XXL-EXKLUSIVTEST: Yamaha RX-V2600 - Vollausstattung für 1.299 € (7/9)
Testequipment:
Bild: De-Interlacing/Up-Conversion/Scaling

Der RX-V2600 kann als vollwertige visuelle Kommandozentrale eingesetzt werden. Er ist in der Lage, verschiedene Prozesse mit eingehenden Signalen durchzuführen:

  1. Wandlung analoger Videosignale auf HDMI.  Wenn z.B. ein eingehendes analoges Komponentensignal über den HDMI Monitor-Ausgang des Yamaha an ein Bildwiedergabegerät mit entsprechendem HDMI-Eingang geschickt werden soll.
  2. De-Interlacing von Videosignalen. Moderne Flachbildschirme z.B. benötigen Vollbild- und keine Halbbildsignale wie ein CRT- (Röhren) Fernseher. Oft jedoch sind die geräteinternen De-Interlacer in Bildwiedergabegeräten eher schlicht ausgeführt und daher einer guten Bildqualität nicht eben zuträglich. Für solche Fälle kann der RX-V2600 die Umwandlung von Halb- in Vollbilder durchführen und das Ergebnis zum Bildwiedergabegerät senden
  3. Scaling. Der RX-V2600 ist zusätzlich noch in der Lage, SDTV-Signale in HD-Signale (720p und 1.080i) hochzurechnen. 

De-Interlacing plus Wandlung Komponente --> HMDI, De-Interlacing, Komponente-auf-HDMI-Wandlung und Scaling

Der RX-V2600 verfügt über einen ausgezeichnet arbeitenden geräteinternen De-Interlacer, wie sich beim Trailer "House of the Flying Daggers"  (auf der AVEC Professional Test-DVD) zeigt: Alle Bewegungsabläufe verlaufen harmonisch und weich, kein unschönes Ruckeln verdirbt den visuellen Spaß. Auch während die junge Asiatin sich und ihre Tücher durch die Luft wirbelt, sind die Konturen der Tücher sauber gezogen, es fallen weder Pixelmuster noch Doppelkonturen negativ auf. Gut ist auch, dass der RX-V2600 weder Farbe, noch Helligkeit oder Kontrast beeinflusst - hier wird das ursprüngliche Signal 1:1 wiedergegeben. Die Wandlung von Komponente/analog auf HDMI/digital gelingt dem RX-V2600 ausgesprochen gut. Beeindruckend ist insbesondere das sehr saubere, rauscharme Bild. Störende digitale Pixelmuster oder ungenaue Objektkanten gibt es nicht. Dass die Qualität des 2600ers bei diesem Doppelprozess - Signalwandlung plus De-Interlacing - absolut stimmt, verdeutlicht auch ein Blick in das Gesicht der Akteurin: Das Gesicht wirkt klar und plastisch und nicht wie gezeichnet. Die schönen Gewänder aller Protagonisten arbeitet der Yamaha detailliert heraus.  

Sein Können stellt er auch bei "Star Wars Ep. III" sehr schön zur Schau, hier bietet die Signalwandlung von Komponente auf HDMI noch mehr visuelle Klarheit, der RX-V2600 produzierte in unseren Testläufen ein praktisch rauschfreies, sehr scharfes Bild. Das De-Interlacing des 2600ers bewies auch bei der Schlacht um Coruscant gleich am Anfang des dritten Star Wars-Teils seine Güte: Bei schnellen Bewegungen keine Nachzieheffekte, keine Pixelmuster und keine Doppelkonturen. Auch, wenn der RX-V2600 alle videoseitigen Arbeiten übernimmt und noch auf 720p hochskaliert (dann muss unser Pioneer PDP-505XDE nur noch minimale Skalierungsarbeiten verrichten), ist die Bildgüte bei Episode III beeindruckend: Ohne Rauschen, ohne Flimmern und mit sehr reichhaltiger Detaillierung kann der Scaler im RX-V2600 verdient eine erstklassige Note einstreichen! 

De-Interlacing plus Wandlung FBAS-Interlaced auf HDMI-Vollbild

In dieser Disziplin brilliert der RX-V2600, denn was er aus einem qualitativ schlechen FBAS-Signal herausholt, verdient allerhöchsten Respekt. Ein scharfes,  klares Bild wird geboten, deutlich besser als das rauschende, unscharfe Ursprungssignal. Plötzlich sind die Konturen gut erkennbar, Bewegungen wirken flüssiger, mehr Details sind sichtbar. Es ist höchst erstaunlich, dass Yamaha zu diesem Preis einen so guten Videonormwandler und ein so ausgezeichnetes De-Interlacing anbieten kann, das sich durchaus mit sehr guten DVD-Playern messen kann.

Bewertung De-Interlacing/Up-Conversion/Scaling:

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