The Others

VÖ: 19.09.2002

Original

The Others

Studio

Miramax, Studio Canal, Senator Film (2001)

Anbieter

Universal Pictures Video (2002)

Laufzeit

99:54 min.

Regie

Alejandro Amenábar

Darsteller

Nicole Kidman u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

8.0 Mbps

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Audiokanäle

Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 20 €
Film 

Die Kanalinsel Jersey im Jahr 1945. Die letzte Schlacht des Zweiten Weltkriegs ist geschlagen, doch der Ehemann von Grace (NICOLE KIDMAN) ist nicht von der Front zurückgekehrt. Isoliert und einsam lebt die strenggläubige Frau in einem unheimlichen viktorianischen Anwesen, wo sie ihre beiden Kinder nach strikten religiösen Prinzipien erzieht.

Anne (ALAKINA MANN) und Nicholas (JAMES BENTLEY) sind mit einer fürchterlichen Krankheit geschlagen: Sie können niemals direktem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Als drei neue Bedienstete bei Grace vorstellig werden, gelten für sie daher drei Regeln, die stets sklavisch genau befolgt werden müssen: Immer muss das Haus in Halbdunkel getaucht sein. Immer müssen alle Vorhänge zugezogen sein. Immer muss die letzte Tür geschlossen und verriegelt werden, bevor die nächste geöffnet werden darf.

Doch die rigide Ordnung von Grace wird nachhaltig erschüttert. Denn im Haus von Anne machen sich plötzlich noch ganz andere Bewohner bemerkbar....

"The Others" ist ein Horror-Film im ganz alten Stil und kommt ganz ohne besondere visuelle Effekte aus - wer meint, Horror sei nur in Verbindung mit Splatter möglich, sitzt hier also schon einmal im falschen Film. Der Zuschauer sieht nicht einmal richtig viel und darf sich vielmehr in seiner eigenen Phantasie ausmalen, was gerade vor sich geht. Der Minimalismus geht sogar so weit, dass man vielfach überhaupt nichts sieht, denn die Lichtallergie der Kinder sorgt ja schließlich dafür, dass die Vorhänge immer geschlossen sind und der Film daher meist im Halbdunkel spielt. Aber trotzdem: Es wird zeitweilig richtig schön gruselig, wenn Grace auf Geistersuche geht und diese immer einen Schritt schneller als sie sind. Dafür sorgen vor allem die düstere Musik und einige effektvolle Soundeffekte. Und das Ende bietet einen ähnlichen Überraschungseffekt wie bei "The Sixth Sense". Bahnbrechend ist "The Others" zwar nicht, doch die wohltuende Schlichtheit und Konzentration auf die schauspielerische Darstellung sorgen wenigstens für hundert Minuten Spuk mit einigen recht überraschenden Schockelementen.

 

Bild 

Die hohe Videobitrate von rund 7 Mbps erweckt zunächst positive Erwartungen. Um so mehr ist man dann allerdings doch überrascht, dass dieses Bild trotzdem sehr unruhig ist, was in erster Linie am eingesetzten Rauschfilter liegen dürfte, der vor allem durch die leicht ausgefransten Konturen an den Rändern von Objekten auffällt. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, weswegen es dem Bild beim genauen Hinsehen an Detailschärfe fehlt. Details in Gesichtern sind etwas weich und verschwommen. Die Farben sind gut, was man allerdings erst in den letzten Minuten des Films wirklich richtig begutachten kann, da ansonsten alles sehr düster und nebelig ist. Der Kontrast ist passabel und der Schwarzwert richtig getroffen. Ob nun beabsichtigt oder nicht, ist es allerdings auch so, dass in den dunklen Szenen Details sehr schnell verschwinden, was aber auch nicht soweit stört, als dass man nun wirklich etwas verpassen würde. Unabhängig davon sei empfohlen, diesen Film in einem möglichst dunklen Raum zu gucken, da jegliches Licht, welches auf den Bildschirm fällt, nur stört.

 

Ton 

Verglichen mit "Das Geisterschloss", gibt sich "The Others" auch beim Sound weitaus minimalistischer. Über lange Strecken hört man nicht mehr als die Stimmen der Darsteller. Der Score, den Regisseur Alejandro Amenábar selbst geschrieben hat, fügt sich zunächst nur sehr leise in die Handlung ein, um trügerische Idylle zu verbreiten, wird dann aber in den dramatischeren Sequenzen auch entsprechend lebendiger und unterstützt hervorragend die düstere Stimmung des Films. Surroundeffekte kommen nur vereinzelt vor, aber genau das macht sie auch so effektiv, weil plötzlich aus der Stille heraus mit lautem Knall der Zuschauer aus seiner Ruhe gerissen wird (z.B. 33:45 min.). Als Schockelemente sind diese Effekte wirklich ausgesprochen gut, gerade weil sie auch sehr deutlich positioniert sind und damit dem Zuschauer als Hilfsmittel dienen, die unsichtbaren Geister zu orten. Gerade weil der Film hier doch ab und zu recht laute Lautstärkesprünge aus dem Nichts heraus macht, sollte man den Ton nicht zu sehr aufdrehen, damit sich der Schreck noch in Grenzen hält.

 

Special Features 

Bei den Extras war Universal offensichtlich auf das PR-Material angewiesen, welches der deutsche Verleih Senator Film zur Verfügung stellte. Denn die Extras von der US-DVD wie u.a. eine rund 30 Minuten lange Dokumentation fehlen hier komplett. Und so muss man sich hier mit einem B-Roll-Zusammenschnitt zufrieden geben, der quer über die Zeit der Dreharbeiten verteilt, einige Hintergrundaufnahmen zeigt, sowie aus dem Electronic Press Kit die üblichen Statements der Darsteller, aus denen dann die TV-Sender ihre "Interviews" zusammenschneiden können. Weiterhin gibt es noch in Textform Künstlerprofile vom Regisseur und Nicole Kidman sowie mehrere Trailer. That's all.

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

22.08.2002