Panic Room

VÖ: 22.10.2002

Original

Panic Room

Anbieter

Columbia TriStar Home Entertainment (2002)

Laufzeit

107:20 min.

Regie

David Fincher

Darsteller

Jodie Foster u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

7.50 Mbps (Video: ca. 5.8 Mbps)

Bildformat

2,40:1 (anamorph)

Audiokanäle

Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps)

Untertitel

Deutsch, Englisch, Türkisch

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case
Film 

Der "Panic Room" - ein geheimes Zimmer inmitten eines älteren Stadthauses. Ausgestattet mit dem Notwendigsten zum Überleben und modernster Überwachungstechnik, die wie ein drittes Auge jede Bewegung im Haus registriert. Das perfekte Domizil für die frisch geschiedene, bisweilen von Angstattacken demoralisierte Meg (Jodie Foster) und ihre Tochter Sarah (Kristen Stewart), die nur eines wollen: Ruhe und Sicherheit. Doch der "Panic Room" ist auch Objekt der Begierde für die ungleiche Diebesbande um Raoul (Forest Whitaker), Burnham (Dwight Yoakam) und Junior (Jared Leto). Hier vermuten sie ein Vermögen, das sie um jeden Preis haben wollen. Als die schwerbewaffneten Gangster in das Haus einbrechen, fliehen Mutter und Tochter in ihr vermeintlich sicheres High-Tech-Versteck, ohne zu ahnen, dass die Kriminellen ausgerechnet den "Panic Room" als Ziel im Visier haben.....

Bizarr und düster sind sie bislang gewesen, die Filme des David Fincher, der sich mit "The Game", "Sieben" und "Fight Club" langsam einen Kult-Status erarbeitete. "Panic Room" ist im Vergleich zu den vorherigen Filmen weitaus konventioneller und basiert inhaltlich auf einem Drehbuch, dass dem Zuschauer wenig Kopfzerbrechen bereitet. In dieser Hinsicht ist "Panic Room" eine Enttäuschung, denn der Film bleibt mit seiner mäßigen Spannung und Abwechslung hinter dem zurück, was man von Fincher erwartet. Man vermisst vor allem die kleinen Gemeinheiten, mit denen Fincher in seinen letzten Filmen seine düstere Welt präsentierte, in der das Böse im normalen Alltag hinter jeder Ecke lauern kann. Zumindest optisch bemüht sich Fincher, aus dem Drehbuch das herauszuholen, was er kann: Er lässt den gesamten Film wieder bei regnerischem Wetter und weitgehender Finsternis abspielen und präsentiert elegante Kamerafahrten, die zielstrebig selbst durch Türen und Wände gehen. So lohnt sich "Panic Room" wenigstens wegen der schönen Optik und nicht zuletzt augrund des düsteren Music Scores von Howard Shore, der zumindest die Spannung der Handlung etwas verstärkt.

 

Bild 

Dass David Fincher bei den Dreharbeiten verschwenderisch mit elektrischem Licht umgegangen ist, lässt sich auch bei "Panic Room" wieder nicht behaupten. Das wenige Licht, welches überhaupt in dem Film zu sehen ist, kommt aus kleinen Funzeln, indirekt aus nicht ortbaren Quellen oder einer kühlen Neon-Leuchte im "Panic Room". Trotzdem ist der Film zumindest dann, wenn man ihn auch in richtiger Dunkelheit betrachtet, immer noch hell genug, um alles erkennen zu können und auch die Schwarztöne werden richtig tiefdunkel wiedergegeben. Bei Tageslicht allerdings wird man mit diesem Film keine Freude haben, dann sorgen Helligkeit und Reflexionen auf der Mattscheibe dafür, dass man kaum noch etwas sieht. Mit vielen Filtern sorgt Fincher dafür, dass von der Farbe nur wenig zurückbleibt und die ganze Szenerie meist in blaugrünen Tönen erscheint. Ein Rauschfilter reduziert die ohnehin nicht sonderlich stark ausgeprägte Kanten- und Detailschärfe des Bildes, die somit höchstens als "Gut" zu bezeichnen ist. Die Kompression der DVD liegt zwar nicht auf SuperBit-Niveau, doch mit immerhin 5.8 Mbps Videobitrate ist das Bild trotzdem sehr sauber komprimiert worden. Die leichte Unruhe dürfte eher auf die Rauschfilter zurückzuführen sein.

 

Ton 

Der Sound-Mix von "Panic Room" wird vor allem durch den Music Score von Howard Shore dominiert, der zwar etwas minimalistisch ausfällt, aber dennoch mit seinen subtilen Untertönen für eine richtig düstere Atmosphäre sorgt und ein wenig an die alten Hitchcock-Filme erinnert. Vor allem bietet der Sound durch seine großzügigen Lautstärkesprünge viel Abwechslung. Gerade während der Action-Szenen ertönt die Musik laut von allen Seiten und bietet einen voluminösen Bass, der Anfangs auch mehrere Male richtig tief in den Keller geht. Die Höhenwiedergabe ist nicht ganz überzeugend, hier klingt der Sound etwas matt. Gute Surround-Effekte werden vor allem während der Kamerafahrten beigesteuert, bei denen die Sound-Designer das Prasseln des Regens sowie jedes Knarzen und Quietschen innerhalb des Hauses perfekt wiedergeben und penibel auf die richtigen Kanäle verteilen. Die Akustik innerhalb des "Panic Rooms" ist nicht ganz so gut, weil der Sound hier bewusst etwas verengt wurde, um der Größe des Raumes gerecht zu werden. Während der deutsche und englische Dolby Digital-Ton ziemlich gleich klingen, macht der DTS-Sound bei den richtig lauten Sequenzen etwas mehr Druck, klingt dabei aber nicht wesentlich räumlicher.

 

Special Features 

Da Columbia in den USA zunächst eine SuperBit-DVD wollte und eine "Special Edition" erst für eine spätere Zeit in Aussicht steht, sind auch auf der Code 2-DVD außer einem Trailer und knappen Filmographien keine Extras vorhanden.

Review von Karsten Serck

25.09.2002

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