FORUM KONTAKT IMPRESSUM
Google

Teufel-Tests

Panasonic-TestsAdvertisement

Nubert-Tests
 Blu-ray Discs ab 6,66 EUR bei amazon.de  

 HARDWARE-TESTS

XXL-Check: Lautsprechersysteme von 700 bis 1.800 € (3/3)

Tannoy setzt beim Arena auf die "Dual Concentric"-Technologie, der Hochtöner sitzt inmitten des Tieftöners (linke Membran)

Mitgeliefertes Schalldruckpegel-Messgerät des Mordaunt-Short Genie

Focal-Satellit auf elegantem Standfuß

Bei unserem nuBox 310-Set kommt 5 x der  identische Lautsprecher zum Einsatz, was einem homogenen Klangbild zuträglich ist

Der Hochtöner am Teufel M220C ist ausgelagert und nach hinten versetzt

Auch die Teufel-L/R-Frontlautsprecher weisen den nach hinten versetzten Hochtöner auf

Teufels Theater 2 bringt für die Surroundbeschallung Dipole mit

Der schmale Infinity-Subwoofer ist problemlos unterzubringen

Unsere Klangerfahrungen beruhen auf ausführlichen, mehrwöchigen Tests mit allen genannten Systemen. Zum Einsatz kam eine Vielzahl an Elektronik, um den verschiedenen Talenten oder auch akustischen Ungereimtheiten der Kandidaten Rechenschaft zu tragen. Hier ein Überblick der verwendeten Test-Komponenten:

  1. AV-Receiver/Verstärker: Onkyo TX-SR803E, Pioneer VSX-AX4AVi-S, Harman Kardon AVR-140, Harman Kardon AVR-635, Denon AVR-3806, Harman Kardon AVR-7300 
  2. DVD-Player: Denon DVD-1920, Yamaha DVD-S557, Denon DVD-2910
  3. Bildwiedergabegeräte: Xoro LCD-TV HTL 3212w, Pioneer PDP-436XDE, Toshiba 32WL58P, Panasonic TX-32LX500F, Toshiba 42WL58P
Klang

Wir haben ein großes finanzielles Spektrum in unserem Test, doch das Teuerste muss beileibe - unter akustischen Gesichtspunkten - nicht immer das Beste sein, so war das Testfeld für viele Überraschungen gut, aber lesen Sie selbst:

Los geht es mit dem Infinity TSS-750 für 699 €, das eine höchst angenehme Eigenschaft aufweist: Wahre Schwächen sucht man beim optisch sehr unauffälligen Set vergeblich. Obwohl die Satelliten extrem kompakt gebaut sind und sich daher nahezu überall - selbst im kleinsten Zimmer - aufstellen lassen, klingen sie alles andere als ärmlich, sondern angenehm und lebendig. Die Detailarbeit ist voll befriedigend. Die nächste Überraschung folgt auf dem Fuße: Es ist für ein so kleines Set tadellos, wie klein das Klangloch zwischen der unteren Grenzfrequenz der Satelliten und der (Idealerweise bei 100 oder 120 Hz eingestellten) Übernahmefrequenz des aktiven Subwoofers ausfällt. Ganz wegzudiskutieren ist die klangliche Lücke jedoch auch bei optimaler Einstellung nicht. Wie nah das TSS-750 akustisch an preislich viel höheren sehr kompakten Sub/Sat-Sets liegt, dürfte preisbewusste Käufer freuen, die Konkurrenz aber ins Grübeln bringen. Nur bei sehr kräftiger Lautstärke im Hörraum über 25 Quadratmeter geht das TSS-750 z.B. im Vergleich zum Theater 1 unter. Dann ist der aktive Subwoofer etwas zu durchsetzungsschwach, und die Satelliten entfalten ihre Wirkung zu stark um die Box herum konzentriert. Für den Heimkinoraum ist das TSS-750 nicht das ideale System, aber gut z.B. für ein kleines 1-Zimmer-Appartement geeignet, wo raumökonomisch fokussiert gedacht werden muss.

Machen wir es kurz und schmerzlos - mit dem Theater 2 für 749 € haben wir den klaren Sieger dieses Vergleichstests vor uns. Was hier klanglich möglich gemacht wurde, verdient allerhöchsten Respekt. Der gewaltig antretende und dabei auch noch sehr präzise aktive Subwoofer ist ein Aushängeschild der besonderen Art: Ganz gleich, ob bei Filmmaterial, Mehrkanal-Musikquellen oder sogar im Stereobetrieb, immer sorgt er für einen stimmigen klanglichen Gesamteindruck. Was in diesem Zusammenhang besonders beeindruckt, ist die Homogenität der Front-Klangkulisse: Der aktive Basslautsprecher integriert sich praktisch nahtlos, wer selbst im Stereobetrieb (!) mit geschlossenen Augen lauscht, wird denken, zwei gute Standlautsprecher vor sich zu haben. Kein anderes Set aus dem Teilnehmerfeld schafft diese Integration auf so hohem Level. Gerade auch für den Stereohörer ist das Theater 2 damit die Nummer 1 unter allen Test-Systemen. Zu diesem Eindruck trägt auch die hervorragende Hochtonwiedergabe bei. Klar und deutlich, aber nie mit Überbetonung, werden auch akustische Einzelheiten eingearbeitet. Doch auch im Surroundbereich setzt das Theater 2 die Test-Mäßstäbe, denn so weitläufig und vielschichtig präsentierte kein anderes Test-Set die Surroundklangkulisse. Der Center - wie könnte es anders sein - ist auch der beste im Test: So klar und differenziert stellt kein anderes Modell aus dem Testfeld dar. Im Vergleich zum Teufel Theater 1 ist das Theater 2 in allen Belangen nochmals leistungsfähiger, somit wird der Performance-Käufer zum Theater 2 greifen, der absolut Preis/Leistungs-Bewusste zum Theater 1. Immerhin kann man sich für die Differenz zwischen beiden Systemen einen guten DVD-Player kaufen, und fürs 20 bis 25-Quadratmeter-Wohnzimmer reicht das bereits sehr gute Theater 1 locker aus. Das Theater 2 ist dafür die preisgünstigste Möglichkeit, sogar schon einen echten Heimkinoraum akustisch sehr gut auszukleiden. Das ebenfalls von uns getestete Teufel Theater 4 ist noch eine Idee feinfühliger bei der Musikwiedergabe, der dort mitgelieferte aktive Subwoofer ist aber kaum imposanter als der Pegelkönner M2200SW. Insgesamt ist das Theater 4 für denjenigen Hörer, der viel Jazz oder Klassik hört, den Mehrpreis nochmals Wert, wer aber besonders eindrucksvoll Rockkonzerte, Trance/Techno-Musik oder vor Effekten strotzende Actionfilme anhören möchte, liegt beim Theater 2 goldrichtig. 

Das nuBox 310-Set verdeutlicht eines: Auch auf dem Lautsprechermarkt bleibt die Zeit nicht stehen. Das will nicht heißen, dass das 310-Set nicht immer noch ein ausgezeichnetes Lautsprecherset ist - aber für den Testsieg reicht die Gesamtperformance in dieser Konstellation nicht mehr aus. Der AW-440 spielt sehr präzise, bietet hervorragende Einstellmöglichkeiten und schafft in kleineren Lokalitäten auch ein prima Fundament - gegen den immensen Nachdruck und die Pegelfestigkeit des M2200SW aber kommt der AW-440 doch nicht ganz an. Wenn man einen kraftvollen nuBox AW-880 Aktivsubwoofer hinzubestellt und einen klangstarken nuBox CS-330 Center, dann ist die akustische Performance beeindruckend, was jedoch das Portemonnaie des Heimcineasten mit nicht eben geringen 1.350 € belastet. Zweifelsohne stimmt aber auch dann der Gegenwert, nur, das muss man leider anmerken, gegen das praktisch perfekte Preis-/Leistungsverhältnis des Theater 2 ist einfach schwer anzukommen. Mängel haben die nuBoxen keine - unser 5 x nuBox 310 plus AW-440 nuBox Subwoofer klingen sehr ausgewogen und ausgesprochen angenehm. Für Stereofreunde auch eine sehr gute Wahl, nur klingt das Theater 2 nicht schlechter, ist aber deutlich preiswerter und bietet den spürbar kraftvolleren aktiven Subwoofer, was auch für die Stereowiedergabe vorteilhaft ist. Was die Präzision im Surroundbereich angeht, sind die nuBox 310 ausgezeichnet, ohne Zweifel, und überzeugen selbst den kritischen Hörer. Bilanz: Ein Top-Surround-Set ohne Schwächen, nur leider ist das Bessere des Guten Feind - daher: Zweiter Platz im großen Vergleichstest fürs nuBox 310-Set, für eine nicht mehr ganz taufrische Konstruktion ein großer Erfolg. 

Kommen wir zum Mordaunt-Short Genie. Für 1.199 € ein, wie wir bereits gesehen haben, sehr hochwertiges, aber nicht eben sonderlich preisgünstiges Angebot. Der aktive Subwoofer ist für sich betrachtet sehr gut und liefert einen lobenswerten Nachdruck, tadellos ist auch die Möglichkeit, störendes Bass-Dröhnen zu entfernen. Im Vergleich allerdings liegt der etwas aufstellungskritische Woofer nur im Mittelfeld. Er muss sich dem Teufel M2200SW ebenso geschlagen geben wie dem nuBox AW-440-Sub. Der Teufel ist deutlich kraftvoller, schafft zudem einen hörbar besseren Tiefgang, integriert sich besser und ist präziser. Der nuBox AW-440 ist extrem wenig aufstellungskritisch, agiert präziser und wirkt trotz laut Herstellerangaben geringerer Endstufenleistung absolut nicht weniger kraftvoll als der Genie-Bassist. Die Satelliten des Genie beeindrucken durch ihre dynamische Wiedergabe und sind in Anbetracht ihrer Größe auch pegelfest. Auch das Genie ist gut geeignet für Hörer, die viel Sound und wenig Raumbedarf fürs 5.1 Set miteinander kombinieren wollen. Mit dieser Auslegung tritt das preiswerte Infinity TSS-750 als direkter Kontrahent auf, das - leider fürs Genie, zum Vorteil für Infinity-Eigner - nicht so viel schlechter klingt, wie es preiswerter ist. Natürlich ist das Genie viel aufwändiger verarbeitet, aber geht es um die pure akustische Güte, schlägt sich das TSS-750 ausgezeichnet. Der Hochtonbereich ist beim Genie hörbar detaillierter, aber wer überwiegend nicht so laut und nicht so intensiv hört, wird sich mit dem Performance-Profil des TSS-750 problemlos anfreunden. 

Für in Bezug auf die maximalen Pegel zurückhaltenden Genießer empfiehlt sich das Focal Cinema Pro, das bei moderaten Lautstärken durch das feine Auflösungsvermögen und die insgesamt sehr gepflegte Akustik zu überzeugen weiß. Es klingt weitaus weniger hektisch als das Genie, sondern für ein Designer-Lautsprecherset erstaunlich kultiviert und gelassen. Gerade auch klassische Musik oder Jazzmusik sind mit Set prima zu hören. Hier ist das Focal-Set die elegante Alternative zum Teufel Theater 4 . Und diese Eleganz ist nicht einmal besonders teuer erkauft, denn mit 1.199 € ist das Set fair kalkuliert. Nicht besonders liegen dem System höhere Pegel, hier kann man dann den sehr kompakten und nicht überdurchschnittlich leistungsstarken aktiven Subwoofer zu gut orten. Der würfelförmige Sub bietet zudem größenbedingt einen nur ausreichenden Tiefgang. Wer aber auf höchste Verarbeitungsqualität und einen bei Zimmerlautstärke sehr homogenen Klang Wert legt, kann sich dieses schöne 5.1 Set bedenkenlos kaufen. Der Lohn für die Ausgeglichenheit: Platz 2 zusammen mit dem nuBox Set für das Focal Cinema Pro. 

Zu keiner Top-Platzierung reicht es für das Tannoy Arena, und das hat eigentlich nur einen Grund: Der sehr hohe Preis. Würde das Set mit 1.300 € in der Preisliste stehen, könnte es sich problemlos auf einem absoluten Spitzenplatz etablieren, so aber muss sich das Arena in Zurückhaltung üben. Der aktive Subwoofer ist recht leistungsfähig und versteht sich sehr gut zu integrieren. Bei großer Lautstärke im Hörraum um die 30 Quadratmeter aber zeigen sich die Nachteile seiner kompakten Abmessungen ebenso wie beim bescheidenen Tiefgang.  Doch in Bezug auf die Integration ist das Theater 2 sehr viel besser, das nuBox-Set deutlich besser und das Focal Cinema Pro immer noch hörbar besser. Das Focal-Set zeigt auch, dass ein sehr aufwändiges, extrem nobles Finish keinen preislichen Extra-Bonus kosten muss, denn es ist satte 600 € günstiger - da kann man sich noch ein Teufel Theater 1 für die 2. Hörzone mit dazu kaufen! Die sehr progressiven, hochwertigen Satelliten des Arena klingen sehr homogen und verfügen über eine gute Dynamik. Der Hochtonbereich ist sauber abgestimmt und vereint Brillanz mit Harmonie auf beachtlichem Niveau. Wenn man dann allerdings ein Theater 2 hört, weiß man, wie viel mehr Klang für so viel weniger Geld möglich ist - es ist im höchsten Maße ernüchternd. So werden dann nicht wenige Kunden auf das ausgefeilte Arena-Design verzichten und lieber zum günstigen Tarif dem optisch zwar weitaus einfacheren, akustisch aber hörbar überlegenen Theater 2 lauschen. 

Elektronikempfehlungen:

Zum Infinity TSS-750 kann man den Harman Kardon AVR-135 oder den Harman Kardon AVR-140 kombinieren, was gerade für den kleinen Hörraum eine akustisch tadellose Lösung mit in sich schlüssigem Klangbild darstellt. Wer auch beim Receiver mit Raum geizt, kann den Kenwood VRS-6200 ans Infinity-Set anschließen und sich anschließend über das erstaunlich reife Klangbild des Slimliners aus dem Hause Kenwood wundern. Das Teufel Theater 2 harmoniert sehr gut mit einem Denon AVR-2106 oder sogar mit einem Denon AVR-2807 oder einem Yamaha RX-V2600, dann aber in 7.1 Konfiguration. Durch die kräftige, nachdrückliche Bassleistung kann hier auch prima ein Kenwood KRF-X9090D zu den Berliner Boxen kombiniert werden. Zum nuBox 310-Set passt der Onkyo TX-SR603E tadellos, zusammen wird ein präzises, klares und angenehmes Klangbild erzeugt. Alternativ zu empfehlen, möchte man nicht zu viel ausgeben, wäre auch ein Onkyo TX-SR503E, der gerade im kleinen Hörraum bis 20 Quadratmeter ausreicht. Wer absolut aufs Geld schaut beim AV-Receiverkauf, fährt mit einem Yamaha RX-V457 besonders gut, der zum niedrigen Preis tadellos klingt und sehr gut ausgestattet ist. Zum Focal-Set kann man als Genießer problemlos einen Onkyo TX-SR703E kombinieren - wenn man am liebsten bei Zimmerlautstärke bis zu leicht gehobenem Pegel hört. Der TX-SR703E entfaltet schon bei geringer Lautstärke viel Charisma und klingt ungemein hochwertig und schön. Alternative wäre hier ein Onkyo TX-SR603E, der deutlich günstiger zu haben ist. Der Pioneer VSX-1015 klingt prima zusammen mit dem Genie, kann aber natürlich nicht mit den prinzipiell sehr hohen möglichen Pegeln betrieben werden. Wer viel Glück hat und noch einen findet, ist mit dem sogar noch etwas dynamischeren Pioneer VSX-1014 bestens bedient. Bleibt das Tannoy Arena, das mit seiner homogenen Auslegung mit vielen AV-Receivern gut harmoniert. Der Denon AVR-2106 oder auch wiederum der Onkyo TX-SR703E bieten sich ebenso an wie ein Yamaha RX-V757, den es als Auslaufmodell gerade günstig gibt. 

Was uns noch auffiel: Folgerungen aus den Ergebnissen der Testreihen

Die Testreihen haben zahlreiche Erkenntnisse zu Tage gefördert, die wir alle entsprechend kommentiert festhalten möchten:

  1. Nicht das teuerste ist unbedingt das akustisch beste System. Mit dem Teufel Theater 2 gewinnt das zweitgünstigste Test-Set die Klangtestreihen.
  2. Die Aufteilung 1/3 Elektronik, 2/3 für die Lautsprecher ist von gestern. Das Teufel Theater 2 läuft blendend zusammen mit einem 1.000 bis 1.300 €-AV-Receiver.
  3. Exzellenter Klang und Top-Design sind schwer unter einen Hut zu bringen. Ebenso ist es komplex, eine Synthese aus hervorragender Akustik und extremer Raumökonomie zu schaffen. Nicht umsonst gewinnt mit dem Theater 2 auch das von den Abmessungen her am größten daherkommende Set. Hier sind einfach durchs Gehäusevolumen mehr Reserven vorhanden. Auch das ebenfalls sehr überzeugende nuBox 310-Set ist nicht sonderlich kompakt. Aber: Nicht jeder wird den Platz dafür haben. Wer Design und Sound miteinander verbinden möchte, findet im Focal die beste Alternative. Von den in Bezug auf die Satelliten sehr kompakten Sets sticht besonders das preiswerte Infinity mit extrem geringem Raumbedarf und guter Akustik zum günstigen Preis hervor. Bei Mordaunt-Short gibt es leichte Abstimmungsmängel bei der Anbindung der Satelliten an den Subwoofer, und das Arena ist einfach zu teuer. 
  4. Teufel wiederholt mit dem Theater 2 den Erfolg des Teufel Theater 1 in einer höheren Preisklasse. Beide Systeme haben somit ihre Daseinsberechtigung. Wer mit sehr knappem Budget kalkulieren muss, greift zum Theater 1, welches bereits mehr bietet, als viele normale Hörer benötigen. Das Theater 2 spricht zum ebenfalls sehr fairen Preis sogar schon ambitionierte Heimcineasten an. Wer besonders viel Musik, Stilrichtung Klassik/Jazz, hört, greift zum Teufel Theater 4, das noch etwas feiner klingt und den Klang hörbar besser von den Boxen zu lösen weiß. Für den Heimkinoeinsatz auch unter forcierten Bedingungen oder für Rock/Pop/Techno ist das Theater 2 mehr als ausreichend. Wer gelegentlich nur Klassik hört, wird auch überrascht sein, wie gut dies mit dem Theater 2 geht.
  5. Das nuBox Set schlägt sich immer noch höchst achtbar. Trotzdem wäre ein nuBox-Subwoofer zwischen AW-440 und AW-880 vielleicht eine sinnvolle Entwicklung - Preis um die 450 €. Auch wäre es eine Erwägung wert, das nuBox Set wahlweise mit Dipolen anzubieten, die man auf Monopol-Betrieb umstellen kann.
  6. Focal sollte wahlweise einen größeren Subwoofer zum Cinema Pro Set anbieten. Dann gäbe es Chancen auf den Gesamtsieg. 
  7. Tannoy sollte entweder das Arena zum gleichen Preis als 7.1 System anbieten oder den Preis senken. Der Premiumaufschlag ist recht deftig.
  8. Die Zeitnähe beider Tests legt auch gewisse Quervergleiche zu unserem Standlautsprecher-Mastertest nahe. Ernüchterung machte sich bei unserem Testteam breit: Die nuBox 310 und die Teufel M220F bieten ausgewachsenen Standlautsprechern in Bezug auf die Pegelfestigkeit so lange Paroli, dass es schon beinahe unangenehm für so manche Standbox wird. 
  9. Bis auf das Tannoy Arena, das in vielen Farbgebungen lieferbar ist, könnten alle Modelle eine breitere lieferbare Farbpalette gut vertragen.
Fazit:

Spiel, Satz und Sieg fürs Theater 2

Das Teufel Theater 2 kann diesen Vergleich für sich entscheiden -  dank des souveränen Vorsprungs in der Akustikwertung. Die Teufel-Entwicklungsabteilung unter Chefentwickler Markus Romeis hat hier ganze Arbeit geleistet, und wir sind überzeugt, dass das Theater 2 gerade wegen dem glänzenden Preis-/Leistungsverhältnis eines der Lautsprechersystem-Highlights des Jahres 2006 ist. Es wiederholt in einer höheren Preisliga den grandiosen Erfolg des Theater 1 und ist das mit Abstand günstigste System, das gehobene Höransprüche in allen Belangen - selbst im Stereobetrieb - vollauf befriedigt. Die beiden Frontlautsprechern verbinden Dynamik und Homogenität auf einem Level, der auch in der 1.500 € Liga noch für einen Spitzenplatz gut wäre, der Center liegt aus qualitativer Sicht ebenfalls sehr deutlich höher, als man es von einem 750 € Set erwarten kann und könnte sich von seinem gesamten, optischen, technischen, wie akustischen Auftreten her in weitaus höheren Preisdimensionen heimisch fühlen. Die beiden Surrounddipole begeistern mit ihrer gleichermaßen facettenreichen wie weitläufigen Wiedergabe. Zu guter Letzt stellt der M2200 ein echtes Highlight dar, weil er Präzision, Volumen, Tiefgang und Integrationsvermögen auf hohem Level miteinander verbindet. Diese Einschätzung mag euphorisch klingen, steht aber auf realistisch-nüchternen Beinen. Nichts ist einfacher, verehrte Leser, als sich selbst davon zu überzeugen: Das Theater 2 bestellen, Probe hören - und dann urteilen. Wir sind sicher, dass das preiswerte System unter den Lesern dieses Berichtes viele neue Freunde finden wird. Das Theater 2 erhält gleich auch noch sein Testprädikat "Referenz", weil es im Gegensatz zu den anderen Systemen noch in keinem Einzeltest untersucht wurde.


Teufel Theater 2
Mastertest-Gesamtsieger kompakte 5.1-Systeme von 700 bis 1.800 €
06. April 2006

Am klangstarken und technisch aufwändigen Theater 2 führt für den preis-/leistungsbewussten Home Theatre-Liebhaber aktuell kein Weg vorbei
Einstufung: Mittelklasse (Aufwertung wegen superber Leistungen)
Preis-/Leistungsverhältnis

Gleich zweimal vergeben wir den zweiten Platz in diesem Test, und zwar für gänzlich unterschiedliche Systeme. Das grundsolide, robuste, bodenständige nuBox 310-Set platziert sich durch die sehr hohe Ausgewogenheit weit vorne. Die nuBox 310 darf nach wie vor nicht unterschätzt werden und besticht mit harmonischer, gefälliger, aber nie langweiliger Akustik. Im Surroundbereich glänzt die schwäbische Offerte mit Präzision und einer sehr guten Detaillierung. Die Frontklangkulisse ist homogen und stimmig, der Aufbau überzeugt durch seinen Facettenreichtum. Der nuBox AW-440 Aktivsubwoofer gefällt durch sein ausgeglichenes, präzises Wesen und bietet fürs kleine Volumen einen tadellosen Tiefgang. Warum es nicht zum Sieg gereicht hat? Der Sub ist nicht ganz so nachdrücklich, die Stimmwiedergabe über den Centerkanal nicht ganz so mitreißend und die Surroundklangkulisse ist nicht ganz so intensiv und weitläufig wie beim Theater 2. Der andere "zweite Sieger" kommt aus Frankreich: Das Focal Cinema Pro besticht durch die restlos edle Anmutung und durch die gepflegte, kultivierte Gesamtakustik. Ein wunderbares System, das den ganzen Tag durchlaufen kann, ohne jemals zu stören - im Gegenteil: Wer sich die Mühe macht, genau hinzuhören, entdeckt ein erstaunlich feines Auflösungsvermögen und viel Klarheit im gesamten Aufbau. Wieso hat es fürs Cinema Pro nicht zum Gesamtsieg gereicht? Die Gründe liegen in der nur befriedigenden Pegelfestigkeit des aktiven Subwoofers, der zudem nicht sonderlich viel Tiefgang erzeugt, was an seinen kompakten Abmessungen liegt, und daran, dass bei hoher Lautstärke der Klang  der Satelliten etwas an Dynamik und Frische einbüßt.


Nubert nuBox 310-Set
Mastertest 2.Platz kompakte 5.1-Systeme von 700 bis 1.800 €
06. April 2006

Focal Cinema Set Pro
Mastertest 2.Platz kompakte 5.1-Systeme von 700 bis 1.800 €
06. April 2006

 

Die restlichen Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge:

Das Infinity TSS-750 schlägt sich ordentlich - wer ein extrem kompaktes und gut klingendes 5.1 System sucht, kann hier zugreifen. Das Schöne ist, dass sich die Satelliten auch aus musikalischer Sicht prima schlagen. Der aktive Subwoofer bietet prima Eigenschaften und geht im kleinen Hörraum nachdrücklich zur Sache, wirkt aber in größeren Lokalitäten etwas kraftlos. Da merkt man dann das kleinere Volumen und die nicht überdurchschnittlich starke Endstufe.

Das Mordaunt-Short Genie ist sehr sauber verarbeitet und überzeugt mit liebevollen Details. Für ein solches Set ist der aktive Subwoofer reichhaltig ausgestattet und kräftig. Bedingt durch die starke Konkurrenz jedoch kann er in diesem Testfeld nirgendwo Maßstäbe setzen, zumal es an einer überdurchschnittlich akkuraten Anbindung der Satelliten an den Subwoofer fehlt. Das entstehende Klangloch ist etwas groß. Die Satelliten selber gefallen mit sehr guter Dynamik und einer spritzigen, gut detaillierten Hochtonwiedergabe. Der Preis erscheint recht hoch, gerade wenn man sich zum Vergleich das identisch teure und mindestens genauso edle Focal-Set anschaut. 

Das Tannoy Arena ist nach wie vor ein beeindruckendes Subwoofer-/Satellitensystem, das allerdings mit seinem sehr hoch angesetzten Preis zu kämpfen hat.  Aufwändige, teure Technik wird bereits beim Theater 2, das weniger als die Hälfte kostet, in vielen Details geboten, daher rechtfertigt ein Hinweis auf die edle Technik an Bord des Arena nicht den hohen Kaufpreis. Die Verarbeitung ist nahezu perfekt, was auch einen gewissen Mehrpreis als sinnvoll erscheinen ließe, aber ein so deutlich höherer Betrag ist auch in Anbetracht des superben Finishs nicht angebracht. Die Klangqualität ist sehr gut, reicht aber weder ans Nubox-Set noch ans Theater 2 heran. Das liegt auch einfach an den Größen-Defiziten. Gut, mag man sagen, das Arena spricht auch eher Designliebhaber an - doch dies können auch zum Focal Set greifen, das sehr viel preiswerter und kaum schlechter ist. 

Zurück zu Seite 2

HOME > HARDWARE-TESTS > ZURÜCK <