TEST: Nubert NuLine 2 x WS-12 & AW-560-Set

12.11.2007 Autoren: Karsten Serck und Carsten Rampacher

Zum Preis von rund 1000 EUR verkauft Nubert sein neues schlankes Sub-Sat-System, bestehend aus den beiden neuen Wand-Lautsprechern WS-12 und dem bereits bewährten Aktiv-Subwoofer AW-560. Das System wird in den Farbkombinationen Silber, Schwarz und Weiß angeboten und lässt sich sowohl als Stereo-System als auch als Surround-Ergänzungs-Set zu bereits bestehenden Stereo-Lautsprechern nutzen. Ein praktischer Anwendungsbereich ist z.B. auch die Verwendung der Lautsprecher und des Subwoofers direkt mit einem Flachbildschirm. Aufgrund der magnetischen Abschirmung lässt sich der AW-560 auch problemlos direkt unter oder neben einem Röhren-Fernseher aufstellen. Mit drei weiteren WS-12-Boxen wird die Anlage auch als komplettes Surround-Set angeboten. Im Lieferumfang befindet sich auch eine Fernbedienung, mit der man den Pegel und Frequenzbereich des Subwoofers aus der Distanz einstellen kann.

Technik und Aufbau

Lautsprecher WS-12

Die nuLine WS-12 mit einer Impedanz von 4 Ohm ist für die Wandmontage konzipiert worden. Entsprechend befindet sich auf der Ober- und Unterseite der Box ein Schraubgewinde, mit dem die Box von einer Wandhalterung aufgenommen werden kann. Auch die Montage auf einem Boxenständer ist möglich. Hierbei sollte beachtet werden, dass nur äußerst stabile Boxenständer in Frage kommen, da die Box trotz der recht kompakten Abmessungen immerhin rund 5 kg wiegt. Nubert verkauft als Zubehör sowohl eine passende Wandhalterung als auch einen Boxenständer. Die dritte Verwendungsmöglichkeit ist die Integration der Box in ein Regal, da die WS-12 mit Abmessungen von 38,5 x 15 x 10,5 cm waagerecht hingelegt nur ein klein wenig höher als eine CD-Hülle ist und somit auch in viele Regale hinein passt, die für klassische Regalboxen zu klein sind. Aufgrund des geringen Gehäuse-Volumens von rund 5.8 Litern bietet die Box selbst nur eine schwache Basswiedergabe und ist daher auf die Unterstützung eines Subwoofers zwingend angewiesen. Trotz der geringen Abmessungen erweist sich die WS-12 aber als recht pegelfest und bringt es auf 260 Watt Musik- und 160 Watt Nennbelastbarkeit.

Konstruiert ist die WS-12 als Zweiwege-Lautsprecher mit Kalotten-Hochtöner und zwei Tief-/Mitteltönern in "d'Apollito-Anordnung": Der Hochtöner ist zwischen den beiden Tief/Mitteltönern untergebracht, was auch den Einsatz als Center ermöglicht. Auch wenn die Box von außen unscheinbar aussieht, versteckt sich in ihr doch einiges an Technik, die die Schwaben für die WS-12 entwickelt haben. Auf der Rückseite befinden sich oberhalb des Anschlussterminals zwei Schalter. Mit dem ersten Schalter passt man die Box auf Wandmontage und freie Aufstellung an. Je nach Einstellung geht der Frequenzgang von 135 bis 20.000 Hz ( +/- 3 dB, frei stehend) beziehungsweise von 125 bis 20.000 Hz (- 3 dB/Wandmontage). Der zweite Schalter ist für die Höheneinstellung. Wem die Box in der Grundeinstellung Höhen etwas zu prägnant wiedergibt, kann dies durch die Einstellung von "brillant" auf "sanft" etwas korrigieren. Sowohl der Hoch- und Tieftöner als auch die Frequenzweiche sind mit selbstrückstellenden Sicherungen gegen Überlastung geschützt.

Im Lieferumfang der Box befinden sich zwei Frontgitter in den unterschiedlichen Farben Silber und Schwarz. Die Anschluss-Terminals hingegen sind ebenso wie die restliche aus MDF-Material produzierte Box sehr stabil und erlauben auch den Anschluss von dickeren Kabeln mit 6 mm Durchmesser.

Subwoofer AW-560

Der nuLine AW-560 ist als direktabstrahlender Frontfire-Subwoofer konzipiert, der nach dem Bassreflex-Prinzip arbeitet. Die Bassreflexöffnung findet sich auf der Geräteunterseite und ragt etwas über diese hinaus. Ohne Absorber oder Unterlegscheiben kann man den AW-560 nicht einsetzen, soll er seine optimalen akustischen Qualitäten entfalten. Im Lieferumfang befinden sich daher vier "Moosgummi"-Füße, die man unter den Subwoofer legt.

Die Leistung der eingebauten Endstufe fällt Nubert-typisch großzügig aus. 235 Watt Musik- und 190 Watt Sinusleistung sprechen eine deutliche Sprache. Mit der großzügig bemessenen Verstärkerleistung korrespondiert das Chassis optimal. Kleine Subwoofer, zu denen man aufgrund des kompakten Gehäuses mit den Abmessungen 450 x 245 x 380 (H x B x T in mm) auch den AW-560 zählt, haben das Problem, dass kein großes Basschassis im Gehäuse Platz findet. Daher kommt beim 560er ein vergleichsweise kleines Chassis mit 22 cm Durchmesser zum Einsatz. Mit einem 22 cm Chassis sind prinzipiell natürlich bei Pegel und Tiefgang keine Spitzenleistungen möglich. Nubert löst dieses Problem jedoch zu einem beträchtlichen Teil, indem man den maximalen Membranhub auf fast 3 cm hochschraubt. 

Eine Besonderheit in der Konstruktion des Chassis stellt die zweite Zentriermembran dar. Sie sorgt auch unter schwierigsten Bedingungen für saubere Wiedergabe, ohne dass irgendetwas aus dem Gleichgewicht gerät. 

Regler und Funktionen

Auf Vorder- und Rückseite des AW-560 finden sich verschiedene Einstellmöglichkeiten. Sehr einfach sieht es auf der Frontseite aus:

Hier kann man die Lautstärke und die Übernahmefrequenz justieren. Beide Funktionen sind übrigens auch bequem von Sessel aus mittels der Fernbedienung einzustellen und anzupassen. Auf der Rückseite des Nubert-Bassisten können weitere Justagen getroffen werden:

  1. Zunächst findet sich ein Phasenregler, der stufenlos von 0 bis 180 Grad regelbar ist. Unter der Phasenlage versteht man die Richtung, in die sich die Membran des Tieftöners in Bewegung setzt, wenn eine positive Gleichspannung angelegt wird. Die Bewegung der Membran sozusagen aus der Box heraus legt die 0-Grad-Position der Phasenlage fest.  Wenn der Hörabstand zu den beiden Hauptlautsprechern und zum Subwoofer ca. identisch ist, ist die optimale Position des Phasenreglers hingegen 180 Grad. Dies hat folgende Bewandtnis: Die Phasendrehungen im Übernahmebereich der beiden Hauptlautsprecher und des Subwoofers jeweils etwa 90 Grad betragen und somit in der Summe etwa 180 Grad ergeben. Diese Phasenlage kann dann mittels des Schalters auf 180 Grad korrigiert werden. Nubert gibt ein Beispiel für die korrekte Einstellung der Phase: Ankopplung der Hauptbox an den Subwoofer liegt bei 80 Hz Übernahmefrequenz, dabei gilt Wellenlänge = Schallgeschwindigkeit geteilt durch die Frequenz. Also beträgt sie bei 80 Hz: 343 m/s (Schallgeschwindigkeit in Luft) : 80 Hz = 4,30 Meter. Wenn sich der Hörabstand zwischen Woofer und Satellit zum Hörer um die halbe Wellenlänge (also 4,30 Meter : 2 = 2,15 Meter) unterscheidet, muss die Phasenlage von 180 auf 0 Grad eingestellt werden. Also 180 Grad bei Abstand 0 m, 4,3 m, 8,6 m Wegdifferenz, 0 Grad bei 2,15 m, 6, 45 m etc, 90 Grad bei 1,07 m, 5,37 m etc. 

  2. Schalter "LOW CUT" "30 Hz"/"35 Hz" zur Festlegung der unteren Grenzfrequenz (pro Tiefgang 30 Hz, pro Pegel 35 Hz): Bei LOW CUT 30 Hz liegt der -3 dB-Punkt bei 30 Hz, was gerade für Filmanwendungen sehr gut ist aber auch bei der Musikwiedergabe den Klang runder erscheinen lässt. Dann arbeitet die Membran natürlich durch den erweiterten Tiefgang mit mehr Hub schon bei geringerer Lautstärke, so dass dem Pegeltreiben engere Grenzen gesetzt sind als in der alternativ anwählbaren "35 Hz" Position. Zwar erscheint der Unterschied zwischen 30 und 35 Hz nicht sonderlich groß, in der Praxis jedoch hat diese numerisch eher kleine Differenz deutliche Auswirkungen auf dem Membranhub.

  3. Schalter "SOFTCLIPPING" (an oder aus): Diese Schaltung verhindert Verzerrungen im hochpegeligen Bereich. Die Aktivierung dieses Schalters reduziert zwar leicht die maximal mögliche Leistung, sorgt aber dafür für eine klare, verzerrungsfreie Wiedergabe bei hohem Pegel.

  4. Schalter Line Out Cut Off 40 Hz/80 Hz: An den Ausgangs-Cinchbuchsen erscheint das gleiche Signal, das in die Line In-Eingänge eingespeist wird. Bis auf einen Unterschied: Abhängig von der Stellung des Schalters Line Out Cut Off sind Frequenzanteile im Line Out-Signal unterhalb 40 oder 80 Hertz nicht mehr enthalten.

  5. Schalter "Power Off/Auto/On": In "Off" ist der AW-560 aus, aber nicht komplett vom Netz getrennt (dazu muss man den Schiebeschalter "Power" umlegen), die Standby-Leistungsaufnahme beträgt ebenso wie im Automatik-Modus knapp 4 Watt. In Stellung "On" ist der nuLine AW-560 ständig eingeschaltet, verbraucht aber kaum mehr Strom als in der Einschaltbereitschaft. Ist "Auto" aktiviert, schaltet sich der AW-560 beim ersten Ton ein und wenige Minuten nach dem letzten entsprechend tieffrequenten Schallereignis wieder ab. Beim Einschalten macht sich der Subwoofer nicht hörbar bemerkbar.

Bilanzierend fällt die Technik sehr aufwändig und durchdacht aus. Schlichte, leicht verständliche Schaltungen bringen in der Praxis großen Nutzen - und das Schöne daran ist, dass praktisch jeder Anwender, auch unerfahrenere Neueinsteiger, davon profitieren können.

Klang

Nubert-typisch bietet das Stereo-Set einen sehr dynamischen Sound mit klanglicher Präzision auch in höheren Lautstärkebereichen. Systembedingt sind die Lautsprecher aufgrund ihres Volumens nicht ganz so pegelfest wie größere Boxen. In der Praxis macht sich das aber kaum bemerkbar, weil die Pegel, mit denen die Box gefahren werden kann, sehr hoch sind und selbst im Heimkinoeinsatz kaum ihr Limit erreichen. Eine bestimmte Mindestlautstärke braucht das Set nicht, um seinen Klang zu entwickeln. Es klingt bereits bei niedrigem Pegel genau so gut wie in größeren Dezibel-Regionen. Während der AW-560 für die nötige Durchschlagkraft sorgt, sind die WS-12 in erster Linie für die Feinarbeit im Mitten- und Höhenbereich zuständig. Und diese Aufgabe erledigen sie wirklich ausgezeichnet. Gerade im Hochtonbereich bieten die Lautsprecher einen sehr sauberen Klang, der Details wunderbar zum Vorschein bringt. Selbst in der "weichen" Einstellung ist das Klangbild immer noch nuanciert genug, um z.B. Katie Meluas schöne Klangwelten des Albums "Pictures" sehr detailliert und atmosphärisch in den Raum zu tragen. Und gerade bei MP3-Aufnahmen unterschiedlicher Qualität lassen die exzellent auflösenden Hochtöner die Unterschiede verschiedener Bitraten gut erkennen. Trotz dieser Feinheiten bleibt der Klang der Lautsprecher aber sauber und wirkt nicht übertrieben spitz. Auch aus weniger gut gelungenen Aufnahmen holen die WS-12 noch eine beachtliche Räumlichkeit heraus und produzieren selbst bei einem Abstand von zwei Metern ein breites Stereo-Feld. Damit eignen sie sich auch wunderbar als Surround-Lautsprecher, die sich selbst bei wenig Platz an der Wand montieren lassen und räumliche Effekte atmosphärisch wiedergeben.

Der Subwoofer offenbart gerade bei der Filmwiedergabe die Eigenschaft, selbst tiefste Bassattacken lautstark aber dennoch kontrolliert wiedergeben zu können. Der Nubert-Woofer neigt auch nicht zum wabern sondern gibt Tiefbass richtig trocken und präzise wieder. Selbst bei hohem Pegel greift der Nubert nie daneben. In Anbetracht des geringen Subwoofer-Volumens verdient der AW-560 alle Achtung. So macht der kleine Subwoofer bei "Minority Report" einen hervorragenden Eindruck und gibt auch das schwierige Geräusch, wenn die Protagonisten mit den merkwürdigen Schockwaffen aufeinander schießen, souverän wieder, auch dann, wenn man das Ganze zusätzlich durch einen kräftigen Pegel würzt. Wie gnadenlos der AW-560 zuschlagen kann, beweist er auch bei der Sequenz aus "Behind Enemy Lines". Hier muss das schwäbische Kraftpaket gleich mehrere brutale, bis ins Mark erschütternde Granatenexplosionen mit Nachdruck in den Hörraum zum ambitionierten Auditorium tragen, was ihm ausgezeichnet gelingt. Obwohl der absolute Tiefgang durch das geringe Gehäusevolumen und letztendlich, trotz des imposanten Hubs, vom Chassisdurchmesser her etwas beschnitten ist, an praktisch gut nutzbarem Volumen fehlt es dem kompakten Bass-Schrittmacher keinesfalls. Insgesamt kann man am Tiefgang auch wahrhaftig nichts aussetzen, für das kompakte Gehäuse ist das Gebotene erstklassig. Souverän und antrittsstark meistert er auf der DTS-Demo-DVD die Szene aus "Master and Commander" und lässt es bei der Sequenz aus "The Day After Tomorrow" sehr nachdrücklich angehen.

Für die Musikwiedergabe ist der AW-560 auch ausgezeichnet geeignet. Der Subwoofer bringt z.B. auf der sehr verhalten abgemischten Compilation "The Complete Stone Roses" Bässe zum Vorschein, die man mit selbst mit ausgewachsenen Standlautsprechern nur selten wahr nimmt  Er liefert ein stets spürbares Fundament, ohne jemals übertrieben auf sich aufmerksam zu machen. Selbst für bassstarke Eurodance-Musik der 90er Jahre (Fetenhits "Eurodance Classics 1992  - 1996") ist der AW-560 keinesfalls unterdimensioniert, im Gegenteil: Er legt sich mit Vehemenz ins Zeug und behält auch bei harten Discobeats gelassen die Kontrolle. So lässt er z.B. auch den stark überdrehten und verzerrten Bass im "Kingdom - Digitalism Remix" vom "Hourglass"-Album des Depeche Mode-Sängers Dave Gahan wuchtig und kontrolliert zugleich erscheinen. Dass er auch für die Wiedergabe klassischer Musik prima geeignet ist, konnte er bei Ludwig van Beethovens "Pastorale" zeigen. Immer sorgte der AW-560 für einen spürbaren Gewinn an Räumlichkeit und an Tiefe beim Klangbild.

Da die WS-12-Lautsprecher aufgrund ihres geringen Gehäusevolumens im Wesentlichen nur den Höhen- und Mittenbereich übertragen, ist für die klangliche Güte des Gesamtsystems entscheidend, wie die Boxen mit dem Subwoofer zusammen spielen und es dabei gelingt, den Übergangsbereich zwischen beiden Schallwandlern fließend erklingen zu lassen, ohne dass hierbei klangliche Lücken auftreten. Daher erfordert das System-Setup eine recht genaue Einpegelung zwischen Subwoofer und Verstärker. Hierbei ist es zunächst hilfreich, im AV-Verstärker den Pegel des Subwoofer-Ausgangs leicht anzuheben, da er so auch die oberen Bassfrequenzen noch etwas deutlicher wiedergibt und der Übergang in den Mittenbereich der WS-12 etwas runder klingt. Die Regler für Lautstärke und Frequenz am Subwoofer sollte man im Bereich um die Mittenposition einstellen. 

Bevor am Pegel und dem Frequenzbereich weitere Veränderungen vorgenommen werden, ist der viel entscheidendere Kniff die Einstellung des "Low Cut" auf 30 Hz, der dafür sorgt, dass - im klanglichen Sinne - der Groschen fällt. So wenig sich hier direkt beim Umschalten ein klanglicher Unterschied auffällig ins Ohr drängt, um so mehr stellt man diesen aber gerade beim längeren Musik hören schließlich doch fest. Denn während der Subwoofer in der 35 Hz-Einstellung Bässe wie harte Granaten erklingen lässt, klingen diese in der 30 Hz-Einstellung spürbar abgerundeter, was sich gerade bei dezenten Bässen mit geringem Pegel bemerkbar macht. Das kann man z.B. sehr gut am Anfang des Dire Straits-Klassikers "Industrial Disease" feststellen, sobald der erste kurze Bass nach wenigen Sekunden erklingt. Dieser ist in der Einstellung "30 Hz" weicher als bei "35 Hz". Und während z.B. der Bassverlauf im Tracy Chapman-Song "Fast Car" bei 35 Hz so prägnant erscheint wie der aufeinanderfolgende Druck verschiedener Tasten auf einem Klavier, erfolgen die Übergänge bei 30 Hz auch wirklich spürbar fließender. Wer den AW-560 anstelle der WS-12 zusammen mit basskräftigen Standlautsprechern benutzt und es auch darauf anlegt, dass in Filmen kräftige LFE-Einlagen wie akustische Attacken erscheinen, wird mit der 35 Hz-Einstellung wahrscheinlich glücklicher werden. 

Gerade wegen der so gut wie nicht vorhandenen Bässe der WS-12-Lautsprecher sorgt die 30 Hz-Einstellung aber genau dafür, dass in der Kombination dieser Lautsprecher mit dem AW-560 der Übergang zwischen Mitten und Bässen ohne Bruch erfolgt. Das macht sich auch bei der Wiedergabe von Stimmen bemerkbar, deren dezentres Timbre in der 30 Hz-Einstellung durch die ganz sanften Schwingungen der Membran, die jede Veränderung im Ton mitnehmen, besser zum Vorschein kommt. Hat man erst einmal diese Einstellung vorgenommen, so gestaltet sich auch die endgültige subjektive Anpassung von Lautstärke und Frequenz wesentlich einfacher, da es in der 35 Hz-Einstellung passieren kann, dass die Mebran leise Schwingungen nicht mitnimmt und eine Erhöhung des Pegels nur dazu führt, dass kräftige Bässe gleich mörderisch laut klingen.

 

Fazit

Mit dem WS-12/AW 560-Set präsentiert Nubert ein Stereo-System aus zwei Komponenten, die haarscharf aufeinander abgestimmt sind. Dabei setzt Nubert auf den bewährten AW 560-Subwoofer, der trotz seiner recht kompakten Abmessungen nicht nur enorm tiefe sondern auch gleichzeitig präzise Bässe ausgibt und stellt diesem die kompakten WS-12-Boxen zu Seite, die im Hochtonbereich durch viel Brillanz und Detailgenauigkeit auffallen. Beide ergänzen sich wunderbar und ergeben ein stimmiges Set, welches sich zur Hinzufügen weiterer WS-12-Boxen auch als richtiges Surround-Set eignet. Durch ihre geringen Abmessungen eignen sich die Lautsprecher auch zur Regal-Installation, ohne dass man hierbei klangliche Kompromisse eingehen muss. Sowohl im Subwoofer als auch den Lautsprechern steckt einige Technik, die sich sinnvoll nutzen lässt und praxisgerechte Einstellungen ermöglicht. Das Set überzeugt sowohl im Film-Betrieb als auch bei der Musikwiedergabe. 


Lautsprechersystem obere Mittelklasse
Preis-/Leistungsverhältnis
Test 11. November 2007
Pro 
  • WS-12: Brillante Höhen, Enorme Detailauflösung

  • AW-560: Extrem druckvoller Sound mit dennoch präziser Basswiedergabe

  • Lautsprecher und Subwoofer gut aufeinander abgestimmt

  • Fernbedienung

  • Sicherungs-Schutz für Lautsprecher und Frequenzweiche

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