MEGATEST: 6 DVD-Player zwischen 60 und 180 € im Vergleich
Ausstattung: Audio/Video- und Sonderfunktionen, Anschlüsse:
Tevion:
Menüpunkte:

Das Video-Menu des Tevion
·
Video: Bildformat (nur 4:3/16:9), Bildschirm-Modus (Strecken,
Original, Höhe anpassen, Breite anpassen, Auto-Anpassung, Pan&Scan),
TV-Norm, Video-Ausgang (Komponente, RGB, Progressive Scan, VGA, HD, Videoausgänge
sind nicht parallel nutzbar), Video-EQ Minimal (nur Helligkeit und Kontrast,
regelbar von 1 bis 16), HD-Auflösung (480p/576p, 720p, 1.080i), HD jpeg Modus
an/aus.

Hier der erste Teil des
Audiomenüs. Mit der Abkürzung "RAW" bei der Wahl der Signalausgabe
auf digitalem Wege ist das englische Wort "raw" (= roh) gemeint,
dahinter verbirgt sich nichts anderes als die Einstellung "Bitstream".
Da diese Daten vom AV-Receiver noch verarbeitet werden müssen, spricht man vom
"Rohdatenformat".

Der zweite Teil des
Audiomenüs umfasst auch eine Pro Logic Funktion

Der Tevion kann auch
DVD-A-Software abspielen
·
Audio: Bassmanagement (an/aus), Front/Center/Surround Größe
small/large (oder „kein“), Testtongenerator, jeder Kanal separat anwählbar),
Verzögerung (Center in 5 Stufen 0,3/0,6/1/1,4/1,7, Surround 1/2/3/4/5,1 m –
praktisch unbrauchbar, da sehr unpräzise), Digitalausgang (aus/PCM/RAW), Night
Mode (an/aus), Pro Logic (an/aus). Schlichtes Audiomenü mit wenig
Funktionen.
·
Diverses: DVD-Priorität (DVD-Video, DVD-Audio)
Insgesamt eine für die Preisliga
ansprechende Ausstattung - für den Heimkinoliebhaber ist der Tevion nicht
gedacht, und für den Einsteiger reicht der Umfang.

Mit perfekter
Anschlussvielfalt trumpft der Tevion auf
Anschlüsse: HDMI, Komponente, Scartbuchse (mit RGB), FBAS, S-Video, VGA, Audio
5.1, 2-Kanal analog Cinch, optischer/koaxialer Digitalausgang, Cardreader (Memorystick,
SD-Karte, Compact Flash 1/2, Multimedia
Card, Smart Media), auf Frontplatte 3,5 mm Kopfhörerausgang mit Lautstärkereglung).
Hier geht nicht mehr - der DVD-8000 ist anschlussseitig perfekt bestückt.
Sony:
Menüpunkte:

Nur wenig Positionen hat das Menü
"Bildschirmeinstellungen" beim DVP-NS36

Der Sony hat einen kleinen Video-EQ, der
unter anderem auch die Helligkeit regelt

In sehr grober Rasterung ist auch die
Bildschärfe einstellbar
·
Video: Bildschirmschoner, Hintergrundbild (4 zur Auswahl), Line
(zur Wahl des Bildsignalausgangs der Scartbuchse (Video/S-Video/RGB), Bildformat
(16:9, 4:3 Letterbox, 4:3 Pan&Scan), Vorgefertigte Bildfelder (Standard,
Dynamisch 1,2, Kino 1,2, Speicher für eigene Justage), Video-EQ (Bildkontrast,
Helligkeit, Farbe, Farbton, Bildschärfe in 2 Stufen in separatem Menü abrufbar
– zu grobe Rasterung)

Hier ein Überblick über
die Ton-Einstellmöglichkeiten
·
Audio: Audio-Abschwächer (ein/aus), Dynamikbegrenzung
(Standard/TV/Gesamter Bereich), Raumklang (Dolby Surround/Normal),
Digitalausgang (ein/aus) --> Dolby Digital: Dolby Digital/D-PCM, MPEG:
PCM/MPEG, DTS: ein/aus, 48kHz/96kHz PCM: 48kHz-16bit/96kHz-24bit
·
Diverses: Ausschaltautomatik (ein/aus), automatische Wiedergabe
(ein/aus), Anzeige (dunkel/hell), Pausemodus (Auto/voll), Auswahl Tonstandard
(aus/Auto), DivX

Der Sony-User kann
zwischen Schnellkonfiguration und benutzerdefinierter Konfiguration wählen
Insgesamt
keine besonderen Vorkommnisse - was man braucht, hat er Sony, damit liegt er gut
im Durchschnitt.
Anschlüsse: Scart (voll belegt), FBAS-Cinch, koaxialer Digitalausgang,
Stereo-analog-Cinchausgang. Weniger geht nicht mehr - der Sony zeigt, wie man es
nicht machen sollte.
Xoro:

Das schlichte Video-Menü des Xoro
·
Video: Bildformat (4:3 Pan&Scan, 4:3 Letterbox, 16:9),
TV-Norm, Videoausgang (kann nur eine Signalart ausgeben und nicht mehrere
parallel, S-Video, RGB, YUV (entspricht Komponente-interlaced), YpbPr
(entspricht Komponente progressive), DVD-Wiedergabe (DVD-Audio/DVD-Video)

Hier das Audio-Menü
·
Audio: Einstellung Lautsprecher/interner Decoder aus/klein/groß.
Alle anderen Audio-Optionen – das ist absolut unlogisch – finden sich im Menü
„Weitere“.

Die meisten
Einstelloptionen finden sich im Menü "Weitere"

Sehr grobe Rasterung bei
den Wahlmöglichkeiten für die Surround-Verzögerung

Beim Delay für den Center
sind auch nicht wirklich sinnvolle Einstellschritte gegeben - aber das kann man
bei so günstigen Geräten auch nicht erwarten

Der HSD-4000 verfügt
sogar über verschiedene Audio DSP-Programme
·
„Weitere“: Pro Logic an/aus, Digitalausgang (PCM, RAW,
entspricht Bitstream, aus), Rauschen (dahinter verbirgt sich einfach ein
schlichtes Rauschen, das man auf jeder Box anhören kann, allerdings ist kein
Pegelangleich möglich – daher nur tauglich zur Überprüfung, ob alle
Lautsprecher angeschlossen sind), Center-Verzögerung (0 bis 150 cm in 30 cm
Schritten), Surround-Verzörgerung (0 bis 450 cm in 90 cm Schritten – extrem
unpräzise), EQ-Modus (Audio-DSPs, aus/Rock/Pop/Live/Classic/Jazz).
Insgesamt liefert der Xoro eine befriedigende Vorstellung ab. Er verfügt über
einen internen DD-Decoder und kann sogar DVD-As abspielen. Für die
unstrukturierten Menüs gibt es später in der Bedienungswertung noch einen
kräftigen Punktabzug.
Anschlüsse: Scart (voll belegt), Komponente, S-Video,
FBAS-Cinch, 5.1 Analog, 2-Kanal-Stereo-analog, koaxialer und optischer
Digitalausgang, Cardreader (Memorystick, Secure Digital-Card, Multimedia-Card,
Smart Media Card, Compact Flash 1,2). Hier fehlt nur ein HDMI-Interface,
ansonsten lässt sich keine Kritik anbringen. Einen Teil des Punktabzugs, der
aus dem fehlenden HDMI-Interface resultiert, macht der interne Cardreader wieder
wett.
Thomson:
Menüs:

Sehr rudimentär sind die
Justagemöglichkeiten im "allgemeinen Setup-Menü" des DTH250

Im "Dolby Digital Setup" findet
sich nur eine einstellbare Dynamikkompression
·
Allgemeines Setup-Menü: TV-Anzeige (Normal = 4:3 Pan&Scan,
Normal = 4:3 Letterbox, 16:9/Breitbild), TV-Typ (PAL/NTSC, keine Auto-Funktion
zur eigenen Erkennung von PAL und NTSC), Videoausgang (RGB, YUV Interlaced, YUV
Progressive, hier muss immer die Signalart ausgewählt werden), Dolby
Digital-Setup (nur Dynamikkompression in 8 Stufen einstellbar). Bilanzierend ist
dieses Kapitel ein Disaster für den Thomson. Es gibt noch ein Voreinstellungen
Setup-Menü. In diesem sind die Disc-spezifischen Sprachvoreinstellungen
vorzunehmen wie eine Einstellung der Altersfreigabe. Da hier allerdings französische
und nicht deutsche Freigaben bereithalten werden, ist diese Option nicht
wirklich zu gebrauchen. Überdies deutet die Bezeichnung „Bewertungen“ auf
eine nicht zu gewissenhafte Übersetzung hin. Insgesamt kann der Thomson nicht
überzeugen, es gibt kaum Funktionen. Das ist selbst für die Einsteigerklasse
zu wenig.
Anschlüsse: Komponente, Scart, FBAS-Cinch, (kein S-Video Hosiden) koaxialer und
optischer Digitalausgang, 2-Kanal-Cinch), Cardreader für SD, MMC, MS und CF
(kein MS/Memorystick). Bis auf den fehlenden HDMI-Ausgang eine gute Bestückung.
Dass eine S-Video-Hosidenbuchse nicht vorhanden ist, stört eher weniger.
LG:
Menüs:

Nur wenige Einstellmöglichkeiten finden
sich im "Anzeige"-Menü des LG

Im Submenü "Andere" verbirgt sich
noch ein ein- oder ausschaltbarer Black Level Expander
·
Video: Bildformat (4:3, 16:9),
Videoausgang (RGB, YpbPr), BLE (Black Level Expander, im Menü
„Andere“), HDMI-Auflösung wird über die „Resolution“-Taste auf der
Fernbedienung oder am Gerät geändert.

Das Audiomenü des LG
bringt zwei Features mit, die nicht selbstverständlich sind: Zum einen eine
Schaltung zur Erhöhung der Samplingfrequenz von 48 auf 96 kHz, zum anderen eine
aktivierbare Karaoke-Funktion (siehe Bild unten), die sich hinter der
Bezeichnung "Vocal" versteckt

·
Audio: Dolby Digital, DTS, MPEG (Bitstream oder PCM),
Samplingfrequenz (48 oder 96 kHz), Vocal (für Karaoke-Discs), DRC (an/aus). Der
LG verfügt über einen internen Scaler - ansonsten ist die Ausstattung karg.
Besonders betrüblich ist, dass der Player nur Komponente-interlaced beherrscht
und der De-Interlacer nur bei Verwendung des HDMI-Outs aktiv ist. Dies
schmälert die Wertung, etwas "Wiedergutmachung" betreibt der schicke
DVD Video-Player mit der Möglichkeit zur Erhöhung der Samplingfrequenz. Die
Karaokefunktion braucht in unseren Breitengeraden kein Mensch.
Anschlüsse: HDMI, Scart, Komponente, FBAS (kein S-Video-Hosiden), koaxialer und
optischer Digitalausgang, 2-Kanal-Stereo analog, USB-Interface auf Frontblende.
Sinnvolle Anschlussbestückung inklusive USB - das ergibt eine erfreuliche
Bewertung, trotz fehlendem Hosiden-Out.
Pioneer:
·
Video-EQ: Schärfe (fein, Standard, weich), Helligkeit (- 20 bis +
20 in 1er Schritten), Kontrast (- 16 bis + 16), Gammakorrektur (Hoch, Medium,
Niedrig, aus), Tönung (für NTSC-Material, Grün 9 bis Rot 9), Chromapegel (- 9
bis + 9), BNR (Block Noise Reduction, an oder aus)

Der teuerste Player
verfügt auch über die mit Abstand umfangreichsten Einstellmöglichkeiten
·
System-Menü/Video: Fernsehschirm (4:3 LB, 4:3 Vollbild, 16:9),
YUV-Ausgang (Progressive, Interlace), AV-Ausgang (Video=FBAS, RGB), HDMI-Auflösung
(1920x1080i, 1280x720p, 720x576p, 720x576i), HDMI-Farbraum (RGB-Breiband, RGB,
Komponente)

Einstellbarer
HDMI-Farbraum

Der Pioneer bietet
verschiedene Arten der HDMI-Tonausgabe - dank 1.1 Schnittstelle
·
Audio: System-Menü/Audio: Digitalausgang an/aus, Dolby
Digital-Ausgabe DD/PCM, DTS dito, Lin. PCM Konvertierung ein/aus, MPEG-Ausgang
MPEG/PCM, HDMI-Ausgang (Standard HDMI 1.1, LPCM 2-Kanal, LPCM 5.1-Kanal, Auto,
Off)

Der Pioneer beherrscht das
Downmix von DTS-Signalen
·
Optionen (Audio-relevant): SACD-Wiedergabe (2-Kanal-Bereich,
Mehrkanalbereich, CD), DTS-Downmix (Stereo-Mix, Surround-Matrix), DVD-Priorität
(DVD-A/DVD-V)

Übersichtliches LS-Setup
ohne Testtongenerator
·
Menü „Lautsprecher“: Audiosignal-Modus (2-Kanal, 5.1-Kanal),
Lautsprecher-Abstand (regelbar für jeden einzelnen LS von 0,3 m bis 9 m in 0,3
cm Schritten, Beschränkung für maximale Entfernung, die bei jeder Box
einzugeben ist, stellen die Front-LS dar), Lautsprecher-Position (Übersetzungsfehler
– dieses Untermenü beschreibt die Einstellung der LS-Größe).
Kein Testtongenerator.
·
Klangeinstellungen: Virtual Surround (an/aus), Audio DRC (Hoch,
Medium, Niedrig, aus), Dialog (Hoch, Medium, Niedrig, aus). Insgesamt wird der
DV-696AV klarer Champion in der Disziplin Audio-/Videoausstattung. Er ist der
teuerste DVD-Spieler in diesem Testfeld, bringt aber einen Ausstattungsumfang
mit, der selbst für diesen Preis in keinster Weise selbstverständlich ist.
Hier kann man nur den Hut ziehen.
Anschlüsse: HDMI 1.1, Komponente, Scart (mit RGB), S-Video, FBAS, 5.1 Ausgang,
kein separater 2-Kanal-Ausgang – hier muss man vom 5.1 Ausgang die Front
L/R-Ausgänge verwenden, optischer und koaxialer Digitalausgang. In der
Anschlussdisziplin erzielt der 696 ein gutes Ergebnis. Für den nicht
vorhandenen dedizierten 2-Kanal-Stereoausgang gibt es einen Punktabzug.
Wertung Ausstattung/Anschlüsse
Wertungstabelle:
| Gerät |
Tevion |
Sony |
Xoro |
Thomson |
LG |
Pioneer |
| Audio |
5/10 |
4/10 |
6/10 |
1/10 |
6/10 |
10/10 |
| Video |
6/10 |
7/10 |
4/10 |
2,5/10 |
5/10 |
10/10 |
| Anschlüsse |
10/10 |
1/10 |
8/10 |
7,5/10 |
8/10 |
8/10 |
| Gesamt |
21:3x2 = 14 |
12:3x2 = 8 |
18:3x2 =12 |
11:3x2 = 7 (gerundet) |
19:3x2 = 13 (gerundet) |
28:3x2 = 19 |
| Platz |
4 |
5 |
3 |
6 |
2 |
1 |
Bilanz Ausstattung/Anschlüsse:
| 1. |
Pioneer |
19 Punkte |
| 2. |
Tevion |
14 Punkte |
| 3. |
LG |
13 Punkte |
| 4. |
Xoro |
12 Punkte |
| 5. |
Sony |
8 Punkte |
| 6. |
Thomson |
7 Punkte |
Vor auf Seite 5 - Laufwerk und Multimedia/Zurück
auf Seite 3 - Verarbeitung außen
|