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Stargate
- Director's Cut |
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Studio
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Carolco Pictures (1994) |
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Verleih
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Kinowelt Home Entertainment (2001) |
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Laufzeit
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124:55 min. (FSK 12) |
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Regie
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Roland Emmerich |
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Darsteller
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Kurt Russell, James Spader, Mili
Avital |
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DVD-Typ
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DVD - 9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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2,35:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1
3. Englisch, DTS 5.1
4. Italienisch, Dolby Digital 5.1
5. Spanisch, Dolby Surround |
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Untertitel
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deutsch, englisch, türkisch,
finnisch, italiensch, spanisch, niederländisch, schwedisch, norwegisch, dänisch,
portugiesisch |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 20-25 EURO |
Film      
Mit seinen Fachkollegen steht der Ägyptologe Daniel Jackson (James Spader)
nicht unbedingt auf bestem Fuße; was jedoch nicht weiter verwunderlich ist, bedenkt man,
dass Jackson die Theorie vertritt, die Pyramiden seien gar nicht von den alten Ägyptern
errichtet worden. Stellt sich die Frage, von wem denn dann? Etwa kleine grüne Männchen
vom Mars? Umso erfreulicher ist dann die Einladung der Wissenschaftlerin Catherine
(Viveca Lindfors) in ein geheimes Labor der Streitkräfte, wo sein Sachverstand gebraucht
wird.
Was ihm dann allerdings vorgestellt wird, hätte sich Jackson auch in seinen kühnsten
Träumen nicht vorstellen können. Zunächst ein steinernes Artefakt, dessen Inschriften
er durch sein Wissen, gepaart mit glücklichen Zufällen entschlüsseln kann und
schließlich eine Apparatur, die ihm als Sternentor, Stargate, vorgestellt wird und welche
vor Jahren von Catherines Vater bei archäologischen Grabungen im Wüstensand gefunden
wurde und dank Jacksons Erkenntnissen nun erstmals in Funktion gesetzt wird. An dieser
Stelle übernimmt allerdings die Army in Person von Jack O'Neil (Kurt Russell) das
Kommando, da die Verantwortlichen, vielleicht aus gutem Grund, in der so entstandenen
Verbindung zu einem fernen Sonnensystem eine potentielle Gefahr für die nationale
Sicherheit erkennen. Zur genauen Erkundung wird ein Stoßtrupp unter Begleitung von Daniel
Jackson, dessen fachliche Qualifikation ihnen die Entzifferung der notwendigen Daten für
die Rückkehr ermöglichen soll, durch das Stargate geschickt. Auf der anderen Seite
erwartet sie ein Wüstenplanet und Bauten, die den irdischen Pyramiden
frappierend ähnlich
sind. Bald stoßen sie auch auf Zeichen einer Zivilisation, zuerst in Form eines
merkwürdigen Reittiers, das Jackson unbeabsichtigt durch die halbe Wüste schleift; was
schließlich auch zur Begegnung mit seinen Futtergebern führt. Ein menschenähnliches
Volk, das auf einer primitiven Stufe der Kulturentwicklung stecken geblieben zu sein
scheint. Jackson wird von ihnen sogleich als Gesandter des von ihnen angebeteten Gottes Ra
der angemessene Respekt entgegengebracht, ein Missverständnis, das auf einem Medallion
beruht, das Catherine in ihrer Kindheit bei der Ausgrabung des Sternentores mitgenommen
und Jackson als Glücksbringer überlassen hatte. Die Begegnung mit dem fremden Volk
bringt neben einer erfreulichen Bekanntschaft mit Sha'uri (Mili Avital), der Tochter des
Stammesführers, irgendwann auch Aufklärung über die Herkunft der Verbindung zwischen
den Welten und über die Stellung des fremden Volkes. Es handelt sich um Menschen, die vor
vielen Jahren von einem Außerirdischen herübergebracht wurden, um hier für ihn
Sklavendienste zu verrichten. Das Wesen aus dem All hatte damals den Körper eines jungen
Mannes (Jaye Davidson) übernommen und Dank seiner überlegenen technologischen
Fähigkeiten die Stellung eines Gottes eingenommen. Nachdem es allerdings auf der
irdischen Seite des Sternentores zu einer Revolte gekommen war, wurde das Stargate
stillgelegt und mittels absolutem Schreibverbot die Entwicklung der Planetenbewohner zu
einem Halt gebracht. Weshalb Jackson nach und nach die Sprache der Fremden als Abwandlung
eines altägyptischen Dialekts erkennt. Das Eingreifen der modernen Menschen bringt
allerdings das bisher herrschende (Un)gleichgewicht auf dem Planeten durcheinander, so
dass Ra seine Krieger losschickt, um den Eindringlingen so bald als möglich den Garaus zu
machen. Zugespitzt wird die Lage dadurch, dass O'Neil im Auftrag seiner Vorgesetzten eine
Atombombe mitgebracht hatte, mit dem Auftrag, die Verbindung zwischen den Planeten ein
für allemal zu vernichten, sollte sich die vorgefundene Lage als Gefahr für den Planeten
Erde darstellen. Dass er dabei selbst für immer von einer Rückkehr abgeschlossen sein
würde, hatte O'Neil dabei leichten Herzens auf sich genommen, da er seit dem Tod seines
kleinen Sohnes, der sich durch eine von O'Neil ungesichert liegengelassene Pistole selbst
erschossen hatte, den Sinn seines Lebens sowieso verloren glaubte. Es kommt zu einem Kampf
an mehreren Fronten, bei dem die Seite der Menschen stets von Neuem bemüht ist, den
technologischen Vorsprung seines Gegners auf alle erdenklichen Weisen zu unterlaufen.
Immer dann, wenn Roland Emmerich auf die Versatzstücke eines typischen
B-Movies zurückgreift, gelingen ihm die besten Momente in seinen Filmen. Und
"Stargate" weist eine ganze Reihe dieser Elemente auf, Typen, wie den
unverstandenen Wissenschaftler, der sich plötzlich mit seinem Bücherwissen mitten im Zentrum
des Sturms wiederfindet, ein geheimnisvolles Artefakt, das irgendwo im Wüstensand
schlummert, um die normale Welt mit dem Über- oder (wie hier) Außerirdischen bekannt zu
machen, der Kampf Gut gegen Böse in exotischer Kulisse und am Rande eine nette
Liebesgeschichte.
Gut, er erreichte bisher nicht die Qualitäten, welche ein Steven Spielberg vorgegeben
hat, als er sich ebenfalls eines typischen Sonntagvormittags-Filmgenres annahm, aber aus
dem guten alten Abenteuermärchen einen Film mit Unterhaltung und Atmosphäre und sogar
Tiefe machte. Aber Emmerich bleibt ihm trotzdem hart auf den Fersen, alleine schon
deshalb, weil es wenige Filmemacher in Hollywood gibt, die mit einer solchen Begeisterung
für das reine Kintopp herangehen und denen es gelingt, ihre Filme immer doppelt so teuer
aussehen zu lassen, als sie wirklich waren (bei seinen Kollegen ist es häufig eher
umgekehrt). So könnte man auch "Stargate" fast uneingeschränkt genießen, sich
an den effektiv eingesetzten Spezialeffekten, der tollen Ausstattung, den sympathischen
Schauspielern und einer Handlung freuen, die zwar ein wenig zu schematisch ist um bis zum
Schluss für atemlose Spannung zu sorgen, die aber auf angenehmer Weise für die richtige
Popcorn-Stimmung sorgt, wenn sich nicht der eine oder andere vermeidbare Schwachpunkt
eingeschlichen hätte. So muss man wirklich kein friedensbewegter Vollzeitpazifist sein,
um die Art und Weise, wie der Nachwuchs der Planetenbewohner zu perfekten
Kindersoldaten (pathetischer Heldentod inklusive) umgemodelt wird, zumindest für
fragwürdig zu halten. Natürlich ist das ganze ein Fantasy-Film und sollte nicht so ernst
genommen werden, aber es ist ja gerade das Problem, dass durch derartigen schieflaufenden
Schwergang die sonst so rund laufende Abenteuer-Unterhaltung einen leichten Sprung
erhält. Auch legt die Story gegen Schluss ihren Schwerpunkt zu sehr auf altbekannte und
deshalb ermüdende Kloppereien der beiden Haupthelden gegen die Oberbösewichte und
verliert dabei die Figuren aus dem Blick.
Trotzdem besteht deshalb noch lange kein Grund vollkommen Trübsal zu blasen, denn im
Gesamtüberblick sind die positiven Momente doch eindeutig in der Überzahl und die
kleinen Macken lassen den Film lediglich von "richtig großartig" zu "ziemlich
gut" sinken, ganz zu schweigen zu dem traurigen Bild, dass der größte Teil der
Konkurrenz-Produkte in den letzten zehn Jahren auf dem Gebiet des Sci-Fi-Abenteuer
zustandegebracht hat.
Zu den Neuerungen des "Director's Cut" sei angemerkt, dass es sich bei den in
Frage stehenden Szenen um Material handelt, dessen Fehlen keinen großen Verlust
darstellte. Selbst so etwas, wie der Fund eines versteinerten Kriegers von Ra an der
Ausgrabungsstelle liefert eigentlich keine nennenswerten Impulse. Letztlich stören die
Ergänzungen nicht, aber wer lediglich die kürzere Fassung kennt, erfährt keinerlei
Verlust.
Bild     
Am schönsten sind die in der Wüste spielenden Szenen, denn
hier weist die DVD
ein geradezu brillantes Bild auf, das in allen Aspekten vollständig überzeugt. Etwas
anders sieht die Sache schon aus, wenn sich die Handlung in schlecht beleuchtete
Innenräume, wie die Höhlen, in denen James Spader und Mili Avital die Ursprünge der
Planetensprache erkunden, verlagert. Dann weist das Bild eine stärkere Grobkörnigkeit
auf, was vor allem zu dem vorangegangenen kristallklaren Bild in deutlichem Kontrast steht
und daher umso auffälliger wirkt. Jedoch sind diese Szenen noch gar nichts gegenüber den
eingefügten "Director's Cut Momenten". Insofern erweist sich die DVD nämlich als
ausgesprochen kundenfreundlich, hilft sie doch dem Problem ab, dass der Zuschauer bei
derartigen Neuauflagen bekannter Filme gezwungen ist, sein Gedächtnis daraufhin zu
durchforsten, welche von den gezeigten Szenen schon bekannt und welche neu eingefügt
sind. Hier dagegen kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
davon
ausgehen, dass immer dann, wenn die Konturen auseinander fließen, Schärfe, sowie
Farbstabilität über den Jordan gehen und es heftig zu Rauschen anfängt, nunmehr eine
der Zugaben vorliegt; bei zwei Szenen geht das Ganze sogar soweit, dass der Eindruck von
uralten Dokumentaraufnahmen entsteht, da sich die Farben auf ein simples schwarz-gelblich
beschränken. Im übrigen kommt es auch schon einmal zu einem merkwürdigen Bildsprung,
als hätte der Cutter seine Gedanken sonst wo, nur nicht beim Film gehabt, auch dies eine
verzichtbare Innovation. Kurz gesagt, eine neue Version die mit ihrem Material dermaßen
umgeht, ist doch schon mit einiger Vorsicht zu genießen; manchmal kann es eben doch nicht
schaden, mit etwas mehr Sorgfalt an eine Verlängerung der Wertschöpfungskette eines
beliebten Produktes zu gehen.
Ton     
"Stargate" ist einer jener Filme, für die das 5.1-Format
geschaffen wurden. In den Action-Szenen knallt und donnert es von allen Seiten und vor
allem mit jeder Menge direktionaler Effekte. Aber auch sonst hat die Tonerzeugung jede Menge
zu tun und zwar auf allen Ebenen, nicht nur bei den lauten Tönen, auch in ruhigen
Momenten knistert in der einen Ecke irgendetwas oder rieselt auf der andren Seite der Sand.
Dazwischen sind auch noch die Dialoge klar zu verstehen, und wenn mal sonst nichts los
ist, braust oder säuselt, je nach Bedarf und stets mit gleicher Überzeugungskraft, das
Orchester nach der Partitur von David Arnold und verbreitet die richtige Abenteurstimmung.
Allerdings ist es die Musik, bei der noch der letzte Funken an Dynamik fehlt, um sich
gegenüber dem Rest wirklich hundertprozentig gleichwertig zu behaupten, der zu einer
perfekten Tongestaltung geführt hätte. Die DTS-Tonspur präsentiert sich im übrigen in
gleich hochwertiger Qualität.
Special Features     
Neben dem üblichen Kleinzeug, wie Trailer und Fotogalerie, ist es der
Audio-Kommentar von Roland Emmerich und Dean Devlin, der im Mittelpunkt steht. Aber wenn
gelegentlich auch interessante Informationen dabei sind, hat es doch schon spannendere
Vertreter dieser Zusatzfunktion gegeben. Der Umstand, dass Roland Emmerich leider die
amerikanisch-umgangssprachliche Unsitte übernommen hat, fast jedes zweite Wort mit einem
überflüssigen "like" zu begleiten ("this scene is like important, because
we have like two charakters, who like...) mag zwar als geringes Übel durchgehen, fängt
aber über den ganzen Film hin an zu nerven. Das Stargate Promo-Reel besteht aus einer
zehnminütigen Aneinanderreihung von Szenen aus dem Film, teilweise unterlegt mit
klassischer Musik (das beliebte "O Fortuna"), gewissermaßen ein
Maxi-Trailer aus der Zeit vor dem endgültigen Ende der Postproduktion, um die Presse auf
das Kommende einzustimmen.
02.09.2001
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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