TEST: KEF iQ 50 in Kombination mit Universal Wireless Verstärkersystem
08.12.2008 (cr)

Einführung
Wireless goes High-Fidelity: Viele Anbieter haben bereits
versucht, praktisch zu integrierende Wireless-Lautsprecher- und
Verstärkersysteme klanglich "salonfähig" zu machen. Fehlende
akustische Brillanz, ein unbefriedigender Raumeindruck, hörbares Rauschen und
lückenhafte konzeptionelle Ansätze haben in den meisten Fällen allerdings
dafür gesorgt, dass die Marktverbreitung derartiger Systemlösungen eher gering
war. Mit viel Cleverness und hohem Qualitätsanspruch hat sich nun KEF zum Ziel
gesetzt, endlich ein klanglich überzeugendes Wireless-System anzubieten: Für
599 EUR befindet sich "Universal Wireless" im Angebot, eine
Systemlösung, die aus drei Modulen besteht. Das erste Modul nimmt Kontakt zu
den Vorverstärkerausgängen der Vorstufe oder des Vollverstärkers auf. Die
Übertragung des zu verstärkenden Signals erfolgt dann drahtlos auf die beiden
mit einer jeweils 50 Watt (Sinus) starken Class D-Endstufe ausgestatteten
Verstärkermodule, an die ihrerseits das Lautsprecherkabel angeschlossen wird.
Insgesamt stehen somit 100 Watt Sinusleistung für die Beschallung zur
Verfügung, das reicht auch für mittelgroße Hörräume ohne Schwierigkeiten
aus. Der Name "Universal Wireless" sagt es schon aus - der
Flexibilität sind kaum Grenzen gesetzt. Es kann jede handelsübliche
Lautsprecherbox mit dem System verbunden werden. Akustisch besonders
empfehlenswert sind aufgrund der klanglichen Homogenität natürlich Produkte
aus dem eigenen Hause. Daher haben wir die kompakte, elegante Standbox KEF iQ50
mit einem Stückpreis von vergleichsweise schmalen 319 EUR als Testsample dazu
bestellt, so dass die gesamte Kette einen Wert von 1.237 EUR darstellt. Wir
haben im Test überprüft, ob KEF mit dieser Offerte der große Wurf bezüglich
eines akustisch begeisternden Wireless-Systems gelungen ist.
Verarbeitung

Interessante Gestaltung der Oberseite

Präzise eingepasste Chassis

Sockel

Bi-Wiring-Terminal der iQ 50

Die Materialqualität der Lautsprecher-Stoffgitter ist nicht
überdurchschnittlich gut

Die Form verjüngt sich stark nach hinten

Eleganter Wireless-Empfänger

Metall-Schraubanschlüsse an den beiden Empfängern
Alle Komponenten sind sehr sauber verarbeitet. Die kleinen
Wireless-Module sehen ausgesprochen elegant aus, das heißt, auch wenn man sie
für jeden sichtbar unterbringt, entstehen keine optischen Probleme. Die
schwarz-hochglänzende Oberfläche hinterlässt ebenso einen gediegenen Eindruck
wie die gerundeten, geschwungenen Formen. Die iQ 50 gefallen mit akkurater,
gleichmäßiger Oberflächenqualität, die Folierung des Korpus fällt
sorgfältig aus. Die Ecken sind sehr gut verarbeitet, die Chassis sauber und mit
sehr geringen Spaltmaßen eingepasst. Der Sockel inklusive Spikes hinterlässt
für diese Preisklasse einen sehr hochwertigen Eindruck. Das kann man von den
mitgelieferten Lautsprechergittern nicht unbedingt behaupten. Sie sitzen zwar
gut, und der Stoff wirft keine Falten, aber die Materialqualität wirkt eher
durchschnittlich. Dafür gefallen uns die
Bi-Wiring-Lautsprecherkabel-Anschlussterminals an den beiden iQ 50 ausgesprochen
gut, und auch die stabilen Metall-Schraubanschlüsse fürs LS-Kabel an den
beiden Wireless-Empfänger-Modulen finden unsere Zustimmung. Gesamtnote
Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
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