AREA DVD-TEST: HDTV-Festplatten-Receiver ABCOM IPBox 9000 HD
03.06.2008 Autor: Karsten Serck
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Einleitung
Die "ABCOM IPBOX 9000 HD" ist ein HDTV-Festplattenrecorder auf
Linux-Basis, der im Handel zu Preisen um die 600 EUR verkauft wird. Der genaue
Verkaufspreis richtet sich nach der Größe der verwendeten SATA-Festplatte und
der verwendeten Tuner. Denn zwar ist der Receiver in der Grundkonfiguration
zunächst ein reiner Sat-Receiver mit einem DVB-S2 und einem DVB-S-Tuner, er
lässt sich aber auch mit einer ganz anderen Tuner-Konfiguration nutzen.
Der modulare Aufbau ermöglicht einen individuellen Austausch der
Tuner-Module. Diese sind für den Satellitenempfang als DVB-S und DVB-S2-Modul
erhältlich. Ebenso gibt es aber DVB-C-Module für den Kabelempfang und ein
DVB-T-Modul für digitales Antennenfernsehen. So wird der Receiver z.B. auch in
einer Variante mit einem DVB-S2- und einem zweiten DVB-C-Tuner verkauft. DVB-S,
DVB-C und DVB-T-Module kosten im Einzelkauf rund 70 EUR. Das DVB-S2-Modul wird
für rund 90 EUR angeboten. Komplett mit zwei DVB-S2-Tunern wird der Receiver
unter dem Namen "IPBOX 9000 HD Plus" verkauft.
Für den Juli ist auch noch eine kleinere Variante mit Aufnahmemöglichkeit
auf externe Festplatten unter dem Namen "IPBOX 900 HD" geplant, die
ebenfalls mit wechselbaren Tuner-Modulen ausgestattet sein wird.
Eine genaue Übersicht über die verschiedenen Tuner-Konfigurationen gibt es beim
deutschen Distributor unter www.axxaro.de.
Das Gerät
Die ABCOM IPBOX gehört von ihrer Ausstattung zu den umfangreichsten
HDTV-Receivern, die derzeit auf dem deutschen Markt erhältlich sind. Alleine
der Blick auf die Rückseite offenbart eine Anschlussvielfalt, die in diesem
Umfang nur wenige andere Receiver bieten.
Der Receiver verfügt sowohl über einen Netzwerkanschluss als auch zwei
USB-Schnittstellen für den Datenexport. Die USB 2.0-Host-Schnittstelle dient
zum Anschluss einer externen Festplatte, die von unserem Testmuster aber nicht
erkannt wurden. Datentransfers waren aber den Netzwerkanschluss möglich. Der USB-Client-Anschluss verbindet den
Receiver direkt mit einem PC, über den z.B. eine neue Firmware eingespielt
werden kann. Da diese USB-Buchse nur dem 1.0-Standard entspricht, eignet sie
sich ansonsten nicht für umfangreiche Datenübertragungen.
Software-Updates lassen sich
auch direkt über das Netzwerk installieren. Dabei setzt der Hersteller ein wenig Übung
im Umgang mit einem FTP-Server voraus, da die Updates nicht vollautomatisch
installiert werden sondern der Nutzer sich nach dem Login selbst das Verzeichnis
mit der aktuellsten Firmware und der dazugehörigen Datenbankdatei suchen muss.
Der Name IPBox ist nicht ganz zufällig gewählt. Denn auf der
Hersteller-Website wird auch eine Unterstützung von IPTV in Aussicht gestellt. Die HDTV-Bildausgabe erfolgt über
die HDMI-Buchse oder den YUV-Ausgang.
Der Twin-Tuner eignet sich zur parallelen Aufzeichnung von zwei
TV-Programmen. Zusätzlich lässt sich ein drittes Programm vom gleichen
Transponder oder eine Aufzeichnung von der Platte abspielen. Der Empfang von Premiere ist mit Hilfe eines Alphacrypt-Moduls möglich,
welches in einen der beiden CI-Slots gesteckt wird. Abonnenten der
Sportprogramme von Premiere dürften sich auch darüber freuen, dass die "Multifeed"-Darstellung
der Subkanäle unterstützt wird.
Anschlüsse im Überblick
- 1 x HDMI
- 1 x YUV
- 2 x SCART (RGB, FBAS)
- 2 x LNB-IN/OUT
- 1 x TOSLINK (optischer Digitalausgang)
- 1 x Stereo-Cinch
- 1 x Composite Video
- 1 x USB 2.0 (Host)
- 1 x USB 1.0 (Client)
- 2 x CI-Slot
- 1 x LAN
- 1 x Telefon
- 1 x RS-232
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