MEGATEST: 6 DVD-Player zwischen 60 und 180 € im Vergleich
Multimedia/Laufwerk: 

Tevion:

  • Laufwerk: Beim normalen Betrieb ist das Laufwerk kaum zu hören, lauter wird es nur beim Menuaufruf und beim Einlesen. Der Layerwechsel ist nahezu unsichtbar (Ton Gun Code 2,  Wechsel von Kapitel 18 auf Kapitel 19). Sehr langsames Einlesen, kommt bei der Fehlerkorrektur-Test-DVD bis zu Track 17 (von 30), was einer lediglich durchschnittlichen Leistung entspricht.

  • Multimedia: MP 3 Multisession-CD-R (3 Sessions): Sehr lange Einlesezeit, ID3-Tags werden durch Laufband angezeigt, sehr übersichtliches, gut aufgebautes MP3-Menü. Spulmöglichkeiten bei MP3: 2/4/8/16-fach. Die Klangqualität im MP3-Betrieb ist bestenfalls ausreichend, viel zu dünn und zu wenig Dynamik. Die Bildwiedergabe bei jpeg-Bildern ist restlos überzeugend. Das Menü ist ebenfalls mit Vorschaubild ausgestattet und sehr gelungen. Auch werden die Bilddimensionen unterhalb des Vorschaubildes angezeigt. Mittels „Card/DVD“ Knopf auf der Fernbedienung schaltet man auf den internen Cardreader um. Wir probierten eine 1 GB Hama SD-Karte aus – die Bildgüte war erstklassig. Nur die langen Einlesezeiten stören auch  im jpeg-Betrieb. Nicht ganz überzeugend ist auch, dass eine kombinierte Wiedergabe von jpegs und MP3-Stücken nicht möglich ist. SVCDs werden ohne Schwierigkeiten wiedergegeben, auch das Spulen funktioniert.  DVD-RWs im Video-Mode werden wiedergegeben. Normale DVD-Rs werden, nach wiederum recht langer Einlesezeit, ohne Probleme dargestellt.

 

Sony:

  • Laufwerk: Gut hörbar beim Einlesevorgang, recht leise beim normalen Betrieb. Miserabel ist die Fehlerkorrektur, nur bis Track 10 kommt der Sony – nicht zu tolerieren, das gibt einen kräftigen Punktabzug. Auch der Layerwechsel ist schlecht, rund 1 Sekunde Pause zwischen den Layern – das ist DVD-Player-Anfangszeit-Niveau. Dass das Laufwerk nur zu unterdurchschnittlichen Leistungen imstande ist, zeigen auch die viel zu langen Einlesezeiten. Insgesamt überzeugt der Sony in der Laufwerkswertung nicht.

  • Multimedia: Die Wiedergabe unserer Multisession-MP3-Test-CD ist problemlos möglich, guter, lebendiger Klang mit kräftigem Bass – sehr deutlich besser als der Tevion. Die Einlesegeschwindigkeit liegt leider auch hier recht niedrig. Sehr übersichtliche Menüs, aber keine ID3-Tags und nur 2 Spulgeschwindikeiten.  MP3 und jpegs können auf Kombi-Discs nicht zusammen, sondern nur getrennt wiedergegeben werden.  Exzellente Bildqualität – wie beim Tevion – bei der jpeg-Wiedergabe. SVCDs werden ohne Probleme dargestellt, das Gleiche gilt für DVD-R und DVD-RW (Video Mode).

 

Xoro:

  • Laufwerk: Das Laufwerk ist im normalen Betrieb sehr leise, selbst beim Einlesen wird es zwar minimal lauter, aber nie störend – verglichen mit dem sehr lauten Sony ist der Xoro für lärmempfindliche Naturen deutlich besser.  Die Fehlerkorrektur ist nicht sensationell, sondern nur durchschnittlich – bis zu Track 18 arbeitet sich der HSD-4000 vor, dann ist Schluss. Der Layerwechsel ist kaum wahrzunehmen. Die Einlesegeschwindigkeit ist auch nicht die Schnellste, allerdings sind einige Konkurrenten noch langsamer.

  • Multimedia: Mit unserer Multisession MP3-CD kam der HSD-4000 sehr gut zurecht, sein Menü ist zwar optisch viel zu schlicht, aber zeigt sogar ID3-Tags an. Bei analoger Signalzuführung ist der Ausgangspegel recht niedrig. Die Klangqualität im MP3-Betrieb überzeugt rundherum. Bei der DVD-RW (Video Mode) und der SVCD-Wiedergabe setzt der Xoro im Testfeld die Benchmark: Ein relativ scharfes, ruhiges Bild ohne jeden Mangel, das kann keiner besser. Leider kann der HSD-4000 jpeg- und P3-Dateien nicht zusammen darstellen – wer eine Kombi-CD-R einlegt, muss sich entscheiden, ob er jpeg-Bilder anschauen oder die MP3-Tracks anhören möchte. Die Bildgüte des jpeg-Viewers ist nur durchschnittlich, die tadellosen Ergebnisse von Sony und Tevion werden nicht erreicht. Der Cardreader wird mittels des „Card/DVD“ Umschalters auf der FB aktiviert. Die Arbeitszeiten sind sehr träge, die Bildqualität ist in Ordnung und liegt auf Thomson-Level.

 

Thomson:

  • Laufwerk: Der Layerwechsel ist minimal sichtbar – das Ergebnis geht aber trotzdem absolut in Ordnung. Das Betriebsgeräusch ist aus einem halben Meter Abstand gut vernehmbar – beim nahezu vorbildlichen HSD-4000 hörte man hier nichts. Die Fehlerkorrektur liegt auf Xoro-Level (bis Track 17), hier besteht Verbesserungspotential. Thomson-Besitzer müssen präzisionsliebende Zeitgenossen sein – denn nur dann hat man die Muße, die CD exakt einzufädeln. Ansonsten verklemmt sich die CD zwischen Gehäuse und Lade. Sehr gut haben uns die kurzen Ladezeiten des DTH250 gefallen.

  • Multimedia: Gute MP3-Klangqualität selbst bei analogem Anschluss, zudem ist die kombinierte Wiedergabe von MP3- und jpeg-Dateien auf entsprechend gebrannten Kombi-Discs möglich. Der jpeg-Viewer lädt schnell und hat eine sehr ansprechende Qualität. DVD-RWs (Video Mode) und SVCDs werden qualitativ tadellos wiedergegeben. Mit MP3-CDs im Multisession-Format hat der Thomson keine Probleme, auch hier gefällt die rasche Einlesezeit. Der eingebaute Cardreader wird durch Betätigen der „Select“-Taste aktiviert und funktionierte mit unserer 1 GB-SD-Testkarte ohne Schwierigkeiten, die Bildqualität geht in Ordnung, erreicht aber nicht das nahezu mustergültige Niveau des Tevion.

LG:

  • Laufwerk: Auch der LG ist ein Leisetreter – besonders im normalen Betrieb. Während des Einlesevorgangs ist der Player nur geringfügig lauter. Die Fehlerkorrektur arbeitet nur zufriedenstellend, bis Track 17 kommt der DVD-Spieler. Anscheinend verstehen es die meisten Hersteller nicht, vernünftige Fehlerkorrekturen in die Laufwerkseinheiten zu integrieren. Der Layerwechsel ist unsichtbar – exzellente Leistung. Das kann man von den nur durchschnittlichen Einlesezeiten hingegen nicht behaupten.

  • Multimedia: Die DVD-R-Wiedergabe ist bildtechnisch auf sehr hohem Level, die DVD-RW-Wiedergabe liegt leicht unter der Xoro-Benchmark. Die MP3-Wiedergabe  und die MP3-Wiedergabefunktionen sind ausgesprochen gut gelungen. Die Menüs sind gleichermaßen schön wie praxisgerecht, es werden auch ID-3-Tags dargestellt. Die Klangqualität ist bei analogem und digitalem Anschluss ohne Einschränkung überzeugend. MP3-Multisession-Discs werden ohne Schwierigkeiten entgegen genommen. Kombinierte jpeg/MP3-Discs sind nicht die Domäne des LG.  Es werden nur die MP3-Dateien erkannt, der Rest wird ignoriert. Der jpeg-Bildviewer überzeugt mit Thumbnaildarstellung, die Bildqualität ist überzeugend. Bei der SVCD-Wiedergabe erzielt der LG ein harmonisches, lebendiges Bild. Der eingebaute USB-Anschluss ist für USB-Sticks gut geeignet, hier sind die Ladezeiten kurz. USB-Festplatten können nicht angeschlossen werden, hier erkennt der Player kein Gerät am USB-Interface. 

 

Pioneer:

  • Laufwerk: Die Fehlerkorrektur dieses Testgerätes ist schlechter als bei DV-490V und DV-393, allerdings reicht es in diesem Testfeld (der DV-696AV kommt bis Track 20) für den ersten Platz. Das Laufgeräusch des Laufwerks beim Einlesen ist relativ laut und gerade noch zu tolerieren. Das Betriebsgeräusch ist hörbar niedriger. Die Einlesezeiten sind bei diesem Testsample nicht optimal, hier wäre eine Verkürzung wünschenswert. Der Layerwechsel ist in Ordnung, wer genau hinschaut, wird ein sehr kurzes Stehen bleiben des Bildes bemerken.

  • Multimedia: Die Wiedergabe von DVD-Rs gelingt sehr gut, die Bildgüte liegt auf erstklassigem Level und lässt bereits die immensen Videofähigkeiten des 696 aufblitzen. Mit DVD-RWs hat der Player keine Probleme, es wird ein sehr gutes Bild abgeliefert, wenngleich LG und Xoro hier noch ein wenig mehr Schärfe liefern. Nur die Ladezeiten sind entschieden zu lang. MP3/jpeg-Kombi-DVDs liest der DV-696AV ein – nach erneut sehr langer Ladezeit werden jpeg-Bilder in  hervorragender Bildqualität und MP3-Songs in beachtlicher Klanggüte wiedergegeben. Das MP3-Menü verzichtet auf eine Darstellung von ID3-Tags – was man in Anbetracht der besonders guten Akustik (mit straffem Bass und lebenigen Höhen bei analoger und digitaler Wiedergabe. Der Bass ist bei analoger Wiedergabe schlanker, aber überraschend präzise) und dem netten Menü-Design aber verzeihen kann. Übrigens: der Ausgangspegel bei analoger Signalausgabe ist nur geringfügig niedriger als bei digitaler Übertragung.  Die SVCD-Wiedergabe überzeugt rundherum, der Kontrast ist prima, die Bildschärfe überraschend hoch. MP3-Multisession-CD-Rs werden problemlos wiedergegeben.

Wertung Laufwerk/Multimedia

Wertungstabelle:

Gerät Tevion Sony Xoro

Thomson

LG Pioneer
Laufw. 6/10 1/10 6/10 5/10 7/10 6/10
Multim. 8/10 5/10 7/10 8/10 8/10 7/10
Gesamt 14 6 13 13 15 13
Platz 2 4 3 3 1 3

Bilanz Laufwerk/Multimedia:

1. LG 15 Punkte
2. Tevion  14 Punkte
3. Xoro. Thomson, Pioneer 13 Punkte
4. Sony 6 Punkte

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