AREA DVD-TEST: HDTV-Sat-Receiver Homecast HS 5101 CI
22.09.2006 Autor: Karsten Serck
Das Gerät
Der Markt für HDTV-Receiver ist selbst knapp ein Jahr nach dem Start der
ersten deutschsprachigen HDTV-Programme via Satellit noch recht überschaubar.
Nach dem Pace DS 810 KP und dem Humax PR-HD1000 kam lange Zeit kein neues Gerät
mehr auf den Markt, wenn man einmal von dem Kathrein UFS 901sw absieht, in
dessen Innern aber auch die Technik des Pace-Receivers steckt. Noch vor dem nach
mehreren Verschiebungen in Kürze erscheinenden Philips DSR9005 hat der
koreanische Hersteller Homecast seinen HDTV-Sat-Receiver HS 5101 CI zum Preis
von rund 399 EUR (UVP) auf den deutschen Markt gebracht.
Die Marke Homecast dürfte noch nicht jedermann bekannt sein, obwohl Homecast
in Korea einer der größten Hersteller von Sat-Receivern ist. Erst in den
letzten Jahren wurde die Marke in Deutschland richtig aufgebaut und ist inzwischen
- was für asiatische Receiver-Hersteller nicht selbstverständlich ist - auch
mit einem Team, welches sich um Entwicklung und Support kümmert, in Deutschland
aktiv und betreut seine Kunden auch in einem eigenen Forum.
Homecast hat seinen HDTV-Receiver nicht dem Zertifizierungs-Verfahren von
Premiere unterzogen. Im Gegensatz zu den Receivern von Pace und Humax verfügt
der Homecast entsprechend auch nicht über das integrierte
Nagravision-Verschlüsselungssystem, dass für Premiere HD erforderlich ist und
kann Premiere HD auch nicht mittels des weitverbreiteten Alphacrypt-Moduls
entschlüsseln, weil dieses nur das ältere Betacrypt unterstützt und Premiere
HD im Gegensatz zu den normalen PAL-Programmen von Premiere ausschließlich in
Nagravision verschlüsselt wird. Die normalen Premiere-Programme können mit
einem Alphacrypt-Modul aber angezeigt werden und auch die Unterstützung für
"Premiere-Multifeed" ist mit dem neuesten, via Astra erhältlichen Software-Update
möglich.
Dennoch macht der Receiver durchaus Sinn. Denn neben Premiere HD, wo viele
Inhalte häufig wiederholt werden, zeigen auch andere Sender immer mehr HDTV: So
ist der HDTV-Programmanteil auf ProSieben HD und Sat.1 HD in den letzten Wochen
wieder größer geworden und Anixe HD bietet sogar ein HDTV-Vollprogramm, wenn
auch nicht immer in optimaler Qualität. Und wer im Besitz einer
Multifeed-Anlage ist, kann zudem auch BBC HD (ohne Software-Update) auf Astra 28.2° Ost empfangen, wo
jeden Abend Dokumentationen, Musik-Sendungen oder Spielfilme zu sehen sind.
Außerdem gehen durch die Premiere-Zertifizierung auch einige an sich
selbstverständliche Komfort-Merkmale verloren, die der Homecast durch Verzicht
auf die Zertifizierung bieten kann. So lassen sich die Sender in beliebiger
Reihenfolge sortieren, während bei zertifizierten Geräten die Kanäle 100-199
mit den Premiere-Sendern belegt sind und sich weder verschieben noch löschen
lassen.
Anschlüsse
Der Homecast HS 5101 CI kann HDTV-Bilder über eine
HDMI-Schnittstelle und einen YUV-Ausgang
ausgeben. Sowohl ein HDMI-Kabel als auch ein YUV-Kabel befinden sich im
Lieferumfang des Receivers. Über die beiden SCART-Buchsen kann das Bild zusätzlich wahlweise in RGB, Composite Video oder S-Video ausgegeben werden. Für den Digital-Ton ist ein optischer Digitalausgang
vorhanden. Ein koaxialer Digitalausgang fehlt. Um das Sat-Signal auch an einen zweiten Sat-Receiver weiterleiten zu können,
verfügt der Homecast sowohl über einen Antennen-Eingang als auch einen -Ausgang,
durch den das Signal weitergeleitet wird.
Zwar wird von dem Receiver kein Premiere unterstützt. Andere Pay TV-Systeme,
für die es "Conditional Access"-Module gibt, können aber mit Hilfe
der zwei CI-Slots auf dem Receiver genutzt werden.
Anschlüsse im Überblick
- 1 x HDMI
- 1 x YUV
- 2 x SCART (RGB, S-Video, Composite Video)
- 1 x Digital Out (optisch)
- 1 x Composite Video
- 1 x Stereo
- 1 x SAT Ein- und Ausgang
- 2 x CI-Slot für CA-basierte Verschlüsselungssysteme
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Bildqualität
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