XXL-Test: Pioneer PDP-436XDE - das Imperium schlägt zurück (1/6)

02.12.2005 (cr)

Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER für das Bereitstellen der Hörräume und des Testequipments

Einführung

Vor einigen Monaten erlitten die 5G Plasmas von Pioneer eine bittere Niederlage: Das 42 Zoll-Modell des schärfsten Konkurrenten Panasonic, das TH-42PV500E-Display, konnte in unserem Test an den bisherigen klaren Leadern vorbeiziehen. Doch lang sollte die Schmach nicht anhalten, geht es nach dem Willen der Pioneer-Entwickler: Bereits beinahe zeitgleich zu unserem Test, auf dem IFA Preview JUli 2005 in Müchen, wurden die neue 6. Plasma-Generation von Pioneer erstmalsd präsentiert. Allerdings gab es kein reales Gerät zu bestaunen, sondern lediglich eine Power Point-Präsentation mit Vorstellung der wichtigsten Neuerungen. Der große "Rollout" erfolgte auf der IFA, wir berichteten exklusiv von den ersten Bildeindrücken in der Pioneer Preview Night, während die Funkausstellung noch lief. Was wir in den mehrstündigen Testreihen gesehen haben, war begeisternd, und wir waren im höchsten Maße gespannt auf unser Testgerät.

Nun ist es soweit, das 43 Zoll-Gerät PDP-436 in der opulent austaffierten XDE-Variante kam in unserem Teststudio an, übrigens konnten wir uns gleichzeitig über das Eintreffen des 50 Zoll-Modells PDP-506 freuen - der Test folgt in wenigen Wochen. Unzählige Mails, die bei uns eingingen, hatten nur ein Thema: Wann endlich kommt der Test des 6G-Plasmas? Nun, unsere armen Leser mussten lange warten, aber werden nun mit einem Plasma-Test belohnt, wie es ihn auf AREA DVD noch nie gegeben hat. Viele Einzelheiten des PDP-436 werden beleuchtet, es werden Vergleiche gezogen auch zu den früheren Pioneer Plasma Generationen, um Ihnen aufzuzeigen, dass die Plasmatechnik immense Fortschritte gemacht und beispielsweise ein Pioneer PDP-503HDE von 2002 gegenüber dem moderneren Gegenstück keine Chancen mehr hat. Dieser Test ist auch ein klares Plädoyer für HD ready Plasmas: Jede Testreihe zeigt, dass ein SDTV Panel mit 852 x 480 Pixeln Auflösung einfach keine Zukunft mehr hat. Wer sich für ein solches Gerät entscheidet, mag noch etwas Freude daran haben, wenn er die tägliche Lieblings-Soap-Opera damit anschauen kann - aber wahrer Film- und Fernsehspass beginnt mit den 1.024 x 768 Pixeln Auflösung, die auch unser 3.799 € kostender Testkandidat mitbringt.

Hier die Übersicht:

Neuerungen im Überblick

Was nun ist tatsächlich neu an den 6 G-Displays? Klare Antwort: Eine ganze Menge. Die nun aktuellen Pioneer Plasma-TVs bauen auf einer komplett neuen Panel-Generation auf. Im Vergleich zur fünften Generation wurde im Wesentlichen die Filtertechnologie weiter verbessert. "Black Crystal" nennt sich ein neuartiges Material, das direkt auf der Rückseite der vorderen Glasscheibe aufgetragen ist und zum einen Lichtstreuung und zum anderen Lichtreflexionen effizient reduziert. Der Nachleuchteffekt wird sowohl durch die bessere Entladungsstabilität des Plasma-Gasgemisches, als auch die schnellere Reaktionszeit der Schwarzdarstellung deutlich vermindert. Black Crystal trägt maßgeblich zur Bildverbesserung bei und bietet neben einer intensiveren Schwarzdarstellung auch bessere Helligkeits- und Kontrastwerte. Dabei wirkt sich die ökonomische Nutzung der Entladungsenergie äußerst sparsam auf den Stromverbrauch des Displays aus.

Ebenfalls weiterentwickelt wurde die Ansteuerungselektronik und Software der sechsten Generation. So bietet die "Pure Drive 2"-Technologie nun wesentlich mehr Einstellungsmöglichkeiten zur Bildoptimierung. Insbesondere für die Wiedergabe eines analogen, nicht über HDMI angeschlossenen TV-Signal bietet "Pure Drive 2" eine wesentlich effizientere Rauschunterdrückung, wodurch Bildrauschen effektiv vermindert und ein homogeneres Seherlebnis sichergestellt wird. Der Multi-Step 3D Y/C Filter optimiert darüber hinaus die Farbdarstellung für PAL-Signale. Die Farbtemperatur sowie die Farbbalance kann der Anwender bei der sechsten Generation nun über das Einstellungsmenü ändern, um die Bildparameter noch genauer seinem individuellen Geschmack anzupassen. 

Die Ausstattungsunterschiede des XDE-Modells zum FDE-Modell :

  • XDE mit 2 x HDMI, FDE 1 x HDMI. Damit ist das XDE-Modell die klar bessere Wahl, denn zukünftig werden sowohl DVD-Player als auch andere Zuspieler wie z.B. externe Set Top-Boxen mittels HDMI angeschlossen

Zusätzlicher analog RGB PC-Eingang der XDE-Version

  • XDE mit zusätzlichem analogen PC-Eingang (unter der Frontklappe untergebracht). Sehr sinnvoll, wenn man seinen Rechner, z.B. zum Spielen von Games, an den Plasmaschirm anschließen möchte.

  • DVB-T-Tuner plus analoger Tuner (FDE-Modell nur analoger Tuner), optischer Digitalausgang zum Anschluss an externe Dolby Digital-Decoder, DVB-T-Modul mit Common Interface Slot für PAY TV-Karten

  • Dual Screen (beliebige Kombination der Eingangssignale möglich, einstellbare Bildgröße im Dual Screen-Modus) und Picture in Picture (PiP) Funktion. Bei PiP kann die Darstellung durch Drücken der "Shift"-Taste auf der FB geändert werden. Dual Screen und PiP - Anordnung von  Main und Sub kann mit der "SWAP"-Taste geändert werden

  • EPG (Elektronischer Programm-Guide, siebentägige elektronische Programmführung)

  • Home Gallery-Funktion (Einschub auf Vorderseite Mediareceiver unter der Klappe): Hiermit bietet Pioneer eine weitere Anwendung für Plasmas, denn mittels "Home Gallery" wird die Wiedergabe von digitalen Standbildern möglich. Unterstützt werden die folgenden Speicherkarten via PC-CARD Type2 Einschub: Smart media, Compact Flash, SD, Multi Media Card, Memory Stick, Micro Drive, xD-Picture card und PC-Card flash memory. Bilder mit bis zu 2400*1800 Pixel können dargestellt werden. Ferner werden max. 2000 Dateien per Ordner und maximal 500 Ordner pro Speicherkarte unterstützt. Die Anzeige mit XGA-Auflösung garantiert eine tadellose Bildqualität. Sind Bildbetrachter in den DVD-Spieler integriert, sind die oftmals langen Zugriffszeiten ein Problem. Dieses umgeht man, wenn man die Bilder direkt via Speicherkarte über das Plasma anzeigt. Nur 3 s Zugriffszeit vergehen, um ein 1600 x 1200-Bild anzuzeigen - kein Vergleich zu jpeg-Viewern in DVD-Spielern, die manchmal bei großen Bilddateien eine halbe Ewigkeit brauchen und somit den Spaß an der Diashow verderben.

  • Aufwändigere, aluminiumplattierte Fernbedienung

XDE-Mediareceiver mit hohem Silberanteil und besonders schicker Erscheinung

  • Mediareceiver in anderer Optik mit höherem Silber-Anteil

Die Fernbedienung der XDE-Version ist mit Alu-Oberfläche besonders edel. Im Hintergrund die einfacher gestaltete FDE-Fernbedienung

  • Andere Fernbedienung: XDE mit edler Alu-Oberfläche und schmalerer Form, FDE mit breiterer FB mit Kunststoffoberfläche

  • Preisunterschied: 500 € (PDP-436FDE 3.299 €, PDP-436XDE 3.799 €)

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