv ist von guter Qualität und zeigt nur geringe Fehler.  Chromatische Abberationen (Farbsäume, die gerade bei starken Kontrasten sichtbar werden können) lassen sich selbst bei starken Kontrasten nicht beobachten. Bei Aufnahmen von gleichmäßigen Flächen lassen sich hingegen leichte Vignettierungen (abgedunkelte Bildränder) erkennen. Im Weitwinkelbereich (24 mm) zeigen sich geringfügige Verzeichnungen, die gerade Linien leicht krumm wirken lassen. Im Macro-Modus kann man sich bis zu knapp 2 cm Distanz an ein Objekt heranpirschen, um korrekt fokussierte Bilder zu erhalten.

  • Bildstabilisator: Der optische Bildstabilisator arbeitet recht zuverlässig und ermöglicht es im Zusammenspiel mit der ISO-Automatik, auch noch bei leicht schummrigen Lichtverhältnissen in der Tele-Einstellung unverwackelte Bilder hinzubekommen, sofern man die Kamera halbwegs ruhig in den Händen hält. Den Dual-Modus mit der zusätzlichen digitalen Bildstabilisierung braucht man daher nur selten.

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