XXL-TEST: Marantz DV-9600(3/4)
Testequipment:
Bild

Bequem mittels OSD kann die Auflösung gewählt werden, die
über den HDMI 1.1 Ausgang den Marantz DV-9600 ausgegeben wird
Insgesamt erreicht der DV-9600 in der Bildwertung exzellente
Ergebnisse. Die Schwachpunkte sind schnell genannt: Minimale
De-Interlacingschwächen, die sich in leichten Moiréeffekten äußern - das war
es. Ansonsten nur Traumzensuren, die Bild-Grundwerte (Helligkeit, Farbe,
Kontrast) sind bei der HDMI 1.1 Signalausgabe und bei der Ausgabe mittels des
Komponentenausgangs praktisch identisch, die Farben werden natürlich, neutral
und brillant wiedergegeben. Überaus beeindruckend ist die extrem hohe
Bildschärfe, der interne Scaler arbeitet exzellent. Die Übersicht, Teil 1:
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Merkmal
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Gerät: Marantz DV-9600
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Bildschärfe und Detailtreue
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Hier begeistert der DV-9600 auf der ganzen Linie.
Bei verschiedenen Schärfetestbildern trumpft der edle Universalplayer
ebenso grandios auf wie im Betrieb mit verschiedenen Filmen. Als sehr gut
zu bezeichnen ist die getrennte Schärfereglung für den mittleren und
hohen Bildfrequenzbereich des eingebauten Video-EQs. Diese Funktion
ermöglicht eine sehr präzise Anpassung der Bildschärfe bei guten und
auch bei herausragenden DVDs. Selbst bei DVDs mit erstklassige Bildgüte
ist durch ein gezieltes Hochdrehen des Sharpness High-Reglers eine
nochmals plastischere Darstellung kleiner Feinheiten wie z.B. einer
Holzmaserung zu realisieren. Aber bereits in Werkseinstellung
brilliert der Marantz beim Früchte-Stilleben auf der AVEC Professional Test-DVD.
Optimiert man zusätzlich, ist das Bild derart plastisch, dass man immer
wieder hinsehen möchte. Besonders zu achten ist auf die Birnen, die
förmlich aus dem Bildwiedergabegerät herauszuspringen scheinen. Auch die
Zitrone unten links wird erstklassig eingearbeitet. Die Insellandschaft
auf der gleichen Test-Disc gibt der Marantz derart gut wieder, dass ihm
hier nur der Denon AVC-AXV schlagen kann - Respekt! Die
identische "Show" beim wettergegerbten Gesicht des alten
südamerikanischen Mannes: Jedes Detail der Haut arbeitet der DV-9600
heraus! Gesamtnote hervorragend -
perfekt.
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Kontrast
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Der DV-9600 begeistert in der Anfangsszene von
Gladiator mit einem hervorragenden Kontrastumfang. Kleine Details
verschwinden nicht in der Dunkelheit, sondern werden gekonnt
eingearbeitet. In sehr hellen Bildsequenzen das Gleiche: Auch hier
verschluckt der Marantz keine visuellen Einzelheiten, sondern stellt
gekonnt dar. Mit stark kontrastierenden Bildteilen kommt unser Test-Player
ebenfalls sehr gut zurecht und vermeidet unschöne Überstrahlungseffekte,
die zu einer Bild-Disharmonie führen. Nahezu perfekt stellt der DV-9600
die 16 stufige gegenläufige Kontrast-Überprüfungstreppe (AVEC)
dar. Gesamtnote: Hervorragend
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Farbwiedergabe
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Klare, natürliche Farben, hohe Brillanz. Die
Neutralität überzeugt bei allen Arten von DVD-Material. Bei reichhaltig
colorierten Filmen begeistert die satte, tiefe Farbgebung, bei bewusst
eher zurückhaltend-kühl eingefärbtem Material bringt der DV-9600 den
gewollt bläßlichen Touch sehr gut zur Geltung. Bei
"Spezialfällen" wie "Sky Captain & the World of
Tomorrow" managt der Marantz souverän die nicht einfache farbliche
Ausgestaltung des Films. Bei allen Beispielen fällt die reine Weiß-
ebenso wie die authentische Schwarz-Wiedergabe positiv auf. Gesamtnote:
Hervorragend - perfekt.
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Grundparameterabgleich Komponente-analog/HDMI
Komponente Digital
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Ein nicht zu vernachlässigendes Problem ist das
folgende: Bei einigen DVD-Spielern sind bei der analogen und der digitalen
Bildsignalausgabe deutliche Differenzen hinsichtlich der Farbdarstellung,
des Kontrastes und der Bildhelligkeit auszumachen. Oftmals ist es z.B. so,
dass das Bild über HDMI kräftiger eingefärbt ist und/oder einen
störenden Farbstich enthält. Bei der analogen Signalausgabeart mittels
Komponentenausgang sind uns schon eine unpassend hohe Bildhelligkeit und
eine fade, flache Farbwiedergabe untergekommen. Nichts von alledem findet
sich beim brillanten Marantz - hier sind alle Grundparameter praktisch
exakt identisch. Gesamtnote: Perfekt
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De-Interlacing
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Der Marantz wandelt Video- und Filmmaterial,
Bewegt- wie auch Standbilder zuverlässig von der Halb- in die
Vollbildebene um. Treppenstufeneffekte sind kaum zu beobachten, ebenfalls
leistet sich der Marantz keine Nachzieher und auch keine
Bewegungsunschärfen. Das Bild ist frei von störenden Doppelkonturen, des
weiteren konnten wir keinen Chroma Upsampling Bug ausfindig machen.
Hervorragende, praktisch makellose Leistung beim Pendel-Testbild auf der AVEC Professional Test-DVD.
Auf der identischen Test-Disc stellt der DV-9600 auch die
verschiedenen durchlaufenden Schriften ausgezeichnet dar.
Zur
Bestnote reicht es dennoch nicht. Schuld daran tragen leichte
Moiréeeffekte, die bei wenigen Filmen immer nach dem gleichen Muster auftauchen. Im Bild
links oder rechts oder im Bildhintergrund ist z.B. ein Holzzaun mit
horizontalen Latten zu sehen, und eine Person läuft durchs Bild. Dann
entstehen Moiréeffekte, der Holzzaun wird dadurch mit leichten
Bildstörungen dargestellt. Schade - denn ansonsten lieferte der Marantz
eine tadellose Vorstellung ab. Gesamtnote: Sehr gut - Ausgezeichnet.
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Upscaling
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Wer den HDMI 1.1 Ausgang des DV-9600 nutzt, kann
sich auch am internen Scaler erfreuen. Dieser besticht durch eine
makellose Arbeit und sichert eine überragende Detailtreue. Kein leichtes
Rauschen und kein Zittern hochfrequenter Bildanteile, selbst bei
aufgedrehten Schärfereglern, sind zu beobachten. Gesamtnote: Hervorragend
- perfekt.
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Video-Equalizer/Bild- bzw. Progressive-Modi
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Hervorragende Wirkung, stimmige Justageschritte,
große Auswahl an Paramentern und Progressive-Modi, dazu Speicherplätze
- Herz, was willst du mehr als diesen erstklassigen Video-EQ. Den
Bildequalizer im Bildwiedergabegerät sollte man bei Verwendung des
Marantz Video-EQ aber tunlichst in die Werkseinstellung zurücksetzen.
Gesamtnote: Hervorragend - perfekt
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Umgang mit qualitativ schlechtem DVD-Material
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Der DV-9600 ist keine zickige Diva - er holt auch
aus nur ausreichendem Quellmaterial durch geschickte Anpassung des
Video-EQ noch eine Menge heraus. Sehr lobenswert, dies zeigt, dass der
Marantz eine echte "Universalwaffe" ohne im Praxisbetrieb
störende Allüren ist. Gesamtnote: Hervorragend.
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Konkurrenzanalyse:
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Visuell auch sehr talentiert, aber mit 1.299 €
deutlich preiswerter ist der Pioneer DV-989AVi-S.
Während der Pioneer ganz leicht - wer nicht darauf achtet, wird ihn nicht
sehen - den Chroma Upsampling Bug zeigt, weist der Marantz die erwähnte,
ebenfalls nicht weltbewegende, aber zu nennende De-Interlacingschwäche
auf. Beide Player kassieren die exakt gleiche Anzahl an Sternen, das
heißt, dass der teurere DV-9600 seinen Mehrpreis visuell Wert ist. Er
stellt nochmals geringfügig schärfer und sichtbar plastischer dar, der
Scaler arbeitet nahe an der Perfektion. Der Denon DVD-3910
liegt mit dem Pioneer gleichauf, beißt sich am Marantz aber genauso die
Zähne aus. Ob einem Denon oder Pioneer besser gefällt, hängt auch vom
Bildwiedergabegerät ab. An DLP-Projektoren und auch an CRT-Equipment
gefällt uns der DVD-3910 besser, bei Plasmas sowie vielen LCD-Beamern
verbucht der Pioneer dafür Vorteile. Unsere Aussagen beziehen sich auf
die visuelle Gesamtharmonie. Marantz, Denon und Pioneer brillieren mit
überragenden Video-EQs. Der DV-9600 ist so gut, dass er selbst dem Onkyo DV-SP1000E
bedrohlich nahe rückt. Das De-Interlacing des Onkyos ist jedoch noch
besser, zudem wirkt das gesamte Bild nochmals plastischer. Aber - man
höre und staune: Was die Farbwiedergabe und die Bildschärfe angeht,
liegt der viel preiswertere Marantz praktisch gleichauf! Absoluter
Bild-Chmapion bleibt der Denon
DVD-A1XV, der mit perfektem De-Interlacing und beispielhafter
visueller Homogenität auftrumpft. Aber der Marantz ist auch hier viel
näher dran als erwartet. Was der DV-9600
kann, stellt man sofort fest, wenn man für Besitzer eines 100 € Players
bereits traumhafte Universalplayer wie den Yamaha DVD-S2500
oder den Denon DVD-2910 zum
Vergleich heranzieht: Diesen für sich betrachtet ausgezeichneten 800 €
Offerten lässt der Marantz am hochwertigen Bildwiedergabegerät keine
Chance und degradiert sie beinahe zu Statisten.
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Fazit
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Bildgewaltiger DVD-Universalplayer mit
erstklassiger Bildschärfe und Detailtreue. Brillanter Scaler, minimale
De-Interlacing-Schwächen. Gesamtnote: Hervorragend - perfekt.
Besser geht es kaum noch für diese Preisklasse.
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Video-EQ in der Übersicht

Teil 1 des Video-EQs. Insgesamt neun Progressive Motion-Modis
stellt der DV-9600 zur Verfügung, jeweils 3 Modi pro Betriebsart (Automatik,
Film, Videomaterial). Exzellent ist die Austattung mit Rauschunterdrückern.
Eine digitale Rauschreduzierung (DNR), eine Farbrauschunterdrückung (CNR), eine
Moskito-Rauschunterdrückung (MNR) sowie eine Blockrauschunterdrückung (BNR)
sind verfügbar und bringen tatsächlich spürbare Ergebnisse. Auch ältere
Discs können effektiv aufpoliert werden. Zwei getrennte Schärferegler (für
mittelfrequenten/hochfrequenten Bildbereich) sowie eine Konturenbetonung für
Details zeigen Parallelen zum Pioneer DV-989AVi-S
auf.

Hier der 2. Teil. Helligkeits- und Kontrastregler sind
Standard, für die Farbverzögerung (Chroma Delay) und den Farb-Level gibt es
ebenfalls Justagemöglichkeiten. Mit "Hue" ist die auch unter "Tint"
bekannte Rot/Grün-Balance bei NTSC-Material gemeint. Die Gammakorrektur ist
weitaus weniger aufwändig als beim Denon DVD-3910,
bei dem man sich eine richtige Gammakurve komponieren kann. Bei hochwertigen
Playern ebenfalls Standard ist das Schwarzpegel-Setup.

Absolute Klasse: Wenn man noch weiter nach unten scrollt,
erscheint sogar eine Lip Sync/Audio-Delay-Funktion für den synchronen Abgleich
von Audio- und nachbearbeitetem Videosignal. Das verdient ein Sonderlob.

Sehr gut: Der DV-9600 stellt drei Speicherplätze für eigene
Justagen zur Verfügung. Noch besser: Die hochwertigen Denon Player verfügen
über 5 Speicher.
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