Ticket für Zwei

Original

Planes, Trains & Automobiles

Studio

Paramount Pictures (1988)

Verleih

Paramount Home Entertainment (2001)

Laufzeit

88:40 min.

Regie

John Hughes

Darsteller

Steve Martin, John Candy

DVD-Typ

DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Deutsch, Dolby Digital 2.0

Untertitel

Englisch für Hörgeschädigte, Englisch, Arabisch, Bulgarisch, Dänisch, Deutsch, Finnisch, Holländisch, Isländisch, Norwegisch, Polnisch, Rumänisch, Schwedisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch

Regionalcode

2

Preis

ca. 20-25 EURO
Film  

Murphy's Gesetz erlebt Neal Page (Steve Martin) an der eigenen Haut: Dabei will er doch einfach nur rechtzeitig zu Thanksgiving bei seiner Familie sein. Doch als sein Flugzeug aufgrund des schlechten Wetters nichts starten kann, sitzt er erst einmal weit von zuhause fest. Das gleiche Schicksal erfährt auch Del Griffith (John Candy), ein nerviger Typ, den Neal bereits von der ersten Sekunde an nicht ausstehen konnte, denn dieser schnappte  ihm sein Taxi zum Flughafen vor der Nase weg.  Nun aber, nachdem Neal keine Ahnung hat, wo er auf unbekanntem Terrain nächtigen soll, ist er auf  Del angewiesen denn er ist der einzige, der ein Hotelzimmer auftreiben kann. So schließt sich Neal ihm wohl oder übel an - denn schließlich soll es nur für eine Nacht sein, danach gehen beide wieder getrennte Wege. Doch Theorie und Realität unterscheiden sich oftmals nicht unerheblich, so auch in diesem Fall: Denn die gemeinsame Nacht im Doppelzimmer einer heruntergekommenen Absteige ist erst der Beginn einer schier unglaublichen Odyssee voller Missgeschicke und Unglücke, die Neal und Page gemeinsam erleben, bevor sie nach langem, beschwerlichen Weg endlich ihr Ziel erreichen. Während sich Neal anfänglich noch extrem genervt von der aufdringlichen Art Dels zeigt, werden die beiden durch die Tatsache, dass kein Versuch, sich gegenseitig loszuwerden, gelingt, doch noch so etwas wie "Partner" und später sogar richtige Freunde. 

"Ticket für Zwei" fasst in rund 90 Minuten so ziemlich alle dummen Zufälle zusammen, die man sich vorstellen kann. Der Witz der Komödie ergibt sich aus dem trockenen Humor von Steve Martin und John Candy, der niemals gewollt komisch erscheint. Vielmehr ergibt sich eine geniale Situationskomik durch die zahlreichen Missgeschicke, die für Neal schnell zum Alptraum werden, während Dell fast immer die Ruhe behält, vor allem, weil es meistens Neal ist, der für alles bezahlen muss. Erfreulicherweise ist der Film von 1988 von heutigen Produktionen weit entfernt, was das Niveau angeht: Während sich leider bei den heutigen "Komödien" nur ein extrem dämlicher Witz an den nächsten reiht, meist werden auch immer die gleichen Themen breit getreten, kann man bei "Ticket für zwei" wenigstens noch herzhaft lachen. Und dies liegt nicht nur an den beiden sehr gut aufgelegten Hauptdarstellern, sondern offensichtlich auch am erheblich besseren Drehbuch. 

 

Bild  

Das Bild befindet sich auf einem insgesamt akzeptablen Niveau. Störend sind die flauen und ausgewaschenen Farben, die nur wenig Ausdruckskraft hinüber bringen können. Das sichtbar körnige Bild besitzt eine befriedigende Gesamtbildschärfe, die Detailtreue allerdings leidet durch die angesprochene Körnigkeit. Mit der Komprimierung kann man zufrieden sein, nur bei diffizilen Objekträndern sind manchmal leichte Treppenstufen zu erkennen.  Für einen Film, der ursprünglich aus dem Jahr 1988 stammt, kann man aber mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein, zumal man zwar das körnige Bild ertragen muss - dies ist aber allemal leichter als mit einem von den Nachfolgen eines unbedachten Rauschfiltereinsatzes gezeichneten Bild zu leben. 

 

Ton  

Als typische Komödie gibt der Film soundtechnisch nicht besonders viel her. Die deutsche Synchronversion bietet auf den Surroundkanälen wenig Spektakuläres, die Umgebungsgeräusche präsentieren sich als etwas dumpf und monoton, für eine Dolby Surround-Abmischung ist die Einarbeitung des Music Scores aber ordentlich gelungen. Obwohl hinten nur ein Mono-Signal zur Verfügung steht, ist der Raumeindruck recht gut. Die Stimmwiedergabe ist ohne nennenswerte Fehler, klanglich relativ natürlich und meist ohne Verzerrungen. Nur selten ist der Klang im Hochtonbereich etwas spitz. Am Ende des Filmes bei der Wiedergabe des Music Scores sind aber bedauerlicherweise leichte Verzerrungen und ein etwas zu hoher Grundrauschpegel zu beobachten.

Die englische Version mit nachträglich angefertigtem 5.1-Mix klingt etwas dumpf und vor allem im Höhenbereich nicht allzu dynamisch. Dafür, und dieses Merkmal ist nicht gerade häufig anzutreffen bei nachträglichen 5.1-Tonspuren, ist die Bassabmischung recht gut geworden und kann zumindest mit einem befriedigenden Volumen aufwarten, bei der Wiedergabe des Music Scores zum Schluss beispielsweise ist das Bassvolumen sogar gut.  Die Klangverteilung meint es etwas zu gut mit dem Center, es hält sich aber noch in einem erträglichen Rahmen.  Von der Surround-Klangkulisse kann man nicht allzu viel erwarten, in den Punkten Dynamik und Vielschichtigkeit  ist das Ergebnis bescheiden, der gesamte Raumeindruck ist befriedigend. Der Music Score ist ordentlich eingearbeitet. 

 

Special Features  

Die DVD enthält kein Bonusmaterial.

Review von Karsten Serck und Carsten Rampacher

09.07.2001