The Day After

Original

The Day After

Studio

ABC Circle Films (1983)

Anbieter

Eurovideo (2002)

Laufzeit

115:08 min.

Regie

Nicholas Meyer

Darsteller

Jason Robarts, Steve Guttenberg u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

7.45 Mbps (Video: ca. 7 Mbps)

Bildformat

4:3

Audiokanäle

Englisch, Mono (224 kbps)
Deutsch, Mono (224 kbps)

Untertitel

Keine

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 15 €
Film 

"The Day After" ist weniger Spielfilm als ein zeithistorisches Dokument, welches zu einer Zeit entstand, in der es ähnlich wie während der Kuba-Krise so aussah, als ob nicht viel fehlen würde, um aus dem Kalten Krieg einen Heißen Krieg werden zu lassen. Das Wettrüsten zwischen den USA und der Sowjetunion, dem "Reich des Bösen", wie es von US-Präsident Ronal Reagan bezeichnet wurde, schien kein Ende zu finden und Begriffe wie "Fallout" und "Overkill" waren in aller Munde. So entschied sich der US TV-Sender ABC für ein mutiges TV-Projekt, welches den Zuschauer mit einer Mischung aus TV-Spielfilm und Dokumentation den Schrecken des Nuklearkriegs nahe bringen sollte und dies auch tat. "The Day After" beschränkt sich auf die Darstellung der Ereignisse aus der Sicht mehrerer einfacher Personen aus der Gegend von Kansas City und vermeidet eine direkte Politisierung. Während einerseits die Explosion der Atombombe und deren Auswirkungen erschreckend demonstriert werden, bleibt die Darstellung aber hinter der Realität doch etwas zurück: Dass Jason Robarts die nur wenige Kilometer entfernte Explosion einer Atombombe deswegen überlebt, weil er sich auf den Boden seines Wagens verkriecht, wird wohl niemand glauben wollen. Wie man im Nachspann ablesen kann, wurden diese Vereinfachungen aber bewusst vorgenommen. Leider fehlt dem Film abgesehen von seinem ernsten Thema eine richtige Handlung. Es bleibt vornehmlich bei der Ansammlung verschiedenster Figuren, wie man sie in jedem Katastrophenfilm findet, ohne dass sich im Zeitablauf aber eine richtige Linie findet. Anstelle einer richtig dramatischen Erzählung beschränkt sich der Film gerade nach der Explosion auf einen vornehmlich mit sentimentalen Szenen gespickten Ablauf. Auch wenn "The Day After" viel Potential auslässt, so bringt dieser Film doch eine beeindruckende Erinnerung an eine dramatische Phase der Zeitgeschichte zurück, die sich so hoffentlich nicht wiederholen wird.

 

Bild 

Leider sieht Master so aus, als ob hier nur eine alte Video-MAZ aufgetrieben wurde, an der schon der Zahn der Zeit kräftig genagt hat. Das verrauschte Bild ruckelt leicht und ist sehr verschwommen. Auch die Farben sind ziemlich blass und von Kontrast kann schon kaum die Rede sein. Auch wenn diese DVD mit ihrer Bitrate von 7 Mbps auf "SuperBit"-Niveau liegt, kann die gute Kompression die Fehler des Ausgangsmaterials nicht wett machen.

 

Ton 

Auch der Mono-Ton ist nicht von sonderlich hoher Qualität: Während die deutsche Synchro noch ganz passabel ist, klingt die englische Originalfassung etwas muffig, was die Verständlichkeit der Dialoge verstärkt, die auch nicht durch Untertitel unterstützt werden. 

 

Special Features 

Schade: Irgendwie scheint sich bei Eurovideo niemand für diesen Film begeistert haben zu lassen, um ein wenig Hintergrundmaterial aufzutreiben. So gibt es neben zwei Trailern zu anderen DVDs nur kurze Biographien des Regisseurs und der wichtigsten Darsteller.

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

07.10.2002