AREA DVD-TEST: HDTV-Festplattenrecorder Vantage HD 7100S (2/2)
21.11.2007 Test: Karsten Serck
- EPG: Der elektronische Programmführer ist recht flink und bis auf die etwas kleinen Schriften auch
sehr übersichtlich gestaltet. Für Darstellung der Programminformationen
stehen gleich zwei verschiedene Ansichten zur Verfügung. Die Programmierung
von Aufnahmen ist direkt aus dem EPG heraus möglich, muss vom Benutzer in
einem zweiten Schritt in dem sich öffnenden Fenster aber noch aktiviert
werden.
Bedienung
Die Menüs sind grafisch sehr hochauflösend gestaltet und bieten einen
leichten Chrom-Look. Zu einem Großteil lässt sich der Receiver auch
direkt am Gerät bedienen. Dazu ist der Receiver mit einer Folientastatur auf
seiner spiegelblanken Oberfläche ausgerüstet. Da die Ingenieure wohl ahnten,
dass der pechschwarze Receiver Staub und Fingerabdrücke magisch anziehen wird,
befindet sich in der Verpackung auch direkt ein Reinigungstuch.
Die Fernbedienung ist sehr leicht und wirkt aufgrund ihrer gummierten
Oberfläche recht robust. Leider sind die Tastenbeschriftungen nicht gut lesbar
und auch die häufiger benötigten Farbmarkierungen fallen nicht sehr deutlich
im Auge. Außerdem passiert es häufiger, dass die schmalen Tasten leicht verkanten.
Störend ist auch, dass
anstelle von handelsüblichen Mignon- oder Micro-Zellen die Fernbedienung über
meist teurere Knopfzellen
mit Strom versorgt wird.
Empfang und Bildqualität
Der Tuner des Vantage-Receivers bietet eine gute Empfindlichkeit mit
genügend Reserven zum Empfang schwacher Programme. So konnte z.B. der nur noch
mit geringer Stärke in Deutschland einfallende Sender Dubai One vom arabischen
Nilesat-Satelliten auf 7° West vor Ort mit einer 80 cm-Antenne nahezu
einwandfrei empfangen werden. Im Grenzbereich neigt der Receiver allerdings
dazu, anstelle kurzer Artefakte in einzelnen Bildbereichen direkt kurze Bild-
und Ton-Aussetzer zu produzieren.
Die Bildqualität der neuen HDTV-Receiver hat sich generell in den letzten
Monaten noch sichtbar verbessert. Der Vantage-Receiver bietet auf dem Test-Kanal
"BBC HD" ein makellos scharfes und plastisches Bild, welches jedes
feine Detail pixelgenau abbildet und durch die satte Farbwiedergabe überzeugt.
Und auch Premiere HD bietet bei vielen Filmen ein Schärfe-Niveau, wie man es
von Blu-ray Disc und HD DVD kennt. Dabei zeigt der Receiver auch die leichten
Schwächen der Kompression auf, die nicht ganz so makellos ist wie bei HD-Filmen
im BD/HD DVD-Format und gerade in Farbflächen ab und zu leichte Artefakte
erkennen lässt. Stellt man den Receiver von 1080i auf 720p um, so verliert das
Bild zwar deutlich an Schärfe, bleibt dabei aber auf einem passablen Niveau,
welches immer noch einen Qualitätsunterschied zur normalen PAL-Auflösung
erkennen lässt.
Bei der Wiedergabe von Programmen in normaler PAL-Auflösung bietet der
Receiver das beste Bild, wenn man sich auf die normale 576p-Ausgabe beschränkt.
Nur in diesem Modus wirkt das Bild richtig scharf. Die interne Skalierung
reduziert ebenso wie bei den meisten Konkurrenz-Modelle bereits im 720p-Modus
etwas die Schärfe, ist aber noch ganz in Ordnung. Im 1080i-Modus wird das Bild
allerdings deutlich unschärfer und lässt Konturen nur noch sehr weich
erscheinen. Für ein besseres Bild sorgt die Skalierung nicht, sie sorgt
höchstens für eine leichte Kaschierung von MPEG2-Artefakten.
Fazit
Der Vantage HD 7100S bietet ein hervorragend scharfes HDTV-Bild und verfügt
über eine umfangreiche Ausstattung. Ein bislang noch seltenes Feature ist die
Option, MPEG2-Video-Dateien abzuspielen, was die Möglichkeit gibt,
Sat-Aufnahmen auf dem PC nachzubearbeiten und anschließend auf dem Receiver
wieder abspielen zu können. Erfreulich ist auch der hohe Entwicklungsgrad des
Receivers, der sich bereits kurz nach Markteinführung schon weitgehend
fehlerfrei präsentiert, was bei HD-Geräten ja nicht selbstverständlich ist.
Der Receiver hat noch einige kleinere Bugs und bietet auch durchaus noch
Verbesserungsmöglichkeiten. HDTV-Aufnahmen klappten aber störungsfrei und auch
beim Abspielen der Aufnahmen tauchten keine Synchronitätsprobleme auf. Und mit
seinen kurzen Umschaltzeiten gehört der Vantage-Receiver mit zu den schnellsten
Sat-Receivern auf dem Markt.
Das extravagante Design des Receivers ist auch noch funktionell. Ärgerlich
ist eher die Fernbedienung, die aufgrund ihrer gerade im Dunkeln schlecht
ablesbaren Tasten eine längere Eingewöhnung erfordert. Rund um die
Aufnahmefunktionalität gibt es auch noch verschiedene
Verbesserungsmöglichkeiten. Dazu gehören eine Editier-Option und auch ein etwas
übersichtlicher gestaltetes Aufnahme-Archiv. Essentielle Bugs konnten wir bei
dem Receiver aber nicht feststellen.

Preis-/Leistung:          
Pro:
-
Sehr gute HDTV-Bildqualität
-
Kurze Umschaltzeiten
-
Wiedergabe von MPEG2-Videos möglich
- Firmware-Updates via Netzwerk
-
USB/SATA-Schnittstelle mit Aufnahmemöglichkeit
-
Hochwertiges Design
-
Blindscan-Funktion
Contra:
- Unübersichtliche Fernbedienung
- Keine Editier-Möglichkeit für Aufnahmen
- Kein Dolby Digital-Ton via HDMI
Produkt-Infos/Support im Internet:
www.vantage-digital.com
Ausstattung:
- Abmessungen: Maße [L x B x H] 375mm x 210mm x 62mm
-
Gewicht: ca 3,0 kg
-
Anschlüsse: HDMI Ver. 1.2, SCART 1x TV, 1x VCR, RCA HD YUV (YPbPr) oder RGB,
RCA SD Video x 1, Audio x 2, USB Vers. 2.0, Tuner IEC169, F-Stecker, weiblich,
RS232C 9 Pin D-Sub, S/PDIF opisch & koaxial,
PVR USB 2.0 & e-SATA, Netzwerk 10 / 100 MBit
- Video Format 4:3 & 16:9 [ Letter Box, Pan & Scan ]
-
Video Auflösung 1080i, 720p, 480p/576p, 480i/576i
-
Transport Stream MPEG ISO 2 / 4
-
Audio Dekoder MPEG Audio Layer 1 & 2
-
Common Interface 2 Slots PCMCIA, DVB CI Standard, Smartcard 2 Slots CAS
Conax, XCrypt, DGCrypt, Crypton, Firecrypt
-
Kanalspeicher 20 000 Kanäle
-
Mosaik 2x2, 3x3 Bilder
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PIG Bild und Ton im Menü
-
Unicable wird unterstützt
-
Updates OTA, USB, RS232, Ethernet
-
Eingangsspannung AC 90-250V 50Hz/60Hz
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Stromaufnahme 29W max
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StandBy unter 3W
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Flash Speicher 8 MB
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SDRAM 64 MB
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EEProm 32 KByte
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VDRAM 64 MB
-
Prozessor STi7109, 266 MHz
Verantwortlich für den Test: Karsten Serck
21.09.2007
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