TEST: Samsung Full-HD-LCD LE40A557P - Hohe Leistungsfähigkeit für rund 820 EUR Marktpreis

27. Oktober 2008 (cr)

Testequipment
Bild

Burosch Testbild Blu-ray 1.920 x 1.080p/24 Hz

Der Samsung meistert das Graustufen-Testbild souverän, es werden in Werkseinstellung (Bildprogramm „Standard“) alle Steps dargestellt. Auch die kleinen kontrastierenden Quadrate innerhalb der Treppenstufen werden beinahe alle erfasst. Farblich weist das Panel unseres Testgerätes einen kleinen Magentastich auf, den man nicht völlig wegkorrigieren kann. Besonders augenfreundlich und sehr kontraststark agiert der Filmmodus, der ohne weitere persönliche Optimierungen allerdings „Warm2“ als Farbtemperatur voreingestellt hat. Es ist problemlos möglich, über den Menüpunkt „Farbtemperatur“ das Film-Bildprogramm entsprechend abzuändern. Wir empfehlen die Einstellung „normal“, die relativ ausgeglichene Farben (die Samsung-typisch aber immer noch recht intensiv erscheint) sicherstellt. Ansonsten punktet der Filmmodus mit angenehmer Bildhelligkeit, einem guten Schwarzwert und tadelloser Durchzeichnung dunkler Bildbereiche. Beim Testbild „Faces“ stellt sich erneut heraus, dass schon im „Standard“-Bildprogramm ein ausgesprochen guter Kontrast geboten wird. Die Hauttöne erfasst der LE40A557P gut, auch die Übergänge erscheinen sanft und authentisch. Nur der kleine Magenta-Stich scheint auch bei der Hautton-Darstellung durch. 

Blu-ray Fluch der Karibik, 1.080p/24 Hz

Allgemeine Beobachtungen

Der Samsung erzielt gerade bei Verwendung des Filmmodus (mit der Abänderung Farbtemperatur „normal“) ein sehr Kino-mäßiges Bild, das bezüglich der Gesamtbildschärfe natürlich wirkt. Der typische Full HD-Effekt eines extrem scharfen, sehr dynamischen Bildes stellt sich im Kino-Modus zwar nicht ein, dafür aber ist das Bild augenfreundlich und punktet mit der sehr guten Durchzeichnung dunkler Bildbereiche. Dies zeigt sich anhand aller Filmsequenzen, die in der Dunkelheit spielen, auch Einzelheiten werden vom LE40A557 nicht unterschlagen. Direkt zu Beginn, als Jack Sparrow in seiner „Nussschale“ auf dem Weg nach Port Royal ist, erscheint das Gesicht des bizarr geschminkten Piraten sehr wirklichkeitsnah. Der Samsung arbeitet trotz nicht extremer Gesamtbildschärfe Einzelheiten gut ein. 

Einzelbeobachtungen: 

• Laufzeit 15:41: Das Medaillon gleitet mit sanfter Bewegung unter Wasser – die flüssige Bewegungswiedergabe überzeugt, allerdings ist die Gesamtbildschärfe nicht enorm hoch. Der LE37A659A produziert sichtbar mehr Bildschärfe. Schärfemeister dieser Sequenz bleibt der neue Philips Aurea 42PFL9903.
• Laufzeit 16:23: Das Wegblenden der Palme mit Blick auf die laufenden Soldaten gelingt nahezu ohne Ruckeln. Beim Samsung LE37A659A wirkt das Bild in dieser kurzen Sequenz aber etwas stabiler. 
• Laufzeit 27.17 - Sequenz in der Dunkelheit: Der LE40A557P stellt die vorderen visuelle Ebenen gut dar. Weiter entfernte, im Hintergrund liegende Ebenen werden aber nur voll befriedigend erfasst – hier merkt man den relativ günstigen Kaufpreis. Die Strukturen des Gebäudes im Hintergrund haben wir schon feiner und filigraner gesehen. In dunklen Bildteilen sumpft das Bild etwas ab, für die Preisklasse aber ist die Leistung ordentlich. Die Gräser vor der Palme (leicht rechts von der Bildmitte) sind noch zu erkennen – vor allem die langen Schilfrohre, die feineren Gräser rechts davon hingegen erscheinen nicht mehr ganz so plastisch. Wandert das Auge des Betrachters weiter nach rechts, versinkt das Bild dann langsam im Dunkeln. Die Nebelschwaden werden klar als solche erkennbar dargestellt. Das Panelrauschen fällt relativ gering aus, allerdings ist es deutlicher erkennbar als beim Samsung LE37A659A.
• Laufzeit 36:01: Der Knochen wird gut vom Untergrund differenziert dargestellt. Die Struktur der Steine wird sauber, aber nicht extrem scharf, wiedergegeben. Das Bild wirkt etwas zu soft bei der Einarbeitung der kleinen Holz-Splitterstücke rechts vom Knochen. 
• Laufzeit 41:03: Akkurate Wiedergabe des Bodens mit Stroh-/Heuspuren. Das Gefieder der Hühner kommt gut zum Ausdruck, erscheint aber nicht extrem scharf. Zudem wirkt das Bild im Vergleich mit dem LE37A659A nicht ganz so greifbar. Das Gebäude im Bildhintergrund wird mit guter Detaillierung dargestellt. Im Bereich der Treppe, die zum Hauseingang führt, ist das Haus mit Steinen beschlagen, die Oberfläche diese Steine werden gut ins Gesamtbild eingearbeitet, wirken aber bezüglich der Durchzeichnung minimal aufgeweicht. Die Tür, die sich inmitten der Steinfassade befindet, ist hingegen sauber durchstrukturiert. Das Gesicht des auf dem Boden liegenden Orlando Bloom kommt gut und natürlich zum Ausdruck – in dieser Sequenz fällt selbst der leichte Magenta-Stich nicht auf. 

Video-EQ

Wir haben verschiedene einstellbare Parameter des Video-EQs genau untersucht. Der LE40A557P verfügt über zwei Reihen vorprogrammierter Bildfelder. Als „herkömmliche“ Bildfelder stehen Standard, Film und Dynamik zur Auswahl:

• Standard: Angenehme Bildschärfe, guter Kontrast, recht intensive, aber noch relativ neutrale Farbwiedergabe
• Film: Nutzt man den Filmmodus genau so, wie er von Samsung programmiert wurde, erscheint das Bild viel zu warm. Man wähnt sich laufend in der Wüste bei Sonnenuntergang, so deutlich ist der rotbraune Farbstich. Der Blick in alle Submenüs klärt auf: Als voreingestellte Farbtemperatur ist „Warm2“ angegeben. Ändern wir die Farbtemperatur auf „normal“, erscheint der Film-Modus als verheißungsvolle Alternative für die Wiedergabe von Kinofilmen. Die Helligkeit sticht nicht ins Auge, sondern ist gleichmäßig und angenehm verteilt, die gerade bei Kinofilmen wichtige Durchzeichnung dunkler Bildbereiche gelingt dem LE40A557P sehr gut. Nur selten werden kleine Einzelheiten unterschlagen (besonders gern passiert dies bei feinen Mustern, die Maserung eines Holzschrankes im Hintergrund z.B. wird dann nicht mehr eindeutig differenzierbar wiedergegeben). Für die Preisklasse aber ist das Durchzeichnungsvermögen des Samsung ausgesprochen überzeugend. Die Bildschärfe ist auf einem Level, der das Bild nicht zu „soft“ erscheinen lässt, gleichzeitig aber werden die Augen der Zuhörer nicht durch messerscharf gezeichnete Konturen überanstrengt. 
• Dynamik: Diesen Modus können wir aufgrund der enormen Kontrast- und Helligkeitswerte kaum empfehlen. Auch wenn es bestimmt die Betriebsart ist, in der der Samsung-LCD gern in großen Elektronikmärkten vorgeführt wird -. Er ist weder augenfreudlich, noch wird eine gekonnte Kontraststaffelung geboten. Das Bild erscheint grell und unharmonisch. Nur in diesem Modus ist DNIe aktiv – hierunter verbergen sich verschiedene Bildbearbeitungs-Parameter, die ein besonders brillantes und dynamisches Bild garantieren sollen. Eigentlich heißt DNIe „Digital Natural Image Engine“ und soll mittels spezieller Bewegungsoptimierung für weiche und flüssige Bewegungen sorgen – die Bewegungswiedergabe ist auch wirklich gut (sieht man bei TV-Sendungen), aber leider macht dies die anderen Defizite des Dynamik-Modus nicht wett. 

Der Samsung LE40A557P verfügt noch über weitere Bildfelder, die sich im so genannten „Entertainment Modus“ finden. Es gibt drei Entertainment-Modi, die für Sport, Spiele und Filme vorgesehen sind. Im Gegensatz zu den zuvor angesprochenen Bildfeldern sind die Entertainment-Bildmodi auch an eine speziell für die jeweiligen Einsatzzwecke abgemischte fixe und nicht veränderbare Toneinstellung gekoppelt. Zudem ist es nicht möglich, bei den Entertainment-Modi Bildparameter zu ändern und anzugleichen

Vorprogrammierte Bildfelder im „Entertainment Mode“: 

• Sport: Enormer Kontrast, viel Brillanz – für manche Sportsendungen gut geeignet, ansonsten ist aufgrund des etwas anstrengenden Bildes von diesem Programm abzusehen, vor allem aufgrund der mangelhaften Durchzeichnung dunkler Bildbereiche.
• Film: Entertainment "Film" ist visuell nicht identisch mit dem reinen Bildprogramm "Film", denn das Entertainment-Programm kombiniert eine nicht abänderbare, zu warme Farbtemperatur mit einem unten deutlich absumpfenden Kontrast – von daher sehen wir es als deutlich Gewinn bringender an, das normale „Film“ Programm mit Eingriffsmöglichkeiten im Video-EQ zu verwenden. Zudem ist der Kontrast im normalen „Film“ Bildprogramm sichtbar besser und ausgewogener. 
• Spiele: Das beste Programm dieser drei Modi, weil es nicht zu bedeckt, aber auch nicht zu grell erscheint und trotzdem das farblich intensive, brillante Bild von Games gut überträgt. Das Durchzeichnungsvermögen in dunklen Bildbereichen ist aber mangelhaft. Wir raten daher, auch zum Gamen lieber mittels des Video-EQs selber zu optimieren. 

Weitere Parameter des Video-EQs in der Übersicht (als Basis für die Beurteilungen dient uns das Bildprogramm „Standard“, Menü „Bild“:

 

Video-EQ

• Hintergrundlicht: Das Hintergrundlich (nicht zu verwechseln mit der Bildhelligkeit!) ist in Stufen von 0 bis 10 fein einstellbar. Das Anheben bringt auch einen besseren Kontrast, allerdings auf Kosten der Tiefe des Schwarzes.
• Helligkeit: Sehr feinfühlige Anpassung der Bildhelligkeit in einem Regelbereich von 0 bis 100. Wichtig: Immer erst die Bildhelligkeit und erst im Anschluss den Kontrast anpassen. 
• Kontrast: In einer feinen Abstufung von 0 bis 100 lässt sich der Kontrast sehr gut dosieren. Kleine, sensible Anpassungen sind somit problemlos möglich. 
• Schärfe: Auch hier gibt es einen weiten Regelbereich von 0 bis 100. Ab 70 beginnen sich leichte Doppelkonturen abzuzeichnen. Davor sehr sinnvolle, praxisgerechte Regelmöglichkeiten. 

Detaileinstellungen:

• Schwarzabgleich aus/gering/mittel/hoch: Wir haben diesen Einstellparameter anhand der Grautreppe überprüft – die Einstellungen „mittel“ und „hoch“ verschlechtern das Durchzeichnungsvermögen in dunklen Bildbereichen. „Gering“ erzeugt kaum eine sichtbare Wirkung. 
• Optimalkontrast: Diese Funktion, die stets einen stimmigen Bildkontrast garantieren soll, ist höchstens in der Einstellung „gering“ zu empfehlen – die beiden anderen Stufen „mittel“ und „hoch“ erzeugen ein zu kontrastintensives Bild, das gerade bei der Darstellung dunkler Bildbereiche nicht mehr restlos überzeugen kann. 
• Gamma: Relativ grobe Regelmöglichkeiten zwischen – 3 und + 3. Jeder Schritt führt gut sichtbare Veränderungen herbei. Wir würden uns eine etwas feinere Dosierbarkeit wünschen. Aber immerhin ist überhaupt, im Gegensatz zu verschiedenen Konkurrenten, eine Gammaregelung an Bord. Sie kann, ohne das tiefste Schwarz und das hellste Weiß zu beeinflussen, für eine bessere Durchzeichnung grauer Bildbereiche sorgen. 
• Movie-Plus: Mittel gegen den bei Filmliebhabern ungeliebten „3:2-Pulldown“. Beim so genannten 3-2-Pulldown wird der erste Filmframe dreimal dargestellt, der zweite Filmframe zweimal ... Es entsteht bei langsamen Kameraschwenks und langsamen Bewegungen ein Ruckeln (Judder), "Movie-Plus" erkennt 3-2-Pulldown und errechnet aus dem dritten und nachfolgenden Frame zwei interpolierte Bilder, die das Ruckeln kompensieren. In der Praxis funktioniert dies recht gut, 1.080p/60 Hz Signale erscheinen mit sichtbar flüssigeren Bewegungen. Allerdings sind leichte Unschärfen während des Bewegungsablaufes zu erkennen. 

Menü „Bildoptionen“:

Bildoptionen

• Die Farbtemperatur ist in fünf Stufen einstellbar (nicht alle Stufen sind in allen Betriebsarten verfügbar): Kalt1/Kalt2/Normal/Warm1/Warm2. Kalt2 und Warm2 sind beides zu extreme Varianten, im einen Fall wird das Bild sehr blau (Kalt2) , im anderen Fall stark rotbraun (Warm2). Um für einen Angleich an die persönlichen Präferenzen zu sorgen oder um das Ausgangsmaterial bestens zur Geltung zu bringen, eignen sich „Warm1“ oder „Kalt1“ gut. 
• Digitale Rauschminderung, schaltbar in den Stufen aus/gering/mittel/hoch/auto: Die eingebaute Rauschreduzierung arbeitet überraschend gut und ist besonders in der Einstellung „mittel“ prima zu gebrauchen. Bildrauschen wird effektiv reduziert, ohne dass das Bild dadurch zu unscharf erscheint. „Hoch“ ist weniger empfehlenswert, da das Bild dann zu weichgezeichnet erscheint. „Auto“ regelt das Maß an Rauschunterdrückung selbstständig. 

Bild DVD

Der LE40A557P erzeugt bei Zuführung eines 576i-Signals ein ordentliches Bild bei „Star Wars Episode III“. Die Schrift zu Beginn des Films läuft ruhig durchs Weltall, allerdings weisen die eigentlich komplett gelben Buchstaben minimale weiße Ränder auf. Dass hochwertige DVD-Player besser auf Full-HD skalieren als ein Mittelklasse-LCD-Screen, beweist auch der Bildhintergrund – es sind doch deutliche Rausch- und Pixelmuster rund um die kleinen Sternchen des Universums. Auch ist am Sternenhimmel der Magenta-Touch sichtbar. Als dann der Sternzerstörer ins Bild gleitet, flimmert die rechte obere Kante des gigantischen Raumschiffs, allerdings nicht stärker oder deutlicher als bei vielen teureren Konkurrenten. Leichte Rauschmuster sind bei den Details rund um den Flügel sichtbar. Gehen wir auf 1.080i (wir überlassen dem DVD-2500BT das Hochskalieren und dem LE40A557 das De-Interlacing), fällt auf, dass der Samsung wirklich nicht schlecht de-interlact und auch die schnellen Bewegungen der Jäger vorbei am Heck des Sternzerstörers beinahe ohne Schärfeverlust überträgt. Vergleichen wir hier die Ergebnisse mit dem Upscaling und De-Interlacing eines 576i-Signals, fällt auf, dass der Samsung beim gleichzeitigen De-Interlacing und beim Upscaling auf die native Panelauflösungen für ein exzellentes Resultat – typisch für die Preisklasse – nicht genug Rechenpower hat, denn hier neigt das Fenster im Heck des Zerstörers zum Schmieren, während dieses Phänomen bei der identischen Bewegung, aber bei Zuführung eines 1.080i Signals nicht auffällt. Insgesamt arbeiten Scaler und De-Interlacer in Anbetracht des Kaufpreises des Samsung wirklich gut – sensationelle Resultate kann man auch nicht erwarten, diese sind selbst bei sehr teuren Flachbildschirmen selten anzutreffen. 

Eignung des LE40A557P zum Spielen von Konsolen-Games, getestet mit Sony PS3 und dem Spiel „Call Of Duty Modern Warfare“:

Akt 1, Black Out: Der Samsung agiert erstaunlich schnell bezüglich seines Panels und zeigt auch schnelle Bewegungen daher beinahe ohne Schmierer oder Schärfeverluste. Dadurch, dass der LE40A557P kein überscharfes Bild erzeugt, kann man auch ohne brennende Augen stundenlang gamen. Die ins Intensive neigende Farbgebung steht vielen modernen Hightech-Games gut. Die Detaillierung, die der Flatscreen zur Verfügung stellt, ist in der „Mission Blackout“, die durch den Sumpf führt, absolut überzeugend. Selbst das geringste Unruhe auf der Wasseroberfläche wird sichtbar. Durch den sehr guten Kontrast holt der Samsung auch in dunklen Sequenzen eine Menge an Details aus dem Bild. 

Analoger TV-Tuner

Die Qualität des eingebauten analogen TV-Tuners zeigt einen klaren Aufwärtstrend bei Samsung an. Von der Güte mancher Philips- oder Sony-Tuner ist der Samsung zwar noch ein Stückchen entfernt, das farblich satte und (gerade bei Einsatz der digitalen Rauschminderung auf Stufe Mittel) recht saubere Bild überzeugen. Nur selten sind leichte Ruckelbewegungen sichtbar, in der Regel steht das Bild recht stabil. Die gute Gesamtbildschärfe leidet kaum unter dem Einsatz der Rauschunterdrückung. Laufschriften wie z.B. bei n-tv werden gleichmäßig wiedergegeben, die Schriften zeigen nur minimalen Versatz und neigen leicht zum Schmieren. Insgesamt aber eine erfreuliche Leistung. 

Fazit Bild

Der Samsung LE40A557P ist mit einem Marktpreis von rund 820 EUR ein preisgünstiges Angebot. Dafür liefert er eine tadellose visuelle Leistung ab. Zu bemängeln ist der ab Werk farblich ungünstig eingestellte Filmmodus, den man aber einfach mittels der Wahl einer anderen Farbtemperatur „auf Kurs“ bringen kann. Für etwas versierte Nutzer ist es somit kein Problem, den Film-Modus, der sonst visuell überzeugt, auch farblich sehr gut zu trimmen. Unser Testgerät hatte einen leichten Magenta-Stich, ansonsten zeichneten sich im Testbetrieb viele Stärken ab: Das Bild des LE40A557 ist von natürlicher Schärfe und einem überdurchschnittlichen Kontrast geprägt. Das Durchzeichnungsvermögen in dunklen Bildbereichen ist sehr gut und in Anbetracht des Kaufpreises sogar als beinahe vorbildlich zu bezeichnen. Der Schwarzwert ist Samsung-typisch ordentlich. Der analoge TV-Tuner macht seinen Job gerade in Kombination mit dem effektiv arbeitenden Rauschfilter erstaunlich gut. Hier hat Samsung einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht. Sehr üppig ist der Video-EQ ausgestattet – auch für den erfahrenen Anwender bleibt kaum ein Wunsch unerfüllt. Einzig die Gammaregelung könnte noch etwas feinfühliger dosierbar sein. Bei der Wiedergabe von DVDs weist der Samsung ebenfalls ein brauchbares Leistungsprofil auf. Für normale bis etwas gehobene Ansprüche reicht die Performance des De-Interlacers und des Scalers sehr gut aus. Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet – hervorragend. 

Ton

Ton-Einstellmöglichkeiten

Der LE40A557P klingt schon im Standard-Modus hörbar besser als frühere Samsung LCD-TVs, die meist mit wenig überzeugenden Soundsystemen ausgestattet waren. Die Akustik weist zwar keine sonderliche Brillanz im Hochtonbereich auf, dafür ist sie recht angenehm und weder blechern noch zu grell. Bei Zimmerlautstärke sorgt der Samsung für ein gefälliges Klangbild mit guter Stimmwiedergabe. Die Prägnanz bei der Darstellung von vokalen Elementen kann man durch die Vorwahl des Modus „Sprache“ noch verstärken. Allerdings ist dieser Modus in erster Linie für Nachrichtensendungen oder Talkshows zum empfehlen, weil Stimmen im Verhältnis zur restlichen Klangverteilung deutlich im Fokus stehen. Dynamischer und etwas fülliger geht es in der Betriebsart „Musik“ zu. Der Modus „Film“ behandelt alle Klanganteile relativ gleich und sorgt für eine gute Trennung von Effekten, Music Score und Stimmen. Dass der LE40A557P bauartbedingt keine wirklich tiefen Töne wiedergeben kann, wird in dieser Betriebsart allerdings recht offensichtlich. Wer lieber ein eigenes Klangbild erstellen möchte, hat dazu mittels des vorhandenen grafischen Equalizers die Gelegenheit. Für denjenigen Anwender, der leichte Anflüge von Raumklang (bei gleichzeitig leichtem Präzisionsverlust und etwas verwaschenerer Gesamtakustik) genießen möchte, ist der SRS TS XT-Modus gedacht. Gesamtnote Ton in Relation zur Preisklasse: Gut. 

Fazit

Als preislich sehr fair kalkuliert und leistungsstark präsentiert sich der LE40A557P

Eingangs fragten wir, ob der Samsung LE40A557P das Zeug zum Preis-/Leistungschampion hat – nachdem wir unsere Testprozeduren abgeschlossen haben, können wir auf diese Frage eine klare Antwort geben. Gerade unter der Miteinbeziehung des sehr fairen Marktpreises dürfte es schwierig sein, einen vergleichbar günstigen 40 Zoll Full-HD-LCD zu finden, der ein so gutes Leistungsprofil aufweist. Mit reichhaltiger Austattung, überzeugendem Bild, ordentlichem Sound und tadelloser Verarbeitung wirft der Samsung-Flachbildschirm viele Vorteile in die Waagschale. Somit ist er für den preis-/leistungsbewussten Anwender, der trotzdem viel Wert auf zeitgemäße technische Eigenschaften legt, eine ausgesprochen gute Wahl. 

Preisgünstiger, optisch eleganter Full-HD-LCD-TV mit überzeugender Bildqualität und reichhaltiger Ausstattung

LCD-Flachbildschirme Mittelklasse
Test 27. Oktober 2008
Preis-/Leistungsverhältnis in Relation zum Marktpreis:



+ Natürliches Bild mit exzellentem Kontrast
+ Guter Schwarzwert
+ Sehr üppig ausgestatteter Video-EQ
+ Ordentlicher De-Interlacer und Scaler
+ Praxisgerechte Anschlussbestückung
+ Guter Sound
+ Tadellose Verarbeitung
+ Sehr fairer Marktpreis

- Magentastich im Bild
- kein Subwoofer-Pre-Out
- etwas wackeliger Tischfuß

Datenblatt

DESIGN
• Hochglanz schwarz mit transparenter Dekoleiste
• Lautsprecher unten
• Drehbarer Tischfuß
ZUBEHÖR
• Fernbedienung TM96B (im Lieferumfang)
• VESA Norm 200x200
ABMESSUNGEN / GEWICHT
• Mit Tischfuß: 997 x 300 x 686,1 mm (B x T x H) – 21,2 kg
• Ohne Tischfuß: 997 x 92,4 x 641,4 mm (B x T x H) – 18 kg
• Mit Verpackung: 1088 x 378 x 804 mm (B x T x H) – 27,9 kg
STROMVERBRAUCH / LEBENSDAUER
• Betrieb: 200 Watt, Standby: <1 Watt
• Eco-Label „Blume“
AUSSTATTUNG
Bild
• Bildschirmdiagonale 40 Zoll / 102 cm
• CCFL Backlight
• HDready 1080p
• Full HD Auflösung 1920 x 1080
• Dynamischer Kontrast 30.000:1
• Clear Panel
• 1080 24p Real Movie
• Movie Plus
• Wide Color Enhancer 2
• 16-bit Processing
• DNIe +
Ton
• RMS 2x10 Watt
• Lautsprecher A2 / NiCAM
• SRS Trusurround
Anschlussübersicht
Seitlich
• 1 Kopfhörer
• 1 S-Video
• 1 Composite AV (L/R)
• 1 HDMI
• 1 Wiselink (USB 2.0)
Rückseitig
• 1 Antenne
• 1 Komponente (Y/Pb/Pr)
• 2 Scart
• 2 HDMI
• 1 PC-Input (D-Sub)
• 1 optischer Audioausgang
• 1 RS232C (Service Anschluss)

Weitere Funktionen
• DVB-T
• HDMI™ - Version 1.3
• Anynet+ (HDMI-CEC)
• Entertainment Mode (Sport, Film, Spiele, Aus)
• Stromsparmodus (Gering, Mittel, Hoch, Aus)
• Sleep Timer
• Uhr & Ein/Aus Timer
• Teletext Level 2.5 mit 1.000 Seitenspeicher
• Automatischer Sendersuchlauf
• Bild in Bild (1 Tuner)
• Abschaltautomatik
• OSD Sprachen EU 22EA
• Automatische Lautstärkeregulierung
System
• Farbsystem EU Multi


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Test: Carsten Rampacher
27. Oktober 2008

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