TEST: Toshiba Full HD 52 Zoll LCD-TV 52ZF355D

08. Mai 2008 (cr)

 

Einführung

Basisdaten

  • LCD-TV mit 3 x HDMI 1.3-Eingängen
  • 52 Zoll Bildschirmdiagonale (entspricht ca. 132 cm)
  • Full HD (Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel)
  • Dynamisches Kontrastverhältnis 30.000:1
  • Helligkeit: 500 cd/m²
  • Betrachtungswinkel (hor./vert.) 178°
  • Faroudja DCDi
  • Pixel PROcessing V
  • Active Vision M100 HD
  • Volle Darstellungsmöglichkeit für 1.080p/24 Hz-Signale mittels 5:5 Pulldown und 120 Hz Bildwiederholfrequenz
  • Real Digital Picture mit kompletter 10-Bit Farbverarbeitung (10 Bit pro Farbe R,G,B, insgesamt 30 Bit)
  • Selektives Farbmanagement
  • Aktive Regelung für die Hintergrundbeleuchtung
  • Analoger TV-Kabeltuner und digitaler DVB-T-Tuner (inklusive EPG)
  • Onkyo Slim Speaker
  • Eingebauter Verstärker mit 2 x 30 Watt Leistung
  • SRS WOW-Klangverbesserungstechnologie (TruBass, Focus, WOW)
  • Farbe: Schwarz Klavierlack/Chrom
  • Tischfuß im Lieferumfang
  • Abmessungen (B/H/T): 1214/805/325 mm inkl. Tischfuß
    Abmessungen (B/H/T): 1214/747/149 mm
    Paneltiefe: 149 mm
  • Gewicht mit/ohne Tischfuß: 42,5 / 36,6 kg
  • Farbe: klavierlack schwarz / silber
  • Marktpreis: Um 2.500 EUR (Stand 08. Mai 2008)

Der Toshiba 46ZF355D konnte bei uns im Test absolut überzeugen - für alle, die es nochmals "größer" wollen, hat Toshiba seit kurzem den 52ZF355D mit 132 cm Bildschirmdiagonale im Programm. Der Bildriese, mit "Picture Frame" (dünner Rahmen in schwarzem Klavierlack) ein optischer Beau, ist bereits für rund 2.500 EUR Marktpreis käuflich zu erwerben. Dafür bekommt der geneigte Kunde einen voll ausgestatteten Full-HD-LCD, der mit Toshibas aktuellsten Bildverbesserungs-Technologien ausgestattet ist. Natürlich ist der elegante Flachbildschirm voll kompatibel zu 1.080p/24 Hz-Signalen - er nimmt sie nicht nur entgegen, sondern zeigt sich auch nach Hochrechnung des 24 Hz-Signals auf 120 Hz (24 x 5) gekonnt auf dem Screen an. Integriert sind neben einem klangstarken Onkyo Slim Line-Lautsprechersystem mit SRS WOW-Klangverbesserung auch ein analoger und ein digitaler DVB-T-Tuner. Was Toshibas Schmuckstück im Praxistest leistet, lesen Sie nun. 

Verarbeitung

Solider Standfuß

Sauber integrierte Lautsprecher

Eleganz und Hochwertigkeit vermittelt der eingelassene Chromstreifen

Sehr gute Materialqualität

Dünner "Picture Frame" Rahmen

Die Rückseite

Die Fernbedienung ist qualitativer Durchschnitt

Die Verarbeitung überzeugt - ebenso wie beim kleineren Modell. Die hochglänzend-schwarze Optik des Rahmens ist sauber umgesetzt, die Oberflächen des verwendeten Kunststoffs sind von ausgezeichneter Qualität und weisen keine Einschüsse auf. Der Chromrahmen als Kontrastelement ist stilsicher integriert und akkurat verarbeitet. Alle Anschlussbuchsen auf der Rückseite sind tadellos eingepasst, so dass der 52ZF355D ohne Zweifel zu den am besten verarbeiteten LCD-TVs auf dem Markt gezählt werden kann. Der mitgelieferte, drehbare Standfuß ist bereits montiert und bietet sicheren Halt. Die mitgelieferte Fernbedienung ist kein qualitatives Highlight - Material- und Anfassqualität könnten durchaus höher liegen. Gesamtnote Verarbeitung in Anbetracht des Kaufpreises: Hervorragend. 

Technik und Ausstattung, Anschlüsse

Die Basisdaten des 52ZF355D hören sich sehr gut an: Mit einem dynamischen Kontrastverhältnis von 30.000:1 werden Bestwerte erreicht - zunächst aber nur auf dem Papier, welches bekanntermaßen geduldig ist. Was der Fernseher bezüglich des Kontrasts wirklich kann, muss er später in den Bildtestreihen unter Beweis stellen. Toshiba gibt einen Betrachtungswinkel von 178 Grad an - in der Praxis zeigt sich, dass auch tatsächlich mehrere Personen ohne große Einschränkungen einen Film mit dem 52ZF355D betrachten können. Als Bildhelligkeit nennt der Hersteller 500 cd/m2. 

Die Ausstattung des 52ZF355D ist sehr üppig geraten: Mittels des 5:5 Pulldowns und der Erhöhung der Bildwechselfrequenz auf 120 Hz (24 Hz x 5) bei Einspeisung eines 1.080p/24 Hz-Bildsignals wird eine ruckelfreie, hochklassige Bildwiedergabe möglich. Wer nur über einen HD DVD- oder Blu-ray-Player mit 1.080p/i/60 Hz-Bildsignalausgabe verfügt, wird sich über Toshibas "Film Judder Canceller" freuen, der durch gezieltes Einfügen von Zwischenbildern die störenden, durch den 3:2-Pulldown erzeugten Ruckelbewegungen abschwächt. Als weitere, die Bildqualität steigernde Maßnahme setzt Toshiba auf Full 10 Bit-Processing. Das bedeutet, dass während der gesamten Bildsignalverarbeitung 10 Bit pro Farbe (R,G,B) zur Verfügung stehen. Damit setzt Toshiba die Möglichkeiten des aktuellen HDMI 1.3a Standards um (Deep Colour). Auch das verbaute LCD-Panel arbeitet im 10-Bit-Verfahren. Das eingesetzte Wide Colour Gamut-Panel ist in der Lage, einen erweiterten Farbraum darzustellen. Das Ergebnis sollen absolut homogene Farb- und Helligkeitsübergänge sein. Mittels des CCFL Backlights (Cold Cathode Fluorescent Lamps) kann der 52ZF355D 98 Prozent desjenigen Farbraums abbilden, den das menschliche Auge wahrnehmen kann. Herkömmliche LCD-TVs schaffen lediglich 85 Prozent. Der herkömmliche RGB-Standard schafft es mit seinem beschränkteren Farbraum nicht, den Fähigkeiten des 52ZF355D gerecht zu werden. Daher unterstützt der Flachbildschirm mit xvYCC den modernsten Farbstandard, der 1,8 Mal mehr Farben übertragen kann als das aktuelle HDTV-Signal (welches im Vergleich zu normalen NTSC- oder PAL-Signalen auch einen anderen Farbraum nutzt). Derzeit wird xvYCC von einigen Camcordern und Computern genutzt, so dass man schon selektiert mit bewegten und statischen Bildern mit xvYCC-Farbwiedergabe arbeiten kann. 

Neu an Bord ist der Bildprozessor PIXEL PROcessing V - Verbesserungen gegenüber den Vorläufern sollen in einer weiteren Optimierung der möglichen Bildschärfe, mehr Farbbrillanz sowie einer exakten Trennung von Farb- und Helligkeitsübergängen liegen. Zusätzlich zur Vorgängerversion kommt das Feature "Dynamic Gamma Curve Correction" zum Einsatz. Durch eine effizientere Verwendung der Graustufen des LCD-Panels werden mehr Details herausgearbeitet, ohne jedoch das pure Weiß oder das reine Schwarz zu beeinflussen. 

Mit dabei ist Toshiba-typisch ein sehr umfangreicher Video-EQ, der auch ein selektives Farbmanagement beinhaltet. Wer sich lieber nicht an eigene Justagen heranwagt, kann zwischen verschiedenen vorgefertigten Bildfeldern wählen. Mehr Informationen zum Video-EQ finden sich im weiteren Verlauf dieses Testberichtes. 

Umfangreiche System-Steuerungsmöglichkeiten mittels REGZA-LINK

Kennzeichen des 52ZF355D ist auch die integrierte REGZA-LINK-Funktion: Diese Technik ermöglicht die Steuerung der gesamten Heimkinoanlage mit lediglich einer Fernbedienung. Voraussetzung dafür ist, dass alle im System eingesetzten Komponenten das CEC-Protokoll beherrschen und mittels HDMI-Kabel verbunden sind. 

Fernsehtechnisch bietet der Toshiba einen analogen Kabeltuner und einen digitalen DVB-T-Tuner (inklusive EPG-Funktion/elektronische Programmzeitschrift).  Selbstverständlich verfügt der 52ZF355D über eine sehr gut funktionierende automatische Senderprogrammierung, wahlweise kann auch manuell programmiert werden. 100 Programmspeicherplätze und eine Videotextfunktion mit TOP Videotext (1.300 Seiten Speicher) sind ebenso Standard wie eine parallele Darstellungsmöglichkeit von Videotext und TV-Bild. Eine Standbild-Darstellung ist ebenfalls möglich. Verschiedene Zoom-Modi (4:3/16:9/14:9/SuperLive/Breitbild/True Scan) sollen eine optimale Anpassung des jeweiligen Bildinhalts realisieren. Bei der "True Scan"-Technologie werden bei Einspeisung eines Full HD-Signals alle internen Skalierungsmechanismen umgangen und das Full HD-Signal pixelgenau auf die native Panelauflösung übertragen - somit ist dieser Modus der richtige, sollen Signale von einem Blu-ray- oder einem HD DVD-Spieler eingespeist werden. 

Damit auch die akustischen Eigenschaften für einen Flachbildschirm überzeugend ausfallen, setzt Toshiba beim 52ZF355D auf ein weiterentwickeltes Slim Speaker-System von Onkyo. Eine hohe akustische Klarheit und eine räumlich überzeugende Darstellung standen bei der Abstimmung im Fokus. Die Leistung des Systems fällt mit 2 x 30 Watt recht üppig aus.

Reichhaltig fällt beim 52ZF355D die Anschlussbestückung aus. Hier die Übersicht: 

 

Zwei Scartbuchsen reichen völlig aus - kaum noch ein Anwender wird viel mehr als eine der veralteten Anschlussformen wirklich benötigen. Ein Komponenteneingang inklusive 2-Kanal-Audioeingang sind Standard. Darüber hinaus bietet der 52ZF355D einen Subwooferausgang und einen 2-Kanal-Audioausgang. Ein 2-Kanal-Audioeingang (der dann Sinn macht, wenn am HDMI 1-Eingang z.B. ein PC angeschlossen ist, dessen Grafikkarte nur einen DVI-Ausgang hat und somit mittels DVI-/HDMI-Adapter kein Ton übertragen werden kann. Im Menü des 52ZF355D kann die Tonsignalübertragung entsprechend eingestellt werden) vervollständigt das Angebot

Zwei der drei HDMI 1.3-Anschlüsse befinden sich auf der Geräterückseite. Sie unterstützen bereits das CEC-Protokoll und ermöglichen so umfangreiche Systemsteuerungsmöglichkeiten

Eigener PC-Anschluss. Wird ein PC mit dem 52ZF355D verbunden, sind horizontale Lage, horizontale Breite, die vertikale Lage, die Bildhöhe, die Taktphase und die Abtastrate mittels OSD einstellbar


Der 52ZF355D besitzt auch einen optischen Digitalausgang

Zusammen mit einem S-Video-Eingang, einem FBAS-Eingang, einem 2-Kanal-Audioeingang und dem 3,5 mm Kopfhörerausgang findet sich ein dritter HDMI 1.3-Eingang an der Seite des 52 Zoll-Flatscreens

Fazit Technik/Ausstattung/Anschlüsse:

Der 52ZF355D ist mit allen technischen Merkmalen ausgestattet, die ein moderner Hightech-Flachbildschirm braucht. Er ist sehr gut für die Entgegennahme praktisch aller Signalarten gerüstet. Gesamtnote in Anbetracht des Kaufpreises: Hervorragend.  

Bedienung

Nur wenige Bedienelemente an der Seite des 52ZF355D

Zentrale Positionierung der Navi-Einheit

Größere Knöpfe für Lautstärke und Programmwechsel

Übersichtliches Menü für alle Anschlusseinstellungen

Die Menüs sind allesamt nicht mit Funktionen überfrachtet - sehr angenehm

Integriert ist auch ein Timer

Sehr praktisch ist die Wahl der Signalquelle

Der Arbeitswinkel der Fernbedienung ist beim 52ZF355D im Vergleich zum 46ZF355D deutlich verbessert worden, ebenso die Reichweite. Die Bedienung erweist sich als sehr einfach, daran ist auch der nun bessere Druckpunkt der Tasten auf der übersichtlichen Fernbedienung nicht ganz unschuldig. Die grafisch professionell aufbereiteten Menüs sind nicht mit Funktionen überfrachtet, sondern sinnvoll unterteilt. Versierte Anwender werden sich über die zahlreichen Bild- und Toneinstellmöglichkeiten freuen. Sehr einfach ("Ok"-Taste in der Mitte des Navigationskreuzes betätigen) geht die Auswahl des gewünschten Quellsignals vonstatten. Am Flachbildschirm selber sind nur wenige Bedienelemente für die Basisfunktionen an der Seite untergebracht. Nicht optimal sind die beiden HDMI-Eingänge, der PC-Eingang und der optische Digital-Audioausgang zu erreichen. Diese Anschlüsse könnten etwas günstiger platziert sein. Gesamtnote Bedienung: Ausgezeichnet.

Testequipment

Mittels Real Cable HDD 14 HDMI Splitter haben wir das Signal unserer Zuspieler ( Sony PS3, Sony BDP-S500, Panasonic DMP-BD10A) auf folgende Flachbildschirme parallel verteilt:

Bild

Video-EQ

Bildfelder: Der 52ZF355D hat werksseitig vorprogrammierte Bildfelder: "Dynamisch" (zu grell, zu viel Kontrast, nicht zu empfehlen), Film (augenfreundliche, etwas gedämpfte Wiedergabe) und "normal" (sehr ausgeglichenes, farbechtes und kontrastreiches Bild). Darüber hinaus besteht für den Anwender die Möglichkeit, individuelle Justagen zu erstellen. Auf diese Möglichkeiten möchten wir im folgenden weiter eingehen. 

Der erste Teil der Bild-Einstellmöglichkeiten des 52ZF355D

Wer hinter "Bildeinstellung" auf "OK" drückt, erhält die Möglichkeit, das Bild nach eigenen Vorstellungen zu kalibrieren. Die "Active Backlight Control" regelt automatisch die Stärke der Hintergrundbeleuchtung, was in dunklen Filmsequenzen zu einem verbesserten Bildeindruck führen soll. Der "Kino Modus" hat die Aufgabe, bei der Übertragung von Filmen z.B. aus dem Fernsehprogramm eine akkurate Bildwiedergabe mit sauberen Rändern und Linien zu ermöglichen. Die Funktion "Filmstabilisierung" ist für eine homogene Bewegungswiedergabe bzw. eine Anpassung der Bewegungswiedergabe in Filmen zuständig (Normal, Sanft oder aus ist anwählbar). Active Vision M100 HD ist die für HD-Quellen ausgelegte Form von Active Vision. Was verbirgt sich hinter „Active Vision 100“? Diese Technologie hat zur Aufgabe, ein absolut bewegungsscharfes Bild darzustellen, indem das Panel jetzt mit 100 (100Hz) statt der üblichen 50 (50Hz) Bildern pro Sekunde angesteuert wird. Bei LCD-Fernsehgeräten ist das einzelne Bild immer so lange zu sehen, bis es durch ein neues ersetzt wird – deshalb erscheinen Bewegungen oft ruckelig und unscharf. Das Bild wird durch die lange Verweildauer förmlich im Auge „eingebrannt“. Vergleichbar sind diese Umstände mit einem Daumenkino. Je länger eine Seite zu sehen ist, bevor man weiterblättert, umso weniger flüssig und unruhiger erscheinen die Bewegungen. Für einen flüssigen Bewegungsablauf ist lediglich die Geschwindigkeit beim Durchblättern zu erhöhen. Ein herkömmlicher LCD-Fernseher wechselt das Bild alle 1/50 sec. „Active Vision M100“ hingegen tauscht alle Bilder jede 1/100 sec, daher ist jedes Bild nun nur noch halb so lange zu sehen, bevor es ausgetauscht wird. Die Anzeigedauer zu halbieren, würde aber bedeuten, dass eine Sendung auch doppelt so schnell läuft. Um dies zu verhindern, berechnet und interpoliert „Active Vision M100“ zwischen je zwei Originalbildern ein zusätzliches Bild. Auf diese Weise ist eine fließende und zugleich scharfe Bewegungsdarstellung garantiert - und wie unsere Testläufe zeigen, ist der Effekt gerade beim TV-Programm oder bei Videomaterial auch spürbar, die Interpolation des Zwischenbildes gelingt in überraschend hoher Qualität, so dass der Anwender nur die flüssigen, klar gegliederten Bewegungsabläufe bemerkt. Der Menüpunkt "xvYCC-Wahl" betrifft nur HDMI-Quellen - xvYCC ist der erweiterte HDMI-Farbraum, der über diesen Menüpunkt abrufbar ist. 

Diese Einstellungen kann der Anwender selbst justieren - "Panelhelligkeit" meint die Stärke der Hintergrundbeleuchtung, während "Helligkeit" die eigentliche Bildhelligkeit umschreibt.

Beim 52ZF355D integriert ist eine schaltbare Schwarzwertanpassung: Hoch/Mittel/Niedrig/aus ist hier anzuwählen. Aufgabe ist eine Intensivierung der dunklen Bildbereiche, um Bilddetails besser hervorzuheben. Das gelingt auch gut, gleichzeitig wirkt das Bild bezüglich der Schwarzwiedergabe noch etwas tiefer. Die MPEG Rauschreduzierung ist auch in verschiedenen Stufen schaltbar und widmet sich MPEG-Komprimierungsartefakten, die vor allem bei nicht sauber komprimierten herkömmlichen DVDs auftauchen können. "Niedrig" nimmt schon etwas Rauschen weg, ohne dass das Bild zu digital-weichgezeichnet erscheint. Die "Digital Noise Reduction" (DNR) soll durch eine Weichzeichnung des Bildes Rauschmuster z.B. bei empfangsschwachen TV-Sendern eindämmen - nur sinnvoll bei sehr verrauschten und empfangsschwachen Sendern. Die Farbtemperatur beeinflusst sehr stark die Wirkung des Bildes auf den Zuschauer. Daher bietet Toshiba hier verschiedene Einstellmöglichkeiten: "Warm"  mit betonter Rotwiedergabe, "Normal" mit neutraler Farbwiedergabe und "Kalt" mit erhöhtem Blauanteil. Die Abstufungen sind relativ grob - man fährt am besten mit der Einstellung "neutral", die für beinahe alle Signalquellen sehr gut geeignet ist. 

Im zweiten Teil der Bildeinstellungen finden sich die zur Kalibrierung der Farbgebung gedachten Parameter. Wird das "3D Colour Management" aktiviert, besteht die Möglichkeit, umfangreiche Farbeinstellungen selbst durchzuführen:

Rot, Grün, Blau, Gelb, Magenta und Cyan können unabhängig voneinander bezüglich Farbton, Sättigung und Helligkeit angepasst werden. 

Fazit Video-EQ

Der 52ZF355D kann mit seinem reichhaltig ausstaffierten und zugleich praxisgerechten Video-Equalizer voll punkten. Bis auf eine schaltbare Gammakorrektur mit einer größeren Auswahl an einstellbaren Gammawerten wird nichts vermisst. Top ist das selektive Farbmanagement. 

Testbilder Burosch Display Tuning (Blu-ray):

  • Der Toshiba agiert beim Graustufen-Testbild ausgesprochen gekonnt. Schon in der Standard-Werkseinstellung werden alle 16 Streifen in sauberer, klarer Ausdifferenzierung und beinahe alle Quadrate innerhalb der Streifen auf den Bildschirm gezeigt. Verwendet man den "Kino"-Modus, so ist das Weiß weniger strahlend, wirkt aber immer noch - bis auf einen Grünstich im Panel - sehr klar. Mit reduzierter Helligkeit und trotzdem hohem Kontrast ist der "Kino"-Modus sehr gut für die Betrachtung von Filmen geeignet. Sogar der sehr helle "Dynamik"-Modus, eigentlich nicht für den Privatgebrauch geeignet (vielleicht nur dann sinnvoll, wenn man auf einer Party mit den Kumpels ein Fußballspiel anschaut), bietet immer noch einen ausgezeichneten Kontrast, alle Balken werden in klarer Differenzierung wiedergegeben. 
  • Bei den so genannten "Line Squares" (verschiedene Schriften in unterschiedlichen Größen sowie feine Linien zur Prüfung von Bildschärfe, Detailtreue, Bildsauberkeit) erzielt der 52ZF355D ausgezeichnete Ergebnisse: Klar umrissen und scharf stellt er alle Schriften dar. Auch feinste Linien werden extrem sauber wiedergegeben. Nur minimales Flimmern in einem Bildfeld verhindert eine perfekte Bewertung. 
  • Keine erstklassige Leistung konnte der Toshiba beim MGA (Magenta-Grün-Auflösung, Luminanz/Chrominanz-Auflösung) Testsignal erzielen: Mittels dieses Testsignals kann der Anwender den Frequenzgang von Helligkeit (Luminanz) und Farbe (Chrominanz) sowie die entsprechende Abhängigkeit zueinander überprüfen. Physikalisch bedingt, weist die Luminanz stets die doppelte Frequenz von der Chrominanz auf. Dieses Verhältnis wird in diesem Testbild verdeutlicht. Nun kommen wir jedoch zum eigentlichen Kern dieses Testbildes: Bei exakter Wiedergabe werden bei 37,1373 MHz Luminanz (im Bildschirm oben rechts, das ist die theoretisch maximale Auflösung) genau 1 Pixel weiß und ein 1 Pixel schwarz dargestellt. Es dürfen keinerlei Farbstiche an diesem Punkt enthalten sein - nur reines Schwarz und Weiß sollten im Idealfall zu sehen sein. Weder Artefakte noch Rauschmuster im Luminanz- bzw. Chrominanzbereich dürfen den Gesamteindruck negativ beeinflussen - und genau hier leistet sich der 52ZF355D Schwächen: Das Bild zeigt leichte Verfärbungen, und es treten Störungen in Form von Mustern auf, die normalerweise nicht zu sehen sein dürften. Viele Konkurrenten schneiden hier allerdings noch deutlich schlechter ab. Nahezu perfekt meistert der Samsung LE40F86BD dieses Testbild. 
  • Stars: Das Testbild ist über die gesamte Bildfläche symmetrisch aufgebaut und dient zur Einstellung der Bildschärfe und zur Beurteilung der Gleichmäßigkeit der Farbdarstellung. Mittels der Rasterung lässt sich präzise ausmachen, wann die Bildschärfe, sichtbar an Doppelkonturen ("Heiligenschein"), zu hoch eingestellt ist (übersteuert), bzw. wann zu wenig Bildschärfe vorhanden ist (Linien wirken nicht exakt gezeichnet, Bild ist zu weich). Die Gleichmäßigkeit der Farbdarstellung zeigt sich in der Ausprägung der farbigen Sterne ohne Doppelkonturen. Im Idealfall sollten der rote, der grüne und der blaue Stern in identischer Intensität wahrgenommen werden. Der 52ZF355D meistert alle Herausforderungen  - eine annähernd gleiche Farbintensität aller Sterne und eine überragende, scharfe Zeichnung aller Linien des Gitternetzes ohne störende Doppelkonturen.
  • Colour Bars: Mit diesem Testbild kann zweierlei überprüft werden: Zum einen muss die Trennlinie zwischen den benachbarten Farben absolut exakt verlaufen, zum anderen müssen alle Farben rein und satt dargestellt werden, mit einer 100-prozentigen Intensität. Der Toshiba sichert sich hier ausgezeichnete Noten. Die Übergänge zwischen den einzelnen Farbbalken sind überdurchschnittlich sauber - die Farbtrennung ist beispielhaft, die Farben erscheinen sehr leuchtend und kräftig, wenngleich sie minimal übersättigt wirken. Im Vergleich zum 46ZF355D ist die Rot-Wiedergabe sichtbar besser - das Rot weist keinen Orange-Einschlag mehr auf. 
  • Faces: Dieses Testbild ist besonders praxisgerecht, denn die Natürlichkeit der Wiedergabe von Hauttönen steht hier im Zentrum. Zwei junge Damen mit unterschiedlichem Teint schaffen besonders schwierige Bedingungen für den Flachbildschirm - denn in den hellen und dunklen Bildbereichen, bei hellerer und dunklerer Hautfärbung, muss das identische Differenzierungsvermögen gegeben sein. Mit präziser Modellierung der Haut der beiden attraktiven Damen, hervorragender Feinzeichnung der Haare (exzellent: Die Durchzeichnung der Haare oberhalb der Stirn bei der Dame mit dunklem Haar - übrigens auch im Modus "Kino" ist hier ein hoher Kontrast gegeben, keine Einzelheit versinkt in der Dunkelheit) und einer enormen visuelle Plastizität, gepaart mit vorbildlicher Bildsauberkeit (kaum Panelrauschen) sichert sich der 52ZF355D Bestnoten.  Nur der Grünstich des Panels stört etwas. 

Analoger TV-Tuner

TV-Tuner-Bild

Im Vergleich mit dem Toshiba 46ZF355D hat der analoge TV-Tuner des 52ZF355D deutlich zugelegt und kann sich mittlerweile auch im Konkurrenzumfeld gut behaupten. So erscheint das Bild nicht mehr so verrauscht, auch an der Bildschärfe gibt es wenig auszusetzen. Sehr gut ist es um das interne De-Interlacing bestellt. Der Toshiba stellt die typischen Laufbänder von N24 sehr gut dar, die Buchstaben stehen trotz der schnellen Bewegung stabil, und es kommt kaum zu Nachziehern.  Bewegungen erfolgen - wenn das Grundsignal nicht zu sehr verrauscht ist - ohne größere Pixelbildungen Die Empfangsstärke des Tuners ist besser als bei früheren Exemplaren. Farblich erscheint das Bild ausgewogen - bis auf den Grünstich, der allerdings mittels des internen Farbmangements zu einem großen Teil kompensiert werden kann. Der Kontrast ist sehr gut, was man z.B. bei Werbespots oder Reise-Dokumentationen nachvollziehen kann, wenn weiße Wölkchen am stahlblauen Himmel auftauchen. Die Wolken erscheinen scharf, kontrastreich und plastisch. Insgesamt eine überraschend gute Leistung - an die analogen TV-Tunereinheiten der Philips LCDs kommt der Toshiba aber noch nicht heran. 

Das Bild des analogen Tuners ist mittlerweile wirklich gut geworden

Blu-ray-Wiedergabe, 1.080p/24, 1.080p/60

Der Toshiba liefert bei "Stirb Langsam" eine überragende Kontrastleistung ab und schlägt bei dieser Blu-ray auch anerkannt gute Kontrahenten. Bei "Stirb Langsam 4.0" gibt es viele Filmsequenzen, die in der Dunkelheit spielen - der 52ZF355D schält fast alle Details aus den dunklen Bildbereichen heraus und schafft so ein sehr präzises Bild. Im Vergleich zum Sony KDL-46W2000, der ebenfalls mit einem ausgezeichneten Kontrast punkten konnte, kann sich der Toshiba durch das noch klarere Bild profilieren. Der leicht milchige, LCD-typische Schleier, der den Sony ebenso ziert wie - wenn auch in minimaler Art und Weise - den kleineren 46ZF355D - fehlt beim größeren 52 Zoll-Modell praktisch völlig. Dadurch erscheinen auch feine Muster im Hintergrund, selbst wenn sie in der Dunkelheit liegen, sehr klar und scharf. Bei der Farbwiedergabe fällt leider erneut der leichte Grünstich des Panels auf. Wer allerdings ins Geräte-eigene Farbmanagement geht und die Grün-Gewichtung entsprechend anpasst, kann die Grünstichigkeit wirkungsvoll abmildern. Der Sony KDL-46W2000 allerdings bleibt dem Toshiba bezüglich einer natürlichen Farbwiedergabe trotzdem leicht überlegen - dieser Einsteiger-46-Zöller von Sony realisiert eine Farbtreue, die wir kaum bei einem anderen LCD je gesehen haben. Sonst herrscht beinahe eitel Sonnenschein: Der 52ZF355D stellt die Hautstrukturen der Protagonisten sehr sauber dar, beinahe jede Pore erscheint auf dem Bildschirm. Das reaktionsschnelle Panel sorgt für eine flüssige, klare Darstellung bei allen Arten von Bewegungen. Der Blickwinkel des LCDs ist ausreichend groß, so dass auch mehrere Personen in voller Umfang die filmischen Ereignisse auf dem Bildschirm mitverfolgen können. 

Beim dritten Teil von "Fluch der Karibik" brilliert der Toshiba erneut mit seinem hervorragenden Kontrast. Absolute Film-Enthusiasten werden aber nach wie vor zu Recht anführen, dass der Schwarzwert noch Verbesserungspotential bietet. Sieht man im Vergleich einen Panasonic TH-42PZ80, so erscheint dessen Schwarz satter und tiefer. Im Vergleich zum 46ZF355D und zum Sony KDL-46W2000 weist der 52 Zoll-Toshiba aber sogar einen besseren Schwarzwert auf.  Als wir den 46ZF355D Ende des vergangenen Jahres testeten, fiel uns der Schwarzwert sogar noch positiv auf. Mittlerweile geht aber noch sichtbar mehr - auch bei LCDs. Bei der LCD-Konkurrenz wirkt der Samsung LE40F86BD im direkten Vergleich sichtbar tiefer bezüglich der Schwarzwiedergabe. Sehr scharf modelliert der 52ZF355D Bilddetails im hochfrequenten Bildbereich heraus. Schon der sprechende Totenschädel in den interaktiven Menüs beeindruckt durch die präzise Darstellung seiner Oberfläche. Im Film dann überzeugen erneut die Gesichter der Protagonisten - ganz gleich, ob Hautporen oder aber der Glanz in den Augen - praktisch jede Einzelheit wird erfasst. Dass das Bild so gelungen und präzise erscheint, liegt auch daran, dass Bildrauschen durch beinahe völlige Abwesenheit glänzt. Nur minimale Ruckler bei vertikalen Schwenks sind als Nachteil anzuführen. Bei horizontalen Schwenks herrscht absolute Ruhe im Bild. 

Bei "Alien versus Predator" erfreut in der Gletscher- und Gebirgslandschaft, die gleich zu Beginn sichtbar ist, die frische, lebendige Weißdarstellung des Toshiba. Trotzdem überstrahlt das Bild nicht völlig, dadurch wirkt es authentisch und natürlich. Das Predator-Raumschiff wird außergewöhnlich scharf wiedergegeben, alle Strukturen im Inneren sind klar erkennbar. Das im ewigen Eis liegende Schiff wird in der Dunkelheit nicht nur bezüglich der Umrisse, sondern auch bezüglich der Einzelheiten klar erfasst. Der vom Himmel rieselnde Schnee wirkt plastisch und wirklichkeitsgetreu. Der in der Luft herumwirbelnde Schnee wird präzise wiedergegeben - es sind keine unschönen Pixelbildungen zu erkennen. Die Gesichter der Akteure wirken auch hinter den herunterfallenden Schneeflockek deutlich gezeichnet. Nur selten weist das Toshiba Panel leichte Pixelbildungen auf. Auch bei Alien vs. Predator fällt wieder die sehr geringe Rauschneigung auf - beachtlich bei einem Panel mit einer so großen Bilddiagonale. Die sehr detailreiche Struktur der "Pedator"-Rüstungen wird vom 52ZF355D exakt wiedergegeben. 

Bei "Mission Impossible 2" wirkt schon die erste Sequenz mit der Stadtkulisse von Sydney visuell sehr intensiv. Der Toshiba neigt in der Normal-/Standard-Einstellung schon zu einer sehr satten, brillanten, fesselnden Farbwiedergabe. Mancher Filmliebhaber könnte es durchaus etwas dezenter mögen - der 52ZF355D bietet ein Bild, das den Betrachter sofort in seinen Bann zieht. Es ist unheimlich dynamisch, energiegeladen - aber kein typisches Kino-Bild. Dazu wirkt es zu strahlend, die Farben sind etwas zu stark betont. Der Toshiba zeigt sehr schön, wieso Plasmas und LCDs ihre voll Daseinsberechtigung haben: Mit satten, intensiven Farben (übrigens: Die Rot-Schwäche des 46ZF355D hat der größere Toshiba nicht) und enormer Schärfe sowie einer klaren Detaileinarbeitung macht der 52ZF355D sehr deutlich, wieso technisch voll ausgestattete LCDs den HD-Benefit besonders überzeugend herausstellen. Sehr gute Plasmabildschirme realisieren ein anders geartetes Bild: Dunkler, weniger satt, Kino-gemäßer. 

DVD-Wiedergabe, HDMI-Zuspielung, 720p

Auch bei der Darstellung von DVD-Signalen, die in 720p über einen der HDMI-Eingänge eingespeist werden, setzt sich der 52ZF355D sehr gut in Szene. Das Upscaling des 1.280 x 720er Signals auf die native 1.920 x 1.080er Auflösung des Panels gelingt dem Flachbildschirm sehr gut, wie man beispielsweise beim Vorspann von "Star Wars Episode III" sehen kann: Der Toshiba zeigt viele Sterne, die Schrift gleitet harmonisch und ausgewogen durchs Weltall. Die Weltraumschlacht oberhalb von Coruscant wird detailliert übertragen - dabei flimmern auch kleine visuelle Einzelheiten nicht, sondern werden scharf und akkurat eingearbeitet präsentiert. Die Gesamtbildschärfe liegt sehr hoch, und, wie sich beim Flügel des Sternzerstörers gleich zu Beginn des Films zeigt, der Kontrast liegt ebenfalls auf einem sehr hohen Level: Der eigentlich teilweise in der Dunkelheit liegende Flügel wird präzise gezeichnet präsentiert. Kaum ein Detail verliert sich in den dunklen Bildteilen. Die Gesichter der Akteure, in diesem Falle Anakin, Obi Wan und später der Kanzler Palpatine, sehen sehr wirklichkeitsgetreu aus. Die Hautoberfläche erscheint authentisch und nicht, wie bei vielen LCDs zu beobachten, wie "leicht gepudert". Bei "Sahara" sammelt der Toshiba weiter fleißig Punkte: Der Wüstensand wird sehr detailliert wiedergegeben, durch die Luft wirbelnde Sandkörner entfalten eine plastische Wirkungen. Einzelheiten an der Karosserie des Oldtimers vernachlässigt der 52ZF355D nicht, sondern stellt sie exakt dar (geschwungene Kotflügel, Kühlergrill). Zum Schluss nochmals zurück zu Star Wars - diesmal haben wir uns die überraschend bildstarke Episode IV vorgenommen. Mit exzellenter Bildschärfe, nur minimalem Panelrauschen und exzellentem Kontrast sichert sich der Toshiba auch hier Top-Zensuren. Nur der Schwarzwert, das zeigt sich auch hier wieder, kann noch verbessert werden - die eingebaute Schaltung, die die Schwarzwiedergabe intensivieren soll, arbeitet zwar gut, kann aber auch nicht verhindern, dass der Filmliebhaber nach wie vor tiefes, sattes Schwarz vermisst. 

Gesamtnote Bild in Relation zum Kaufpreis: Hervorragend - für den günstigen Marktpreis des 52ZF355D kann man kaum eine noch bessere Bildqualität erwarten. Einzig und allein der Grünstich stört etwas. 

Klang

Das Tonmenü stellt alle relevanten Justagemöglichkeiten bereit

Die verschiedenen Optionen des SRS WOW-Klangverbesserungssystems

Bassumleitungs-Option

Die Akustik des Onkyo Slim Speaker-Systems fiel bereits in früheren Testreihen durch die gelungene Auslegung auf. Dies findet auch beim 52ZF355D seine Fortsetzung - ein klarer, lebendiger Klang ist herauszuhören. Stimmen haben Kontur und sind zudem gut verständlich. Die Pegelfestigkeit ist ordentlich, systembedingt ist die Basswiedergabe etwas dünn - da nutzt es auch nicht wirklich viel, wenn "TruBass" auf "hoch" eingestellt wird. Zwar wirkt der Bass dann etwas dominanter als bei deaktivierter TruBass-Ausgabe, dafür aber neigt der 52ZF355D dann auch schon bei etwas angehobener Lautstärke zu Verzerrungen. Daher ist es sehr sinnvoll, dass Toshiba die Möglichkeit anbietet, direkt einen aktiven Subwoofer an den dazugehörigen Pre-Out auf der Geräterückseite anzuschließen. Mittels der aktivierten SRS 3D-Funktion sind Anflüge von Raumklang spürbar -  im Vergleich zu früheren Surround-Simulationen der ersten Flachbildschirm-Generationen sind die akustischen Möglichkeiten zum Schaffen eines virtuellen Surroundfeldes deutlich besser. Gesamtnote Klang in Relation zu Kaufpreis und Gerätegattung: Sehr gut. 

Fazit

Attraktiv, visuell stark und erstaunlich preisgünstig: Der Toshiba 52ZF355D

Der Toshiba 52ZF355D ist nicht nur aufgrund seines niedrigen Marktpreises eine verlockende Offerte - auch die sehr edle, elegante Optik und die Verarbeitung wissen zu begeistern. Doch all dies würde noch kein erstklassiges Testergebnis rechtfertigen - schließlich sollte ein LCD-TV in erster Linie bezüglich der gebotenen Bildqualität glänzen können. Genau das gelingt dem Toshiba ebenfalls. Sein sehr intensives, scharfes, detailreiches und kontraststarkes Bild zeigt die Vorteile eines Full-HD-Gerätes eindrucksvoll auf. Im Vergleich zum ebenfalls getesteten 46 Zoll-Gerät aus der identischen Serie bringt die 52-Zoll-Version eine bessere interne Scaling-Einheit mit. So gelingt das Upscaling von analogem TV-Material und von 720p-DVD-Signalen ausgezeichnet. Der eingebaute De-Interlacer mit Faroudja-Technologie fügt sich nahtlos ins Gesamtbild ein - flüssige Bewegungen ohne störende Nachzieheffekte sind damit garantiert. Kleine visuelle Schwächen bleiben trotz aller Stärken: So war ein sichtbarer Grünstich im Panel festzustellen, und der Schwarzwert könnte noch besser sein. Akustisch bietet das eingebaute, von Onkyo entwickelte Slim Speaker-System keinen Anlass zur Kritik - ein klarer, verständlicher Klang und eine ordentliche Raumwirkung bei Aktivierung der virtuellen Surround-Funktion sorgen für zufriedene Gesichter bei den Zuhörern. Die Bedienung ist einfach - bedingt durch die sinnvoll aufgebauten Menüs und die endlich mit ordentlicher Reichweite und einem brauchbaren Arbeitswinkel aufwartende Fernbedienung. Insgesamt beweist  Toshiba mit dem Topmodell der Picture Frame LCD-Baureihe erneut, dass man nach wie vor zu den ersten Adressen beim Bau technisch exzellenter Flachbildschirme gehört. 

Optisch sehr edel wirkender Full HD-LCD, der zum fairen Kaufpreis ein intensives, messerscharfes und enorm kontrastreiches Bild offeriert

LCD-TVs Oberklasse
Preis-/Leistungsverhältnis
Test 08. Mai 2008

+ Extrem scharfes Bild
+ Sehr hoher Kontrast
+ Kaum Panelrauschen
+ Gelungene Bewegungsdarstellung
+ Umfangreiche Bild-Einstellmöglichkeiten
+ Gute akustische Eigenschaften
+ Edle Optik 
+ Fairer Kaufpreis

- Grünstich im Panel unseres Testgerätes
- Schwarzwert ist noch zu verbessern

Technische Daten

Bild: 

  • S-PVA LCD Panel Technologie
    132 cm / 52" Bildschirmdiagonale sichtbar / 16:9
    Helligkeit: 500 cd/m²
    Kontrastverhältnis (dynamisch): 30.000:1
    Auflösung: 1920x1080xRGB (FULL HD)
    Betrachtungswinkel: 178°
    Progressive Scan / DCDi Faroudja
    Active Vision M100 HD (100 Hz)
    Film Judder Canceller / 5:5 Pulldown
    PIXEL PROcessing V
    Real Digital Picture / FULL 10 Bit Processing
    3D Colour Management
    FULL HD / HD ready
    Digitaler Kammfilter / Panel Overdrive / Active Backlight Control
    Dig. Rauschunterdrückung / MPEG Noise Reduction
    Cross Colour Noise Suppression / Chroma Bug Correction
    Adaptive Colour Enhancement
    True Image
    Active Contrast Enhancement / Black Stretch / Dyn. Gamma Curve Correction
    Lichtanpassung, schaltbar / Farbtemperaturwahl
  • Empfang: 
    TV Norm: PAL BG/I/DK, SECAM BG/DK/L, NTSC BG 4.43
    Analoger Tuner
    Digitaler Tuner (DVB-T) inkl. EPG
    NTSC-Videowiedergabe
  • Ton: 
    Stereo-/Zweikanalton
    SRS WOW Surround Sound
    Bassverstärker / autom. Lautstärkeanpassung
    Slim Speaker (by Onkyo)
    Gesamtmusikleistung: 2 x 30 W
    Lautsprecher im Gerät integriert
  • Videotext: 
    TOP Videotext (1.300 Seiten)
    Unterseitenspeicherung
    Text an Bild
  • Weitere Funktionen: 
    100 Programmspeicherplätze + 6 AV + PC
    Intelligent Tuning System (ITS)
    PC/TV Splitt Screen (PaP)
    NexTView (EPG inkl. AV-Link)
    Standbild
    Programmflip / Sendungsinfo
    Off-Timer
    16:9 Formatumschaltung
    Autom. Formatanpassung (WSS)
    Zoom Modi: 4:3/ 14:9/ 16:9 (Kino)/ SuperLive/ Breitbild/ True Scan
    Zoomfunktion bei HDTV / Zoom Menü / Senderliste
    Blue Screen Automatic / Abschaltautomatik
    Front Bedienfeldsperre - Kindersicherung
    All in One Fernbedienung 
  • Anschlüsse: 
    Eingänge: 2x Scart (2x RGB/2x AV)
    S-VHS (Hosiden)
    Video (Cinch) / 3x Audio (Cinch)
    Komponenteneingang - YUV (480p/480i/576p/576i/720p/1.080i)
    3x HDMI 1.3 (inkl. HDCP) mit 1080p (24/25/30/50/60Hz) / 24p kompatibel / Lip Sync / Deep Colour / xvYCC 
    REGZA Link (HDMI-CEC)
    PC Eingang
    Common Interface (CI)
    Ausgänge: Audio (Cinch) fest
    Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinke)
    Digitaler Audioausgang (optisch)
    Subwooferausgang (Cinch)
  • Stromversorgung: 
    Netzspannung: 220-240V (50/60 Hz)
    Standby Stromverbrauch: 0,9 Watt
    Betrieb Stromverbrauch: 337 Watt
  • Gehäuse: 
    Abmessungen (B/H/T): 1214/805/325 mm inkl. Tischfuß
    Abmessungen (B/H/T): 1214/747/149 mm
    Paneltiefe: 149 mm
  • Gewicht mit/ohne Tischfuß: 42,5 / 36,6 kg
  • Farbe: klavierlack schwarz / silber
  • Zubehör (optional): 
    Wandhalterung: VESA (400 x 200)
    Tischfuß inklusive (drehbar)


Test: Carsten Rampacher
08. Mai 2008

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