XXL-TEST: Marantz DV-9600 (4/4)
Klang
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Akustische Eigenschaft
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Gerät: DV-9600
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Klang CD, analog angeschlossen an Yamaha
MX-D1/Controller YPC-1
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Hier setzt der Marantz das Fundament für seinen
durchschlagenden Erfolg in der Klangwertung. Besonders positiv zu bewerten
ist das völlig unproblematische Verhalten des DV-9600, er kommt mit allen
Arten von Quellmaterial ausgezeichnet zurecht. Ob man nun Trance- oder
Dance-Hymnen hört, klassische Musik oder die Titelmelodien aller James
Bond - Filme: Immer überzeugt der Marantz durch seinen lebendigen,
mitreißenden und homogenen Klang. Im Vergleich zu früheren
Marantz-Modellen hat er das leicht träge Wesen abgelegt, der 9600er
tritt nachdrücklich und schnell an. Das sehr reichhaltige Ausschmücken
des akustischen Inhalts, Kennzeichen früherer Generationen, ist noch zu
einem Teil geblieben, so "barock" ist die Auslegung jedoch bei
weitem nicht mehr. Der Marantz hat sich nun zu einem echten Universalisten
gemausert, der mit seinem sauber detaillierten Aufbau auch stets zum
genauen Hinhören einlädt. Klar baut der Marantz eine virtuelle Bühne
auf, die räumliche Wirkung wird von Brillanz und Klarheit getragen, was
für einen souveränen, nachhaltigen Gesamteindruck sorgt. Mit diesen
Qualitäten ist der hochwertige Universalplayer eine gelungene Alternative
zu aufwändigen reinen CD-Spielern. Gesamtnote: Hervorragend
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Klang SACD/DVD-Audio, analog mittels 5.1 Ausgang
angeschlossen an Onkyo TX-NR5000E
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Der DV-9600 geht auch mit DVD-A- und SACD-Medien
bravourös um. Er hat ein unglaublich sicheres Gespür, auch feine
Zwischentöne, die den Reiz einer hervorragend aufgenommenen SACD- oder
DVD-A-Disc ausmachen, plastisch und stimmig einzuarbeiten. Bei den wenigen
noch vorhandenen 192 kHz/24-Bit DVD-A Aufnahmen zeigt der Marantz auch
teureren Konkurrenten eiskalt die Zähne: Bei Vertus "North Africa"
oder bei "Deep Waters" von Incognito modelliert der Marantz ein
eindrucksvollen Klangpanorama heraus, das sehr gut geeignet ist, die
akustischen Vorteile der DVD-A auch Skeptikern aufzuzeigen. Bei
"North Africa" beeindruckt die sehr präzise, aber gleichzeitig
kraftvolle Basswiedergabe, die Stimmwiedergabe bei "Deep Waters"
ist von überragender Sauberkeit, gepaart mit enormem Charisma. Bei
verschiedenen SACDs mit klassischer Musik von Mozart und Wagner lieferte
der DV-9600 eine ebenso ausgezeichnete Vorstellung ab. Seine Fähigkeit,
den Hochtonbereich sehr klar, gleichzeitig aber nie über-akzentuiert
darzustellen, sorgt für Hörvergnügen auf hohem Level. Sehr natürlich
ist das gesamte Raumgefühl, die Präzision auf den Surroundkanälen ist
herausragend. Insgesamt muss er sich kaum hinter nochmals deutlich
teureren Konkurrenten verstecken, bezieht man den im Vergleich günstigen
Preis mit ein, etabliert sich der Marantz ganz vorn an der Spitze.
Gesamtnote: Hervorragend - perfekt
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Klang des internen Dolby Digital- und
DTS-Decoders
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Auch hier keine Schwächen des Marantz DV-9600.
Klar und souverän meistert der Universalplayer die Wiedergabe von DTS-
und Dolby Digital-codierten DVDs, wenn er in Eigenregie das Decoding
vornimmt. Keine Spur von der sonst oft zu findenden Schwäche im
Bassbereich, zupackend und energisch nimmt sich unser Testkandidat auch
tieffrequenten Klanganteilen an. Bei "Jarre in China"
beweist er, dass er einen ausgezeichneten, weitläufigen Soundeindruck
ermöglicht, der zudem durch seinen genauen, vielschichtigen und höchst
dynamischen Aufbau überzeugt. Auch Kleinigkeiten sammelt der
Marantz zuverlässig auf, und fügt sie schnell und passend ins akustische
Gesamtgefüge ein. Gesamtnote: Hervorragend.
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Digitalklang
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Das war klar - im wahrsten Wortsinn, denn so klar
und brillant, wie der Digitalklang ertönt, setzt sich der DV-9600 auch in
dieser Disziplin in der Spitzengruppe aller bislang von uns getesteten
DVD- und DVD Universalplayer fest. Nochmals minimal besser als via
Koax-digital klingt der talentierte Player, wenn man ihn mittels i.Link
mit unserem TX-NR5000E verbindet - dann wirkt alles noch etwas feiner auflöst und ungemein
harmonisch sowie lebendig. Nicht wenige Leser verneinen, dass es einen
hörbaren Unterschied bei digitaler Tonsignalausgabe gibt - und diese
Leserschaft wird noch skeptischer, wenn zusätzlich die Behauptung
aufstellt wird, dass es einen Klangunterschied zwischen
digital-koaxial und digital-i.Link gibt. Aber grundsätzlich waren wir
ebenso skeptisch, und haben darum ganz besonders intensiv und aufwändig
getestet, aber das Ergebnis blieb bestehen: Der DV-9600 klingt ganz
besonders über i.Link superb, aber auch bei der digital-koax-Verbindung
schlägt der den Großteil aller Konkurrenten. Gesamtnote:
Hervorragend - perfekt.
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Konkurrenzanalyse
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Im gesamten Konkurrenzumfeld steht der Marantz
DV-9600 glänzend dar. Günstigere Alternativen in Form des Denon DVD-3910
und des Pioneer DV-989AVi-S hält er
souverän auf Distanz, in allen Belangen kann er hörbar zulegen. Wenn man
über sehr gutes Equipment und über Hörerfahrung verfügt, ist dieser
Unterschied recht rasch zu merken. Die Differenzen äußern sich in einer
besonders klaren und natürlichen Hochtonwiedergabe, einem sehr gut
akzentuierten, aber nie überbetonten Mitteltonbereich und in einem
nochmals präziseren, dabei aber antrittsstarken und nachdrücklichen
Bassbereich. Mit seinen Tugenden schließt der Marantz beinahe schon zur
richtigen Bolidenliga auf. Der Megatest: Denon DVD-A1XV
hat zwar nach wie vor das beste Bild aller uns bekannten
DVD-Wiedergabemaschinen, aber akustisch ist der DV-9600 näher dran, als
dem 3.500 € teuren Super-Denon lieb sein könnte. Der Onkyo DV-SP1000E
kann den Angriff des Marantz abwehren - von einer "lockeren"
Abwehr zu sprechen, wäre aber selbst in Anbetracht der
Ausnahmequalitäten des Onyko falsch. Nur durch seine extrem hoch liegende
akustische Harmonie, gepaart mit einer räumlich tiefen, sehr
detailverliebten Darstellung weist der DV-SP1000E den erstaunlich stark
auftrumpfenden DV-9600 letztendlich in die Schranken.
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Fazit
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Exzellent aufspielende und kostengünstige
Alternative zu teuren Highend-Playern der Luxusklasse. Marantz realisiert
für den Kaufpreis ein überragendes Niveau bei der Audiowiedergabe.
Gesamtnote: Hervorragend - perfekt. Der Marantz bietet für seinen
Kaufpreis brillante Leistungen.
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Einstellungen Audio in der Übersicht


Das kennt man: Einstellmöglichkeiten im Audio-Setup. Der
Pegel kann als fix (wie im Bild unten, dann kann man den Pegel der einzelnen Box
nicht selber justieren) oder variabel (wie im Bild oben, dann kann der Anwender
mittels Testtongenerator selber justieren) eingestellt werden. Der Audioausgang
wird zwischen 2-Kanal und 5.1 Kanal umgeschaltet.

Hier das übersichtliche und grafisch gute Setup für die
Pegeleinstellung. "Anfäg" soll Anfänglich heißen, solche sprachlich
falschen Abkürzungen sind eher peinlich

Präzises Time Alignment, in 0,1 Meter-Schritten

Im Menü "Sonstige" findet sich auch die An- und
Abschaltmöglichkeit für die i.Link-Übertragung
Fazit

Der DV-9600 lehrt der Highend-Konkurrenz das Fürchten -
er bietet für viel weniger Geld beinahe eine ebenbürtige Performance
Highend-Player ab 3.000 € müssen aufpassen: Der Marantz
DV-9600 wird ihnen einen Teil der ohnehin zahlenmäßig nicht übertrieben
großen Kundschaft wegschnappen. Denn für einen vergleichsweise fairen Betrag
von 2.000 € bietet er eigentlich alles, was sehr anspruchsvolle audiovisuelle
Liebhaber suchen und wünschen: Ein bestechend scharfes sowie plastisches Bild,
einen beinahe schon süchtig machenden, emotionalen, reichhaltig detaillierten
Klang, eine edle Optik, eine hervorragende Verarbeitung und eine extrem
reichhaltige und zugleich sinnvolle Ausstattung, die sogar eine Audio
Delay-Funktion und eine 1.080p Signalausgabe umfasst. Damit eignet sich der
Universalplayer auch zum Zusammenspiel mit hochmodernen Bildwiedergabegeräten,
die 1.080p Bildsignale verarbeiten können. Die Schwächen: Die Fehlerkorrektur
des Laufwerks könnte besser, die Fernbedienung hochwertiger sein. Die minimale
De-Interlacingschwäche stört in der täglichen Praxis kaum. Insgesamt eine
starke Vorstellung des DV-9600 - wer ihn hat, möchte ihn nicht mehr
hergeben. Aus diesem Grunde erhält der DV-9600 auch unser Sonderprädikat
für den DVD-Player mit dem bislang besten Preis-/Leistungsverhältnis.
Gratulation an Marantz.
Der Marantz DV-9600 ist eine echte Alternative zu
doppelt so teuren Highend-Playern, denn er bietet in vielen Bereichen beinahe
genauso viel

DVD-Player Oberklasse
Test: 23. März 2006

Sonderprädikat: Bestes Preis-/Leistungsverhältnis aller
bislang getesteten DVD-Player bei AREA DVD
Preis-/Leistung          
+ Bildschärfe und Detailtreue auf dem Level doppelt so teurer
Luxusplayer
+ Brillanter interner Scaler
+ Erstklassige Farbwiedergabe
+ 1.080p Signalausgabe möglich
+ Überragender Video-EQ
+ Steckt akustisch viele edle CD-Player in die Tasche
+ Sehr dynamische, detaillierte und zugleich harmonische DVD-A- und
SACD-Wiedergabe
+ Glasklarer Digitalton, über i.Link noch plastischer als über Koax-Out
+ Leises Laufwerk ohne sichtbaren Layerwechsel
+ Exzellente Verarbeitung
+ Hochwertiger innerer Aufbau
+ Bestmögliches Preis-/Leistungsverhältnis
- billig wirkende Fernbedienung
- leichte Moiréeffekte beim De-Interlacing
- nur ausreichende Fehlerkorrektur des Laufwerks
Die wichtigsten Daten
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DVD-Universal-Player
abspielbare Disc-Typen und Formate: DVD-Video, DVD-Audio, SACD,Audio-CD, CD-R, CD-RW, DVD-R, DVD-RW, (DVD)+R, VCD, MP3
Ausstattung: 1.080p Signalausgabe, PAL/NTSC-Progressive, Video-EQ, 9 Progressive Motion-Modi, 214 MHz/14-Bit Video D/A-Wandler, 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler, interner DD/dts-Decoder, Audio Delay
Ausgänge Video: HDMI, YUV, Scart, S-Video, 2 x FBAS-Cinch
Ausgänge Audio: HDMI, 2 x i.link, Koaxialer Digitalausgang, optischer Digitalausgang, Zweikanal-Audioausgang, 5.1-Ausgang
Maße (B x H x T): 420 x 119 x 337,5 mm
Gewicht: 9 kg
erhältl. Farbe: silbern
Preis: € 1.999,-
Test: Carsten Rampacher
23. März 2006
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