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The Hole
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Studio |
Pathé Pictures (2001) |
Verleih |
BMG Video (2002) |
Laufzeit |
98:09 min. (FSK 16) |
Regie |
Nick Hamm |
Darsteller |
Thora Birch, Embeth Davidtz |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
2,35:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
Untertitel |
deutsch, englisch |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Preis |
ca. 15-20 EURO |
Film      
Was tut man nicht alles, um den Unbillen einer nervtötenden und zudem über alle
Maßen unkomfortablen Schulexkursion zu entgehen. Liz (Thora Birch), Mike (Desmond
Harrington), Geoff (Laurence Fox) und Frankie (Keira Knightley) jedenfalls vertrauen sich
den (gut bezahlten) Händen ihres Kollegen Martin (Daniel Brocklebank) an, der den idealen
Platz in petto hat, um für das in Frage stehende Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes
von der Erdoberfläche zu verschwinden. Er offeriert ein paar Tage, frei von allen
pädagogischen Zwängen durch Lehrkörper oder Erziehungsberechtigte, in einem alten
Bunker im Wald. Die Lokalität weist vielleicht nicht das allerheimeligste Ambiente auf;
aber da das Ziel schließlich "Party - all day and night" heißt, nehmen die
vier mit Begeisterung an. Und die Sache läuft auch zunächst auch zu aller fun-hungriger
Zufriedenheit ab, uneingeschränkt jedenfalls für Geoff und Frankie, die sich keinen
Zwang antun, ihre gegenseitige Zuneigung entsprechend tatkräftig kundzutun, während Liz
ein wenig enttäuscht ist, immerhin scheint der heimlich angehimmelte Mike an ihr weniger
Gefallen zu finden, als an dem modelhaft gestalteten Körper von Frankie, obwohl diese
doch fest mit seinem besten Freund Geoff liiert ist. Dies tut der guten Stimmung jedoch
erst mal keinen Abbruch; die beschwingte "Wein, Weib und Gesang"-Atmosphäre
kippt jedoch langsam in leichte Unruhe und Gereiztheit, um schließlich in nackte Panik zu
münden, als die vier Teenies feststellen müssen, dass die Eingangsluke verschlossen ist
und niemand auftaucht, um sie aus ihrer selbstgewählten Falle zu befreien. So ist es dann
18 Tage später die Aufgabe der Psychologin Dr. Horwood (Embeth Davidtz) mit viel
Fingerspitzengefühl von der offenkundig vollkommen traumatisierten Liz die Wahrheit über
die Geschehnisse in dem düsteren Loch zu erfahren.
Noch ein Teenie-Horrorfilm, muss das wirklich sein ? O.k., es ist diesmal kein Exemplar
der Gattung bluttriefendes Schlitzermovie, aber auch Psychothriller sind ja nicht gerade
das Allerneueste. Angesichts solcher Vorgaben erweist sich "The Hole" als ungemein positive und
empfehlenswerte Überraschung. Und dies, obwohl der Film das Genre eigentlich nicht
unbedingt neu erfunden hat. Aber die Souveränität, mit der hier in allen relevanten
Belangen mehr als nur eine solide Vorstellung abgeliefert wird hebt ihn um einige Längen
von seinen Rivalen ab.
Zuvorderst glänzt "The Hole" vor allem mit Spannungselementen, die tatsächlich
die gesamte Zeit über anhalten, statt wie (betrüblicherweise) gewohnt nur für
Millisekunden in mehr oder minder geschickt platzierten Schockmomenten aufzutreten. Die
Schauspieler erwecken ausnahmsweise nicht den (häufig ja auch noch überaus zutreffenden)
Eindruck, mal eben von der Drehpause einer Seifenoper herübergeschneit gekommen zu sein,
insbesondere Thora Birch lässt keinen Zweifel daran, dass sie im Charaktergenre zu Hause
ist.
Und selbst bei den Gewaltmomenten (die sich zudem auf ein, zwei Szenen reduzieren) weiß
sich "The Hole" positiv von seinen filmischen Artverwandten abzusetzen. Denn
auch wenn er nicht gerade blutarme und ausgesprochen schonungslose Anblicke bietet, bleibt
die entsprechende Sequenz doch fern aller unterhaltenden oder gar glorifizierenden
Anflüge; wohlige Schauer und ironisches Spaßgefühl haben durch die Art der Darstellung
jedenfalls keine Chance.
Bild      
Gerade im ersten Drittel des Films zeigen sich beim etwas genaueren Hinsehen ein paar
kleinere Schwächen. So kommt es zu Nachzieheffekten, Kanten weisen kurz leichte
Treppenmuster auf und gerade bei Großaufnahmen von Gesichtern fällt eine gewisse
Detailarmut ins Auge. Dass der Gesamteindruck trotzdem wesentlich positiver ist, liegt
daran, dass im übrigen ein ausgesprochen klares und scharfes Bild vorherrscht, das trotz
durchweg schwierigster Bedingungen (immerhin spielt der weitaus überwiegende Teil des
Films in einem düsteren Erdbunker) einen bemerkenswerten Kontrastumfang beibehält. Dass
die Farben gelegentlich sehr eingedampft und grünstichig monochrom wirken, dürfte im
Zweifel eher auf die inszenatorische Gestaltung, als auf einen mangelhaften Transfer auf
die DVD zurückzuführen sein.
Ton      
"The Hole" ist kein Film der spektakulären Soundeffekte oder von subtilen
Zwischentönen. Trotzdem werden die Tonspuren nicht stiefmütterlich behandelt. Neben
wohlgesetzten akustischen Schockeffekten bekommt man auch präzise Umgebungsgeräusche mit
überzeugender Dynamik geboten, sowie eine natürliche Sprachwiedergabe, die selbst bei
leisestem Flüstern noch kristallklar verständlich ist, ohne dass am Lautstärkeregler
gespielt werden muss. Dass zwischenzeitlich die begleitende Musik mal im Vergleich zum
Rest etwas zu laut aus den Boxen dröhnt ist hier verzeihlich, da die betreffende Szene in
der Story entsprechend als überschwänglicher Partymoment verankert ist.
Special Features      
Zugaben sind zwar nicht im Übermaß vorhanden, schneiden aber qualitativ
zufriedenstellend ab.
Der Audio-Kommentar des Regisseurs hat einiges an interessanten Hintergrundinformationen
zu bieten, wenn Nick Hamm auch ein wenig dazu neigt, gelegentlich überflüssigerweise nur
die Handlung nachzuerzählen, die man als Zuschauer sowieso gerade auf dem Bildschirm
verfolgt.
An geschnittenen Szenen sind immerhin neun Stück zu finden, manche nur in anderen
Schnittfassungen, als im Film, andere sogar recht erhellend; die Bildqualität ist jedoch
nur mittelmäßig.
Der Rest der Extras ist dann nur noch der Vollständigkeit halber zu erwähnen, wie das
"Making Of", mit den üblichen begeisterten Statements, der Trailer und
biografische Infos zu den Mitwirkenden.
26.07.2002
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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