TEST: 5.1-System Teufel Motiv 6
23. Februar 2007 (cr/th)

Einführung
Teufel goes Design: Immer mehr optisch ansprechende
Lautsprechersysteme ergänzen das Produktprogramm des Berliner
Direktvertreibers. Für 675 € ist ein besonders ausgefallenes Ensemble
erhältlich: Das Motiv 6 Set 1 zeichnet sich durch einen hohen Glas-Anteil aus,
dadurch wirken alle Komponenten sehr filigran, insbesondere die vier MO 6 FR
genannten, 112 cm hohen Standsäulen. Mit im Set sind auch ein Center und ein
aktiver Subwoofer mit Glasrahmen enthalten. Wer hinten keinen Platz hat, die
Standsäulen aufzustellen, kann alternativ auf das Motiv 6 Set 3 zurückgreifen,
das auf 625 € kommt und hinten zwei kompaktere, sehr flache
Surroundlautsprecher aufweist, die man ohne Schwierigkeiten an der Wand
befestigten kann. Wie sich unser Motiv 6 Set 1 im Testraum bewährt hat, lesen
Sie im folgenden Testbericht.
Verarbeitung

Der formschöne Standfuß für die vier MO 6 FR-Säulen
besteht aus dickem Glas

Die einfassenden Elemente links und rechts sind aus
mattschwarzem Aluminium, die obere Verstrebung ist hochglänzend schwarz und aus
hochwertig wirkendem Kunststoff

Die Lautsprecher-Gitter sind gut eingepasst

Der Center ist von einem Glasrahmen eingefasst. Er bietet auch
die Möglichkeit zur Wandmontage

Nobody is perfect - auch das Motiv 6 nicht. Die
Klemmverschlüsse fürs Einführen der Lautsprecherkabel sind zwar immerhin aus
Metall, aber ziemlich klein dimensioniert

Durch die reichliche Verwendung von Glas scheinen die
Lautsprechereinheiten beinahe zu schweben

Die Rückseite des aktiven Subwoofers ist, bis auf die
billigen Lautsprecherkabel-Klemmanschlüsse, gut verarbeitet

Vier Standfüße mit Schraubgewinde für die nötige Distanz
des Gehäuses zum Boden sind im Lieferumfang des A 610 SW enthalten

Ein Glasrahmen ziert auch den aktiven Subwoofer. Während des
Betriebs leuchtet ein roter Teufel-Schriftzug auf der Vorderseite
Die Verarbeitung des Motiv 6 ist, zieht man den Kaufpreis mit
ins Kalkül, sehr ansprechend. So sind die Füße aller vier Satelliten aus
massivem Glas, und die Elemente links und rechts, die die Säulen einfassen,
bestehen aus mattschwarzem Aluminium. Alle Chassis sind sauber eingepasst, das
Gleiche gilt für die abnehmbaren Lautsprecher-Gitter. Der Center und der aktive
Subwoofer besitzen, was für ein "Familiengesicht" sorgt, einen Rahmen
aus Glas, der beide Komponenten luftiger erscheinen lässt. Die gesamte
Qualität der Oberflächen, auch das Hochglanzschwarz des aktiven Subwoofers,
kann überzeugen. Nettes Detail: Während des Betriebs leuchtet ein rotes "Teufel"-Logo
auf der Front des A 610 SW. Nicht begeisternd sind die
Lautsprecherkabel-Klemmanschlüsse, die alle Komponenten zieren. Trotzdem: Für
nicht einmal 700 € wird ein löblicher Verarbeitungsstandard geboten, den wir
mit der Note "ausgezeichnet" belohnen.
Technik/Anschlüsse

Der aktive Subwoofer hat die Bassreflexöffnung an der
Unterseite
Der
aktive Subwoofer des Motiv 6 verfügt über alle relevanten Bedienelemente
(siehe Bild links). Dass der Phasenregler nicht stufenlos ist, sondern nur über
die Einstellungen 0 oder 180 Grad verfügt, können wir in Anbetracht der
Preisklasse nicht wirklich ankreiden. Es gibt eine aktivierbare
Automatikfunktion und eine stufenlos einstellbare Übernahmefrequenz. Ein
doppelter Line-Input ist ebenfalls vorhanden. Was fehlt, ist ein
Line-Cinch-Ausgang, wenn man z.B. zwei Subwoofer miteinander verbinden möchte.
Die Endstufenleistung des A 610 SW fällt für die Preisliga reichhaltig aus.
150 Watt Sinus- und 300 Watt Musikleistung lassen den Bassisten zumindest der
Theorie nach auch im 30 Quadratmeter-Hörraum nicht untergehen. Für die nötige
Umsetzung sorgt ein 250 mm Tieftöner. Der aktive Subwoofer ist magnetisch
geschirmt und mit 33 x 51 x 36,5 cm (B x H x T) problemlos auch im Wohnzimmer
unterzubringen. Er arbeitet als direkt abstrahlender Woofer, das Bassreflexrohr
ist an der Gehäuseunterseite untergebracht.

Die vier Säulen weisen, ebenso wie der Center, über einen 25
mm Hochtöner und zwei 80 mm Tiefmitteltöner als Chassisbestückung auf
Die vier identischen Standsäulen MO 6 FR sind kurzzeitig mit
130 und langzeitig mit 70 Watt belastbar, genug für kleinere bis mittlere
Surroundanlagen. Die empfohlene Mindest-Verstärkerleistung liegt bei 10 Watt.
Die nach dem geschlossenen Prinzip konstruierten Lautsprecher sind mit einer 25
mm Gewebekalotte als Hochtöner und mit zwei 80 mm Tiefmitteltönern in
Konusbauweise bestückt. Geeignet sind sie, wie mittlerweile üblich, für den
Anschluss an Verstärker mit einer Impedanz von 4 bis 8 Ohm. Der
Übertragungsbereich Mit Abmessungen (B x H x T) von 28 x 112,4 x 21 cm nehmen
die attraktiven Säulen nicht zu viel Platz im Wohnzimmer weg. Der Center ist
identisch bestückt bezüglich der Chassis, er misst (B x H x T) 52 x 17 x
6 cm.
Insgesamt werden vernünftig erscheinende Belastungswerte
angegeben, dass die Bestückung von Säulen und Center taugt, haben die Hoch-
und Tiefmitteltöner schon in anderen Teufel-Systemen wie dem Teufel Theater 1
bewiesen. Die Endstufe des aktiven Subwoofers ist sehr leistungsfähig.
Gesamtnote: Sehr gut - ausgezeichnet.
Klang

Garantie für Hörspaß: Das Motiv 6 klingt angenehm und
dynamisch
Wer ein "Motiv" sucht für seine Tat, ein vollwertiges
5.1-Lautsprechersystem optisch attraktiv im Wohnzimmer zu integrieren, hat hier
eines gefunden: Denn das Motiv 6 präsentiert sich keinesfalls als optischer
Blender, der mit Papiertiger-Daten den Heimkino-Guru vorspielen möchte, sondern
als pegelfeste, ausgewogen klingende Wiedergabe-Maschinerie. Wir haben mit dem
eher schwierigen Part begonnen - der Mehrkanal-Musikwiedergabe beziehungsweise
der Wiedergabe von Stereo-CDs im PLIIx Music-, Circle Surround II- und DTS Neo:6
Music-Mode unseres angeschlossenen Marantz
SR8001. Und hier waren wir bei Gigi d' Agostinos "Welcome to Paradise"
sehr überrascht, wie frei das Motiv 6 die Frauenstimme wiedergibt:
Normalerweise herrscht bei solchen Systemen oft der Eindruck vor, dass der Klang
aufs erste Hinhören zwar schon passabel erscheint, bei genauer akustischer
Betrachtung jedoch tun sich Mängel auf: Das Gebotene wirkt zu oberflächlich,
der Stimme fehlt es an Substanz und Tiefe. Auch die Einarbeitung der Instrumente
lässt vielfach zu wünschen übrig, wenn man sehr leise hört, ist die
Detaileinarbeitung ebenso unzureichend wie bei sehr lautem Hören, dann
vermischt sich alles zu einem akustischen Einerlei. Ganz anders das Motiv 6:
Schon beim Hören in Zimmerlautstärke erzielt der aktive Subwoofer ein wirklich
gutes Volumen, zugleich aber legt er sich nicht wie ein schwerer Felsbrocken
über das gesamte klangliche Geschehen, sondern lässt auch dem gut gestaffelten
Mitteltonbereich und dem klaren Hochtonbereich erfreuliche
Entfaltungsmöglichkeiten. Und wer es gern einmal lauter hört, dürfte
ebenfalls positiv erstaunt sein: Es geisterten zwar in einigen Foren Fragen
über mangelnde Leistungsfähigkeit des A 610 SW Subwoofers herum, wir jedoch
können dem Basslautsprecher nur ein ausgezeichnetes Zeugnis ausstellen: Es gibt
mehr als doppelt so teure Basslautsprecher, die weitaus früher ihr Limit
erreicht haben. Der A 610 SW hat eine sehr angenehme Eigenschaft: Nähert er
sich seinem Limit, legt er einfach nicht weiter an Lautstärke zu, bis
endgültig das Ende der Fahnenstange erreicht ist, sondern er verharrt auf einem
Level, bei dem das Gehäuse noch ruhig bleibt und kein unschönes Durchschlagen
zu vernehmen ist.

Selbst SACDs werden ansprechend von den vier MO 6 FR
wiedergegeben
Selbst bei Material, das man nicht unbedingt in Zusammenhang mit
einem knapp 700 € kostenden Lautsprecherset bringen würde, leistet sich das
Motiv 6 keine Schwäche: Antonin Dvoraks berühmte, sehr facettenreiche
Symphonie "aus der neuen Welt", abgelegt auf einer 5.1 SACD, wird vom
preiswerten Teufel-Set erstaunlich flüssig und klar übertragen. Die eigentlich
recht simple Konstruktion der Säulen steht hierbei einem aufgeräumten und
dynamischen Klangbild in keinster Weise entgegen. Andere Kontrahenten werben
gern mit konstruktiven Kniffen, die für unglaubliche akustische
Entfaltungsmöglichkeiten sorgen sollen, in der Praxis jedoch merkt man nicht
selten eher wenig von überragenden Resultaten. Die klassischen, in anderen
Teufel-Baureihen auch schon eingesetzten Hoch- und Mitteltöner fühlen sich in
der neuen, design-orientierten Umgebung offensichtlich ausgesprochen wohl.
Erfreulicherweise ist der Grundtonbereich beim Motiv 6 keineswegs so schmal, wie
wir es noch vom Concept P oder
dem Concept S her kennen - für die
schlanke Bauweise kann man sehr zufrieden sein. Natürlich, Boxen mit mehr
Volumen und Bautiefe erzeugen einen satteren Grundtonbereich, aber die
räumliche Ausbreitung, die die MO 6 FR erzielen, gibt keinen Anlass zur Kritik,
selbst bei differenzierter klassischer Musik oder bei anspruchsvolleren
Pop-Titeln entsteht ein vollwertiger Klangeindruck.
Interessanterweise agiert das Motiv 6 selbst im Stereobetrieb
keinesfalls auf unterdurchschnittlichem Level. Das Zusammenspiel der MO 6 FR mit
dem A 610 SW funktioniert prächtig, so dass man den Eindruck einer homogenen
und schlüssigen Klangkulisse bekommt. Je nach Raumakustik und Raumgröße
empfehlen wir, als Übernahmefrequenz 100 oder 120 Hz einzustellen. Bei Eros
Ramazzottis "LA Luca Buone Delle Stelle" schafft es das Motiv 6, eine
gefühl- und gleichzeitig kraftvolle Wiedergabecharakteristik zu erzielen, so
dass die Mischung von Sensibilität und Nachdruck, die dieses Lied auszeichnet,
sehr gut zum Ausdruck kommt.

Das Motiv 6 vermittelt Weitläufigkeit und atmosphärische
Dichte
Hören wir uns die Filmtonwiedergabe an - hier hatte das
Teufel-Set eine sehr harte Nuss zu knacken: "Krieg der Welten" bringt
raumfüllende, wuchtige und zugleich vielschichtige tieffrequente Effekte mit.
Auch Mittel- und Hochtonbereich präsentieren sich weitläufig und mit
vielfältigem Effektspektrum. Das Motiv 6 bewies aber auch hier seine
außergewöhnliche Klasse: Auch bei den massiven Bass-Effekten griff der A 610
SW Subwoofer nachhaltig durch und sicherte eine kraftvolle, dynamische
Darstellung, die die Kritiker, die diesem Subwoofer zu wenig Punch vorwerfen,
schon nach Sekunden Lügen straft. Natürlich können wir nicht ausschließen,
dass, was bei jedem Hersteller passieren kann, ein defekter A 610 SW in
Kundenhand gelangte, aber ein voll funktionstüchtiges Exemplar wie in unserem
5.1-Ensemble bietet Reserven, die für einen so günstigen Bassisten nur als
hervorragend zu bezeichnen sind. Zudem macht der A 610 SW nicht einfach nur
Lärm, sondern bringt zusätzlich eine gute Struktur ins tieffrequente
Klangbild. Stör- und Strömungsgeräusche sind auf einem niedrigen Level, das
250 mm Chassis lenkt auch beim reichhaltigen Ausnutzen der Hub-Leistung präzise
aus.
Die anderen Lautsprecher sind für eine wirkungsvolle Wiedergabe
von Filmmaterial ebenfalls prädestiniert. Der Center erfreut durch eine sehr
saubere Stimmdarstellung. Dass letzte Details zur völligen Aufarbeitung des
jeweiligen Stimmprofils fehlen, darf in Anbetracht der Preisklasse nicht
verwundern. Zu loben ist, dass die angenehme Charakteristik des Centers auch bei
hohem Pegel anhält - das ist außergewöhnlich, normalerweise merkt man dann
eine gut hörbare Dynamikkompression, verbunden mit ersten tonalen Artefakten,
die eine drohende Übersteuerung andeuten. Die vier identischen MO 6 FR liefern
ein homogenes, sehr gut ausbalanciertes Klangbild, das eine tadellose
Raumwirkung aufweist. Die Flucht der verängstigten Bevölkerung vor den
außerirdischen Zerstörungsmaschinen, die aus der Erde kamen, wirkt dadurch
authentisch. Das Zusammenspiel der Säulen mit Center und Subwoofer ist
ebenfalls löblich - so entsteht der Eindruck einer geschlossenen, zugleich aber
frei aufspielenden akustischen Kulisse. Zu erwähnen ist auch der gute
Wirkungsgrad der passiven Komponenten, der erstaunlich für geschlossene
Konstruktionen ist. Selbst mit weniger kräftigen AV-Receivern sind ordentliche
Pegel zu erzielen.
Vergleichen wir das Motiv 6 mit verschiedenen Kontrahenten, so
stellt sich heraus, dass es für diesen fairen Kaufpreis aktuell keine
Konkurrenz zu fürchten hat. Das Focal Sub-/Sat-Set Cinema Pro
ist nicht unerheblich teurer, beißt sich vor allem wegen des zu schwachen
aktiven Subwoofers aber die Zähne am Motiv 6 aus. Das
Teufel Theater 1 ist zwar bezüglich der Anschaffung nochmals ca. 100 €
günstiger, bringt aber nicht diese geschliffene optische Raffinesse wie das
Motiv 6 mit - die Synthese aus Klang und Optik ist exzellent. Wer einen kleinen,
dedizierten Heimkinoraum betreibt und dafür ein preiswertes und
leistungsstarkes Mehrkanal-Set sucht, wird hingegen nach wie vor mit dem Theater 1
sehr gut bedient sein. Durch die andere Konstruktion ist der Grundtonbereich
noch etwas voller, zudem ist der mitgelieferte aktive Subwoofer sehr
leistungsfähig und aufwändig konstruiert. Ein sehr preiswertes und dafür
erwachsen auftretendes Pure Acoustics Mars 5.0-Lautsprecherset
hat im Motiv 6 einen übermächtigen Gegner gefunden: Ganz gleich, ob
Auflösungsvermögen, Dynamik, Bassdruck oder Raumgefühl, überall liegt das
Motiv 6 klar vorne und lässt vergessen, dass es nebenbei auch noch glänzend
aussieht. Das Mars 5.0-Lautsprecherset
ist sehr viel preisgünstiger, zugegeben, aber wer anspruchsvoll hören möchte,
spart lieber weiter und kauft ein Motiv 6, das auch das ebenfalls sehr
preiswerte Concept P deutlich in
die Schranken weist: Vor allem der aktive Subwoofer tritt viel nachdrücklicher
an. Zudem sind Detaillierung und Dynamik aller Komponenten auf einem ganz
anderen Level. Für kleinere Lokalitäten und niedrigere Pegel reicht ein Concept P
selbstverständlich aus - wer aber auch gern genau hinhört und auch gern lauter
Musik und Filmton genießt, ist mit dem Motiv 6 entschieden besser bedient.
Vergleicht man das Preis-/Leistungsverhältnis, steht das Motiv 6 rundherum
glänzend dar. Ein Tannoy Arena ist
sicherlich noch deutlich edler verarbeitet und tritt optisch praktisch perfekt
auf, bei den harten akustischen Fakten sieht die Bilanz gegen das Motiv 6
hingegen weniger rosig aus: Es fehlt nach Räumlichkeit, Nachdruck und Frische.
Auch das Teufel Concept S wirkt
akustisch nicht ganz so geschliffen wie das Motiv 6 - ist aber preislich, im
Gegensatz zum Tannoy, sehr günstig.
Gesamtnote Klang (in Relation zum Kaufpreis zu sehen):
Ausgezeichnet - hervorragend.
Fazit

Beispielhaft ist der Gegenwert, den das Teufel Motiv 6 bietet
Teufel drückt mächtig aufs Gas: Es ist noch gar nicht so lange
her, da hatte man zwar akustisch überdurchschnittliche, optisch aber eher
hausbackene Lautsprechersysteme im Angebot. Was dann im Jahr 2004 das Concept S
begann, wurde konsequent weiter ausgebaut: Preislich faire, elegant auftretende
Ensembles mit gepflegter Akustik. Aktueller Höhepunkt dieses Strebens nach
opto-akustischer Raffinesse ist das
Motiv 6. Bezüglich des Auftritts besonders attraktiv, bezüglich der
klanglichen Fähigkeiten besonders überzeugend und bezüglich des Preises besonders zurückhaltend. Die
zu einem beträchtlichen Teil aus Glas bestehenden Lautsprecher-Säulen sind
auch im Detail für diese Preisliga ausgesprochen hochwertig ausgeführt. Nichts
wirkt billig oder unzureichend, sieht man von den insgesamt nicht vollends
begeisternden Lautsprecherkabel-Anschlussterminals an allen Komponenten einmal
ab. Der elegante Center fügt sich ebenso nahtlos ins Bild wie der schicke und
zugleich kompakte aktive Subwoofer. Klanglich ist das Motiv 6 ausgesprochen
angenehm ausgelegt. Diese akustische Harmonie verbindet Teufel mit einem für
ein solches System erstaunlich guten Wirkungsgrad. Durch die Fähigkeit des
Motiv 6, auch den oberen Teil des Frequenzspektrums präzise abzubilden und im
Bassbereich Kraft mit kultiviertem Auftreten zu verbinden, ist das Berliner
Lautsprecherset für die Mehrkanal-Musik- und Filmtonwiedergabe sehr gut
geeignet. Die vier identischen Standsäulen und der Center mit breitem
Abstrahlwinkel schaffen eine authentische und differenziert aufgebaute
Surroundkulisse. Überrascht hat uns, dass das Motiv 6 selbst im Stereobetrieb
nicht untergeht, ein Problem, das früher beim Concept S noch vorhanden war:
Homogen, lebendig und mit solidem Fundament versehen, kann man auch bei
zweikanaligem Einsatz voll und ganz zufrieden sein. Bilanz: Für nicht einmal
700 € bietet das Motiv 6 für den Suchenden, der Optik und Akustisch auf hohem
Niveau miteinander verbunden haben und gleichzeitig auf seine finanziellen
Ressourcen achten möchte, ein momentan unschlagbares Leistungspaket.
Eine stilvolle Optik, erstaunliche akustische Talente und ein
Preis, bei dem man sich nur die Augen reiben kann: Teufels Motiv 6 setzt neue
Maßstäbe in der Liga bis 1.000 €

Lautsprechersysteme untere Mittelklasse
17. Januar 2007
Preis-/Leistungsverhältnis         
+ 
+ Überraschend klarer und feinfühliger Klang
+ Hohe Pegelfestigkeit aller Komponenten
+ Aktiver Subwoofer mit angenehmer und zugleich nachdrücklicher Wiedergabe
+ Center mit breitem Abstrahlwinkel und sehr guter Tiefenstaffelung
+ Durch vier identische LS-Säulen homogenes und ausgeglichenes Klangbild
+ Guter Klang im Stereobetrieb
+ Guter Wirkungsgrad
+ Hochwertiges Finish
+ Für die gebotenen Leistungen enorm günstiger Kaufpreis
- Nur eine Farbvariante erhältlich
- Lautsprecher-Anschlussterminals insbesondere beim aktiven Subwoofer
verbesserungswürdig
Test: Carsten Rampacher
17. Januar 2007
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