LCD-VERGLEICH: Philips 37PFL9732D/Samsung LE40F86BD/Toshiba 47Z3030D

23.11.2007 (cr)

Philips 37PFL9732D

Samsung LE40F86BD

Toshiba 47Z3030D

Einführung

Wir leben mittlerweile auch in Deutschland im HD-Zeitalter, wenngleich sich hoch auflösende Displays, entsprechende Zuspieler und die dazugehörige Software noch nicht allzu weit verbreitet haben. Sehr groß ist bereits das Angebot an LCD-Flachbildschirmen, die die volle HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln unterstützen. Doch inzwischen ist ein natives Full HD-Panel noch lange nicht alles, was das Herz des anspruchsvollen Anwenders glücklich macht: Die Entgegennahme und fachgerechte Aufbereitung von 1.080p/24 Hz-Signalen sollte auch gewährleistet sein. Ebenso wünschen sich die potentiellen Interessenten für solche Gerät genug HDMI-Eingänge, die natürlich der aktuellen Spezifikation 1.3 entsprechen sollten, um auch mit modernen Zuspielern entsprechend kommunizieren zu können.  Eine Menge Voraussetzungen also, die der Wunsch-Flachbildschirm zu erfüllen hat. Und, was noch hinzu kommt: Auch wenn viele Heimcineasten predigen, dass es erst ab 50 Zoll Bilddiagonale (das entspricht 127 cm) möglich ist, wirklich von größerem Bild zu sprechen - den Platz zur Aufstellung eines 50 Zoll-Geräts haben noch lang nicht alle. Hinzu kommt, dass auch der Betrachtungsabstand stimmen muss und in kleinen Wohnzimmern ein 50 Zoll-Modell manchmal überdimensioniert ist. Daher ist für viele ein 37 Zoll- oder ein 40 Zoll-Gerät das im wahrsten Wortsinn Größte der Gefühle, während andere Anwender sich gern ein 46- oder 47 Zoll-Modell in die heimische Wohnstube stellen. Wir haben uns Hightech-LCDs namhafter Hersteller in den Testraum geholt, um zu überprüfen, wie groß der HD-Sehspass in den Größen 37, 40 und 47 Zoll ist. Es handelt sich dabei um keinen "richtigen" Vergleichstest der Kandidaten von Philips, Samsung und Toshiba - vielmehr haben wir uns mit aktueller Technik bis an den Rand gefüllte Exemplare bestellt, um zu schauen, was in der jeweiligen "Größenliga" möglich ist. Im einzelnen haben sich im Testraum eingefunden:

  • Philips 37PFL9732D, 37 Zoll-Full HD-LCD, Marktpreis um 1.900 EUR
  • Samsung LE40F86BD, Marktpreis um 1.700 EUR
  • Toshiba 47Z3030D, Marktpreis um 1.900 EUR 
Basisdaten Vergleichstabelle

Um einen entsprechenden Überblick über die Ausstattung zu bekommen, haben wir hier die Basisdaten gelistet:

Feature

Philips Samsung Toshiba
Modellbez. 37PFL9732D LE40F86BD 47Z3030D
UVP 2.699 EUR 2.399 EUR -
Marktpreis ca. 1.900 EUR ca. 1.700 EUR ca. 1.900 EUR
Diagonale 37 Zoll (94 cm) 40 Zoll (101 cm) 47 Zoll (120 cm)
Auflösung

1.920 x 1.080

1.920 x 1.080 1.920 x 1.080
Helligkeit 550 cd² 550 cd² 500 cd²
Videoformate 480i, 60 Hz 
480p, 60 Hz
  576i, 50 Hz
  576p, 50 Hz
  720p, 50/ 60 Hz  
1080i, 50/ 60 Hz  
1080p, 24/60 Hz
480i, 60 Hz 
480p, 60 Hz
  576i, 50 Hz
  576p, 50 Hz
  720p, 50/ 60 Hz  
1080i, 50/ 60 Hz  
1080p, 24/60 Hz
480i, 60 Hz 
480p, 60 Hz
  576i, 50 Hz
  576p, 50 Hz
  720p, 50/ 60 Hz  
1080i, 50/ 60 Hz  
1080p, 24/60 Hz
Kontrast (dynam.) 8.000:1 25.000:1 15.000:1
Blickwinkel hor./vert. 176/176 Grad k.A. 178/178 Grad
Bildverbesserer Perfect Pixel HD
Engine, HD Natural
Motion, dynamische
Kontrastoptimierung,
Active Control,
Lichtsensor;100 Hz 
Clear LCD, Jagged
Line Suppression
Super Clear Panel
Movie Plus
Wide Color Enhancer
DNIe
Movie Mode
Game Mode
Faroudja De-Interlacer
Active Vision M100 HD
Film Judder Canceller
5:5 Pulldown
PIXEL PROcessing V
Panel Overdrive
Lichtanpassung
Active Contrast Enhancement, Active Backlight Control
Anschlüsse 3 x HDMI 1.3
2 x Scart
1 x Komponente
Audio-Analog-Eing.
koaxialer Digitaleing.
USB 2.0
Speicherkartenleser 
(7in1*)
FBAS-Eingang
S-Video-Eingang
Kopfhörerausgang
koaxialer Digitalausg.
Audio-Analog-Ausg. 
Common Interface
Antenneneingang
3 x HDMI 1.3
2 x Scart
PC-Anschluss
Komponente
Audio-Analog-Eing.
FBAS-Eingang
S-Video-Eingang
USB 2.0
Audio-Analog-Ausg.
Kopfhörerausgang
opt. Digitalausgang
Antenneneingang
3 x HDMI 1.3
2 x Scart
Komponente
PC-Anschluss
3 x Audio-Analog-Eing.
FBAS-Eingang
S-Video-Eingang
opt. Digitalausg.
Kopfhörerausg.
Subwooferausg.
Audio-Analog-Ausg.
Antenneneingang
Bildschirmformate Full HD Pixelgenau
4:3
 Auto Format
14:9
16:9
SuperZoom
Breitbild 
automatisch breit
16:9
Breitenzoom
Zoom
4:3
Nur Scan (FullHD)
True HD (Full HD)
4:3
16:9
14:9
SuperLive
Breitbild
Eingeb. Tuner Digital/analog Digital/analog Digital/analog
Klang 2 x 8 W, Dynamic 
Bass Enhancement, 
Virtual Dolby Digital,
BBE, Grafik-EQ
2 x 10 W, 
SRS Tru Surround XT, 
5 Tonmodi, autom.
Lautstärkeanpassung
2 x 30 W,
Slim Speaker by Onkyo
SRS WOW Surround Sound, Lautstärkeanpassung, Bassverstärker
Besondere
Ausstattungsmerkm.
Ambilight Anynet+ (nutzt das HDMI CEC Protokoll , damit ein aus kompatiblen HDMI- Komponenten bestehendes Heimkinosystem in wesentlichen Funktionen mit nur einer Fernbedienung gesteuert werden kann REZGA Link, Funktion analog zu Samsungs Anynet+
Standfuß im
Lieferumfang/montiert
ja/ja ja/ja ja/ja
Abmessungen 
BxHxT
946x606x125 mm 
(ohne Fuß)
1094x607x103 mm 1132x710x147 mm
Gewicht 25,2 kg 
(ohne Fuß)
19,8 kg (ohne Fuß) 32,2 kg
Farbe Brilliant Pearl Schwarz
Hochglänzend
Schwarz hochglänzend
mit silbernem Tischfuß
 

* Lesbare Speicherkarten: Compact Flash Typ I, Compact Flash Typ II, Memory Stick, Microdrive, MultiMedia-Karte (MMC), Secure Digital (SD)-Karte, Smart Media-Karte 

Verarbeitung

Materialmix aus silbernen Gehäuseteilen und aus schwarzen Elementen, bedeckt mit hochwertigem Acrylglas

Der Philips punktet mit hoher Passgenauigkeit

Von oben nach unten: Durchschnittliche Toshiba-Fernbedienung, qualitativ etwas bessere Samsung-Fernbedienung, ausgezeichneter Philips IR-Controller mit hochwertiger Optik und Haptik

  • Philips: Der 37-Zöller ist fehlerfrei verarbeitet. Allerdings könnte das etwas spröde silberne Gehäusematerial in Anbetracht der Preisklasse noch etwas mehr Hochwertigkeit bezüglich der haptischen Anmutung ausstrahlen. Der Rest der verwendeten Gehäusematerialien wirkt hochwertig und entsprechend edel. Die Spaltmaße sind sehr akkurat. Der mitgelieferte Standfuß gibt guten, aber keinen exzellenten Halt. Die mitgelieferte Fernbedienung ist von erstklassiger Qualität. Kaum ein Hersteller hat hier etwas Vergleichbares zu bieten, die Materialqualität und das Finish sind auf Spitzen-Niveau. Gesamtnote: Ausgezeichnet.

Die blaue Beleuchtung des Samsung unterstützt den edlen Eindruck

Auch im Detail wirkt der LE40F86BD sehr hochwertig

  • Samsung: Der Samsung hinterlässt auf den ersten Blick einen sehr noblen Eindruck. Edle Acryl-Intarsien links und rechts sowie die Beleuchtung oberhalb des leider wackeligen Standfußes unterstützen diesen Eindruck. Das hervorragende Schwarz-hochglänzende Finish des Bodys hält auch einem zweiten und einem dritten Blick problemlos Stand. Alle Spaltmaße sind gleichmäßig, das Anschlussterminals ist sehr gut eingepasst. Die mitgelieferte Fernbedienung ist von durchschnittlicher Qualität. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 

Solide Verarbeitung beim Toshiba

Der Standfuß des Toshiba gibt guten Halt

  • Toshiba: Der optisch sehr schlichte Toshiba ist solide verarbeitet, wirkt aber nicht so edel wie der Toshiba Full HD-LCD-TV 46ZF355D. Das Schwarz-Hochglänzende Finish ist gut gelungen, wirkt aber nicht ganz so nobel wie beim Konkurrenten von Samsung. Der Standfuß gibt guten Halt, obwohl man dies aufgrund der ungewöhnlichen, Boomerang-ähnlichen Formgebung zunächst nicht glauben möchte. Die mitgelieferten Fernbedienung wirkt nicht sonderlich hochwertig. Gesamtnote: Sehr gut. 

Anschlüsse

Philips

Hinten zu finden: Komponente, 2 x Scart

3 x HDMI 1.3, koaxialer Digitaleingang, koaxialer Digitalausgang, L/R Audio-Analogausgang

Seitlich untergebracht: S-Video- und FBAS-Eingang, 2-Kanal-Audioeingang

Übersicht: 

  • 3 x HDMI 1.3
    2 x Scart
    1 x Komponente
    Audio-Analog-Eing.
    koaxialer Digitaleing.
    USB 2.0
    Speicherkartenleser 
    (7in1*)
    FBAS-Eingang
    S-Video-Eingang
    Kopfhörerausgang
    koaxialer Digitalausg.
    Audio-Analog-Ausg. 
    Common Interface
    Antenneneingang

Der Philips hat eine sehr reichhaltige Anschlussauswahl, es fehlt nur ein dedizierter PC-Eingang. Dafür gibt es einen 7 in 1-Speicherkartenleser für alle gängigen Formate. Die HDMI-Eingänge sind nicht optimal erreichbar. Gesamtnote Ausgezeichnet - hervorragend. 

Samsung

Rückansicht des Samsung. Hier befinden sich zwei der drei HDMI 1.3-Schnittstellen, dazu noch der Komponenteneingang nebst 2-Kanal-Audio-Analogeingang. Auch für den HDMI-Eingang Nr. 2 findet sich ein 2-Kanal-Audio-Analogeingang. Hier hat Samsung sehr gut mitgedacht, so kann man auch für DVI-Komponenten, die mittels DVI- auf HDMI-Adapter Anschluss am Flatscreen erhalten, Ton empfangen. Ein analoger D-Sub-PC-Eingang ist auch noch vorhanden

Seitlich ist die Auswahl beim LE40F86BD ebenfalls groß. Neben dem dritten HDMI 1.3-Eingang ist eine USB 2.0-Schnittstelle vorhanden. Ein 3,5 mm Kopfhörer-Miniklinkenausgang, ein S-Video- sowie ein FBAD-Videoeingang und ein 2-Kanal-Analog-Audioeingang vervollständigen das Sortiment

Übersicht:

  • 3 x HDMI 1.3
    2 x Scart
    PC-Anschluss
    Komponente
    Audio-Analog-Eing.
    FBAS-Eingang
    S-Video-Eingang
    USB 2.0
    Audio-Analog-Ausg.
    Kopfhörerausgang
    opt. Digitalausgang
    Antenneneingang

Samsung hat bei der Anschlussbestückung alles richtig gemacht - höchstes Lob, denn die Anschlüsse sind sogar allesamt leicht zu erreichen. 3 x HDMI und auch ein eigener D-Sub PC-Eingang, genug 2-Kanal-Audio-Eingänge und eine USB-Schnittstelle, das verdient das Gesamturteil hervorragend. 

Toshiba

2 x Scart, Komponente plus 2-Kanal-Audio-Eingang, Subwoofer-Ausgang, 2-Kanal-Audio-Ausgang, 2-Kanal-Audio-Eingang - der Toshiba ist anschlussseitig blendend ausstaffiert

Links noch zu erkennen: Der D-Sub PC-Eingang. Ferner vorhanden sind hinten noch 2 HDMI-Eingänge, die dem aktuellen Standard 1.3 entsprechen, sowie ein Common Interface

An der Seite des Toshiba befinden sich ein weiterer HDMI 1.3-Eingang, ein S-Video- sowie ein FBAS-Eingang, ein 2-Kanal-Audio-Analog-Eingang sowie ein 3,5 mm Miniklinken-Kopfhörerausgang. Was fehlt im Vergleich zu den anderen Modelle, ist ein USB-Interface

Übersicht:

  • 3 x HDMI 1.3
    2 x Scart
    Komponente
    PC-Anschluss
    3 x Audio-Analog-Eing.
    FBAS-Eingang
    S-Video-Eingang
    opt. Digitalausg.
    Kopfhörerausg.
    Subwooferausg.
    Audio-Analog-Ausg.
    Antenneneingang

Der 47Z3030D ist mit vielen praxisgerechten Anschlussmöglichkeiten ausgestattet. Die HDMI-Anschlüsse hinten sind nicht einfach zu erreichen. Dafür bietet der Toshiba sogar einen Subwoofer-Vorverstärkerausgang, damit ein externer Basslautsprecher die sehr guten Onkyo Slimspeaker, die im Flat-TV integriert sind, wirkungsvoll unterstützen kann. Ein eigener PC-Input (D-Sub) ist ebenfalls vorhanden. Was fehlt, ist eine USB-Schnittstelle. Gesamtnote: Ausgezeichnet - hervorragend. 

Bedienung

Von diesem Grundmenü aus gelangt man zu den Bildeinstellungen

Wer nicht genau Bescheid weiß, kann ein Hilfeprogramm starten

Sehr übersichtliche Philips-Fernbedienung

  • Philips: Der Philips-LCD verdient sich hier als einziger wirklich gute Noten. Die exzellente Fernbedienung sowie die sehr übersichtlichen, klar gegliederten und gut verständlichen Menüs sorgen für eine einwandfreie Bedienbarkeit. Nur, dass die Fernbedienung keine Beleuchtungsmöglichkeit mitbringt, bringt einen Punktabzug mit sich. Gesamtnote Bedienung: Hervorragend.

Gut platziertes Navigationskreuz, aber etwas schwammiger Tastendruckpunkt

Edel und praktisch: Beleuchtete Bedienelemente beim Samsung

  • Samsung: Der Samsung kann nicht voll überzeugen. Die Menügestaltung ist optisch am wenigsten gelungen. Die Fernbedienung bekommt Punktabzüge wegen des nicht klar definierten Druckpunktes. Wenigstens ist für wenige Grundfunktionen eine Beleuchtung integriert. Der Arbeitswinkel der Fernbedienung ist zu gering, ebenso die Reichweite. Prima: Die beleuchteten Bedienelemente am Gerät selber.  Gesamtnote: Befriedigend - gut. 

Die eigentlich übersichtliche Toshiba-Fernbedienung verschenkt durch den nicht optimalen Arbeitswinkel wertvolle Punkte

  • Toshiba: Die klaren, grafisch sauber aufbereiteten Menüs erfreuen das Auge des Betrachters - das sichert viele Punkte. Ein Teil davon verliert der 47Z3030D allerdings wieder, weil die Fernbedienung einen viel zu kleinen Arbeitswinkel hat. Zudem ist die Reichweite unbefriedigend. Der Tastendruckpunkt ist nur durchschnittlich, eine Beleuchtungsmöglichkeit fehlt. Gesamtnote: Gut. 
Technologien zur Bildverbesserung

Wichtiger Link: 

Philips:

  • Perfect Pixel HD: Oberbegriff für alle folgenden Bildverbesserungstechnologien. Perfect Pixel HD Engine ist die jüngste Generation von Philips Bildverbesserungstechnologien. Sie baut auf der Plattform von Pixel Plus 3 HD auf, die mit einer hohen Prozessorleistung bereits eine deutlich verbesserte Bild- und Detailschärfe lieferte. Auch die Perfect Pixel HD Engine nutzt 10 Bit Digital Processing, um bei der Umwandlung von digitalen in analoge oder analoge in digitale Signale das Rauschen zu reduzieren. Das Ergebnis ist ein sehr viel schärferes und sauberes Bild mit höhererTiefenschärfe und naturgetreuen Farben, das den hohen Ansprüchen an HDTV vollständig gerecht zu werden
  • HD-Natural Motion: Filme werden in einem anderen Format (24 Vollbilder pro Sekunde) aufgezeichnet als es normale TV-Kameras nutzen. Zudem werden sie auch in einem speziellen Verfahren (Film Mode) übertragen (50 Hertz: 2-2 Pulldown, 60 Hertz: 3:2 Pull down). Obwohl Filme mit 50 oder 60 Bildern pro Sekunde gezeigt werden, ändern sich die Frames bei Bewegungen nur 24 mal pro Sekunde. Das verursacht, besonders bei der 60 Hz-Wiedergabe, bedingt durch den 3:2 Pulldown, einen deutlichen Ruckel-Effekt (Judder), wenn das Auge die Bewegung verfolgen will. Philips’ Digital Natural Motion (DNM) nutzt Bewegungsinterpolationen, um dieses Problem für Standard Definition (SD) anzugehen. Das weiterentwickelte System ist jetzt auch für HD Material einsetzbar und verwirklicht eine verbesserte HD Bildqualität mit scharfen,
    flüssigen Bewegungen für ein intensives Filmerlebnis, das Blu-ray Disc oder HD DVD bieten. Ähnlich wie bei der Version für Standard TV, werden auch bei HD-Natural Motion kontinuierlich Bilder kurzzeitig zwischengespeichert, um Bewegungsgeschwindigkeit und -richtung eines Objektes zu messen und zu beurteilen. Anschließend werden Bildbereiche neu berechnet, um Bewegungspositionen zu korrigieren. Dieses Verfahren garantiert, dass Filme mit gleichmäßigen, ruckelfreien und scharfen Bewegtbildern genossen werden können, ohne Rücksicht darauf, in welche Richtung die Kamera schwenkt oder was für eine Bewegung auf dem Display dargestellt wird.
    Obwohl das Prinzip von HD-Natural Motion nicht neu ist, arbeitet diese jüngste Version mit fünfmal höherer Auflösung als zuvor. Das ist allein schon aufgrund der notwendigen erheblichen Rechenleistung bemerkenswert. HD-Natural Motion, das in der Perfect Pixel HD Engine integriert ist, hat zusätzlich verschiedene Verbesserungen erfahren. Erstens besteht das HD-Natural Motion Bildschirmfenster aus 64 mal 24 Pixel, was eine hohe Geschwindigkeit der Bewegungskompensation in jede Richtung erlaubt. Damit können auch schnellste Schwenks der Kamera fließend mit scharfen Bildern wiedergegeben werden. Zweitens arbeitet die Software mit einer höheren Anzahl unterschiedlicher Bewegungsvektoren, womit eine höhere Anzahl unterschiedlicher Bewegungen analysiert werden kann. Damit ist auch unter schwierigen Bedingungen ein sauberes Ergebnis gewährleistet. In Ergänzung dazu korrigiert HD-Natural Motion zum einen die Signale für Helligkeit (Y), zum anderen auch die für Farbe (C). Diese Optimierungen stellen sicher, dass auch leuchtend farbige Objekte mit gleichmäßig, gestochen scharfen Details abgebildet werden.
  • Luminance Transient Improvement (LTI): Eine Verbesserung der Schärfe und der visuellen Klarheit gehört zu den wichtigsten Elementen der Perfect Pixel HD Engine. Eine der anspruchsvollsten Verfahren ist dabei die Sub-Pixel basierte, horizontal und vertikal arbeitende Luminance Transient Improvement (LTI). Philips LTI analysiert und verändert gegebenenfalls den Helligkeitswert jedes einzelnen Pixels, damit dieser besser zu seiner Umgebung passt. Das Ergebnis ist ein natürlich wirkendes und schärferes Bild.
  • Dynamische Kontrasterhöhung: Restlicht (Light Leakage) resultiert bei herkömmlichen LC-Panels in einer verminderten Detailwiedergabe und einem geringeren Kontrast. Das ist besonders bei dunklen Filmszenen sichtbar. Um dieses Problem zu lösen, hat Philips Dynamic Contrast entwickelt. Bei diesem proprietären System wird das Backlight zum Bildinhalt passend intelligent gedimmt und außerdem entsprechend in das Videoprocessing eingegriffen. Dynamic Contrast reduziert den Effekt des
    Restlichts in dunklen Szenen und ermöglicht einen tiefschwarzen Bildschirm mit höherer Detailgenauigkeit und einem höheren Kontrastumfang. Mit Dynamic Contrast werden die Unterschiede zwischen dunklen und hellen Abschnitten eines Bildes digital verstärkt. Die dunklen Anteile eines Bildes werden noch etwas weiter abgedunkelt
    ohne dabei deren Zeichnung zu verlieren, während gleichzeitig die hellen Anteile des Bildes verstärkt werden. Das Gesamtergebnis ist eine um bis zu 30 Prozent höhere Kontrastrate. Neben der Bearbeitung der hellen und schwarzen Bildanteile wird eine positive oder negative Gammakorrektur an den Bildinhalten durchgeführt, die im Bereich zwischen hell und dunkel liegen, abhängig vom Inhalt des Bildes. Das Ergebnis ist ein detail- und kontrastreicheres Bild: Eine positive Gammakorrektur macht mehr Details in einem dunklen Bild sichtbar; eine negative Gammakorrektur bringt mehr Details in einem hellen Bild. Es müssen bis zu 160.000 Teilbilder pro Bild analysiert und bearbeitet werden - und das 50 bzw. 60 Mal pro Sekunde.
  • Wiedergabe nicht nur von 1.080p/60/24 Hz, sondern auch von 1.080p @ 25/30/50 Hz. Somit für alle Signalquellen geeignet. 
  • 100 Hz Clear LCD: 50 Frames/Sekunde kommen als eingehendes Signal. Intern wandelt der Philips die 50 in 100 Frames - dies sichert eine flüssige Bewegungswiedergabe. Hinzu kommt eine mit 3 msek. extrem kurze Panelreaktionszeit, so treten keine Nachzieheffekte auf. 
  • 14-Bit Farbverarbeitung und 4 Billionen darstellbare Farben: Das macht der neue Color Booster möglich, der die Farbsättigung erhöht und Farben noch lebendiger macht. Die optimale Veränderung der Farbsättigung wird für jedes einzelne Pixel ermittelt. Bei Bildpunkten, die nur eine geringe Farbsättigung aufweisen, wird die Farbe stärker intensiviert. Dadurch werden eine „Übersättigung“ und ungewollte Verschiebungen der Haut- oder Weißtöne vermieden. Der Color Booster arbeitet auf 14 Bit-Basis und erzeugt so eine Farbpalette mit vier Billionen Farbtönen – für natürliche Haut- und Weißtöne.
  • Die Reduktion von analogen und digitalen Bewegungsartefakten: Verschiedene Videokomprimierungstechniken wie z.B. MPEG werden immer häufiger eingesetzt,
    um Datenraten zum Download von Filmen aus dem Internet zu reduzieren oder DVD-Aufnahmen mit niedriger Bitrate darzustellen. Dabei entstehen verschiedenste Artefakte, die die Bildqualität empfindlich stören: MPEG-Blockstrukturen, MPEG-Rauschen und Quantisierungsfehler sind die sichtbarsten Probleme. Sie sind insbesondere in bewegten Bildern sehr gut sichtbar. Perfect Pixel reduziert diese Artefakte bereits bevor es die Auflösung erhöht. Das Rauschen und Quantisierungsfehler entstehen durch analog-digital-Wandlungen. Diese entstehen bereits in der Video-Quelle des TV-Senders, beim Aufnehmen einer DVD zu Hause oder sie sind bereits auf der Kauf-DVD vorhanden. Die Artefakte werden wie Bildinformationen behandelt und bei der Bildverarbeitung durch verschiedene Maßnahmen (Kontrastanhebung, Farbintensivierung, horizontale oder vertikale Kantenbetonung sowie horizontales und vertikales LTI) sogar noch verstärkt. Um die Sichtbarkeit dieser Artefakte zu reduzieren, vergleicht Perfect Pixel sehr flache Bildbereiche (Himmel oder flache, detailarme Oberflächen) mit sehr detailreichen Bildbereichen. Die resultierende Korrektur stellt die beste Balance zwischen Reduzierung von Artefakten und Schärfe dar. Das Ergebnis dieser Verbesserungen ist eine erhebliche Reduzierung von Blockstrukturen,
    Rauschen und Quantizierungsfehlern, die bei MPEG Video Komprimierung entstehen.
  • Active Control: Die gesamten Prozesse der Bildoptimierung durch die Perfect Pixel HD Engine werden vom Active Control System unterstützt, das automatisch die beste Bildeinstellung ermittelt und vornimmt. Es berechnet und korrigiert kontinuierlich alle Eingangssignale und erzeugt so die beste und durchgängig gute Bildqualität. Dazu werden Schärfe, Rauschen, Kontrast, Farbe aller eingehenden Signale gemessen und außerdem die Helligkeit des Raumlichtes bestimmt. Mit Auto Ambient Light Adaption werden die Werte für Kontrast, dynamischen Kontrast und Farbeinstellungen automatisch dem Raumlicht angepasst. Auch bei Veränderungen der Beleuchtungssituation wird immer das bestmögliche Bild dargestellt – ohne dass der Zuschauer aktiv werden muss

 

Besonders angenehm ist das Betrachten von Filmen, Fernsehprogrammen und Bildmaterial mit der Ambilight-Funktion von Philips. Wahlweise sind verschiedene Ambilight-Modi anwählbar



Ambilight von hinten betrachtet

  • Ambilight Surround: Unter Verwendung einer Analyse-Software von Philips wird zum Bildinhalt farblich und in der Intensität
    passendes Licht von den Rändern des Bildschirmes auf die Wand dahinter abgestrahlt.

Gesamtnote: Hervorragend - perfekt. 

Samsung: 

  • 1.080p/24 Hz-Darstellung/100 Hz-Funktion/Pixelgenaue Darstellung von HD-Material: Bisher stellten Samsung Full-HD Flatscreens 1.080p/24 Hz-Quellen mit 48 Hertz dar. Unser Testgerät, der auf der IFA 2007 vorgestellte LE40F86BD, verfügt über eine weiterentwickelte Technologie. Er zeigt das eingespeiste 24p-Material sogar mit 96 Hertz. Da 96 das ganzzahlige Vielfache von 24 ist, kann auch hier die gleichmäßige Abfolge der Bilder und damit eine ruckelfreie Darstellung garantiert werden. Bei regulären Fernsehsendungen schaltet der LCD automatisch auf die gewohnten 100 Hertz um. Um die Bildqualität jedoch noch zu verbessern, ist der Anwender in der Lage, eine Bewegungskompensation aktivieren: Diese berechnet (per Interpolation) aus den Informationen zweier aufeinander folgender Bilder ein „Zwischenbild“ und liefert damit eine absolut fließende, laut Samsung dem klassischen Kinofilm sogar noch überlegene Bewegungsdarstellung (100 Hz Motion Plus, zu aktivieren im Bildmenü). In der Praxis sind die Vorteile bei der Darstellung von Videomaterial gut zu sehen: Bewegungen wirken fließender und sichtbar schärfer, das Bild präsentiert sich nicht mehr "verwischt", sondern klar und homogen. Da alle Geräte zudem über die Deaktivierung des Bildbeschnitts (Overscan) verfügen, können sie Full-HD-Bildmaterial pixelgenau präsentieren. Dazu muss der Bildmodus "Nur Scan" aktiviert werden. Dann ist eine absolut Overscan-freie Wiedergabe von 1.080er Material gewährleistet, wie sich bei entsprechenden Testbildern zeigt. Die Skalierungs-Mimik des Samsung ist nicht aktiv. Das Panel wird direkt mit dem 1.920 x 1.080er-Signal angesteuert. 
  • Sehr gut ist auch die Movie-Plus-Funktion, die im Bildmenü einstellbar ist: Hier wird dem Ruckeln (Fachwort: "Judder") bei langsamen Bewegungen und Kamerafahrten, verursacht durch den 3:2 Pulldown (erster Filmframe wird 3 x dargestellt, der zweite nur 2 x) bei der 1.080p/60-Wiedergabe, durch ein "Rückgängig-Machen" des Pulldowns entgegen gewirkt. Movie-Plus erkennt Material, welches per 3:2 Pulldown bearbeitet wurde und errechnet aus dem dritten und dem nachfolgenden Frame zwei (sehr gut) interpolierte Bilder, die das Bildruckeln kompensieren. Wer genau hinsieht, so unserer Erfahrungen bei "Casino Royale", "Im Fadenkreuz" und "King Kong", erkennt zwar noch minimales Ruckeln  - es stört aber wahrhaftig kaum noch. Das Samsung-System funktioniert also einwandfrei. 
  • Super Clear Panel: Mittels des neuen Panels möchte Samsung einen enormen Kontrastumfang von bis zu 25.000:1 realisieren. Schwarzwert und Farbbrillanz stehen in enger Abhängigkeit vom Umgebungslicht - bei entsprechendem externen Lichteinfall leidet beides massiv. Samsung setzt, um diesen Effekt drastisch zu mindern, Diffusormaterial ein, welches das Umgebungslicht diffusiert -  es gelangt so nicht zum Auge des Betrachters. Verwendet man normales Diffusormaterial, wie es für HD ready-Panels ausgelegt wurde, wird bei diesem Vorgang auch das vom Panel erzeugte Licht abgelenkt, was die Gesamthelligkeit reduziert. Samsungs Super Clear Panel ist aber so konzipiert, dass das vom Panel kommende Licht nicht beeinträchtigt wird, denn das verwendete Diffusormaterial ist auf die sehr feine Pixelstruktur eines Full HD-Panels angepasst. In der Praxis begeisterte uns der LE40F86BD mit einem ungemein kontrastreichen Bild in allen Betriebsarten. Besonders auffällig ist, wie souverän der Flachbildschirm auch in sehr dunklen Filmteilen Details hervorholt. Zugleich ist festzustellen, dass der Schwarzwert für einen LCD-TV ausgezeichnet ist. Das Restlichtproblem hat Samsung zu einem großen Teil offensichtlich im Griff. 
  • Wide Color Enhancer inklusive Farbkorrektur: Mittels dieser Funktion ist der LE40F86BD in der Lage, die Farbräume von HDTV, PAL und NTSC jeweils korrekt abzubilden. Dank des Wide Color Enhancers mit neuem erweiterten Farbraum verfügt der LE40F86BD über eine weitaus größere Farbraumdarstellung als zur Darstellung der standardisierten TV-Systeme benötigt wird. Dies ermöglicht es Samsung, mit einer Farbkorrektur zu arbeiten, die die erforderlichen Grundfarben kalkuliert und somit unterschiedliche Farbräume emuliert werden können. Im "Auto-Modus" entscheidet das TV-Gerät anhand des Eingangssignals, welcher Farbraum dargestellt werden muss – auf diese Weise sind immer die korrekten Farben, wie sie bereits bei Produktion des Bildmaterials vorgesehen waren, zu sehen.
  • Movie-Mode im Detail: a) Korrekter Gammawert: Um ein möglichst homogenes und korrektes Videobild zu reproduzieren, besitzen Samsung-TVs ein höheres Display-Gamma, bei dem das Bildgerät wesentlich langsamer aus dunklen Bildbereichen ausläuft und Schattierungen somit wesentlich konturierter darstellt. Auf diese Weise imitiert Samsung das analoge Gamma von Röhren-Fernsehern, da Bildmaterial in Studios prinzipiell an CRT-Monitoren finalisiert wird und somit eine spezielle Charakteristik besitzt, die von Digital-Displays imitiert werden muss b) Korrekte Farbkorrektur: Stimmt die Farbtemperatur nicht, dann stimmt die gesamte Farbdarstellung nicht. Daher beträgt der Weißpunkt im „Film-Modus“ 6500 Kelvin (D65) und entspricht somit dem Produktionsstandard c) Korrekte Bildschärfe: Um das Signal für sich selbst sprechen zu lassen, hat Samsung künstliche Schärfeanhebungen deaktiviert. Das Ergebnis ist ein homogenes Bild ohne hässliche Überschwinger beziehungsweise Treppenartefakte. 
  • Game Mode (Spielemodus): Der Spielemodus realisiert eine größere horizontale Schärfe und eine schnellere Reaktionszeit bei den Spielen. Auch die Akustik des eingebauten Lautsprechersystems wird angepasst. Optimiert für die XBOX 360.
  • DNIe (Digital Natural Image Engine), Überbegriff für alle das Bild kontrollierenden Funktionen, soll kontrastreiche, detailreiche Bilder erzeugen. Ein spezieller Bildausgleichsalgorithmus sorgt für ein helleres und klareres Bild, inklusive per OSD einstellbarem Demo-Modus (Menü: Bild, Submenü: DNIe Demo). Im Film-Modus ist DNIe deaktiviert. 

Gesamtnote: Hervorragend. 

Toshiba:

  • 1.080p/24 Hz-Darstellung: Mittels eines 5:5 Pulldowns und der Erhöhung der Bildwechselfrequenz auf 120 Hz (24 Hz x 5) bei Einspeisung eines 1.080p/24 Hz-Bildsignals wird eine ruckelfreie, hochklassige Bildwiedergabe möglich. 
  • "Film Judder Canceller" (Reverse Pulldown): Wer nur über einen HD DVD- oder Blu-ray-Player mit 1.080p/i/60 Hz-Bildsignalausgabe verfügt, wird sich über Toshibas "Film Judder Canceller" freuen, der durch gezieltes Einfügen von Zwischenbildern die störenden, durch den 3:2-Pulldown erzeugten Bildruckler abschwächt. 
  • Als weitere, die Bildqualität steigernde Maßnahme setzt Toshiba auf Full 10 Bit-Processing mit 1 Milliarde darstellbaren Farbabstufungen. Das bedeutet, dass während der gesamten Bildsignalverarbeitung 10 Bit pro Farbe (R,G,B) zur Verfügung stehen. Damit setzt Toshiba die Möglichkeiten des aktuellen HDMI 1.3a Standards um (Deep Colour). Auch das verbaute LCD-Panel arbeitet im 10-Bit-Verfahren. Das eingesetzte Wide Colour Gamut-Panel ist in der Lage, einen erweiterten Farbraum darzustellen. Das Ergebnis sollen absolut homogene Farb- und Helligkeitsübergänge sein. Mittels des CCFL Backlights (Cold Cathode Fluorescent Lamps) kann der 47Z3030D 98 Prozent desjenigen Farbraums abbilden, den das menschliche Auge wahrnehmen kann. Herkömmliche LCD-TVs schaffen lediglich 85 Prozent. Der herkömmliche RGB-Standard schafft es mit seinem beschränkteren Farbraum nicht, den Fähigkeiten des 47Z3030D gerecht zu werden. Daher unterstützt der Flachbildschirm mit xvYCC den modernsten Farbstandard, der 1,8 Mal mehr Farben übertragen kann als das aktuelle HDTV-Signal (welches im Vergleich zu normalen NTSC- oder PAL-Signalen auch einen anderen Farbraum nutzt). Derzeit wird xvYCC von einigen Camcordern und Computern genutzt, so dass man schon selektiert mit bewegten und statischen Bildern mit xvYCC-Farbwiedergabe arbeiten kann. 
  • Neu an Bord ist der Bildprozessor PIXEL PROcessing V - Verbesserungen gegenüber den Vorläufern sollen in einer weiteren Optimierung der möglichen Bildschärfe, mehr Farbbrillanz sowie einer exakten Trennung von Farb- und Helligkeitsübergängen liegen. Zusätzlich zur Vorgängerversion kommt das Feature "Dynamic Gamma Curve Correction" zum Einsatz. Durch eine effizientere Verwendung der Graustufen des LCD-Panels werden mehr Details herausgearbeitet, ohne jedoch das pure Weiß oder das reine Schwarz zu beeinflussen. Hier ein Überblick über PIXEL PROcessing-Funktionen: 1. DCDi Faroudja Deinterlacing: Der Faroudja De-Interlacer geht Pixel per Pixel vor, um die optimale Form des De-Interlacings anwenden zu können. Integriert ist eine Vernetzung der De-Interlacingfunktionen mit den internen Reglungen für Bildhelligkeit und die Abschwächung von Bildrauschen. Ebenfalls wird die Gesamtmenge an Bewegungen im Bild penibel erfasst. 
    2. Active Noise Reduction: Der Rauschfilter arbeitet adaptiv und analysiert die Gesamtmenge an Bewegungen im Quellmaterial. 
    3. True Image: a) Luma Enhancement, verhindert Überzeichnungen, erhöht die Wiedergabequalität bei Bilddetails, b) Chroma Enhancement. Was Luma Enhancement in Bezug auf die Helligkeit des Bildes darstellt, managt Chroma Enhancement im Hinblick auf die Farbwiedergabe. Eine präzise Farbtrennung, die aber nicht durch übertriebene Konturierung auf sich aufmerksam machen soll, ist hier das Ziel. Das störende Ineinander laufen von Farben soll damit der Vergangenheit angehörten, c) Chroma/Luma Alignment: Hier synchronisiert Toshiba intern das langsamere Farbsignal (anderer Pfad im Gerät, andere Bandbreite) mit dem schnelleren Helligkeitssignal, so dass ein homogenes Bild entsteht. 
    4. Panel Overdrive: Panel Overdrive: Ein immer noch großes Problem von LCD-Fernsehern ist das zu langsame Ansprechen der Panels. Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Flüssigkristallen haben LCD-Panels eine verhältnismäßig langsame Reaktionszeit, was in der visuellen Praxis zu Nachzieheffekten führt. Durch "Panel Overdrive" wird das Panel mit extremeren Werten angesteuert, als eigentlich verwendet werden - es wird dem Panel also ein deutlich höherer Wert "vorgegaukelt". Durch diesen Kniff wird der eigentlich gebrauchte Wert schneller erreicht, die Trägheit des Panels kann so überlistet werden - eine schnellere Reaktionszeit wird so simuliert, die Nachzieheffekte werden minimiert.
    5. Pixelinterpolation: Geht ein PAL-Bild ein, wird dieses zunächst digitalisiert und in 720 Bildpunkte zerlegt. Dann werden die Anzahl der Zeilen und die Anzahl der Bildpunkte verdoppelt: 720 x 576 x 2 = 1.440 x 1.152. Anschließend findet eine weitere Verdopplung statt: 1.440 x 1.152 x 2 = 2.880 x 2.304. In einem weiteren Schritt werden die Informationen von jeweils 3 Zeilen zusammengefasst, um auf die Panelauflösung zu kommen: 2.304:3 = 768. Vorteil dieser aufwändigen Prozedur: Eine ausgezeichnete Detailtreue und Kantenschärfe. 
    6. Active Contrast Enhancement soll sich einer natürlichen Kontrastwiedergabe widmen, was einem dreidimensionalen, plastischen Bild zu Gute kommen soll. Dazu beobachtetet diese Funktion permanent das Luminanz-Histogramm und analysiert mehr als 10 Millionen Bildbereiche. Wozu soviel Mühe? Ganz einfach: Es ist nicht überall sinnvoll, den Kontrast zu erhöhen. Daher sorgen simple Schaltungen, die überall im gesamten Bild den Kontrast hochschrauben, für ein inhomogenes Bild, das unnatürlich und wie digital nachbearbeitet aussieht. Toshibas Schaltung hingegen verstärkt nur in den Bildbereichen den Kontrast, in denen es aufgrund der zuvor erfolgten, präzisen Analyse notwendig ist. 
    7. MPEG Noise Reduction: Hier wird MPEG-Rauschen digitaler Bildquellen eliminiert. Empfohlene Einstellungen: niedrig, mittel, hoch: nur verwenden bei DVB-T, S-VCD oder DVDs mit niedrigen Datenraten in Bezug auf die Bildinhalte). Aus: analoge und hochwertige digitale Signale (sonst ger. Schärfe)
    8. Adaptive Colour Enhancement: Das "Adaptive Colour Enhancement" verbessert die Farbwiedergabe - flaue Farben ade. Farben wirken nun intensiver und realistischer.
    9. Cross Colour Noise Suppression: Diese Funktion ist äußerst wichtig, denn sie minimiert unschöne Farbartefakte. Diese werden durch unerwünschte Farbdaten im Helligkeitskanal (Luma-Kanal) hervorgerufen. Toshibas Schaltung filtert diese Daten heraus und maximiert so die Bildreinheit.
    10. Chroma Bug Correction: Korrekte Darstellung aller Farbinformationen führt zu sauberem Bild ohne den gefürchteten "Chroma Upsampling Bug", bei dem Farbfehler durch eine falsche Zeilenzuordnung entstehen können.
    11. Active Backlight Control für sichtbare Kontraststeigerung
  • Active Vision M100 HD: Dies ist die für HD-Quellen ausgelegte Form von Active Vision. Was verbirgt sich hinter „Active Vision 100“? Diese Technologie hat zur Aufgabe, ein absolut bewegungsscharfes Bild darzustellen, indem das Panel jetzt mit 100 (100Hz) statt der üblichen 50 (50Hz) Bildern pro Sekunde angesteuert wird. Bei LCD-Fernsehgeräten ist das einzelne Bild immer so lange zu sehen, bis es durch ein neues ersetzt wird – deshalb erscheinen Bewegungen oft ruckelig und unscharf. Das Bild wird durch die lange Verweildauer förmlich im Auge „eingebrannt“. Vergleichbar sind diese Umstände mit einem Daumenkino. Je länger eine Seite zu sehen ist, bevor man weiterblättert, umso weniger flüssig und unruhiger erscheinen die Bewegungen. Für einen flüssigen Bewegungsablauf ist lediglich die Geschwindigkeit beim Durchblättern zu erhöhen. Ein herkömmlicher LCD-Fernseher wechselt das Bild alle 1/50 sec. „Active Vision M100“ hingegen tauscht alle Bilder jede 1/100 sec, daher ist jedes Bild nun nur noch halb so lange zu sehen, bevor es ausgetauscht wird. Die Anzeigedauer zu halbieren, würde aber bedeuten, dass eine Sendung auch doppelt so schnell läuft. Um dies zu verhindern, berechnet und interpoliert „Active Vision M100“ zwischen je zwei Originalbildern ein zusätzliches Bild. Auf diese Weise ist eine fließende und zugleich scharfe Bewegungsdarstellung garantiert - und wie unsere Testläufe zeigen, ist der Effekt gerade beim TV-Programm oder bei Videomaterial auch spürbar, die Interpolation des Zwischenbildes gelingt in überraschend hoher Qualität, so dass der Anwender nur die flüssigen, klar gegliederten Bewegungsabläufe bemerkt. Der 47Z3030D bietet dem Samsung-System praktisch ebenbürtige, klare, strukturierte Bewegungsabläufe mit gleich bleibender Bildschärfe. 
  • Wiedergabe auch von 1.080p/30 und 1.080p/50 Hz. 

Gesamtnote: Hervorragend. 

Video-EQ

Philips:

Der Philips verfügt über sehr leistungsfähige elektronische Bildverbesserer

Übersichtliche grafische Darstellung

Dynamische Kontrastregelung, Lichtsensor, aktive Kontrolle für alle wichtigen Parameter zur Optimierung der Bildqualität: Der Philips präsentiert sich als Hightech-Maschine

Der Umgebungslichtsensor lässt sich ein- oder ausschalten

  • Werks-Bildfelder: Aktuell/Natürlich/Lebhaft/Film (sehr ausgewogen: Natürlich, sehr augenfreundlich: Film).
  • Einstellbar: Kontrast, Helligkeit, Farbe, Tint, Schärfe, Farbweiß (normal/kalt/warm/personalisiert), Perfect Pixel HD (aus/ein), Digital Natural Motion (aus/Minimum/Maximum), 100 Hz Clear LCD (aus/ein), Dynamic Contrast (aus/Minimum/Mittel/Maximum), Rauschunterdrückung (Aus/Minimum/Mittel/Maximum), MPEG-Artefakte (aus/ein), Farboptimierung (aus/Minimum/Mittel/Maximum), Active Control (aus/ein), Lichtsensor (für die Berücksichtigung des Umgebungslichts, aus/ein), Bildformat (Auto/Super Zoom/4:3/Zoom 14:9/Zoom 16:9/Breitbild/nicht skaliert (für Full HD-Material). Gesamtnote: Ausgezeichnet

Samsung:

Bild-Menü des LE40F86BD

Weitere Bildeinstellungen im 2. Teil des Bild-Menüs

Auswahl an Bildformaten

Im Film-Modus ist noch das Bilddetail-Menü aufrufbar

Individuell sind R-G-B Offset und Gain einstellbar

Schaltbare Farbanpassung

Einstellbarer Farbraum

  • Werksvoreinstellungen: Standard, Dynamik, Film. Alle drei Werksvoreinstellungen können abgeändert werden.
  • Einstellbare Parameter: Kontrast, Helligkeit, Schärfe, Farbe, Farbton, Farbtemperatur (kalt1/kalt2/normal/warm1/warm2. Nur im Modus "Film" sind Farbtemperatur "warm1/warm2" anwählbar. Weitere Parameter: Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung, Format (automatisch breit/16:9/Breitenzoom/Zoom/4:3/Nur Scan), Bildschirmmodus (16:9/Breitenzoom/Zoom/4:3), Digitale RM (Rauschminderung, schaltbar: Aus/gering/mittel/hoch/auto), Farbverstärkung (nicht in allen Betriebsarten verfügbar), DNIe (an/aus, nicht im Modus "Film" verfügbar), 100 Hz Motion Plus (schaltbar Aus/gering/mittel/hoch, als der beste Kompromiss erweist sich meist "mittel").
  • Im Modus "Film" sind zusätzlich die "Detaileinstellungen" aufrufbar. Hier kann man einstellen: Schwarzabgleich, Optimalkontrast (jeweils vierstufig, aus/gering/mittel/hoch), Gammakorrektur (insgesamt 6 Regelschritte, etwas grob gerastert, von -3 bis +3), Weißabgleich (3 getrennte Regler für R-G-B Offset, 3 getrennte Regler für R-G-B Gain, Farbanpassung (schaltbar für Rosa, Grün, Blau, Weiß), Kantenglättung (ein/aus), Farbraum (auto/breit), xvYCC (ein/aus). Gesamtnote: Hervorragend

Toshiba: 

1. Teil des Toshiba-Bildmenüs

2. Teil - hier kann das Farbmanagement aktiviert werden

Das umfangreiche Farbmanagement für erfahrene Anwender

Die Parameter des Video-EQs

Schwarzanpassung, verschiedene Rauschfilter und die Auswahl der Farbtemperatur finden sich im 2. Teil des Video-EQs

Auswahl der Bildformate

  • Bildeinstellung: Panelhelligkeit, Kontrast, Helligkeit, Farbe, Farbton, Schärfe, Schwarzanpassung, MPEG Rauschunterdrückung, Digital Noise Reduction (DNR), alle Systeme mit den Stufen aus/mittel/hoch/niedrig, Farbtemperatur (natürlich/warm/kalt)
  • Weitere Einstellparameter: Active Backlight Control (ein/aus), Kinomodus (ein/aus), Filmstabilisierung (ein/aus), Active Vision M 100 (ein/aus), xvYCC (ein/aus), 3D Colour Management ein/aus - wenn es eingeschaltet ist, kann man Rot/Grün/Blau/Gelb/Magenta/Cyan individuell bezüglich Sättigung, Farbton und Helligkeit justieren.
  • Bildformate: True Scan (Pixelgenaue Darstellung von HD-Material ohne Skalierung)/PC/Breitbild/SuperLive 1/SuperLive 2/4:3/Untertitel/14:9. Gesamtnote: Ausgezeichnet - hervorragend. 
Bildqualität

a) Testbilder (TVs in Werkseinstellung out of Box):

 

Testbild Samsung Toshiba Philips
Grautreppe
Kontrastüberprüfung
Feststellen von Farbstichen
Bereits "out of the box" bietet der Samsung einen exzellenten Kontrastumfang. In dunklen und hellen Bildbereichen geht kaum ein Detail verloren, wobei der Samsung in dunklen Bildbereich für einen LCD neue Maßstäbe setzt. Doch das Testbild fördert auch Nachteile zu Tage: Das Weiß ist nicht absolut strahlend, zudem hat unser Testgerät einen violetten Farbstich. Übrigens: Im Modus "Standard" ist das Bild etwas frischer als im Modus "Film", "Dynamik" kann mit getrost vergessen (keine überzeugende Differenzierung mehr in den dunklen Bildbereichen, Überstrahlen). Im Modus "Film" kann man noch viele Details optimieren. Wir raten, die ab Werk auf "warm2" eingestellte Farbtemperatur auf "normal" einzustellen. Der Toshiba erzielt in der Standard-Einstellung kein sensationelles Ergebnis. Der 46ZF355D konnte beim identischen Testbild mit sehr guten Leistungen aufwarten. Das Resultat vom 47Z3030D ist gut - aber auch nicht mehr. Positiv: Es ist praktisch kein Farbstich bei unserem Testgerät zu erkennen, und das Weiß wirkt strahlend. Durch gezielte Eingriffe am Video-EQ (erst Bildhelligkeit etwas anheben, dann Kontrast verstärken) wird die Kontrastdynamik sichtbar besser.  Alternative: Den sehr guten Betriebsmodus "Film" einsetzen. Hier leidet zwar die Strahlkraft der Weißwiedergabe minimal, aber dafür steigt das Differenzierungsvermögen in dunklen Bildbereichen beträchtlich. Das Bildfeld "Dynamik" ist ebenso wie beim Samsung zu vergessen. Die "Normal"-Einstellung wirkt kontrastbezogen zu flau.  Direkt ausgepackt und eingeschaltet, kann der Philips schon sehr gut gefallen. Das leuchtende strahlende Weiß ist exzellent und liegt über dem Level der Konkurrenz. Auch, dass Farbstiche praktisch völlig fehlen, spricht für den Philips. Die gebotene Kontrastdynamik ist sehr erfreulich und gehört mit zum Besten, was aktuell auf dem LCD-Markt erhältlich ist. Das zeigt auch die Qualität der drei vorgefertigten Bildfelder  - keines erscheint unbrauchbar. "Natürlich" ist sehr ausgewogen mit tadellosem Weiß, "Film" ist ausgesprochen augenfreundlich mit gedämmter Helligkeit, Lebhaft ist für Sportübertragungen  gar nicht mal schlecht  - dieser Modus entspricht den "Dynamik" Bildfeldern der Konkurrenz, der Philips aber bietet einen deutlich homogeneren Kontrast. Das Bild wirkt im "lebendig"-Modus sichtbar kühl, im "Kino" Modus leicht warm.
Bildschärfe
Line Squares
Der Samsung kann hier wiederum überzeugen. Das Bild wirkt klar und scharf, dabei aber nie unnatürlich. Die Ausleuchtung des Bildes ist gleichmäßig. Kaum Bildrauschen.  Der Toshiba erzielt ein scharfes Bild, das sehr homogen und brillant wirkt. Kaum Bildrauschen. Die Schriften wirken auch bei sehr genauem Hinsehen gestochen scharf. Der Philips produziert praktisch kein Rauschen mehr.
Pixel-Per-Pixel-
Darstellung von 1.080er 
Material
Funktioniert Funktioniert Funktioniert
MGA
Sauberkeit der 
Helligkeits- und
Farbdarstellung
Kein Farbstich an der Stelle, an der ein weißer und ein schwarzer Pixel reines Grau ergeben müssen, aber Muster erkennbar (im Idealfall darf kein Muster auftauchen) Farbstich (grün) und Muster - nicht perfekt Kaum Muster, minimaler Farbstich
Gitternetz/Stars
Farbverteilung
Bildschärfe
Bildsauberkeit
Hier schneidet der Samsung nicht perfekt ab. Sichtbarer "Heiligenschein" (Überstrahlen) der Gitternetzstruktur. Zudem wird das Blau zu schwach wiedergegeben Praktisch perfekt - sehr scharf, farbecht, keine Doppelkonturen, gleichmäßige Farbverteilung Sehr klares, sauberes Bild, gute Farbverteilung - erneut keine Schwächen beim Philips
Faces
Kontrastdynamik
Wiedergabe von Hauttönen
Bildschärfe
Detailtreue
Erstklassiger Kontrast in den dunklen Bildbereichen (Haaransatz der dunkelhaarigen Lady), sehr feinfühlige Wiedergabe der Hauttöne, Weiß wirkt zu matt Der Toshiba zeigt Verbesserungspotential. Der Haaransatz der dunkelhaarigen Lady wird nicht detailliert genug wiedergegeben. Die Farben wirken zu kräftig. Das Weiß wird sehr gut wiedergegeben.  Durch Wechseln der Bildfelder ist zwar im Modus "Film" eine leichte Besserung feststellen, aber das Niveau von Philips und insbesondere Samsung kann nicht aufgeboten werden.  Nahezu perfekt: Sehr feine Übergänge, natürliche, authentische Farbwiedergabe, strahlendes Weiß, hoher Kontrast - der Philips kann alles 
Fazit Der Samsung bietet hinsichtlich Schwarzwert und Kontrast exzellente Leistungen. Auch die Bildschärfe begeistert. Abstriche gibt es für den violetten Farbstich und das zu matte Weiß. Der Toshiba bringt einen guten, aber keinen perfekten Kontrast mit. Die Farben sind eher kräftig. Sehr gute Weißwiedergabe. Sehr hohe Ausgewogenheit beim Philips. Keine ernsten Schwächen erkennbar. 
Gesamtnote Ausgezeichnet - hervorragend Sehr gut - ausgezeichnet Hervorragend

Bild analoger TV-Tuner:

  • Philips: Noch nie haben wir einen Full HD-TV mit einem so guten analogen Tuner gesehen: Mit hoher Empfangsstärke bringt der Philips beste visuelle Voraussetzungen mit. Seine vorzügliche interne Signalverarbeitungselektronik sichert ein farblich ausgewogenes, erstaunlich rauscharmes und dabei trotz allem relativ scharfes Bild. Bewegungen wirken fließend, klar und deutlich, dank HD-Natural Motion und 100 Hz Clear LCD. Gesamtnote: Ausgezeichnet.
  • Toshiba: Deutlich verbessert im Vergleich zur ersten Full HD-TV-Generation der Japaner präsentiert sich der analoge Tuner im 47Z3030G. Das Bild wirkt zwar nicht sonderlich scharf, sondern eher weich gezeichnet, dafür ist der Gesamteindruck homogener. Nicht überdurchschnittlich gut kommt der Toshiba mit Gesichtern zurecht, die wie gepudert aussehen. In Bilddetails sind Blockrauschartefakte und deutliche Weichzeichnung sichtbar. Die Farben sind kräftig, die Helligkeit ist gleichmäßig. Bewegungen wirken gleichmäßig und fließend bei aktivierter Active Vision M 100-Funktion. Positiv: Sehr schneller automatischer Sendersuchlauf. Gesamtnote: Gut. 
  • Samsung: Wir haben beim TESamsung LCD-TV LE-40R81B den nicht überzeugenden internen analogen TV-Tuner bemängelt - und die emsigen Koreaner haben verstanden. Der LE40F86BD weiß, obwohl Full HD-Geräte die Schwächen des unzulänglichen analogen TV-Signals noch besser zeigen, sichtbar mehr zu überzeugen. Die Bildschärfe ist höher (allerdings sind ab und zu Doppelkonturen sichtbar). Sehr gut gelingt dem Samsung, ebenso wie der Konkurrenz, die Bewegungsdarstellung: Ohne Schärfeverlust werden Bewegungsabläufe klar und fließend dargestellt. Der automatische Sendersuchlauf ist etwas träge. Gesamtnote: Gut - sehr gut. 
HD- und Blu-ray-Wiedergabe

HD DVD Mission Impossible 2, Flachbildschirme angesteuert über 1.080i/HDMI. Alle Geräte im "Film Modus. Beim Samsung modifiziert: Farbwiedergabe "natürlich" anstatt "warm2".

  • Philips: Hohe, natürliche Bildschärfe, kaum Rauschen. Zu Beginn des 3. Kapitels sehr hoher Kontrast und sehr guter Schwarzwert, kaum Details versinken in der Dunkelheit. Klare, saubere Bewegungswiedergabe - nur selten Flimmern bei fein gezeichneten horizontalen Linien weisen auf minimale De-Interlacingschwächen hin. Keine Nachzieheffekte, kein Ruckeln. Die Farbbalance ist nicht ganz stimmig, das Bild wirkt leicht grünstichtig. 
  • Samsung: Überragender Kontrast. Ausgezeichnetes De-Interlacing. Auch feine horizontale Linien werden flimmerfrei wiedergegeben. Mit modifizierter Farbtemperatur sehr ausgewogene Farbdarstellung. Guter Schwarzwert, bei MI 2 aber unter Philips-Niveau. 
  • Toshiba: Die Farben wirken etwas zu stark gesättigt. Guter De-Interlacer sorgt für ruhige Bewegungsabläufe. Nur selten flimmern feine horizontale Linien. Kaum Treppenstufen sichtbar. Der Kontrast erfüllt auch nach Optimierung keine enorm hohen Ansprüche - das Bild wirkt etwas düster. Der Schwarzwert ist gut. Insgesamt ist der Toshiba Full HD-LCD-TV 46ZF355D mit seinem superben Kontrast, der sogar nochmals minimal besser ist als der des Samsung LE40F86BD, die bessere, aber auch teurere Wahl (Marktpreise 2.350 EUR zu 1.900 EUR). 

Blu-ray "Im Fadenkreuz", angesteuert über 1.080p/60/HDMI. Alle Geräte im "Film Modus. Beim Samsung modifiziert: Farbwiedergabe "natürlich" anstatt "warm2".

  • Philips: Klares, aber leicht türkis-stichiges Bild. Sehr hohe Bildsauberkeit, sehr hoher Kontrast und tadelloser Schwarzwert. Störende Ruckler, die ihre Begründung im 3:2 Pulldown haben, kann der Philips gut abschwächen, er liegt auf dem Level des Toshiba, erreicht aber nicht die Güte des Samsung. 
  • Samsung: Sehr guter Reverse Pulldown, Bildruckeln, welches aufgrund des 3:2 Pulldowns minimal stört, wird in weiten Teilen eliminiert. Enormer Kontrastumfang, sehr harmonische, stimmige Farbgebung. Kaum Bildrauschen.
  • Toshiba: Das 3:2 Pulldown-Ruckeln wird gut abgemildert. Der Kontrast reicht nicht an die Konkurrenz und erst recht nicht an den 46ZF355D ebenfalls aus dem Hause Toshiba, heran. Die Bildschärfe ist absolut in Ordnung. Dass Samsung und Philips schärfer wirken, hat einen einfachen Grund: Der Toshiba hat mit 47 Zoll die mit Abstand größte Bilddiagonale, und die volle HD-Auflösung wirkt auf den kleineren 37- und 40 Zoll-Diagonalen von Philips und Samsung in Bezug auf die Schärfe imposanter. 

Blu-ray Fluch der Karibik 2, angesteuert über 1.080p/24 Hz/HDMI: Alle Geräte im "Film Modus. Beim Samsung modifiziert: Farbwiedergabe "natürlich" anstatt "warm2".

  • Philips: Erneut erfreut der Philips mit sehr gutem Kontrast, überraschend gutem Schwarzwert und hoher Detailqualität. Die Verarbeitung von 1.080p/24 Hz-Signalen gelingt fehlerfrei, was sich in flüssigen Bewegungen ohne Schärfeverlust zeigt. Nur der minimale Türkisstich stört die Gesamtharmonie. Extrapunkte gibt es für die hohe visuelle Brillanz - in diesem Umfang bietet diese großartige Bilddynamik in diesem Umfeld nur der Philips. 
  • Samsung: Der Samsung begeistert mit authentischer, neutraler Farbwiedergabe (die nur manchmal leicht ins Blässliche abdriftet, wenn man "natürlich" gewählt hat. Eine Stufe zwischen "warm1" und "natürlich" wäre wohl der Perfektion nahe). Sehr guter Kontrast, Schwarzwert beinahe auf Philips-Level. Die 24 Hz-Wiedergabe erledigt der Samsung souverän.
  • Toshiba: Die zu warme Farbgebung (auch im natürlichen Farbtemperatur-Modus) ist nicht perfekt, ebenso zeigt der Kontrast noch Verbesserungspotential. Die 24 Hz-Darstellung ist fehlerfrei, die Bildschärfe hoch, trotzdem wirkt das Bild angenehm und nicht überscharf.
Fazit Bildwiedergabe HD DVD/Blu-ray
  • Philips: Eine hervorragende Vorstellung vom 37-Zöller - bis auf den Türkisstich und minimales Flimmern feiner horizontaler Details beim De-Interlacing (1.080i-Signal) keine Mängel. Der Film-Modus funktioniert hervorragend, alle Parameter sind sinnvoll voreingestellt. Sehr gut gefielen uns Schwarzwert und Kontrast. Die Farbwiedergabe ist bis auf den erwähnten minimalen Farbstich klar und dynamisch. Gesamtnote: Ausgezeichnet - Hervorragend.
  • Samsung: Der Samsung begeistert mit seinem sensationellen Kontrast - hier kommt keiner mit. Das Schwarz ist beinahe so tief wie beim Philips. Die Farbwiedergabe (im Modus "normal") ist natürlich. Der De-Interlacer arbeitet nahezu fehlerfrei. Gesamtnote: Hervorragend.
  • Toshiba: Der 47Z3030D hat eine etwas zu stark gesättigte Farbwiedergabe, die Farbtemperatur liegt zudem zu niedrig (im Modus "natürlich). Der Kontrast ist zwar gut, aber nicht exzellent (ganz im Gegensatz zum 46ZF355D). Der De-Interlacer arbeitet prima. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 
DVD-Wiedergabe

Star Wars Episode IV, angesteuert über HDMI 576p:

  • Philips: So gut kann eine normale DVD aussehen - dank der sehr sauberen Skalierung bietet der Philips ein scharfes und detailreiches Bild. Hinzu kommt sein wiederum überzeugender Schwarzwert. Bei der Star Wars DVD aber bietet der Samsung den sichtbar besseren Kontrast. Die Farbwiedergabe des Philips überzeugt, die Farben wirken weder über- noch unterbetont. Die absolute Rauscharmut unterstreicht die tadellose Leistung. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 
  • Samsung: Eine erneut ausgezeichnete Leistung des LE40F86BD! Mit seinem überragenden Kontrast setzt er neue Maßstäbe, die Hochskalierung des DVD-Inhalts auf die native Panelauflösung gelingt dem Fernseher überraschend sauber und flimmerfrei. Die Farben wirken natürlich, zudem ist nur wenig Bildrauschen festzustellen. Gesamtnote: Ausgezeichnet - hervorragend.
  • Toshiba: Auf der großen 47 Zoll Diagonale werden Bildschwächen natürlich besonders deutlich - aber der 47Z3030D erlaubt sich keine groben Schnitzer. Der Kontrast ist zwar erneut nicht weltmeisterlich, aber das Bild ist ansonsten scharf, rauscharm und angenehm. Die Skalierung erledigt der Toshiba sehr gut, auch kleine Bilddetails rauschen kaum und flimmern nicht. Gesamtnote: Sehr gut - ausgezeichnet.
Ton

Aktivierungsautomatik für den Raumklang

Integrierte Virtual Dolby Surround-Funktion

Vier Programme (Standard/Sprache/Multimedia/Musik) und einstellbarer grafischer EQ

  • Philips: Für einen Flachbildschirm bietet der 37PFL9732D einen erstaunlich räumlichen Sound (bei aktivierter Dolby Virtual Surround Funktion). Der Hochtonbereich ist lebendig, aber etwas spitz. Die Mitten sind gut eingearbeitet und nicht überbetont. Bass ist bauartbedingt kaum vorhanden. Gesamtnote: Sehr gut

Grafischer EQ des Samsung

SRS TruSurround XT für Raumklang

Verschiedene Klangmodi (Standard/Musik/Film/Sprache/Benutzerdefiniert)

  • Samsung: Der Samsung bietet nicht die identische Räumlichkeit wie der Philips, die Stimmwiedergabe wirkt verhaltener und etwas weiter entfernt. Der Hochtonbereich wird nicht spitz, dafür kommt er verhaltener zum Zuhörer. Gesamtnote: Gut. 

1. Teil des Toshiba-Tonmenüs

Der zweite Teil des Ton-Menüs

WOW-Einstelloptionen

  • Toshiba: Der 47Z3030D hat das beste Soundsystem im Testfeld. Die Onkyo-Lautsprecher ermöglichen nicht nur die höchsten Pegel, sondern auch die höchste Klarheit und Ausgewogenheit. Die Räumlichkeit ist prima. Gesamtnote: Ausgezeichnet. 
Gesamt-Fazit

Philips 37PFL9732D

Die Abkürzung des 37-Zöllers kann man sich kaum merken - sollte man aber, denn der Philips ist ohne Zweifel ein besonders überzeugender Vertreter der Gattung LCD. Mit gleichmäßig hohem Leistungsniveau sichert er sich ein erstklassiges Testergebnis - denn ganz gleich, ob TV-SD-Kost, DVDs, HD DVDs oder Blu-ray, alles wird in ausgesprochen erfreulicher Qualität wiedergegeben. Besonders hervorzuheben sind Kontrast und Schwarzwert sowie die sehr saubere Skalierung. Der Marktpreis ist sehr hoch, dafür bietet die Ausstattung einen enormen Hightech-Umfang. Hinzu kommen die aufwändige Ambilight-Funktion und ein integrierter Speicherkartenleser. 

Bis an den Rand mit High Tech gefüllter Bildmeister mit enorm hoher Ausgewogenheit

Test 23. November 2007

Samsung LE40F86BD

Der Samsung ist zu einem absolut fairen Marktpreis erhältlich - dafür bietet er brillante Leistungen. Mit enormer Kontrastdynamik, überragendem De-Interlacing und herausragender Bildschärfe spricht er viele Anwender an. Selbst der TV-Tuner ist bei Weitem nicht mehr so schlecht wie frühere Exemplare, sondern mittlerweile richtig gut. Selbst das nicht perfekte Bedienkonzept kann nicht mehr verhindern, dass auch der Samsung unser Referenz-Prädikat erhält.

Der Samsung LE40F86BD begeistert mit sensationellem Kontrast und edler Anmutung

Test 23. November 2007

Toshiba 47Z3030D

Der Toshiba wird durch seinen günstigen Marktpreis - ca. 1.900 EUR für einen Hightech-Gerät mit 47 Zoll Bilddiagonale sind ein Wort - viele potentielle Käufer ansprechen. Echte Schwächen sucht man vergeblich, bei Kontrast, Farbwiedergabe und visueller Dynamik geht aber noch mehr - wie der 46ZF355D des gleichen Herstellers eindrucksvoll beweist.  Für preis-/leistungsbewusste Freude des großen Bildes ist der 47Z3030D aber eine dicke Empfehlung Wert, auch sein tadelloser Klang ist hervorzuheben.

Preisgünstiger, großer Full HD-LCD mit umfangreicher und praxisgerechter Ausstattung

Test 23. November 2007

Test: Carsten Rampacher
Datum: 23. November 2007

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