FORUM KONTAKT IMPRESSUM
Google

Teufel-Tests

Nubert-Tests
 Blu-ray Discs ab 6,66 EUR bei amazon.de  

 HARDWARE-TESTS

TEST: Toshiba HD DVD-Player HD-EP35 (1/2)

06.12.2007 Autor: Karsten Serck

Weiter zu Seite 2 (Bild, Ton, Fazit)

Mit dem HD-EP30 und dem HD-EP35 vollzieht Toshiba im Dezember 2007 einen Generationswechsel bei seinen HD DVD-Playern. Offiziell sollen die beiden auf der IFA vorgestellten neuen Modelle 499 EUR (EP30) und 599 EUR (EP 35) kosten. Bereits direkt zum Start werden die Geräte aber schon mit einem deutlichen Abschlag gehandelt und zusätzlich gibt es noch eine Gutschein-Aktion, über die der Käufer kostenlos ein Filmpaket mit HD DVDs von Warner, Universal und Paramount erwerben kann.

Beide Player unterstützen die Wiedergabe von HD DVDs mit 24p-Ausgabe. Ebenfalls unterstützt wird HDMI-CEC, was die Steuerung mehrerer Geräte über eine Fernbedienung ermöglicht. Der HD-EP30 verfügt über einen Zweikanal-Stereo-Ausgang, im hier vorgestellten HD-EP35 ist auch noch ein Mehrkanal-Decoder mit Analog-Ausgang vorhanden. Ebenso ist der HD-EP35 auch in der Lage, HD Audio-Formate als Bitstream auszugeben (Bis zu 7.1) während der HD-EP 30 HD-Audio nur als PCM-Ton überträgt. Die HDMI-Schnittstelle des HD-EP35 unterstützt im Unterschied zum kleineren Player auch die "Deep Colour"-Darstellung.

Das Spitzenmodell aus der Toshiba HD DVD-Player-Serie wird weiterhin der HD-XE1 bleiben, gegen den sich der EP35 in diesem Test bewähren muss, da dieser aus dem eigenen Hause die größte Konkurrenz darstellt. Denn der XE1 ist mit den aktuellsten Software-Updates ebenfalls in der Lage, HD DVD-Bilder in 24p und den HD-Ton als Bitstream auszugeben. Er verfügt aber darüber hinaus über den "Reon VX"-Videoprozessor zum Upscaling von DVDs während auch der EP-35 nur mit einem einfacheren Videoprozessor ohne Einstellmöglichkeiten ausgestattet ist. Auch die etwas luxuriösere Fernbedienung des XE1 hat der EP-35 nicht erhalten, sondern wird mit der Fernbedienung ausgeliefert, die bereits dem HD-E1 beilag. Die wirkt zwar weniger luxuriös, liegt aber auch leichter in der Hand. Das an sich gute Bedienungslayout wird allerdings durch eine nur bei hellem Tageslicht gut lesbare Beschriftung wieder etwas gemindert. Da die meisten Tasten auch noch die gleiche Größe aufweisen, fällt die blinde Bedienung etwa schwer. Auch die Steuerung durch die Menüs des Players erfolgt immer etwas träge. Das Gerät reagiert immer erst mit einer leichten Verzögerung auf die Befehle der Fernbedienung.

Neben HD DVDs kann der neue Toshiba-Player auch Scheiben in den Formaten DVD-Video, DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW, DVD VR Format (-R/RW), Audio-CD, CD-R und CD-RW abspielen. Multimedia-Formate wie MP3 oder WMA werden wie bereits von den Vorgänger-Modellen nicht unterstützt. Dabei verfügt der HD-EP35 wie jeder HD DVD-Player über einen USB-Eingang auf der Frontseite, der sich dazu nutzen ließe, zahlreiche Audio- und Videoformate abspielen zu können (Die Playstation 3 macht vor wie es geht). Doch für die USB-Schnittstelle gibt es bislang noch gar keine Verwendung.

Optisch ist das neue Design der Toshiba-Player im Vergleich zu den bislang erhältlichen Modellen eher eine Evolution als eine Revolution. Der EP-30 und EP-35 sehen nicht nur im Vergleich zum XE1 sondern auch den einfacher gebauten E1 und EP-10 etwas mehr nach Plastik aus, verfügen über rundere Kanten und sind von ihrer Bauhöhe etwas flacher. Außerdem befindet sich das Laufwerk jetzt nicht mehr auf der linken Seite sondern ist auf der rechten Seite untergebracht. 

 

Anschlüsse

Auf der Rückseite macht sich der Einsatz des Sparstifts bemerkbar, denn der zusätzliche koaxiale Digitalausgang und die S-Video-Buchse des XE1 gibt es beim EP35 nicht mehr. Stattdessen wurde der Player auf die wichtigsten Anschlüsse reduziert. Positiv: Der HDMI-Ausgang wurde etwas abgetrennt von den restlichen Anschlüssen untergebracht und lässt sich so auch ohne genaue Sicht auf die Rückseite einfacher finden. Auch der für HD DVD-Player vorgeschriebene Netzwerkanschluss ist von den Buchsen etwas angetrennt, so dass man die Buchse schnell findet, wenn der Player nur für Software-Updates kurz ins Netzwerk eingebunden werden soll.

  • 1 x HDMI 1.3
  • 1 x YUV
  • 1 x Composite Video
  • 1 x Digital Out (optisch)
  • 1 x analog 5.1
  • 1 x Stereo (analog)
  • 1 x Ethernet
  • 2 x Expansion-Port (USB)

 

Installation

Der Toshiba HD-EP35 ist bereits ab Werk mit der 24p-Bildausgabe ausgestattet. Nichtsdestotrotz gibt es bereits eine aktuellere Firmware (Version 1.3) zum Download. Wie seine Vorgänger wird auch der EP35 ohne aktiviertes DHCP ausgeliefert, so dass man für den Netzwerkzugriff zunächst einmal ins Netzwerk-Setup gehen muss. Nach einer weiteren halben Stunde Download und Installation meldet sich der Player dann nach dem Neustart mit einer Abfrage nach Uhrzeit und Datum. Und diese Abfrage erscheint zukünftig jedes Mal, sobald der Player durch Ziehen des Netzkabels vom Stromnetz getrennt wurde (einen richtigen Netzschalter gibt es nicht), ohne dass dem Nutzer der Sinn deutlich wird. Allerdings verschwindet die Abfrage auch, sobald man die Schublade öffnet, um einen Film zu starten und scheint somit auch ignoriert werden zu können. Nichtsdestotrotz sollte Toshiba diese umständliche Abfrage mit einem nächsten Firmware-Update wieder beseitigen. Schließlich funktionierten die bisherigen Modelle auch ohne eine solche Abfrage, die sich über einen einfachen Puffer auch dauerhaft abspeichern lassen sollte.

Wer darauf gehofft hatte, dass die neuen HD DVD-Player endlich auch etwas schneller werden, wird leider enttäuscht. Der HD-EP35 braucht rund 40 Sekunden zum Booten und ca. 30 Sekunden zum Laden einer HD DVD. Das sind Werte, die mit den älteren Modellen vergleichbar sind. Im Gegenteil: Beim Parallelstart von "Batman Begins" auf dem HD-XE1 und dem HD-EP35 zeigte der HD-XE1 bereits drei Sekunden früher das erste Bild. Auch die bei den Laufwerkszugriffen ist der HD-XE1 immer einen kleinen Tick schneller als der EP35. Auch die Spulgeschwindigkeit ist höher beim XE1. Leider ist es auch mit den neuen Modellen bei kaum einer HD DVD möglich, die Wiedergabe direkt an der Stelle fortzusetzen, an der sie beendet wurde. Stattdessen startet die Wiedergabe immer wieder komplett von Anfang an, als ob man die Discs neu einlesen würde und darf sich dann je nach Film erneut durch sämtliche Sprachabfragen, Copyright-Hinweise und Trailer durchhangeln.

Einen Unterschied zwischen EP35 und XE1 gibt es bei den verwendeten Displays: Das umschaltbare Display des EP35 zeigt zunächst nur die Zeit an, der XE1 auch zusätzlich zur Zeit die Tracknummer. Wie der XE1 ist auch der EP35 mit einem Lüfter ausgestattet. Der Lüfter unseres regulär aus dem Handel bezogenen EP35 ist deutlich ruhiger als der des XE1, der neben dem Geräusch der verwirbelten Luft auch noch eigene Lager-Geräusche produziert. Gänzlich unhörbar ist der EP35 zwar nicht. Sein Betriebsgeräusch wird aber bereits durch leisere Filmgeräusche schnell übertönt.

Die 24p-Wiedergabe hat Toshiba etwas strikt integriert. So besitzt der Player keine Automatik, sondern versucht sämtliche Inhalte in 24p abzuspielen, also selbst solche, die nicht mit 24 Bildern aufgenommen wurden, was zwangsläufig zum Ruckeln führt. Die Durchleitung des 24p-Signals an ein älteres Pioneer-Plasma der 6. Generation, welches 1080p nur mit 24 Hz und nicht mit 60 Hz wiedergibt, funktionierte selbst mit einem zwischengeschalteten Onkyo TX-SR705-Receiver einwandfrei.

Der Weg zum Dolby True HD und DTS HD-Digital-Ton via Bitstream erfordert zwei Schritte. Neben der "Auto"-Einstellung der HDMI-Schnittstelle muss auch noch der "Direct Audio Mode" aktiviert werden. Ansonsten gibt der Player nämlich den Ton auch weiterhin nur in PCM aus. Doch der "Direct Audio Mode" hat noch einen weiteren Hintergrund. Denn während der Player ohne diesen Modus zum normalen Film-Ton auch noch Töne von der Menünavigation hinzu mischen und auch den Ton von "Bild in Bild"-Kommentaren überblenden kann und das alles als PCM-Mix ausgibt, ist kein internes Re-Encoding als Dolby True HD oder DTS HD-Signal möglich (und noch weniger sinnvoll). Daher gibt der Player im "Direkt Audio Mode" auch wirklich nur die jeweils aktive Tonspur einer HD DVD aus und ignoriert sämtliche anderen Töne. In diesem Fall kommt wirklich nur die reine Film-Tonspur als Bitstream aus dem Player. 

Wer bislang noch keine Receiver mit Dolby True HD/DTS-Decoder hat, erhält den "Core"-Bitstream als normales Dolby Digital oder DTS-Signal über den optischen Digitalausgang. Über den HDMI-Ausgang lässt sich der Core nicht ausgeben. Ist kein HD-Decoder im Receiver vorhanden und dieser verarbeitet Mehrkanal-PCM, sorgt die Automatik immer für eine Tonausgabe in diesem Format.

Ein weiterer Weg, um an den HD-Ton aus dem Player zu gelangen, ist der Weg über den integrierten Mehrkanal-Decoder, der Dolby True HD im 5.1-Format ausgibt und sich bei DTS HD auf die Decodierung des "Core"-Streams im normalen DTS-Format beschränkt. Der Decoder bietet recht umfassende Einstellmöglichkeiten, die neben der Klein/Groß-Einstellung auch die Angabe des Lautsprecherpegels und Abstands für jeden Kanal sowie der Subwoofer-Übergangs-Frequenz (80, 100, 120 MHz) ermöglicht.

Weiter zu Seite 2 (Bild, Ton, Fazit)

HOME > HARDWARE-TESTS > ZURÜCK <