The Majestic

VÖ: 24.10.2002

Original

The Majestic

Studio

Village Roadshow/Castle Rock/Warner Bros (2001)

Anbieter

Warner Home Video (2002)

Laufzeit

146:25 min.

Regie

Frankt Darabont

Darsteller

Jim Carrey, Laurie Holden u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.32 Mbps (Video: 5 Mbps)

Bildformat

1,85:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Spanisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Portugiesisch, Israelisch, Polnisch, Griechisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch, Isländisch, Kroatisch, Französisch

Regionalcode

2

Verpackung

Snapper-Box

Preis

ca. 20-25 €
Film 

Hollywood, Anfang der 50er-Jahre. Der Nachwuchsautor Peter (Jim Carrey) hat sein erstes Drehbuch für einen Kinofilm verkaufen können und ist ganz stolz darauf, dass sein Name auf dem Plakat von "Sand Pirates of the Sahara" zu lesen ist. Das ist zwar nur ein kitschiger B-Movie, aber immerhin ein Anfang. Zugleich ist er glücklich mit der Hauptdarstellerin Sandra Sinclair (Amanda Detmer) zusammen. Die Idylle hat jedoch ein Ende, als Peter ins Visier des Kommunistenjägers Joe McCarthy gerät und vor den "Senatsausschuss zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe" geladen wird, weil er 1945 bei Veranstaltung war, die von einer linken Vereinigung organisiert wurde. Peter, den Politik nicht interessiert, war damals nur dabei, weil das Mädchen hinwollte, in das er damals verliebt war. Doch wer wird ihm das schon abnehmen? Während seine Kollegen Peter wie eine heiße Kartoffel fallen lassen, um nicht selbst in Verdacht zu geraten, schlagen die Studio-Bosse einen Deal vor: Peter soll einfach eine Liste mit Namen von Kommunisten nennen, die er kennt und damit selbst frei davonkommen. Peter verfällt in eine tiefe Depression und lässt sich in seiner Lieblingskneipe voll laufen. Weil er nicht mehr weiter weiß, steigt er angetrunken in sein Cabriolet und fährt auf der nächtlichen Küstenstraße nach Norden. Dabei kommt es zu einem Unfall: Peter stürzt von einer Brücke mit seinem Wagen in den Fluss. Er kann sich zwar aus dem Wrack befreien, doch in der starken Strömung schlägt sein Kopf gegen den Brückenpfeiler und Peter verliert sein Bewusstsein.

Am nächsten Morgen wacht Peter an einem Strand auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Er weiß nicht einmal, wer er ist. Ein greiser Mann findet ihn und begleitet ihn in das nächstgelegene Städtchen Lawson. Dort hält man Pete für Luke, den Sohn von Harry Trimble (Martin Landau), der vor dem Krieg im Ort das Kino "The Majestic" betrieb. Luke hatte bei der Landung der Allierten in der Normandie Heldentaten vollbracht und wird seitdem vermisst. 

Lawson hat im Krieg viele Söhne geopfert, und für die Einwohner bringt "Luke" ein Stück neuen Lebensmut zurück in die Stadt. Er wird als Held gefeiert und macht sich zusammen mit Harry daran, dass "Majestic" wieder aufzubauen, welches nach dem Krieg geschlossen wurde, da die trauernde Bevölkerung die Lust am Kino verloren hatte. "Luke" trifft auch seine Jugendliebe Adele (Laurie Holden) wieder, die gerade ihr Jurastudium beendet. Alles entwickelt sich prächtig für Pete, bis er plötzlich sein Gedächtnis zurückgewinnt und mit den Ängsten konfrontiert wird, die ihn nach Lawson gebracht haben...

 

Frank Darabont bleibt nach "Die Verurteilten" und "The Green Mile" seiner Vorliebe für Filme treu, die mehr Zeit beanspruchen als die üblichen zwei Stunden. "The Majestic" ist ein sehr altmodischer Film ohne technischen Firlefanz: Eine richtige Erzählung mit einem typisch amerikanischen Thema, welches schon mehrfach in Spielfilmen aufgegriffen wurde. Es geht hier nur zum Teil um McCarthy, denn dieses Thema wird erst im letzten der drei Filmabschnitte richtig aufgegriffen. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Art und Weise, wie Peter den Leuten in Lawson durch die Wiedereröffnung des "Majestic" neue Freude ins Leben bringt. Dabei gelingt es Darabont mit seinem perfekten Gespür für den Aufbau von Charakteren, die Trauer der Bevölkerung über ihre Gefallenen sehr überzeugend darzustellen, ohne dabei in übertriebene pathetische Heldenverehrung zu verfallen. So ähnelt "The Majestic" auch vielmehr wieder dem ruhigen Stil von "Die Verurteilten" als dem leicht kitschigen "The Green Mile". Der Film ist voller sympathischer Figuren, für deren Entwicklung sich "The Majestic" auch einige Zeit lässt. Erstaunlich ist wieder einmal Jim Carrey, der wie bereits in "The Truman Show" als Charakterdarsteller wirkliches Talent entwickelt und ein ganz anderer Mensch zu sein scheint als der alberne und überdrehte Kasper, den er ansonsten in seinen Komödien darstellt. "The Majestic" wird sicherlich nicht jedermanns Fall sein, wer sich aber auch gerne einmal auf Filme einlässt, die etwas mehr Zeit aufwenden, um eine richtige Geschichte mit sympathischen Figuren zu erzählen, dem kann dieser Film nur empfohlen werden.

 

Bild 

Das Bildmaster ist sehr sauber und frei von Dropouts. Es überzeugt durch einen guten Kontrast und kräftige Farben. Zwar ist das Bild etwas weich, aber die Bildschärfe ist insgesamt doch noch in Ordnung, zumal das MPEG2-Encoding trotz einer relativ niedrigen Videobitrate von 5.2 Mbps weitaus besser ist als bei den meisten Warner-DVDs und auch keine Artefakte oder verschwommene Details produziert. So wurde aus dieser DVD, die mit 8,47 GB nahezu randvoll ist, das Bestmögliche herausgeholt.

 

Ton 

Dank des guten Music Scores bietet "The Majestic" einen angenehmen Raumklang. Sowohl der Score als auch die Musikstücke haben einen sauberen Klang mit voluminösem Bass und klaren Höhen. Surround-Effekte sind knapp aber effektiv dosiert: Wenn der Film dramatischer wird, wird dies vom Music Score gut unterstützt und in Szenen wie z.B. dem Verkehrsunfall (16:30 min.) werden die Surround-Kanäle auch hervorragend für Effekte genutzt. In einer Schlüsselszene des Films wird der Ton sogar dazu genutzt, um einen Wendepunkt der Handlung einzuläuten: Hier wird der Zuschauer zunächst durch dass dumpfe Grollen der Motoren auf das kommende Unheil vorbereitet, bevor man überhaupt etwas auf dem Bildschirm sieht.

 

Special Features 
  • Zusätzliche Szenen: Insgesamt zehn Minuten Gesamtlaufzeit erreichen diese Szenen, die zwar für den keine relevante Bedeutung haben, die man sich aber trotzdem ruhig einmal anschauen kann. Interessant sind vor allem die Szenen, in denen etwas mehr verdeutlicht wird, wie Peter plötzlich von allen Leuten im Studio gemieden wird. 

  • Der Film im Film: Wüstenpiraten der Sahara. Rund vier Minuten ist diese Szene lang, die im Film dazu genutzt wird, Peters ersten Kinofilm zu präsentieren, der in "The Majestic" eine nicht unbedeutenden Rolle spielt. Zumindest wer auf B-Movie-Trash dieser Art steht (nichts anderes soll "Wüstenpiraten der Sahara" ja schließlich sein), dürfte mit diesem Ausschnitt glücklich werden, der ansonsten ziemlich uninteressant ist.

  • Trailer

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

12.09.2002