TEST: Teufel 2.1-DVD-Komplettsystem Impaq 500 
Bedienung

Einstellmöglichkeit für den digitalen Ausgang

Videomenü

HD jpegs können auch wiedergegeben werden

Lautstärkeanzeige im OSD

Die "Play"-Taste ist etwas zu klein und nicht perfekt positioniert

Praktisch: USB-Eingang auf der Frontseite

Die Bedienung mit der Fernbedienung geht soweit ganz gut von der Hand. Der Druckpunkt der Tasten ist bei der Impaq 500 in Ordnung. Die Position der "Skip"- und "Play"-Taste doch zu weit unten, zudem ist die "Play" Taste rechts außen ungünstig platziert sowie zu klein. Ansonsten liegt der IR-Controller aber ganz ordentlich in der Hand und gefällt mit dem ausgewogenen Gewicht. Allerdings muss man mit der Fernbedienung genau auf das Hauptgerät zielen, um die gewünschte Funktion zu aktivieren. Das Handling der Funktionselemente am Gerät selber ist in Ordnung. Die Druckknöpfe gehören zwar fest gedrückt, dafür ist die Logik stimmig. Es fehlt aber leider ein Steuerkreuz fürs Navigieren in DVD-Menüs. Das Display ist gut ablesbar und zeigt alle relevanten Informationen an-. Die optisch schlichten und nicht überfrachteten On Screen-Menüs sind auch für Neueinsteiger zu durchschauen. Gesamtnote Bedienung: Sehr gut. 

Klang

Sehr guter passiver Subwoofer, der von der zugehörigen Endstufe, die im DVD-Receiver eingebaut ist, reichlich Leistung eingeschenkt bekommt

Musik 

G&M Project, Sunday Afernoon, NuNRG-Remix:

Das Impag 500 beeindruckt insbesondere bei Verwendung des "Reference"-Modus durch einen räumlich überraschend tiefen, erwachsenen Sound. Es wird eine richtige Räumlichkeit aufgebaut, die glaubwürdig und authentisch erscheint. Einer 2.1-Lösung für unter 1000 EUR hätten wir eine derartige Leistungsfähigkeit nie zugetraut. Herausragend arbeiten die schlanken Standsäulen mit dem passiven Subwoofer zusammen - gerade im Reference-Modus erscheint die gesamte Front-Klangkulisse wie aus einem Guss. Es sind keine hörbaren Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen heraushörbar, was einer echten Meisterleistung bei einem solchen System gleich kommt. Die Einstellung "Wide" hielten wir zumindest in unseren Räumlichkeiten für weniger geeignet.  Der Klang erscheint zwar prinzipiell weitläufig, aber akustisch zurückversetzt und etwas bedeckt. Der Mitteltonbereich erscheint formlos. "Stereo" trumpft dem Reference-Modus gegenüber mit einer etwas besseren, weil frischeren und direkteren Hochtonwiedergabe auf. Allerdings wird nicht im Ansatz die Raumfülle und die Basskraft geboten, die der Reference-Modus offeriert. Die enorme Souveränität, die das Impaq 500 ausstrahlt, kommt im Reference-Modus am besten zur Geltung. 

Real Booty Babes, Remix von "Meet her at the Love Parade":

Sehr dynamisch und klar macht sich das Teufel Impaq 500 ans Werk. Mit großen Pegeln wird das leistungsstarke "Teufelsteam" ohne Schwierigkeiten fertig. In Hörräumen bis knapp über 30 Quadratmeter kann das Impaq 500 daher eingesetzt werden. Die Fähigkeit, Effektsalven mit richtigem Nachdruck in den Hörraum zu schleudern, sorgt für Erstaunen bei den Testern. Mit sattem, kaum nachschwingenden Bass erhält man den Eindruck, dass der kompakte Subwoofer äußerst leistungsfähig ist. Die neutrale Abstimmung überzeugt, Teufel hat es vermieden, eine sofort nachweisbare "Badewanne" zu konstruieren, die den anspruchsvolleren Hörer nicht begeistert. Der Mitteltonbereich des Impaq 500 gefällt daher mit Klarheit und deutlich erkennbarer Kontur. Die Darstellungsqualität fällt nicht hinter Hochton- und Bassbereich zurück. 

Kindervater featuring Nadja, "Forever"

Klangsäulen mit geschliffenen akustischen Manieren

Und wieder beweist das Impaq 500, dass es der akustisch Imperator unter den 2.1-Systemen ist: Die Loslösung der Stimme von Nadja von den schlanken Standlautsprechern gelingt so gut, dass man es kaum für möglich halten wird. Satt und mächtig thront der Bass mitten im Hörraum, um diesen mit Volumen und Nachdruck zu füllen. Verwundert reiben sich die Zuschauer die Augen und trauen ihren Ohren nicht: Wie gut Impaq 500 Stimmen und Instrumente voneinander trennt, ist überragend und liegt auf dem Level sehr guter Stereoverstärker der Mittelklasse! Dazu passt der schon fast seidig-feinfühlige Hochtonbereich, der es immer vermeidet, den Zuhörer "anzuschreien": Ein exakt dosiertes Abklingen und eine souverän-klare Auslegung sprechen für das Impaq 500. 

Status Quo, In the Army Now:

Erneut trumpft das Teufel Komplettsystem mit einer Mischung aus Nachdruck und Dynamik auf, die wir nicht von 2.1-Lösungen kannten. Die Stimme des Sängers baut sich direkt vor dem Publikum auf, die auf der Bühne vorhandene räumliche Distanz zu den Instrumentalisten wird genau erfasst. Der Schrei im Hintergrund wird mit der richtigen räumlichen Ortungsmöglichkeit versehen. Kraftvoll, ohne Anstrengung, marschiert das Impaq 500 - es ist schon "in the Army" angelangt, denn so diszipliniert, kontrolliert und gleichzeitig leistungsstark, wie es aufspielt, wäre es die helle Freude für jeden General. 

Jon Parr, St. Elmo' Fire:

Die einen finden den Song schnulzig, die anderen veraltet, andere lieben die Kraft und die vermittelte, tiefe Emotion - wir wollen kein Urteil abgeben, wohl aber anmerken, dass sich dieser Titel sehr gut zum Testen der Fähigkeiten eines Komplettsystems eignet. Die brandneue Teufel-Offerte meistert die Aufgabe mit Bravour und kann sich eine weitere Top-Note ins Zeugnis schreiben lassen: Klar und kraftvoll, Energie geladen und mit Verve - so wird der Song zum Genuss. Der Zuhörer fällt mitten in einen intensiven Klangteppich, der ihn nahezu völlig vereinnahmt. Wir konnten es selbst kaum glauben - zu diesen Großdaten ist eine kleine, noch recht preisgünstige 2.1-Systemlösung fähig.

Film

Star Wars Episide III

Schon die Titelmelodie zu Anfang lässt aufhorchen: Mit der erneut kraftvollen, nach vorn strebenden Wiedergabe zieht das Impaq 500 auch den Filmfan in seinen Bann. Besonders auffällig ist, dass die virtuelle Surrounderzeugung so gut funktioniert, dass man tatsächlich denkt, Effekte von der Seite und von hinten wahrzunehmen. Dass der Subwoofer sehr effektiv arbeitet und von der Main Unit genug Leistung zur Verfügung gestellt bekommt, beweist er zu Beginn von EPIII beim durchs Bild donnernden Sternzerstörer: Tiefgang, Präzision und Nachdruck sind von enormer Güte. In dieser Sequenz versagen viele, auch teure Subwoofer kläglich, so dass es eine echte Überraschung war, wie glänzend sich der Impaq 500-Basslautsprecher schlägt. Die beiden schlanken Klangsäulen sichern eine feine Darstellung auch kleiner Nebeneffekte. Der Dialog zwischen Obi-Wan und Anakin inmitten des Kampfgetümmels in ihren Raumjägern wird sehr charismatisch übertragen.

Sahara

Auch bei "Sahara" macht das Impaq 500 Druck - zum einen auf die Konkurrenz und zum anderen hinsichtlich der Dynamik der Wiedergabe. Es wird eine lebendige, authentische Struktur bereit gestellt, hinter der man eine sehr viel kostspieligere Anlage vermuten würde. Die wilde Verfolgungsjagd durch die Wüste zwischen Hubschrauber und Oldtimer erscheint auf dem Teufel-System so, als würde sie direkt im Wohnzimmer stattfinden. Keine Spur der sonst oft bei derartigen Kompaktlösungen herrschenden klanglichen Flaute - es wird ein Klangbild offeriert, das gleichermaßen in die Tiefe wie auch in die Breite geht. 

Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse und Gerätekategorie: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Bild

Die Impaq Main Unit begeistert mit enormer visueller Qualität

  • HDMI 1.080i: Die Skalierungsqualitäten sind ausgesprochen überzeugend und markieren gegenüber dem letztes Jahr getesteten Impaq 400 einen deutlichen Sprung nach vorn. Bei "Star Wars Episode 3" sind gleich zu Beginn, als die Schrift durchs Bild gleitet, viele Sterne sichtbar. Die meisten älteren DVD-Player der Mittelklasse erzielen kein so tiefes, plastisches Bild wie das Impaq 500 in dieser Sequenz. Und es kommt noch besser - denn während der neue Philips 42-Zöller PFL-9703D/10 das De-Interlacing exzellent erledigt (ruhiger Lauf der Schrift, sehr gute Bildruhe, Test des Philips folgt) erledigt Impaq 500 das Upscaling auf 1.920 x 1.080  Pixel mit sehr guter Bildschärfe, kaum Pixelmustern (nur ganz wenige Pixelchen an den Rändern der gelben Buchstaben sind für den erfahrenen Betrachter zu erkennen) und einer ausgezeichneten Detailtreue. So wirkt das Gesicht von Anakin Skywalker sehr plastisch, die Hauttöne gehen unmerklich ineinander über und weisen keine sichtbaren Abgrenzungen auf. Die Farbwiedergabe ist minimal ins Kräftige tendierend - so erscheint das Bild ungemein farbenprächtig. Durch die minimal kräftige Farbwiedergabe wird ein zu stark gesättigter Eindruck vermieden - das "Bild-Sounding" fällt absolut gekonnt aus. Der gebotene Kontrastumfang ist immens, wie sich anhand des in der Dunkelheit liegenden Flügels des Sternzerstörers in EpIII zu Beginn nachvollziehen lässt. Auch in dunklen Bildbereichen zeigt Impaq 500 viele Details und schafft es, Struktur ins Bild zu bringen. 

  • HDMI 720p: Teufel bricht hier alle Rekorde für Komplettsysteme - ein so gutes De-Interlacing im 720p Modus haben wir bislang von einem DVD-basierten 2.1- oder 5.1-System noch gar nicht gesehen. Der republikanische Sternzerstörer gleich zu Beginn von Star Wars Episode fliegt ruhig durchs Bild, keine Kante flimmert und jedes Detail ist trotz Bewegung praktisch ohne Schärfeverlust klar erkennbar. Auch bei "Sahara" brilliert das Teufel-System mit einem exzellenten De-Interlacing und schafft es, in Kapitel 15 die actionreiche Verfolgungsjagd zwischen Oldtimer und Hubschrauber mit sauberer, klarer Bewegungswiedergabe darzustellen. Das Bild ruckelt kaum, und auch bei schnellen Bewegungsabläufen bleiben die statischen Ebenen im Bild klar erkennbar und scharf. 

Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse und Gerätekategorie: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Gesamt-Fazit

So kennen wir Teufel: Mit Spitzen-Leistungen sichert sich die Impaq 500 ein Testergebnis, das für 2.1-Komplettsysteme neue Maßstäbe setzt

Teufel lässt es richtig "krachen": Man begnügt sich nicht, in der beim Kunden aktuell beliebten 1.000 EUR-Klasse der 2.1-System ein Wörtchen mitzureden - nein, mit voller Breitseite und mit im wahrsten Sinne durchschlagendem Erfolg wird das Establishment angeriffen. Das Impaq 500 klingt besser als praktisch alle anderen uns bekannten Lösungen dieser Art, und zudem wird auch noch ein besseres Bild abgeliefert. Leider skaliert die Main Unit nicht bis auf 1.080p, sondern nur bis auf 1.080i hoch - das fällt aber, so merkwürdig dies anmuten mag, in Anbetracht der anderen weit überdurchschnittlichen Leistungen kaum ins Gewicht. Teufel hat es beim Impaq 500 geschafft, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Anstatt die Systemlösung mit sorglos integrierten Gimmicks voll zu stopfen, setzte man lieber auf sorgfältig aufeinander abgestimmte Video-Bauteile und auf leistungsstarke Endstufen. Die tadellose Verarbeitung schafft es, den überragenden Eindruck, den wir von den inneren Werten haben, nach außen zu transportieren. 

Neuer Maßstab aus Berlin: Es dürfte schwer sein, ein anderes 2.1-DVD-Receiver-Komplettsystem in der 1.000 EUR-Liga zu finden, das die identische erstklassige audiovisuelle Performance mitbringt wie das Teufel Impaq 500

gültig für die Gerätekategorie DVD-Komplettsysteme
Test 18. September 2008
Preis-/Leistungsverhältnis

+ Für 2.1-Lösungen Maßstäbe setzende Bild- und Tonqualität
+ Hohe Pegelfestigkeit
+ Sehr guter De-Interlacer und Scaler
+ Tadellose Verarbeitung
+ Praxisgerechte Ausstattung
+ Elegante Optik

- Kein Upscaling auf 1.080p

Zu Seite 1

Test: Carsten Rampacher
18. September 2008

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