TEST: Yamaha AV-Receiver RX-V1800
13.02.2008 Autoren: Karsten Serck und Carsten Rampacher
Seitenübersicht
- Einleitung, Verarbeitung und Anschlüsse
- iPod-Dock, UKW-RDS-Tuner, YPAO-Einmessung und
Equalizer
- HDMI-Switch und HD-Upscaling, Lip Sync, Music
Enhancer, Signal-Info-Anzeige, Advanced Setup-Menü
- Yamaha DSP-Programme
- Bedienung, Bild + Ton, Fazit
Der Yamaha RX-V1800 steht in der aktuellen Yamaha-Receiver-Serie ein wenig im
Schatten des RX-V3800 und des neuen Yamaha-Top-Modells DS-Z11. Das bedeutet aber
nicht, dass man ihn bei der Auswahl links lassen sollte. Denn bei genauer
Betrachtung ist der RX-V1800 mehr ein Geheimtip als ein abgespeckter RX-3800.
Denn er besitzt
zwar keinen Netzwerk-Anschluss für Internet-Radio/Musik-Streaming via LAN und
hat auch keine USB-Buchse. Wer noch auf das optisch ansprechendere
User-Interface des RX-V3800 und einen Multiroom-Video-Ausgang inklusive zweiter
Fernbedienung verzichten kann, bekommt mit dem RX-V1800 aber die ansonsten identische
Anschlussvielfalt des RX-V3800 zu einem um 500 EUR günstigeren Preis von 1100
EUR geboten.
Der in Titan und Schwarz lieferbare RX-V1800 ist mit HDMI 1.3-Anschlüssen
ausgestattet und verfügt über einen internen Decoder für Dolby True HD und
DTS-HD. Die bei einigen DTS-HD-Tonspuren auftretenden Probleme mit Knalleffekten
sind inzwischen behoben. Über den Yamaha-Service
können Besitzer ein Firmware-Update erhalten, welches via CD eingespielt wird.
Verarbeitung
Der Yamaha RX-V1800 gleicht optisch dem 3800 von außen als ob diese
Zwillinge wären. Erst beim Blick ins Gehäuse lassen sich kleine Unterschiede
zum RX-V3800 im Aufbau erkennen. Beim Design vollzieht Yamaha lieber eine langsame Evolution
als durch plötzliche Design-Veränderungen die Stammkundschaft zu verschrecken.
Und so strahlt auch der RX-V1800 weiterhin elegantes Understatement aus. Das Gehäuse erscheint sehr gut verarbeitet. Die Aluminiumfrontplatte
wirkt edel und sorgfältig verbaut. Der leicht gerillte Lautstärkedrehregler hat
einen relativ sauberen Lauf und liegt gut in der Hand. Die Klappe auf der
Gerätefront, hinter der sich weniger oft benötigte Bedienelemente befinden,
ist massiv verarbeitet und akkurat aufgehängt. Bis auf den Ein/Aus-Schalter
gibt es nichts auf der Frontseite, was nach Plastik aussieht. Und das der
Schalter aus Kunststoff ist, macht sogar Sinn. Denn dadurch braucht man sich
auch nicht um elektrostatische Entladungen Gedanken machen. Neben dem großen
Taster bietet der Yamaha darunter auch einen kleinen richtigen Schalter, mit dem
sich der Receiver komplett vom Netz trennen lässt.
Wie
wir es schon seit Generationen von Yamaha AV-Receivern bestens kennen, erfreut
das großformatige Punktmatrixdisplay mit angenehmer Farbgebung und sehr guter
Ablesbarkeit. Selbst aus größerem Abstand ist das Display gut erkennbar und
auch die kleineren Icons sind so angeordnet, dass man erkennen kann, ob
bestimmte Funktionen aktiv sind oder nicht, selbst wenn man sie im Detail nicht
genau ablesen kann. Die Geräterückseite ist ebenfalls sehr gut verarbeitet, die
Anschlussterminals sitzen fest. Schauen wir ins Geräteinnere, so ist
festzustellen, dass sich dort viele verschiedene Baugruppen breit machen, was in
Anbetracht der großen Funktionsvielfalt nicht verwunderlich ist.
Anschlüsse
Der Yamaha RX-V1800 bietet Anschluss für vier HDMI-Geräte und verfügt
über einen HDMI-Ausgang. Einen zweiten HDMI-Ausgang gibt es leider nur beim Top-Modell DSP-Z11.
Über die drei
YUV-Eingänge lassen sich noch drei weitere HDTV-Geräte anschließen, so dass
insgesamt bis zu sieben HDTV-Bildquellen angeschlossen werden können. Die
Eingänge lassen sich frei zuweisen und auch parallel nutzen, so dass z.B. über
den BD/HD DVD-Eingang auch ein YUV-Gerät wiedergegeben werden kann solange ein
diesem ebenfalls zugewiesenes HDMI-Gerät nicht eingeschaltet ist. Über den
Zone 2/3-Ausgang ist der Yamaha-Receiver Multiroom-tauglich und kann seine
Signale gleich in zwei verschiedene Räume weiterleiten. Eine zweite Fernbedienung zur Steuerung der
wichtigsten Basisfunktionen liegt aber nur dem RX-V3800 bei. Sehr üppig ist die Anzahl der Eingänge für
den Digital-Ton: Gleich vier optische und drei koaxiale Digitaleingänge sind
auf der Rückseite zu finden. Ein weiterer optischer Digitaleingang befindet
sich auf der Frontseite.

Für DVD-Audio oder SACD-Player ist ein analoger
5.1-Eingang vorhanden. Dieser lässt sich wie beim RX-V3800 optional auch für den 7.1-Betrieb
nutzen, indem man zwei weitere analoge Eingänge des Receivers als Frontkanäle
zuweist. Die verschiedenen DSP-Programme lassen sich für den 5.1-Eingang nicht
aktivieren und leider sind auch die umfangreichen Klangeinstellmöglichkeiten
des Yamaha-Receivers auf diesem Eingang nicht aktiv.
Die Lautsprecheranschlüsse
des Yamaha-Receivers lassen sich auch mit Bananensteckern betreiben. Dazu muss
man allerdings erst die kleinen Stöpsel an den Buchsen entfernen, was mit Hilfe
einer Schraube, die man leicht in die Öffnung hinein dreht, sehr einfach geht.
- 4 x HDMI-IN
- 1 x HDMI-OUT
- 3 x YUV-IN
- 1 x YUV-OUT
- 4 x OPTICAL-IN
- 2 x OPTICAL-OUT
- 3 x COAXIAL-IN
- 3 x S-VIDEO-IN
- 2 x S-VIDEO-COMPOSITE VIDEO/STEREO IN/OUT
- 2 x STEREO IN/OUT (CD-R, MD/TAPE)
- 1 x CD-IN
- 1 x PHONO-IN
- 1 x MONITOR-OUT S-VIDEO & COMPOSITE VIDEO
- 5.1 Mehrkanal-Eingang
- 7.1 Vorverstärker-Ausgang
- 2 x ZONE 2/3 STEREO-OUT
- 1 x iPod Dock
- 1 x FRONT-IN: S-VIDEO, COMPOSITE VIDEO, STEREO, OPTICAL
- 1 x Kopfhörer-Ausgang
- 1 x Antenne UKW & MW
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