The Ring

Kauf-VÖ: 02.10.2003

Original

The Ring

Studio

Universal Pictures / Dreamworks (2002)

Anbieter

Universal Pictures Video (2003)

Laufzeit

110:28 min. (FSK 16)

Regie

Gore Verbinski

Darsteller

Naomi Watts, Brian Cox u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

7.70 Mbps (Video: ca. 6.3 Mbps)

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Französisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch u.a.

Regionalcode

2, 4

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 20 €
Film 

Es klingt wie eine von diesen modernen Legenden: Eine Videokassette, die mit alptraumhaften Bildern bespielt ist, hat einen merkwürdigen Telefonanruf zur Folge, der den Tod des jeweiligen Zuschauers in genau sieben Tagen ankündigt.

Auch die Zeitungsreporterin Rachel Keller (Naomi Watts) steht dieser Geschichte zunächst skeptisch gegenüber. Doch dann kommen tatsächlich vier Teenager auf unerklärliche Weise ums Leben, nachdem sie sich eine Woche zuvor das mysteriöse Video angesehen hatten. Rachel lässt sich von ihrer Neugier verleiten, treibt eines der Videos auf und sieht es sich an. Unversehens ist sie auf die Hilfe ihres Freundes Noah (Martin Henderson) angewiesen, der ihr eigenes sowie das Leben ihres Sohnes (David Dorfman) retten muss. Es bleiben nur sieben Tage, um das Geheimnis des Rings zu lüften....

Remakes erfüllen in erster Linie den Sinn, dass sich die Produzenten natürlich erhoffen, mit vergleichsweise wenig Risiko den Erfolg des Originals noch einmal zu wiederholen. Und wenn das Original noch eine kleine und weitgehend unbekannte Independent-Produktion aus einem fremden Land ist, dann werden auch nur wenige Zuschauer das Wort "Plagiat" in den Mund nehmen. In erzählerischer Hinsicht sind Remakes natürlich oft ziemliche Langweiler, sofern man das Original bereits kennt. Obwohl sich diese Hollywood-Verfilmung des japanischen "Ring" stilistisch und inhaltlich eng an ihr Vorbild hält, gelang es den Amerikanern allerdings, den Film mit weitaus mehr Suspense und Dramatik zu gestalten. Während die ersten Minuten wie ein 1:1 des japanischen Films erscheinen, ergeben sich aber auch inhaltlich im Verlauf einige Abweichungen, die einem konkret allerdings nicht unbedingt sehr deutlich auffallen, sofern man das Original nicht direkt vorher gesehen hat. Beiden Filmen ist gemeinsam, dass Sie am Ende eigentlich mehr Fragen offen lassen, als sie wirklich aufzulösen. Doch der amerikanische "The Ring" vermittelt wenigstens eine wirklich düstere Atmosphäre mit weitaus mehr kleinen Schockelementen, die sowohl akustisch als auch visuell überzeugender sind. Dabei wirken die Kulissen und die Tricks meist ähnlich spärlich wie die des Originals. Die 45 Millionen US-Dollar, die hier investiert wurden, sieht man dem Film wirklich nicht an. Zum Teil dürfte dies aber auch Absicht gewesen sein, denn es ist schon auffällig, wie wenig dieser Film vom Glamour amerikanischer Städte zeigt, deren Skylines normalerweise ja in Filmen regelrecht wie Kronjuwelen zelebriert werden. Doch nur selten ist hier zu erkennen, dass der Film überhaupt in Amerika spielt. Ähnlich wie bei "The Sixth Sense" ist aber auch der Hype um "The Ring" weitaus gewaltiger als der Films selbst. Denn trotz der spannenden Inszenierung ist "The Ring" höchstens ein Gruselfilm, aber keineswegs ein Schocker. Zu hohe Erwartungen sollte man daher auch nicht unbedingt an diesen Film stellen.

 

Bild 

Wie bereits erwähnt, ist "The Ring" auch optisch sehr eng an das japanische Original angelegt. Der Film ist daher überwiegend sehr dunkel und farblos. Der Kontrast des Films ist in den meisten Szenen sehr niedrig und über die gesamte Laufzeit ergibt sich durch die Verwendung eines türkis-blauen Filters ein sehr surrealer Bildeindruck, der ähnlich dröge wirkt wie die Kulissen des Films. Die Schärfe ist gerade noch gut. In der Detaildarstellung ist diese DVD allerdings nicht sonderlich herausragend. Leicht ausgefranste Konturen deuten darauf hin, dass hier mit einem Rauschfilter gearbeitet wurde. Die Kompression bereitet angesichts einer hohen Videobitrate von rund 6.3 Mbps praktisch keine Probleme und wird nur sehr selten überhaupt bemerkbar.

 

Ton 

Die Atmosphäre von "The Ring" wird durch die düstere Musik und viele kleine akustische Effekte ideal verstärkt. Der Film selbst bietet bereits ein angenehme räumliche Kulisse, die die Umgebungsgeräusche stellenweise sehr deutlich auf den Surroundkanälen erklingen lässt. Typische Surroundeffekte von natürlichen Ereignissen erlebt man hier kaum. Es sind vielmehr die gekonnt eingesetzten künstlichen Effekte, die die surrealen Ereignisse auch akustisch zur Geltung bringen. Der Musik Score ist vergleichsweise dezent und passt mit seinen ruhigen Klängen zur Handlung. Während der Film gewöhnlich nur wenig Anlass für hohe Dynamiksprünge gibt, so erlebt man stellenweise selbst ohne Subwoofer kurzzeitig sehr hohe Bassimpulse. Die Höhenwiedergabe ist passabel, wenn auch nicht sonderlich stark ausgeprägt. Während die technische Qualität vielleicht nicht ganz so beeindruckend ist, so kann dieser Soundmix aber dadurch begeistern, dass er immer untrennbar zum Gesamtkonzept des Films gehört und entscheidend mit zur Dramatik der Handlung beiträgt.

 

Special Features 
  • "Nicht ansehen" (14:47 min.): Dies ist ein etwas rätselhaftes Feature, auf das man sich nur schwer einen richtigen Reim bilden kann. Der Clip im anamorphen 16:9-Format besteht aus unveröffentlichten Szenen und vielen Aufnahmen des "Ring"-Videos, die sehr clever zusammen geschnitten wurden und einen richtigen Kurzfilm ergeben, der bis auf einige Lücken die Handlung des Films umfasst, dabei aber auch etwas andere Perspektiven aufzeigt. Ebenso wie "The Ring" selbst wirft aber auch dieser Film vor allem viele Rätsel auf.
  • Hier reinschauen: Weitere Extras findet man an dieser Stelle nicht, lediglich einen Trailer für "Catch Me If You Can"

Review von Karsten Serck

09.09.2003

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