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Sugar & Spice
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Studio |
New Line Cinema (2001) |
Verleih |
Kinowelt Home Entertainment (2002) |
Laufzeit |
77:37 min. (FSK 12) |
Regie |
Francine McDougall |
Darsteller |
Mena Suvari, Marley Shelton, Marla Sokoloff, Sean Young |
DVD-Typ |
DVD-5 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
2,35:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
Untertitel |
Deutsch (bei englischer Fassung nicht ausblendbar) |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Preis |
ca. 20 EURO |
Film      
Eigentlich sind sich alle einig, dass es kein schöneres Paar gibt, als Diane (Marley
Shelton), die Vortänzerin der Lincoln High Cheerleader und Jack (James Marsden), dem
Star-Quarterback und Strahlemann par excellence. Dieser allgemeinen Ansicht shcließen
sich auch die glücklichen Eltern der beiden an, als sie passend zum Festtag des
Abschlussballs ihre baldige Hochzeit verkünden. Allerdings hält die allgemeine Euphorie
nur solange an, bis Diane ganz am Rande noch erwähnt, dass sie sich in anderen Umständen
befinde. Von ihren Erziehungsberechtigten mit Entzug sämtlicher Zuneigung und vor allem
auch finanzieller Zuwendung bestraft, bekommt das Traumpaar bald die dunkleren Seiten des
beschleunigten Erwachsenwerdens zu spüren. Mangels angemessener Qualifikation auf
entsprechend niedrig bezahlte Jobs angewiesen, bleibt zumindest bei Diane die Erkenntnis
nicht aus, dass ein einigermaßen gesicherter Lebensstandart auf diese Weise kaum zu
halten sein wird, zumindest ab dem Zeitpunkt, an dem aus der trauten Zweisamkeit ein
ausgewachsenes Familienleben geworden sein wird. Aber wozu gibt es denn beste Freundinnen
und in dieser Hinsicht kann sich Diane voll und ganz auf ihre Cheerleader-Truppe,
bestehend aus Kansas (Mena Suvari), Hannah, Cleo und Lucy verlassen. Und das, obwohl ihre
Idee zur Heranführung der erforderlichen Geldmittel gelinde gesagt als unkonventionell
bezeichnet werden darf. Lautet der Vorschlag doch, einfach eine Bank zu überfallen. Nach
anfänglichem Zögern sind tatsächlich alle mit Feuereifer dabei. Neben dem Studium
diverser Hollywood "Dokumentationen" über entsprechende Verbrechen
(insbesondere in Hinblick darauf, was bei den filmischen Vorbildern jeweils schief
gelaufen war, um selbige Fehler zu vermeiden) gehört zur Vorbereitung auch der Besuch von
Kansas Mutter (Sean Young), die nachdem sie ihren Ehemann unsanft ins Jenseits beförderte,
im Knast sitzt und den hoffnungsvollen Nachwuchstalenten in Sachen Verbrechen und Vergehen
wichtige Tipps und Verbindungen verschaffen kann. Dass doch nicht alles so glatt läuft
wie erhofft, findet seinen Grund dann allerdings in ganz normaler Missgunst,
personifiziert durch ihre Mitschülerin Lisa (Marla Sokoloff), deren ganzer Ehrgeiz darin
besteht, in das eingeschworene Cheerleader-Team aufgenommen zu werden und an ihrer
wiederholten Ablehnung zu knabbern hat, was ihrer persönlichen Einstellung nicht
unbedingt den wohlwollensten Charakter verpasst. Aber, wie jeder Experte auf dem Gebiet
des perfekten Verbrechens wissen sollte, kommt es am Ende ja doch immer ein wenig anders,
als man vorher denkt.
Leider kann "Sugar & Spice" die Erwartungen, die sein spritziger und auf
eine titelgemäß scharfe Satire hindeutender Beginn schürt, nicht erfüllen. Zwar
bekommt das eine oder andere Klischeebild auf unterhaltsame Weise sein Fett weg, aber so
richtig bissig wird es praktisch nie. Die gleiche Entwicklung schlägt auch das Tempo des
Films ein, das sich zunehmend einer gemächlicheren Gangart befleißigt und seine
Geschichte vergleichbar routiniert dahinplätschern lässt. Aber, und das ist der große
Pluspunkt, es ist ein überaus angenehmes Plätschern, mit einer sympathischen Besetzung
und ansteckend fröhlichem Humor. Und die Grundidee, die scheinbar braven Cheerleader, als
Inbegriff der properen "All-American-Girls", mit der kriminellen Energie
schmutziger Gangsterfilme zu kreuzen, hat ausreichend Potential, um die ganze Sache mit
ausreichend netten Ideen zu garnieren, wenn der Rest der Story doch einmal zu dünn zu
werden droht. Ein besonderes Lob gebührt der Hauptdarstellerin Marley Shelton, die ihre
Figur mit Todesverachtung als zuckerwattesüßen Barbie-Klon überzeichnet, was neben
wahrem komödiantischen Talent auch ein gehöriges Maß an Selbstbewusstsein verrät,
welches ihr gestattet sich und ihr Image so überhaupt gar nicht ernst zu nehmen.
"Sugar & Spice" schiebt keinerlei Anspruch vor und setzt auch bestimmt keine
Meilensteine in Sachen Unterhaltung, aber er ist genau das richtige, um sich mit einem
leichten Dauerlächeln vor den Fernseher zu pflanzen und danach trotzdem nicht über
geistige Magenverstimmung wegen zuviel Seichtigkeit klagen zu müssen.
Bild      
Auf den ersten Blick zeigt sich das Bild in blendender Qualität, mit durchweg
überzeugender Schärfe, ebensolchem Kontrastumfang und zudem praktisch keiner
Rauschbildung. Lediglich die Farben könnten auch für den unbefangenen Blick etwas
frischer sein. Es ist daher schon eine etwas schärfere Observation notwendig, um zu
erkennen, dass die Qualität zwar überdurchschnittlich gut, aber kein Referenzniveau
aufweist. So kommt es gelegentlich zu Kantenflimmern, sowie leichten Treppenmustern an
bestimmten Konturen. Außerdem ist die DVD auch nicht vollkommen frei von
Nachzieheffekten, allerdings in sehr schwacher Form.
Ton      
Der Ton bietet durchweg eine solide Vorstellung, bleibt aber meist eher unauffällig,
da raumgestaltende Effekte praktisch vollständig fehlen. In Hinblick auf die Verortung
und deutliche Darstellung auch von geringeren Nebengeräuschen, gibt sich die Abmischung
keinerlei Blöße, was durchaus für die Qualität der Aufnahme spricht.
Special Features      
Die Beigaben sind wenig aufsehenderregend. Zu den Mitwirkenden gibt es die üblichen
Infos und einige Interviewausschnitte, die aber allein schon aufgrund ihrer Kürze kaum
Erhellendes zum Film beibringen. Nicht fehlen darf auch der Trailer. Am interessantesten
bleiben daher die vier geschnittenen Szenen, die in guter Bildqualität präsentiert
werden und auch inhaltlich durchaus ansehenswert sind.
21.03.2002
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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