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Three
Kings |
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Three Kings |
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Studio
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Warner Bros. / Village Roadshow
(1999) |
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DVD-Anbieter
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Warner Home Video (2000) |
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Laufzeit
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110:05 min. |
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FSK
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16 |
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Regie
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David O. Russell |
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Darsteller
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George Clooney, Mark Wahlberg, Ice
Cube, Spike Jonze u.a. |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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2,35:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Audio-Kommentar des Regisseurs
3. Audio-Kommentar der Produzenten |
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Untertitel
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Englisch,
Deutsch, Italienisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch,
Isländisch, Deutsch für Hörgeschädigte |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Snapper-Case |
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Preis
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ca. 20-25 EURO |
Film      
Die "Three Kings" in David O Russel´s Golfkriegs-Action-Drama
haben nur wenig mit den biblischen Vorbildern aus dem Morgenland gemeinsam. Als
US-Soldaten in der Wüste Iraks haben sie von der gerade im März 1991 schnell beendeten
"Operation Desert Storm" gegen den Irak nur wenig mitbekommen. Wie der große
Rest der Menschheit kennen auch die meisten vor Ort anwesenden Reservisten den
Kuwait-Krieg nur als saubere "Operation Desert Storm" aus dem Fernsehen. Da der
Krieg zumindest aus ihrer Sicht schon zuende war, bevor er überhaupt richtig begonnen
hat, müssen sich die kurzzeitig zum Fronteinsatz aus ihrem braven Berufsleben
abgestellten Reservisten vor allem mit der Langeweile und der Betreuung von nervigen
Journalisten herumplagen. Dieser Umstand ist nicht gerade förderlich für die Moral. Als
dann im Hintern eines gefangengenommen irakischen Soldaten eine Karte gefunden wird, die
den Weg zu einem Bunker weist, in dem der irakische Diktator Saddam Hussein von den
Kuweitis geraubtes Gold versteckt haben soll, eröffnet sich die Gelegenheit zu einem
kleinen Abenteuer mit Aussicht auf schnellen Reichtum: Mit drei Soldaten (gespielt von
Mark Wahlberg, Ice Cube und dem "Being John Malkovich"-Regisseur Spike Jonze)
macht sich der Major Archie Gates (George Clooney) heimlich aus dem Staub, um das Gold von
den Irakis zu konfiszieren. Mit Wiederstand rechnen die Goldjäger in Uniform nicht, weil
die irakischen Soldaten derzeit alle Hände damit zu tun haben, den von US-Präsident
George Bush ermunterten Aufstand der Schiiten niederzuschlagen. Es läuft eigentlich auch
alles wie geplant, bis Gates und seine Kameraden mitbekommen, wie in ihrer Gegenwart
Saddam Husseins Armee auf brutale Art und Weise selbst gegen Frauen und Kinder aus der
schiitischen Bevölkerung vorgeht. Und in diesem Moment vergessen die Anti-Helden ihren
Traum vom schnellen Reichtum für kurze Zeit, um den Zivilisten zu helfen. Da aber auch
die Irakis nicht auf den Kopf gefallen sind und ahnen, dass ihnen die US-Soldaten ohne
ihre große Armee im Rücken nicht viel antun können, wehren sich diese keck mit
Tränengasgranaten gegen die Einmischung in die "inneren Angelegenheiten" und
lehren den "Three Kings" eine Lektion. Als dann noch Film-Soldat Mark Wahlberg
als Geisel verschleppt wird, verbünden sich seine Kumpanen mit den Schiiten, um ihren
Kameraden wieder zu befreien und den Zivilisten den Weg in die (zumindest hier) rettende
Freiheit des Iran zu ebnen.
"Three Kings" ist die Fortsetzung des Golfkriegs von 1991 mit
ähnlichen Bildern, wie sie damals bei CNN über den Bildschirm huschten. Im rasanten
Video-Clip-Stil erzählt der Film über knapp zwei Stunden eine fiktive Story, bei der vor
allem viel Wert auf gute Action und schnelle Zooms gelegt wird. Zwischen die stellenweise
ernsten Untertöne mischen sich dann zynisch-witzige Einlagen wie bereits die
Eröffnungssequenz, in der Hobby-Soldat Mark Wahlberg ganz verdutzt zunächst fragt, ob
man denn auch nach dem Waffenstillstand noch schießen dürfe, bevor er sich dann im
Zweifelsfall erst einmal dafür entscheidet, den irakischen Soldaten, der mit seiner Waffe
herumwedelt, über den Haufen zu schießen. Von diesen Szenen gibt es viele ähnlichen
Stils quer über den gesamten Film verteilt, die zwar mitunter etwas deplaziert sind, aber
dem Film eine Prise zynischen Witz geben.
Unterhaltung ist ohnehin die erste Devise, denn politisch ist "Three Kings" fast
überhaupt nicht. Die Anmerkungen über George Bush, dem der Vorwurf gemacht wurde, er
hätte die Schiiten verraten, indem er sie zunächst zum Aufstand gegen Saddam Hussein
ermuntert habe, dann diese aber durch den nicht erfolgten Einmarsch in den Irak alleine
den Angriffen der irakischen Armee ausgesetzt habe, sind handzahm und im Grunde genommen
das einzige kurze politische Statement, während sich Mark Wahlbergs Dialog mit seinem
irakischen Folterer auch nicht über Allgemein-Weisheiten über die Grausamkeit des
Krieges und die einfachen Gründe, weswegen man sich trotzdem daran beteiligt, nicht
hinaustraut. Zur Ehrenrettung muss man allerdings anmerken, dass "Three Kings"
der erste große Hollywood-Film ist, der sich überhaupt dem Golfkrieg widmet und dass
vielleicht auch der etwas oberflächliche Eindruck durch den Ballast der optischen Effekte
entsteht, die von der eigentlichen Story ablenken.
Damit ist eigentlich schon klar, wem der Film gefallen dürfte und wem nicht: Wer Wert auf
inhaltlichen Tiefgang legt, dem dürfte "Three Kings" zu platt und inhaltsleer
sein. Wer hingegen einfach nur gut unterhalten werden möchte, dem nimmt David O. Russels
optisch abwechslungsreiches Kriegsgewitter im MTV-Stil zwei Stunden seiner Zeit, die man
gerne entbehrt.
Bild     
Durch die gewollte optische Verfremdung der Aufnahmen ist die Bildqualität
nicht ganz auf dem Top-Level anzusiedeln, welches der an DVD-Qualität gewohnte Cineast
normalerweise kennt. Die meisten Bilder wirken sehr grell und farblos, während gerade die
Szenen gegen Ende des Films prächtig nach Sand und Sonne riechen. Die Bilder sind auch
immer etwas körnig, was aber auch damit zusammenhängt, das viele Aufnahmen erst kurz vor
Sonnenuntergang gemacht wurden und durch die nachträgliche Aufhellung des Bildmaterials
das Rauschen verstärkt wurde. Ungeachtet der optischen Verfremdung ist die Qualität mit
der der Film auf diese DVD umgesetzt wurde, ausgesprochen gut. Beim genauen Hinsehen wird
man sogar feststellen, dass die Kompression sorgfältiger als bei den meisten anderen
Warner-DVDs ist, bei denen kleinere Bildartefakte für einen etwas schwammigen
Bildeindruck sorgen. Die Kompression der "Three Kings"-DVD ist hier schon
weitaus besser und sorgt für einen weitaus ruhigeren und schärferen Bildeindruck, der
bei der Code 2-DVD aufgrund der höheren PAL-Auflösung noch etwas feiner wirkt.
Ton     
Die Tonabmischung des Films ist in Ordnung, setzt aber keineswegs neue
Maßstäbe für das Genre. So richtig laut von allen Seiten wird es nur während der
Schießereien, bei denen einzelne Schüsse präzise durch den Raum verfolgt werden
können. Außer in den Action-Szenen ist die räumliche Wirkung nur sehr verhalten, weil
die meisten Geräusche vorwiegend auf den vorderen Boxen zu hören sind, die aber
wenigstens für einen "breiten" Sound sorgen. Durch die gedämpfte
Höhenwiedergabe auf den hinteren Kanälen werden Umgebungsgeräusche hier nur bei
höherem Pegel hörbar. Mit Ausnahme einiger dumpfer Explosionen wird der Tiefbassbereich
äußerst selten angetestet.
Special Features     
Obwohl "Three Kings" an der Kinokasse nicht ganz die
Mega-Blockbuster-Qualitäten von "The Matrix" erreichte, hat man diesen Titel
bei Warner als Prestige-Titel für ein umfangreiches Bonus-Programm ausgewählt, welches
identisch mit dem Material der US-DVD ist. Dieses sieht auf den ersten Blick ganz imposant
aus und besteht aus folgenden Elementen:
Zwei
Audiokommentare: Einer mit Regisseur David O. Russell
und der zweite mit den beiden Produzenten Charles Roven und Edward L. McDonnell
Under
The Bunker: Making of - Dokumentation
Deleted
Scenes: Zwei geschnittene Szenen mit
Kommentierung von David O. Russell
Director´s
Video Journal: Videotagebuch des Regisseurs quer
durch den gesamten Produktionsprozess von der Finanzierung bis zur Uraufführung des Films
Tour
of The Iraqi Village Set: Dokumentation mit der britischen
Gestalterin Catherine Hardwicke
Interview: Kameramann Newton Thomas Siegel
erläutert die Filmtechnik von "Three Kings"
An
Intimate Look Inside The Acting Process With Ice Cube: Leicht verspielte
Kurz-Doku über die Vorbereitungen einzelner Szenen
Photo-Galerie: Aufnahmen vom Set von
Spike Jonze
Trailer: 1 Kinotrailer
DVD-ROM: Links zu
Golfkriegs-Websites, "Enhanced Assmap": Übersicht über die verschiedenen
Handlungsorte, Original-Filmwebsite (komplett auf der DVD), Biographien der Hauptpersonen
im Film
Ungeachtet der Menge des Bonus-Materials bieten nur
wenige Elemente wirklich interessante Hintergründe zum Film. Informativ sind die
Audio-Kommentare, die Erläuterungen von Newton Thomas Siegel über die Filmtechnik und im
Ansatz auch das Videotagebuch von David O. Russel. Das restliche Material hat aber zu 99%
reinen Werbecharakter und bietet abgesehen von inszeniert-witzigen Gags nur wenig
Unterhaltung oder Information. Vor allem enttäuscht, dass man offensichtlich bei Warner
nicht in der Lage war, Archiv-Material des "Haus-Senders" CNN über den
Golfkrieg mit auf die DVD zu packen, welches die Fragen über den Hintergrund, die der
Film nur anreißt, hätte beantworten können.
Die Installation des DVD-ROM-Materials ist reine Zeitverschwendung: Denn das meiste
Material lässt sich auch ohne erzwungene Installation direkt von der DVD lesen. Und viel
Wichtiges ist auch nicht dabei. Die "Enhanced Assmap" lässt sich zwar auch im
großflächigen IPIX-Dateiformat ansehen, doch die Lust daran, dies auch wirklich zu tun,
vergeht in dem Moment, wo man hierzu noch extra ein Plugin aus dem Internet laden muss.
Einen Bonus-Punkt bekommt der DVD-ROM-Bereich aber doch: Denn anstelle der meisten DVDs,
die nur einen Link auf die offizielle Film-Website enthalten, wurde diese komplett auf der
DVD gespiegelt. Hier findet man auch einige Infos und Interviews, die das Videomaterial
auf der DVD nicht bietet.
Natürlich hat Warner auch wieder ein "Easter Egg"
auf der DVD versteckt: Auf der letzten der insgesamt drei Menüseiten mit den Special
Features muss man hierzu den Cursor unterhalb des Menüpunktes "USA-Kinotrailer"
bewegen. Über den dann erscheinenden roten Baseball gelangt man in ein Untermenü, aus
dem man dann einen TV-Spot starten kann.
Review von Karsten Serck
Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Yamaha DVD-S795
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES
21.08.2000
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