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 HARDWARE-TESTS

XXL-Exklusiv-Preview: Denon AVR-4306 und 3806 (3/7)
Ausstattung Video

Zunächst einmal sind vier Merkmale, die der AVR-4306 mitbringt, sehr lobens- und daher erwähnenswert:

  • Volldigitale Videokonvertierung, so z.B. von FBAS/S-Video auf Komponente inklusive Time Base Correction für Zeitlauffehler im Videosignal (TBC).

  • Ebenfalls kann der AVR-4306 videoseitig von der analogen auf die digitale Ebene wandeln, also z.B. von Komponente auf HDMI. Diese Funktion hat bereits der Denon AVR-3806, aber lange nicht jeder Konkurrent. So stellt zwar der Yamaha RX-V2600 dieses Merkmal zur Verfügung, ein Onkyo TX-SR803E jedoch nicht. 

  • Audio Delay-Funktion für synchrones Eintreffen von Audio- und Videosignal, 0 bis 200 ms in 10er Schritten einstellbar

  • Videounterstützung für Hörzone 2 und 3, Hörzone 2 mit Video und S-Video

Darüber hinaus bringt der AVR-4306 jedoch weitere, hochinteressante Merkmale mit, die bis vor kurzem noch mehr als doppelt so teuren Boliden vorbehalten waren, sich inzwischen, wie der Yamaha RX-V2600 zeigt, auch in deutlich humaneren Preisregionen etablieren: Einen hochwertigen internen De-Interlacer (Faroudja mit DCDi) und einen internen Scaler, der bis auf 720p/1.080i hochskalieren kann. 

Beide Merkmale sorgen dafür, dass der AVR-4306 als voll ausgestattete Videoschaltzentrale eingesetzt werden kann. Zusätzlich hat er, wie bereits beschrieben, noch einen HDMI 1.1-Eingang mehr als der AVR-3806 (3/2) und auch als der Yamaha RX-V2600. Durch das hochwertige De-Interlacing kann man auch dann, wenn man z.B. einen älteren DVD-Player mit einem inzwischen veralteten De-Interlacer besitzt, ein hochwertiges Vollbild erzeugen, und dieses sogar (auch wenn der DVD-Player kein HDMI Interface hat) dieses über HDMI an das Bildwiedergabegerät schicken, welches über HDMI mit dem AVR-4306 verbunden ist. Dies wird möglich, indem der 4306 das Videosignal digitalisiert und das De-Interlacing durchführt. Die De-Interlacing-Funktion ist auch deshalb sehr zu begrüßen, weil die in Flachbildschirmen eingebauten De-Interlacer oftmals höchstens ausreichend ihren Dienst verrichten. Auflösungsverluste, Bewegungsunschärfen, Pixelbildungen und Nachzieheffekte sind einige der Nebenwirkungen, die den Bildspaß schmälern. Nur wenige Top-Modelle wie der Toshiba 32WL58P (LCD) oder der Pioneer PDP-436XDE (Plasma) verfügen über leistungsfähige interne De-Interlacer und übrigend auch über sehr präzise arbeitende Scaler. 

Doch das ist noch lange nicht die Regel, daher ist auch der Scaler des Denon ein wichtiges Werkzeug, denn, wie wir immer wieder feststellen müssen, sind bei den Scalern so mancher Flachbildschirme keine qualitativen Höchstleistungen zu erwarten. Bildzittern, Rauschen und Unschärfeeffekte sind die sichtbaren Folgen. 

Insgesamt verfügt der AVR-4306-Besitzer durch die Kombination dieser drei Faktoren

  1. analog-auf HDMI-Wandlung

  2. Interner De-Interlacer

  3. Interner Scaler

Natürlich bringt der AVR-4306 drei Komponenteneingänge mit - und sogar zwei Komponentenausgänge, was eine Seltenheit darstellt

über umfangreiche Videonachbearbeitungsoptionen. Wie inzwischen selbst bei günstigeren Denon AV-Receivern üblich, ist natürlich auch der AVR-4306 mit umschaltbaren 100 MHz tauglichen und somit uneingeschränkt HDTV-tauglichen Komponentenanschlüssen (jeweils drei Eingänge und ein Ausgang) ausstaffiert. Auch besteht beim AV-Receiver die Möglichkeit, eine Signalverarbeitung ohne Qualitätsverlust auch für 1.080p Signale zu ermöglichen. 

Die Unterschiede zwischen beiden AV-Receivern verdeutlicht auch die Digitalplatine:

Rechts das Digitalboard des AVR-4306 von oben. Gut zu erkennen sind die vier HDMI-Interfaces (drei Eingänge, ein Ausgang). Links ist das kleinere Digitalboard des Denon AVR-3806.

Kennzeichen des 4306: Faroudja De-Interlacing-Chip (FLI2310)

Die Rückseite der Digitalboards, links 3806, rechts 4306

Hier die zweite Seite des Digitalboards vom AVR-4306 im Detail. Das rechte Teil ist die Audio DSP-Platine, die austauschbar ist

Hier das Videoboard in eingebautem Zustand. Gut zu erkennen ist der FL2310-Chip, der hinter dem Tuner (rechtes Metallkästchen) hervorschaut

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