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Twin Peaks - The First Season - Special Edition
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VÖ: 07.11.2002
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Studio
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Lynch/Frost Productions, Propaganda Films & Spelling
Entertainment (1990) |
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Verleih
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Paramount Home Entertainment (2002) |
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Laufzeit
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ca. 45 min. pro Episode (411 min. gesamt) |
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Regie
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David Lynch u.a. |
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Darsteller
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Kyle MacLachlan u.a. |
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DVD-Typ
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4 x DVD-9 |
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TV-Norm
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PAL |
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Bitrate
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ca. 6.3 Mbps |
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Bildformat
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4:3 |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps) - Pilotfilm in Stereo
2. Deutsch, Dolby Digital 2.0 - Mono (192 kbps)
3. Italienisch, Dolby Digital 2.0 - Mono (192 kbps)
4. Spanisch, Dolby Digital 2.0 - Mono (192 kbps)
5. Audio-Kommentar, Dolby Digital 2.0 - Mono (192 kbps) |
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Untertitel
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Dänisch, Deutsch, Englisch, Griechisch, Holländisch,
Italienisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch,
Türkisch, Ungarisch, Englisch/Deutsch für Extras & Audio-Kommentar |
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Regionalcode
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2,4 |
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Verpackung
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Digipak mit Schutzhülle |
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Preis
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ca. 50 € |
Inhalt      
Wer tötete Laura Palmer? Das fragten sich Anfang der Neunziger Jahre viele
Fernsehzuschauer, als David Lynch mit "Twin Peaks" eine TV-Serie
präsentierte, die mit so einigen Regeln und Gewohnheiten der TV-Unterhaltung
brach. Dabei bildet der Mordfall der jungen Schülerin aus Twin Peaks, einem
kleinen, idyllischem Ort im Nordwesten der USA, nur einen Leitfaden für eine
Handlung, die mit jeder Episode immer weitere neue Subplots eröffnet und
vertieft. FBI Special Agent Dale Cooper (Kyle MacLachlan) wird nach Twin Peaks
gerufen, um dem örtlichen Sheriff Harry S. Truman (Michael Ontkean) bei der
Aufklärung des Mordes an Laura Palmer zu helfen. Zusammen mit ihm erlebt der Zuschauer, wie
sich die idyllische Fassade von Twin Peaks immer mehr auflöst und nach und nach
Intrigen und Verbrechen zum Vorschein kommen, wie man sie normalerweise den
lieben Landmenschen gar nicht zutrauen würde. Dabei gehen die Produzenten Mark
Frost und David Lynch sehr geschickt vor, indem sie immer nur Stück für Stück
dem Zuschauer ein neues Geheimnis offenbaren und nach und nach ein Spinnengewebe
aus verschiedenen Handlungssträngen entwerfen, in dem man sich
schnell verheddert und die Übersicht verliert. Und David Lynch wäre nicht
David Lynch, wenn er den Zuschauer nicht noch zusätzlich mit so einigen
Gemeinheiten quälen würde, die überhaupt keinen Sinn zu machen scheinen und
wohl teilweise auch keinen haben. Garniert wird das Ganze dann noch mit einem
Humor, der sich vor allem an Dale Coopers Liebe zu den kleinen Dingen des Lebens
wie
"verdammt gutem Kaffee" oder "Kirschkuchen" festmacht, wenn
er via Diktiergerät seiner Sekretärin Diane die Erlebnisse des Tages mitteilt. Und auch so einige Schrulligkeiten der Twin Peaks-Bewohner sorgen
immer wieder für Lacher, wie z.B. Nadine mit ihren geräuschlosen Gardinen oder
die "Log-Lady" mit dem Holz-Scheit als Orakel. Während die Serie
mit ihren teilweise extrem langsam in die Gänge kommenden Handlungssträngen
dem Zuschauer schon einige Geduld abverlangt, erschaffen die sanften Bilder und
die zwischen Träumerei und Bedrohung wechselnde Musik von Angelo Badalamenti
gleichzeitig eine Atmosphäre, wie sie nur wenige TV-Serien bieten. So ist
"Twin Peaks" durchaus anstrengende Kost, aber aufgrund des
einzigartigen Stils und des zeitlosen Looks auch zehn Jahre später immer noch
ein interessantes TV-Erlebnis.
Das vorliegende Box-Set enthält sowohl den Pilotfilm zu "Twin Peaks"
als auch die ersten sieben Episoden und wird aufgrund der unterschiedlich
vergebenen
Vertriebsrechte in dieser Form voraussichtlich nur in Deutschland erhältlich
sein. Die zweite Staffel von Twin Peaks wird voraussichtlich 2003 in zwei
getrennten Boxen veröffentlicht werden. Die erste Season-Box wird in einem
Digipak zum Aufklappen ausgeliefert, über welches noch eine transparente
Schutzhülle gezogen wird, auf der ein Bild der lebenden Laura Palmer zu sehen
ist. So kann man das Cover einmal mit der lebenden und einmal mit der toten
Laura Palmer betrachten (siehe Bild oben).
Bild (TV-Pilot)      
Bild (TV-Serie)     
Sowohl das Bildmaterial des Pilotfilms als auch das der Serie wurden
restauriert. Dabei waren die Grundvoraussetzungen für den TV-Piloten weitaus
schlechter als für den Rest der Serie. Denn für den Pilotfilm konnte nur auf
ein altes Master aus den Kirch-Archiven zurückgegriffen werden, welches trotz
Nachbearbeitung nicht mehr viel hergibt. Das Bild ist hier unscharf und leicht
verrauscht und die Farben und der Kontrast hinterlassen einen etwas verwaschenen
Eindruck.
Kaum Anlass zur Klage gibt es indes bei der eigentlichen TV-Serie. Hier hatte
der amerikanische Rechteinhaber Artisan bereits für die Veröffentlichung in
den USA eine neue Abtastung vom Original 35mm-Filmmaterial vornehmen lassen, so
dass man dem Master das Alter kaum ansieht. Es ist frei von Rauschen und
Kratzern und macht bereits im Vorspann mit den typischen "Twin
Peaks"-Landschaftsbildern einen sehr plastischen Eindruck. Nicht ganz so
einwandfrei ist die Detailschärfe, an der es doch ein wenig mangelt. Der
Kontrast ist ein wenig zu dunkel, aber ansonsten OK. Die Farben sind sehr
kräftig und bunt. Hier dominieren vor allem Rottöne, die die Gesichter der
Darsteller meist krebsrot erscheinen lassen. Diese warmen Farben sind zwar ein
wenig arg übertrieben, aber kein Fehler der DVD sondern volle Absicht.
Erfreulich ist, das trotz der knalligen Farben in der Kompression keine Fehler
zu entdecken sind. Die Kompression wurde mit einer Videobitrate von knapp 5 Mbps
vorgenommen und ist frei von Blockrauschen oder Artefakten.
Ton
Der englische Originalton liegt in Dolby Digital 5.1 vor. Eine Ausnahme
bildet lediglich der Pilotfilm, bei dem der Ton nur in Stereo ist. Der 5.1-Mix
sorgt zwar nur in erster Linie für etwas Atmosphäre, doch genau um die geht es
ja, denn der während vieler Szenen im Hintergrund mitlaufende Soundtrack, der
aus nur wenigen verschiedenen Stücken besteht, die sich immer wiederholen,
steuert sehr viel zur Atmosphäre des Films bei. Hier passt es sehr gut, dass
die Musik über die Front- und auch über die Surroundkanäle läuft und vom
Center mit den Dialogen etwas isoliert wird. Dabei ist die Surroundwiedergabe
der Musik teilweise außerordentlich gut. Insbesondere die Höhenwiedergabe ist
sauber und präzise. Auf richtige Surroundeffekte muss man hingegen nahezu
verzichten.
Der deutsche Mono-Ton musste aufwendig restauriert werden, da die
Synchrobänder in einem sehr schlechten Zustand waren. Zwar lassen sich die
Dialoge meist problemlos verstehen und klingen weder zu spitz noch zu dumpf,
doch die Musik kommt leider weniger gut rüber. Sie klingt immer etwas gedämpft
und stellenweise auch etwas pumpend. Die musikalische Atmosphäre der Serie wird daher in
Deutsch nur eingeschränkt vermittelt.
Special Features      
Da David Lynch bekanntlich jemand ist, der nur wenig über seinen eigenen
Werke verraten möchte, muss das Bonus-Material ohne Erklärungen von Lynch
auskommen. Während die meisten Extras auf der vierten DVD zu finden sind und zu
einem Großteil von der amerikanischen Artisan-Box übernommen wurden, gibt es
bereits zu jeder der sieben Episoden einen Audio-Kommentar, der meist vom
jeweiligen Regisseur aber auch z.B. dem Kameramann oder einem der vielen
Drehbuchautoren gesprochen wird. Die Kapitelübersicht der einzelnen Folgen gibt
Hinweise auf entfernte oder veränderte Szenen, die in Textform beschrieben
werden. Vor jeder Episode (mit Ausnahme des Pilotfilms) kann man sich außerdem ein kurzes Vorwort der
"Log-Lady" anhören. Diese kurzen Clips liefen im US-TV vor den
Episoden und geben teilweise Hinweise auf Dinge, die im Verlauf der Episode
wichtig erscheinen. In Deutschland waren diese bislang noch nicht verfügbar und
wurden für die DVD extra nachsynchronisiert. Auf der vierten DVD findet man
folgende Extras:
- Mark Frost-Interview "In Plastikplane gewickelt": Dieses Interview
wurde zwischen den Gründern des Magazins "Wrapped in Plastic" und
Co-Autor und Produzent Markt Frost im September 2001 als Telephoninterview
geführt. Der Zuschauer sieht den korrekten Zusammenschnitt der getrennten
Videoaufnahmen und erlebt das Ganze somit als richtiges Interview. Die
Fragen mögen zwar für Kenner der Materie alter Kaffe sein, Twin
Peaks-Newbies bekommen hier aber wenigstens einen guten Einblick darüber, als was
"Twin Peaks" zunächst gedacht war und wie Frost und Lynch darum
kämpfen mussten, über den Piloten hinaus auch die Serie drehen zu können.
- Sprachunterricht für den Roten Raum mit Michael J. Anderson: Einen
richtigen Sinn erbringt dieses Feature eigentlich nicht. Hier präsentiert
Michale J. Anderson, der im Traum von Dale Cooper aufgetaucht ist, einen
Rückwartslesekurs für den Roten Raum.
-
17 Stück Kuchen - Dreh im Mar-T-Diner (auch bekannt als "RR"):
Dieses Interview wurde mit der Besitzerin des Cafés geführt, in dem Kyle
MacLachlan "fantastischen Kuchen" essen konnte. Natürlich hat das
Interview nichts mit der Serie direkt zu tun, aber es verschafft doch einen
netten Einblick darüber, wie sich für dieses Örtchen durch "Twin Peaks"
die Welt für einige Zeit veränderte.
-
Einführung zu David Lynch: Dieser Zusammenschnitt von mehreren Interviews
mit Mark Frost und verschiedenen Darstellern der Serie hilft dem Zuschauer
am ehesten, in die Gedankenspiele von David Lynch einen Einblick zu
erhalten. Es ist zwar keine richtige Interpretation von "Twin Peaks",
verrät dem Zuschauer aber doch so einige Feinheiten, die man nicht
unbedingt versteht und vor allem ein paar nette kleine Anekdoten. Wer nicht
vorab erfahren will, wie die Serie endet, sollte allerdings lieber nach der
20. Minute abschalten, da hier doch einige Hinweise auf die Auflösung
gegeben werden.
-
Postkarten der Darsteller: Hier wird es richtig Off Topic. Jeder der
Darsteller oder Crew-Mitglieder erzählt einfach eine
Geschichte aus seinem Leben, die sich im Zusammenhang mit der Serie oder
auch ganz unabhängig davon zugetragen hat. Das sind teilweise ziemliche
Banalitäten, aber auch durchaus ganz interessante Ereignisse.
Über die hier genannten Features hinaus lohnt es sich, ein wenig genauer in
den Extra-Menüs der einzelnen Episoden herumzuschauen, wo sich noch ein paar
Hidden Features verstecken.
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